Short Story: Weniger ist mehr (Beitrag Ü30 Bloggeraktion) Ein Notarzteinsatz, den man nicht vergisst …

,

Hallo Ihr Lieben!

,DSCN0061 (4),Nein! “ dachte ich mir.  Obwohl bei meinen ,,Entwürfen“ noch diverse Rezepte für Naturgesichtsmasken und (bei mir sowieso) relativ einfachen kulinarischen Genüssen schlummern, gehe ich dieses Thema genau so NICHT an. Das machen andere sicherlich besser!  Außerdem gibt es eine Begebenheit in meinem Leben, die bei dieser Vorgabe förmlich danach schreit, aus den tiefen meines Gedächtnisses hervorgekramt zu werden… denn sie hängt genau mit diesen 3 Worten zusammen: ,,Weniger ist mehr!“

Nun zählt sie sicher nicht zu den schönsten Erlebnissen meines Lebens, aber sie ist viele Jahre her und der Schock von damals, der noch eine ganze Weile tief in mir nagte, ist, Gott seis gedankt, Geschichte! Trotzdem – vergessen werde ich das Ganze wohl nie… Allerdings muß ich an dieser Stelle sagen, dass sich dieses Ereignis in Wirklichkeit natürlich nicht genauso abgespielt hat, insbesondere wunden Personenbeschreibungen geändert und etwaige Übereinstimmungen  rein zufällig sind… Aber fangen wir an!

,,Schuldig! Weniger ist manchmal mehr, Herr … (Angeklagter)! Ihre Lügen sind so unnötig! Hätten sie sich weniger um Ihren Ruf, ihr Geld und um Ihr Ansehen sondern einfach um die Bedürfnisse der allzu menschlichen Seele ihrer Frau gekümmert, ständen sie heute nicht hier und ich müsste mir nicht solche  Märchen anhören! Aber diese Werte zählen in unserer Gesellschaft anscheinend nichts mehr …!“

Ich sitze auf der Zuschauertribüne in einem der  Gerichtssäle und habe gerade meine Zeugenaussage hinter mich gebracht. Aber fangen wir von vorne an…

S1320131 (2)

Mein Sohn und ich hatten uns  an diesem Sonntagnachmittag zu einem Waldspaziergang aufgemacht. Alles war so wunderschön. Der Vogelgesang vermischte sich wohltuend mit dem sanften Rauschen der Bäume und die Strahlen der schon etwas tiefstehende Sonne zauberten wunderbare Licht- und Schattenspiele durch die sich leicht bewegenden Blätter der Bäume. Doch plötzlich wurde der Wind heftiger und die Sonnenstrahlen verloren schnell an Strahlkraft…. Wir wollten umkehren und rannten los, doch die Umgebung war kaum noch zu erkennen und der Wind pfiff uns, immer stärker werdend, um die Ohren. Ich wollte meinen Sohn auf den Arm heben doch er war mittlerweile deutlich schwerer geworden und ich schaffte es kaum, ihn hochzuheben. Immer wieder drohte mir sein schwerer Körper zu entgleiten…  Auch der Weg war mittlerweile in Dunkelheit getaucht und so sehr ich mich auch bemühte, ich konnte nicht einmal mehr die Umrisse der Bäume erkennen.  Alles um mich herum schien verschwunden zu sein …

S1320130 (4)

Ein lautes, schrilles Geräusch weckte mich aus meinen wirren Träumen. Der Notarztpiepser mahnte mich zur Eile.  Ich sprang, wie so oft schon, bereits komplett angezogen, von der durchgelegenen alten Liege auf, die wohl schon Generationen von Notärzten als nie lange am Stück benutztes Ruhelager gedient hatte und rannte Richtung Tür, an der der Fahrer schon mit dem Wagen wartete…

,,Morjen auch, was liegt an?“ – ,,Messerstichverletzung!“ -,,Aja.“ murmelte ich schlaftrunken und merkte, wie in diesem Moment Adrenalin durch meine Adern schoß und ich, wie immer in dieser Situation, schlagartig hellwach wurde.

Als wir an der angegebenen Adresse angekommen waren, standen wir vor einem schmiedeeisernen Tor, das sich bedrohlich dunkel gegen den von den Lichtern der Stadt leicht orange verfärbten Nachthimmel abhob.

