HERZINFARKT – THROMBOSE – EMBOLIE – Wie entstehen sie und wie kann ich mich schützen? Besondere Risiken Frauen/Männer

Hallo Ihr Lieben!

 

Nachdem letzte Woche die Geschichte des Fußballers Karl, der einen Herzinfarkt erlitt, gezeigt hat, dass man auch in jungen Jahren an Gefäßerkrankungen erkranken kann, gehen wir heute der Sache auf den Grund! Ich erkläre Euch, was einem Infarkt voraus geht, welche die Risikofaktoren für Gefäßerkrankungen sind, wie sie genau entstehen und  welche Möglichkeiten der Behandlung es gibt! Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Geschlechtsunterschiede gelegt.

Euch wünsche ich eine wunderschöne Woche, demnächst habe ich ein paar schnelle Herbst-Rezepte für Euch, die sich auch gut für Gäste eignen …

Bis bald, alles Liebe, Eure Nessy

Hier kommt Ihr zum aktuellen Artikel:

 

HERZINFARKT – THROMBOSE – EMBOLIE – Wie entstehen sie und wie kann ich mich schützen?Besondere Risiken Frauen/Männer
und

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5 ultimative Tipps für eine optimale ,,Low Glyx“ Ernährung ! Leckeres Gemüse-Quiche-Rezept / Insulinresistenz Leserfragen – Was besonders wichtig ist!

Titelbild: Ein leckere Mittagessen für 4-6 Personen mit einem niedrigem GI                                                kann zum Beispiel so aussehen (Rezept siehe unten).

(Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information. Für Inhalte, Anwendungen und für externen Links übernehme ich keine Haftung. Er soll auch nicht zur Eigenbehandlung anregen, Erkrankungen sollen mit dem Arzt des Vertrauens besprochen werden)

Hallo Ihr Lieben!

unnamed (29)Der Artikel über ,,Insulinresistenz “ ist bei Euch auf große Resonanz gestoßen! An erste Stelle deshalb vielen Dank für Euer Interesse und die vielen Kommentare und Rückfragen!

So kamen Mails mit  Fragen, die ich Euch hier gerne beantworte! Als Basis empfehle ich Euch, den Artikel, falls noch nicht geschehen, zu lesen. Im Intervall werde ich diese Fragen zum ersten Artikel zusammenfügen, aber wenn ich das jetzt tue, müssen, die, die ihn bereits gelesen haben, vieles noch einmal lesen, was man ja vermeiden kann!

 

LESERFRAGEN, FÜR ALLE BEANTWORTET!

1. FRAGE

Low Carb/GI (Glykämischer Index)

Ich bin ganz verwirrt! Kann man diese beiden Begriffe gleichsetzen und wie hoch ist hoch?

Nein, kann man nicht. denn der GI beschreibt die Veränderung des Blutzuckerspiegels durch die Aufnahme von 50 g Kohlehydrate eines Lebensmittels. Der Anstieg des Blutzuckerspiegels nach der Aufnahmen von 50 g Glukose auf einen Wert von 100  ist dabei der Referenzwert. Allerdings ist es ja logisch, dass relativ wenige Kohlenhydrate  auch dazu führen, dass weniger Insulin ausgeschüttet wird … Deshalb kann man, wenn man den GI nicht weiß, in seiner Diät ruhig auch nach den absoluten Kohlenhydraten schauen.

Um mit dem Glyx-Gehalt von Nahrungsmitteln einfacher umzugehen, unterteilen viele Tabellen die Nahrungsmittel  nach ihrem GI nun in grün, gelb und rot!

GI < 30: bedenkenlos grün: Obst, Gemüse, pflanzliche Fette

GI 30 – 50: in Maßen, gelb: Milch Soja, Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchte, Soja und Eier

GI > 50: Oh je!  rot: Kuchen, Gebäck, Süßes, Wurstwaren

 

2. FRAGE

Wie kann man sich den nun eigentlich optimal ernähren?

Beispiele für leckeres Essen im Low-Carb-Style/niedrigem GI  gibt es wirklich viele. ich habe allerdings auch eine Weile benötigt, bis ich die Tricks intus hatte!

5 Tricks, um unsere Ernährung nach neuesten Erkenntnissen ( ,, Glyx „) zu optimieren

1. Auf Zucker / Glucosesirup / Süßes, künstlich hergestellt, wenn möglich verzichten,

Für den Hype auf Süßes eigenen sich z.B. anstatt Vollmilchschokolade (GI 60), schwarze Schokolade  mit 70% Schokoanteil (GI 25) oder Obst wie frische Erdbeeren (GI 25)

2. Nicht zu oft essen

3 Hauptmahlzeiten sind eigentlich genug, mindestens 4 Stunden danach ohne Essen wären ideal, damit man der Bauchspeicheldrüse auch einmal eine Pause gönnt! Dadurch, dass in der Nicht-Essens-Phase kein Insulin ausgeschüttet wird, kann in dieser Zeit Fett abgebaut werden, um den Energiebedarf zu decken!

3. Abends auf Lebensmittel mit niedrigen GI zurückgreifen, gleichzeitig aber auch Eiweiß aufnehmen

z.B. Joghurt, Nüsse, Ei, Fisch,Tofu, Brokkoli, Grünkohl, Austernpilze…

Dadurch kann sich der Körper über Nacht erholen und die Fettverbrennung wird angekurbelt

4.  Die Krux mit dem Mehl und den Sättigungsbeilagen! Tipps und Alternativen

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Pizza / Tartes / Kuchen kann man auch einfach ohne Boden backen. 

Man muss nicht zwangsweise auf Gebäck  verzichten! Bei Mehlarten sind die GI sehr unterschiedlich: Weißmehl 85, Quinoa-Mehl 40, Haferflocken GI 40 Kichererbsenmehl 35,

beim Backen kann man Mehl in vielen Rezepten durch Mandeln und Nüsse oder Pinienkerne (GI von 15) ersetzen!

Sättigungsbeilagen:

Auf Sättigungsbeilagen muss auch bei einer ,,Glyx-Ernährung“ nicht verzichtet werden! Prinzipiell ist es von Vorteil sich anzugewöhnen, bei den Hauptmahlzeiten viel Gemüse einzubauen und beim Einkaufen als wichtigsten Part den Gemüsestand anzusteuern! Als sättigende Beilage eignen sich bei den Hauptmahlzeiten z.B. Bohnen und Linsen Sie haben einen relativ niedrigen GI von 30 anstelle von Kartoffeln (in Schale gegart haben einen GI von 60, Bratkartoffeln von 95) Vollkornspagetti, die nur kurz gegart sind, haben übrigens auch nur einen GI von 37!

5. Auch das ,,Drumherum“ einer positiver und achtsamen Lebenseinstellung ist wichtig!

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Deshalb sollten wir uns unabhängig von der Ernährung angewöhnen, unser Leben wo es geht,

  • stressfreier zu gestalten, zu entschleunigen,
  • Dinge die wir ungern tun, zu optimieren und möglichst schnell abzuarbeiten, damit wir mehr Zeit für Schönes haben,
  • uns 20 Minuten Zeit am Tag für Bewegung am Stück an frischer Luft  und möglichst in der Natur zu nehmen. Denn wir sind immer noch ,,Naturlebewesen“ und die Natur mit ihren jahreszeitlichen Veränderungen,  vielen wunderschönen Bildern, aber auch Bildern, die zum Nachdenken anregen, vermag uns Kraft zu geben!
  • versuchen, unsern Schlaf so zu gestalten, dass wir es möglichst bequem haben, wenig Elektrosmog, dafür aber viel frische Luft im Schlafzimmer ist,
  • soziale Kontakte zu pflegen und niemanden zu schaden, damit wir inneren Frieden erfahren

 

3.FRAGE

Wo finde ich denn die GI-Werte der verschiedenen Nahrungsmittel

 

4. FRAGE

Bei welchen Nahrungsmittel ist der GI am höchsten?

Beispiele hoher GI, 

Getränke: Bier 110, Cola, Limonaden, Erfrischungsgetränke 70

Zucker: Glukose (Traubenzucker) 100, Zucker, weiß (Saccharose) 70

Kartoffeln: Kartoffelgratin, Bratkartoffeln 95, Pommes Frites 95, Kartoffelpüree (Instantflocken) 90,  Kartoffelstärke 95, Kartoffelpüree (selbst zubereitet) 80, Chips70

Reis: Klebreis, glutenhaltig 90, Reismehl 95, Reismilch 85, Reis, gepufft 85

Schnellkochreis 85, Reispudding 85, Reiskuchen 85

Brot: Weißbrot ohne Gluten 90, Weißes Toastbrot 85, Weißmehl 85

Baguette, Weißbrot 70, Biskuit 70, Brioche 70, Brot, ungesäuert (aus Weißmehl)

70, Donuts, Berliner, Krapfen 75, Croissant 70

Mais: Cornflakes, Maisflocken 85, Popcorn (ohne Zucker) 85

Gemüse mit hohem GI:

Karotten, gekocht  85, Sellerie (Knolle), gekocht 85, Tapioka

85, Weiße Rübe, gekocht 85, Dicke Bohnen, gekocht 8

Kürbis 75

5. FRAGE

Hast Du ein tolles Rezept, das sich als Hauptmahlzeit eignet?

Leckere Lauch-Tarte

2 Stangen Lauch, 1/2 l Brühe,  1Blumenkohl  50g Röstzwiebeln, 50 g Sonnenblumenkerne und 50g  Pinienkerne, 6 Eier, 300 ml Sahne, 200 ml Schmand, 200g geriebenen Käse, z.B. mittelalter Gouda, zum Würzen Rosmarin, Thymian, Muskat, Paprika, Pfeffer und Salz. Knoblauch zum Ausreiben der Form

  1. Sonnenblumenkerne und/ oder Pinienkerne ohne Fett rösten
  2. Blumenkohl waschen und in Röschen zerteilen, in Wasser ca 10 min kochen.
  3. Lauch kleinschneiden, in etwas Rapsöl bei mittlerer Temperatur kurz anbraten, damit er ein leicht Farbe erhält ohne zu dunkel zu werden .
  4. Die Eier mit Sahne, Röstzwiebeln, Käse, Sonnenblumen und/oder  Pinienkernen und die Sahne verrühren, mit  Rosmarin, Thymian, Paprika, Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. und mit abgekühltem Lauch verrühren.
  5. Abgetropfte Blumenkohlröschen  in eine mit Knoblauch ausgeriebene Kuchenform geben.
  6. Die Lauch-Käse-Mischung dazu geben.
    Das Ganze bei rund 170° für ca. 40-60 min in den Backofen.

Diese Quiche kann man super mit allem möglichen Gemüse variieren! Sie schmeckt warm oder kalt und eignet sich daher super als Mitbringsel! Hier hatte ich sie übrigens zu einer Grillparty mitgebracht, sodaß die Gastgeberin sich  nicht um eine vegetarische Alternative kümmern musste.

 

6. FRAGE

Wie werden die Kohlenhydrate genau verdaut?

1.Mund

Bereits im Mund werden ein Teil der Kohlenhydrate durch Verdauungsenzyme wie Amylase zerlegt. Beim Kauen erhält allerdings auch die Bauchspeicheldrüse die Nachricht von Gehirn, Enzyme zu bilden, die im Magen-Darmtrakt  Kohlenhydrate wie Polysaccharide in Einfachzucker im zerlegen können.

2. Darmschleimhaut

Diese Zucker können dann im Rahmen der Verdauung über die Darmschleimhaut aufgenommen und ins Blut transportiert werden. Auch andere Nahrungsbestandteile, wie Fette oder Eiweiß, gelangen übrigens über diesen Weg in den Blutkreislauf.

3. Leber

Über den Blutweg gelangt  der Zucker in die Leber, wo ein Teil der Glukose bereits  gespeichert.Dort kann sie in ihre Speicherform, Glykogen umgewandelt werden. Die Leber kann jedoch nicht mehr als 150 Gramm Glukose aufnehmen, ihre Speicher sind also nach einer ausgiebigen Mahlzeit schnell voll.

4. Muskulatur

Wenn der Zucker von der Leber weiter transportiert wird, kann er sich auch in die Muskulatur einlagern, die ebenfalls als Glykogenspeicher mit einer Kapazität von etwa 150 mg dient.

Bei Anstrengung (Zuckerbedarf) werden diese Glykogenspeicher in Leber und Muskulatur  als erstes wieder geleert und aufgebraucht.

5. Körperorgane

Auch Körperorgane, die Energie benötigen, speichern zwar kein Zucker, sondern wandeln ihn sofort in Energie um. Dabei  wird die Glukose zu Wasserstoff und Kohlendioxid gespalten (Glykolyse)

6. Fettzellen

Ist nach der direkten Verbrennung und der Speicherung in Leber und Muskel immer noch Glukose übrig, kann diese in den Fettzellen in Fett umgewandelt und in den Fettdepots gespeichert werden. Die Folge ist eine Gewichtszunahme.

 

7. FRAGE

Wie entsteht diese Insulinresistenz ?

Wenn sehr viel einfache Kohlenhydrate in Grau- oder Weiß-Brot Produkten, Kuchen, süßes Obst und Süßigkeiten wie Bonbons und Schokolade aufgenommen werden, die schnell in Zucker zerlegt werden,  muss  immer wieder Insulin ausgeschüttet werden, das als ,,Schlüssel“ zur Aufnahme des Zuckers in die Zelle fungiert.

Da dieses Insulin auch noch ,,nachwirkt“, wenn der aktuell Zucker in die Zellen aufgenommen wurde, weil so viel auf ein Mal gegessen wurde, wird jedes Zucker – Molekül von der Zelle ,,verputzt“, dass sich im Blut befindet, der Blutzuckerspiegel sinkt also  unter den Ausgangsblutzucker ab!

Jetzt wird der Gegenspieler von Insulin, das Glucagon auf den Plan gerufen. Sofort signalisiert es dem Gehirn, Heißhunger auf Zucker zu haben und setzt die Kaskade, die Zucker wieder aus der Zelle freisetzt, in Gang!

Dieses Spielchen wiederholt sich einige Male, bis der Körper völlig überlastet ist. Er kann einfach nicht mehr und sagt sich, dass es doch blöd ist, sofort auf diese konzentrierte Zuckerzufuhr mit so einer enormen Insulin-Freisetzung zu reagieren und stellt seinen Modus etwas sparsamer ein. So wird die Zelle immer weniger empfindlich auf das Insulin, bis kaum mehr Insulin ausgeschüttet wird.

Als Folge steigen die Blutzucker an…

Ein Diabetes beginnt sich zu entwickeln!

8. Frage

Kann man diese Insulinresistenz aufhalten oder rückgängig machen?

Aber ja, wenn man rechtzeitig reagiert, klappt das in den meisten Fällen! Dann kann sich der Körper erholen, wenn man wirklich konsequent wirklich eine Weile fast alle schnell verwertbaren Kohlenhydrate bzw. Süßigkeiten vom Speiseplan streicht!

