Rezept / Persönliches: Gebrannte Mandeln – ein leckerer Snack im Herbst/ Nachbarschaftsbeziehungen …

Hallo Ihr Lieben!

Hier geht es um ein unfassbar einfaches und leckeres Rezept für gebrannte Mandeln und um die Nachbarschaftsbeziehungen in einem französischen Dörfchen …

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Short Story: Weniger ist mehr (Beitrag Ü30 Bloggeraktion) Ein Notarzteinsatz, den man nicht vergisst …

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Hallo Ihr Lieben!

,DSCN0061 (4),Nein! “ dachte ich mir.  Obwohl bei meinen ,,Entwürfen“ noch diverse Rezepte für Naturgesichtsmasken und (bei mir sowieso) relativ einfachen kulinarischen Genüssen schlummern, gehe ich dieses Thema genau so NICHT an. Das machen andere sicherlich besser!  Außerdem gibt es eine Begebenheit in meinem Leben, die bei dieser Vorgabe förmlich danach schreit, aus den tiefen meines Gedächtnisses hervorgekramt zu werden… denn sie hängt genau mit diesen 3 Worten zusammen: ,,Weniger ist mehr!“

Nun zählt sie sicher nicht zu den schönsten Erlebnissen meines Lebens, aber sie ist viele Jahre her und der Schock von damals, der noch eine ganze Weile tief in mir nagte, ist, Gott seis gedankt, Geschichte! Trotzdem – vergessen werde ich das Ganze wohl nie… Allerdings muß ich an dieser Stelle sagen, dass sich dieses Ereignis in Wirklichkeit natürlich nicht genauso abgespielt hat, insbesondere wunden Personenbeschreibungen geändert und etwaige Übereinstimmungen  rein zufällig sind… Aber fangen wir an!

,,Schuldig! Weniger ist manchmal mehr, Herr … (Angeklagter)! Ihre Lügen sind so unnötig! Hätten sie sich weniger um Ihren Ruf, ihr Geld und um Ihr Ansehen sondern einfach um die Bedürfnisse der allzu menschlichen Seele ihrer Frau gekümmert, ständen sie heute nicht hier und ich müsste mir nicht solche  Märchen anhören! Aber diese Werte zählen in unserer Gesellschaft anscheinend nichts mehr …!“

Ich sitze auf der Zuschauertribüne in einem der  Gerichtssäle und habe gerade meine Zeugenaussage hinter mich gebracht. Aber fangen wir von vorne an…

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Mein Sohn und ich hatten uns  an diesem Sonntagnachmittag zu einem Waldspaziergang aufgemacht. Alles war so wunderschön. Der Vogelgesang vermischte sich wohltuend mit dem sanften Rauschen der Bäume und die Strahlen der schon etwas tiefstehende Sonne zauberten wunderbare Licht- und Schattenspiele durch die sich leicht bewegenden Blätter der Bäume. Doch plötzlich wurde der Wind heftiger und die Sonnenstrahlen verloren schnell an Strahlkraft…. Wir wollten umkehren und rannten los, doch die Umgebung war kaum noch zu erkennen und der Wind pfiff uns, immer stärker werdend, um die Ohren. Ich wollte meinen Sohn auf den Arm heben doch er war mittlerweile deutlich schwerer geworden und ich schaffte es kaum, ihn hochzuheben. Immer wieder drohte mir sein schwerer Körper zu entgleiten…  Auch der Weg war mittlerweile in Dunkelheit getaucht und so sehr ich mich auch bemühte, ich konnte nicht einmal mehr die Umrisse der Bäume erkennen.  Alles um mich herum schien verschwunden zu sein …

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Ein lautes, schrilles Geräusch weckte mich aus meinen wirren Träumen. Der Notarztpiepser mahnte mich zur Eile.  Ich sprang, wie so oft schon, bereits komplett angezogen, von der durchgelegenen alten Liege auf, die wohl schon Generationen von Notärzten als nie lange am Stück benutztes Ruhelager gedient hatte und rannte Richtung Tür, an der der Fahrer schon mit dem Wagen wartete…

,,Morjen auch, was liegt an?“ – ,,Messerstichverletzung!“ -,,Aja.“ murmelte ich schlaftrunken und merkte, wie in diesem Moment Adrenalin durch meine Adern schoß und ich, wie immer in dieser Situation, schlagartig hellwach wurde.