Bildergebnis für daphne du maurier rebecca
„Last night I dreamt I went to Manderley again. It seemed to me I stood by the iron gate leading to the drive, and for a while I could not enter, for the way was barred to me. There was a padlock and a chain upon the gate. I called in my dream to the lodge-keeper, and had no answer, and peering closer through the rusted spokes of the gate I saw that the lodge was uninhabited…“ (Daphne Du Maurier, Rebecca)

 

Als Karl, mein Fahrer, schon aussteigen wollte, um nach einer Klingel  oder ähnlichem zu suchen, glitten die Torflügel wie von Geisterhand gesteuert, plötzlich zur Seite und gaben den Weg zu einer mit Kies bestreuten Auffahrt frei.  Unwillkürlich musste ich an die Verfilmung den alten Daphne du Maurier Romanes ,,Rebecca“ denken, in dem es um dunkle Machenschaften in einem alten Herrenhaus geht…

Der Hausherr brachte uns ohne viele Worte direkt in die große, mit alten schweren Landhausmöbeln und modernen Hightech-Geräte ausgestatteten, fast steril wirkenden, blitzeblanken  Küche. ,,Irgendwie zu sauber!“ schoss es mir unwillkürlich durch den Kopf.

Doch jäh wurde meine Aufmerksamkeit in den hinteren Teil des großen Raumes gelenkt. Das Licht war dort heruntergedimmt und eine einsame Kerze flackterte im Luftzug der immer noch geöffneten Tür. Und dann sah ich SIE! Die Frau lag auf den Boden, die Augen weit aufgerissen, und ein Messer steckte bis zum Griff in der linken Seite ihres Brustkorbes.

Irgendwie schien es mir, als ob man einen Film angehalten hätte und wenn man,,Play“ drücken würde, würde die Szenerie weitergehen und die Frau die Augen bewegen und vielleicht wieder aufstehen…

,,Ich habe sie so gefunden und nichts angefasst. Ich bin selbst Arzt, Professor und habe gleich gesehen, dass sie tot ist… “ Da sah ich IHM zu ersten Mal richtig ins Gesicht. Normalerweise gilt meine ungeteilte Aufmerksamkeit dem Patienten, bis ich weiß, wie sein Zustand einzuschätzen ist und erst dann den Angehörigen. Aber ich erinnerte mich trotzdem, dass mir vorher, im Vorbeigehen,  irgendetwas aufgefallen war…  Richtig – Ich kannte sein Gesicht aus Fachzeitschriften. Der Mann war ein angesehener Kollege mit ausgezeichneten Reputationen … ,,Sie war hochgradig depressiv, die Arme und schon länger in psychiatrischer Behandlung. Ich habe versucht, ihr zu helfen, aber die Episoden wurden immer stärker. Sie wissen ja, dass man bei endogener Depression kaum etwas machen kann!“

,,Sicher!“ antwortete ich so beiläufig wie möglich. ,,Und sie wissen ja, dass  man in so einem Fall die Polizei rufen muss. Ich kann ja nicht ,,natürlicher Tod“ ankreuzen!“ – ,,Ne, ist klar, wissen se, ist für mich auch nicht einfach, habe ich jetzt vergessen, ich glaube, ich muß mich auch setzen…!“ Er machte Anstalten, zusammen zu sinken und Karl konnte ihm gerade noch einen Stuhl unterschieben.

Ich hatte zwischenzeitlich, natürlich mit Handschuhen und ohne etwas zu verändern, festgestellt, dass Herzschlag und Atmung ausgesetzt hatten und diese Stichverletzung wohl nicht mit dem Leben  vereinbar war.

Außerdem hatte der Kollege anscheinend keine Anstalten gemacht, seine Frau wieder zu beleben, als er sie so vorgefunden hatte. Und noch etwas war mir aufgefallen. Nämlich dass der Stich ins Herz von schräg oben gekommen war… Hätte sich die Frau selbst umgebracht, hätte sie aller Wahrscheinichkeit nach das Messer mit der rechten Hand leicht von unten eingeführt, vielleicht auch relativ senkrecht, aber auf alle Fälle nicht so, wie es in ihr steckte!

Aber darum würden sich die Gerichtsmediziner kümmern.

