Fashion: Look of the Week / Satire / Philosophisches: Black and White – Licht und Schatten … 1. Teil: Ein ganz normales Frühstück

Hallo Ihr Lieben!DSCN0089 (3) Kennt Ihr das?  An manchen Tagen hat man das Gefühl, dass das Schicksal  einfach keine Lust hat, sich ein bisschen für einen anzustrengen. Ein typischer Tagesbeginn unter schlechtem Karma läuft dann zum Beispiel wie folgt ab, wobei alle negativen geschilderten Vorfälle so ganz klar nieee tatsächlich passiert sind, alle positiven Eigenschaften stimmen natürlich. Ansonsten sind alle Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen selbstredend rein zufällig… Weil in unserer Familie immer alles absolut harmonisch abläuft! Is ja klar, oder?

Ein ,,ganz normaler“ Morgen

Ich wache also morgens auf und fühle mich so hundemüde und gerädert wie  nach drei Nächten gar  lustigen Saufgelagen am Stück. Allerdings  habe ich am Vorabend, ganz spießig, nur ein Glas Milch mit Honig getrunken, abgesehen davon, dass  Saufabende sowieso nie mein Ding waren, außerdem habe ich mich sogar relativ früh ins Bettchen gelegt! Mein müder Kopp und die alten Knochen scheinen da etwas verwechselt zu haben!

Mit unendlichem Kraftaufwand krabbele ich als nächstes halb blind wie ein altersschwacher Maulwurf aus dem Bett, um mich an die Kaffeemaschine zu schleppen… nur um dann festzustellen, dass Kaffee zufällig heute ,,AUS“ ist. Schicksal,  was treibst Du da mit mir? Ich mag solche Prüfungen nicht!  Aber DAS war ja auch erst der Anfang! Bei der Suche nach trinkbarem Ersatz stolpere ich über den Schulranzen von Sohnemann, reiße dabei den Stuhl um und landet mit dem Gesicht in dessen Müslischüssel, die mein Wonderman, als er meines morgendlich-lädierten Zustandes gewahr wurde, netterweise schon vorbereitet hatte.DSCN0080 (3)Schade. Dieses seltene Ereignis der männlichen Frühstückszubereitung hat sich nun im Nachhinein als völlig überflüssig, ja sogar schädlich herausgestellt und wird sich sicherlich nun nicht mehr so bald wiederholen. Sei es drum. Ich stelle fest, dass ich zielsicher ganz genau in der Mitte der Schüssel gelandet bin, sodass auch wirklich mein ganzes Gesicht voller Müsli ist. Echt supi-dupi! Meine bessere Hälfte hat natürlich einen Suppenteller für die Zubereitung verwendet, in die mein Gesicht passgenau hineinpasst. Immerhin keimt ein schwacher Trost auf, als ich eine Rosine in meinem Nasenloch ausmache, die allerdings gleich wieder mit einem sanften ,,platsch“ zurück in die Schüssel fällt. Rosinen mag Sohnemann nicht, wahrscheinlich hätte er dieses Wunderwerk der heimischen Küche eh unter Absingen schmutziger Lieder stehen lassen. Aber woher soll Wonderman das auch wissen?

Der Geschmack meiner Brut, von der hier die Rede ist, ändert sich oft stündlich. Man kann Fehlzubereitungen nur vermeiden, wenn man die morgendliche Grundstimmung genau analysiert und selbst dann …! Jedenfalls erfordert ein gelungenes Frühstück jahrelanges Training, will man erleben, dass der Junge es tatsächlich isst. Dass er einen lobt, weil es gut schmeckt, kommt einem Sechser im Lotto gleich. Einmal ist es tatsächlich vorgekommen! Nichtsahnend kam ich ins Esszimmer und da sagte mein kleiner Prinz doch tatsächlich die magischen Worte:,, Echt lecker Mami, danke!“ Es gab übrigens ganz normale, wenn auch warm-knusprige Brötchen mit Himbeermarmelade. Ich wiegte mich schon in Sicherheit. Knusprige Brötchen, das war also das sagenumwobene Geheimnis, dass über Sieg oder Niederlage im Esszimmer entschied!  Das müsste doch zu machen sein – dachte ich so in meiner Naivität! Aber schon am nächsten Morgen verwandelte sich mein vermeintlicher Sieg über den verwöhntesten aller Gaumen wieder in eine Niederlage mehr, als ich den altbekannten Kommentar vernahm:,,So einen Sch…. ess ´ich nicht!“ So sind se halt!DSCN0067 (3)Vorsichtig schwebt mein Kopf zwei Zentimeter über dem lauwarmen schleimigen Brei, während der Knöchel böse vor sich hin schmerzt. Aber die Gefahr ist groß, dass sich alles über dem Tisch verteilt, wenn ich mich nun aufrichtete…

