Medizin: Depression und viele mögliche Ursachen: Giselas langer Weg zurück zur guten Laune!

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Medizin/ Gesundheit /Frauenheilkunde: Pille und alternative Verhütung in den Wechseljahren

Hallo Ihr Lieben!

unnamed (96)Heute möchte ich Euch einmal die wichtigsten Fakten zum Thema Verhütung mit Pille in den Wechseljahren erklären, denn jede Frau, die mit der Pille verhütet, sieht sich früher oder später mit dem Thema konfrontiert … Wenn Euch noch weitere Fragen zu dem Thema einfallen, dürft Ihr sie gerne in den ,,Kommentaren“ stellen!

So! Und nun viel Spaß beim ,,Schmökern“!

 

1. Woran merkt man, dass man in die Wechseljahre kommt, wenn man die Pille einnimmt?

Oft merkt man es – gar nicht! Denn die Blutung, die ja eine ,,künstlich“ herbeigeführte Hormnentzugsblutung ist und keine echte Periodenblutung, geht natürlich noch viel länger weiter, als dass ohne Pille der Fall wäre!

Dennoch bilden sich bei manchen Frauen ab dem  Wechseljahresalter zwischen etwa 45 und 55 Jahren  typische Symptomen aus, die dann aber meistens weit weniger heftig sind als bei Frauen, die keine Hormone nehmen, denn ein Stück weit ersetzen die künstlichen Hormone die natürlichen.

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Wechseljahre – Für manche ein Fluch, für andere völlig komplikationslos…

Wie Ihr wisst, wird durch die Pille der Eisprung unterdrückt! Nicht umsonst heißt sie ja ,,Ovulationshemmer“. Wenn nun die eigene Hormonproduktion nachläßt, ändert sich zunächst einmal gar nicht so viel! Denn die Wechseljahre an sich mit Hormonschwankungen, Hitzewallungen etc. finden so, nach ,,außen hin“ gesehen, nicht statt! Die eigenen Hormone werden weiter unterdrückt, es findet nach wie vor kein Eisprung statt und wenn man die 7 Tage ,,Pillenpause“ macht, blutet die Gebärmutterschleimhaut  weiterhin ab.  Das kann bei machen Frauen bis zum Alter von 60 Jahren so gehen! Spätestens dann bildet sich auch die Schleimhaut zurück und die Blutung bleibt ganz aus.

2. Wieso muss ich dann die Pille überhaupt absetzen?

Weil es ein Risiko bedeutet, künstliche Hormone einzunehmen und das steigt mit dem Alter!

So ist bei Einnahme der Pille die  Thromboserate, das Risiko für Gebärmutterhalskrebs und das Risiko an Brustkrebs und Leberkrebs  zu erkranken, erhöht.

Die Risiken sind umso höher, je mehr der typischen Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht, genetische Veranlagungen etc. bestehen. Je größer das individuelle Risiko ist, an Herz-Kreislauferkrankungen zu erkranken, umso eher wird der Frauenarzt empfehlen, die Pille abzusetzen , um auf alternative Verhütungsmittel auszuweichen!

Das Risiko hängt aber auch von der Dauer der Einnahme ab (je länger die Einnahme desto geringer das Risiko, allerdings steigt es auch mit dem Alter der Patientin), außerdem von der Höhe der Östrogendosis und dem Gestagen – Wirkstoff der Pille. So gilt  es bei den kombinierten Pillen mit den Gestagenen Drospirenon, Cyproteronacetat, Desogestrel und Gestoden als besonders hoch.

3. Wie geht der Übergang in den Wechseljahren, wenn man die Pille nimmt, genau vonstatten?

Je nach Alter und Risikoprofil der Frau wird der Frauenarzt/-ärztin empfehlen, ab dem Alter von ca 40 Jahren (bei hohem Risiko) und ca 45 Jahren (normales Risiko) einen sogenannten Auslassversuch zu machen. Dabei wird die ,,Pille“ für 6 Wochen weg  gelassen und während dessen  hormonfrei, z.B. mit einem Kondom kombiniert mit einem  Schaumzäpfchen, oder mit  andere sogenannte Barrieremethoden (z.B, Portiokappe, Femidon, Verhütungsschwämmchen) verhütet.

