Infinity – Die Auswirkung eines kleinen Accessoires …

Hallo Ihr Lieben,

zunächst einmal herzlichen Dank, dass Ihr meinen relativ neuen Blog schon so häufig besucht habt,  und ich  so liebe Kommentare erhalten habe. Vor allem die  jungen Mädels wollten ein bisschen mehr Style sehen – okay, wenn Ihr meint… Dazu eine Begebenheit, die sich in der letzten Woche zugetragen hat. Damit ich niemanden brüskiere, ändere ich ein paar kleine Details ab, so dass ich sagen kann: Alle Übereinstimmung mit lebenden Personen sind rein zufällig…
Ich hatte an dem Tag frei gehabt und ihn genutzt, um alle „unliebsamen“ und auch angenehmeren Dinge  zu erledigen. Dazu gehört für mich, als „Neu-Bloggerin“  auch Bummeln und gucken, was so „in“ ist. Wobei, um ehrlich zu sein, ist ja, was man sieht, quasi schon fast wieder out und vorbei. Wichtiger sind eigentlich die Modeschauen (sowie der Streetstyle um sie herum) und  Zeitschriften, aber man muß ja auch schauen, was sich tatsächlich durchgesetzt hat…

Als ich also, mit ein paar wenigen klitzekleinen Tütchen beladen, keuchend ins Haus kam und mit vor Anstrengung hochrotem Kopf meine neuen Errungenschaften mit einem dumpfen Knall auf den Boden fallen ließ, um wieder etwas Leben in meine wunden, abgeschnürten Finger zu lassen, sah ich, wie der Anrufbeantworter hektisch blinkte.  „Sie haben … neue Nachrichten“… Lange Rede, kurzer Sinn – in fast allen Anrufen handelte es sich um die Bitte – ich solle wegen eines „dringenden Falles “ sofort in der Praxis anrufen, egal wie spät es sei. Anscheinend konnten sogar meine hochgeachteten Kollegen nicht weiterhelfen, die mein vollstes Vertrauen genießen…

Also rief ich, kurz vor Schließung der Praxis noch zurück, um mich um das anscheinend doch recht gravierende Problem einer notleidenden Patientin zu kümmern. Gedanklich spielte ich schon alle möglichen Szenarien durch –  oh Gott!!! Hatte die Patientin womöglich, während ich genüsslich Klamotten anprobierte, ein akutes Leiden entwickelt…? Vielleicht war es eine eingeschüchterte Patientin, die nur zu mir als Frau Vertrauen hatte und wollte deshalb mit niemanden reden – hoffentlich war es noch nicht zu spät… wer weiß, um was und wen es sich handelte – sollte ich womöglich gleich den Notarztwagen zu ihr schicken?

Was dann kam, versetzte mich in ein Gefühlskarussell von Erstaunen, dann (ein klein wenig) Ärger, schlug dann aber sofort in Belustigung , im Folgenden  ein wenig in „Geschmeichelt sein“  und dann, na ja, in Ratlosigkeit um… „Ja also, ich versuch sie dauernd zu erreichen, es tut mir auch furchtbar leid, aber es ist so, die Tochter der Patientin war letzte Woche bei Ihnen und hat sich… was soll ich sagen… unsterblich verliebt… “ stotterte die Sprechstundenhilfe . – ??? – Für mich hörte sich das doch sehr überarbeitet an. Vielleicht brauchte sie doch ein bißchen mehr Urlaub, die Gute, wenn sie jetzt schon anfing, so wirres Zeug von sich zu geben. Oder war sie vielleicht krank? Zunächst soll man ja, wenn jemand  derlei hahnebüchene Sachen erzählt, zunächst so tun, als nehme man das Ganze ernst, um das Vertrauen des Gegenübers nicht zu verlieren. Also riß ich mich zusammen. „Also gut, und in wen hat sie sich verliebt – in mich?“ – “ Nein, natürlich nicht!“ Jetzt zweifelte wohl die Sprechstundenhilfe an meinem Verstand- „In Ihre Kette. Die Mutter möchte wissen, wo Sie sie gekauft haben, da das Mädchen übermorgen Geburtstag hat und sie sie ihr schenken möchte“. -„Aha“ antwortete ich perplex „In meine Kette also. Ja, wo ich die gekauft habe – ich ruf´Sie zurück, ich kann gerade nicht!“

