Short Story : Einkaufsbummel mit Hindernissen in Freiburg /Breisgau, jenseits der Durchschnitts – Mode

Hallo Ihr Lieben!

,,In der Enge der Umkleide starrte mir aus dem Spiegel ein aufgequollenes, gelblich-blasses Wesen entgegen, dass mit dem plakativen bunten Flecken auf dem Mantel aussah, wie ein  fetter Papagei, der mit seinen vor Schrecken weit aufgerissenen Augen gerade aus einer Versuchsanstalt entflohen war, in der Psychopharmaka getestet werden… und nun einem Gespenst gegenüber stand. Es dauerte eine Sekunde, bis ich Begriff, dass das tatsächlich ,,ich“ war …“

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Interieur Trend- 40 er Jahre Look: Individuelle Einzelstücke kombiniert mit Design von Eva Brenner (für Aldi) gefallen auch unseren Shelties …

40 er Jahre Trends – Samt, Gold, florale Muster und Kuschellook interpretiert von Eva Brenner (für Aldi), kombiniert mit handgearbeiteten Einzelstücken ergibt eine gemütliches Wohnambiente im Kuschel-Look! Lehnt Euch zurück und lasst Euch einfach inspirieren… Wie immer sind die Hündchen mit von der Partie und auch ich relaxe ein wenig!

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Endlich ! ,,Gesundheitsmagazin online“ ist online und was es sonst noch Neues zu entdecken gibt!

Hallo Ihr Lieben!

auf meinem neuen Blog warten gut recherchierten Fakten und über 20 Jahre Erfahrung darauf, Euren Wissensdurst zu stillen! Außerdem zeige ich Euch Webdesigns, die es nicht geschafft haben und werde ein wenig sentimental … „Endlich ! ,,Gesundheitsmagazin online“ ist online und was es sonst noch Neues zu entdecken gibt!“ weiterlesen

Großes Special Männer-Mode 2018/19 ! Runway-Outfits Guido Maria Kretschmer /OTTO, 10 ultimative Trends, Stilikonen Riccardo Simonetti & Co, coole Schuhe …

Aktuelle Männermode kurz und knackig mit vielen anschaulichen Bildern und Promibeispielen erklärt… „Großes Special Männer-Mode 2018/19 ! Runway-Outfits Guido Maria Kretschmer /OTTO, 10 ultimative Trends, Stilikonen Riccardo Simonetti & Co, coole Schuhe …“ weiterlesen

Natum-Artikel: Medizinische Woche Baden-Baden Oktober 2017 – Rückblick Vortrags-Tagung NATUM

Für alle, die diesen europaweit größte Kongress für Komplementärmedizin und Naturheilverfahren noch nicht kennen,  habe ich hier exemplarisch die Highlights der NATUM-Veranstaltung und ein paar Schmankerl aus der Ausstellung von letztem Jahr   nocheinmal kurz dargestellt … Wer sich anmelden möchte, findet am Schluss natürlich die entsprechenden Links … „Natum-Artikel: Medizinische Woche Baden-Baden Oktober 2017 – Rückblick Vortrags-Tagung NATUM“ weiterlesen

Das Mikrobiom: Aktuelle Erkenntnisse über die geheime Armee des Körpers bieten neue Optionen bei der Behandlung von Erkrankungen

Hallo Ihr Lieben!

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Heute freue ich mich wirklich wie eine Schneekönigin!  Denn der  von vielen erwartete Beitrag über das Mikrobiom geht endlich online! Um ehrlich zu sein, hat er mich viele Tage – und Nächte  gekostet … Okay, vielleicht bin ich auch nicht die Schnellste, denn wenn ich mich in einem spannenden Fachartikel ,,festlese“,… Aber die Arbeit hat sich wirklich gelohnt! Endlich habe ich einen Überblick über das aktuelle Wissen zu der Armeen unseres Körpers gewonnen und kann Euch die wichtigsten Erkenntnisse weitergeben! Lasst uns also gemeinsam erkunden, wie man von diesem Wissen profitieren kann! „Das Mikrobiom: Aktuelle Erkenntnisse über die geheime Armee des Körpers bieten neue Optionen bei der Behandlung von Erkrankungen“ weiterlesen

Hot, auch wenn die Sonne´mal wegbleibt – Outfit mit Baker Boy Cap, High Heels und Streifenkleidchen …

… und schon ist man ,,angezogen“  um etwas zu unternehmen! „Hot, auch wenn die Sonne´mal wegbleibt – Outfit mit Baker Boy Cap, High Heels und Streifenkleidchen …“ weiterlesen

Schluß mit der Kalorienlüge! 3 Ursachen, warum manche Menschen bei gleicher Nahrung weniger abnehmen!

Hallo Ihr Lieben!

 

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Die richtige Ernährung sorgt nicht nur dafür , dass alles gut verdaut wird, gibt Energie im Alltag!

,,Meine Kollegin hat eine Figur zum Dahinschmelzen und ich muss nur ein Stück Kuchen anschauen und schon nehme ich zu!“

,,Mein Arzt schaut mich immer vorwurfsvoll an, wenn es um mein Gewicht geht, dabei halte ich schon seit Wochen Diät, ohne, dass  sich die Waage auch nur ein Strichlein nach unten bewegt!“

,,Ich habe in der Kur genau das Gleiche wie Frau Schmidt gegessen, sie hat aber 3 Kilo mehr als ich abgenommen!“

Sind solche Aussagen Einbildung oder tatsächlich möglich? Lange wurden sie tatsächlich als Mumpitz abgetan und eine Gewichtsabnahme nur einer vernünftigen Diät, verbunden mit ausreichend Bewegung zugeschrieben.

Aber alle 3 Aussagen könnten tatsächlich wahr sein! Stück für Stück sind wir dabei, dem ,,Geheimnis“, dass sich um das ideale Gewicht für den Körper rankt und wie es der Körper erreicht, auf die Sprünge zu kommen.

Tatsächlich hat das Körpergewicht viel weniger mit der täglichen Kalorienzufuhr zu tun, als uns die Wissenschaft bisher Glauben machen wollte!

Um es vorweg zu nehmen: Dies ist kein Freibrief für eine zügellose Ernährung, denn das ,,Gesundempfinden“ , das 80% von uns haben, ist leider bis auf Kleinigkeiten immer noch richtig! Dennoch möchte ich Euch hier umfassend informieren und dazu gehören die restlichen Ursachen der Gewichtsveränderungen aufzuzeigen

Ursachen, warum das Körpergewicht nicht nur von der absoluten Kalorienzufuhr abhängt!