Danach werden die Hormone untersucht und man sieht, wie es noch um die natürliche Hormontätigkeit der Frau bestellt ist. Hat man noch völlig normale Spiegel vorliegen, kann man eventuell die Pille noch ein wenig weiter geben (eher nicht empfehlenswert, wegen des erhöhten Risikos in diesem Alter oder aber, wenn möglich auf ein schonenderes Präparat mit einer günstigeren Zusammensetzung (siehe vorherige Frage) umsteigen.

Verhütungs – Möglichkeiten in den Wechseljahren

(grün: für die meisten Frauen empfehlenswert, rosa: bedingt empfehlenswert, rot: für die meisten Frauen nicht empfehlenswert)

Man  kann sich dann im Prinzip neben den

1. verschiedenen Hormonpräparate (erhöhtes thrombembolisches Risiko, wie Beinvenenthrombose, Lungenembolie, Herzinfarkt, Schaganfall…siehe Frage 5) zwischen

2. den verschiedenen Barriere – Methoden, z.B. Kondom, Femidom, Portiokappe, Verhütungschwämmchen (wegen Hygieneproblemen weniger empfehlenswert) und /oder Schaumzäpfchen, bzw. spermizides Gel,

3.  den intra – uterinen Systemen, wie Kupferspiralen, Kupferball oder die Kupferkette,

4. das Berechnen der fruchtbaren Tage wie auch

5. ,,Knaus Ogino“ sind eher ungünstig (wegen großer Unzuverlässigkeit, siehe auch Frage 4) und

6. dem Weglassen der Verhütung  entscheiden.

Das  letztere empfiehlt sich nur, wenn man in dieser Situation gerade keinen Verkehr   oder man einen ausdrücklichen Kinderwunsch hat, und dies unter Kenntnis des deutlich erhöhten Risikos! Aber in diesem Fall muss man sowieso ganz anders vorgehen…

Sind die Hormonspiegel schon unter einen bestimmten Level abgesunken, wird man, je nach Alter, dennoch für ein halbes bis ein ganzes Jahr weiter (nach Spiegel/Begleitumstände) hormonfrei verhüten.

Dies hat auch den Vorteil, dass man sieht, wie es weitergeht und wie die Frau auf den Hormon – Entzug reagiert.  Entsprechend kann man Maßnahmen abbrechen bzw. auch eine Hormon – Substitution überdenken.

Nach 6 Wochen wird man die Hormon erneut überprüfen, da die Hormone in den Wechseljahren ja starken Schwankungen unterworfen sein können und ein einmaliger Wert nur eine Momentaufnahme darstellt! Zeigt sich dann nach 6 Monaten keine  Blutung mehr und die Hormone sind bei einer erneuten Kontrolle immer noch tief, kann man auf weitere Verhütung verzichten und  eventuell bei Symptomen auch eine Hormonersatztherapie beginnen.

4.Welche hormonfreien Möglichkeiten der Verhütung eignen sich in den Wechseljahren?

Eine hormonfreie Alternative zur ,,Pille“  stellen die  Kupferspiralen und ähnliche intrauterinen Systeme dar, wie der Kupferball oder die Kupferkette (siehe den Übersichtsartikel über solche Systeme  durch ,,KLICK HIER“ ) , die von den meisten Frauen gut, aber von ein paar auch eher schlecht vertragen werden!

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Eine nicht ganz konventionelle Interpretation des Verhütungsballs, wobei auch dieser sehr sicher ist, wenn die Dame über eine gute Muskulatur verfügt, um ihn festzuhalten… Die klassische Interpretation seht Ihr weiter unten!

Das hängt oft mit ihrer genauen Lage in der Gebärmutter zusammen. Manchmal sind die verschiedenen Intrauterinsysteme, die übrigens durch ihre Kupferionen verhütend wirken,  sie zu klein oder zu groß oder liegen nicht ganz gerade. Das ist aber eher selten und in diesem Fall können sie manchmal noch nachjustiert werden oder man wählt eine andere Größe oder ein anderes System. Da sie nicht in den Hormonhaushalt eingreifen und  so auch nicht die Vorteile der Pille haben, kann die Periode unregelmäßig, schmerzhafter  oder stärker sein.