Als wir an der angegebenen Adresse angekommen waren, standen wir vor einem schmiedeeisernen Tor, das sich bedrohlich dunkel gegen den von den Lichtern der Stadt leicht orange verfärbten Nachthimmel abhob.

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„Last night I dreamt I went to Manderley again. It seemed to me I stood by the iron gate leading to the drive, and for a while I could not enter, for the way was barred to me. There was a padlock and a chain upon the gate. I called in my dream to the lodge-keeper, and had no answer, and peering closer through the rusted spokes of the gate I saw that the lodge was uninhabited…“ (Daphne Du Maurier, Rebecca)

 

Als Karl, mein Fahrer, schon aussteigen wollte, um nach einer Klingel  oder ähnlichem zu suchen, glitten die Torflügel wie von Geisterhand gesteuert, plötzlich zur Seite und gaben den Weg zu einer mit Kies bestreuten Auffahrt frei.  Unwillkürlich musste ich an die Verfilmung den alten Daphne du Maurier Romanes ,,Rebecca“ denken, in dem es um dunkle Machenschaften in einem alten Herrenhaus geht…

Der Hausherr brachte uns ohne viele Worte direkt in die große, mit alten schweren Landhausmöbeln und modernen Hightech-Geräte ausgestatteten, fast steril wirkenden, blitzeblanken  Küche. ,,Irgendwie zu sauber!“ schoss es mir unwillkürlich durch den Kopf.

Doch jäh wurde meine Aufmerksamkeit in den hinteren Teil des großen Raumes gelenkt. Das Licht war dort heruntergedimmt und eine einsame Kerze flackterte im Luftzug der immer noch geöffneten Tür. Und dann sah ich SIE! Die Frau lag auf den Boden, die Augen weit aufgerissen, und ein Messer steckte bis zum Griff in der linken Seite ihres Brustkorbes.

Irgendwie schien es mir, als ob man einen Film angehalten hätte und wenn man,,Play“ drücken würde, würde die Szenerie weitergehen und die Frau die Augen bewegen und vielleicht wieder aufstehen…

,,Ich habe sie so gefunden und nichts angefasst. Ich bin selbst Arzt, Professor und habe gleich gesehen, dass sie tot ist… “ Da sah ich IHM zu ersten Mal richtig ins Gesicht. Normalerweise gilt meine ungeteilte Aufmerksamkeit dem Patienten, bis ich weiß, wie sein Zustand einzuschätzen ist und erst dann den Angehörigen. Aber ich erinnerte mich trotzdem, dass mir vorher, im Vorbeigehen,  irgendetwas aufgefallen war…  Richtig – Ich kannte sein Gesicht aus Fachzeitschriften. Der Mann war ein angesehener Kollege mit ausgezeichneten Reputationen … ,,Sie war hochgradig depressiv, die Arme und schon länger in psychiatrischer Behandlung. Ich habe versucht, ihr zu helfen, aber die Episoden wurden immer stärker. Sie wissen ja, dass man bei endogener Depression kaum etwas machen kann!“

,,Sicher!“ antwortete ich so beiläufig wie möglich. ,,Und sie wissen ja, dass  man in so einem Fall die Polizei rufen muss. Ich kann ja nicht ,,natürlicher Tod“ ankreuzen!“ – ,,Ne, ist klar, wissen se, ist für mich auch nicht einfach, habe ich jetzt vergessen, ich glaube, ich muß mich auch setzen…!“ Er machte Anstalten, zusammen zu sinken und Karl konnte ihm gerade noch einen Stuhl unterschieben.

Ich hatte zwischenzeitlich, natürlich mit Handschuhen und ohne etwas zu verändern, festgestellt, dass Herzschlag und Atmung ausgesetzt hatten und diese Stichverletzung wohl nicht mit dem Leben  vereinbar war.

