ShortStory/ Interior Design : Fröhliches Familienleben: Hunde und das beste Sofa von allen …

 

Hallo  Ihr Lieben

Viele Anfragen, nicht nur auf meinem Blog, sondern auch auf Instagram, veranlassen mich, Euch heute auf nicht ganz ernstgemeinten Weise- meine,,Fellnasenbande“ und ihre Beziehung zu einem ganz besonderem Möbelstück, unserer neuen Couch, vorzustellen!

Aber dazu später! Also …

Unsere Fellnasenbande

Aktuell beheimaten wir ein Trio, bestehend aus

  1. der alten vornehmen, aber schon etwas altersschwachen Collie-Lady Luna,

 

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2. der zwar noch verspielten, meist aber sehr gehorsamen und Streit aus dem Weg gehenden Sheltie-Mama Aimée und

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3. ihrer bereits erwachsenen Tochter,  eine gute Mäusefängerin und auch sonst sehr aktiven und eifrigen Schönheit namens Nelly.

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So sagen zumindest wir, denn eigentlich gehört sie meinem Sohn, der sie ,,Adelheid“ frei nach der Geschichte ,,Heidi“ von Johanna Spyri nannte, um sie dann, gleich der gestrengen Romanfigur Fräulein Rottenmeier  die Protagonistin Heidi, ,,A-del-h-eittt“ rufen zu können..

Nächtliche Sofa-Rallye

Aber kommen wir nun zur nicht unwesentlichen Rolle des Sofas im Leben der Drei. Da es den beiden kleineren Flokatis besonders im Winter in der Wohnung liegender-weise  schnell langweilig wird, haben sie es sich angewöhnt,  besonders früh morgens, wenn wir Menschen noch seeehr müüüde sind, oder aber nachts, wenn wir eigentlich schon wieder am liebsten rechtschaffen die Äuglein von innen betrachten würden, kläffenderweise Hetzjagden durch die Wohnung nach uns immer noch unklaren Regeln zu veranstalten. Fest steht nur, dass das Ganze möglichst schnell und möglichst laut vonstatten gehen muß, weil es ansonsten anscheinend nicht soviel Spaß macht …

 

Luftschnäbeln und Beinschnappen

Denn während dieses Spieles flitzen die Zwei nicht nur im Affentempo und mehr rutschend als laufend durch die Küche und das Wohnzimmer, sondern stets auch über das Sofa, wo sich dann auch öfters heftig ,,gebalkt“ wird. Dabei kommen übrigens seltsame Rituale der Kampfeskunst zum Einsatz, die sicherlich irgendeine entwicklungsgeschichtliche Ursache haben, in der heutigen Zeit auf der Couch allerdings eher sonderbar wirken … So ,,beschnäbeln“ sie sich mit offenen Mäulern und man hat den Eindruck, dass sie versuchen, ihre Zähne irgendwie zu verhaken, wozu es allerdings nie kommt, weil beide gleichzeitig nach oben ausweichen, wobei eine höchst seltsame Knack-Melodie des ,,Luftschnäbelns“ entsteht.

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Der zweite Angriffspunkt, der bisweilen auch beim Laufen gerne anvisiert wird, sind die Beine des anderen, nach denen besonders Aimée gerne schnappt und dann, ohne großen Druck, in ihrem Maul behält und damit Nelly bewegungsunfähig macht…  Überflüssig zu erwähnen, dass sie es bei diesem wilden Gebahren nahezu jedesmal schaffen, alle Kissen, Decken und was sonst noch auf dem Sofa herumliegt, auf den Fußboden zu katapultieren.

 

Ein Couch-Dasein unter erschwerten Bedingungen

Nun braucht man nicht viel Fantasie, um zu begreifen, dass so eine Couch ,,besonders erschwerten Bedingungen“ gewachsen sein muss …

Aus diesem Grund hatte wir uns schon zu früheren Zeiten für eine robuste Ledercouch-Kombination entschieden, die nicht nur abwaschbar, sondern auch schön und bequem war!

Doch was soll ich sagen?

  • Einen Umzug später,
  • nachdem ihre äußere Rück-Rückenlehne Lady Luna über 10 Jahre als Schnauzen-Abwischer gedient hatte,
  • das edle Stück Tag und Nacht nicht nur Liegestatt für müde Fellnasen, sondern auch
  • Kampfesarena  für wilde Hund-Show-Kämpfe gewesen war,
  • sie für Minipony Tarzan des öfteren als  für seine Größe angenehm erhöhter ,,Futterplatz im Wohnzimmer“ herhalten musste,

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    Erdnussflips beim chillen …
  • zudem die Sitzflächen von Sohnemann (natürlich strengstens verbotener Weise) als Trampolin und die Rücken- und Armlehnen als Balanciergerät gebraucht wurden
  • und das alles neben dem ganz alltäglichen ,,Lümmel-Wahnsinn“ stattfand, einhergehend mit Pizza/Chips/Schoko Orgien und Laptop-Sessions bis in die frühen Morgenstunden, weil irgendein Schriftstück unbedingt fertig werden musste oder jemand nicht schlafen konnte, oder keine Lust hatte, oder Lust hatte …
  •  sowie nach mehreren, als palliativ (also nur als lebensverlängernd, nicht heilend) anzusehenden ,,Couch-Operationen am offenen Korpus“ , welche mittels diversen Brettern, Getränkekisten und Schaumstoffzuschnitten, erfolgten und dann mit feinsten Chirurgennähten verschlossen wurden (Anmerkung: mein Mann ist schließlich kein Handwerker, sondern chirurgisch tätiger Gynäkologe)

