Vitalität und Mode für Junggebliebene – Fit und schick auch mit über 50!

Fitness und Mode ist keine Frage des Alters!

Hallo Ihr Lieben,

heute wende ich mich einmal an die, die in den Blogs oft ein wenig stiefmütterlich behandelt werden – nicht jene, die schon „seit ein paar Jahren 35“ sind, so wie ich (auch wenn diese „Mittelgruppe“ auch oft als „reif“ bezeichnet wird, was sie zugegebenermaßen auch ist!), sondern an jene jenseits  50,60,70 und 80, bei denen die Menopause oder bei Männern ein Testosteronabfall nicht mehr zu leugnen ist und die leider etwas mehr in den Erhalt ihrer Vitalität investieren müssen… Heute sind die Menschen aus dieser Gruppe aber oft erstaunlich jung und genauso an guten Tipps interessiert wie die „Jüngeren“. Ich kenne diese Gruppe, beruflich bedingt, gut und auch persönlich habe ich mich viel mit meinen Omas, meiner Mutter und Schwiegermutter beschäftigt und tue dies soweit möglich, noch.

Was ist also für Euch, Liebe „Junggebliebenen“ wichtig, damit Ihr weiterhin so jung bleibt, oder vielleicht sogar an Vitalität und Ausstrahlung hinzugewinnt?

1. Am aller- allerwichtigsten ist, dass Ihr Euch wohlfühlt. Dazu gehören Menschen, mit denen man gerne zusammen ist, mit denen man sich gut unterhalten kann und dass man Dinge tut, die einem gefallen und die den Geist rege halten!

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Drei Generationen fröhlich zusammen…

Tipps für soziale Kontakte/geistige Anregung:

Besuch von Veranstaltungen, die einen interessieren könnten. In den Tageszeitungen gibt es einen Veranstaltungskalender z.B. Veranstaltungen speziell für etwas ältere, aber auch Ausstellungen, Theater, Konzerte und Führungen etwa durch seine Heimatstadt oder Umgebung unter besonderen Gesichtspunkten, wie historisch oder pflanzenkundlich (z.B. Pilze/Kräuter).

Belegung von Kursen/Lehrgängen  z.B. Volkshochschulkursen oder anderen – man kann auch ein Instrument lernen oder sogar noch studieren, wenn man dies möchte und die Voraussetzungen erfüllt! Während meines Studiums habe ich einige „Ältere“ Mitstudenten kennengelernt. Es gab solche, die das Ganze sehr ernst genommen haben, andere waren „Gaststudenten“ und sind nur zur Uni gekommen, wenn sie gerade wirklich Lust hatten und haben dann das verfolgt, was sie wirklich interessierte.

Anderen helfen kann viel Spaß machen und einen sehr erfüllen, z.B. in Krankenhäusern (einfach erkundigen), Tierheimen (z.B. Hunde ausführen) oder Kinder betreuen…

– Sich einfach im Alltag umschauen nach Menschen, die vielleicht auch Kontakt suchen oder Hilfe brauchen…

DAS WICHTIGSTE: OFFEN BLEIBEN UND NICHT AUFHÖREN, SICH FÜR DIE WELT ZU INTERESSIEREN!

2. An zweiter Stelle des Jung-Bleib -Konzeptes steht eine dem Körper zuträgliche Verhaltenssweise.

2a) Dafür ist es elementar, sich ausreichend zu bewegen, wenn möglich, auch an frischer Luft. Dabei sollte man sich an seinen eigenen Möglichkeiten orientieren.

Tipps zur Bewegung:

Ein guter Anfang ist es, morgens bei offenen Fenster bewußt ein- und auszuatmen. Dabei kann man die Arme beim Einatmen seitlich nach hinten führen, beim Ausatmen nach vorne führen. Das Ausatmen sollte dabei deutlich länger dauern, wie das Einatmen. Erst wenn man keine Luft mehr ausatmen kann, wieder einatmen. Man kann auch variieren, indem man (im Stehen) die Arme beim Einatmen nach oben führt, und sich beim Ausatmen nach vorne unten beugt…

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Eine weitere Möglichkeit der einfachen Bewegung ist, sich, nur soweit es angenehm ist, in alle Richtungen (nach vorne, hinten, oben, unten) zu dehnen.