Natürlich passiert genau das, weil Sohnemann von hinten kommt und mich an den Haaren ,,helfend“ nach oben zieht: ,,Oh Gott, Mama, was hast Du mit meinem Müsli gemacht? So kann ich das ja nun nicht mehr essen!“  Während sich der unbrauchbar gewordene Nahrungsbrei seinen Weg über den Pullover auf meine Schuhe sucht, bewege ich mich ich vorsichtig und in einem humpelnden Watschelgang zum nächsten Handtuch. Oder zumindest dahin, wo es hätte hängen sollen. Nur hängt es da natürlich nicht …  DSCN0077 (3)Aus dem Augenwinkel sehe ich, dass Sohnemann derweil seelenruhig auf seiner Schokolade kaut, die er aus der ,,da muß ich Mama vorher fragen“ – Schublade geholt hat. Schließlich hat er Hunger. Mir zu helfen, kommt ihm irgendwie nicht in den Sinn! Und er setzt noch einen drauf. Ja, das kann er wirklich gut:,, Mama, holst Du mir was zu trinken?“ Ich bin zu schwach, um ihm zu anworten oder ihn wegen der Schokolade zu maßregeln. Mit starrem Blick humple ich tropfend zum Schrank. Wenigstens ist noch eine Tasse da, in die schenke die Milch ein und stelle sie auf den Tisch, wo allerdings bereits genau eine solche steht… die wir beide, wie sollte es auch anders sein, übersehen haben!DSCN0070 (4)Nein, ich erzähle Euch nun nicht mehr weiter von dem ganzen allmorgendlichen Wahnsinn, der sich abspielt, bis meine Familie gerade noch rechtzeitig aus dem Haus gehetzt ist. Aber der Knüller kommt genau in diesem Moment!

Meine Brut verlässt nämlich keinen Morgen das Haus, ohne nicht als letzten morgendlichen Gruß und egal wie gereizt die Stimmung und die Gespräche vorher waren, mir

,,Wünsch Dir einen ganz schönen Tag, Mami!“

als Abschied zu zurufen. Versteht sich von selbst, dass ich den Gruß prompt repondiere. Während die vorherige Szenerie immer mal variiert – ich habe mir  überlegt, dass ich eigentlich mit den ,,ersten fünfzehn Minuten des Tages“ täglich Stoff für eine prima Kolumne hätte – bleibt dieser letzte Teil des gegenseitigen Abschiedsgrußes immer gleich!

Damit wird quasi für alle Beteiligten eine neue Ära eingeleitet. Sohnemann fährt mehr oder weniger gutgelaunt in die Schule, um dort  die Lehrer zu erfreuen (das stimmt jetzt, alles andere natürlich nicht!)  Wonderman zu seinen wartenden Patienten und deren Leidensgeschichten (stimmt auch, alles andere natürlich nicht) und Mama-Nessy zieht die Gummistiefel an, um durch den wunderbaren Morgenwald zum Pferdestall zu wandeln, wenn auch an diesem Morgen ein wenig humpelnd (stimmt auch, nur heute humple ich nicht). Die Morgenluft fühlt sich dafür besonders gut auf der Haut an. Schließlich habe ich schon eine hochwertige Haferkleie-Rosinen-Gesichtsmaske hinter mir…

Aus Schwarz wird Weiß!DSCN0074 (3)

Aus diesem Grund habe ich heute ein Outfit im Schwarz-Weiß-Look gewählt. Er soll quasi Licht und Schatten symbolisieren, wobei wir die vielen Grautöne, die das Leben nun mal ausmachen, nicht vergessen dürfen…

In diesem Sinne wünsche ich Euch ein wunderschönenes Wochenende,

Eure Nessy

P.S. Die Bilder sind an einem Frühlingsabend in jenem abricotfarbenen Licht entstanden, dass die Wärme des Frühlings auf dem Gesicht so wunderschön wiederspiegelt und die Haare aufleuchten lässt … Fotograf: My Wondeman Kleider: Zalando /Esprit, Schuhe: aus einen Sport-Fachgeschäft, eigentlich Yoga-Schuhe, sind superbequem, habe aber eine feste Sohle, Schmuck: Christ, Leder-Tasche ähnlich Chloé Drew Bag

Neugierig, wie der Artikel weiter geht und welche Tipps ich für Euch im Umgang mit den Unbillen des Lebens auf Lager habe? Und wie ich meinen ersten ,,schlimmen“ Notarzteinsatz meisterte? Dann schaut einfach in ein paar Tagen  wieder herein zu

Fashion / Satire / Philosophisches : Black and White – Licht und Schatten … 2. Teil: Ein ,,besonderer“ Notarzteinsatz

Verfasst von

Ich bin jemand, der meist positiv und neugierig durchs Leben spaziert. Mich fasziniert das Alltägliche wie auch das Besondere und ich bin dankbar, mich mit den schönen Dingen des Lebens wie mit meiner Familie, Pferden und Hunden, Natur und Medizin beschäftigen zu dürfen. Ich bin eine kleine Fashionista und schreibe und zeichne gerne .. Diese Themen lebe ich auch auf meinem Blog ,,Salutary Style" aus... Hello, I´m a girl with lot´s of interests: Not only fashion, beauty and lifestyle but also family, animals, medicine , writing, reading and riding.