Allerdings reagieren die wenigsten Ärzte auf die Befunde so vehement, wie es von Nöten wäre! Hat sich der Diabetes erst manifestiert, ist es fraglich, ob sich die Bauchspeicheldrüse erholt. Dennoch habe ich es auch bei letzterem Fall erlebt, dass  auch in diesen Fall, z.B. nach Gewichtsabnahmen und / oder Umstellung der Lebensgewohnheiten, dass sich der Blutzucker wieder normalisiert hat! Übrigens kann es auch sein, dass sich zusätzlich ein erhöhter Blutdruck nach diesen Maßnahmen wieder normalisiert!

Gute Erfolge hat man dann, wenn man, so schwer es auch fallen mag, den Körper zwei Wochen lang einmal ,,zuckerfrei“ gibt, zumindest, was ,,Rein-Zucker“ betrifft. Natürlich wird er mäkeln! Dann müssen wir ihn mit langsam verwertbaren Kohlenhydraten, die trotzdem nicht allzu schwer verdaulich sind, besänftigen. Ein guter Kompromiss ist leckeres Obst, das noch genügend Süße erhält, um den ,,inneren Hype“ zu besänftigen …

Danach kann man langsam seine Ernährung dahingehend aufbauen, dass es für einen ein gangbarer Weg ist. Kompromisse sind hierbei besser als radikale Veränderungen, die, ist man nicht allzu willensstark, zum Scheitern verurteilt sind…

Version 7

So, das war mein  Nachtrag, indem das Thema doch ein wenig nach Euren Wünschen vertieft wurde! Danke für die rege Beteiligung, ich wünsche Euch eine richtig gute Gesundheit und ein langes, fröhliches Leben,

alles Liebe, Nessy

 

 

 

 

 

Fashion/ Philosophie: Wonnemonat Mai, Blog-Geburtstag und wie man im Web Geld verdient!

Hallo Ihr Lieben!

Der Mai ist gekommen …

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Der ,,Wonnemonat  Mai“ ist grün und saftig und die winzigen Vöglein im Nistkasten singen mindestens so quirlig wie die Wiener Sängerknaben!

Die Zipperlein des Winters haben wir entgültig hinter uns gelassen, die triefigen Erkältungs- Rotznasen haben sich nur bei ein paar wenigen unter uns in ,,Pollenallergie-Rotznasen“ umgewandelt und  so blicken wir voller Tatendrang Richtung Sommer, planen Fashion Week und Urlaub (dieses Jahr geh´ich tatsächlich in ein altes Kloster nach Südfrankreich!) und genießen, so ganz nebenbei, für mich ,,den schönsten Monat“ des Jahres.

Mein vierter Bloggeburtstag!

Und noch etwas ist für mich besonders im Mai: Bloggeburtstag! ,,Meiner“ wie ich ihn, nicht ohne ein Quentchen Stolz, nenne, wird tatsächlich VIER Jahre alt! Ob ich zufrieden mit der Entwicklung bin? Aber klar! Mal mehr, mal weniger! Aber alle Blogger unter Euch werden mir beipflichten, dass so ein Blog mitunter ein richtiges ,,Baby“ sein kann. Er schreit, wenn man sich nicht kümmert, dann dann gehen die Zahlen  sofort runter! Er ist da, wenn man sich was von der Seele schreiben möchte und gleichzeitig bietet er Zerstreuung von ,,was auch immer“, Unterhaltung und  nimmt ganz schön viel Zeit und Müh´in Anspruch! Aber last not least – habe ich durch ihn viele tolle Menschen kennengelernt, ihre Lebensweise und Ansichten im Austausch und durch den Besuch ihrer Blogs erfahren erfahren dürfen! Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an Euch alle!

Wie wird ein Blog  ,,lohnenswert“?

Ob sich so ein Blog lohnt? Das ist nicht der Punkt! Ihr meint, schon? Okay, zumindest nicht für mich! Naja, zugegeben, bei näherem Nachdenken ist mir das natürlich auch nich ,,so ganz egal“. Leider heiße ich eben auch nicht Caro Daur oder Steffi G.

Abr eines habe ich zumindest mit ihnen gemeinsam: Nur den Ich bin auch eine Frau! 😉

Produkttester -Blogs

Spaß beiseite, es gibt doch noch eine Gemeinsamkeit: Denn alle Anfragen, die für mich nicht interessant sind, mache ich auch nicht! Genauso wenig schreibe ich über Produkte, die zu ,,günstig“ sind, um Qualität haben zu können. Und dann bleibt nicht mehr all zu viel übrig. Was auch gut ist. Denn als Produkttester für alles und jenes machen sich andere besser. Wobei ich diese Art des Bloggens nicht abwerten möchte. Es ist sicher ganz schön, immer wieder  verschiedene Kosmetik umsonst auszuprobieren und darüber zu berichten. Auch die subjektiven Erfahrungen anderer können vielleicht für die eigenen Entscheidung zum Teil ganz hilfreich sein. Das ist sehr davon abhängig, wie gut diese ,,Beurteilungen“ geschrieben sind.  Da gibt es große Unterschiede.

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Tipps für einen erfolgreichen Blog

Also mein Tipps zur Feier des Tages: Wenn Ihr  Blog-schreibender Weise Euren Lebnsunterhalt verdienen wollt, nehmt Euch einen Profi an die Hand und sucht Euch ein richtig ,,geiles“ Thema (keine Ahnung, was), das alle furchtbar interessiert und worüber nur Ihr so richtig Bescheid wisst und schreibt drauf los! Morgens einen Beitrag, mittags einProfi- Foto-Shooting und abends Klinkenputzen bei anderen Blogger, denn gegenseitiger Support ist das A und O der Klicks, zumindest am Anfang! Natürlich müsst Ihr auch bei Instagram, Pinterest, Facebook, Twitter und YouTube & Co vertreten sein! Mindestens! Ab 100 k Follower dürft Ihr auch weniger als fünf Stunden täglich dafür aufwenden! Wie Ihr die erreicht? Also sorry,  das wüßte ich auch gerne! 

sicher weiß ich für dieses Ziel schon ein paar Lösungen ! Wenn, zugegebenermaßen für mich persönlich noch nicht die richtige dabei war ….

 

Wie bekommt man also 100 k Follower?

das passiert eben  – oder  auch  nicht,  wenn man

ganz, ganz fleißig  oder zumindest

im Dschungelcamp gewesen  ist!

Oder beim Bachelor. Okay,

Germanys next Topfloppel geht auch!

oder man hat supi-dupi tolle Ideen

oder man sieht aus, wie Kim Kardashian, entweder vorne oder von hinten, klappt beides!

Ach so, das alles geht auch bei Euch aus den verschiedensten Gründen – NICHT?  Hmm! Lass mich nachdenken! Dann stellt doch einfach jemanden ein, der …

,,Nö, viel zu aufwendigund teuer !“ sagt Ihr jetzt? Manno, Ihr macht es mir aber auch schwer! `

Aber wenn das mit dem Blog nicht klappt, braucht Ihr für die Kohle einfach einen Plan B! Irgendwas muß ja dann schon klappen …

Pläne zum Geldverdienen, wenn das mit dem Blogger-reichtum noch ,,etwas dauert“:

Wer gerne vor dem Computer hockt, aber nicht mit zündender Kreativität gesegnet ist, dafür aber mit Fleiß, kann sich mit  einem Onlineshop versuchen. Wie immer in der Wirtschaft gilt das Prinzip  ,,Billig einkaufen, teuer verkaufen!“ -klappt wohl richtig gut, wenn man ein Gespür dafür hat.

Dann gibts noch die ..Computer-Nerds“ . Das sind Super -Programmierer , aber die lesen eh eher selten meinen Blog! Falls Ihr, www- und HTML-Wissende, Euch tatsächlich hierher verirrt haben sollten – ein herzliches Willkommen! Findet, was immer ihr bei mir zu finden erhofft habt – es ist mir eine Ehre – und dann tüftelt weiter, ihr seid eh versorgt! Ach, ja, halt! Wo Ihr schon einmal da seid, hätte ich doch ein paar Fragen! Meldet Euch doch bitte´mal per Mail bei mir … Es soll Euer Schaden nicht sein! Was immer das heißen mag -klingt aber gut, oder?! Bestimmt habt Ihr bemerkt, dass ich leider nicht so 100% von Eurem  Talent abbekommen habe und mich alleine mehr recht als schlecht (oder umgekehrt) durch alle Wirren des CSS, noopener, geiles ,,Theme “ und,,Datensicherung“ hindurchbeiße …

Also, um Euch geht´s hier jetzt momentan nicht -vielleicht ein andermal!

Sondern um Euch, die gern ein bißerl mehr Kohle auf dem Konto hätten … Also, Ihr merkt schon, so langsam fange ich zu schwimmen an, obwohl ich mich immer wundere, wo Ihr alle seid, wenn man Euch braucht! Wo man heutzutage nicht einmal mehr eine legale Reinigungskraft unter 20 Euro/Stunde findet!

Aber vielleicht hat Ihn ja jemand gefunden, den coolen Job oder Nebenjob! Und wenn ihr das richtige ,,Geschäftsmodell“ gefunden habt, verratet Ihr es mir. Natürlich NUR mir! Wenn´s toll ist, werde ich dankbar sein, wenn nicht, nicht ;-)!

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Okay, wenn das alles für Euch nix ist, gibt es noch zwei Möglichkeiten: Wenn Ihr nicht selber Chef sein wollt, müsst Ihr Euch halt einen Job suchen, bei dem man Euch sagt, was Ihr machen müsst – wie die meisten der Arbeitnehmer! Das ist vielleicht nicht immer ganz zufriedenstellend, aber solide. Bitte erzählt mir jetzt nicht, es gäbe keine Jobs! Ihr könnt sofort als Bügelfrau bei mir anfangen!

Gerne wird auch die andere Lösung, nämlich Frührente gewählt … Eine Zeit meines Lebens habe ich vermehrt Gutachten für diese Spezies machen müssen. Abschließend zu diesem Thema muss ich sagen, dass es wenige sind, die wirklich nicht mehr arbeiten könnten! Die erkenne ich mittlerweile an der Nasenspitze! Andere schleppen sich mit gebrochener Hüfte zur ihrem Job! Vornehmlich die, die sowieso nie in Frührente gehen würden.

Mein Blog ,,Salutary Style“

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Kommen wir zurück zu meinem Blog. Natürlich ist auch da noch ,,ein wenig“ oder auch ,,ein wenig mehr“ Luft nach oben. Aber wenn er auch vieles nicht hat, eines hat er : Beständigkeit! Meist schaffe ich zwei Blogposts in der Woche und  in all den Jahren gab es kaum einen Woche, in der nichts gepostet wurde! ,,Vertane Zeit“ nennen es manche, ,,Hobby“ die anderen, was, was langsam wächst und was ich gerne mache, ist es für mich. Meine Mutter sagt, ich solle ein Buch aus den ganzen wertvollen Tipps machen. Hab´ich aber keine Lust! Das soll jemand anderes machen, der sowas gerne macht. Ich mache lieber immer wieder Neues …  Das wäre doch auch ein Job – für jemand von Euch!

Nicht nur Patientinnen lesen mittlerweile ,,chez moi“, sondern einfach Frauen und Männer, die ,,den Blick über den Tellerrand“, schätzen. Der zumindest zieht sich durch meine Blog wie ein roter Faden.

Meine Mode

Meine Mode ist sicher nicht die polarisierende Bloggermode, mit denen die Fashion-Bloggerei ihren Anfang nahm. ,,Edgy Streetstyle“ , unheimlich cool, raffiniert und durchgeknallt, so hatte Blogger-Mode zu sein. Mädels trugen gerne überdimensionale Schlapphüte und große Sonnenbrillen, zerissenen Jeans und die Bluse vorne drinnen und hinten draußen – gerne auch Patches oder Bommel – und fertig war der ,,extravagante Look“.  Klar hab´ich auch solche Teile im Schrank! Aber wichtig ist es doch, dass Klamotten vor allem uns  als Individuen optimal bei  dem alltäglichen Tun unterstützen, was natürlich  auch die Wirkung auf andere einschließt! Wichtig sind auch gute Materialien, die atmungsaktiv sind und sich leicht waschen lassen. Kein strammer Bund soll kneifen. Da denke ich anders als Lagerfeld, der sich gerne von seiner Kleidung ,,disziplinieren“ lässt und was er von Jogging-Hosen hält, wisst Ihr ja!

Obwohl … Manchmal reizen mich natürlich schon auch Klamotten, die polarisieren und ein Quentchen Witz enthalten! Aber alles zu seiner Zeit!

Mein heutiger Look

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Die blaue Jacke mit den floralen Stickereien passt dazu, wenn´s morgens noch etwas kühler ist …
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…ebenso dieses Leder – Täschchen mit den Stickereien

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Also begehe ich heute meinen Blog-Geburtstag, fast ungeschminkt und im lässigen,  weiten Sommerkleidchen. Normalerweise trage ich in meinen Posts fast immer passende Schuhen  sowie Schmuck und Ring, aber heute lasse ich alles ein wenig lässiger angehen. Das kleine aber feine Goldkettchen mit zwei Herzen kommt eher unspektakulär daher, die Holzarmbändchen habe ich mit meinem Mann zusammen gekauft. Er trägt ein paar und ich, nicht immer, aber oft, quasi als Ehering-Ersatz. Diese sind,  gut verwahrt und längst nicht mehr passend, in irgendeiner Schmuck-Schatulle. Wer sich den ganzen Tag bis zu 40 x die Hände wäscht, ist über einen Alltags-Ring hinaus. Und diese an einer Kette um den Hals zu  tragen, finde ich auch irgendwie albern.

Ist der Look spießig? Nö, find ich nicht! Lässig  und liebevoll, würde ich ihn beschreiben. Nicht gerade edgy oder wahnsinnig cool. Denn das Leben ist selten cool – vielleicht manchmal kalt. ,,Edgy“ schon öfters … das nicht alles glattläuft, ist ja schon fast der Normalzustand im Leben! So ergeben sich aber auch immer neue Perspektiven …

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Meine Medizin-Posts

Aber zurück zu der Blog-Geschichte! Ein zweischneidiges Schwert sind meine relativ gehaltvollen medizinischen Artikel die mache nicht recht in Einklang mit den fröhlichen Modeposts  sehen wollen! Aber Kinder, genau das ist doch das Leben! Ein bunter Blumenstrauss! Es gibt Kategorien, die man anklicken, Schlagwörter, die man suchen kann! Alles kann, nichts muss! Und wem die Artikel zu lang sind, der liest eben nur die Überschriften, die es bei mir reichlich gibt und pickt sich die Rosinen heraus! Wer vorbeischaut und diese findet, kommt übrigens oft wieder …

 

Hintergründe, die Ihr wahrscheinlich noch nicht wußtet …

Mittlerweile schauen übrigens viele Kollegen vorbei, auch wenn viele das nie zugeben würden!  Nur merke ich dann irgendwann, dass sie mich ,,gelesen“ haben …  Ja, Ihr seid gemeint, Ihr Pappenheimer! Weil ich oft neuen Behandlungsschemata einfließen lasse, die andererseits Laien langweilen …  Zugegeben habe ich, im Gegensatz zu ihnen, oft einfach auch die Zeit, mich mit diesen Themen auch in der Literatur auseinanderzusetzen und zudem laufen in unserer Praxis doch ein paar Studien, die ich natürlich, samt Umfeldwissen, einfließen lasse. Der ,,Kühlhaubenversuch“ , der super funktionierte (Ihr erinnert Euch, Frauen gehen unter Chemotherapie weit weniger Haare aus, wenn der Kopf gekühlt wird) hat es bis in die Bildzeitung geschafft … Zudem sind wir beide Mitglieder der ,,NATUM“ eine Untergruppe der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, die sich mit alternativen Heilmethoden beschäftigt! So war natürlich auch die Methadongeschichte (Methadon in Verbindung mit Chemotherapie als Behandlung für manche Tumorerkrankungen mit sehr guten Einzelerfolgen) groß in der Presse, da die NATUM der Erfinderin den Wissenschaftspreis verlieh und so ihre Position stärkte.