1. Einfluß der Gene auf das Gewicht

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1a) Unterschiedliche Geschwindigkeit der evolutionären Anpassung an die Veränderungen der Ernährungsbedingungen durch Industrialisierung  als Ursache verschiedener Gewichte      

Die Zahl der stark übergewichtigen Menschen ist in letzter Zeit deutlich gestiegen, denn das Erbgut kann mit den veränderten Ernährungsgewohnheiten nicht so schnell Schritt halten! Es wären  mindestens 100 Generation nötig, damit sich die Menschheit an so neue, gravierende  Ernährungsgewohnheiten anpassen könnte. Die Geschwindigkeit der Anpassung verläuft nicht bei allen Menschen gleich schnell

Wenn man an die 300 000 Jahre der menschlichen Entwicklung denkt, so hat der Großteil der Menschen die längste Zeit ihres Daseins eine relativ naturnahe Ernährung genossen. Der Mangel war stets das größere Problem, sodaß der Körper über Jahrtausende gelernt hat, das Maximum an Energie und Nährstoffen aus der Nahrung herauszuholen! Dabei waren reichliche Ballaststoffe selbstverständlich, die dem Mikrobiom (verschiedene Bakterienstämme im Darm)  halfen, seine Arbeit der Verdauung zu verrichten. Nun wechseln die Bedingungen aber weit schneller – und es ist unterschiedlich, wie schnell sich Individuell anpassen können. Dazu kommt, dass die Nahrung dabei ist, global ähnlich zu werden. Damit wird auch die traditionelle Ernährung der Länder, die den individuellen Bedingungen der Umgebung angepasst war, in den Hintergrund gedrängt

1b) Einfluss der unterschiedlichen Gene auf Körpergewicht und Gesundheit

Gewichts-Zwillingsstudie

Studienfrage: Warum kommt es bei gleicher Nahrung zu unterschiedlichem Gewichtsverhalten?                                                                                                                                                               Wie wirken sich Gene auf Körpergewicht und Gesundheit aus?

Leitung: Tim Spector (Professor der Universität London)

Studien-Design: 11 000  Zwillinge, darunter 12 eineiige Zwillingspaare

Ergebnisse: 

60-70% der Unterschiede zwischen Menschen bei der Verwertung der Nahrung sind auf die Gene zurückzuführen!

  • Gene beeinflussen Appetit (Vorlieben und Abneigungen) und damit auch das Gewicht.
  • Bei eineiigen Zwillingspaaren weniger als ein Kilo Gewichtsunterschied, auch  ähnliches Verteilungsmuster des Fettes (um den Bauch herum oder, in den Eingeweiden, wo es zu Entzündungen führen kann) 
  • Es git aber auch einige Zwillinge, die sehr unterschiedliche Bauchumfänge aufweisen.

Studenten-Schlafsaal-Studie

Studienfrage: Wie verändert sich das Gewicht bei Studenten, die sich kaum bewegen, sich gleich verhalten und das Gleiche essen?

Leitung: Dr. Claude Bouchard (Laval-Universität in Quebec/Canada)                                                                                                                                                                                       Studien-Design: 24 Studenten, die 3 Monate in einem Schlafsaal einquartiert wurden (Schlafen, Essen, Video spielen, aber nicht rauchen oder Alkohol trinken), 30 min Spaziergang täglich.

Die ersten 14 Tage: Nahrung 2600 Kcal/Person

nächsten 100 Tage: 3600 Kcal (50%Kohlenhydrate, 35 %Fett, 15% Protein)

Ergebnisse:

Sehr unterschiedliches Gewichtsverhalten der Studenten unter gleichen Bedingungen!

  • 5-13 Kilo Zunahme
  • unterschiedliche Umwandlung der Energie in Fettpolster/ Muskelmasse

 

3. Einfluss des Mikrobioms auf das Gewicht

(Mikrobiom: Gemeinschaft unterschiedlicher Arten von Mikroben)

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Wir haben 100 Billionen Mikroorganismen im Körper. 2 Kilo mit 160 verschiedene Darmorganismen  leben allein in den Eingeweiden, die meisten davon im Colon (Dickdarm). Dort wird dem Nahrungsbrei Wasser entzogen, im darüberliegenden Dünndarm (weniger Mikroben) werden die Nahrungsbestandteile in den Kreislauf aufgenommen. Dabei hat dieses Mikrobiom jedes Menschen eine große Bedeutung für fast alle Funktionen des Körpers, insbesondere auch der Abwehr und der Verdauung. Die Wissenschaft erkennt erst jetzt langsam, was es mit den verschiedenen Stämmen auf sich hat, welche Gemeinsamkeiten und welche Unterschiede für welche Eigenschaften des menschlichen Körpers verantwortlich sind. Auch für die Aufnahme der Nahrung haben sie ein große Bedeutung, sind sie doch direkt an der Verdauung beteiligt.  Kann man vielleicht sogar durch die Aufnahme der richtigen Bakterien-Stämme in den Verdauungstrakt sein Idealgewicht erreichen? Schön wäre es …

Mikrobiom-Zwillings-Studie

Studienfrage: Ist das Mikrobiom genetisch bestimmt?

Leitung: Tim Spektor 2012 in Zusammenarbeit mit der Cornell Universität in New York

Studien-Design: Bei 5000 Zwillingen wurden die 1000 wichtigsten Mikrobengruppen bestimmt .

Ergebnisse:

Eine Gemeinsamkeit der Mikrobenstämme, welche sich im Darm angesammelt haben, hängt zum Großteil von Ernährung und nur zum geringeren Teil von den Genen ab!

  • Zwischen beliebigen 2 Personen gab es keine große Übereinstimmung bei dem Mikrobenmuster, sie haben nur  ca 40% des Musters gemeinsam!
  • Bei eineiigen Zwillingen waren es auch nur etwas über 50 % der Mikrobenmuster gemeinsam.

 

Ernährung-Mikrobiom-Studie

Studienfrage: Welche Ernährung führt zu einer ungünstigen Zusammensetzung der Darmbakterien?

Leitung: Studie Universität Pittsburg, USA

Ergebnisse:

Westliche Ernährung (viel Fleisch, Fett, Zucker) führt zu einer ungünstigen Zusammensetzung der Darmbakterien, was zu  Fettleibigkeit führt und für die Folgeerkrankungen.  (Herzerkrankungen, Stoffwechselerkrankungen (Diabetes) ,und ein erhöhtes Darmkrebsriksiko) mitverantwortlich ist!