Man kann sich danach locker ausschütteln oder sich zu seiner Lieblingsmusik (je nach körperlicher Verfassung) sanft bewegen oder sogar tanzen.

Auch „Walking“, das schnelle Gehen mit Stöcken, ist in dieser Altersgruppe sehr beliebt und mit anderen zusammen macht es vielen noch mehr Spaß.

Es gibt viele weitere Möglichkeiten, wie Schwimm-oder Gymnastikgruppen (z.B. auch Herzsport-Gruppen). Einfach erkundigen, vorher das ok vom Hausarzt holen, sich das passende heraussuchen und loslegen!

2b) Ein weiterer wichtiger Punkt ist eine ausgewogene Ernährung. Oft schleichen sich Mangelerscheinungen ein, die ausgeglichen werden müssen. Am besten lasst Ihr Euer Blut auf eventuelle Mängel untersuchen und macht dann einen Termin bei einer Ernährungsberaterin.

Tipps für eine gesunde Ernährung:

Klar, eigentlich wisst Ihr es ja: Gut ist viel Gemüse und Obst (aber nicht zu süß), auch ab und zu Nüsse, ein oder zweimal die Woche hochwertiges Fleisch und einmal Fisch,..

Kohlehydrate (Nudeln, Brot, Klöße Kuchen,.)sollte man nur in Maßen genießen. Sie liefern Energie, welche bei Überschuß in Fett umgewandelt wird und  enthalten relativ wenig Vitamine, Mineral- und meist auch wenig Balaststoffe.

Generell gilt, dass die Gefahr einer Osteoporose im Alter steigt, deshalb auf eine calciumreiche Ernährung mit Joghurt/Käse/Milch sowie Bewegung achten!

Fette sollten nicht in zu hohem Maße verzehrt werden. Allerdings gbt es auch bei diesem Thema neue Erkenntnisse. So hat man herausgefunden, dass tierische Fette aus Weidehaltung (Rindfleisch, Butter) vorteilhaft sind, da sie ein günstiges Verhältnis von Omega 6 zu Omega 3 Fettsäuren (FS) enthalten (möglichst wenig Omega 6 FS im Verhältnis zu Omega 3 FS sind vorteilhaft). Omega 3 FS wird ein positiver Nutzen nachgesagt, die Quelle (Kapseln oder Fisch) sollte aber tierischen Ursprungs sein, da  die Omega 3 FS daraus besser verwertet werden können.

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Obst und Gemüse -lecker… wer es so nicht mag, wirft das Ganze mit etwas Wasser in den Mixer (natürliche keine Zwiebeln und Kartoffeln!) und macht einen leckeren Smoothie…
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Minze und andere Kräuter enthalten viele gesunde Stoffe und geben den Speisen den nötigen Pfiff!

Das Gewicht

steigt im Alter leicht an. Das ist normal, weil es zu einer Umverteilung kommt. Mehr als 5-8 kg sollten es aber nicht sein! Deshalb gilt: Einmal pro Woche sollte man sich wiegen und einer eventuellen  Zunahme entgegenwirken. Achtung: Vielleicht ist auch eine vermehrte Wassereinlagerung die Ursache  für die Zunahme – klärt das am besten mit Eurem Hausarzt ab! Wo wir beim nächsten Punkt sind…

3. Optimale ärztliche Behandlung

Leider schleichen sich im Alter vermehrt Krankheiten ein. Man sollte deshalb regelmäßg seinen Hausarzt aufsuchen und die empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen. Rechzeitig erkannt kann man vielen Erkrankungen gegensteuern. Auch man selber sollte auf seinen Körper achten und bei Auffälligkeiten (z.B. einen tastbarer Knoten unter der Haut, Blutabgang, ein sich verändernder Leberfleck, nachlassende Leistung/Sehleistung, Gewichtsveränderung,… ) einen Arzt aufsuchen. Auch kann man bei beiden Geschlechtern Probleme, die durch Hormonveränderungen auftreten, behandeln.

4. Kosmetische Maßnahmen

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Die Haare werden mit der Zeit oft trockener und dünner. Trotzdem müssen sie regelmäßig mit sanften Spezialprodukten gewaschen werden, sonst fängt die Kophaut zu riechen an, auch wenn die Haare noch „gut“ aussehen. Öl für die Spitzen machen das Haar kämmbar. Festiger gibt mehr Struktur und kann Volumen zaubern. Mit Spray bitte sparsam umgehen, Nichts wirkt „älter“ als eine betonierte „Helm“-Frisur…

4a) Pflege der Haut

Die Haut verliert im Alter an Fett und Feuchtigkeit, sie wird dünner, ebenso die Haare… Also muß man auch die Pflege an diese neuen Gegebenheiten anpassen.