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Unlängst rief mich eine Kollegin aus Regensburg an, um zu hören, wer hinter dem ,,ausgeklügelten Schema“ der Wechseljahres-Behandlung mir einer Kombi aus natürlichem Östrogen und Gestagen steckt. Das hat mich gefreut, da bin ich wie alle anderen, die gerne auch einmal hören, dass es gut ist, was sie tun. Wobei das Lob für dieses Konzept natürlich  Frau Professor Stute zum einen und auch meinem Mann zum anderen gebührt, der auf internationalen Kongressen unterwegs ist, um sich zu informieren und Neuerungen in Übersichtsartikeln in deutschen Fachzeitschriften veröffentlicht. Auch Kollege Rimkus, den ich für seine Arbeit sehr schätze war ein Vorreiter auf diesem Gebiet. Ihm ist es letztendlich zu verdanken, dass die Frauen heute in den Wechseljahren nicht mehr mit künstlichen Hormonen vollgepumpt werden sondern mit den ihr eigenen Hormonen, die nicht nur besser verträglich sind, sondern vielleicht sogar auch das Altern ein wenig aufhalten können.

Lob und Kritik

Auch ich selbst spare nicht mit Lob, wenn mir etwas gefällt. Manchmal lobe ich auch  dann besonders, dass was gut ist, wenn es etwas gibt, das gar nicht gut ist. Denn mit einem dicken Lob lässt sich eine kleine Kritik am Rande wesentlich besser ertragen, ohne dass derjenige den ganzen Tag schlechte Laune hat. Nur, wenn jedwelche Versuche untergehen oder schlicht ignoriert werden, werde ich schon einmal deutlicher, wenn ich direkt tangiert bin. Ansonsten lasse ich die Menschen ziehen, außer sie schaden sich selbst gehörig! Wobei die meisten ihre Fehler eigentlich schon kennen. Gerade wir Frauen neigen zur Selbstkritik.

Lustig ist, wenn man für etwas kritisiert wird und man dabei merkt, dass der andere so überhaupt keinen Plan hat! Das ist einer der seltenen Fälle, in denen ich auch einmal ,,grundsätzlich aufkläre“ Blöd nur, wenn der andere ein Kunde oder Patient ist …

Aber jetzt muß ich die Nacht beginnen! Es ist schon 2.15 Uhr und um 6 Uhr muss ich raus.

Zur guten Letzt

Übrigens gibt es jemanden, dessen Kritik mir wirklich sehr wichtig ist! Und dass seid Ihr, meine lieben Leser, die mich all die Jahre so treu unterstützt haben und nicht nur meine Tipps angenommen, sondern mich auch auf viele tolle Ideen gebracht habt. Ein dickes, dickes Lob an Euch! !

Lasst mich deshalb gerne wissen, wie Ihr zu den oben aufgeworfenen Fragen steht! Was wünscht Ihr Euch auf meinem Blog, was gefällt Euch gut, was weniger? Kommt Ihr mit der Mischung von Medizin und Mode klar, oder verwirrt das eher? `

In diesem Sinne, freut Euch an den Bildern und habe einen wunderschönen Tag/Nacht, was immer!

Eure Nessy

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Anti Aging : Fett / ,,Small Molecules“ / Zellalterung / Was bedeuten widersprüchliche Studien für unsere Ernährung ?

Hallo Ihr Lieben!

Strikte Fettarme Ernährung an sich ist nicht zwingend notwendig …

… das lassen die Ergebnisse der  Pure Studie  vermuten! Ihre Ergebnisse lassen schließen,  dass  der Fettkonsum an sich vielleicht doch  nicht soo schädlich sei. Man hatte ja, wie ich Euch jüngst berichtete, herausgefunden, dass sich eine Einschränkung des Fettkonsums nicht lebensverlängernd auswirken würde!

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In dieser Studie mit rund 135 000 Patienten war es sogar so, dass solche mit hohem Fettanteil in der Ernährung eine 23% niedrigere Gesamt-Sterblichkeit hatten, als jene mit niedrigem Fettkonsum, wobei die 20% Patienten mit dem höchsten Fettkonsum mit den 20% des niedrigsten Fettkonsums verglichen wurden. Allerdings kann man hier schon aufhorchen!

War es vielleicht so, dass die 20 % der Menschen mit dem niedrigsten Fettkonsum schlicht unterernährt waren – nicht nur mit Fett, sondern auch mit allen notwendigen Stoffen, die der Körper dringend braucht, wie Eiweiß, Vitaminen und Mineralien? Aber dazu später…

Wie ich Euch bereits in dem Artikel über diese Studie beschrieben habe, ging ein erhöhter Fett-Konsum von gesättigte Fettsäuren  mit einer 14% niedrigeren Sterblichkeit einher, bei den einfach ungesättigten Fettsäuren waren es 19% und bei mehrfach ungesättigten Fettsäuren konnte man eine 20 % ige Verringerung der Sterblichkeit feststellen!

Was man  also laut PURE-Studie ableiten kann, ist zumindest das, dass sehr strenge Fettrestriktionen wahrscheinlich unnötig sind und infolge davon auch fett-reduzierte Lebensmittel keinen Sinn machen. Denn eines dürfen wir nicht vergessen: Fett spielt bei vielen Stoffwechselvorgängen und Körperfunktionen, wie z.B. der Nervenfunktion, eine wichtige Rolle, abgesehen davon ist es ein Energiespeicher, der, zumindest in früheren Zeiten, aber auch heute noch in manchen Bevölkerungsgruppen immer noch Sinn macht.

Folgen des vermehrten Fettkonsumes/ der Fettleibigkeit

Andererseits hat Fettleibigkeit bekanntermaßen  viele Nachteile.  Auch, wenn die Bildung von Thromben in Gefäßen, wie wir seit einiger Zeit wissen, nicht einfach Fettablagerungen in Gefäßen sind und hauptsächlich auf Entzündungsvorgänge nach Verletzungen im Gefäß zurückgehen, sind Störungen des Fettstoffwechsels daran beteiligt. Thromben können  den Blutfluss stark behindern. Wer die Mechanismen noch einmal genau nachlesen möchte, kann das übrigens hier machen.

Fettleibigkeit an sich triggert die Risiken für Gefäßkrankheiten, abgesehen von oben genannten Dysbalancen des Fettstoffwechsels, auch auf einer anderer Ebene.

Der ganze Kreislauf muß Schwerstarbeit leisten, weil die Fettmassen ja auch versorgt und damit durchblutet werden müssen.  Es kommt zu einem Anstieg des Blutdrucks und durch das Fett auch zu hormonellen Veränderungen, da Stoffwechsel-Abläufe sowohl im Östrogen-, als auch im Insulinhaushalt verändert werden. Dadurch steigt indirekt auch das Risiko für Diabetes mellitus ….

Fettleibigkeit Fett Ernährungsberater Stad

Darüber hinaus kommt es auch zu  Schäden durch Ablagerungen des Fettes an und in den Organen  und das vermehrte Gewicht schwächt außerdem  die Gelenke.

Wer sich Fettleibigkeit nicht so recht vorstellen kann, überlegt sich, wie es wäre, wenn er alle Bewegungen mit einem 30 Kilo-Rucksack auf dem Rücken absolvieren müsste und was für eine Erleichterung es wäre, wenn er diesen Rucksack absetzen könnte …

Was offiziell von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlen wird

Deshalb bleibt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung bei ihrer Aussage, dass Fett nicht mehr als 30% der Nahrung ausmachen soll und auch die Verwendung fettarmer Milch wird explizit empfohlen. Dabei sollte man wertvollen Fetten mit einem günstigen Omega Drei zu Omega Sechs Anteil und möglichst wertvollen sonstigen Inhaltsstoffen den Vorzug geben. Dazu gehören Raps- und Walnussöl, Leinöl, aber auch ungesalzene Nüsse und auch Fisch.

Lachs, Lachsfilet, Fisch, Frisch, Roh

Studie aus Montreal von 2008, wie Fett und Fettmangel auf die Hefe-Zelle wirkt  -sogenannte „Small Molecules“ in der Zelle verzögern den Alterungsprozess !

Man weiß aber, im scheinbaren Gegensatz zu obigerPURE-Studie, dass Fette wie Cholesterin und Fettsäuren den Zelltod beschleunigen können. Diese Erkenntnis wurde von Mitarbeitern der Concordia-Universität in Montreal bestätigt, als sie ihre Studienergebnisse schon vor einiger Zeit  auf der Jahresversammlung der American Society for Cell Biology vorstellten.

Was passiert, wenn sich Fettsäuren in der Zelle sammeln?

So konnten sie zeigen, dass Fettsäuren, die sich in einer Hefezelle ansammeln, diese zum platzen bringen kann. Zuvor schwächen  aber die Fettsäuren die Abwehrmechanismen  der Hefezelle gegen molekularen Stress (sprich: freie Radikale), sodaß sie sich nicht mehr wehren kann, da sie schon deutlich geschwächt ist. Aber nicht nur das. Kommt es zum Zelltod, werden bestimmte Entzündungsstoffe in die benachbarten Zellen übertragen und schädigen diese auch!Cheeseburger Trinken Pommes Frites Lebensm

Was passiert bei Fettmangel mit der Hefezelle?

Danach prüfte das Team von Vladimir Titorenko, wie sich eine Fettmangelernährung auf die Fettverarbeitung in der Hefezelle auswirkt. Tatsächlich verbesserte sie sich und die Zelle wurde nicht geschwächt. Zudem wurden im   Inneren der Zelle fünf  Molekülgruppen („Small Molecules“) gefunden, die den Alterungsprozeß  auf zwei Arten verhindern können. Zum einen  verändern sie die Verarbeitung des Fettes, zum anderen können sie die Stressreaktion in den Kraftwerken der Zelle, den Mitochondrien, stärken.

Nutzen dieser Erkenntnisse

Die Mechanismen der Moleküle sollen nun helfen, die Langlebigkeit einer Zelle genauer zu erforschen. Vorstellbar ist aber auch, dass die ,,Small Molecules“  selbst als Medikamente  gegen altersbedingte ,,Fettstoffwechsel – Krankheiten“ (Herzerkrankungen, chronische Entzündungen oder Typ-2-Diabetes)  eingesetzt werden können.

Wie passen diese widersprüchlichen Daten zusammen?

Die oben in San Francisco vorgestellten Daten von 2008 legen nahe, dass viele Fettsäuren in der Zelle den menschlichen Körper schneller altern lassen. Die Pure Studie von 2017 wiederum entdeckte eine längere Lebenserwartung bei höherem Fettverzehr …

Wie passt das zusammen?

Wie so häufig liegt der Teufel im Detail! Denn wieder einmal werden Kausalitäten durcheinandergeworfen und Äpfel mit Birnen verglichen! Wieso? Oben habe ich es bereits angedeutet!

Tatsächlich! Wenn man sich die Mühe macht, die Orginal-Studie zu lesen, sieht man, dass ein großer Teil der Daten der Pure Studie, in der immerhin 135 Länder vertreten waren, aus Schwellen- und Entwicklungsländern stammt, wo kohlenhydratreiche Lebensmittel  eine geringere Mikronährstoffdichte aufweisen, als bei uns, die eben nicht den Nährstoffbedarf decken, wodurch diese Menschen schlicht mangelernährt sind!

Zum anderen sind die Lebensbedingungen und die medizinische Versorgung  in Entwicklungsländern wesentlich schlechter als in den westlichen Industrienationen, was natürlich auch eine wesentlich geringere Lebenserwartung mit sich bringt, was in der Studie nicht berüchsichtigt wurde, da nur das absolute Lebensalter vergleichen wurde, nicht die Abweichung vom durchschnittlichen Lebensalter im jeweiligen Land!

Was bedeutet das für unsere optimale Ernährung?

 

Obst, Platte, Herz, Frisch, Gesund, SüßMit unserem gesunden Menschenverstand haben wir ,,die optimale Ernährung eigentlich schon immer vermutet, auch wenn die Zuckerlobby lange Zeit den Fettkonsum für alle Malaisen verantwortlich machen wollte, obwohl  das so nicht ganz richtig war!

Kohlenhydrate

Wie wir nun wissen, ist nicht nur ein hoher Fettkonsum, sondern vor allem auch ein besonders hoher Kohlenhydratanteil mit hohem Zucker- und Weißmehlanteil in der Ernährung ungünstig!

Obwohl ich  bereits oben geschrieben habe, was sich die DGE  grobempfiehlt, möchte ich im Folgenden noch ein paar nicht ganz offensichtliche Fakten herausstellen, ohne Euch mit zuviel Basiswissen zu langweilen …

Fette

Hochqualitatives Fett wie Raps – und Walnussöl sollte zwar auch nicht im Übermaß verzehrt werden, allerdings kann es ohne Reue normal verwandt werden, wenn man ein Auge auf die Energiebilanz hat. Besonders gut ist sind auch Omega 3 Fettsäuren (Fisch, Rapsöl,…)

Butter

In diesem Zusammenhang habe ich eine gute Studie in der Fachzeitschrift Plos one darüber gefunden, dass sich die Verwendung von Butter kaum negativ auf die Lebenserwartung auswirkt, also in Maßen ohne Reue durchaus konsumiert werden kann.backen, bäckerei, brot

Obst und Gemüse

Den größten Anteil in unserer westlichen Welt sollte (wen wunderts?) Obst und Gemüse ausmachen. Dabei wird ein hoher Rohkostanteil von vielen Menschen nicht optimal vertragen und auch bei manchen Lebensmittel wie z.B. Tomaten oder Karotten ist für den Aufschluß der Nährstoffe gedünstetes Gemüse günstiger.