Dieser Mensch hatte augenscheinlich alles, was man sich wünschen kann. Eine schöne Frau, von der die bereits erwachsenen Kinder später vor Gericht aussagten, dass sie sich nie beschwert hätte.  Übrigens auch dann nicht, wenn ihrem Mann, wenn der Druck auf ihn in der Klinik mal wieder zu groß geworden war, zuhause dann und wann die Hand ausgerutscht war. Sei Schläge seien kurz, gezielt und hart gewesen. Viel hätte es zum Ausbrechen dieser Wuntanfälle  nicht gebraucht … Ein Brot, dass ihm nicht schmeckte oder wenn seine Frau äußerte, er solle sich doch besser ausruhen, wenn er seinerseits Lust auf ein ,,harte Nummer“ geäußert hatte…

Janina, die älteste Tochter, sprach leise und mit gesenktem Kopf, als sie im Zeugenstand von diesen Vorfällen berichtete. Im Saal war es währenddessen mucksmäuschenstil …

Alle waren sichtlich ergriffen, als nach und nach die ganze Geschichte ans Licht kam, die eigentlich ja darauf ausgelegt war, sorgsam gehütet zu werden.

Von außen betrachtet, war das Leben des Professors und seiner Familie in den letzten Jahren nahezu perfekt verlaufen.

Mit dem Antritt der Chefarztstelle an einer renommierten Universitäts-Klinik vor einigen Jahren und der zusätzlichen wissenschaftlichen Arbeit war sein Ansehen und sein Gehalt schlagartig angestiegen. Geradezu euphorisch hatte er sich in die Arbeit gestürzt und seine neue Position mit den verbundenen Privilegien sichtlich genossen.

Da schien es anfangs ein vergleichsweise kleines Opfer zu sein, dass er  immer weniger nach Hause kam und schließlich auch dann und wann  ein paar Nächte in der Klinik verbrachte, wenn gerade viel zu tun war. Zum Ausgleich dafür kaufte er seiner Familie schließlich dieses feudale  Herrenhaus und ließ es ihr an nichts fehlen, wie er selbst mehrmals betonte. Reit- und Tennisstunden waren ebenso an der Tagesordnung wie  teure Urlaube auf den Bahamas …

Und auch die Kinder entwickelten sich prächtig, ergriffen angesehene Berufe und eigentlich wäre sein Glück perfekt gewesen…  Denn er hatte jetzt nahezu alles, was er sich jemals erträumt hatte!

Aber der Druck auf ihn wuchs, als man ihm eine Oberarztstelle strich. Von nun an war er gezwungen, auch noch einen Teil der Bereitschaftsdienste selbst zu absolvieren… Auf die Idee, sich dagegen zu wehren, war er nicht gekommen und die leisen Veränderungen seines Charakters hatte er anfangs als vorübergehend abgetan.

Erst als er, entgegen seines eigentlichen Naturells,  immer wieder die Hand gegen seine Frau erhoben hatte, merkte er, dass er dem Ganzen eventuell doch nicht so ganz gewachsen war. Aber die laufenden Kredite mußten getilgt werden und so zwang er sich, sich zusammenzureißen und den Ärger  mit einem kleinen Schlückchen Alkohol hier und da einfach wegzuspülen.

Aber an diesem Abend sei seine Frau einfach besonders nervig gewesen… Man merkte, dass ihn allein die Erinnerung daran zumindest innerlich erneut in Rage versetzte und dass er an sich halten mußte, damit seine Stimme nicht lauter wurde…

Und so hatte er schließlich all das, wofür er so hart gekämpft hatte, einfach weggeworfen, als er das Messer, das in der Spülmaschine nicht richtig sauber geworden war, in die Hand nahm. Sie hatte es einfach achtlos in die Schublade zu den sauberen gelegt, berichtete er, nun plötzlich wieder völlig ruhig. Das habe er einfach nicht durchgehen lassen können.

Und so hatte er sein Glück unwiederbringlich zerstört. An einem einzigen Abend, in einer einzigen, unbedachten, cholerischen Sekunde…

Epilog

,,Ja, weniger ist manchmal mehr!“ dachte ich, als ich mich nach der Verhandlung ins Auto setzte um nach Hause zu fahren, zu meiner Familie, die ich liebe, um sie schon an der Haustür in die Arme zu schließen. Zuerst meinen Mann, dann meine Tochter und schließlich meinen Sohn. Übermütig sprang er mir in den Arm. Eigentlich war er doch noch gar nicht soo schwer…

unnamed (36)
Familienglück ist durch nichts zu ersetzen: Mein Töchterchen und ich vor ein paar Jahren …

So, Ihr Lieben, das war es für heute! Die Rezepte gibt es ein anderes Mal, versprochen. Aber bestimmt haben meine Kolleginnen auch einiges Schönes im Rahmen dieser Aktion vorbereitet! Gerne könnt Ihr auch bei ihnen vorbeischauen, unten sind sie verlinkt!

