Tiere / Hundestorys 2. Teil: Wie Sheltie ,, Doc Nelly“ Lady Luna das Leben rettete …

Hallo Ihr Lieben!

Kennt Ihr das? Man nimmt sich sooo viel vor ….! Jedenfalls ist der hoch-brisante Artikel über die neuen Abnehm – Studien zur unterschiedlichen Kalorien-Aufnahme verschiedener Menschen noch in der Mache, weil ich noch andere Sachen dringende fertigstellen musste … Aber wie Ihr wisst, ist so eine Literatur-Online-Recherche immer mit einem relativ großem Aufwand verbunden und meine Ansprüche sind da auch nicht eben gering. Abgeschriebenen Quatsch gibt es schließlich schon genug!

So kommt jetzt direkt der zweite Collie Lady Luna Artikel, damit Ihr  wenigstens wisst, wie es kam, dass sie so krank wurde, was für uns wirklich dramatisch und sehr traurig war …

Der Zustand der Hündin verschlechterte sich rasant

In letzter Zeit hatte unsere alte Dame immer wieder unter Arthrose gelitten, so dass es dann und wann nötig wurde, ihr ein Schmerzmittel zu geben.

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Beim Gehen war schon seit einiger Zeit ab und zu ein ,,Humpler“ zu sehen, was als Arthrose interpretiert wurde, da es nicht eindeutig lokalisierbar war. 

 

Vor etwa vier Wochen war dann relativ schnell der absolute Tiefpunkt erreicht. Von ein auf den anderen Tag tat sie sich plötzlich unheimlich schwer, auch nur einen vor den anderen Fuß zu setzen. Dabei war es nicht klar auszumachen, auf welchem Fuß sie humpelte, der Rücken war steif und die Hinterbeine hatten kaum noch Kraft!

Sie stand unter Dauer-Schmerzmedikation , dennoch mussten wir ihr aufstehen helfen und sie machmal sogar zurück ins Körbchen tragen, was für mich bei ihren über 20 Kilogramm kein ganz einfaches Unterfangen war. Dazu kam, dass ich ihr ansehen konnte, wie sie unter Schmerzen litt, wenn ich in ihre Augen sah! Der Tierarzt hörte sie ab und maß Fieber, sah in die Ohrmuscheln und tastete die Pfoten einzeln ab. Die Herztöne waren rhythmisch und altersentsprechend okay, die Lunge gut durchlüftet und direkt druckschmerzhaft schien weder der Bauch, noch die Füße zu sein. Aber alle Füße schienen ihr besonders nach dem Aufstehen wehzutun, wenn sie wie auf Eiern durch die Gegend wankte. Wir versuchten, sie so gut es ging, zu unterstützen,  zu füttern und ihr Medikamente für die Schmerzen, den Magen und die Gelenke zu geben … Mehr konnten wir in dieser Situation nicht mehr tun …

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Im Körbchen polsterten wir alles ab, damit sie möglichst keine Schmerzen hatte …

So gaben wir unser Bestes und waren sehr, sehr traurig.  Jeden Abend saß ich lange am Körbchen und streichelte und bürstete sie und wusch etwaigen Schmutz ab, denn sie hatte Schwierigkeiten, sich zu putzen. ich verließ Luna nie mehr als 2-3 Stunden, weil sie auch nicht mehr alleine ,,austreten“ konnte. So ging es etwa 4-5 Tage. Und ich weinte zugegeben viel, denn wir hatten nicht mehr allzu viel Hoffnung.

Wir hatten die Hoffnung schon fast aufgegeben,  dann passierte etwas völlig Unerwartetes … doch es schien zu spät!

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Als das Aufstehen zunehmend schwieriger wurde, trugen wir sie mit einer Hundetragevorrichtung nach draußen, denn sie mochte nur in äußerster Not ihr Geschäft drinnen verrichten  …

Eines morgens sah ich unseren kleine Sheltie Nelly bei der alten Hündin liegen und deren rechte Pfote ausführlich mit Zunge und Zähne zu bearbeiten. Ich ließ sie gewähren, denn Luna schien das zu gefallen. War es doch eine Verletzung an der Pfote? Gesehen oder gefühlt hatte man bisher nichts ….

Das Fell war naßgeschleckt und es auch jetzt schwer, irgendetwas zu erkennen …  Aber Nelly biss auf der Pfote herum und da Luna es duldete, hielten wir sie nicht davon ab.   Irgendwann hatte sie tatsächlich die Pfote aufgebissen und aus einem etwa ein Zentimeter langem Loch trat nun Blut und Eiter! Wie musste Luna das wehgetan haben! Aber dennoch hatte sie es ,,erlaubt“ …

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Äußerlich war kaum etwas zu erkennen … Man spürte auch keine Überwärmung oder besondere Druckschmerzhaftigkeit, aber kurze Zeit später biss Nelly seitlich die erste Zehe auf und heraus kam Eiter!

In der Pfote musste sich die letzten Tage ein Abszess gebildete haben, vielleicht war sie in eine Dorne oder einen spitzen Stein getreten! Durch die relativ dicke Hornhaut hatten wir die Erwärmung wahrscheinlich nicht gespürt und auch jetzt schien die Pfote kaum wärmer als die anderen.

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Luna ließ Nelly gewähren, als sie an ihrer Pfote knabberte – erst später erkannten wir den Sinn dahinter …

So schlimm das klingt, für uns war diese Entwicklung ein Silberstreif am Horizont, denn endlich wußten wir, warum es unserem treuen Hund so schlecht gegangen war! Wahrscheinlich hatte der ganze Körper unter der Entzündung der Pfote gelitten und die Arthrose der anderen Gelenke war umso mehr aufgeflammt, obwohl sie kein Fieber gehabt hatte!

Nun konnten wir endlich Luna und die Pfote behandeln …  Allerdings war der Allgemeinzustand von dem alten Hund stark eingeschränkt. Anfangs spülte ich die Pfote mehrmals am Tag mit einer  Jod-Lösung und setzte steril geschnittenes Aloe Vera ein, was die Wundränder feucht hielt und so ein Zugranulieren der Abszeßhöhle verhinderte. Normalerweise muss man übrigens bei einer Eiterhöhle eine Einlage machen, doch die Pfotenzehe hat nur einen Durchmesser von 1, 5 cm und jegliche Manipulation in der Höhle hätte die kleinen Knochen gereizt und wäre unsagbar schmerzhaft gewesen! So hielten wir die Wunde auf diese Weise offen, was auch gut funktionierte, denn ständig liefen Wundsekret und Eiterreste ab. Zusätzlich erhielt sie ein knochengängiges Antibiotikum.