Auch die Aussage, Obst nicht schälen zu müssen, ist relativ zu sehen! Zum einen sind oft kleine Fäulnisstellen in der Schale, zudem auch z.B. bei Äpfeln viel Fruchtwachse, die sich bei größerer Verzehrsmenge in der Leber absetzen können. Auch sind in der Schale wie auch in der Rohkost zwar viele unverdauliche Ballaststoffe, andererseits können diese den Magen-Darmtrakt aber auch über längere Zeit belasten und müde machen. Zudem können sie Fehlgärungen hervorrufen, die zu unangenehmen Flatulenzen führen können!

Ein weiteres Problem kann eine Fructoseintoleranz sei, über die ich übrigens hier berichtet habe.

Obst sollte natürlich auch nicht zu süß sein, da wir sonst zuviel Zucker über Obst aufnehmen! Sehr süß sind z.B. Weintrauben, Mandarinen oder auch Bananen …

Qualität

Hohe Qualität von allem, was wir zu uns nehmen, ist wichtig! Schimmel und Fäulnis können nicht nur zu schweren Akutkrankheiten führen, sondern auch krebserregend sein

Individualität

Was für uns optimal ist, hängt von den Lebensumständen und unserer Konstitution ab!

Insbesondere der Nährstoff- und Kalorienbedarf muß an den Menschen angepasst sein! Ein Bauarbeiter hat andere Anforderungen als einBüromensch, eine Schwangere und Kinder andere als Greise oder Menschen in besonderen Belastungssituationen, wobei oft vergessen wird, dass sich gerade auch  im Alter die Stoffwechselvorgänge und Bedürfnisse signifikant ändern! Die Kalorienzufuhr sinkt, allerdings ist oft die Versorgung an Vitaminen und Mineralien nicht optimal! Dazu muss man wissen, dass der Stoffwechsel langsamer abläuft un sich Krankheiten wie Übergewicht und Diabetes oft anfangs unbemerkt einschleichen! Zudem ,,vergessen“ ältere Menschen tatsächlich gerade bei Hitze manchmal das Trinken, was dann zur gefährlichen Blutverdickung führen kann.

Flüssigkeit

Allerdings gibt es auch bezüglich der Flüssigkeitsaufnahme einige Mißverständnisse! Denn zuviel Trinken erniedrigt die  Salzkonzentration im Blut. Ist ein bestimmter Wert unterschritten, drohen Muskelschwäche, Desorientierung oder epilepitsche Anfälle. Im schlimmsten Fall kann es zu Herzversagen oder einem Hirnödem kommen.

Zitronenwasser Limonade Glas Zitrone Trink

Der Richtwert der DGE sind etwa 1,5 Liter. Natürlich kann dieser Wert schwanken. In der Regel ist das eigene Durstgefühl ein guter Ratgeber, wenn es um die Trinkmenge geht. Mehr als 3 Liter sollten aber  unter normalen Umständen nicht konsumiert werden! Eine Ausnahme bilet extreme körperliche Belastung, bei der der Körper über längere Zeit (Stunden) sehr stark schwitz wie bei Extremsportlern gelegentlich anzutreffen. Dann ist eine Versorgung mit sogenannten isotonischen Getränken sinnvoll, die eine ähnliche Zusammensetzung der Elektrolyte wie das menschliche Blut aufweisen und so nicht zur Wasservergiftung führen.

Ansonsten ist Wasser das gesündeste Getränk!

Aminosäuren (Eiweiß)

Ein wichtiger Anteil an einer langen Jugendlichkeit der Zellen hat auch eine hochwertige Versorgung mit Eiweiß (Aminosäuren), denn aus ihnen bestehen nicht nur unsere Muskeln, sondern auch unser gesamtes Erbgut und viele anderen Strukturen!

Mageres Fleisch und Fisch spielen hier neben Eiern und Milchprodukten eine große Rolle, wobei auch Linsen und andere Hülsenfüchte Eiweiß enthalten. Die Eier enthalten zwar Cholesterin, allerdings wird davon nur etwa die Hälfte auch in den Köper aufgenommen und andererseits ist es geradezu ein Super-Food mit unheimlich vielen Nährstoffen, da es alles das enthält, aus dem auch ein kleines Kücken wachsen könnte! Gerade  für Vegetarier kann auch Soja den Speiseplan sinnvoll erweitern! Allerdings muß man auch hier besonders auf Wertigkeit achten! Ob gentechnisch hergestellte Produkte wirklich schädlich sind, weiß ich bis heute nicht. Allerdings macht man nichts falsch, wenn man darauf verzichtet! Wer hier wirklich gute Studien kennt, kann mir gerne Links schicken!

So, und damit komme ich auch zum Ende dieses ,,Updates“ über die optimale Ernährung!  Ich hoffe, dass das ein oder andere Neue , Interessante für Euch dabei war! Gerne könnt Ihr mir über Eure Erfahrungen berichten!

So bleibt mir, Euch ein wunderschönes Wochenende und Guten Appetit bei vielen gesunden Köstlichkeiten zu wünschen, wie sie zum Beispiel mein lieber Freund Arno von Rosen (,,Rosen kocht“) und viele anderen tollen Food-Blogger vorstellen,

Alles Liebe,

Eure Nessy

 

 

 

Medizin: Zecken – Jahr 2018 – News und Fakten zum eigenen Schutz!

Hallo Ihr Lieben!

,,Mist!“ dachte ich gestern, als ich die Bescherung sah, als Svea zu mir kam. Seit drei Tagen fühlte sie sich so richtig schlapp, hatte Kopfschmerzen und schaffte es nicht einmal mehr, mit dem Hund mehr als zehn Minuten Gassi zu gehen!

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Als ich sie untersuchte, war mir die Diagnose sofort klar. So klassisch und einfach ist es wirklich selten. Der Zeckenkopf steckte an einer nicht ganz jugendfreien Stelle sogar noch. Aber es hatte sich bereits eine ordentliche Schwellung und Rötung gebildet, die sich  in typischer Weise ausbreitete, der ,,Borreliose – Halo“… Die Diagnose war klar! Sie hatte sich eine Infektion  der häufigsten durch Zecken übertragbare Erkrankung in Deutschland eingefangen! Zwar konnte sie sie nicht einmal mehr an einen Zeckenbiß erinnern, aber auch das ist nicht ungewöhnlich. Eine ungestörte Zecke kann wochenlang saugen und sich dann irgendwann von selbst vom Acker machen oder durch Kleidung oder unbewußt im Schlaf abgestreift werden, was bei Svea wahrscheinlicher war!

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Sveas Befund mit der sogenannten Wanderröte, fachsprachlich als Erythema migrans  bezeichnet!

Übrigens können Zecken  nicht nur  Überträger der sogenannten Lyme Borreliose sein, sondern auch die Frühsommermeningoenzephalitis und bei Menschen seltener die Babesiose, Ehlichiose und Anaplasmose übertragen.

Dabei möchte ich kurz auf die gefährliche

FSME (Frühsommermeningo-enzephalitits)

eingehen! Denn neu ist in der Tat, dass sie sich nicht mehr nur auf Risikogebiete des Südens Deutschlands beschränkt, sondern dieses Jahr in fast allen Bundesländern Fälle entdeckt wurden! Insofern ist ein Schutz umso wichtiger! Für Hochrisikopersonen, die sich viel im Wald und auch Wiesen aufhalten, kann eine FSME Schutzimpfung auch in manchen nördlicheren Gebieten sinnvoll sein!

Verlauf: Nur bei 10-30% der Infizierten bilden sich Symptome aus!

Stadium 1: 2-20 Tage nach Infektion
anfängliche Symptome: Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, evtl. ist damit alles überstanden.

Stadium 2Bei 70% kommt es nach einer Woche zu einem zweiten Fiebergipfel mit Kopfschmerzen und Erbrechen, bei neurologischer Mitbeteiligung des zentralen Nervensystems Hirnhautentzündungszeichen mit sehr starke Kopfschmerzen, steifer Nacken, Bewusstseins-, Sprach- und Schluckstörungen, psychischen Veränderungen , Lähmungen am Körper,…

Diese schweren Formen heilen selten und meist nur unvollständig aus. Kinder und Jugendliche haben insgesamt eine bessere Prognose als Erwachsene.

Behandlung: Eine ursächliche Behandlung gibt es nicht! Es muß also symptomatisch behandelt werden!

Lyme Borreliose:

Je nah Gebiet sind bis 35 Prozent aller Zecken von Borrelienbakterien befallen, dabei kommt es nach einem Zeckenbiss bei 1,5 bis 6 Prozent der Betroffenen zu einer Infektion durch die Borrelien!

Verlauf: Stadium 1: Nach Tagen bis Wochen

Wanderröte

  • Schwäche
  • Kopfschmerzen
  • Gelenkschmerzen
  • Muskelschmerzen
  • Fieber
  • Lymphknotenschwellungen
  • Bindehautentzündung

Stadium 2: wenige Monate nach dem Zeckenbiss

  •  grippeähnliche Symptome und/oder
  •  Neuroborreliose.
  • Hirnhaut- und Nervenwurzelentzündung mit
  • Schmerzen,
  • Lähmungen und
  • neurologische Ausfälle
  • Entzündung einzelner Körpernerven, sog. periphere Neuropathie, Bsp.  Gesichtsnerv lähmen (sog. Fazialisparese) mit einseitig herabhängenden Mundwinkel
  • Befall des Herzens (Herzmuskel- / Herzbeutelentzündung)
  • Befall der Augen können sich entzünden, etwa die mittlere Augenhaut (sog. Uveitis).
  •  Hauterscheinung (Lymphadenosis cutis benigna). Anschwellen der Haut, sie bildet mehrere zentimetergroße, rot-bläuliche Flecken (v.a. an Ohrläppchen, den Brustwarzen und am Hodensack)

Stadium 3: Monate bis Jahre nach dem Zeckenbiss

  • Lyme-Arthritis schubweise oder chronisch verlaufende Gelenkentzündung – dabei können ein einzelnes Gelenk (Monoarthritis) oder gleichzeitig mehrere Gelenke betroffen sein (Oligoarthritis). (v.a. Kniegelenke)
  • Schmerzen der Sehnen und Muskeln
  • manchmal wird Haut an den Händen und Füßen sehr dünn und bläulich (sog. Acrodermatitis atrophicans Herxheimer)
  • manchmal zusätzliche Beteiligung des Nervensystems
  • Selten Lähmung Teile des Körpers (Paresen)

Behandlung:

Antibiotisch, Stadium 1 oral mit

  • Doxycyclin,
  • Amoxicillin oder
  • Cefuroxim.In fortgeschrittenen Stadien: Intravenöse  Antibiose über 3-4 Wochen mit Cephalosporinen (z.B. die Wirkstoffe Ceftriaxon, Cefotaxim)

Krankheiten, die durch Zecken übertragen werden, können also sehr ernst verlaufen!

Zecke, Blutsauger, Vollgesaugt

Grund genug, sich näher mit den winzigen Krabbeltierchen zu beschäftigen, die seltsamerweise bei uns wesentlich weniger Ekel auslösen, als die für uns in unseren Breiten meist ungefählicheren Spinnen. Aber schließlich ist es lebenswichtig, diese ,,Viecher“ zu entfernen und mit einer Panikattacke würde man sich da doch etwas im Weg stehen …!

Deshalb habe ich in Folgenden die wichtigsten Fakten aufgeschrieben, die es Euch ermöglich, Euch richtig zu schützen und im ,,Fall der Fälle“ eines Zeckenstiches richtig zu handeln!

1. Wann und wie muss ich mich vor einem Zeckenstich schützen?

Da die Zecken umso aktiver sind, je wärmer und je feuchter es ist, ist

  • ein Schutz bei jedem Gang in die Natur wichtig! Auch in Stadtparks lauern die kleinen Biester! 

Am besten zieht man

  • festes Schuhwerk und Strümpfe an, in hohem Gras auch lange Hosen,

wobei sich hierüber die Fachleute streiten. Denn geschützt von der Dunkelheit können die Krabbler nach oben klettern, um sich das schönste Plätzchen zu suchen. Für Zecken sind das Stellen mit dünner, etwas feuchter Haut, wie Leistenbeugen, Kniekehlen, Achselbeugen oder hinter den Ohren. Übrigens sind Zecken diesbezüglich wählerisch und krabbeln oft stundenlang herum, bevor sie ,,den schönsten Ort“ finden.

EntsprechendeSchutzlotionen und – sprays

bieten außerdem einen guten Schutz. Dieser wurde von der Stiftung Warentest für 14 verschiedene Produkte untersucht. Am besten schnitten Stoffe mit dem Wirkstoff Ircardin ab (Autan, Anti Brumm, Zeckito classic und andere) ab, am schlechtesten die,  deren Wirkung auf Eukalyptusöl beruhten. Da die wirksamen Mittel auch Nebenwirkungen bis hin zu Nervenschäden haben, sollten sie nur gezielt eingesetzt werden.

Autan familiy Care  mit Aloe vera enthält Ircardin in nicht ganz so hoher Dosierung und muss deshalb auch schon nach 3-4 Stunden erneuert werden, während das normale Autan 6-8 Stunden wirksam ist. Allerdings ist es für empfindliche Haut besser geeignet, da es zusätzlich pflegt und Feuchtigkeit spendet!

für mehr info hier klicken (Produktlink/Werbung)

Am wichtigsten sind der Schutz der Arme und Beine, wenn man sich ins Gras setzt. Aber auch die andere Stellen wie Leisten und Brustfalten nicht aussparen. Allerdings darf man diese Mittel auch nicht mit Schleimhäuten in Berührung bringen!

Hilft der Verzehr von Knoblauch gegen Zecken und anderen Insekten? Nein, Untersuchungen haben kaum Wirkung gezeigt!

2. Zeckenentfernung! Wie gehe ich vor?

  • Ein Zeckenstich sollte möglichst frühzeitig erkannt werden!

Denn je früher man eine Zecke entfernt, umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit einer Keimübertragung. Allerdings ist eine frühe Entfernung der Zecke keine Garantie, dass es nicht zu einer Infektion kommt!

Deshalb ist es wichtig,

  • sich nach jedem Aufenthalt in der Natur nach ihnen abzusuchen,

um die Zecken zeitnah entfernen zu können!

  • Ein geeignetes Mittel zur Entfernung sollte in jedem Haushalt parat liegen.

Dies können  spezielle Pinzetten, Zeckenkarten (ähnlich einer Kreditkarte mit einer entsprechenden Einkerbung), Zeckenhaken oder ähnliche Gerätschaften sein. Für weitere Infos einfach draufklicken (Produktlinks/Werbung).


Wichtig dabei ist,

  • die Zecke möglichst nah an der Haut zu greifen.

Da die Zecke kein Gewinde hat, steht überall geschrieben, dass man sie auch nicht drehen muß. Beim Greifen der Zecke sollte man sie nicht unnötig lange quetschen oder reizen, da sie sonst vermehrt infizierten Speichel abgeben kann!

Die Zecke sollte in einer verschlossenen Plastiktüte in der Gefriertruhe aufgehoben werden, damit man bei einer späteren Infektion eventuell feststellen kann, ob die Zecke infiziert war.