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      ,,Die Alte“

Nach all diesen Belastungen kam es, bei dem einst so eleganten, stolzen, cremefarbenen  Möbelstück, eines Morgens, nachdem nun auch der Rückenteil irreversibel durch Spaziergänge des immer schwerer werdende Sohnemanns geschädigt worden war, zum ,,Versagen lebenswichtiger Funktionen“, wobei, der Schrottplatzmensch  tatsächlich auf dieses wichtige Diagnose verzichtete, bevor er die

Euthanasie mittels Möbelschredder einleitete. Lediglich der Hocker, Lieblingsplatz von Lady Luna und passend im Antik-Look, konnte mit supportiven Maßnahmen erhalten werden! 

Welche Charaktereigenschaften sollte  die ideale Couch, wollte sie bei uns einziehen, mitbringen?

Abschied heißt aber auch Neubeginn.  Kaum war die Trauerphase vorbei, die doch etwa gefühlte 10 Sekunden in Anspruch nahm, machte sich unsere Familie auf, um einen Ersatz zu finden, der tatsächlich allen Ansprüchen an eine Wagner´sche Couch gerecht werden würde … Uns war klar, dass sie es nicht ganz leicht haben würde, deshalb war am wichtigsten, dass sie

  • besonders für Sohnemann und die Hunde robust und cool sein würde, ohne, dass ihr die Dinge gleich ans Herz gehen , bzw. in ihr Innerstes vordringen würden. Denn wenn Ihr jemals Kaugummi aus einer Sofaritze gepuhlt habt, wisst Ihr, was ich meine! Zudem sollte sie natürlich auch, meinen Wünschen, dem Muttertier und der Bloggerin, entsprechend
  • edel, zugleich aber auch gemütlich und ,,nicht so hell“ und dazu wenig arbeitsintensiv sein, aber auch
  • weich und bequem  für den Herrn des Hauses sein!

Kurz gesagt:

Wir suchten für unsere ,,Neue“ die Quadratur des Kreises!

Natürlich hatte ich mich schon tagelang in verschiedenen Möbelhäusern und im Internet schlau gemacht, hatte mich über verschiedene Polsterungen, Bezugs-Materialien und Innengerüsten informiert, Preise verglichen und Angebote eingeholt und wusste genau, was ideal wäre!

  • gaanz wichtig: baldiges Lieferdatum …
  • Leder
  • cognacfarben
  • mit Rädern zur besseren Mobilität
  • Gute Polsterung mit Kaltschaum oder Federkern, damit man auch bequem darauf schlafen kann
  • auf alle Fälle feste Rückenkissen, die man nicht ständig zurechtzüppeln muss

Natürlich hatte ich das gute Stück auch schon gesichtet, nicht ganz billig zwar, aber todschick, dabei ,,voll industrial“ und schön robust ….

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Die Deko für ,,die Neue“ kaufte ich beim ersten Möbelladen-Orientierungs-Besuch. Fehlte nur noch die passende Couch …

Dem gegenüber, in scharfer Konkurrenz sozusagen, standen aber noch wirklich funktionellen wie-im-Himmel-anti-Stess-Couches, aus den modernen Möbelhäusern mit denen wir, beide keine 20 mehr, auch ein wenig liebäugelten: Sie hatten tatsächlich komplett verstellbare Sitze wie im Auto zum Sitzen, Liegen und `rumgammeln, alleine, zu zweit oder auch ,,flott zu dritt“ , inklusive   Getränkehalter und Pizzabackofen, mit wolkengleichen Sitzen und eingebauter Klobrille oder zumindest so ähnlich … waren sicherlich eine angenehme Sache …

Um es kurz zu machen: Unsere Entscheidung wurde nach Anvisieren eines ansässigen Modehauses, verglichen  mit den nächtelangen Internet-Vorarbeiten, dann doch relativ rasch getroffen. Nach knapp zwei Stunden verließen wir schon vergnügt den Laden mit einer bereits bezahlten  Rechnung unseres ,,Traumsofas“, dass in etwa drei Monaten geliefert werden würde.

Alles  in allem hatten wir  – mit klitzekleinen Abstrichen zwar  – aber ansonsten haargenau unser Traumsofa gefunden, das allen hervorragend gefiel!

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Kurz-Beschreibung der Neuen

  • Stoff: Samt,
  • Farbe: blass-grün-blau 
  • Viele, viele Kissen, 2 große Rückenkissen, lose
  • fest-stehend ohne Räder
  • Und was passierte, als nach vier Monaten (hatte ich drei gesagt? So kann man sich irren …) das Prachtstück im Wohnzimmer  stand? Die härtesten Prüfer der Möbelbranche, Aimée und Nelly traten auf den Plan und – was soll ich sagen – waren höchst zufrieden! Tatsächlich verliehen das höchste Güte Siegel überhaupt, dass ein Hund je einer Couch verliehen hat: 

FUR – NOSE – TESTED !

In diesem Sinne, viel Spaß mit den Bildern und eine schöne Sonnen-Zeit!

Eure Nessy