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Basisgesichtspflege bei reiferer Haut mit Reingungsmousse, Serum, Tages- und Nachtcreme. Spezialpflege für die Augen und tagsüber über das Makeup oder über die Tagescreme bei Bedarf Feuchtigkeit in Form von Thermalwasserspray…

War man früher manchmal etwas nachlässiger, heißt es heute: Die Gesichtshaut jeden Morgen und jeden Abend gründlich aber sanft säubern. Bitte nicht rubbeln oder alkoholhaltige Mittel verwenden, dadurch wird der natürliche Schutzmantel zu stark abgebaut, sondern sanfte Reinigungslotionen oder -Mousse, wenn möglich auf die restliche Pflege abgestimmt, verwenden. Danach wird oft Gesichtswasser zum „klären“ empfohlen. Das wirkt erfrischend und entfernt, falls vorhanden, noch die letzten Reste des Make ups. Ob es immer unbedingt nötig ist, oder ob es die Haut nicht doch eher aufquilt und austrocknet, wird kontrovers diskutiert. Am besten macht man es so, wie es sich auf der Haut am besten anfühlt. Danach kann man optimalerweise ein Serum einmassieren. Dabei bitte die  Haut nicht zerren und beim Öffnen der Glasampullen ein dafür gemachtes Platikröhrchen (ist oft dabei) oder ein Papiertuch verwenden, damit man sich nicht verletzt.

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Zusatzpflege: Ampullen für jede Gelegenheit mit den passenden Cremes… Hier von Dr. Grandel.

Als Abschluß trägt man eine, auf das Alter und den Hauttyp abgestimmte Creme auf… Zusätzlich empfehlen sich Masken (einmal /Woche), die die Haut intensiv mit Wirkstoffen versorgen können. Man kann auf die Maske noch ein mit warmen (nicht zu heißem) Wasser getränktes Tuch legen. Dadurch steigert sich die Durchblutung und die Poren öffnen sich – so können die Wirkstoffe besser eindringen (nicht bei erweiterten Äderchen!). Ebenso geht dies durch eine absschließende Massage nach der Einwirkzeit. Bitte die Haut nun noch akribischer vor Umwelteinflüssen schützen – sie wird leider empfindlicher. Also im kalten Winter zusätzlich draußen Fettcreme verwenden, im Sommer hohen Sonnenschutz auftragen. Noch einen letzten Tipp zu diesem Thema: Teure Produkte sind nicht immer besser. Wichtig ist, dass man konsequent in der Pflege ist!

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Ob das Alles sein muß kann jeder selber entscheiden: Fußcreme, Creme Für besonders trockene Hautpartien (z.B. Schienbein) , Creme für schuppende Hautpartien (z.B. Ellbogen), Nagelhautpflegestift,straffende Dekolletépflege, straffende Körpercreme (z.B. Bauch, Beine), „normale“ Körperlotion, kühlende Körperlotion, Deocreme für die Achseln, Waschsyndet unter der Dusche… Nicht auf dem Bild:, Niveacreme um „Alles“ einzucremen (wer will, sogar inklusive Gesicht), die meine Mutter benutzt und sie hat eine tolle Haut!

4b) Make up:

Wichtig ist auch hier große Sorgfalt. Es kann einen tatsächlich ein wenig jünger erscheinen lassen. Ich möchte hier keine Make up Schulung durchführen. Jahrelang habt Ihr geübt, welche Farben Euch am besten stehen und welche Produkte Euch am meisten zusagen. Deshalb hier nur folgende ergänzende Tipps:

Farben überwiegend nicht zu schrill, sondern eher dezent wählen. Das Make up ist meist schöner, wenn es natürlich und nicht angemalt wirkt. Z.B. wirkt knallroter  oder zu dunkler Lippenstift bei nicht mehr ganz so prallen Lippen oft die Fältchen betonend, roséfarbener dagegen vergrößert optisch. Wer sich aber mit auffälligen Farben wohlfühlt, dem möchte ich sie hier auch nicht ausreden, zu manchen Menschen passen sie einfach!