Allerdings führt die Untersuchung der Zecke vielleicht zu einer Erhöhung  der Indizien, allerdings kann es auch gut sein, dass, wenn diese Zecke keine Keime enthält, eine andere unbemerkte Zecke diese enthalten und übertragen hat und andererseits muss eine infizierte Zecke nicht zwangsläufig auch eine Krankheit übertragen !

3. Was mache ich, wenn der ,,Kopf“ noch steckt?

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Shootings in der Natur bergen immer das Risiko unerwünschter Gäste in den Klamotten

Bereits in der Überschrift ist ein kleiner Irrtum eingebaut! Denn die Zecke hat gar keinen richtigen Kopf, sondern das, was wir meinen, sitzt am sogenannten Capitulum  und es handelt sich um die Mundwerkzeuge. Außen sitzen zwei Sinnesorgane, die viergliedrige Taster (Palpen) Zentral sitzt der Stechrüssel, Hypostom genannt und auf dessen Oberseite sitzen die beiden Cheliceren, die die Haut des Opfers aufritzen, bevor der Saugrüssel mit seienn Widerhaken eingestochen wird!

Es kommt trotz größter Sorgfalt vor, dass das Hypostom bei einem Entfernungsversuch  stecken bleibt. Eigentlich muss man dann gar nichts getan werden. Denn die Zecke ist tot und bevor man lange herumfummelt und die Haut dabei noch mehr verletzt, benetzt man das Ganze mit etwas Desinfektionsspray und wartet darauf, dass sich die Zeckenreste von selbst verabschieden, was nach ein paar Tagen der Fall sein dürfte.

4. Muss ich zum Arzt?

Jein. Wer die Zecke entfernt hat und keinerlei Entzündungsreaktion zeigt, muß

  • nicht unbedingt zum Arzt. Wenn sich aber eine
  • deutliche Rötung an der Einstichstelle zeigt (bevor man daran herummanipuliert hat), oder
  • Symptome wie deutliche Absgeschlagenheit, Fieber, Konjunktivitis oder ähnliches auftreten, sollte zur Sicherheit den Arzt aufsuchen.

Dieser wird ggf. einen Bluttest durchführen und eine Antibiose anraten, im Annschluss oder auch schon währenddessen empfielt sich eine Symbioselenkung mir einer erneuten Keimansiedlung, damit die Abwehr im Darm gestärkt bleibt!

Falls Unsicherheiten auftreten, kann ggf. auch die Zecke untersucht werden. Allerdings habe ich das erst einmal erlebt, denn, egal, wie das Ergebnis ausfällt, Sicherheit hat man dadurch nicht

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Auch m Wald und auf hohen Wiesen fühlen sich Zecken natürlich besonders wohl! eine Beschriftung ein

5. Kann man gegen Zecken impfen?

Nein, das klappt nicht! Man kann aber gegen die sogenannte Frühsommermenigoenzephalitis , eine virale Erkrankung, impfen, die ja vom Verlauf sehr schwer sein kann! Dies sollte man, wenn man gefährdet ist, unbedingt tun. Es gibt nur wenige Gebiete in Deutschland, in denen der Erreger nioch nicht in Zecken gefunden wurde. Am besten fragt ihr Euren Arzt, ob eine Impfung für eEuch sinnvoll ist, oder ob Euer Gebiet (noch) verschont ist, worauf ich mich allerdings nicht unbedingt verlassen würde. Ich glaube nicht, dass sich Zecken an Grenzverläufe halten!

So, das waren die wichtigsten Facts rund um die kleine Krabbelviecher! Diesmal wünsche ich mir, dass Ihr die Tipps wirklich nie braucht!

Wenn Ihr trotzdem noch Fragen habet, fühlt Euch freu mir zu schreibenj

Und jetzt wünsche ich Euch einen wirklich wunderschönen ersten Mai und bei einer zunftigen Maiwanderung keine kleinen Krabbelviecher…

Alles Liebe, Eure Dr. Nessy

Insulinresistenz – aktuelle Erkenntnisse, Übersicht/ Ein Gesellschafts – Problem, dass auch uns betrifft?

Hallo Ihr Lieben!

Wieder einmal ist mir ein Thema ,,über den Weg“ gelaufen, dass eigentlich für (fast) jeden von uns interessant sein dürfte! Schaut man sich nämlich das Risikoprofil für diese Erkrankung an, betrifft es jeden, der sich noch ,,normal“ ernährt  – und noch etwas mehr die, die ein kleineres oder größeres Wohlstandsbäuchlein ihr eigen nennen … also quasi mich und Dich!

Wegen gehäufter Fragen und Mißverständnisse möchte ich vor dem eigentlichen Artikel  aber noch kurz etwas in eigener Sache loswerden ...

Warum sind meine medizinischen Artikel anders als manche anderen ,,Krankheitsartikel“, die im Internet veröffentlicht werden?

Weil ich

  • regelmäßig zu neuen, für Euch wichtigen  Erkentnissen medizinisch fundierte Übersichtsartikel veröffentliche und Euch so nach Möglichkeit,,auf dem Stand der Wissenschaft“ bleibe
  •  meine mittlerweile ,,kleine Medi-Bibliothek“ regelmäßig überarbeite und
  •  Neuerungen integriere! 
  • über Fachwissen verfüge  (Fachärztin für Innere Medizin und für Gynäkologie und Geburtshilfe + Zusatzausbildungen, z.B. Notfallmedizin)
  • über 20 Jahre praktische Erfahrung habe (sowohl in Kliniken, wie auch in Praxen  als auch Notarzttätigkeit auf den nächtlichen Straßen habe ich auf diesen Gebieten gearbeitet) 
  • meine Artikel allgemein informieren und immer zusätzlich einen Arztbesuch empfehlen, weil nun einmal jeder Patient individuell ist und eine Therapie in erster Linie immer direkt auf ihn zugeschnitten sein muß! Artikel, in denen reine Eigenbehandlungen für ernsthafte Erkrankungen empfohlen werden, ohne einen Fachmann hinzuzuziehen, sind unseriös und gefährden den Leser, da dieser in vielen Fällen nicht über das Hintergrundwissen verfügt, eine genaue Diagnose zu stellen!
  • bewußt darauf hinweise, dass ich keine Garantien für den Inhalt oder die uneingeschränkte Wirksamkeit der Therapien übernehmen kann! Denn auch andere können Fehler machen und da ich natürlich nicht alle Studien selbst durchgeführt habe, können sich auch solche Fehler einschleichen, auf die ich keinen Einfluß haben kann! Allerdings orientiere ich mich entweder an Orginalstudien bez. Metaanalysen  oder an gut recherchierter Sekundärliteratur renommierter Wissenschaftler! Da ich selbst auch wissenschaftlich gearbeitet habe, kenne ich die Fallstricke von diesen Studien!
  • Was mich in diesem Zusammenhang z.B. sehr geärgert hat, war die Tatsache, dass Frauen jahrzehntelang eine falsche bzw. keine adäquate Therapie ihrer Wechseljahresbeschwerden  angeboten wurde, obwohl man heute weiß (und schon lange geahnt hat), dass eine gute Therapie sogar präventiv für manche Erkrankungen wirkt! Wen dieses Thema interessiert, findet auf diesem Block umfangreiches Themenmaterial …
  • mich deshalb von anderen Artikeln, die leider zum Teil immer noch ohne Kenntnis der Zusammenhänge geschrieben wurden und oft gravierende Fehler beinhalten, abheben möchte, weil ich Euch Information bereitstelle, die ursprungsnah und z.T. nach tagelangen Literaturrecherchen entstanden ist! Als Ärztin muss ich mich oft wundern, mit welchen Fehlinformationen meine Patienten andererorts immer noch für dumm verkauft werden!
  • wirklich informieren möchte und im (seltenen) Falle einer Produkteinbindung genau informiere, in welchem Zusammenhang ich dazu stehe! 

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Zugegeben: Ein Besuch in der Cheese-Factory ist so ziemlich  das Leckerste, was es gibt … Aber auch das ungesündeste!

Kommen wir nun zum eigentlichen Artikel …

Die Erkrankung, um die es heute geht, ist erst vor kurzem für die breite Öffentlichkeit  interessant geworden! Digentlich altbekannte Erkrankung scheint unsere Gesundheit auf tatsächlich gleich mehreren Ebenen  zu beeinflussen! Die Rede ist von der sogenannten

Insulinresistenz

Längst wissen wir, dass dieses Nicht-Ansprechen der Zellen auf das Hormon Insulin nicht nur als Vorstufe des Diabetes Mellitus  bedeutsam ist, sonder auch bei vielen anderen  komplexen Abläufen unseres Körpers eine Rolle spielt! Heute möchte ich Euch das Thema relativ einfach erklären und Euch vor allem auch über die wichtigsten neuen Erkenntnisse  informieren!

1. Was bedeutet eine Insulinresistenz für den Körper?

Bekannt ist, dass das Hormon Insulin dafür sorgt, dass der aufgenommene Zucker (Glucose)  in die Zellen  (vor allem der Leber- und der Muskelzellen) gelangen kann.

Dort wird er als  Glykogen gespeichert  oder in Energie umgewandelt ( Glykolyse). Bei dieser Energiegewinnung fallen Acetyl-CoA-Moleküle an, die, wenn sie nicht anderweitig verbraucht werden, als Fettreserven angelegt werden.

Sprechen die Zellen nicht genügend auf Insulin an,  beeinflusst dies auch das Abnehmverhalten des Körpers und  kann übrigens  auch den weiblichen Hormonstoffwechsel durcheinanderbringen, wie bei dem sogenannte polycystische  Ovarsyptom (PCO) und so kann eine Insulinresistenz auch für Fertilitätsprobleme verantwortlich sein!

2. Labor

-chemisch ist sie durch den sogenannten

2.1. HOMA -Wert (Homeostasis Model Assessment)

meßbar. Dieser wird nach 12 stündiger Nahrungskarenz morgens nüchtern abgenommen. Ein Wert um 1 ist normal, ein Wert, der größer als 2,5 ist, spricht relativ sicher für eine bestehende Insulinresistenz, während sich bei Typ2 Diabetikern Werte um 5 finden.

Ein zweiter Laborwert, der bei Verdacht gemessen werden kann, ist der

2.2. SHBG- (Sexualhormon-bindendes Globulin) Wert

SHBG ist quasi ein Transportmittel für Hormone im Blut, wobei die Konzentration von verschiedenen stimulierenden und hemmenden Faktoren gesteuert wird. Insulin  scheint senkend zu wirken, ebenso wie hohe Konzentrationen vom ,,männlichen“ Hormon Testosteron, während hohe Östrogen- und Thyroxinkonzentrationen erhöhend wirken. Interessanterweise wird die Produktion von SHBG von einer hohen Fettproduktion gehemmt, was eine Verringerung der Konzentration im Blut zur Folge hat. Deshalb ist dieser Wert bei einer Insulinresistenz, Diabetes Mellitus aber auch beim PCO-Syndrom und bei einer Schilddrüsenunterfunktion erniedrigt.

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3. Ursachen: Wie kommt es zu einer erhöhen Insulin-Resistenz?

Wahrscheinlich ist eine

 3.1. vererbbare Komponente,

gibt es enge Verwandte mit Diabetes mellitus Typ 2, so besteht ein ca. zehnfach höheres Risiko, an Diabetes mellitus Typ 2 zu erkranken. Dagegen kann man, zugegeben, nicht allzuviel tun  … Aber schon bei der Ursache

3.2. Übergewicht

overweight-3018731_960_720sieht das anders aus!

Warum kann also Übergewicht die Insulinresistenz begünstigen?

Kommt es zu Übergewicht, verändert die Fettzelle ihre Größe und Funktion und setzt verschiedene Stoffe frei, wodurch die Insulinwirkung absgeschwächt werden kann.

Auch

3.3. mangelnde körperliche Bewegung 

kann die Insulinresistenz verstärken, denn zum einen führt sie  zu einer Gewichtszumnahme und zudem hat man herausgefunden, dass auch die verminderte Muskelarbeit zu einer Abschwächung der Insulinwirkung führt.

3.4. Vermehrte Aufnahme von schnell verwertbaren, einfachen Kohlenhydraten

Indem wir den Körper mit  Zucker, aber auch Weißmehlprodukten (Nudeln, Croissants, Kuchen,…)  überladen, sorgen wir dafür, dass er ständig Insulin ausschütten muss! Denn steigt der Zuckerspiegel im Blut hoch an, gibt Insulin der Zelle den Auftrag, möglichst schnell und viel davon in die Zelle aufzunehmen. Also arbeiten die Zellen mit Hochdruck an diesem Problem und putzen die Glucose weg in die Zelle. Nun ist aber der Zucker-Spiegel im Blut wieder zu nieder und dem Gehirn wird der Auftrag gegeben, erneut nach ,,schnellem Zucker“ Ausschau zu halten… Süßigkeiten wirken am besten… Und dann geht der Zirkus von vorne los!

,,Stopp!“ sagen  sich nun die Zellen, ,,Was sollen wir mit dem dauernden Nachschub an Zucker anfangen? Also werden wir einfach ´mal die Türen eine Weile zulassen, wenn das blöde Insulin wieder schreit, dass ich den Zucker reinlassen soll! Ich sitze das ganze einfach nach Kanzlermanier aus! Mein Mensch wird schon sehen, was er davon hat!

Schön, werdet Ihr sagen, dass ist doch genau richtig…

4. Schäden und negative Auswirkungen der Insulinresistenz

Leider nicht! Denn was gut klingt, kann langfristig die Bauchspeicheldrüse schädigen, die dauernd Insulin nach-produzieren muß, bis sie irgendwann ganz schlapp macht und selbst unter großen Anstrengungen nicht mehr genügend Insulin nachbilden kann!

Schließlich beginnt der Blutzuckerspiegel mitunter drastisch anzusteigen. Zwischen der Ausbildung einer Insulinresistenz und einem manifestem Typ 2 Diabetes können allerdings Jahre oder sogar Jahrzehnte liegen…

In dieser Zeit können aber schon

  • dem Körper wichtige Energiereserven fehlen, da die Muskulatur aus Glucose nur noch wenig Glykogen herstellen und einlagern kann.
  • Entzündungsprozesse im Organismus ablaufen, die zu vielerlei Schäden führen können, so können
  • Organe, wie die Bauchspeicheldrüse und die Leber, aber auch das Herz geschädigt werden und
  • andere Krankheiten wie der Bluthochdruck begünstigt werden! Im Detail hauptsächlich zu
  • Schäden an den Gefäßen… Zuerst nur an den ganz kleinen (Mikroangiopathie), dann auch an den größeren (Makroangiopathie). Dabei ,,verkalken“ diese Gefäße (Atherosklerose) meist und das Blut kann nicht mehr ungehindert fließen! Als Folge der Minderdurchblutung werden nachfolgende Gewebeabschnitte nicht mehr richtig mit Nährstoffen versorgt! In der Folge kommt es zu
  • Wundheilungsstörungen  bis zu
  • Nekrosen (Gewebsuntergang) sowie
  • Gefühlsstörungen, die wiederum, gerade bei älteren Menschen,  eine
  • Gangunsicherheit mit sich bringen können!Übergewicht natürlich denn allseits bekannten Altersdiabetes fördern kann, sondern auch multiple Entzündungsprozesse im Körper, die wiederum den Alterungsprozeß ankurbeln…  Auch die Flora des Verdauungssystems ist von einem ständig schwankenden Zuckerspiegel betroffen, aber dazu später… Übrigens sieht man auch Zusammenhänge mit dem sog. PCO bei Frauen, das neben Akne und Blutungsstörungen auch zu Unfruchtbarkeit führen kann.

