Kurzgeschichte: Eine heute zugegebenermaßen recht unpädagogische Mama… Happy-End mit Mode-Schmankerl.

regen

Der Regen klopft sanft  ans Fenster und die Zeitschriften meines Mannes, die auf dem Wohnzimmertisch liegen, verheißen auf ihrem Cover nix Gutes – komisch, das die Wirtschaft noch nicht endgültig zusammengebrochen ist der dritte Welt krieg auch noch auf sich warten läßt – Gottseidank! Ich sinniere über eine bessere Welt, während mein Jüngster sich über die Ungerechtigkeiten des Lebens beklagt, insbesondere über die Unnötigkeiten von Hausaufgaben und das Handy meiner Tochter unheilvoll brummend über den Wohnzimmmertisch vibriert. „Geh ma dran“ –  ruft es aus der Küche.

Ja klar, immer doch. –  „Wagner“.

– „ÄHHH- is es Hellyy do? “

-„Moment bitte – Helly!!!!“ – „Wer is´n drann“? – „Entschuldigung, wer sind sie denn?“

– „Is des jetzt a Verher oder was? Ei, dr Tom!“ – „Helly, der Tom“.

– „Mami, sag, ich kann grad nich, ich rufe gleich zurück“ – “ Also, die Helly kann gerade nicht, sie ruft gleich zurück!“

– „Ei, s´dauert nur kurz, frogen´s doch , ob´s heit Zeit hot“. -„Helly, jetzt komm halt mal !“.

Mir wird die Sache zusehends unangenehrm.

-„Mami, sag doch einfach, ich ruf gleich zurück“. – „Also die Helly ruft dann gleich  zurück.“ KLICK.

-„Mami, was wollt der Tom den?“ – „Ja , ob du heut Zeit hättst.“ – „Das hättst auch gleich sagen können“.

Meine Laune ist irgendwie schlechter, als ich das fatasievoll verzierte Handy zurück auf den Wohnzimmertisch lege. Schnell stehe ich auf, doch es ist zu spät. „Mami“, wo hast du das Handy denn jetzt?“ – „Hier, auf dem Wohnzimmertisch“:-„Könntest Du es mir bitte bringen?“- Der Ton war äußerst genervt und es schien besser, keinen Widerstand zu leisten… Mit einem Seufzer erhob ich mich und bewegte mich die circa drei Meter in die Küche. Zwischenzeitlich war mein sonst eigentlich eher bedachter Sohn, der gerade über seinen Hausaufgaben brütete, kurz vor einem Heulausbruch angekommen. -„Ich mach das nicht, das kannst Du selber machen!!!“. Was war da nur los?

Ich überreichte meiner Tochter das iPhone und hob das Heft auf, um den Befehlen meines Sohnes in ihrem Ansinnen ein wenig nachzugehen… Ich schlug das Heft auf, wo mich ein herzallerliebstes Mandala  zum Ausmalen anstrahlte. Ja, das war´s doch jetzt.. vielleicht half mir das ja, eine wenig runterzukommen? Ob ich, wenn ich das übernahm, seiner Entwicklung schadete? Ja, villeicht… anderseits war es ja nur ein Mandale… Zugegebenermaßen konnte ich der Versuchung einfach nicht widerstehen, das Ding schnell auszumalen. Zumal das Problem meines Sohnes dann schnell und einfach behoben war… -„Wo sind die Stifte?“- wagte ich meinen Sohn zu fragen. -„Weiß ich doch nicht , außerdem sind die Stifte abgebrochen und Josef hat sowieso fast alle meine Stifte geklaut…“-„Warum?“ wagte ich zu fragen. Eine blöde Frage, natürlich… „Mama, frag nicht so komisch, weil er einfach stärker ist und noch meine Ice Watch hat!“ – „Ach so…natürlich“….Ich nahm mir vor, mit Josefs Eltern einmal ein nettes Telefonat zu führen (irgendwann), jetzt nahm ich aber das Heft , verschwand damit schnell im Büro, schloß die Tür hinter mir zu und holte meine sauber angespitzten, wunderschönen Aquarellfarben aus dem Schrank. Natürlich würde mir das einen negativen Kommentar mit den Wortlauten „Ihr Sohn sollte bitte mit normalen Holzfarben und nicht mit Aquarellfarbe malen“, das war mir aber in dem Moment egal. Ich malte nun man gerne mit Aquarellfarben, die so bunt leuchteten, wenn man mit einem nassen Pinsel darüberfuhr….. „So wird das aber nix“ ! Ich fuhr herum. Verflixt, ich hatte doch… oder hatte ich vergessen, den Schlüssel umzudrehen? So muß es gewesen sein. „Weißt Du Mama, man kan sich echt nicht auch Dich verlassen, gib´mir das mal her!“ Und er malte in schönster Mandala-Manier sein Mandala aus.

mandala

Kurz darauf kam meine Tochter ins Schlafzimmer: „Weißt Du Mama, Du solltest wirklich nicht immer an mein Handy gehen, ein bißchen Privatsphäre könntest Du mir doch lassen…“ Mir blieb die Spucke weg, „Aber…“ brachte ich noch heraus. Meine Tochter zwinkerte: „Schon gut, aber in Zukunft versuchst Du, etwas mehr loszulassen, ok? Is ja sonst peinlich!“ Ich enthielt mich jeden Kommentars. Mein Blick fliel auf den schönen Discounter-Anorak, den ich vor kurzem gekauft hatte – Ja, das war jetzt meine wahre Bestimmung. Ran an die Restekiste –  unten seht Ihr das handarbeitliche Werk einer zwar als Mama heute eher unfähigen Frau, aber in Basteleien müßt Ihr doch zugeben  mit einer  mindestens eine versierte 3-, nicht ganz  so unbgabt,oder (irgendwie muß man sich ja trösten…)?

rot2 (2),

rot3 (2)

Übrigens klärten sich die Dinge beim Gute-Nacht -Gekuschel am Abend. Abgesehen davon sind ja die Storys wie immer allerhöchstens halb-wahr…

 

 

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die fliegende Königsgans

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So hatte der regnerische Tag für jeden noch eine etwas besonderere Bedeutung – besonders für mich, die sich nicht mehr so viel in die Angelegenheit Ihrere Kinder mischt und die Kinder, die lernen, sich um Ihre eingen Angelegenheiten zu kümmern….

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Ich bin jemand, der meist positiv und neugierig durchs Leben spaziert. Mich fasziniert das Alltägliche wie auch das Besondere und ich bin dankbar, mich mit den schönen Dingen des Lebens wie mit meiner Familie, Pferden und Hunden, Natur und Medizin beschäftigen zu dürfen. Ich bin eine kleine Fashionista und schreibe und zeichne gerne .. Diese Themen lebe ich auch auf meinem Blog ,,Salutary Style" aus... Hello, I´m a girl with lot´s of interests: Not only fashion, beauty and lifestyle but also family, animals, medicine , writing, reading and riding.

5 Kommentare zu „Kurzgeschichte: Eine heute zugegebenermaßen recht unpädagogische Mama… Happy-End mit Mode-Schmankerl.

    1. Danke Liebe Suzie – dank Deiner Kommentare schreibe ich immer wieder gerne… Ich hoffe, Dir geht es gut. Der kleine Bub, um den Du Dich so sorgst, ist übrigens sehr fröhlich…

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