Haben Menschen ein unterschiedliches Mikrobiom, reagieren sie auch unterschiedlich auf gleiche Lebensmittel, so kommt es zu unterschiedlichen Ergebnissen in der Ernährungsforschung.

  • Unterschiede bei Ernährungsweise – mit Fetten Kohlenhydraten, unterschiedliche Kalorien für gleiche Lebensmittel je nach Bakterienstämmen!
  • Eine andere Ernährung (z.B. Umzug ins Heim) führt oft zu Erkrankungen!
  • Ein gutes Mikrobiom wird durch ballaststoffreiche Ernährung mit Vollkornprodukten, Obst, Gemüse, Salate, Hülsenfrüchte, Nüsse und Obst (Achtung: Letzeres enthält viel Zucker) gefördert. Es unterdrückt Entzündungen.

 

3. Einfluß der Fettart auf das Gewicht

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Fette sind lebensnotwendig! Wir dürfen nicht vergessen, dass sie  viele wichtige Funktionen im Körper haben

  • Energie/Wärme
  • Zellbausteine
  • Organschutz
  • Aufnahme von Vitaminen 
  • Hormonproduktion                  

Affen-Fett-Ernährungsstudie

Studienfrage: Wie wirken sich unterschiedliche Fette bei gleicher Kalorienzahl auf das Gewicht und die Fettverteilung aus?

Leitung: Wake-Forrest-Universität (North Carolina)

Studiendesign:

42 Affen (afrikanische grüne Meerkatzen) wurden in zwei Gruppen eingeteilt und sechs Jahre lang mit unterschiedlichen Diäten gefüttert.

Die Kalorien waren gleich, Fette unterschiedlich, Kohlenhydrate 48% der Kalorien, Proteine  17 % der Kalorien, Fette 35% der Kalorien, Kalorienzahl der Tiere war so berechnet, dass Gewicht der Tiere konstant bleiben sollte.

Gruppe 1: Fette aus pflanzlichen Ölen

Gruppe 2 : Fette aus stark verarbeiteten Sojabohnenöl (Transfette, die entstehen, wenn Öl gehärtet wird)

Studienergebnisse:

  • erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen (Vorkommen z.B. in stark verarbeiteten  Back- und Süßwaren, frittierte Kartoffelprodukte, Fertiggerichte.),
  • führte trotz gleicher Kalorien zu einer Gewichtszunahme,
  • es bildete sich 3x mehr schädliches Bauchfett,
  • Auftreten vonDiabetes -Vorstufen

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FAZIT

Tatsächlich werden NICHT ALLE KALORIEN  von allen Menschen GLEICH verarbeitet! Dies hängt mit den Genen zusammen und ist vom Mikrobiom, d.h. den Bakterienstämmen, die sich in unserem Körper befinden,  abhängig,

Und auch WOHER die Kalorien kommen, beeinflusst ihre Weiterverarbeitung und ihre Wirkung auf das Körpergewicht! So ist die Art des Fettes , die wir zu uns nehmen, dafür verantwortlich, wie die Fettverteilung unseres Körpers ist. 

 

Welche Folgen haben diese Erkenntnisse für uns?

UNSER AUGENMERK BEIM ABNEHMEN MUS WESENTLICH STÄRKER ALS BISHER AUF DIE DARMTÄTIGKEIT GELEGT WERDEN!

Wichtig ist, dass wir uns so ernähren, dass unser Mikrobiom aus genügend ,,guten“ Stämmen besteht! Die Ernährung ist uns eigentlich klar: Wenig Zucker und Süßzeugs, wenig einfache Kohlenhydrate (Croissants, Kuchen, Weißbrot, …) Dafür Obst, Gemüse und Vollkorn, ohne den Darm zu überlasten …

Einseitige Diäten, die ein für uns optimales Mikrobiom nicht unterstützen, sind nicht empfehlenswert!

Für genetische Unterschiede der Nahrungs-/Kalorienaufnahme können wir nichts und sie, was uns selbst betrifft auch aktuelle nicht beeinflussen. Durch das Wissen können wir uns aber Unterschiede in derGewichtsabnahme erklären und müssen uns keine falschen Vorwürfe machen, wenn es mit dem Abnehmen nicht 100% klappt!

Weitere aktuelle Ernährungs- Erkenntnisse die ich übrigens selbst erst heute erfahren habe, gebe Bälde an Euch weiter – Ihr dürft gespannt sein!

Aber ich spanne Euch nicht lange auf die Folter, den schon nächste Woche geht die Reihe  rund um das Abnehmen in die nächste Rundung … ähm Runde, natürlich!

 

Literaturliste zum Weiterschmökern:

Neue Erkenntnisse zum Leaky Gut Syndrom  

Mikrobiom – Metaanalyse in der renommierten Zeitschrift NATURE

Gut Bacteria: We Are What We Eat
http://www.voanews.com/learningenglish/home/Gut-Bacteria-We-Are-What-We-Eat-129523518.html

Linking Long-Term Dietary Patterns with Gut Microbial Enterotypes
http://www.sciencemag.org/content/early/2011/08/31/science.1208344.abstract

Tiere / Hundestorys 2. Teil: Wie Sheltie ,, Doc Nelly“ Lady Luna das Leben rettete …

Hallo Ihr Lieben!

Kennt Ihr das? Man nimmt sich sooo viel vor ….! Jedenfalls ist der hoch-brisante Artikel über die neuen Abnehm – Studien zur unterschiedlichen Kalorien-Aufnahme verschiedener Menschen noch in der Mache, weil ich noch andere Sachen dringende fertigstellen musste … Aber wie Ihr wisst, ist so eine Literatur-Online-Recherche immer mit einem relativ großem Aufwand verbunden und meine Ansprüche sind da auch nicht eben gering. Abgeschriebenen Quatsch gibt es schließlich schon genug!

So kommt jetzt direkt der zweite Collie Lady Luna Artikel, damit Ihr  wenigstens wisst, wie es kam, dass sie so krank wurde, was für uns wirklich dramatisch und sehr traurig war …

Der Zustand der Hündin verschlechterte sich rasant

In letzter Zeit hatte unsere alte Dame immer wieder unter Arthrose gelitten, so dass es dann und wann nötig wurde, ihr ein Schmerzmittel zu geben.

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Beim Gehen war schon seit einiger Zeit ab und zu ein ,,Humpler“ zu sehen, was als Arthrose interpretiert wurde, da es nicht eindeutig lokalisierbar war. 