     

 

5. Bedeutung des ,,Glykämischen Index“ (GI)

 

Man weiß mittlerweile, dass nicht die Kalorien ,,die Bösen “ sind, sondern der hohe sogenannte glykämische Index!

Dieser gibt an, mit welcher Geschwindigkeit ein Lebensmittel  zu einer Insulinausschüttung führt! Je schneller und je mehr ein Lebensmittel Insulin ausschüttet, umso mehr Zucker wird in die Zellen aufgenommen und umso schneller sinkt der Blutzuckerspiegel wieder pro Zeiteinheit ab, was erneute ,,Zuckerlust“ auslöst.

Also müssen wir nach hochwertigen Nahrungsmittel mit niedrigem glykämischen Index suchen, damit wir gesund bleiben!

Und in der Tat ging vor etwa zwei Jahren ein Aufschrei die Gesellschaft! Die ,,bösen“ , einfachen Kohlenhydrate waren endlich entlarvt und die lange Zeit gültige Ernährungspyramide musste umgeschrieben werden! Nun waren nicht mehr, wie lange Zeit dogmatisch propagiert, einfache Kohlenhydrate wie Brot, Kartoffeln, Reis und Nudeln, an der Basis der Ernährungspyramide! Nein, nun wurde der größte Anteil der Ernährung, neben Flüssigkeit, durch Gemüse und nicht allzu süßes Obst, mit anderen Worten, mit vitamin- und ballaststoffreichen Lebensmittel mit einem geringerem glykämischen Idex (GI), ersetzt!

Daneben wurde auch die Bedeutung von magerem Eiweiß (Aminosäuren) betont, denn zum Aufbau und Erhalt der glatten (Haut- und Eingeweide) und  gestreiften Muskulatur (Skelettmuskeln / Muskeln des Bewegungsablaufes)  und auch für viele Funktionsabläufe im Organismus sind sie unerlässlich!

6. Wege zur Vermeidung/Behandlung einer Insulinresistenz!

Vielleicht fassen wir uns nun an die eigene Nase, weil wir bei dem Studium dieses Artikels gemerkt haben, dass wir selbst Gefahr laufen, eine Insulinresistenz zu entwickeln…

Deshalb habe ich Euch im folgenden Abschnitt Möglichkeiten zusammengestellt, um die Zellen wieder mehr auf Insulin ansprechen zu lassen, das heißt, für die Aufnahme des Zuckers zu sensibilisieren!

6.1. Zehn Tage relativ strenge kohlenhydratarme Diät

Es hat sich gezeigt, dass, ist die Insulinresistenz noch nicht zu weit fortgeschritten, eine anfänglich recht strikte, etwa 10 Tage dauernde Diät mit Verzicht auf Zucker und einfache Kohlenhydrate dazu führt, dass die Zelle wieder sensitiver auf Insulin reagieren und sich die Werte tatsächlich verbessern können! 

Danach empfiehlt sich ein vorsichtiger Kost-Aufbau mit einer der Hinzunahme von einigen ,,sinnvollen“ Kohlenhydraten!

In diesen Phasen habe ich meist zusammen mit den Patienten einen individuellen Ernährungsplan erstellt. Vielleicht habt Ihr einen guten Doc oder Ernährungsscoach an der Hand, der Euch dabei unterstützen kann! Wichtig ist, sich darüber klar zu werden, dass 10 Tage lang wirklich alle Weismehlprodukte wie Brot, Brezeln, Kuchen, Nudeln, aber auch Diätprodukte (erhalten oft sehr viel Zucker, da dieser als Geschmacksträger Fett ersetzt) und süßes Obst (Bananen), wie auch Pizza und andere Fertiggerichte, sowie Ketchup, süße Softgetränke und Alkohol vom Speiseplan fernbleiben müssen!

Stattdessen gibt es nicht zu süßes Obst und Gemüse (Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe…) , gutes Fleisch (Eiweiß, B-Vitamine) und Fisch oder auch Eier (Eiweiß, -Vitamine, Lecithin) , Yoghurt (ohne Zucker), gut gekochtes Sauerkraut (Milchsäurekulturen, die gut für den Aufbau der Darmflora sind), Mandeln und Nüsse und Gewürze wie Cumin, Zimt (eine blutzuckersenkende Wirkung ist beschrieben), Ingwer …

Kontrovers wird die Verwendung von Soja, Milch und Süßstoffen (Stevia) diskutiert. Letztere werden jedoch insulin-unabhängig verstoffwechselt und sind deshalb zumindest besser als Zucker!

Allerdings empfehle diese Lebensmittel  wenn schon, nur in Maßen zu genießen und bei Soja darauf zu achten, dass es nicht genverändert ist. Auch Fruchtzucker hat viele Nachteile, und kann tatsächlich über eine Erhöhung der Harnsäure und den dadurch bedingten Stickstoffverbrauch eine Insulinresuístenz fördern!

Damit Insulin nämlich an den Insulinrezeptoren der Zellen andocken kann, ist NO (Stickoxid) erforderlich.Die Harnsäure jedoch mindert die Bioverfügbarkeit des Stickoxids und somit auch die Insulinsensitivität der Zelle.

Allerdings ist die Menge, die in natürlichen Lebensmittel wie Obst vorkommt, okay. Lediglich der in der Industrie häufig verwendete Glucose-Fructose-Sirup ist mit Vorsicht zu genießen!

Hierzu ist anzumerken, dass unser Haushaltszucker, Saccharose, übrigens ein Zweifachzucker aus Glukose und Fructose ist!

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Beispiel: Leckeres Mittagessen  während der 10 tägigen Low Carb-Phase mit Gemüse und Eiweiß …

6.2. Einsatz von unterstützenden Nahrungsergänzungsmittel

( nicht nach Leitlinien, sondern aufgrund Literatur und Erfahrungen empfohlen)

  • Chiasamen und
  • Spirulina

sind beides gute Eiweißquellen, die  alle essentiellen Aminosäuren  enthalten. Sie sind deshalb so wichtig, weil bei einer Eiweiß armen Ernährung anstelle von Fett Muskeln abgebaut werden! Spirulina ist vor allem auch deshalb zu empfehlen, weil es etwa 3000 Mikronährstoffe enthält und dies in einer optimalen Zusammensetzung! Diese fehlen uns leider heutzutage oft!

  • Bei Resveratrol,
  • Carnitin und
  • Grüntee-Extrakte gibt es Hinweise, dass sie verbessernd auch die Insulin-Empfindlichkeit wirken!

Zusätzlich wird  Resveratrol einen Nutzen bei der Behandlung von Arteriosklerose, Herzkrankheiten, Alzheimer-Krankheit, Arthritis, manchen Autoimmunkrankheiten und sogar Krebs nachgesagt!

Carnitin binden  Fettsäuren und transportieren sie durch die Mitochondrienmembranen. Hier gibt es kontroverse Meinungen zu den Wirkungen beim Muskelaufbau … Während Bodybuilder auf die Einnahme schwören, halten Wissenschaftler dagegegen, dass der Körper meist keinen Mangel an Carnitin hat und und ein Überangebot keinen Vorteil bringt … aber Ateriosklerose begünstigt, denn im Darm wird aus Carnitin durch die Darmflora zuerst Trimethylamin und in Folge Trimethylaminoxid gebildet, welches Arteriosklerose begünstigt.[4]

Grüntee-Extrakte enthalten als herausragenden Inhaltsstoff  das Antioxidans Epigallocatechingallat (EGCG), dem verschiedene gesundheitsfördernde Wirkungen nachgesagt werden. Die Forscher vermuten, dass es unter anderem die Stärkespaltung hemmt, so dass weniger Glukose entsteht und ins Blut gelangt. Die blutzuckersenkende Wirkung tritt aber nur dann auf, wenn die stärkehaltige Nahrung und der grüne Tee gleichzeitig konsumiert werden. Teetrinken nach dem Essen bleibt hingegen offenbar wirkungslos.

Auf anderen Seiten zu diesem Thema habe ich auch Aloe Vera  als ein Mittel entdeckt, die die Empfindlichkeit gegenüber Insulin verbessern könnte.(24) Orginal-Literatur zu Studien habe ich allerdings nicht gefunden.

Zusätzliche Nährstoffprodukte

Je nach Nahrungsaufnahme kann es nötig sein, zusätzlich Nährstoffe zu ersetzen, auch wenn die Deutsch Gesellschaft für Ernährung (DGE) kein Freund von Supplementen ist! Wenn man aber die Nährstoff-Zufuhr berechnet, erkennt man, dass leider oft eine Unterversorgung vorhanden ist. Besonders muss man in unseren Breiten auf  Selen, Jod (vorher Schilddrüsen-Werte untersuchen lassen), Zink, und bei fleischarmer Ernährung B-Vitamine und Eisen achten und diese gegebenenfalls zuführen!

6.3. Regelmäßiger Sport mit kombinierten Muskelaufbautraining  und Krafttraining

Auch ein Sportprogramm wirkt sich (nicht nur)  auf die Insulinsensitivität positiv aus!  Dabei ist es wichtig, mindestens zweimal die Woche für etwa 25 Minuten zu trainieren. Am besten fragt Ihr vorher Eurem Doc und überlegt Euch mit ihm gemeinsam, welche Sportart  für Euch geeignet ist und wirklich Spaß machen könnte! Für den Muskelaufbau sind natürlich gezielte Trainingseinheiten in einem  Studio am effektivsten! Der Vorteil ist, dass Ihr dort Eure Ziele mit Fachleuten besprechen könnt, die die richtigen Traininigsmodalitäten zusammenstellen können, Ich finde ein abwechslungsreiches, alle Muskelgruppen aufbauendes Training, welches möglichst die Gelenke nicht belastet, am besten!

6.4. Gewichtsabnahme

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Das Gewicht kommt bei mir, für manche vielleicht verwunderlich, am Schluss! Denn für mich ist das Übergewicht eine Folge des Zusammenspiels vieler Faktoren und eine Diät birgt immer die Gefahr, den Körper mit wichtigen Nährstoffen und Eiweißen unter zu versorgen!   Gerne spreche ich von der ,,Unterernährung der Dicken“ denn wenn man sich die Mechanismen des Körpers klar macht, dann merkt man, wie die Entwicklung einer Insulinresistenz,  die Verdauung, der Bluthochdruck, hoher Blutfette (Hypertriglyzeridämie) u d der Entstehung von Übergewicht zusammenhängen.  Übrigens hat man für diesen Symptomenkomplex einen Ausdruck geschaffen, der alles unter einen Hut bringt, das sogenannte ,,Metabolische Syndrom“.

Was Not tut, ist eine Veränderung des gesamten Lebensstils, wie ich ihn oben geschildert habe. Hierzu gehört einen anfängliche ,,Diät“, die auf die sinnvolle Reduktion der Kohlenhydrate abziehlt unter Versorgung des Körpers mit allen wichtigen Nährstoffen (Mineralien, Vitaminen, sekundären Pflanzenstoffen, Ballaststoffen und Aminosäuren …) die er benötigt.

Wichtig ist es in dieser Zeit möglichst keine Muskelmasse zu verlieren und dafür zu sorgen, dass nicht einfach der Stoffwechsel seine Aktivität nach unten fährt, was leicht passieren kann und jede Diätbemühung zunichte macht! Verhindern kann man dies, wie vorbeschrieben, durch ein ausgeklügeltes Diät-Programm, geeignete Nahrungsergänzungsmittel und einem Bewegungsprogramm. Auch die Behandlung einer möglichen Schilddrüsen-Unterfunktion ist in diesem Zusammenhang wichtig!

Toll wäre es, wenn man bereits die Insulinresistenz adäquat behandeln könnte! Neben den oben genannten konservativen Methoden des Lifestylemanagement sind bereits Medikamente auf dem Markt, die eine beginnende diabetische Stoffwechsellage verbessern können!

 

7.1. Sensitzer

Die Rede ist von sogenannte Sensitizer wie Pioglitazon. Sie schwächen die Faktoren aus dem Fettgewebe, die eine Resistenz vermitteln, ab.
Daneben bemüht man sich um die Entwicklung von Medikamenten, die zur Behandlung der Insulinresistenz noch vor dem Ausbruch des Typ 2 Diabetes eingesetzt werden können.

Hierzu wurde ein lange bekanntes, bisher bei Gefäßerkrankungen und Bluthochdruck eingesetztes Medikament in der sogenannten HOPE- Studie an 9500 Patienten (19 Länder) untersucht und man gelangte in der Tat zu einem  sensationellen  Ergebnis, dass in einem der renommiertesten Fachzeitschriften, dem  New England Journal of Medicine veröffentlicht  wurde …

7.2. ACE-Hemmer und Sartane

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Ein ausgeklügeltes Fitness-Programm unterstützt die Low-Carb-Diät durch Schutz der Muskeln!

In dieser Studie ging es um den ACE-Hemmer Ramipril. Es wurde untersucht, ob bei Patienten mit einer Gefäßerkrankung oder mit Diabetes das Risiko für das erneute Auftreten von Herz-Gefäß-Krankheiten durch Ramipril gesenkt werden kann.

Und in der Tat konnte dieses Medikament besonders bei den 3577  Diabetikern, die ja ein 2-4fach erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen haben,  glänzen! Die Gefahr, als Diabetiker an einer Herz-Gefäß-Erkrankung zu versterben, konnte durch die Einnahme von Ramipril tatsächlich um 35% gesenkt werden. Auch Diabetesfolgeschäden an Nieren, Augen und Nerven konnten um fast 20% gesenkt werden. Aber auch das Neuauftreten eines Diabetes mellitus Typ 2 konnte verhindert werden!  Hier werden weitere Untersuchungen mit Spannung erwartet!

Bei einer Studie der Charité Berlin, die 2005 im deutschen Ärzteblatt veröffentlicht wurde, zeigte sich ein positiver Effekt des Sartans Telmisartan auf den Rückgang der Insulinresistenz bei Hypertonikern. Bei hohem Blutdruck und Übergewicht ist also eines dieser Medikamente anzuraten – und keine Betablocker, der das Gewicht eher steigert!

7.3. Gewichtsabnahme und Training

Eine finnische Studie hat zudem gezeigt, dass Insulinresistenz bei Übergewichtigen bereits durch eine Gewichtsabnahme von ca. 3,5 kg und regelmäßiges körperliches Training von ca. 30 Minuten pro Tag zu einer deutlichen Verbesserung der Insulinresistenz führt und zudem den Ausbruch eines Typ 2 Diabetes über einen Beobachtungszeitraum von 4 Jahren  verhindern kann.