– Das Make up sollte auf keinen Fall dunkler, sondern eher eine Nuance heller als der natürlich Hautton gewählt werden. Sonst setzt sich der dunkle Ton in den Falten ab und hebt diese noch hervor. Gezielt kann man deshalb die Falten mit einem hellen Concealer abmildern. Das Make up bitte auch nicht zu dick auftragen! Die neunen BB-Cremes sind nicht schlecht, wobei es große Unterschiede gibt. Sie sollen mehrere Funktionen vereinen. BB  steht für „beauty balm“ oder „blemish balm“. Blemish bedeutet Makel  und die sollen BB Creams unsichtbar machen.  Einige bilden aber unschöne „Rubbelpartikel“, wenn man sie über einer anderen Pflege aufträgt. Es empfiehlt sich deshalb, ein reichhaltiges Produkt zu wählen und dies direkt auf die gereinigte Haut aufzutragen.

Lipliner (Lippenkonturenstifte) verhindern das Auslaufen des Lippenstiftes über die Vertikalfältchen. Man kann damit auch die Form leicht korrigieren.

– Es gibt auch spezielle Grundierungen, die sogenannten „Faltenfüller„, die die Falten, unter dem Makeup aufgetragen, reduzieren können. Sie fühlen sich angenehm auf der Haut an. Sie spannen nicht, sondern sind leicht fettig und etwas pastös. Dadurch füllen sie die Falte auf, passen sich aber Bewegungen an und bröckeln nicht.

– Auf der anderen Seite gibt es auch Antifaltenprodukte, die die Haut primär straffen und langfristig die Elastizität erhöhen sollen. Ob das in relevantem Ausmaß funktioniert, weiß ich natürlich nicht sicher…

– Wichtig ist es, die Augen leicht zu betonen und die Wimpern  (zumindest oben) zu tuschen. Außerdem wirken die Augen offener, wenn sie etwas nach oben geschwungen sind. Dies kann man natürlich mit einer Wimperzange machen, allerdings strapaziert das die Wimpern auch. Nicht ganz so effektvoll, aber „alltagstauglich“ ist es, die Wimpern mit dem Tusch-Bürstchen nach oben zu drücken. Ein guter Effekt läßt sich auch durch Wimpernverlängerer, das ist eine Flüssigkeit mit winzigen Häarchen, die sich an die Wimpern anlagern und in spezielle Wimperntuschen eingearbeitet sind, erzielen.

– Die Augenbrauen sehen gepflegt aber möglichst natürlich am schönsten aus. Bitte nicht zu schmal zupfen und nicht zu dunkel schminken. „Lücken“ vorsichtig mit einem spitzen Stift mit einzelnen Strichen („Häarchen“) auffüllen.

Rouge auch in möglichst natürlicher Farbe (wie nach einer leichten Anstrengung) benutzen. Backen einziehen und es an diese Stelle platzieren. Wenn man sein Rouge-Produkt vergessen hat, kann man auch den Lippenstift verwenden. Manche machen das prinzipiell. Allerdings ist ein zu „glossiger“ Lippenstift nicht geeignet, da er für die Wangen zu feucht wirkt. Da die Haut im Alter trockener ist, geht das aber sonst ganz gut.

– Meine neueste Entdeckung ist eine Art „Glanzpuder“, mir dem man Fältchen durch die Lichtreflektion auch ganz gut „wegmogeln“ kann. Die geben dem Gesicht einen „Glow“ der richtig toll aussehen kann… Bitte aber relativ sparsam verwenden, sonst sieht man aus wie Data im Raumschiff Enterprise…Noch ein Tipp: Der Puder sieht auch auf dem Dekolleté super aus!

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Hier ein paar „raffinierte“ Produkte: Eine Lippencreme, die auch für die Wangen gedacht ist und fast die gleiche Farbe wie die Naturlippen hat, nur ein wenig intensiver und frischer! Ein Lipliner verhindert das Auslaufen des Lippenstiftes oder der Lippencreme. Die Glanz-Puder-Perlen im rosa Döschen vermischen sich beim Abstreichen … Schließlich zeige ich Euch auch die „Wunder“ BB Creme… Für´s Auge hilft der Pinselfineliner beim optimalen Lidstrich und der Mascara sollte gut verdichten, ohne zu klumpen!