 

Vor etwa vier Wochen war dann relativ schnell der absolute Tiefpunkt erreicht. Von ein auf den anderen Tag tat sie sich plötzlich unheimlich schwer, auch nur einen vor den anderen Fuß zu setzen. Dabei war es nicht klar auszumachen, auf welchem Fuß sie humpelte, der Rücken war steif und die Hinterbeine hatten kaum noch Kraft!

Sie stand unter Dauer-Schmerzmedikation , dennoch mussten wir ihr aufstehen helfen und sie machmal sogar zurück ins Körbchen tragen, was für mich bei ihren über 20 Kilogramm kein ganz einfaches Unterfangen war. Dazu kam, dass ich ihr ansehen konnte, wie sie unter Schmerzen litt, wenn ich in ihre Augen sah! Der Tierarzt hörte sie ab und maß Fieber, sah in die Ohrmuscheln und tastete die Pfoten einzeln ab. Die Herztöne waren rhythmisch und altersentsprechend okay, die Lunge gut durchlüftet und direkt druckschmerzhaft schien weder der Bauch, noch die Füße zu sein. Aber alle Füße schienen ihr besonders nach dem Aufstehen wehzutun, wenn sie wie auf Eiern durch die Gegend wankte. Wir versuchten, sie so gut es ging, zu unterstützen,  zu füttern und ihr Medikamente für die Schmerzen, den Magen und die Gelenke zu geben … Mehr konnten wir in dieser Situation nicht mehr tun …

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Im Körbchen polsterten wir alles ab, damit sie möglichst keine Schmerzen hatte …

So gaben wir unser Bestes und waren sehr, sehr traurig.  Jeden Abend saß ich lange am Körbchen und streichelte und bürstete sie und wusch etwaigen Schmutz ab, denn sie hatte Schwierigkeiten, sich zu putzen. ich verließ Luna nie mehr als 2-3 Stunden, weil sie auch nicht mehr alleine ,,austreten“ konnte. So ging es etwa 4-5 Tage. Und ich weinte zugegeben viel, denn wir hatten nicht mehr allzu viel Hoffnung.

Wir hatten die Hoffnung schon fast aufgegeben,  dann passierte etwas völlig Unerwartetes … doch es schien zu spät!

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Als das Aufstehen zunehmend schwieriger wurde, trugen wir sie mit einer Hundetragevorrichtung nach draußen, denn sie mochte nur in äußerster Not ihr Geschäft drinnen verrichten  …

Eines morgens sah ich unseren kleine Sheltie Nelly bei der alten Hündin liegen und deren rechte Pfote ausführlich mit Zunge und Zähne zu bearbeiten. Ich ließ sie gewähren, denn Luna schien das zu gefallen. War es doch eine Verletzung an der Pfote? Gesehen oder gefühlt hatte man bisher nichts ….

Das Fell war naßgeschleckt und es auch jetzt schwer, irgendetwas zu erkennen …  Aber Nelly biss auf der Pfote herum und da Luna es duldete, hielten wir sie nicht davon ab.   Irgendwann hatte sie tatsächlich die Pfote aufgebissen und aus einem etwa ein Zentimeter langem Loch trat nun Blut und Eiter! Wie musste Luna das wehgetan haben! Aber dennoch hatte sie es ,,erlaubt“ …

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Äußerlich war kaum etwas zu erkennen … Man spürte auch keine Überwärmung oder besondere Druckschmerzhaftigkeit, aber kurze Zeit später biss Nelly seitlich die erste Zehe auf und heraus kam Eiter!

In der Pfote musste sich die letzten Tage ein Abszess gebildete haben, vielleicht war sie in eine Dorne oder einen spitzen Stein getreten! Durch die relativ dicke Hornhaut hatten wir die Erwärmung wahrscheinlich nicht gespürt und auch jetzt schien die Pfote kaum wärmer als die anderen.

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Luna ließ Nelly gewähren, als sie an ihrer Pfote knabberte – erst später erkannten wir den Sinn dahinter …

So schlimm das klingt, für uns war diese Entwicklung ein Silberstreif am Horizont, denn endlich wußten wir, warum es unserem treuen Hund so schlecht gegangen war! Wahrscheinlich hatte der ganze Körper unter der Entzündung der Pfote gelitten und die Arthrose der anderen Gelenke war umso mehr aufgeflammt, obwohl sie kein Fieber gehabt hatte!

Nun konnten wir endlich Luna und die Pfote behandeln …  Allerdings war der Allgemeinzustand von dem alten Hund stark eingeschränkt. Anfangs spülte ich die Pfote mehrmals am Tag mit einer  Jod-Lösung und setzte steril geschnittenes Aloe Vera ein, was die Wundränder feucht hielt und so ein Zugranulieren der Abszeßhöhle verhinderte. Normalerweise muss man übrigens bei einer Eiterhöhle eine Einlage machen, doch die Pfotenzehe hat nur einen Durchmesser von 1, 5 cm und jegliche Manipulation in der Höhle hätte die kleinen Knochen gereizt und wäre unsagbar schmerzhaft gewesen! So hielten wir die Wunde auf diese Weise offen, was auch gut funktionierte, denn ständig liefen Wundsekret und Eiterreste ab. Zusätzlich erhielt sie ein knochengängiges Antibiotikum.

Dennoch schien sie  sehr geschwächt – sie konnte sich kaum noch auf den Beinen halten!

Aber trotz ihres Alters und zweifelnder Blicke der Menschen um uns herum, die alle das Gleiche dachten, kämpften wir um unser geliebtes Familienmitglied, gaben ihr unsere ganze Liebe und Fürsorge und transportierten  sie dreimal am Tag mit einer Hunde-Tragetasche nach draußen, weil sie in der Wohnung nicht urinierte und wir nun auch Angst hatten, dass die Nieren angegriffen  würden  ….