Alles Liebe und eine wunderschöne Woche wünsche ich Euch von Herzen,

Eure Nessy

 

 

Film /Promi – Welt: Making Of- Spannender Tatort-Dreh in Saarbrücken!

Hallo Ihr Lieben!

IMG_3109 (3)
Mit Marc André Mismann, genannt ,,Mieps“, 2. Regieassistenz und für die Zähmung des unerfahrenen  ,,Komparsenhaufens“, zu dem ich auch irgendwie gehöre,  zuständig

… Es ist irgendwann, lange nach Mitternacht. Während  die meisten der Saarbrücker dem  Schlaf der Gerechten fröhnen, sitzen  wir alle auf unseren Plätzen im Saal des Saarbrücker Schlosses. Mucksmäuschenstill. Niemand wagt, auch nur hörbar  zu atmen. Denn wenn es heißt ,,Ruhe, wir drehen!“ hält jeder sofort inne. Es kommt mir ein bißchen so vor, als ob jemand  bei einer Filmvorführung plötzlich  die Stopp -Taste gedrückt hätte. Nur, dass das hier Realität ist. Und doch gibt es eine Ausnahme. Denn dort, hinter der Ecke, für uns unsichtbar, geht die Show weiter! Angestrengt lauschen wir, was da vor sich geht.  Ein Schluchzen, Stimmen, die laut werden, dann wieder verheultes Gestammele.  Mehr ist nicht auszumachen, auch wenn man mit viel Fantasie erahnen könnte… Aber halt! Top Secret! Von der Handlung darf natürlich nichts nach Außen dringen, denn nichts ist schließlich langweiliger, als ein Film, dessen Ausgang man kennt!

IMG_3169 (6)1Das Outfit für den Dreh: Die coole Geschäftsfrau im strengen Anzug und noch strengerer Frisur besucht eine wichtigen Veranstaltung im Saarbrücker Schloss. Soviel Geld hat sie in eine Sache gesteckt und jetzt… Aber seht selbst bei der Ausstrahlung im nächsten Frühjahr! Ein kleiner Tipp: Am Anfang lächelt sie noch, aber dann … kommt´s dicke!

IMG_3168 (6)

Auch Sabine hat  ,,die Verwandlung“  perfekt umgesetzt- mit ,,kalter“ Lippenstiftfarbe und viel Gel in meinen ach so schööönen langen, weichen Haaren… Aber Dreh ist Dreh!

Und darauf werden ,,WIR“, sprich, ein Haufen voll Kleindarstellern und Komparsen, immer wieder aufmerksam gemacht. Auch gilt ein gelockertes Handyverbot… Wobei ich natürlich höflich frage, wenn ich jemanden so fotografiere, dass man sein Gesicht erkennen kann.  Bis auf ,,den Einen“ der mit einem leicht blasiertem Lächeln, aber höflich bleibend, ein Foto von sich ablehnt, gibt man sich freundlich – jovial und läßt mich mit meinem kleinen Handy gewähren. Habe ich doch heute in weiser Voraussicht, wie ich dachte, die furchteinflößende Kamera zuhause gelassen…

IMG_3137 (2)

Schade eigentlich. Denn sooo schlechte Chancen hätte ich wohl gar nicht gehabt, sie zu benutzen. Überhaupt herrscht ein erstaunlich gutes Klima. Jeder weiß, was zu tun ist, konzentriert sich auf seinen Job, bringt sich ein, macht Vorschläge, die angenommen werden … Doch, es gefällt mir wirklich, was ich sehe! Es herrscht ein freundschaftliches Miteinander, leise, von außen eher unauffällig, aber omnipräsent dirigiert vom kreativen Kopf der Produktion,  dem Regissieur Zoltan Spirandelli, dem es gelingt, das vermeintliche Chaos so zu lenken, dass  tatsächlich ein Zahnrädchen wie von selbst in das andere zu greifen scheint… Nun ja, wer es schafft mit einem Kurzfilm das Kinopuplikum zum Mitsingen anzuregen (,,der Hahn ist tot“) und damit den Preis der deutschen Filmkritik erhält, für den ist es anscheinend ein Kinderspiel, diesen anfangs noch  etwas müden Haufen dazu zu animieren, mit maximaler Konzentration Höchstleistungen zu vollbringen…

Der Regisseur Zoltan Spirandelli ist 1957 in Königstein im Taunus geboren. Er machte zahlreiche Filme fürs Fernsehen und arbeitete mit Schauspielern wie Andrea Sawatzki (Ufos über Waterlow), Matthias Schweighöfer (Verbotenes Verlangen – Ich liebe meinen Schüler), Daniel Brühl (Vaya con Dios), Rufus Beck (Inspektor Rolle) und Ottfried Fischer (König Otto) zusammen. Für seinen  Kinofilm Vaya con Dios erhielt er den Bayerischen FilmpreisZoltan Spirandelli ist aber auch als Schauspieler, Produzent und Drehbuchautor tätig.