Außerdem hatte der Kollege anscheinend keine Anstalten gemacht, seine Frau wieder zu beleben, als er sie so vorgefunden hatte. Und noch etwas war mir aufgefallen. Nämlich dass der Stich ins Herz von schräg oben gekommen war… Hätte sich die Frau selbst umgebracht, hätte sie aller Wahrscheinichkeit nach das Messer mit der rechten Hand leicht von unten eingeführt, vielleicht auch relativ senkrecht, aber auf alle Fälle nicht so, wie es in ihr steckte!

Aber darum würden sich die Gerichtsmediziner kümmern.

Dieser Mensch hatte augenscheinlich alles, was man sich wünschen kann. Eine schöne Frau, von der die bereits erwachsenen Kinder später vor Gericht aussagten, dass sie sich nie beschwert hätte.  Übrigens auch dann nicht, wenn ihrem Mann, wenn der Druck auf ihn in der Klinik mal wieder zu groß geworden war, zuhause dann und wann die Hand ausgerutscht war. Sei Schläge seien kurz, gezielt und hart gewesen. Viel hätte es zum Ausbrechen dieser Wuntanfälle  nicht gebraucht … Ein Brot, dass ihm nicht schmeckte oder wenn seine Frau äußerte, er solle sich doch besser ausruhen, wenn er seinerseits Lust auf ein ,,harte Nummer“ geäußert hatte…

Janina, die älteste Tochter, sprach leise und mit gesenktem Kopf, als sie im Zeugenstand von diesen Vorfällen berichtete. Im Saal war es währenddessen mucksmäuschenstil …

Alle waren sichtlich ergriffen, als nach und nach die ganze Geschichte ans Licht kam, die eigentlich ja darauf ausgelegt war, sorgsam gehütet zu werden.

Von außen betrachtet, war das Leben des Professors und seiner Familie in den letzten Jahren nahezu perfekt verlaufen.

Mit dem Antritt der Chefarztstelle an einer renommierten Universitäts-Klinik vor einigen Jahren und der zusätzlichen wissenschaftlichen Arbeit war sein Ansehen und sein Gehalt schlagartig angestiegen. Geradezu euphorisch hatte er sich in die Arbeit gestürzt und seine neue Position mit den verbundenen Privilegien sichtlich genossen.

Da schien es anfangs ein vergleichsweise kleines Opfer zu sein, dass er  immer weniger nach Hause kam und schließlich auch dann und wann  ein paar Nächte in der Klinik verbrachte, wenn gerade viel zu tun war. Zum Ausgleich dafür kaufte er seiner Familie schließlich dieses feudale  Herrenhaus und ließ es ihr an nichts fehlen, wie er selbst mehrmals betonte. Reit- und Tennisstunden waren ebenso an der Tagesordnung wie  teure Urlaube auf den Bahamas …

Und auch die Kinder entwickelten sich prächtig, ergriffen angesehene Berufe und eigentlich wäre sein Glück perfekt gewesen…  Denn er hatte jetzt nahezu alles, was er sich jemals erträumt hatte!

Aber der Druck auf ihn wuchs, als man ihm eine Oberarztstelle strich. Von nun an war er gezwungen, auch noch einen Teil der Bereitschaftsdienste selbst zu absolvieren… Auf die Idee, sich dagegen zu wehren, war er nicht gekommen und die leisen Veränderungen seines Charakters hatte er anfangs als vorübergehend abgetan.

Erst als er, entgegen seines eigentlichen Naturells,  immer wieder die Hand gegen seine Frau erhoben hatte, merkte er, dass er dem Ganzen eventuell doch nicht so ganz gewachsen war. Aber die laufenden Kredite mußten getilgt werden und so zwang er sich, sich zusammenzureißen und den Ärger  mit einem kleinen Schlückchen Alkohol hier und da einfach wegzuspülen.