19 Kommentare zu „Fashion: Look of the Week / Satire / Philosophisches: Black and White – Licht und Schatten … 1. Teil: Ein ganz normales Frühstück

  1. 😆 Dein gaaanz normaler Morgen erinnert im sehr stark an meine Family …früher.
    Das liest sich wie ein Slapstick a la -sorry- Dick und Doof 😉 Ich schmunzele angesichts deiner Schilderung mit der Landung im Müslibrei immer noch liebe Nessy.
    Ja, ja…die lieben Kleinen…grins

    Schöne Fotos…..herrlich finde ich besonders an deinem SW-Lock die schicke Handtasche….mit der liebäugele ich direkt.
    winkende Grüße von Ellen

    1. Vielen Dank für Deinen lieben Kommentar! Der Witz ist, das mit dem Müsli stimmt wirklich! Und manches andere auch… leider! Wenn auch nicht alles an einem Tag passiert ist. Ich bin beruhigt, wenn es auch bei Euch Ähnliches gegeben hat… Typisch menschlich, eben!
      Die Tasche hat mir übrigens auch sooo gut gefallen, dass ich sie trotz deutlichem Überschuss haben musste! Das Orginal ist sehr teuer, aber bei Amazon oder eBay gibt es solche ,,Drew“-Taschen aus echtem Leder um 85 Euro (hat diese Tasche soviel ich mich erinnere, gekostet) Schau einmal ein wenig herum. das besondere an diesem Modell ist die leicht reflektierende Oberfläche. Ganz Liebe Grüße, Nessy

  2. Oh ich hab morgens ziemlich Ruhe. Gut so ich bin ein Morgenmuffel
    Da möchte ich ungern mit Dir tauschen 🙂 Aber ist ja auch süß wenn Dir alle einen schönen Tag wünschen. Dein Outfit ist toll. Steht Dir hervorragend.
    Wünsche Dir einen schönen Abend, ganz liebe Grüße Tina

    1. Dank´Dir! Ja, letztendlich haben wir uns natürlich alle sehr lieb! Ich würde manchmal auch gerne ein Morgenmuffel sein, is aber nich… Wünsch´Euch ein tolles Wochenende, Nessy

  3. Lang, lang ist’s her als es bei uns morgens noch etwas chaotisch zuging. Teilweise mit 5-6 Personen, die sich ein Badezimmer teilen mussten. Ich war immer lie Letzte, die Zugang hatte, omg. Schön erzählt und schickes Outfit. Würde ich auch so tragen.

    Liebe Grüße Sabine

    1. Dank Dir… Ja, enge Badezimmer sind ein Graus. Wir sind aber deshalb schon vor ein paar Jahren umgezogen, jetzt ist zumindest das kein Problem mehr! Aber früher habe ich deshalb auch immer abends geduscht. Ja, schwarz-weiß steht Dir mit Sicherheit! Alles Liebe, Nessy

  4. Wow, du siehst toll aus! Schwarz-weiß, dann noch dieses schöne Licht, perfekt!
    Oh ja, da kommt mir einiges bekannt vor. Aber im Nachhinein doch manchmal auch zum Schmunzeln gell 🙂

    Happy Wochenende!

    1. Danke Dir für Deinen lieben Kommentar! Ja, da passieren doch verrückte Sachen, die eigentlich wirklich witzig sind, wie so oft im Leben! Dir ein wunderschönes, stressfreies Wochenende, Nessy

  5. Jooo…. ganz so stuntmäßig läufts bei mir zum Glück nicht ab. Und der einzige der sich bei uns zu Hause an meiner lang vorgelebten Struktur orientiert, bin zwischenzeitlich nur noch ich selbst. Ich hoffe nur, das war wie Muttermilch und irgendwann tritt sie wieder zu Tage, die vermittelte Struktur.
    Ich versuche solche Szenen und unverfrorene „kann ich was zu trinken haben“ Fragen zu überhören/auszublenden.
    Sei gefährden nicht den Weltfrieden und sind der Mühe nicht wert.
    Sehr schickes Outfit übrigens. LG Sunny

    1. Danke für Deinen guten Kommentar! Mit Deiner Einschätzung hast Du natürlich 100% recht. Ich finde Strukturen auch wirklich wichtig und versuche auch, sie möglichst einzuhalten! Meistens läuft es ja auch ganz gut. Aber manchmal ist ,,Struktur“ leider verdammt anstrengend, gerade dann, wenn man es mit ausgesprochenen Diskussionskünstlern zu tun hat! Aber auch da sprichst Du weise Worte, indem Du zum Ausdruck bringst, dass man manches auch nicht diskutieren muß! Alles Liebe und ein wunderschönes Wochenende, Nessy

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