Der saarländische Tatort blickt mittlerweile auf eine langjährige Tradition zurück. Viel Wasser ist die Saar hinuntergeflossen, seit  der erste relativ volkstümliche Chefermittler Peter Liersdahl, seinerzeit gespielt von Dieter Eppler,  1970 den ersten seiner nur 2 Fälle löste.

Die Dämmerung senkt sich langsam über Saarbrücken. Noch ist der Schlossplatz fast  leer, was sich bald ändern soll … ,,Vor 10 Uhr abends können wir heute mit euren Szenen nicht zu drehen anfangen, wir brauchen Nacht“ erklärt uns ,,Mieps“…  Naja, bis alle geschminkt sind, braucht es sowieso… An mein neues Äußeres muß ich mich schließlich auch noch gewöhnen!  Außerdem brauchen wir Regen… Vorsorglich wird der Schlossplatz bewässert. Allerdings scheint der Wettergott ein Tatort-Fan zu sein, denn wie bestellt setzt genau beim Dreh ein leichter Regen ein… Aber nur genau soviel, wie gebraucht wird…

Seitdem 27. Januar 2013 ermittelt nun das aktuellen Tatort-Team aus Saarbrücken. Die Kommissare Jens Stellbrink (Devid Striesow) und Lisa Marx (Elisabeth Brück).

Dabei steht der taffen Lisa, ein eher ruhiger, aber nicht minder cleverer  Jens Stellbrink an der Seite,  der den kumpelhaften Menschenfreund  gibt…

Manche erkennen sie vielleicht auch aus der Tanzshow Deutschland tanzt, die 2016 in ProSieben ausgestrahlt wurde: Elisabeth Brück, die neben Devid Striesow die Hauptrolle als Lisa Marx spielt, ist 1972 in Saarlouis, Saarland geboren und spielt in Theater, Fernsehen und Kino. Die sympathische Schauspielerin berichtete mir, dass es ihr bei ihrer Rolle großen Spaß gemacht habe, wie sich ihre Protagonistin Lisa Marx mit der Zeit entwickelt habe.  Am Anfang sehr taff und hart, würde sie im Laufe der zunehmend weicher und lockerer werden … ,,Anfangs wurde über sie gesagt, sie habe  wohl einen Stock verschluckt! – Das muss man erst einmal schauspielerisch darstellen!“ resümiert Brück lächelnd.  Sie wirkt in Natura sehr offen und bestimmt nicht  arrogant, wie wohl in ihrer Rolle anfangs als Lisa im ,,Tatort“! Eher ein Typ zum Pferde stehlen, irgendwie… Aber sie beschränkt sich nicht auf die Schauspielerei! So schrieb sie eigene Stücke und arbeitet auch als Produzentin für Theater und Fernsehen. Seit 2010 ist sie künstlerische Leiterin des Theaters im Tunnel (Grube Velsen).  

IMG_3124 (2)Die Handlungen sind den aktuellen Geschehnissen der jeweiligen Zeit angepasst,  ,,aus dem Leben“, wie mir eine Komparsin, die extra für diesen Dreh mit ihrem Vater aus Göttingen angereist war, erzählte. Es sei schon immer einmal ihr Traum gewesen, zu sehen, wie so ein Tatort-Dreh abliefe, den sie sich jetzt, in ihrer Elternzeit  erfülle. Links seht Ihr uns in einer Drehpause! Auch ich hatte mich heute wieder einmal unter die Komparsen gemischt, wenn auch eher aus Zufall, ursprünglich als Mutter meines  schauspielbegeisterten Sohnes, der für eine Komparsenrolle angefragt wurde …

IMG_3159 (2)
Die ,,zarte Schöne“ Franziska Schubert alias Frau Doktor Bindra spielt eine der Hauptrollen in diesem Tatort…

Aber natürlich bin ich gerne dabei, um mich einmal mehr von den Eindrücken des Sets mit in eine andere Welt nehmen zu lassen… Also! Wer mich für den Film entdecken möchte, nur zu! Ruft mich an! Grins! Übrigens: Ärztinnen aller Art kann ich besonders gut spielen, das habe ich fast mein Leben lang geübt! Ähmm… okay, … zurück zum Thema!