Dennoch schien sie  sehr geschwächt – sie konnte sich kaum noch auf den Beinen halten!

Aber trotz ihres Alters und zweifelnder Blicke der Menschen um uns herum, die alle das Gleiche dachten, kämpften wir um unser geliebtes Familienmitglied, gaben ihr unsere ganze Liebe und Fürsorge und transportierten  sie dreimal am Tag mit einer Hunde-Tragetasche nach draußen, weil sie in der Wohnung nicht urinierte und wir nun auch Angst hatten, dass die Nieren angegriffen  würden  ….

Bitterliche Tränen …

So trotzten wir dem Zustand Stunde um Stunde und ich stellte vieles (auch den Blog) hinten an, um ihr die best möglichen Bedingungen für ihre Heilung zu bieten. In so einem Moment muß man dem oder der Kranken Mut zusprechen, ihm/ihr zeigen, wie wichtig er/sie ist, aber auch dafür sorgen, dass er/sie zur Ruhe kommen kann! Bei ihm/ihr sein, ihn/sie streicheln und füttern …

Es war der Geburtstag meines Sohnes und fast unsere ganze große Familie inklusive meinen Eltern war gekommen. Natürlich hatte ich den Geburtstagstisch mit Geschenken und Blumen vorbereitet, den Frühstückstisch gedeckt und mein Mann hatte alle 13 Kerzen angezündet …

Wir versuchten, uns nichts anmerken zu lassen und zu überspielen, dass da ein todkranker Hund lag, der kaum den Kopf heben konnte… Mein Sohn bemerkte glücklicherweise nichts davon, obwohl er mich irgendwann fragte, ob es Luna besser als gestern ging… ,,Ja, tatsächlich! Sie hat schon gefressen und ist jetzt nur müde!“ war meine Antwort, die ich so sicher hervorbrachte, dass selbst Luna kurz den Kopf hob, als ob sie sich über meine Worte wundern würde!

Übrigens fraß sie tatsächlich die ganze Zeit über, was in mir immer noch einen Funken Hoffnung keimen ließ.  So schaffte ich es, dass Sohnemann seinen Geburtstagsmorgen mit den Geschenken und der Torte mit glänzenden, glücklichen Augen verbringen konnte, wie Mamis das nun einmal gerne sehen!

Obwohl ich selbst dachte, dass es mir gelänge, mich von Herzen für ihn zu freuen, als  er draußen glückliche mit seinem neuen Fahrrad und dem schicken Helm, dem ihn seine Oma geschenkt hatte, zugange war, spürte ich plötzlich die warmen und salzigen Tränen, die mir über die Wangen in den Mund liefen, während ich nach tröstenden Worten rang, denn meine Tochter saß, bitterlich  weinend, vor dem Hundebett… Aber so sehr ich mich bemühte, mir fiel nichts Tröstendes ein, denn auch ich war von dem Schmerz des Abschieds  von dem Tier, das uns nun fast 15 Jahre auf unserem Lebensweg treu begleitet hatte, überwältigt und der Klos in meinem Hals war einfach zu groß! So nahm ich sie einfach in den Arm und setzte mich neben sie.IMG_2494

Irgendetwas stimmte nicht an diesem Geburtstag … Doch die Zahl drehte sich und auch die Hoffnung kam zurück!

Doch dann merkte ich, dass Luna, als wir an so bei ihr saßen und sie streichelten, schwache Anstrengungen unternahm, aufzustehen. Ihr schien diese Heulerei irgendwie zu nervig zu sein.

Aber die Pfote war, da sie schon länger nicht mehr aufgestanden war, nur locker verbunden, damit die Wunde heilen konnte und nicht dafür gemacht, darauf zu stehen!

Deshalb  bat ich sie, liegenzubleiben, was sie sofort tat. Überhaupt hatte sie die ganze Zeit über versucht, mich bei ihrer Pflege zu unterstützen, wie es nur ein Hund macht, der einem uneingeschränkt vertraut.

Aber gerade in dieser Situation zeigte sich unsere tiefe Zuneigung und unseren engen Draht zueinander. Wenn sie einen Wunsch hatte, etwa wenn sie Durst hatte oder wenn sie sich so hingelegt hatte, dass es ihr unbequem war ..versuchte sie immer, mir das durch sanftes Jaulen verständlich zu machen, gerade so laut, dass ich sie hören konnte. Und ich hörte sie, egal ob ich gerade schlief oder Klavier spielte …

Nun aber, da ihre Lebensgeister etwas erwacht schienen, erneuerte ich den abermals Verband und polsterte die Sohle mit einem Stück Schaumstoff. Dann half ich ihr, aufzustehen. Wackelig zwar, aber immerhin das Bein wieder belastend, machte sie ein paar Schritte … Die Wunde blutete bei diesem Gang stark – der ganze ,,Schmodder“ kam endlich heraus!

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Immerhin ein gutes Zeichen! Die folgenden Tage saß ich jede Nacht am Hundebett, fütterte sie und versorgte die Pfote, streichelte und kämmte sie und schnitte die verfilzten Stellen aus dem Fell. Dabei merkte sie genau, dass ich ihr helfen wollte und versuchte mitzuhelfen, soweit es in ihrer Macht stand. Später ließ ich die Pfote, wenn sie lag, offen, damit sie zuheilen konnte. Wenn sie aufstehen wollte, jaulte sie, damit ich der Pfote einen abpolsternden Verband machen und ihr helfen konnte, aufzustehen…

Seit einigen Tagen nun geht es ihr wieder richtig gut. Es geht ihr sogar besser wie vorher. Die viele Zuwendung scheint ihr gut getan zu haben … Die Pfote braucht nun gar nicht mehr verbunden werden und sie macht schon wieder ihre kleinen Spaziergänge in den Wald mit meinem Sohn.