Bitterliche Tränen …

So trotzten wir dem Zustand Stunde um Stunde und ich stellte vieles (auch den Blog) hinten an, um ihr die best möglichen Bedingungen für ihre Heilung zu bieten. In so einem Moment muß man dem oder der Kranken Mut zusprechen, ihm/ihr zeigen, wie wichtig er/sie ist, aber auch dafür sorgen, dass er/sie zur Ruhe kommen kann! Bei ihm/ihr sein, ihn/sie streicheln und füttern …

Es war der Geburtstag meines Sohnes und fast unsere ganze große Familie inklusive meinen Eltern war gekommen. Natürlich hatte ich den Geburtstagstisch mit Geschenken und Blumen vorbereitet, den Frühstückstisch gedeckt und mein Mann hatte alle 13 Kerzen angezündet …

Wir versuchten, uns nichts anmerken zu lassen und zu überspielen, dass da ein todkranker Hund lag, der kaum den Kopf heben konnte… Mein Sohn bemerkte glücklicherweise nichts davon, obwohl er mich irgendwann fragte, ob es Luna besser als gestern ging… ,,Ja, tatsächlich! Sie hat schon gefressen und ist jetzt nur müde!“ war meine Antwort, die ich so sicher hervorbrachte, dass selbst Luna kurz den Kopf hob, als ob sie sich über meine Worte wundern würde!

Übrigens fraß sie tatsächlich die ganze Zeit über, was in mir immer noch einen Funken Hoffnung keimen ließ.  So schaffte ich es, dass Sohnemann seinen Geburtstagsmorgen mit den Geschenken und der Torte mit glänzenden, glücklichen Augen verbringen konnte, wie Mamis das nun einmal gerne sehen!

Obwohl ich selbst dachte, dass es mir gelänge, mich von Herzen für ihn zu freuen, als  er draußen glückliche mit seinem neuen Fahrrad und dem schicken Helm, dem ihn seine Oma geschenkt hatte, zugange war, spürte ich plötzlich die warmen und salzigen Tränen, die mir über die Wangen in den Mund liefen, während ich nach tröstenden Worten rang, denn meine Tochter saß, bitterlich  weinend, vor dem Hundebett… Aber so sehr ich mich bemühte, mir fiel nichts Tröstendes ein, denn auch ich war von dem Schmerz des Abschieds  von dem Tier, das uns nun fast 15 Jahre auf unserem Lebensweg treu begleitet hatte, überwältigt und der Klos in meinem Hals war einfach zu groß! So nahm ich sie einfach in den Arm und setzte mich neben sie.IMG_2494

Irgendetwas stimmte nicht an diesem Geburtstag … Doch die Zahl drehte sich und auch die Hoffnung kam zurück!

Doch dann merkte ich, dass Luna, als wir an so bei ihr saßen und sie streichelten, schwache Anstrengungen unternahm, aufzustehen. Ihr schien diese Heulerei irgendwie zu nervig zu sein.

Aber die Pfote war, da sie schon länger nicht mehr aufgestanden war, nur locker verbunden, damit die Wunde heilen konnte und nicht dafür gemacht, darauf zu stehen!

Deshalb  bat ich sie, liegenzubleiben, was sie sofort tat. Überhaupt hatte sie die ganze Zeit über versucht, mich bei ihrer Pflege zu unterstützen, wie es nur ein Hund macht, der einem uneingeschränkt vertraut.

Aber gerade in dieser Situation zeigte sich unsere tiefe Zuneigung und unseren engen Draht zueinander. Wenn sie einen Wunsch hatte, etwa wenn sie Durst hatte oder wenn sie sich so hingelegt hatte, dass es ihr unbequem war ..versuchte sie immer, mir das durch sanftes Jaulen verständlich zu machen, gerade so laut, dass ich sie hören konnte. Und ich hörte sie, egal ob ich gerade schlief oder Klavier spielte …

Nun aber, da ihre Lebensgeister etwas erwacht schienen, erneuerte ich den abermals Verband und polsterte die Sohle mit einem Stück Schaumstoff. Dann half ich ihr, aufzustehen. Wackelig zwar, aber immerhin das Bein wieder belastend, machte sie ein paar Schritte … Die Wunde blutete bei diesem Gang stark – der ganze ,,Schmodder“ kam endlich heraus!

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Immerhin ein gutes Zeichen! Die folgenden Tage saß ich jede Nacht am Hundebett, fütterte sie und versorgte die Pfote, streichelte und kämmte sie und schnitte die verfilzten Stellen aus dem Fell. Dabei merkte sie genau, dass ich ihr helfen wollte und versuchte mitzuhelfen, soweit es in ihrer Macht stand. Später ließ ich die Pfote, wenn sie lag, offen, damit sie zuheilen konnte. Wenn sie aufstehen wollte, jaulte sie, damit ich der Pfote einen abpolsternden Verband machen und ihr helfen konnte, aufzustehen…

Seit einigen Tagen nun geht es ihr wieder richtig gut. Es geht ihr sogar besser wie vorher. Die viele Zuwendung scheint ihr gut getan zu haben … Die Pfote braucht nun gar nicht mehr verbunden werden und sie macht schon wieder ihre kleinen Spaziergänge in den Wald mit meinem Sohn.

Ich bin sehr sehr froh, dass wir sie noch eine Zeit haben dürfen, unsere Lady Luna. Während ich die Zeilen schreibe, liegt sie friedlich auf dem Boden … Gleich werde ich zu ihr gehen und sie, wie jeden Abend, noch einmal nach draußen lassen, ein Leckerli und etwas zu Trinken geben und ihr Guten Nacht sagen.  Ich freue mich auf einen schönen neuen Tag mit Dir!

.. Oh! Schon 24 Uhr durch! Happy Birthday, Liebe Luna! Schlaf gut, wir haben doch noch soviel Zeit zum Feiern und um das Leben zu genießen…

Epilog: Vor kurzem haben wir ihren 15. Geburtstag gefeiert … Diese kleine Geschichte soll auch ein Plädoyer dafür sein, alte Hunde nicht zu früh aufzugeben. Denn oft steckt tatsächlich etwas dahinter, was behandelbar ist. Auch Arthrose kann durch Schmerzmittelgabe (und evtl. einem Magenschutzmittel) oft zufriedenstellend behandelt werden. Denn die Hunde spüren oft noch genauso Freude, wie wir Menschen … Man muss realistisch sein und ergründen, ob man nur den Umstand eines Hundes, der vielleicht auch etwas inkontinent ist und/oder mit Spezialfutter gefüttert werden muss, nicht tragen möchte oder ob das Leben für den Hund wirklich ,,nicht mehr lebenswert“ ist! Denn auch ich hatte schon sehr starke Schmerzen. Aber sogar dann wollte ich lieber leben …

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Auch Euch wünsche ich nun eine tolle Zeit. Ich wünsche für Luna und für alle Hunde und Menschen, dass wir die Ehrfurcht vor dem Leben, egal ob Tier oder Mensch, nicht verlieren und keinen Tag vergessen, wie schön das Leben sein kann!

Alles Liebe, Eure Nessy!