 

8. FAZIT

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Das war wieder einmal viel Information und obwohl ich sooo Vieles geschrieben habe, habe ich das Gefühl, dass noch einiges an weiterer Information für Euch notwendig wäre, um das Problem ausreichend zu schildern! So habe ich eine weitere häufige Komplikation bewußt ,,außen vor“ gelassen.

Ich vermute nämlich stark, dass dieses Krankheitsbild durch den gemeinsamen Auslöser beider Erkrankungen oft mit dem sogenannten Leaky-Gut Syndrom  (siehe dazu meinen Artikel) vergesellschaftet ist! Und an dieser Stelle eröffnet sich dann wieder ein neuer ,,Behandlungsschauplatz“…

Die Betrachtung der ,,Komplexität der Zusammenhänge“ macht offensichtlich, dass ein ,,normaler“ Arzt sich eigentlich gar nicht darum kümmern kann, den Körper seiner Patienten optimal  an allen ,,Baustellen“ ,,in Schuss“ zu halten! Denn wenn man weiß, dass er im Schnitt gerade einmal Zehn Minuten Zeit hat, sich um das spezifische Problem nur eines Patienten zu kümmern, bleibt da kaum noch Luft für  das bißchen ,,Mehr“, dass dringend notwendig wäre, um seinen Patienten gar nicht erst krank werden zu lassen!

Eine Entwicklung, die leider der ,,medizinische Fortschritt“ mit sich gebracht hat!   Vor lauter spezialisierten Fachärzten haben wir ,,den Hausarzt“ der eigentlich in der Mitte stehen, koordinieren und ,,kleinere“ Dinge durchaus selbst behandeln kann, oft aus den Augen verloren…    Deshalb auch hier mein Appell an Euch! Sucht Euch einen wirklich guten Hausarzt, der über den Tellerrand sieht und bittet ihn, Eure Gesundheit zu ,,koordinieren“. Wenn ihr einen solchen findet, schätzt euch glücklich und gebt ihn ,,nie wieder her“!

In jedem Fall ist es wichtig, dass Ihr Euch informiert und den Erhalt Eurer Gesundheit als Präventiv-Objekt selbst in die Hand nehmt, solange sich noch keine Malaisen eingeschlichen haben, die dann professioneller Hilfe bedürfen!

Ich hoffe deshalb, dass ich mit dieser Info  einen kleinen Beitrag bei dieser verantwortungsvollen Aufgabe beigetragen habe…

Alles Liebe, gute Gesundheit, Freude und glückliche Tage wünscht Euch von Herzen, Eure Nessy

P.S. :

Kommentare, Fragen, Anmerkungen und auch Kritik sind willkommen!

 

 

9. Literatur Studien/Sekundärliteratur

  1.  B. P. Hubbard, A. P. Gomes, H. Dai, J. Li, A. W. Case, T. Considine, T. V. Riera, J. E. Lee, S. Y. E, D. W. Lamming, B. L. Pentelute, E. R. Schuman, L. A. Stevens, A. J. Y. Ling, S. M. Armour, S. Michan, H. Zhao, Y. Jiang, S. M. Sweitzer, C. A. Blum, J. S. Disch, P. Y. Ng, K. T. Howitz, A. P. Rolo, Y. Hamuro, J. Moss, R. B. Perni, J. L. Ellis, G. P. Vlasuk, D. A. Sinclair: Evidence for a Common Mechanism of SIRT1 Regulation by Allosteric Activators. In: Science. 339, 2013, S. 1216–1219, doi:10.1126/science.1231097.
  2. DAZ 1999, Nr. 37, S. 34, 12.09.1999, ARZNEIMITTEL UND THERAPIE, HOPE-Studie: Ramipril senkt Risiko von Herzinfarkt und Schlaganfall

  3. Anja Lütke, nach S.E. Stern, K. Williams, E. Ferrannini et al.: Identification of Individuals With Insulin Resistance Using Routine Clinical Measurements. In: Diabetes, 2005, 54, S. 333–339
  4. diabetes.uni-duesseldorf.de Informationssystem der UNI Düsseldorf zum Diabetes mellitus vom 7. März 2005
  5.  N. Stefan, H.-U. Häring: Circulating fetuin-A and free fatty acids interact to predict insulin resistance in humans. In: Nature Medicine, 19, 2013, S. 394–395, doi:10.1038/nm.3116
  6. Turner et al.: Insulin deficiency and insulin resistance interaction in diabetes: estimation of their relative contribution by feedback analysis from basal plasma insulin and glucose concentrations. In: Metabolism, 1979, 28, S. 1086–1096.
  7. A. S. Rudenski, D. R. Matthews, J. C. Levy, R. C. Turner: Understanding insulin resistance: Both glucose resistance and insulin resistance are required to model human diabetes. In:Metabolism. 40, Nr. 9, September 1991, S. 908–917. ISSN 0026-0495doi:10.1016/0026-0495(91)90065-5.
  8. HOMA-Index – Laborlexikon.de 
  9. S. Kodama et al.: Influence of fat and carbohydrate proportions on the metabolic profile in patients with type 2 diabetes: a meta-analysis. In: Diabetes Care. 2009 May, 32(5), S. 959–965, PMID 19407076.
  10.  G Boden, K Sargrad, C Homko, M Mozzoli, TP Stein: Effect of a low-carbohydrate diet on appetite, blood glucose levels, and insulin resistance in obese patients with type 2 diabetes. In: Annals of internal medicine. 142, Nr. 6, 2005, S. 403–411. PMID 15767618.
  11. Too much sugar turns off gene that controls the effects of sex steroids (englisch),  2007
  12. van der Heijden GJ, et al: Aerobic exercise increases peripheral and hepatic insulin sensitivity in sedentary adolescents . J Clin Endocrinol Metab. 2009
  13. Foster GD, et al. A randomized trial of a low-carbohydrate diet for obesity. New England Journal of Medicine, 2003
  14. Samaha FF, et al. A low-carbohydrate as compared with a low-fat diet in severe obesity. New England Journal of Medicine, 2003
  15. Sondike SB, et al. Effects of a low-carbohydrate diet on weight loss and cardiovascular risk factor in overweight adolescents. The Journal of Pediatrics, 2003
    Black LE, Swan PD, Alvar BA: Effects of intensity and volume on insulin sensitivity during acute bouts of resistance training. J Strength Cond Res, 2010
  16. DGE e.V.: Fett. https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/fett/
  17. DGE e.V.: Kohlenhydrate und Ballaststoffe in der Ernährung. https://www.dge.de/presse/pm/kohlenhydrate-und-ballaststoffe-in-der-ernaehrung/
  18. Hu, et al.: Effects of Low-Carbohydrate Diets Versus Low-Fat Diets on Metabolic Risk Factors: A Meta-Analysis of Randomized Controlled Clinical Trials. Am J Epidemiol. 2012 Oct 1; 176: S44–S54.
  19.  D. A. Sinclair und L. Guarente: Schlüssel zur Langlebigkeit. In: Spektrum der Wissenschaft. Oktober 2006, S. 34–41.
  20. Wissenschaftliche Studie zu Carnitin und Fettstoffwechsel (PDF-Datei; 98 kB)
  21. Wissenschaftliche Studie zur Wirkung von L-Carnitin bei der Regeneration nach dem Sport
  22. Doktorarbeit von Hanne Seline Marie Gustavsen: Bestimmung des L-Carnitingehaltes in rohen und zubereiteten pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln (PDF-Datei; 1,72 MB)
  23. Robert A Koeth, Zeneng Wang, Bruce S Levison, Jennifer A Buffa, Elin Org, Brendan T Sheehy, Earl B Britt, Xiaoming Fu, Yuping Wu, Lin Li, Jonathan D Smith, Joseph A DiDonato, Jun Chen, Hongzhe Li, Gary D Wu, James D Lewis, Manya Warrier, J Mark Brown, Ronald M Krauss, W H Wilson Tang, Frederic D Bushman, Aldons J Lusis, Stanley L Hazen: Intestinal microbiota metabolism of l-carnitine, a nutrient in red meat, promotes atherosclerosis. In: Nature Medicine. 19, 2013, S. 576, doi:10.1038/nm.3145.
  24. https://www.marathonfitness.de/hit-training-massives-muskelwachstum-in-minimalzeit/
  25. Quarks & Co, Univ. Heidelberg: Das große Ernährungs-Experiment mit Tim Mälzer. http://www1.wdr.de/fernsehen/wissen/quarks/sendungen/experimentmittimmaelzerwdh102.html,
  26. https://krank.de/krankheiten/insulinresistenz/?gclid=EAIaIQobChMIx5qv87uh2gIVE-MbCh10YAh0EAAYASAAEgLBiPD_BwE
  27. https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/herzkreislauf/bluthochdruck/article/383907/hypertoniker-insulinresistenz-profitieren-telmisartan.html

Beauty: Über Falten, Schönheit und was im Leben wichtig ist!

Hallo Ihr Lieben!

„Hi Nessy-Ungeheuer, ich fass´ es nicht! Was geht ab bei Dir?“ Huch, wer sprach mich denn da von hinten an? Als ich mich umdrehte, strahlte mich eine mir völlig unbekannte, etwas ältere Frau in modischem T-Shirt, Shorts und langer Weste an. Die Haut war gebräunt und von „Lebenslinien“ gezeichnet, die von einem aufregenden Leben voller Abenteuer erzählten. Erst nach einigen Momenten dämmerte es mir, wer da vor mir stand… „Natalie!“. na9 (4) „Beauty: Über Falten, Schönheit und was im Leben wichtig ist!“ weiterlesen

Medizin: Forever Young / Anti Aging Teil 5: Neue Erkenntnisse zum Thema Altern – Ursachen auf Zellebene/ Wundermittel Sirolimus ( Rapamycin ) ?

Hallo Ihr Lieben!

Die älteste Frau der Welt: Jeanne Calment vor der Hochzeit im Jahre 1895 (Quelle: Wikipedia)

Jeanne Louise Calment war 122 Jahre alt, als sie im Jahr 1997 am 4. August die Augen für immer schloß…

Dies in guter Gesundheit zu erreichen, ist ein Wunschtraum, der wohl in den meisten von uns schlummert! Und die Lebenserwartung steigt weiter, Jahr für Jahr, wie wir es noch vor 50 Jahren kaum für möglich gehalten haben!  Mehr denn je haben wir das Gefühl, dass da noch etwas geht! Vielleicht sogar für uns…

Um Euch an den neuesten Erkenntnisse in Richtung auf die Realisierung diesen uralten Menschheitstraum des langen Lebens teilhaben zu lassen, greife ich heute noch einmal meine ,,Forever Young“ Reihe auf, denn die Ursachen und Möglichkeiten der Intervention des Alterns sind einfach viel zu spannend, um sich nicht damit zu befassen! Zudem bewegt sich die Wissenschaft auf diesem Gebiet so rasant fort, daß sich in naher Zukunft sicherlich noch einige Erfolge erzielen lassen! Deshalb fange ich heute bei den Grundlagen und einer vielversprechenden Entdeckung, die das Leben zumindest bei Mäusen drastisch verlängert, an …

Zwar habe ich Euch, gleich in der ersten Folge meiner Forever Young/ Anti Aging Serie (siehe unten), schon über die Todesursachen, statistisch gesehen, aufgeklärt und Möglichkeiten aufgezeigt, wie man die Lebensqualität möglichst lange möglichst gut erhält, aber über den ,,Pudels Kern“, nämlich, warum der Körper überhaupt schlapp macht, habe ich Euch, shame on me, bisher weitestgehend im Dunkeln tappen lassen! Dies wird sich ab heute ändern!  Also habe ich nun doch noch zwei Folgen zu meiner Forever Young /Anti Aging Serie  vorbereitet!  Und nun wünsche ich Euch viel Spaß bei der Ergründung der spannenden Frage nach dem ,,WARUM“ !

Wodurch kommt es überhaupt zum Alterungsprozess  (Seneszenz)?

1. Endogene Ursachen:

Generell ist es so, dass der Organismus, wenn er altert, seine Funktionen immer weiter herunterfährt. Im Normalfall verlangsamen sich alle Funktionen im Organismus, der zunehmende Niedergang und Verlust von Zellen führt zu kontinuierlichem Funktionsverlust von Geweben und Organen.

Dazu kommt die mit der Zeit eingeschränkte Funktion des Immunsystems, welche auf die mangelnde Funktion der Immunzell-bildende Organe zurückzuführen  ist (z.B. Rückbildung des Thymus ab dem 20. Lebensjahr)!

Auch der hormonellen Mangel hat weitreichende Folgen für den Alterungsprozess! Darüber hatte ich Euch bereits berichtet und in diesem Zusammenhang möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass man mittlerweile herausgefunden hat, dass sich durchaus auch durch Gaben von natürlichen Hormonen das Altern hinauszögern läßt (siehe auch hier und hier)!

Diese Programme des Alterns laufen ,,von selbst“ ab. In wie weit man sie tatsächlich beeinflussen kann, ist unklar. Dies würde nur gehen, indem man die Informationen des Erbgutes verändert… wie auch immer…

2. Exogene Ursachen

Anders verhält sich das bei den exogenen Ursachen! Zwar ist auch hier eine totale Vermeidung sicherlich unrealistisch, aber die Angriffspunkte liegen klarer auf der Hand und  -zumindest theoretisch – ist eine Intervention durchaus denkbar!

Dazu zählen oxidativer Stress durch die viel verteufelten  freien Radikale, die aber, wie man zwischenzeitlich weiß, im gewissen Umfang sogar nötig sind, um das Immunsystem anzuregen und so manche Abläufe im Stoffwechsel überhaupt erst möglich machen!

Zudem auch zumindest teilweise exogen oder zufallsbedingt sind Mutationen des Erbgutes, deren Ursachen zwar nicht immer bekannt sind (,,spontane Mutation“), aber durchaus auch in einer Schädigung von außen zu suchen sind (z.B. chronische niederschwellige Entzündungsprozesse, Strahlung, Fehlversorgung, …).

Weitere exogene Ursachen sind  degenerative Veränderungen durch Abnutzung, die  Verlust von Elastizität der Gefäßwände und anderer stützender Gewebe (Muskel – und Bindegewebe), sowie Abrieb von Knorpel der Gelenke.

Was passiert mit den Zellen, wenn sie älter werden?

  •  Limitierte Zellteilung

Die meisten Zellen teilen sich nicht unendlich oft, sondern haben ein inneres Programm, in dem die Teilungshäufigkeit verankert ist und danach ist ,,Schluss“. Am häufigsten teilen sich Zellen, wie die Haut, die sich häufig regenerieren müssen. Nervenzellen und Gehirnzellen teilen sich nur sehr selten. Früher nahm man an, dass sich diese Zellen überhaupt nicht regenerieren können. Mittlerweile weiß man aber, dass dies in geringem Umfang doch möglich ist. ImAlter teilen sich die Zellen dann langsamer, bis die Teilung zum Erliegen kommt. Auch die hormonelle Achse wird träger. Nun gibt es bestimmte Mechanismen, die dazu führen, dass die Lebensuhr langsamer abläuft.