Meistens überlegen sich die Frauen aber zusammen mit dem Arzt/Ärztin  ihres Vertrauens für den Übergang, wenn man merkt, dass die Hormone schon ein wenig ,,schwächeln“ (aber eine Empfängnis noch nicht sicher ausgeschlossen werden kann), eine einfachere Lösung

Eine Option sind auch sogenannte Barrieremethoden wie ,,Portiokappen“ , wie  z.B. ,,Caya“  die vor dem Verkehr  eingesetzt werden und zusätzlich  noch zur Erhöhung der Sicherheit,  mit einem spermiziden Gel bestrichen werden.

Eine andere,Barrieremethode ist  z.B. das Verhütungsschwämmchen, dass aber aus hygienischer Sicht etwas schwierig zu händeln ist, da sich natürlich auch gerne Keime einnisten…

Auch das gute alte spermizide Zäpfchen oder/und das Kondom sind durchaus noch Optionen…

Die Berechnung der fruchtbaren Tage hingegen ist in den Wechseljahren eher schwierig durchzuführen, da gerade zu dieser Zeit der Zyklus oft unregelmäßig wird.

Von der Sicherheit her sind die zuletzt genannten Barrieren-Methoden zugegeben nicht so sicher wie die ,,Pille“.  Allerdings hängt die Sicherheit sehr davon ab, ob die Methoden auch zuverlässig angewendet werden und  man sich bei der Anwendung wirklich genau an die immer beiliegenden Anleitungen hält! Auch erhöht die Anwendung zweier Methoden die Sicherheit noch einmal …

Meist findet sich aber trotzdem für jede Frau eine gangbare Lösung, zumal diese ,,Phase des Übergangs“ auch  nicht ewig dauert!

5. Es gibt Frauen, die möchten die Pille trotz erhöhtem Risiko gerne noch weiter nehmen, Gibt es Pillen, die trotz aller Unkerufe für Frauen, die über 40 Jahre alt sind, eher geeignet sind als andere?

Es gibt  sogenannte ,,Wechseljahrespillen„, die Estradiolvalerat als Östrogen-Komponente beinhalten, welches das sonst verwendete Ethinylestradiol ersetzt. Estradiolvalerat wird im Körper in Estradiol umgewandelt, so gelangt man tatsächlich zum natürlichen Östrogen. In wiefern natürliches Östrogen in der Verhütung genauso zuverlässig ist und ob es tatsächlich weniger Nebenwirkungen hat, kann ich Euch leider nicht sicher sagen, auch wenn es uns die Industrie, die  diese Pillen (z.B. Qlaira) vertreibt, natürlich Glauben machen möchte. Diese Pille ist jedenfalls sehr teuer und wird in der Regel nicht von der Kasse bezahlt!

Eine weitere Pille, die hinsichtlich des im Alter erhöhtem Thromboserisikos als besonders sicher eingestuft wird und ich (mit Abstrichen) deshalb auch bei Frauen empfiehlt, die sich mit so gar keinen nicht-hormonellen Verhütungsmethoden anfreunden können ist die Minipille, die nur Gestagen enthält  (z.B. Cerazette) und die ohne Pause eingenommen wird. Die Nachteile sind, dass die Blutung bei dieser Methode wegbleibt und dass die Einnahme möglichst zur etwa gleichen Zeit erfolgen sollte, damit eine hohe Sicherheit gewährleistet werden kann. Allerdings werden sich die in den Wechseljahren bei manchen Frauen auftretenden Östrogenmangel -Erscheinungen  (z.B. Hitzewallungen, Schlafstörungen, Depressionen, Stimmungsschwankungen, …)  natürlich auch bei dieser östrogenfreien Pille zeigen!