Ersten Teil verpasst? Hier geht es zum ersten Teil. Dort könnt Ihr, wenn Ihr Lust habt, meine persönliche Tiergeschichte und wie Luna zu uns kam lesen. Viel Spaß!

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Tiere / Hundestorys 1. Teil: Meine Tiere und ich / Collie Lady Luna kam, sah … und beschützte mich!

Hallo Ihr Lieben!

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Wuff-wauwau -wiwiwi … Luna ist durchaus musikalisch! In derTat versuchen Collies und Shelties gerne, in ihrer Tonlage die menschliche Stimme bei ihrem Gejaule nachzuahmen… Aber natürlich wurden ihr die Kopfhörer nur für das Foto angezogen! Ich glaube nicht, dass es schön für Hunde ist, wenn sie mit ,,menschlicher“ Musik über den Kopfhörer beschallt werden …

Warum ich mich in letzter Zeit auf meinem Blog  , auf Facebook und auf Instagram etwas rar gemacht habe, nicht viel gepostet, nicht viel kommentiert habe, hat Gründe …

Kurz gesagt, ging es einem unserer Tiere, Lady Luna, nicht sehr gut! dabei hatte wir uns schon so auf ihren 15. Geburtstag gefreut. Aber ihr Zustand verschlechterte sich immer weiter …

Hier gibt´s für die, die es interessiert, diese und andere Geschichten. Ich habe sie mir einfach ,,von der Seele“ geschrieben“. Damit es für Euch relativ kurzweilig und spannend bleibt,  habe ich viele authentische Bilder eingebaut und mehrere Überschriften hinzugefügt …

Im ersten Teil schreibe ich, wie sich meine Tierliebe früh entwickelte, über den Tod von Tieren und wie es dazu kam, dass wir Luna bekamen, obwohl ich zuerst dagegen war. Zum Schluss erzähle ich Euch noch eine kleine Episode, wie mich Luna vor einem fremden Mann beschützte, als ich früh morgens alleine unterwegs war…

Im zweiten Teil berichte ich Euch dann, wie Luna kurz vor ihrem 15. Geburtstag von ihrer Sheltiefreundin und ,,Hundeärztin“ Nelly gerettet wurde …

Diejenigen unter Euch, die meinen Blog nur wegen seiner relativ fundierter Medizin-Infos lesen und weniger an mir und meinen persönlichen Emotionen interessiert sind,  finden sicher andere Artikel auf diesem Blog, die besser zu ihnen passen. Ihr habt alle gelesen? Super!  Ich darf Euch damit vertrösten, dass gerade ein sehr interessantes Thema in der Warteschleife ist, bei dem es darum geht, warum Kalorien je nach Mensch unterschiedlich verbrannt werden!

Euch anderen wünsche ich jedoch jetzt und hier viel Freude beim Lesen!

… Vielleicht spürt Ihr ja zwischen den Zeilen ab und zu mein Herz schlagen und glaubt, besonders, wenn Ihr selbst Tiere habt, genau zu wissen, wovon ich schreibe … Dann würde ich mich sehr freuen, wenn Ihr mir von dem, was Euch persönlich bewegt oder auch Eure Tier-Erlebnisse in den Kommentaren berichten würdet! Aber fangen wir endlich an!

Klein Nessy war schon immer eine ,,Tier-Mami“

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Stripy war außergewöhnlich intelligent und schaffte es problemlos, Türen zu öffnen1 Dies gab, besonders im Winter, immer wieder Anlass für endlose Diskussionen, weil oft alle Türen aufstanden, aber nicht alle Räume unseres Hauses geheizt waren … Eine zeitlang war deshalb jede Tür mit einem Schlüssel versehen! Obwohl sie beharrlich probierte, schaffte sie es zu ihrem Leidwesen nicht, ihn herumzudrehen! Sie wurde leider Opfer von Jägern, die sich eine Spaß daraus machten, Katzen abzuknallen – wobei diese ,,Hüter des Waldes“ sich wahrscheinlich nicht vorstellen konnten, wieviele heiße Tränen noch Wochen danach vergossen wurden …

Dem muß ich voraus schicken, dass ich in meinem Leben meist mit Tieren zusammengelebt habe und zu diesen schon immer ein besonderes Verhältnis hatte. Egal, ob ich mich mit sechs Jahren auf das bockigste Großpferd gesetzt habe und nicht herunterfiel, wie alle vor mir, was übrigens bodenloser Leichtsinn war …

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Schon als Kind meist auf dem Pferderücken! Hier auf meiner Haflinger -Stute ,,Leni“. Wir beide durchstreiften die Wälder und gewannen zusammen das erste Turnier … Am liebsten ritt ich ohne Sattel!

… oder ob ich mit etwa 9 Jahren meine ganzen Nachmittage damit verbrachte, mit Gummistiefeln und Eimern durchs Dorf zu laufen, um ganze Kaulquappenpopulationen vor dem Austrocknen im abgelassenen Baggersee zu bewahren, ohne, dass mir jemand half oder mich dazu jemand angestiftet hätte!

Auch verlassene Kätzchen großzuziehen, Ketten-Hunde zu resozialisieren und an Scheiben gedonnerte Vögel und andere verletzte Tiere aufzupäppeln waren für mich wichtiger, als mit Puppen zu spielen.

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Als echtes Landei nahm die Kirche für alle einen festen Platz im Alltag des Dorflebens ein. Ausgeprägte  Nächsten- und Tierliebe gehörte dazu …

 

So dauerte es auch nach dem Studium nicht lange, bis der erste Hund einzog. Mein Mann und ich holten uns die alte Mischlings-Hündin ,,Foxine“, ein Hund mit wunderschönen großen Augen und undefinierbarer Farbe, aus dem Tierheim, die dort gerade aus Mallorca eingeflogen worden war. Sie lebte glücklich bis ans natürliche Ende bei uns, nachdem sie sich schnell zu einer sehr liebevollen und dankbaren Kameradin entwickelt hatte. Ihr Tod war vorhersehbar. In den letzten Tagen wurde sie immer schwächer, bis ihr Herz aufhörte zu schlagen … So war es zwar traurig, aber für uns okay, dass sie starb.

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Wenn ich groß bin, möchte ich auch so einen … Wie Träume doch tatsächlich wahr werden

Der natürliche Tod ist auch bei Tieren eine Option!