Ich bin sehr sehr froh, dass wir sie noch eine Zeit haben dürfen, unsere Lady Luna. Während ich die Zeilen schreibe, liegt sie friedlich auf dem Boden … Gleich werde ich zu ihr gehen und sie, wie jeden Abend, noch einmal nach draußen lassen, ein Leckerli und etwas zu Trinken geben und ihr Guten Nacht sagen.  Ich freue mich auf einen schönen neuen Tag mit Dir!

.. Oh! Schon 24 Uhr durch! Happy Birthday, Liebe Luna! Schlaf gut, wir haben doch noch soviel Zeit zum Feiern und um das Leben zu genießen…

Epilog: Vor kurzem haben wir ihren 15. Geburtstag gefeiert … Diese kleine Geschichte soll auch ein Plädoyer dafür sein, alte Hunde nicht zu früh aufzugeben. Denn oft steckt tatsächlich etwas dahinter, was behandelbar ist. Auch Arthrose kann durch Schmerzmittelgabe (und evtl. einem Magenschutzmittel) oft zufriedenstellend behandelt werden. Denn die Hunde spüren oft noch genauso Freude, wie wir Menschen … Man muss realistisch sein und ergründen, ob man nur den Umstand eines Hundes, der vielleicht auch etwas inkontinent ist und/oder mit Spezialfutter gefüttert werden muss, nicht tragen möchte oder ob das Leben für den Hund wirklich ,,nicht mehr lebenswert“ ist! Denn auch ich hatte schon sehr starke Schmerzen. Aber sogar dann wollte ich lieber leben …

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Auch Euch wünsche ich nun eine tolle Zeit. Ich wünsche für Luna und für alle Hunde und Menschen, dass wir die Ehrfurcht vor dem Leben, egal ob Tier oder Mensch, nicht verlieren und keinen Tag vergessen, wie schön das Leben sein kann!

Alles Liebe, Eure Nessy!

Ersten Teil verpasst? Hier geht es zum ersten Teil. Dort könnt Ihr, wenn Ihr Lust habt, meine persönliche Tiergeschichte und wie Luna zu uns kam lesen. Viel Spaß!

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Fashion / Mode : Romantik-Outfit im verträumten Garten mit Sheltie Adelheid …

Hallo Ihr Lieben!

Heute ist es einmal wieder soweit! Diese Woche möchte ich Euch  mit einem romantischen, fröhlichen Outfit verzaubern, das mein Sohn in den Abendstunden in unserem Garten fotografiert hat.

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Wohltuende Winterstimmung in Nessys Winterwonderland – Bilder, Rezept, Lyrik…

Hallo Ihr Lieben!

IMG_5528 (5)Geht es Euch auch so? Man betrachtet tolle Bilder und kommt dann in eine richtig schöne Stimmung? Das ist der Grund, weshalb ich auch gerne Fotoblogs besuche … Manchmal überrascht dann ein seltenes Motiv, ein besonderer Blickwinkel oder einfach eine tolle Bearbeitung …

 

 

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Kalter Schnee und wärmende Sonne machen tolle Laune!

Aber heute geht es mir darum, für Euch eine entspannende, menschliche Atmosphäre zu schaffen, bei der Ihr ein wenig aus der Hetze des Alltags entfliehen und entspannen könnt …! IMG_5621 (3)

Und vielleicht freut Ihr Euch ja wie ich an dieser besonderen, warmen Weihnachtsstimmung, die von der Sehnsucht nach Liebe und Frieden  und für jeden persönlich auch noch weit mehr – erzählt…

Wenn der Schnee mit seinen dicken Flocken die Welt in einen ruhigen, schönen, hellen Ort verwandelt hat und mancher Schmutz einfach zugedeckt ist… Von Ferne das Kinderlachen an mein Ohr dringt, während im Ofen die Mürbeteigplätzchen knusprig backen und sich der Duft mit dem frischer Tannenzweige mischt…

… ja dann merke ich, wie eine wohltuende Ruhe in mir einkehrt, die mit Kraft und Freude schenkt, gerade diese weiterzugeben!

Wenn es Euch ähnlich geht, lade ich Euch herzlich ein, Euch einfach einmal zurückzulehnen , mit mir bei einer Tasse Tee oder Kaffee zu entspannen, die Unbillen des Alltags zu vergessen und in diese schöne, ruhige Welt einzutauchen…

Alles Liebe und eine wunderschöne Weihnachtszeit, wünscht Euch von Herzen, Eure Nessy

 

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Leckere Kardamom-Kekse: 3 Kardamomkapseln,  50 g Honig, 100 g Zucker, 1/2 Tl Natron (je nach Größe der Kekse – bei relativ kleinen braucht Ihr kein Backtriebmittel), 1/2 Tl Zimt 1 Prise Salz, 1 Prise Pfeffer, 200 g Mandel (gemahlen), 200 g Mehl, 50 g Speisestärke oder 1 Ei, 200 g Butter  verkneten, zu  4 eckigen Stange formen, kalt stellen, Backofen auf 170 Grad Ober /Unterhitze vorheizen, Plätzchen abschneiden, noch einmal kurz auf den Balkon zum abkühlen stellen, danach für 12-18 Min in den Ofen, bis sich der Rand leicht bräunt. 100 g Puderzucker mit wenig Spritzer Zitronensaft zu einem Guß rühren, mit Pinsel auftragen… Wieder ab mit den kleinen Leckerchen auf den Balkon  zum Abkühlen, derweil  Kaffee oder Tee zubereiten und schnell bei Nachbars klingeln, ob sie Lust auf einen kleinen Plausch haben…Eine Kerze anzünden und …. es sich gemütlich machen… und der knusprigen, aromatischen  Versuchung nicht widerstehen…

 

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Puderzuckertraße morgens um 7 Uhr… Ratet ´mal, wer gleich draußen an dem Auto steht und den Schnee entfernt?
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Das Licht leuchtet in der Dunkelheit, doch die Dunkelheit hat es nicht begriffen…

 

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Weihnachten (von Joseph von Eichendorff)

Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh’ ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus in’s freie Feld,
Hehres Glänzen, heil’ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schneees Einsamkeit
Steigt’s wie wunderbares Singen –
O du gnadenreiche Zeit!