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Das war natürlich nicht sehr überzeugend, da ich ja angerufen hatte. Eigentlich bin ich  auch ein cooler Mensch – gelte als souverän, wenn es darum geht, z.B. als Notärztin schnelle Entscheidungen zu treffen. Aber meine Notarzt-Zeit ist eben doch schon etwas her und – um ehrlich zu sein – hatte ich das Kettchen im Internet irgendwo bestellt  und  das war doch schon einige Zeit- mindestens einen Monat, wenn nicht gar zwei – her.infinity4Zum Glück setzte mein Erinnerungsvermögen natürlich in dem Moment ein, als ich beim Hörer – Auflegen den Otto-Prospekt vom Tisch fegte und dabei elegant die Blumenvase mit der Rose, die mir mein Liebster zum Hochzeitstag geschenkt hatte, mitnahm. Ja, dieses Jahr hatte ER ihn im Gegensatz zu mir nicht vergessen. Einen kurzen Moment huschte gleichzeitig mit „OTTO-Versand“ der Gedanke „hätte er ´mal besser, müßte ich jetzt nicht die Scherben aufsammeln und aufwischen “ durch meinen Kopf, wobei ich mich für zweiteren Gedanken natürlich sofort wieder schämte…infinity6 (2)Jedenfalls nahm alles ein glückliches Ende (so hoffe ich), da dieses Versandhaus ja, wie wir alle wissen, über einen 24 h Service verfügt und die Frau, laut meiner, natürlich sehr intelligenten, taffen Sprechstundenhilfe, sich wahnsinnig über die Nachricht der Quelle, nein, natürlich Otto – wie auch immer – der Kette freute und sie sogleich bestellte, so dass meine junge, modebewusste Patientin, so wünsche ich es ihr – die Kette glücklich an ihrem Geburtstag in den Händen hielt. Diese Kette hieß übrigens „Infinity“. Unendlich wie… hier könnte ich nun allerlei Gefühlsdussliges schreiben, aber ich lass´es lieber und überlass´ es Euch, darüber nachzudenken  – oder auch nicht…     “

So, ich hoffe, dass Ihr Euch ein wenig amüsiert habt und wünsche Euch noch eine wunderschöne Woche mit tollen Erlebnissen und kleinen und großen Freuden…

Noch ein kurzer Hinweis: Herzlich Willkommen auch an die Leser/innen, die heute über Sunnys Blog und Ihren lesenswerten Artikel über Schmuck zu mir gelangt sind!

Verfasst von

Ich bin jemand, der meist positiv und neugierig durchs Leben spaziert. Mich fasziniert das Alltägliche wie auch das Besondere und ich bin dankbar, mich mit den schönen Dingen des Lebens wie mit meiner Familie, Pferden und Hunden, Natur und Medizin beschäftigen zu dürfen. Ich bin eine kleine Fashionista und schreibe und zeichne gerne .. Diese Themen lebe ich auch auf meinem Blog ,,Salutary Style" aus... Hello, I´m a girl with lot´s of interests: Not only fashion, beauty and lifestyle but also family, animals, medicine , writing, reading and riding.