Ich finde nicht, dass man dem Leben bei Hunden oder anderen Tieren, wie so oft praktiziert, zwangsweise ein Ende setzen muss, weil man meint, sie leiden. Menschen leiden auch, aber man kann das Leiden in der letzten Lebenszeit oft erträglicher machen, indem man eine liebevolle Umgebung schafft und gegebenenfalls Schmerzmittel verabreicht. Nur wenn man alle Mittel ausgeschöpft hat oder ein akutes Ereignis, wie ein schwerer Unfall, eingetreten ist, sehe ich unter gewissen Umständen einen Sinn in der aktiven Tötung. Aber bei Tieren sind es oft die Menschen, die es nicht aushalten, mit so einem alten, kranken Tier, das vielleicht sogar inkontinent ist, zusammenzuleben. Leider werden heute sehr viele Tiere vor ihrem natürlichen Tod getötet … Natürlich kann man erwidern, dass in der Natur diese Tiere ja wahrscheinlich auch sterben müssten, auch der anderen Seite sind sie ja meist schon in Gefangenschaft geboren und sie leben generell unter anderen Umständen wie in der Natur! Ich habe beobachtet, dass jedes Tier leben möchte und meist bis zum Schluß versucht, dem Tod zu entkommen! Ich glaube dass das darin begründet liegt, dass sich die Natur über die Kostbarkeit des Lebens nur allzu bewusst ist …

Der Beginn unserer Hüte-Hund-Leidenschaft!

Bereits als Toxine noch am Leben war, schafften wir uns den ersten Collie an, Lilly, meine große Liebe. Sie war eine wunderschöne Lassie-Dame, mein Coup de Coeur, zu der ich im Laufe der Zeit eine ganz besondere Verbindung aufgebaut hatte! Dies ging soweit, dass sie meine Gedanken oft ,,erahnte“, ohne, dass ich es große bedeuten mußte …

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Amerikanischer Collie Lilly als Welpe – dieser wunderschöne Collie war mein Coup de Coeur … Wobei jedes unserer Tiere auf seine Art für mich etwas ganz Besonderes  ist!….

Der zerstörte Mythos der ,,Götter in Weiß“

Leider kam sie, nach neun Jahren Lebenszeit, aufgrund eines tierärztlichen Fehlers ums Leben, was mich unendlich traurig machte und bis heute in mir nachhallt. Dieses Ereignis und noch einige mehr, sorgten dafür, dass ich mir schwer tue, Tierärzten (wie auch Humanmedizinern) uneingeschränkt zu vertrauen.  Bevor mich erzürnte Briefe treffen, stelle ich an dieser Stelle gleich klar, dass es natürlich auch ausgezeichnete Humanmediziner und  Veterinäre gibt, die eine sehr gute Medizin praktizieren. Auf der anderen Seit ist es auch gut, dass der Mythos der ,,Halbgötter in Weiß“ langsam bröckelt. Denn diese Berufsgruppe, zu der ja auch ich zähle, hat ihn  in Wahrheit nie erfüllt! Ärzte sind Menschen und es gibt solche, die tatsächlich alles daran setzen, ihren Patienten zu helfen, ohne Frage. Aber diese sind weit weniger häufig, wie man das gemeinhin annimmt! Auf der anderen Seite ist an der Gleichgültigkeit, die sich bei manchen Ärzten breitgemacht hat, auch der unmögliche Anspruch Schuld, den viele Patienten an sie stellen. Aber das nur am Rande.

Unerwarteter Familienzuwachs: Hunde – Mädel Luna zieht ein, weil es in den Alpen morgens zuweilen neblig ist!

Lady Luna war von mir ,,nicht geplant“. Denn eigentlich hatten wir schon Collie Lilly und  ich fand,  dass unter den gegebenen Umständen ein Hund genügen würde, zumal wir ja schon unsere Tochter hatten und beide berufstätig waren.

Ursächlich war eigentlich ein Herbst-Urlaub in der Schweiz, als wir gerade mit dem legendären Bernina-Express – Zug durch die Schweizer Alpen donnerten. Damit ich bei dieser Fahrt nicht stundenlang nur aus dem Fenster gucken musste, hatte ich mir unvorsichtigerweise eine Hundezeitschrift gekauft, die als eine der wenigen Zeitschriften an dem Bahnhof in Davos zur Wahl stand.

Blöderweise war es  – an diesem Tag – an diesem relativ frühen Morgen neblig! Draußen war tatsächlich anstatt des ,,atemberaubenden Alpenpanoramas“ nur ,,atemberaubende weiße Suppe“ zu sehen, die sich erst nach einiger Zeit lüften sollte!

Göttergatte wollte schon knatschig werden, aber sein Frauchen hatte ja –  Gott seis gedankt – eine Zeitschrift, die sofort unter nebulösen Umständen (im wahrsten Sinne des Wortes)  ,,gemopst“ wurde, wo wir beim Thema sind. Obwohl, es ging ja nicht primär um Möpse, sondern Collies ..

Mein Mann fand nämlich eine Annonce mit  süßen ,,Sommersprossencollie – Welpen,“ wie er die relativ seltenen amerikanischen Blue-Merle-Collies liebevoll nannte. ,,Sie sehen dir irgendwie ähnlich, schau mal …“ Auf dem Bild war eine zugegeben putzige Bande kleiner, fleckiger Tierchen, die die Größe von Meerschweinchen hatten …Nahja, irgendwie schon nett … Aber dann zeigte Göttergatte mir das Bild der Mutter der Flecken-Brut ..

Zugegeben war es tatsächlich eine prachtvolle, wunderschöne, stolze Collie-Lady, die meinem Mann mit ihren schwarzen Knopfaugen direkt in sein Herz blickte und es -schwupps – für einen ihrer Welpen dazu brachte, höher zu schlagen! Es war passiert! Er hatte sich in ein kleines fleckiges Hunde-Mädchen verliebt, gegen das ich keine Chance haben sollte … Aber das wusste ich natürlich in diesem Moment noch nicht!

Beim nächsten Halt, an dem wir wieder Netz hatten, rief er tatsächlich bei der Kontaktadresse an …

Luna zieht in unser Heim

Ein paar paar Wochen später hatte ich an meinem Geburtstag ein paar Freunde eingeladen, während Göttergatte einen Vortrag in Kassel hielt. Er wollte abergehalten hatte, einfach in dem entfernten Kassel abgeholt hatte…  Es sei ,,Liebe auf den ersten Blick“ gewesen! Okay… Vorbereitet hatte ich natürlich nix und ich befand mich inmitten meiner fröhlichen Partygäste, als er mit dem verängstigtem kleinen, schmuddeligen Bündelchen, das gerade fünf  Stunden ungewohnte Autofahrt hinter sich hatte, heimkam!