Dieses wunderschöne  Gedichte erinnert daran, dass die Weihnachtsstimmung des Friedens und der Ruhe nicht nur in unseren hell erleuchteten Häusern zu finden ist, sondern auch draußen, auf den Gassen und auch in der Natur und in der Welt…

Weihnachten heißt auch, dass man sich darüber bewußt zu werden, wie wichtig es ist, sich über den Erhalt der Natur und den Frieden unter den Menschen einzusetzen

 

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Auch die Hunde mögen es gemütlich…

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Winterwonderland…
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Seltene Farbenpracht im Garten…

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Über allen Gipfeln
Ist Ruh,
In allen Wipfeln
Spürest du
Kaum einen Hauch;
Die Vögelein schweigen im Walde.
Warte nur, balde
Ruhest du auch …

(„Über allen Gipfeln“ schrieb Goethe wahrscheinlich am Abend des 6. September 1780 mit Bleistift an die Holzwand der Jagdaufseherhütte auf dem Kickelhahn bei Ilmenau. Dort, „auf dem Gickelhahn dem höchsten Berg des Reviers“ übernachtet zu haben, „um dem Wuste des Städgens, den Klagen, den Verlangen, der Unverbesserlichen Verworrenheit der Menschen auszuweichen“,Wikepedia)

Kurzgeschichte ,,Leben nach dem Tod “ – Ein Video-Dreh – mit Hindernissen…

Hallo Ihr Lieben!

IMG_8304 (3),Äh, also, bei der out-of-body- experience äh, also außersinnliche, äh, außerkörperliche Wahrnehmung, äh, …“  Kennt Ihr das? Man möchte etwas, aber irgendwie wird´s gar nix? Genau so erging es mir bei diesem Video-Dreh!

Die Haare waren frisch gewaschen, ich hatte ein dezentes Make up aufgelegt, das Licht war gut und  der Moment supi, denn ich, Nessy war ,,allein zu Haus“.Okay, da waren noch die Hunde, die  jegliche auftauchenden ,,Störfriede“, mit lautem Gebelle verjagen würden. So gab es da zum Beispiel eine schwarze Katze, von der niemand wußte, wem sie eigentlich gehörte. Wenn ihr langweilig war, stolzierte sie, sichtlich schadenfroh, so hatte man jedenfalls den Eindruck, auf der Terrasse  auf und ab, wohl wissend, dass sie die Hunde, die sie hinter der Scheibe nicht erreichen konnten, damit wahnsinnig machen würde … Für die Hunde war dieses Eindringen auf Ihr Territorium natürlich ein Schmach ohne gleichen und mit jeder Runde, die die Katze genau vor ihren Nasenspitzen drehte, bellten sie lauter…  Also keine allzu prickelnden Voraussetzungen für einen Video-Dreh. So blieb mir nur zu hoffen, dass dieses schwarze Tierchen heute mit anderen ihren Schabernack treiben würde…  Aber auch  die Vierbeinern schienen  heute  pazifistisch eingestellt zu sein –  Jedenfalls befanden sich  die Hüter des Hauses vollgefressen im Mittagsschlaf-Modus… Also hatte ich eigentlich  an diesem Tag wirklich die besten Voraussetzungen für einen Video-Dreh –  sollte man meinen….S1120055 (3)

Aber das Problem war  – nein, auch nicht die volle Speicherkarte! Denn ich hatte bereits am Morgen  die hunderte ungenutzen Drehs der Fashionweek, die ich ,,irgendwann“ noch,,ganz sicher“ hatte schneiden wollen, beherzt gelöscht, was mich natürlich eine weitere viertel Stunde gekostet hatte,  sondern vielmehr ein ganz anderes :

Wie zum Teufel (sorry, erster Faux Pas) dreht man ein Video zu dem Thema ,,Leben nach dem Tod“ ?

War schon das Methadon-Video aus verschiedenen Gründen eine ,,heiße Kiste“ gewesen, bei der jedes Wort so gewählt sein mußte, dass es mir nicht die Anfeindung meiner Zunft bringen würde (was mir dann doch nicht 100% gelang, aber egal), so konnte ich hier Menschen wirklich unglücklich machen, den Trauenden ihre Hoffnung nehmen, wenn ich das Thema falsch verpacken würde…

Ich selbst mußte also stark und zuversichtlich wirken, Ruhe ausstrahlen…

Irgendwie hatte ich den dringenden Wunsch, genau diese Herausforderung anzunehmen …

Aber irgendwie wollte mein ,,es “ nicht so wie mein ,,ich“ und nachdem ich diesen Beitrag zweimal in meinem Büro gesprochen hatte, merkte ich, dass meine Sprache so  verkrampft und hölzern wirkte, wie ein Penäler, der mit übervoller Blase vor der Erbtante sein erstes Weihnachtsgedicht aufsagen musste…

,,Satz mit X!“ So beschloss ich, erst einmal ein wenig nach draußen zu gehen, um mir ein wenig Inspiration zu holen . Die Kamera nahm ich vorsichtshalber natürlich mit… Nachdem ich erst einmal ein wenig durch die Gegend geschlendert war und die Ruhe der Natur und der schönen Bilder um mich herum auf mich eiingewirkt hatten, setzte ich mich auf die Terrasse, um den Vortrag einfach noch einmal mental durchzugehen!

Natürlich ließ ich auch hierbei die Kamera laufen… Und was geschah?  Ihr könnt es Euch wahrscheinlich denken! Obwohl ich sicher beim Ton würde Abstriche machen müssen und auch das Licht nicht ganz optimal rüber kam, wirkte ich irgendwie genauso, wie ich mir das die ganze Zeit vorgestellt hatte!

Da war es dann auch plötzlich nicht mehr  so wichtig, dass ich ein paar Fakten, mit denen ich eigentlich das Ganze etwas wissenschaftlicher hatte gestalten wollen (obwohl sie nicht wirklich etwas zu Thema beisteuerten) schlichtweg vergaß, weil ich das Ganze nun völlig auswendig, ohne Spickwörter neben der Kamera  und ohne Druck vortrug.