6. Was passiert im Körper, wenn mazzhetn die ,,Pille“ nach vielen Jahren absetzt?

Das Empfinden von Frauen, die die Pille absetzen, ist sehr unterschiedlich, nicht nur in Bezug auf das Wieder-Eintreten der ,,natürlichen“ Periode. Diese  hat ja die ganze Zeit mit der Unterdrückung  des Eisprungs unter Hormoneinnahme so nicht stattgefunden,  es kam lediglich zu einer Hormonentzugsblutung. So kann es einige Monate dauern, bis die Periode wieder einsetzt, oder sie tritt nur noch unregelmäßig auf. Wenn die Hormone schon deutlich am ,,schwächeln“  sind, besteht auch die Möglichkeit, dass keine Blutung mehr kommt.

Bei Unklarheiten kann der Frauenarzt/ärztin leicht mittels Ultraschall feststellen, ob die Gebärmutterschleimhaut sich noch adäquat aufbaut oder sich vielleicht schon zurückbildet hat und deshalb nicht mehr abbluten muss. Auch kann man mittels dieser Untersuchung Myome und /oder Cysten, die ebenfalls Blutungsstörungen auslösen können, diagnostizieren.

Allerdings darf man nicht vergessen, dass die Pilleneinnahme ja auch Vorteile hat. So ist die Blutung unter der Medikation oft regelmäßiger, weniger schmerzhaft und schwächer. Lässt man sie nun weg, fallen auch diese Vorteile weg und die ,,natürliche“, ureigene, nicht von der Pille beeinflusste Periode mit Eisprung, eventuell prämenstruellem Syndrom  und ,,Störanfällgkeit“ des Zyklus je nach äußeren Umständen und je nach Disposition, tritt wieder auf den Plan!

Es gibt immer wieder Frauen, die sich,  besonders, wenn sie die Pille lange genommen haben, nach dem  Absetzen derselben, in einer völlig anderen Gefühlswelt wiederfinden und geradezu von ihren ,,echten Gefühlen“ mit Schmerzen, aber auch von Freude und emotionale Sensibilität überwältigt werden.

Viele Frauen hingegen merken, emotional oder schmerz – technisch gesehen, überhaupt nichts, so dass ich selbst manchmal erstaunt bin, wie verschieden die Frauen bezüglich ihrer Empfindungen, was die Pille angeht, sind!

7. Haber die Frauen, wenn sie lange die Pille genommen haben und ihr Eisprung damit lange Zeit unterdrückt wurden, ihre Periode länger? Es müssen doch dann mehr Eier übrig  geblieben sein!

Die Überlegung klingt zwar im ersten Moment logisch, allerdings sind auch nach vielen fruchtbaren Jahren ohne Pillen – Einnahme, in denen reguläre Eisprünge stattfanden, die Anzahl der Eier keineswegs ,,verbraucht“.  Es ist einfach so, dass sich die Ovarien (Eierstöcke) sich im Alter zurückbilden und verkümmern. Also haben die Frauen, die die Pille genommen haben, ihre Periode nicht länger!

Verhütungsball (4)
Der moderne Verhütungsball besteht aus einer Kupferkette mit lauter kleinen aufgefädelten Bällen, die, sobald sie in der Gebärmutter zum Liegen kommt, die Form eines Balls annimmt! Der Vorteil ist, dass die Entfernung problemlos ist und beim Legen die Perforationsgefahr geringer ist.

8. Wie geht man nun am besten vor, wenn man die Pille nimmt und in den Wechseljahren möglichst keine Beschwerden erleiden möchte?

Ganz so einfach ist das natürlich nicht, aber doch bei sehr vielen Frauen möglich! Es gibt keinen Königsweg, der für alle Frauen gilt, denn jede Frau ist einzigartig und empfindet und reagiert anders! Es gibt Frauen, die von vorne herein keine Probleme haben.

Sie setzen die Pille ab, bluten noch ein paarmal, verhüten in dieser Zeit mit Kondom und Zäpfchen oder der Portiokkappe und wenn sie ein Jahr nicht mehr geblutet haben, brauchen sie auch das nicht mehr, es sei denn, sie brauchen einen Schutz gegen Krankheiten, weil sie ihren Partner (noch) nicht so gut kennen… ;-).

