Hallo Ihr Lieben!
Silvester nähert ich im Sauseschritt… Sicher habt Ihr schon tolle Pläne gemacht! Was ich vorhabe? Wenn alles klappt, fahren wir eventuell zu meinem Eltern… Sie gehören zur fitten Liga der Ü60er. Meine Mutter arbeitet noch Teilzeit als Lehrerin und mein Vater widmet sich ganz der Musik… Nach wie vor sind sie die perfekten Gastgeber, die jede Party bis ins kleinste Detail vorbereiten und für die Stress ein Fremdwort ist. Besonders meine Mutter ist ein Mensch, der mir immer um Längen voraus war und ist, wenn es ums perfekte Organisieren geht… Nein, da ziehe ich neidlos den Hut.. So sehr sie sich bemüht hat, mich auch so zu erziehen, dass ich in ihre Fußsstapfen treten kann, ist ihr dies als eins der wenigen Dinge nicht ganz so perfekt gelungen!
Auch heute Abend kommen zu uns wieder liebe Gäste.. Und was tut Nessy, anstatt die Küche in ein Sterne-Restaurant zu verwandeln? Wartet bis zwei Stunden vorher, um sich dann schnell mit Freude und Elan auf ein gutes Supermarkt-Sortiment
(gerne auch ein wenig Convenience-Food) zu verlassen, mit dem Motto:
Viel Gemüse, Obst, Nüsse, frische Kräuter, lecker Käse, Nachtisch was mit Mascarpone… Schauen, dass es irgendwie knuspert. Fertisch! Ausgefallenen Tischdeko?
War doch erst Weihnachten! Ein paar Efeuzweige dazu – geht immer… Und was macht man sonst so, wenn man Gastgeber ist? Fläzt ´rum und schreibt Posts.. Tzz! Noch ein kleines Detail, was Ihr nun mehr über mich wisst – aber was ist schon dabei?
Aber heute geht es noch um zwei andere Dinge, über die ich Euch schreiben möchte! Zum einen macht sich natürlich jedes junge und jung gebliebene Mädel Gedanken über die ewig aktuelle Frage: Was ziehe ich an?
Deshalb zeige Euch heute meinen festlichen Look im Chanel-Style… Oben ganz brav mit Schleife, Perlen- und Coco-Kette und unten im sexy Minirock… Natürlich darf etwas aus angesagtem Samt nicht fehlen, deshalb kommt auch mein neu erstandenes Samt-Top zum Einsatz! Das hat sich als sehr bewährt herauskristallisiert, weil es ein wenig wärmer ist als die Bluse alleine! Wie immer sind die Schuhe dazu so bequem, dass ich mir keine Fußschäden meiner bumperl-gesunden, zugegeben leicht qudratischen Füße während des Abends einheimse!
Zum anderen geht es um die Grand Dame der Mode… ,,Warum gerade heute?“ werdet Ihr fragen. Dies kam so: Mein geliebtes Töchterlein wusste natürlich genau, dass ich gerne Biographien von tollen Menschen lese – und hat mir tatsächlich eine von der Frau, der ich echte Bewunderung zolle, zu Weihnachten geschenkt:
Coco Chanel (1883-1971) ! Ein guter Anlaß, Euch ein wenig über diese inspirierende Frau zu erzählen, während ihr nebenbei meine Interpretation des Chanel-Looks begutachten und Euch im Geiste vielleicht Euren eigenen Kleiderschrank nach Passendem in diesen Style duchforsten könnt.
Da Ihr wisst, dass ich in der Regel eher pragmatisch bin, habe ich nicht mit der Autobiografie angefangen, denn die könnt ihr ja , wenn ihr Euch dafür interessiert, bei Wikepedia nachlesen. Sondern mit dem Wichtigsten, den Besonderheiten dieses genialen Styles, der damals wie heute stets brand-aktuell und dennoch zeitlos wirkt…
Coco schnitt alte Zöpfe ab – um etwas Neues, Unkompliziertes, Klares zu erschaffen…
Wobei wir schon bei der ersten ,,Inkonsequenz“ meinerseits wären. Ich liebe nämlich ,,alte Zöpfe“, genauso wie moderne Looks. Also bleiben meine langen, mit viel Liebe und ,,Wunderöl“ verzweifelt gehegten und gepflegten Haare dran, auf die mich so viele ansprechen, weil sie, und das muß hier einmal gesagt werden, jawoll, glatt und seidig sind und eine besondere Farbe haben! „Look of the week: 3-2-1- Yeah! Festlich im Chanel-Look und das Wichtigste über Coco“ weiterlesen





Weil der Abend im Gegensatz zu uns (…ähmm… ) nicht mehr ganz jung war, lohnte es sich nicht, erst noch einmal nach Hause zu fahren, so beschlossen wir, noch einen Kinobesuch anzuhängen, was sich natürlich bei der Verschiedenartigkeit der anwesenden Charaktere als kein ganz einfaches Unterfangen herausstellte! So wendete sich das Oberhaupt der Familie (Göttergatte) an die anwesenden Smartphone-Besitzer und sammelte so Google-Informationen was wann wie in Saarbrücken lief , damit die Berater (vor allem Sahneschnitten-Tochter und ich) eine Entscheidung bezüglich des ,,besten Filmes für alle“ treffen konnten!

Warum ich Euch das schreibe? Weil diese ,,normalen“ Feiertage etwas ganz besonderes sind! Man muß gar nicht weit gehen und die ,,normale“ Welt sieht ganz anders aus! Ich meine damit nicht nur Krisen-Kriegsgebiete, sondern den ganz ,,normalen“ Hunger, die Einsamkeit, die Wehmut, Depression, Krankheit… Dinge, die oft keine 20 Meter im hause des Nachbarn zu finden sind! 




Geht Ihr die Vorweihnachtszeit eher ruhiger an, oder habt Ihr noch Tausend Dinge zu erledigen? Wichtiger noch, fühlt Ihr Euch wohl dabei, habt Ihr Spaß bei dem, was Ihr tut, oder eher das Gefühl, allem hinterher zu laufen, damit es dann gerade noch so, erledigt werden kann? Ich selbst bin, ehrlich gesagt, keine ,,Weihnachtsperfektionistin mehr, obwohl ich es natürlich auch wirklich schön finde, in die ,,perfekten Weihnachtswohnzimmer“ meiner Freundinnen zu kommen! Ich selbst mache ich nur soviel, wie ich mit Zufriedenheit und Fröhlichkeit erledigen kann. Sicher ist das nicht immer möglich, aber eine Sorte Kekse reicht eigentlich auch… Und die Tanne hinter dem Haus überlebt die Vorweihnachtszeit auch ohne Illumination! Ehrlich gestanden, habe ich mir früher immer viel zu viel Streß bei allem gemacht! Ständig hatte ich das Gefühl, die Zeit reiche nicht aus… Erst Anfang 40 habe ich gelernt, alles was ich tue, soweit irgend möglich, mit Freude zu tun. Auch einmal Dinge abzusagen, dafür das, was ich tue, bewußt und mit Genuß zu ,,zelebrieren“! 




Hallo Ihr Lieben!