Da war es auch eher auflockernd, dass ich auch einmal nur deshalb unterbrechen musste, weil lärmende Kinder an unserem Haus vorbeizogen… Natürlich passten auch die Naturbilder, die ich während meines kleinen Spazierganges gemacht hatte, gut ins Bild und brachten die nötige Ruhe und Vertrautheit ins Video…

Und die Moral von der Geschicht´? Wenn einem etwas Schwierigkeiten bereitet, nutzt es einfach manchmal, ein Problem  von einem ganz anderen Blickwinkel zu betrachten… oder etwas anderes zu tun bzw. das Problem durch die Augen eines anderem zu betrachten …

Aber nun spanne ich Euch nicht länger auf die Folter: Hier ist es also…  Das ,,Todesvideo!“ Nun empfinde zumindest ich es so, dass es vielleicht noch nicht ganz perfekt ist, zumindest aber bei den Betrachtern, so zumindest meinen Intention,  keine allzu negativen Empfindungen aufkommen, sondern die Angst vor dem Tod eher genommen wird… Schreibt mir gerne auch Eure Meinung!

 

Alles Liebe und eine schöne Restwoche, Eure Nessy

 

Fashion / Beauty / Lifestyle: Mercedes Benz Fashion Week Berlin 2017, Teil 1: Berlin, ich komme! Outfits und Accessoires, die es in den Koffer geschafft haben (+Inhaltsverzeichnis aller Beiträge zur MBFW)

Hallo Ihr Lieben!

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Spieglein, Spieglein an der Wand…

Wieder einmal ist es soweit! Nach vielen Korrespondenzen, Internetrecherchen und Outfit-Anproben mache ich mich auf –  in dieses sagenumwobene Paralleluniversum der Schönen und der Reichen, der Redakteure von Magazinen, der Stars und Sternchen, der Modeinteressierten, der Influencer, egal ob Blogger oder Youtuber und schließlich auch der Normalos, die einfach einmal etwas Tolles erleben wollen…

Wie übrigens auch ein Mädel mit ihrer Oma, die ich bei der Reicherts Beauty und Fashion Lounge  traf!  Die beiden waren unsagbar happy und aufgeregt, denn sie hatten diesen glamourösen Trip nach Berlin inclusive der Teilnahme an der Kretschmer-Show gewonnen!  Die junge Dame wurde gerade mit glühenden Wangen für die Abend-Veranstaltung eingekleidet, als Elena Carriere um die Ecke kam… Man merkte der Gewinnerin an, dass sie ihr Glück kaum fassen konnte! Irgendwie musste ich schlucken …  „Fashion / Beauty / Lifestyle: Mercedes Benz Fashion Week Berlin 2017, Teil 1: Berlin, ich komme! Outfits und Accessoires, die es in den Koffer geschafft haben (+Inhaltsverzeichnis aller Beiträge zur MBFW)“ weiterlesen

Kleine Satire/ Look of the week: Herbstfarben erwärmen unser Herz…

Hallo Ihr Lieben!

Niemand kann es mehr leugnen, der Herbst hat uns fest im Griff… Zeit für mich Euch einmal wieder einen neuen, typischen Herbstlook zu zeigen! Da frage ich mich natürlich: img_7640-3 Welches Teil stelle ich in den Fokus?  Was möchte ich erreichen?

Na ja –  sagen wir mal so: Zuerst einmal ist es das Wichtigste, dass Ihr keinen Augenkrampf bekommt oder Euch das dumpfe Gefühl beschleicht, Euch für mich fremdschämen zu müssen.

Schön wäre es, wenn diese Fotos Eurem Auge schmeicheln würden…

Ob mir das gelingen wird?

Hach- zugegeben, es ist schon auch ein wenig langweilig, was ich mir da vorgenommen habe! Alles was polarisiert, ist schon einmal draußen… Heute gibt es also schon einmal keine Strumpfhosen in Sandalen, über die man sich aufregen könnte, keine Farben, die sich (natürlich absichtlich) beißen, um Spannung zu erzeugen, und dabei ,,ga nich gehn“ und nicht einmal ein klitzekleines bißchen kitschiges Rosa. Nein! Auch wenn Ihr natürlich zu höflich wärt, mich offen zu kritisieren. Das weiß ich ja! Oft beschleicht mich diesbezüglich das Gefühl, dass ich die nettesten Leser der Welt habe. Tatsächlich hat mich noch nie jemand auf diesem Blog irgendwie angegangen. Dafür danke ich jedem Einzelnen ,,ganz recht herzlich“, wie Horst Schlämmer immer so schön zu sagen pflegt!

Als kleines Dankeschön für diese Milde werde ich also heute einmal versuchen, geschmackvoll zu sein! Und passend zu meinem Typ die ,,richtigen“ Farben auswählen!

Wo wir gerade dabei sind,  fällt mir, wie´s der Teufel will, prompt eine kleine Geschichte dazu ein, die ich Euch natürlich nicht vorenthalten möchte…

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Meine Tante ist nämlich so eine Farb-Dinges-Beraterin.  Für die anspruchsvolle Ausbildung zu derselben war sie extra an ein kleines Örtchen im Spessart gefahren, wo eine Dame in dem einzigartigen Ruf stand, die Fähigkeit zu besitzen, gelangweilten Hausfrauen an nur einem Wochenende  die Geheimnisse der Farbwelt nahezubringen!

So eine qualitätvolle Ausbildung konnte natürlich nur – wie sollte es auch anders sein – ein fundiertes Wissen auf diesem Gebiet zur Folge haben, sodaß meine Tante diesbezüglich nun mein vollstes Vertrauen genoß.img_7687-2

Zu meinem nächsten Geburtstag, es war mein zweiter oder dritter der Fünfunddreißigsten, war es dann  endlich soweit. Sie kredenzte mir, mit schnörkeligen Buchstaben,  auf einem Stück handgeschöpften Papier eigens gedruckt, einen Gutschein über eine individuelle 30 minütige Farbberatung im Wert von 49,95 Euro.img_7731-2

Natürlich fand diese Beratung nicht irgendwo statt, sondern in ihrem eigens, unter Beachtung der energetischen und natürlich farbpsychologischen Gesichtspunkte, dafür eingerichteten Farb-Beratungs-Zentrum irgendwo in Hernecke-Ost.

Nachdem sie meine Haar unter einem geschmackvollen Häubchen a la ,, Familienmama Caroline aus der Sendung meiner Kindheit ,,unsere Kleine Farm“ versteckt hatte, legte sie los. Dabei begleiteten uns sphärische Enja-Klänge und schonungslos helles Licht, das jedes noch so kleine Fältchen recht fies zur Geltung brachte. Dann legte sie verschiedenfarbige Tücher  um meinen Oberkörper, so daß nur der Kopf zu sehen war. Ich kam mir ein wenig vor, wie bei diesem Mohrenkopf-Spiel bei Kinderpartys, bei dem man nur das Gesicht einer Person sieht und dann nur noch zielen muß… Einen Moment lang hatte ich Angst, bei Verstehen sie Spaß gelandet zu sein und gleich tatsächlich ein Mohrenkopf in meinem Gesicht zu spüren…Hihihi! Wie lustig!