6 Kommentare zu „Infinity – Die Auswirkung eines kleinen Accessoires …

  1. Hallo Nessy, dein Post ist zwar schon vom Sommer, ich finde den aber sehr schön geschrieben. Ja die Patienten. Da erlebt man einiges. (ich arbeite in einer Klinik)
    Zeichnest du das alles eigentlich selbst? Hut ab.
    Was das Bloggen und die Mode betrifft, beobachte ich gern andere Blogs. Stelle hier aber fest, es geht mehr um verkaufen als um eigenen Style zeigen. Klar gucke ich mir da auch Outfits ab. Aber mich stört ein wenig, dass es nur noch um Verlinken und Shops geht und so Geschichten wie deine dann auf der Strecke bleiben. Sowas les ich viel lieber 🙂 Gruß Philo

    1. Hallo Philo,
      vielen lieben Dank für deine tollen Kommentare. Sie freuen und beflügeln mich wirklich sehr! Ja, ich zeichne alles selbst, das ist aber nicht schwer! Ja, ich wollte keine Werbung, die mir nicht gefällt und habe ein entsprechendes Package gekauft. Übrigens habe ich darüber auch einmal einen Artikel geschrieben (Quo vadis? Gedanken übers Bloggen…). Ursprünglich wollte ich mehr medizinische Infos bringen, aber ich bin aktuell nicht mehr so viel in der Praxis und das ist mir dann doch etwas einseitig. So schreibe ich jetzt über alles, was den Leuten und mir Spaß macht (Mode nimmt aktuell den Hauptplatz ein!) und kooperiere auch ein wenig mit Firmen, deren Mode ich selber kaufe und hinter denen ich wirklich stehe, achte aber sehr darauf, dass mein kleiner,“lieber“ Blog authentisch bleibt. Aber das gefällt mir eben auch an Deinem Blog. Er zeigt echte Kreativität, wirklich hochwertige, mit viel Liebe zum Detail oft selbstgeschneiderte Mode, die perfekt auf dich und deine Figur abgestimmt ist. Nicht zu vergessen sind deine tollen Deko-Ideen, die, wie auch deine Mode, durch ihre Wertigkeit weg von der „Ex-und-Neu“ Mentalität gehen… Alles Liebe, Nessy

  2. Guten Morgen Nessy, tolle Komplimente, danke! Ich freue mich, dass meine Intention für meinen Blog rübergekommen ist. Ich habe den deinigen als Anregung genommen, nun auch mehr über meinen Alltag zu schreiben, auch wenn es mal nicht um Mode geht. Denn ich hatte bisher nur Modethemen, und das stellte mich selbst nicht mehr zufrieden. Denn keiner hat Zeit, jede Woche etwas neues fotografieren zu lassen, und zum Nähen komme ich auch nicht ständig. Schade übrigens, dass die Jugendlichen in der Schule heute nicht mehr an kreative Aktivitäten herangeführt werden, ich hatte in meiner Jugend jedenfalls „Blut geleckt“ am Schneidern, als ich in der Schulzeit einen für damalige Verhältnisse grässlichen Glockenrock nähen musste. 🙂
    Gruß Philo

  3. Schön. Ich hab zwar auch so eine Kette, aber meinen Tiffany Ring in dieser Form trage ich lieber. Mein Mann hat ihn mir vor Jahren aus New York mitgebracht. Schön, dass Du Dich verlinkt hast.
    VG Sunny

    1. Danke, dass Du meinen Artikel tatsächlich gelesen hast! Ein Tiffany Ring ist natürlich etwas, das man in Ehren hält und schätzt! Allein die Qualität ist wahrscheinlich um Klassen besser… Und natürlich strahlt dieses Stck auch das Charisma aus, welches diesen Namen umweht… Wer hat da nicht Aundrey Heburn vor Augen? Und auch der Gedanke, dass dein Mann ihn extra aus New York für Dich… Das alles macht so ein Teil natürlich zum absoluten Highight . Da kann irgendein relativ ,,gesichtsloses“ Teil, auch wenn es noch so nett ist, ganz klar nicht mithalten!
      Übrigens finde ich diese Verlinkung eine schöne Sache. Ich muß einmal forschen, ob ich das mit meinem WordPress-Konto auch machen kann! Alles Liebe und einen wunderschönen Tag, Nessy

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