Wobei … Göttergatte strahlend verkündete, dass er an alles gedacht hätte! So präsentierte er stolz  eine kleine Handvoll Trockenfutter für ,,mindestens zwei Tage“und ,,zum Schlafen“ eine nach allen nur möglichen Ausscheidungen nicht sehr lecker riechende Pappschachtel, in der der Welpe transportiert worden war.  Oh je! Aber ich würde es ja schon richten… Womit er natürlich recht hatte!

Das wichtigste ist, dass ein junger Hund Vertrauen zu seiner neuen Kontaktperson aufbaut!

Das kleine, kläffende verängstigte Wollknäuel versteckte sich sofort unter dem alten Brotschrank und sobald ihm jemand zu nahe kam, schnappte es  darunter hervor. Irgendwie gelang es mir dennoch, das kleine Hundemädchen mit duftendem, selbstverständlich Gewürz- und knochenfreiem Hähnchenfleisch aus seinem Versteck hervorzulocken und vor der Geburtstags-Partymeute in unserem Schlafzimmer in Sicherheit zu bringen.

Dort hielt es meine Tochter dann stundenlang in den Armen und tröstete es ob des Verlustes ihrer Geschwister und ihrer Mami …

Manche frischgebackenen, stolzen Hundebesitzer  haben leider gar keine Vorstellung davon, was so ein  Abschied der ganzen ,,bisherigen heilen Welt“ für das kleine Lebewesen bedeutet  und wie wichtig es ist, dass es erst einmal Liebe und Geborgenheit in ruhiger Umgebung erfahren muss, um Vertrauen in ,,das neue Rudel“ zu gewinnen. Aber das nur nebenbei.

Zusammenleben mit Hund – wie dieser manchmal sogar Streit schlichten kann!

15 wunderschöne Jahre folgten seit jenem denkwürdigen Geburtstag  und unsere Luna ist mittlerweile die Rudelchefin über  zwei Shelties geworden…

Sie ist der einfühlsamste, liebevollste und zuverlässigste Hund, den man sich vorstellen kann und eine echte Freundin, die sofort merkt, wenn etwas nicht in Ordnung ist …

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Luna heute -immer noch voll bei der Sache!

 

Leben mit Hund bedeutet lange gemeinsame Spaziergänge, viel Spielen und Spaßen  mit den Kindern, aber auch gemeinsame Urlaube  und natürlich viele, viele Kuschelstunden …

Heute ist Luna nicht mehr ganz so agil. Trotzdem schaut sie noch jeden Abend, dass mit ihrem Rudel alles in Ordnung ist. Wenn zum Beispiel mein Mann, der auch Arzt ist, fehlt, weil er wieder einmal einen Vortrag halten muss oder zu einem Notfall gerufen wurde, ist sie immer noch besorgt und teilt mir, wenn ich ins Bett gehe, durch Jaulen mit, dass er noch nicht da ist. Erst wenn ich sie dann beruhige, ist es okay. Wenn er dann irgendwann kommt, wird er natürlich besonders stürmisch begrüßt!

Sohnemann geht jeden Abend mit ihr Spazieren. Nicht lange, aber so, dass sie noch einmal ,,ihr Reich“ überblickt und neue ,,Eindringlinge“ in Form anderer Hunde, die am Tag des Wegs kamen, noch riechen kann.

So freut sie sich ihres Hundelebens und tatsächlich kann sie auch Streitigkeiten schlichten, indem sie ,,dazwischengeht“, wenn zwei Streithälse sich ,,anmeckern“. Spürt sie ,,dicke Luft“,  jault sie meist, stupst einen der beiden an und gibt erst wieder Ruhe, wenn tatsächlich Ruhe ist! Dies passiert oft deshalb, weil die beiden so perplex über die Reaktion des Hundes sind, dass sie von ihrem Streit abgelenkt werden! …

Luna – Schreck am frühen Morgen

Natürlich passt die Colliedame, als echter Hütehund, auch sonst auf uns auf … Obwohl sie nie gebissen hat, erinnere mich an ein Ereignis, dass sich in den frühen Morgenstunden während eines gemeinsamen Spazierganges ereignete. Es war Spätsommer und  die Sonne hatte schon einiges an Kraft .  Aus den Wiesen stiegen die für jene Zeit typischen Früh-Nebel empor und Luna streifte frei über die Wiese, während ich die frischen Morgenluft genoß und meine Gedanken in Vorbereitung auf den mit Terminen voll gepackten Tag, schweifen ließ …

Plötzlich hörte ich ohrenbetäubendes Gebell! Ich sah mich um.  Luna war nicht zu sehen …Ich kniff meine Augen zusammen, aber es gelang mir nicht, sie im dichten Nebel auszumachen!  Pink durchfuhr mich! Was war geschehen?

Hastig eilte ich in Richtung des Gebells. Allerdings verlangsamte ich meine Schritte, je näher ich kam, denn noch immer konnte ich kaum etwas erkennen …

Nur langsam tauchten die Umrisse eines Baumes auf und Luna hörte nicht auf, laut und wütend zu bellen! Gott sei Dank!  Wahrscheinlich hatte sie nur ein Eichhörnchen auf den Baum huschen sehen! ,,Luna komm!“ rief ich erleichtert. Doch im gleichen Moment sah ich  – IHN. Ein mir unbekannter, großer  Mann mit weißer Latzhose, hatte sich an den Baumstamm gelehnt …

Vorsichtig kam ich näher. Doch da erkannte ich, dass auch der Hühne selbst Angst hatte! Mit schneckengeweiteten Augen  blickte er auf Luna, die etwa einem Meter vor ihm saß und ihn nicht aus ihren kleinen, runden, schwarzen Äugelein ließ! Erst als ich sie zu mir pfiff, ließ sie ihn sich vom Baum entfernen und von dannen ziehen! Huch, was war denn das gewesen?

Sie hatte ihn, wie er mir erzählte, tatsächlich bellend und knurrend zum Stamm getrieben, weil sie wohl eine potentielle Gefahr ih ihm gesehen hatte!

Allerdings versicherte mir der arme Mann, nach dem ersten Schreck wieder sichtlich beruhigt, dass er wirklich nur auf dem Weg zur Arbeit gewesen sei  und mich heute früh weder ausräubern noch vergewaltigen wollte… Natürlich entschuldigte ich mich bei ihm und war froh, dass er das Ganze so ,,cool“ genommen hatte!