Herbstanfang – das Ferienleben ist vorbei… / Look of the week: Bestickte Folklore – Kurzjacke

Hallo Ihr Lieben,

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in dem Maße, wie die Sonne nach und nach an Strahlkraft verliert und die Nächte kürzer werden, verblasst auch die Leichtigkeit des alltäglichen Seins, wie sie nur im Sommer zu spüren ist. Die Kinder büffeln wieder über ihren Hausaufgaben, anstatt sich mit fröhlichem Planschen mit ihren Freunden in dem kleinen Pool im Garten zu erfrischen. Dieser wird bereits abgelassen, um dann, bis ins nächste Jahr, mit Eau de Javel geputzt und sauber geschrubbt, den Dingen zu harren, die dann kommen werden – wer weiß das schon…

Der Ernst des Lebens hat uns wieder, innerhalb von ein paar Tagen habe ich das Strand-Muschel-Deko-Gedöns weggeräumt, die Halloween-Kiste steht in den Startlöchern. Zudem stehen die ersten Klausuren an – Schluss mit Lustig! Da heißt es auch für mich – Mathe kapieren, damit ich es Sohnemann erklären kann…  Okay, also, wie war das gleich, die Berechnung des kleinsten gemeinsamen Vielfachen von 798 und 1437 ?  Okay, gecheckt … Endlich! Aber jetzt geht´s noch weiter… Wie berechnet man nun den größten gemeinsamen Teiler? Weiß das vielleicht von Euch noch jemand? Dann schickt mir doch bitte die Lösung … Nein, das war Spaß, ICH weiß das natürlich, nach Studium des Sohnemann´schen Mathebuches! Aber schreibt mir die Lösung trotzdem in die Kommentare,  nächste Woche gibt es die Lösung! Ihr seht, das macht ja auch irgendwie Spaß, diese neuen Herausforderungen anzunehmen!

Man kann das Ganze auch so sehen: Endlich ist einmal Schluß mit der dröseligen Schwimmbad-Hitze, die kleinen grauen Zellen dürfen wieder arbeiten und es wird Zeit, dem Leben wieder mehr Struktur zu verleihen, was nun auch nicht sooo negativ ist! Und Die zwei Kilo des sagenhaften Kreuzfahrt-Buffets müssen auch noch angegangen werden, so sieht´s doch aus!

Auch der Kleiderschrank bedarf  einer Überarbeitung – Flatterkleidchen und knappe Shorts müssen der sommerliche Bewährung Stand gehalten haben, wenn sie in den Kisten mit ,,Sommerkleidung“ über den Winter verweilen wollen, oder aber sie landen auf dem lieblosen Berg für die Altkleidersammlung in der Zimmermitte, der  mittlerweile beinahe die Maße  der Zugspitze angenommen hat und dessen Lawine sich kontinuierlich in  Richtung Tür vorschiebt, so dass sogar die Hunde ob des gigantischen Haufens verstört den Rückzug antreten…

Soll man etwas verbannen, nur weil ein Knopf fehlt? Fast lasse ich mich dazu hinreißen, weil ich Knöpfe annähen eigentlich nicht soo gerne mag. Aber andererseits … Ist Euch eigentlich auch aufgefallen, dass die Knöpfe heutzutage von vorne herein oft gar nicht mehr gut angenäht sind? Ich komme vom württembergischen Land, da hatte wir das Knöpfe-Annähen noch im ,,Handarbeitsunterricht“… den es heute,  im Zuge der zunehmenden Ex- und Hopp-Mentalität bei Textilien gar nicht mehr gibt! Aber da bin ich, wie ihr seht, doch noch eine vom alten Schlag! Also werde ich für die ,,Knopflosen“ einen Extrahaufen anlegen! Das wär´doch gelacht, wenn ich es ,,denen“ nicht einmal zeigen würde… Unlust hin oder her! Die werden so richtig nach alter Manier angelegt! Wie das denn ,,richtig“ geht, wollt Ihr wissen? Aber gerne doch! Zum Beispiel ist hier eine gute Methode…

Apropos Bettwäsche und Tischwäsche! Ist es eigentlich legitim, wenn ich die von der Hand meiner Oma bestickte, große Tischdecke jetzt so einfach ´mal entsorge? Sie würde diesem Wäsche-Berg doch immerhin einen gewissen Halt verschaffen! Natürlich hat das Besticken dieses Teiles viel Mühe gemacht und die Blümchen sind in gelb, weil das doch meine Lieblingsfarbe ist. Ja, ich weiß, das habe ich tatsächlich einmal gesagt, dabei habe ich aber weniger an Tischdecken, als vielmehr an Vanillepudding gedacht! Aber wie heißt die alte Anti-Messie-Regel so schön? Weniger ist mehr!