  • Telomerverkürzung – die Uhr läuft ab

Auch das Erbgut selbst unterliegt einem Alterungsprozeß. Dabei spielt die Verkürzung der sogenannten Telomere eine entscheidende Rolle. Telomere sind ,,Kappen“ auf den Enden der Chromosomen, die sich bei jeder Zellteilung ein Stückchen verkürzen. Wird eine kritische Länge unterschritten, kann sich die Zelle nicht mehr teilen. Dann tritt ein permanenter Wachstumsstopp  (Seneszenz) und/oder früher oder später der programmierte Zelltod (Apoptose).

Das Enzym Telomerase kann diese Telomerverkürzung wieder ausgleichen. Allerdings ist dieses Enzym nur in bestimmten Zellen, die sich häufig teilen müssen, aktiv (z.B. Stammzellen, Zellen der Keimbahnen, Krebszellen).

Interessanterweise hat man herausgefunden, dass chronischer Stress eine beschleunigte Verkürzung der Telomere bedingt. Dies geschieht  über die Neurotransmitter Dopamin und Serotonin. So können moderate Veränderungen des Lebensstils tatsächlich zu einer Verlängerung der Telomere führen (Lit.1).

  • Unerwünschte Ablagerungen in- und außerhalb der Zellen

Natürlicherweise bilden sich in den Zellen zum einen immer mehr Ablagerungen, an denen die Zellen irgendwann zugrunde gehen. Die Organe, die ja aus Zellen bestehen, werden kleiner, nutzen sich ab, wie ein alter Pullover… bis sie schließlich ihre Funktion aufgeben! Diese Ablagerungen finden sich nicht nur in den Zellen selbst, sondern auch auch außerhalb. So finden sich zum Beispiel bei der Alzheimer´schen Erkrankung Plaques im Gehirn, aber auch in den Gefäßwänden, was im schlimmsten Fall zu einer Infarzierung führt. Diesen Vorgang mit seinen Folgen könnt Ihr hier noch einmal ausführlich mit guten Bildern nachlesen.

  • Apoptose

Wenn sich in der Zelle trotz Reperaturmechanismen, Fehler einschleichen, die zu Fehlfunktionen führen, gibt es Mechanismen in ihr, die sie absterben läßt (Apoptose), um weitere Schäden zu vermeiden. Tut sie das nicht, kann es sein , dass sie diese Fehler weitergibt und der ganze Organismus auf diese Weise ernsthaft bedroht ist, z.B. bei unkontrollierter Teilung dieser veränderten Zellen. Die Zellen haben ihre ursprüngliche Funktion eingestellt und nur noch eines im Sinn! Ausbreiten und wachsen…  Ein bösartiger Tumor hat sich gebildet!

  • Nekrose

Es gibt noch eine zweite Form des Zelltodes, das ist die Nekrose. Diese unterscheidet sich von der Apoptose dadurch, dass hier der Tod nicht als physiologischer Schutzmechanismus von der Zelle ausgeht, sondern als pathologischer Vorgang von außen gesteuert wird, etwa durch Gift, Sauerstoffmangel, mechanische Schädigung, Bestrahlung oder Bakterien. Sterben Zellen ab, kommt es unter Umständen zu einem Funktionsverlust des Organs (z.B. Herz, Gehirn), der irgendwann nicht mehr ausgeglichen werden kann.

  • Erbgutveränderungen in den Mitochondrien und im Zellkern

    Dna, Weiße Männchen, 3D Model
    Anti Aging: Können wir den Alterungsprozess beeinflussen?

Kommt es z.B. durch Strahlung zu einer Schädigung der DNA, greifen normalerweise Reperaturmechanismen. Erst, wenn diese auch nicht mehr ausreichen, kommt es zu einem Funktionsverlust. Bei einer Schädigung den Mitochondrien, die die die Zellenergie liefern, wird die Zelle quasi ,,ausgenockt“ und bei einer Schädigung des Zellkernes kommt es im besten Fall zur Apoptose, im schlechteren zu einer unkontrollierten Zellteilung… Aber auch hier greifen noch zahlreiche Reperaturmechanismen, bis wirklich Krebs entsteht!

  • Vermehrung von Zellen mit minderwertiger Funktion

Sind die Zellen jedoch in ihrer Funktion durch so eine oben beschriebene Schädigung eingeschränkt, kann es sein, dass die Zelle sich bei ihrer Teilung nicht mehr zu hochwertigen Zellen entwickeln kann, sondern dass sich sogenannte ,,Alterszellen“ bilden, die in ihrer Funktion schlechter und eventuell sogar anders als die ursprünglichen Zellen arbeiten. So bilden sich zum Beispiel Knochenauswüchse (Osteophyten) oder bindegewebiger Umbau von Hautstrukturen (derbes Narbengewebe, Keloide). Auch der langsame Umbau von Muskel- in schlaffes Fettgewebe gehört hierzu (seufz).

Über die Erkenntnisse der Lebensführung, mit der man nach dem heutigen Stand der Wissenschaft eine möglichst lange Lebensdauer erhält, habe ich Euch schon berichtet und auch über ,,Superfoods“ (siehe unten) seid Ihr ja schon informiert!

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Anti Aging: Eine gesunde Lebensführung  ist ein unabdingbarer Bestandteil…

Zusammenfassend war die Rede von einer gesunden Lebensführung mit innerer Zufriedenheit, sozialen Kontakten und schönen Erlebnissen wie die Menschen auf der ,,Insel der Hundertjährigen“ Okanawa, ausreichender Bewegung, die den Körper nicht überanstrengt, sondern die Funktionen aufrecht erhält und eine ,,gesunde“, relativ knappe Ernährung mit möglichst frischen, hochwertigen Produkten, wenig Kohlenhydraten (kaum Zucker!) und auch dem Konsum von hochwertige Eiweißlieferanten …

Heute geht es aber darum, ob man eventuell darüberhinausgehend in den Alterungprozeß eingreifen kann! Dabei beschränke ich mich heute auf ein neues ,,Wundermittel“ , dass in Wissenschaft in jüngster Zeit Aufsehen erregte…

Sirolimus (Synonym Rapamycin )

Diese Substanz ist eigentlich ein starkes Immunsuppressivum. Im Jahr 2009 wurde eine Studie veröffentlicht,  in der gezeigt wurde, dass es die Lebensspanne von Mäusen um 28–38 % verlängern konnte, was eine Verlängerung der maximalen Lebenserwartung um 9–14 % entspricht! Bei Beginn der Behandlung waren die Mäuse aber schon relativ alt (20 Monate), was einem menschlichen Alter von etwa 60 Jahren entspricht. Dies läßt die Hoffnung zu, dass diese Substanz auch bei relativ spätem Beginn der Einnahme noch wirken könnte!

Diese Substanz blockiert ein wichtiges Enzym, mTOR, das das Wachstum von Zellen im menschlichen Körper steuert und auch in den Fettstoffwechsel eingreift. Heute wird Rapamycin vor allem bei Nierentransplantationen eingesetzt, um Abstoßungen zu verhindern. Auch in der Kardiologie spielt es bei der Beschichtung von Stents, die ein verengtes Herzkranz – Gefäß offen halten sollen, eine Rolle. Außerdem gibt es Hinweise darauf, dass es gegen die Ablagerung von Amyloid bei der Alzheimer – Erkrankung eingesetzt werden kann.

Wir kennen das Medikament aus unserer Praxis, da es bis vor kurzem in allerdings hohen Dosen auch bei  Hormonrezeptor – positivem Brustkrebs eingesetzt wurde. Wegen der starken Nebenwirkungen, die es bei den in der Onkologie erforderlichen Dosen hatte (Fatigue-Syndrom, Gewichtsabnahme, Schleimhautveränderungen im Mund, Blutbildveränderungen mit Leukopenien), wurde es aber durch das Medikament Palbociclib ersetzt. Dieses wirkt allerdings nicht auf das mTOR, sondern auf den  Zellzyklus und dürfte deshalb wahrscheinlich nicht über die Anti-Aging Wirkung des Rapamycin verfügen.

Die Frage stellt sich aber, ob eben diese Wirkung des Rapamycin auch bei niedrigerer Dosierung möglich ist. Denn diese Nebenwirkungen und die Immunsuppression erlauben keine längere Einnahme beim Menschen, wenn eine gute Lebensqualität erhalten werden soll!

Dennoch hat die Wissenschaft dieses Medikament, welches bei den Mäusen ja doch sehr vielversprechende Ergebnisse geliefert hat, noch nicht aufgegeben! Oft bedarf es ja auch nur einer geringe Modifikation, damit ein Mittel  oder zumindest ein ähnliches, in der Medizin doch noch eingesetzt werden kann!

Aus dieser Hoffnung heraus wurde in den Vereinigten Staaten ab 2016 ein fünfjähriger Feldversuch mit Rapamycin mit über 1500 Hunden begonnen… (Lit.9) Wir werden sehen, was dabei herauskommt!

img_6863-3So, für heute haben wir genug zum Nachdenken… Wer Lust darauf hat, kann sich auf eine Fortsetzung freuen! Darin werde ich Euch etwas über sinnvolle Laborparameter in der Anti Aging Medizin erzählen… Dazwischen gibt´s noch ein wenig Mode mit schönen Bildern in der blühenden Natur! Allerdings bin ich nächste Woche unterwegs und es ist möglich, dass ich nicht immer WLAN zur Verfügung habe… Wir werden sehen!

Jedenfalls wünsche ich Euch, bis wir uns wieder lesen und natürlich auch darüber hinaus, eine gute Zeit!

Big Hugs,

Nessy

Bisher sind in dieser Reihe erschienen:

Medizin: Forever Young / Anti Aging – Teil 1: Warum altern wir und was kann man dagegen tun?

Medizin: Forever Young / Anti Aging – Teil 2: Todesursache Nummer 1 – Die ischämische Herzerkrankung. Neue Erkenntnisse zur Entstehung und Vorbeugung (Prävention) auch schon in jungen Jahren (Herzinfarkt, Thrombose, Embolie)

Medizin: Forever Young / Anti Aging – Teil 3: Gestagen, Östrogen, Testosteron, DHEA – Hormonsubstiution für ein langes Leben?

Medizin: Forever Young/ Anti Aging Teil 4: Spirulina, Maca, Heilpilze, Chiasamen & Co – Wundersubstanzen oder Quatsch?

MEDIZIN / FRAUENHEILKUNDE : HORMONE IN DEN WECHSELJAHREN – NEUE ERKENNTNISSE ÜBER BIOIDENTISCHE HORMONE STÜRZEN JAHRELANGE DOGMEN!

Literatur der Orginalarbeiten:

  1. (E. S. Epel, E. H. Blackburn u. a.: Accelerated telomere shortening in response to life stress. In: Proc Natl Acad Sci U S A. Band 101, Nr. 5014. Dezember 2004, S. 17323–17324)
  2.  D. E. Harrison, R. Strong, Z. D. Sharp u. a.: Rapamycin fed late in life extends lifespan in genetically heterogeneous mice. In: Nature. 8. Juli 2009. doi:10.1038/nature08221.
  3.  A. Caccamo, S. Majumder, A. Richardson, R. Strong, S. Oddo: Molecular interplay between mammalian target of rapamycin (mTOR), amyloid-beta, and Tau: effects on cognitive impairments. In: J Biol Chem. 285, 2010, S. 13107–13120 PMID 20178983 PMC 285710 (freier Volltext).
  4.  Rapamycin reduziert Alzheimersymptome bei Mäusen. In: Spektrumdirekt vom 26. Februar 2010.
  5. D. E. Harrison, R. Strong, Z. D. Sharp u. a.: Rapamycin fed late in life extends lifespan in genetically heterogeneous mice. In: Nature. 8. Juli 2009. doi:10.1038/nature08221.
  6.  J. Rice: First Drug Shown to Extend Life Span in Mammals. In: Massachusetts Institute of Technology (Hrsg.): Technology Review. 8. Juli 2009, S. 1–2. Abgerufen am 9. Juli 2009.
  7. A. Bitto, T. K. Ito, V. V. Pineda, N. J. LeTexier, H. Z. Huang, E. Sutlief, H. Tung, N. Vizzini, B. Chen, K. Smith, D. Meza, M. Yajima, R. P. Beyer, K. F. Kerr, D. J. Davis, C. H. Gillespie, J. M. Snyder, P. M. Treuting, M. Kaeberlein: Transient rapamycin treatment can increase lifespan and healthspan in middle-aged mice. In: eLife. Band 5, August 2016, S. , doi:10.7554/eLife.16351, PMID 27549339, PMC 4996648 (freier Volltext).
  8.  Elke Bodderas: Rapamycin könnte Ihnen neun Lebensjahre schenken. In: welt.de. 4. Juni 2016, abgerufen am 8. Juni 2016.
  9.  Amy Harmon: Dogs Test Drug Aimed at Humans’ Biggest Killer: Age. In: nytimes.com. 2016-0516, abgerufen am 8. Juni 2016 (englisch).

Medizin / Frauenheilkunde : Hormone in den Wechseljahren – Neue Erkenntnisse über BIOIDENTISCHE HORMONE stürzen jahrelange Dogmen!

Hallo Ihr Lieben!

IMG_2247Wie Ihr wisst, bin ich ein Informationsjunkie, wenn es um irgendwelche Empfehlungen geht und ich frage mich bei meinen Empfehlungen meist, wie denn die Studienlage aussieht, welche Erfahrungen es gibt und welche Informationen Euch helfen können.

Aktuelle Leitlinien hinken den neuen Informationen zum Hormonersatz in den Wechseljahren hinterher!

Aktuell stecke ich ein wenig fest. Und zwar liegt das darin begründet, dass es wirklich  neue beeindruckende Erkenntnisse zur  Gabe von Hormonen, der sogenannten ,,Hormonsubstitution“ in den Wechseljahren gibt, die aber noch (?)  nicht in den Empfehlungen der Leitlinien umgesetzt sind!

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Medizin – Die echte Grippe (Influenza): Bereits 85 gemeldetete Todesfälle und 27 000 Erkrankungen! Die wichtigsten Fragen…

Hallo Ihr Lieben!

Meine Freundin Irmi, die viele von Euch schon   von einem andern Post kennen  (s.u.) und übrigens einen ordentlichen Kleiderschrank hat, rief mich vor einer Woche an: ,, Nessy!“ hauchte sie mit rauher, schwacher Stimme in den Höher -,,Sorry aber ich fühl´mich schweine-dreckig!“  Mit lag schon auf der Zunge ,,Wie wär´s mit Waschen?“,  aber irgendetwas sagte mir, dass es ihr wirklich nicht gut ging. Irmi ist kein Mensch, der jammert…   „Medizin – Die echte Grippe (Influenza): Bereits 85 gemeldetete Todesfälle und 27 000 Erkrankungen! Die wichtigsten Fragen…“ weiterlesen