Aber – Gott seins gedankt – geschah nichts dergleichen. Aber dafür etwas nicht minder Spektakuläres. Je nach Tuchfarbe verwandelte sich meine ,,nicht mehr ganz „20 jährige Haut tatsächlich in einen makellosen, pfirsichfarbenen Teint, der Cara Delevigne nach ihren durchzechten Nächten durchaus etwas neidisch gemacht hätte, oder aber in ein kalkweißes, von Schwarzen Furchen durchsetztes Zombiegesicht, was auf der nächsten Halloweenparty keinerlei Schminke mehr bedurfte, um allen Anwesenden einen gehörigen Schrecken einzujagen…

Zugegeben war ich schon überrascht, das diese ,,Tuchpsychologie“ anscheinend so gut funktionierte, zumal ich, wohl automatisch anscheinend in der Vergangenheit meist zu den richtigen Farben gegriffen hatte, eben den Herbstfarben, wenn auch fast immer zu den gleichen.

Umso mehr verwunderte es mich, dass sie nach exakt 28 Minuten des Ausprobierens und Abwägens, auch ein wenig des Genervt-Seins über mein zugegeben etwas vorlauten Mundwerkes, das es ein wenig an dem nötigen Ernst dieser wichtigen Sache gegenüber fehlen ließ, dass ich – haltet Euch fest – ein Frühlingstyp sei!

Also ich und der zarte, leichte, elfengleiche, schmetterlingsleichte Frühling? Ich mußte ein wenig an mich halten, dass ich nicht laut herauprustete und erntete dafür einmal mehr einen kurzen, strengen, bitterbösen Blick, der mich natürlich sofort wieder zur Raison brachte und mich dazu anhielt, den Ausführungen meiner Tante aufmerksam zu lauschen!

Es tat mir ja leid, aber ich konnte einfach nicht anders. Es war einfach die Art, wie sie von ihren Farben als etwas absolut Weltbewegendes sprach, das sogar die Geschichte verändern konnte…  Ich bin und bleibe halt  Pragmatikerin, auch wenn ich zugeben musste, dass  Farben durchaus eine individuelle Wirkung entfalten können.

Aber als sie mir salbungsvoll eine signifikante Veränderung meines Lebensschicksales  dank dieses geheimen, wichtigen Wissens, insbesondere auch meiner geschäftlichen Beziehungen, prophezeite, trieb es mir wieder die Tränen in die Augen, so angestrengt musste ich an mich halten. Kennt ihr dass? Echt fies…Ich mußte tief durchatmen, damit ich mich halbwegs sammeln konnte. Doch nichtsahnend und in stoischer Unbeirrtheit ob meiner Anstrengungen  fuhr sie fort: Ab heute würde ich eine Kongruenz ausstrahlen, die mir viele Türen öffnen wurde, weil ich von nun an als absolut integer wahrgenommen würde…. Hmmm.   Glücklicherweise gelang es meinem inneren Über-Ich, mich mich wieder in die Reihe zu bringen: ,,Nessy, jetzt bleib doch ´mal ernst – Das klingt ja eigentlich doch irgendwie… angenehm. Die richtigen Farben an und – alles paletti, nix mehr erklären müssen, keine Zweifel mehr!“ – Mein ,,Ich“ antwortete, so vernünftig es eben konnte:,, Also okay, Nessy ist ein Frühlingstyp, absolut integer! Sieht man doch!“  Ja, das gefiel  mir! Warum denn eigentlich nicht?

Ob dieses Enthusiasmus über die vielleicht tatsächlich ungeahnten Möglichkeiten entging mir ein winziger sarkastischer Unterton meiner Tante, der diese schmeichelnden Worten begleitete…

Also zog ich frohen Mutes, ausgestattet mit einer Farbpalette, ähnlich den Wandfarben im Baumarkt,  los und wurde – oh Wunder- tatsächlich gleich im ersten Geschäft fündig!  Schnell griff ich zu einem Jäckchen in einem, wie Tantchen wohl fand, geschmackvollen Lila-Blassblau-Rosé-Ton, weil genau diese undefinierbare Farbe, wer hätte soviel Glück am Anfang schon vermutet, exakt so auf meiner Palette, die ich geflissentlich in der Hand hielt, vorkam! Zugegeben blieb mir bei  diesem Farbton zwar echt die Spucke weg, weil sie mich stark an die des Tütüs meines Töchterchens erinnerte, das ich einmal versehentlich mit meinen Jeans zusammen und dann auch noch zu heiß gewaschen hatte, trotzdem war  ich schon ein wenig stolz, so schnell etwas derart exakt passendes für meinen Typ gefunden zu haben!  Kurz kam zwar der fiese Gedanke in mir auf, dass diese Farbe ganz gut zu der Tanzqualität meiner süßen kleinen Maus gepasst hätte – beides doch recht bescheiden! Nun ja, dafür war sie eine hervorragenden Schülerin… Aber passte diese Farbe wirklich auch zu mir? Da regten sich  ob diese Geschmacklosigkeit doch leichte Zweifel – ,,Aber wenn´s denn meiner Ausstrahlung förderlich ist…“ dachte  ich noch so bei mir, als ich mit meiner Supi-Dupi -Trophäe in Richtung Umkleidekabine schlenderte.img_7650-2

,, Um Gottes Willen“ schallt es  in diesem Moment plötzlich von hinten links neben einem Kleiderständer hervor, ,,tun Sie das nicht!“

Sofort hielt ich inne. Was war passiert? War ich im Begriff gewesen, auf eine Riesen-Spinne oder, schlimmer noch, vielleicht gar auf einen verirrten Mini-Hund auf den Fußboden zu treten? Ihr wisst schon, diese Chihuahuas, die in einer Kaffeetasse schlafen können, wenn mal kein Körbchen da ist!  Oder war das begehrte Kleidungsstück mit fremden Mikroben verseucht?img_7709