Das ist, physiologisch gesehen, natürlich unnötig. Allerdings ist leider erwiesen, dass ein „schönes“ Äußeres die Anziehungskraft erhöhen kann, insbesonder dann, wenn man selbst mit sich unzufrieden ist. In diesem Falle kann man sich ruhig einmal unverbindllich erkundigen. Schon mit kleinen Maßnahmen kann man manches etwas beschönigen. Hierzu gehören Unterspritzungen, Mesotherapie (viele winzige Nadeln sollen die Wirkstoffe tief in die Haut bringen und für eine bessere Wirkung sorgen), Haartransplantationen, weiter geht es mit Fettabsaugungen bis hin zu relativ invasiven Methoden wie Brustveränderungen und Faceliftings. Wie weit es sinnvoll ist zu gehen und ob es überhaupt ratsam ist, sollte jeder für sich entscheiden. Zwar habe ich persönlich bis jetzt darauf verzichtet aber ich bin auch noch jünger und verurteile niemand, der „etwas machen lässt“. Allerdings würde ich mit die „echten“ Operationen doch gut überlegen – je invasiver, um so höher ist auch das Risiko…

6. Nun zum letzten Punkt – die Unterstützung der Jugendlichkeit durch Mode

Hier muß ich an erster Stelle der Inspiration hervorragende Blocks empfehen. es gibt z. B. bei den Ü30 Bloggern auch Ü40 und Ü50 Blogger, die allesamt sehr „jung“ wirkende Mode zeigen, die aber nicht „gewollt“ wirkt.

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Meine Mama – eine immer noch schöne Frau – aus ihrem Gesicht strahlt die innere Wärme, die jung erhält…

Folgende Tipps habe ich für Euch:

Erlaubt ist nach wie vor alles, in dem Ihr Euch wohl fühlt. Über die Jahre habt Ihr sicherlich Eure bevorzugten Farben und Schnitte gefunden, die unabhängig von den jeweiligen Modeströmungen Euren Stil ausmachen. Ich werde Euch deshalb nicht mit Basic-Wissen langweilen.

– Im Alter verändert sich jedoch die Figur ein wenig. Die Taille ist meist nicht mehr ganz so schmal und der Körperbau ist insgesamt oft nicht mehr ganz so grazil wie früher. Wichtig ist, dass die Schnitte nicht einengen und aus atmungsaktivem Material sind. Trotzdem brauchen die Schnitte nicht zeltähnlich sein sondern können durchaus die Figur betonen. Oft sind gerade Schnitte oder eine leichte A-Linie günstig. Leichte Drapierungen können ein Bäuchlein kaschieren, Stoffe, die Lycra oder Elastan enthalten, können Bewegungen mitmachen und geben ein freies Gefühl.

– Ältere Damen haben oft den Wunsch, ihre Arme  und Beine zu verhüllen, weil sie sie oft an diesen Stellen nicht mehr hübsch finden. Das finde ich übertrieben. Vielleicht ist der Körper nicht mehr ganz so staff, aber im Sommer fühlt sich freie Haut einfach schön an. Wer dieses Gefühl mag, sollte es sich wegen kleiner Alterungserscheinungen, die einfach zeigen, dass man gelebt hat, nicht nehmen lassen. Auch hier können im Übrigen raffinierte Schnitte, z.B. eine geschlitzte Ärmelform, das Positive, wie eine schöne Haut am Oberarm, hervorheben. Wer seine Beine, z.B. wegen Krampfadern, unbedingt verstecken möchte, kann auch zu wasserfester Camouflage greifen, die „den Makel“ (der eigentlich keiner ist, weil eine Neigung dazu bei den meisten Frauen auftritt) meist problemlos kaschiert.