Und so ziehe ich, nachdem der Kleiderschrank ,,ausgemistet“ ist wie ein Gerichtsvollzieher durch die Wohnung und klebe überall einen imaginären ,,Kuckuck“ des Entsorgens auf. Wozu braucht man zum Beispiel eine ganze große Bibliotheksecke mit  Hunderten von einzigartigen Werken, die mein Mann und ich aus Nachlässen und von Flohmärkten im Laufe unseres Lebens liebevoll zusammengetragen haben? Da tummeln sich Werke in französischer (fast) Orginalausgabe von Michel de Montaigne neben Sauerbruchs ,,Das war mein Leben“. Auch das etwas zweifelhafte Werk ,,Die deutsche Mutter und ihr Kind“ aus  Ihr wisst schon, welcher Zeit (ist aber echt witzig, ehrlich!)  tummelt sich in bester Verfassung im Regal. Nein, also Kinder, das müsst Ihr verstehen, die Bibliothek, die bleibt!

Nachdem, wie Ihr seht, bei mir wieder etwas mehr Strenge herrscht, habe ich auch heute meinen Kleiderstil daran angelehnt! Natürlich mit den kleinen bunten Ausnahmen, die schließlich auch das wahre Leben bereithält! So zeige ich Euch ein komplett schwarzes Outfit, das nur durch eine liebevoll bestickte Steppjacke mit Folklore-Muster aufgepeppt wird. Ein anderer kleiner Eyecatcher ist der Pullover, der an der Vorderseite eine Rüschchen-Verzierung hat, die dem Ganzen zusätzlich ein wenig von der Strenge nimmt. Aber lasst den Look einfach auf Euch wirken…img_1213-2

Diese bestickten Kurzjäckchen gibt es so ähnlich überall im Netz bei Isabel Marant (teuer, ca 400 Euro) oder SheIn (günstig ca 23 Euro ) Tom Tailor (About you, ca 70 Euro, sehr schön!)… oder bei  Zara (ca. 90 Euro, auch toll). Übrigens trage  ich Größe M,was bei dem Bestellen ja immer so eine Sache ist.   Ich mag diese Art von Jacken, weil sie atmungsaktiv sind und sowohl im Übergang draußen getragen werden können, als auch im Winter drinnen! Und natürlich kann man dieses Jäckchen auch ganz brav und Ton-in-Ton zu Jeans und einer weißen Bluse oder im Sommer zu einem Top tragen.
Was man an diesem Outfit -Beispiel noch gut sieht , ist, dass man schwarze Basics überhaupt gut mit einem bunten Eye-catcher kombinieren kann, die dann super gut zur Geltung kommen! Auch der Woll- Hut unterstützt den Folklore-Look… und ist für viele Kombinationen ein dankbarer Begleiter durch die ,,dunkle“ Jahreszeit, weil er für zusätzlichen Pepp sorgt! So fühlt man sich für viele Anlässe oder auch einfach für jeden Tag gut angezogen und kann sich wohlgelaunt auf das Wesentliche konzentrieren.

 

In diesem Sinne wünsche ich Euch einen tollen Herbstanfang, alles Liebe, Eure Nessy

 

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Verfasst von

Ich bin jemand, der meist positiv und neugierig durchs Leben spaziert. Mich fasziniert das Alltägliche wie auch das Besondere und ich bin dankbar, mich mit den schönen Dingen des Lebens wie mit meiner Familie, Pferden und Hunden, Natur und Medizin beschäftigen zu dürfen. Ich bin eine kleine Fashionista und schreibe und zeichne gerne .. Diese Themen lebe ich auch auf meinem Blog ,,Salutary Style" aus... Hello, I´m a girl with lot´s of interests: Not only fashion, beauty and lifestyle but also family, animals, medicine , writing, reading and riding.

10 Kommentare zu „Herbstanfang – das Ferienleben ist vorbei… / Look of the week: Bestickte Folklore – Kurzjacke

  1. Als Antwort auf den Bericht von ,,Cris Cross Vienna“ habe ich zu den Trends -was wird aktuell geschrieben:
    ,,,So halte ich das auch (,,das ich anziehe, was mir gefällt und passt“). Aber natürlich besuche ich die Shows, um die Eindrücke auf mich wirken zu lassen, gewisse Trends auf der Fashion Week Berlin (für Sommer 2017) waren schon zu erkennen. Z.B. dass diese Hippie-Geschichte mit Fransen, braunem Wildlederimitat und Ponchos, die H&M und die ganzen Normcore-Labels bestimmt haben, nahezu out ist und die Trends nächsten Sommer in Richtung Silber/Pastells gehen. Außerdem war kräftiges Blau in fast jeder Kollektion am Start. Weiß/Creme und Schwarz-Töne… weniger ganz hartes reines Weiß und Schwarz. Das sieht man schon bei Deinen Looks für kommenden Winter! Gezeigt wurden hochwertige Materialien wie eingearbeitetes Leder, in Matt bei eher geraden Schnitten . Diese schulterfreien , Blau-weißen Streifenlooks waren ebenfalls passé.. Dafür kurze Shorts, Flowerprints in abstrahierter Form… Natürlich sind das nur Nuancen, aber ein Gespür für Trends ist das, was die Mode auch spannend macht, Einflüsse wie Streetstyler, Politik und Alltagsleben bestimmen ja mit, was Mode letztendlich ausmacht. ,,Mode ist das, was die Menschen in der aktuellen Situation gerne sehen und anziehen möchten…“ Bin gespant, was ich noch so von Dir zu lesen bekomme! Bis dahin halt die Ohren steif😉 .

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