Aber an diesem Abend sei seine Frau einfach besonders nervig gewesen… Man merkte, dass ihn allein die Erinnerung daran zumindest innerlich erneut in Rage versetzte und dass er an sich halten mußte, damit seine Stimme nicht lauter wurde…

Und so hatte er schließlich all das, wofür er so hart gekämpft hatte, einfach weggeworfen, als er das Messer, das in der Spülmaschine nicht richtig sauber geworden war, in die Hand nahm. Sie hatte es einfach achtlos in die Schublade zu den sauberen gelegt, berichtete er, nun plötzlich wieder völlig ruhig. Das habe er einfach nicht durchgehen lassen können.

Und so hatte er sein Glück unwiederbringlich zerstört. An einem einzigen Abend, in einer einzigen, unbedachten, cholerischen Sekunde…

Epilog

,,Ja, weniger ist manchmal mehr!“ dachte ich, als ich mich nach der Verhandlung ins Auto setzte um nach Hause zu fahren, zu meiner Familie, die ich liebe, um sie schon an der Haustür in die Arme zu schließen. Zuerst meinen Mann, dann meine Tochter und schließlich meinen Sohn. Übermütig sprang er mir in den Arm. Eigentlich war er doch noch gar nicht soo schwer…

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Familienglück ist durch nichts zu ersetzen: Mein Töchterchen und ich vor ein paar Jahren …

So, Ihr Lieben, das war es für heute! Die Rezepte gibt es ein anderes Mal, versprochen. Aber bestimmt haben meine Kolleginnen auch einiges Schönes im Rahmen dieser Aktion vorbereitet! Gerne könnt Ihr auch bei ihnen vorbeischauen, unten sind sie verlinkt!

Alles Liebe und eine wunderschöne Woche wünsche ich Euch von Herzen,

Eure Nessy

 

 

Fashion / Short Story/ Look of the Week: Rosé – zarte Versuchung oder einfach nur Barbie-peinlich?

Hallo Ihr Lieben!

IMG_1392 (2)Nichts wird in der Mode so kontrovers diskutiert wie die Farbe Rosa!

Die Symbolik  dieser Farbe hatte ich zur damaligen Zeit – in den 70igern – schon quasi mit der Muttermilch in mich eingesogen!

Sie galt – und da waren die ,,modernen“ Frauen sich einig –   als vermeintliche Versinnbildlichung der Unterdrückung der Frau,  als ihre Degradierung zum Sexobjekt,  als Symbol ihrer unselbstständigen Schwäche und schließlich auch als Assoziation mit der rosa gekleideten Barbie-Puppe, die in den 70ern all dies zu verkörpern schien...

Während meiner Kindheit bestand daran auch nie ein Zweifel. Die Farbe Rosa war in unserem Kleiderschrank schlichtweg nicht existent und meinen Filzstift in Rosa benutzte ich ausschließlich zum Malen von Gesichtern, wenn mir der in Schweinchen-matt-beige ausgegangen war. Habt Ihr auch noch die ,,Kunstwerke Eurer Jugend“ mit den Filzstift – pinken Gesichtern? „Fashion / Short Story/ Look of the Week: Rosé – zarte Versuchung oder einfach nur Barbie-peinlich?“ weiterlesen

Short Story/Lifestyle 3. Teil – Ein mysteriöses, romantisches Posthäuschen in Frankreich – unser erstes Familiendomizil…

Hallo Ihr Lieben,

heute gibt es für die Spukfreunde unter Euch den gruseligsten Teil meiner vierteiligen Geschichte, die zum Teil tatsächlich authentisch ist… Die Erinnerung an diese eine Nacht war so unheimlich, dass ich, da ich meistens nachts schreibe, einmal sogar aufhören mußte, weil die Erinnerung mir so heftige Schauer über den Rücken jagte …img_8786-3

Worum es überhaupt dabei geht?

Es geht um die 4-teilige Geschichte unserer ersten eigenen Immobilie, die dann doch etwas anders war, als man das eigentlich hätte erwarten können... Teil 1 könnt Ihr , wenn Ihr möchtet, hier nachlesen, Teil 2 hier. „Short Story/Lifestyle 3. Teil – Ein mysteriöses, romantisches Posthäuschen in Frankreich – unser erstes Familiendomizil…“ weiterlesen