Verunsichert schaute ich zu der Dame, die gerade hinter dem Ständer hervoreilte und, ein wenig außer Puste, fortfuhr: ,,Diese schreckliche Farbe passt doch ÜBERHAUPT  NICHT zu ihnen. Sie sind nämlich ein Herbsttyp das sieht doch ein Blinder mit Krückstock!“ Dabei schlug sie einen Brustton der Überzeugung an, der keinen Widerspruch duldete. ,, Sie sind ja eigentlich  recht gut angezogen, da ist doch diese Farbe nicht ihr Ernst! Entschuldigen Sie meine Einmischung, aber wissen Sie, ich bin  seit vielen Jahren als Styling-, Typ- und Farb- Beraterin tätig und betreibe im Spessart eine kleine Ausbildungsstelle für die, die das auch werden wollen. Da habe ich verschieden Farb – Paletten. Und diese seltsame Farbe, die die Jacke, die Sie gerade anprobieren wollten, hat, ist nur auf einer verteten. Sie ist weder für den Frühling-, Sommer-, Herbst- oder Wintertyp gedacht… Es sind die Farben, die alle Typen eher meiden sollten, denn mit ihnen ist man selten gut angezogen! Ich sage meinen angehenden Farb-Beraterinnen immer: Wenn Sie eine Kundin wirklich nervt, dann geben Sie ihr diese Farbmuster! Übrigens haben Sie sie gerade in der Hand!“ Dabei lächelte sie und ging weiter. Mit offenem Mud schaute ich ihr nach, bis sie zwischen den Kleiderständern verschwunden war…

OMG! Natürlich habe ich bei meinem Look auf Farben dieser Palette verzichtet und von nun an leistet sie mir wirklich gute Dienste mit ihren Anti-Farb-Vorschlägen! Übrigens teilte ich Tantchen später einmal mit, wie nützlich mir ihre Farbmusterkarte war und wie viele Komplimente ich seit der Benutzung bekam, worauf sie mich halbwegs verdutzt ansah : ,,Wirklich? Ähm, das freut mich aber!“ Da antwortete ich ihr: ,,Natürlich hast Du mir ganz vergessen zu sagen, dass ich fast alle Farben außer die auf der Farbkarte tragen kann, aber ich bin ja nicht blöd!“ Worauf sie mich irgendwie komisch ansah …

Aber kommen wir nun zurück zu meinem Herbst-Look!img_7738

Der Blazer ist von Taífun. Mir gefällt der kurze Schnitt und der wunderschöne Roton. Dazu hat der Designer einen kleine Nadel mit allerlei Anhängerchen an den Revers gesteckt, was ich sehr süß finde.

Die Chiffon-Bluse ist von Jette Joop und gefällt mir durch den Viskose Mix, der sehr angenehm auf der Haut ist und schön weich fällt.

Die Hose ist eine elastische schwarz-blaue Jeggings, sie ist bequem, wirkt aber gut angezogen und ist warm!img_7742

Die Schuhe sind meine Anschaffung des Herbstes. Ich nenne sie einmal Chelsea-Boots im Budapester Look! Weiss jemand, wie sie genau heißen? Jedenfalls sind es hübsche, elegante, aber  bequeme und feste Retro-Herbstschuhe, die auch einmal einen längeren Spaziergang vertragen und hoffentlich ein paar Jährchen halten.

Die Kette indes ist eine doppelte Lagen-Kette von Berska, die aufgefädelten, rauhen Steinchen gefallen mir, weil sie das Natürliche unterstreichen und zu dem Azteken-Look der Kette passen. Die Haare sind einfach frisch gewaschen und glatt geföhnt, so fallen sie weich und natürlich! Auch das Make Up ist gering gehalten, so, dass die Sommersprossen und der goldene Hautton noch zu sehen sind!

Die cognacfarbene Tasche von Campomaggi gefällt mir aufgrund ihres Used-Looks und dem Flecht-Muster besonders gut, auch wenn diese Teile nicht ganz billig sind! Solche Anschaffungen tätigt man schließlich nicht allzu oft!

Zur Sonnenbrille kann ich leider gar nix sagen, die lag plötzlich auf der Kommode im Flur – und da habe ich sie dann auch wieder hingelegt…img_7733-2

Wenn Ihr einen Schal zu so einem Look braucht, würde ich einen leichten aus Baumwolle wie er unter auf dem Bild zu sehen ist, wählen. Natürlich passt hier auch ein größerer, auf dem sich die Farben des Outfits wiederholen oder einen Kontrast, z.B. in Oliv-Grün, bilden.img_7745-2

Ich hoffe, ich habe damit euren Geschmack treffen können, wenn nicht, werden wir es auch überleben!

Alles Liebe und ein wunderschönes Wochenende, wünscht Euch Eure Nessy!

Vielleicht interessiert Euch noch mein Post über die Psychologie der Farben, den könnt Ihr hier lesen:

FASHION: FARBPSYCHOLOGIE – WIRKUNG VON KLEIDERFARBEN / COLOR PSYCHOLOGY – EFFECT OF CLOTHING COLORS

 

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Fashion: Look of the Week / Satire / Philosophisches : Black and White – Licht und Schatten … 2. Teil: Ein ,,besonderer“ Notarzteinsatz

Aus Schwarz wird Weiß

vor kurzem habe ich Euch von dem allmorgendlichen Wahnsinn erzählt – und wie der Kopf, wenn die Anspannung und der Trubel vorbei ist, von Negativ auf Positiv schaltet. Zum Teil 1 geht es übrigens hier, für die, die ihn noch nicht gelesen haben…Heute nun schlage ich etwas ernster Töne an und versuche, Euch ein paar Lösungsstrategien aufzuzeigen, wie man am besten brenzlige Situationen meistern kann…

Der Schalter im Kopf dreht sich – aus Schwarz wird Weiß! Vieles ist Kopfsache, oft getriggert durch körperliche Malaisen, manchmal auch durch äußere Einflüsse. Häufen sich solche  unliebsamen Vorfälle, ist es schnell vorbei mit der positiven Einstellung. Andererseits ist eben auch nicht alles toll! Manchmal kann man alles gut wegstecken, das andere Mal überrollt es einen und man kann sich nur damit retten, dass man der Woge des Unglücks möglichst wenig Widerstand leistet, quasi mit ihr zu schwimmen anfängt, damit sie einen nicht umreißt!