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– Es gibt einen Begriff, den Studien über die Farbwahl der Kleidung im Alter geprägt haben. Es ist „die Verbeigeung des Alters„. Es ist so, dass die Farbe Beige, aber auch andere gedeckte Farben bei nicht mehr ganz jungen Frauen dominieren!! Also bitte – benutzt auch Farben und sorgt dafür, dass dem nicht mehr so ist! Die Queen macht es vor – es muß ja nicht gerade Blasslila sein! Natürlich spielt bei der Farbwahl auch die Farbe des Teints und der Haare eine Rolle, ja, wie ich finde, auch und vor allem die Persönlichkeit! Ideal finde ich klare Farben wie – Gelb, Blau, Rot, Grün. Allerdings sollten sie nicht zu grell sein und auch nicht zu wild gemixt, es geht ja um Euch und nicht um Eure Kleidung. Aber auch hier gilt: Wenn es denn der wilde, grelle Muster-Mix sein muß, weil Euch gerade danach ist – nur zu, wenn man wirklich dahinter steht, kann so ein Teil auch einmal die Persönlichkeit unterstreichen, nur lasst Euch so etwas nicht aufschwatzen! Auch ein ins cremfarbene gehendes Weiß wirkt frisch und jugendlich – ideal auch als Kombifarbe! Schwarz kann sehr elegant wirken – wirkt aber auch oft sehr hart und verschärft die Gesichtszüge! Ob es toll wirkt oder verhärmt, hängt sehr von der Trägerin ab! Aber auch bei der Farbwahl gilt: ERLAUBT IST, WAS GEFÄLLT UND VOR ALLEM: TRAGT DAS; WORIN IHR EUCH WOHLFÜHLT!

So, jetzt bin ich auch am Ende mit meinen Tipps. Wie schon erwähnt, würde ich mich sehr über Eure Kommentare freuen. Vielleicht habt Ihr eigene Ideen oder Ergänzungen? Denkt aber daran – das Äußere zählt zwar für den ersten Eindruck bei anderen – Eure Gefühle und Euer Charakter ist aber das, was Euch wirklich ausmacht – Ideal ist, wenn Äußeres und Inneres zusammenpassen!

Bis bald,

Eure Nessy

P:S.: Weitere interessante Informationen findet Ihr auch in folgenden Artikel auf diesem Blog:

-What´s going on? Oder: Seid gut zu Eurem Körper, es ist der einzige Ort, an dem Ihr leben könnt…

– Vorher – nachher – vom Knitter-Alien zur Happinessy: Trickkiste für´s Morgenstyling

– Frauenthema Wechseljahre – (k)eine Chance?

Verfasst von

Ich bin jemand, der meist positiv und neugierig durchs Leben spaziert. Mich fasziniert das Alltägliche wie auch das Besondere und ich bin dankbar, mich mit den schönen Dingen des Lebens wie mit meiner Familie, Pferden und Hunden, Natur und Medizin beschäftigen zu dürfen. Ich bin eine kleine Fashionista und schreibe und zeichne gerne .. Diese Themen lebe ich auch auf meinem Blog ,,Salutary Style" aus... Hello, I´m a girl with lot´s of interests: Not only fashion, beauty and lifestyle but also family, animals, medicine , writing, reading and riding.

5 Kommentare zu „Vitalität und Mode für Junggebliebene – Fit und schick auch mit über 50!

  1. Hallo Nessy, toller Beitrag! Ich bin auch eine 50+ Bloggerin . Ich kann eigentlich alles unterschreiben, was du dort geschildert hast. Deine Mum sieht wirklich sehr jugendlich und warmherzig aus. Meine Mum ist 70 und alleinstehend. Sie hat ihr anfangs einsames Leben organisiert und traut sich heute viel mehr, seit sie z. B. im Krankenhaus eine der “grünen Damen” wurde (ehrenamtliche Helfer, die grüne Kittel tragen, deshalb der Name – und sie helfen bei leicht zu lösenden Problemchen der Patienten – Arbeit, die Krankenpfleger nicht machen). Das ist wirklich ein guter Tipp für jemanden, der Anschluss und Beschäftigung sucht. Was Mode betrifft, sollte man ruhig auch mal im Alter sich was trauen, denke ich. Viele hören da leider nur zu oft auf das Gerede “das trägt man in Ihrem Alter nicht”, wer es noch kann, soll es tun. Warum nicht Miniröcke oder eine flippige Hose mit 65. Solange alles stimmig ist und zum Typ passt. Wichtig ist auch, neugierig zu bleiben auf alles, was in unserer schnelllebigen Welt kommt. Gruß Philo

    1. Ein sehr schöner Kommentar von Philo, die ich sehr schätze, vielen Dank! Sie ist ein sehr gutes Beispiel von Jugendlichkeit, Kreativität, Vitalität und Intelligenz auch Ü50, schaut einfach einmal bei ihrem Blog (houseofphilo.blogspot.de) vorbei!

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