Auch, wenn ich mich bis dato,  zugegeben, nicht gerade als eingefleischter Tatort-Fan bezeichnet hätte, muß  ich mir eingestehen, dass das Konzept, die Drehorte in den größeren deutschen Städten zu wählen und sich aktueller Themen anzunehmen, aufgeht! So sei nur soviel verraten: Es geht dieses Mal unter anderem um das Flüchtlingsgeschehen, um die Frage, wie weit Freundschaft gehen darf und natürlich… um Mord!

Wolf Siegelmann &Co waren für die Kameraführung an den insgesamt 21 Drehtagen des Tatort mit dem Namen ,,Der Pakt“ rund um Saarbrücken verantwortlich. Die Drehorte waren rund um Saarbrücken verteilt. Sogar ein eigenes Kommisarriat wurde eingerichtet!

Der Dreh lief gut beschützt von teilweise echten Polizisten ab, ab, die außer ihren ,,Einsätzen“ , die sie bravourös absolvierten, auch Tipps für die realistische Darstellung mancher Szenen gaben! Hier seht Ihr mich mit Mike Caspers vom Landespolizeipräsidium Saarland. Ein Lieblingsplatz der Filmleute: Das Catering im Schlossgarten!… Dort ergaben sich immer ´mal wieder interessante Gespräche, ohne die ich diesen Artikel sicher nicht hätte schreiben können!

IMG_3121 (2)So, das war es auch schon mit meinen Impressionen vom Dreh! Wie mir Vögelchen zugezwitschert haben, waren manche von Euch auch schon, sogar ,,richtig“ und nicht nur so im Hintergrund wie ich, vor der Kamera! Schreibt mir doch gerne in die Kommentare, wie das für Euch so war oder auch Anregungen, Lob oder Kritik!

Ach ja, noch etwas Wichtiges zum Schluß: Der Film ,,TATAORT -der Pakt“  wird voraussichtlich in etwa einem Jahr ausgestahlt! Er ist sicherlich sehenswert, denn er wurde – und das kann ich Euch schon einmal garantieren – mit viel  Freude, Leidenschaft und Herzblut gedreht!

 

Wettbewerb ,,Friedliches Miteinander!unnamed (9)

Übrigens läuft hier aktuell ein ,,Schwarz-Weiß“ Fotowettbewerb, an dem man noch mitmachen kann! Die Bilder werden mit Name und Verlinkung veröffentlicht, soweit das möglich ist!

Damit möchte ich auf das Thema ,,Friedliches Miteinander“ in einer Welt, die diesbezüglich doch noch ein wenig Unterstützung benötigt, aufmerksam machen und möglichst viele Menschen zum Nachdenken anregen! Gerade zwischen unterschiedlichen Menschen ist es oft nicht ganz einfach, einen Konsens zu finden… Wichtig, dass wir alle, auch im Kleinen, an einem Strang ziehen! Aus diesem Grund habe ich die gegensätzlichen Farben Schwarz und Weiß gewählt, die im Bild zusammenkommen … Wobei es natürlich auch viele Graustufen gibt!

Das ganze hat keinerlei politische Gruppierung als Hintergrund!

Das Wichtigste in Kürze:

Schickt mit ein Bild, Thema ,,Schwarz-Weiß“ an folgende Adresse:

dr.med.awagner@gmail.com

Das Bild kann (abfotografiert)  ein/e Foto, Zeichnung, Kunstwerk oder auch  Shooting sein (Stimmungsbild, Ausdrucksbild, Mode etc.)! Wichtig ist, dass das Thema ,,Schwarz-Weiß  irgendwie erkennbar ist. Ihr könnt natürlich auch einfach eine Schwarz-Weiß-Fotografie nehmen!  Zu gewinnen gibt es eine von insgesamt 3 wunderschönen Cameo-Ketten, die in Amerika  gefertigt wurden – natürlich in Schwarz-Weiß!

So, bleibt mir, Euch eine wunderschöne neue Woche zu wünschen, inspiriert von all den schönen Impressionen, die Ihr, wie ich Euch wünsche, an Pfingsten sammeln konntet!

Alles Liebe,

Eure Nessy