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Fashion: Look of the week. Diesmal mit imagimären “ Life – Impressions “ und wichtigsten Infos vor der Berliner Fashion Week 2016 !

Fashion Week Berlin 2016
Mein Outfit ist ausgewählt , das Makeup mit viel Liebe und Sorgfalt aufgetragen und „ich hab´ die Haare schön…“. Blöderweise hat man dieses Jahr vergessen, mich einzuladen! Kann ja ´mal passieren 😉 ! Aber noch einmal darf das nicht vorkommen, Ihr Lieben Designer! Wie soll ich  so richtig gut über Euch berichten, wenn ich Eure Kreationen nicht live sehen kann und der Flair nur durch die Mattscheibe ´rüberkommt? Bleibt mir vom Modezirkus nur der Harlekin (Bild des saarländlischen Künstlers Gorius +)…

Hallo Ihr Lieben,

die Meterologen haben eisigen Temperaturen bis zu minus 10 Grad vorausgesagt, wenn  vom 18. -bis 22. 01 die Mercedes-Benz Fashion Week  wieder am Brandenburger Tor  stattfindet und  bekannte Designer und Newcomer im Zelt vor Berlins Wahrzeichen und in möglichst exclusiven oder verrückten Offsite-Locations ihre Kollektionen für Herbst/Winter 2016 präsentieren.

„Neu“, bzw. die erste „On-Stage“ Präsentation sind 9 Labels. Rot sind wie immer Links, bei denen Ihr mehr Infos erhalten könnt, wobei ich natürlich keine Verantwortung für deren Inhalte übernehme!  Aber zurück zu der Liste der Newcomer, die schon veröffentlicht wurde. Namentlich BALDESSARINI, FASHION DESIGNS PRESENTED BY SHIH CHIEN UNIVERSITY, MAISONNOÉE, MARIANA JUNGMANN, PHILOMENA ZANETTI, SAMPLE-CM, SPORTALM, TULPEN DESIGN und XAVI REYES PRESENTED BY MERCEDES-BENZ & ELLE sind dieses Jahr erstmalig mit dabei!

Für die, die es vielleicht doch noch hinschaffen, oder einfach interessiert sind, habe ich hier den Link zu allen Terminen (ohne Gewähr). Hier kommt Ihr zu allen Designern, die teilnehmen. „Fashion: Look of the week. Diesmal mit imagimären “ Life – Impressions “ und wichtigsten Infos vor der Berliner Fashion Week 2016 !“ weiterlesen

Hunde: Auf die Hundehütte gekommen… Wieso unser Hund eine braucht und auf was es ankommt!

 

Kooperation

Hallo Ihr Lieben,

heute habe ich einmal wieder ein Thema für Euch auf Lager, welches für Tierhalter, aber auch für die, die einfach nur an meinen Entscheidungsfindungen interessiert sind, geschrieben ist… Es geht um Tierhäuser. In meinem speziellen Fall um eine Hundehütte! Es gibt da, wie ich herausfand, sehr viele Unterschiede, was so eine qualitativ hochwertige Behausung ausmacht, nicht nur dicke, dünne, große, kleine! Damit ich Euch nicht nur mit technischen Details langweile, habe ich Euch auch aufgeschrieben, wie ich überhaupt auf die Idee gekommen bin, obwohl Luna doch mit uns im „Menschenhaus“ wohnt…

Hundehütte

Hier sehr Ihr ein Beispiel einer gut gearbeiteten Hundehütte. Der Einstieg ist an der Seite, dadurch ist die Wärmehaltung optimiert! Die Kanten am Einstieg sind abgerundet, die Oberflächen schön glatt. Die Standfüße sind verbreitert und unter der Hütte kann die Luft zirkulieren. Dadurch bildet sich kein Schimmel und die Kälte und Feuchtigkeit vom Boden zieht nicht in den Hüttenboden. Das Dach ist richtig wasserdicht, sodaß es der Hund bei jedem Wetter trocken und relativ warm hat! (Bild von Tierhaus -Shop)

Und nun  viel Spaß bei meinem kleinen „Roman“!

Ein wunderschöner Spät-Sommertag neigte sich dem Ende. Wo eben noch Zitronefalter und Pfauenaugen fröhlich den duftenden Buddleja Busch umtanzt hatten, zog nun eine Kühle von dem nahen Wald heran, der selbst die Wärme, die sich noch in dem moosbedeckten Mauerwerk versteckt hatte, nicht mehr lange würde stand halten können… „Hunde: Auf die Hundehütte gekommen… Wieso unser Hund eine braucht und auf was es ankommt!“ weiterlesen

Lifestyle/ Hunde: Happy Halloween! Hündin Aimée erzählt …

Horrorwesen haben Einzug gehalten, und niemand scheint sich daran zu stören! Und plötzlich fangen auch meine Menschen an, zu mutieren! Das ist alles äußerst beunruhigend! Da Bellen alleine nicht hilft, werde ich Hilfe holen! DIDI-MAN soll uns retten!

Hallo Ihr Lieben,

heute nimmt Euch die Hündin Aimée mit auf ein schönes Fest. Vielleicht macht es Euch Spaß, ein wenig durchs Schlüsselloch zu sehen und  ein paar Anregungen mitzunehmen…FullSizeRender (15)

ich liebe es ja , fotografiert zu werden. Ich bin halt ein Mädchen. Deshalb mogel ich mich gerne bei meiner Nessy-Menschin auf Bilder. Daher kennen mich manche vielleicht. Oder von der Doku über mich und meine Welpen…

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Es ist ganz schön schwer, sich auf den Computer zu rollen...

Wenn sie an ihrem Blog schreibt, finde ich das allerdings nicht so prickelnd. Sie könnte wirklich Sinnvolleres tun, zum Beispiel mit mir. Nun ja, manchmal ist sie eben doch ein bißchen komisch, die Gute.

Was sie am Samstag veranstaltet hat, war wirklich wieder richtig menschlich… Menschen tun ja manchmal Dinge, die eigentlich völlig unsinnig sind. Und darüber freuen sie sich dann wie ich mich über einen Riesen-Napf feinstes Frischfleisch. „Lifestyle/ Hunde: Happy Halloween! Hündin Aimée erzählt …“ weiterlesen