Andere kommen mit den Wechseljahresbeschwerden für den Übergang  gut mit pflanzlichen Präparaten z.B. solche  mit der sibirischen Rhabarberwurzel zurecht.

In jedem Fall hat man eine Reihe von Optionen, aus der man den momentan besten Weg aussuchen kann! Dabei ist es wichtig, dass beide Seite -Arzt/Ärztin und Patient flexibel sind und auch bereit, Kompromisse einzugehen, denn an oberste Stelle sollten immer die Sicherheit und Gesundheit stehen! Aber kommen wir zurück zu unserem Vorgehen!

Wie schon gesagt, wird man ab einem bestimmtem Alter immer einmal wieder einen Auslassversuch machen. Allerdings ist mit spätestens 50 Jahren bei meinem Rezeptblock Schluss mit der normalen ,,Pille“. Warum? Weil ich in meiner Laufbahn als Ärztin noch nie eine spontane Schwangerschaft erlebt habe, bei der die Frau 50 Jahre oder älter war! Sicher ist es nicht unmöglich, aber ich denke, dass in diesem Alter das vergleichsweise hohe Risiko durch artifizielle Hormone ein thrombembolisches Ereignis zu erleiden, das sehr geringe Risiko einer Schwangerschaft weit übertrifft!

Dennoch suche ich gemeinsam mit der Frau nach guten Alternativen, die es ja auch gibt! Außerdem sieht man wirklich fast bei allen Patientinnen am Labor, dass die Hormone in diesem Alter bereits schwächeln! Das Durchschnittsalter, in dem die Blutung ohne Pille ganz wegbleibt, ist übrigens 51 Jahre! Dem gehen bereits etwa 10-15 Jahre mit einer Hormonschwäche voraus, was immer dann besonders deutlich wird, wenn die Frauen noch Kinderwunsch pflegen.

Wenn  der Körper auf das Weglassen der Hormone nun tatsächlich mit starken Symptomen reagiert,  das man mit herkömmlichen, oben genannten pflanzlichen Methoden nicht in den Griff bekommt, wird man bald darauf, wenn die Blutung anfängt, wegzubleiben und Symptome auftreten, die Patientin dies möchte und es keine Kontraindikationen gibt,  mit einer natürlichen Hormonersatztherapie beginnen, die individuell nach den neuesten Erkenntnissen  dosiert ist (darüber habe ich bereits hier berichtet). Die frühere Empfehlung, die Hormone nur so kurz wie möglich einzunehmen, gilt heute so nicht mehr, denn wir wissen, dass sie für die Frauen auch einen protektiven Nutzen haben, die über die Behandlung der Symptome hinausgehen.

Auf alle Fälle kann man auf einer dieser beschriebenen Art vielleicht nicht immer absolut beschwerdefrei, aber doch in den aller meisten Fällen sicher und relativ komfortabel durch den Wechsel kommen!

S1420080 (5)So, das war es wieder für  heute! Ich hoffe, ich konnte ein wenig Licht ins Dunkel bringen! Obwohl ich die Informationen sorgsam zusammengetragen habe bzw. sie auf meinen Erfahrungen beruhen, sind sie wie immer ohne Gewähr! Auch soll diese kleine Zusammenstellung auf keine Fall das ärztliche Gespräch mit Eurem Arzt des Vertrauens ersetzen, da nur er Euch gut kennt und einschätzen kann!

Ich hoffe, die Männer waren mir nicht allzu böse, dass sie das Thema heute nicht so direkt betroffen hat, in Zukunft seid auch Ihr wieder mehr mit einbezogen! Aber die Wechseljahre und ihre Aspekte sind eben ein Thema, dass für Frauen Ü40 immer wieder Fragestellungen aufwirft, die beantwortet werden wollen…

Demnächst schreibe ich wieder über ein ,,medizinisches“ Thema, das auch Euch betrifft … lasst Euch überraschen!

So jetzt wünsche ich allen noch wunderschöne Wintertage und ein tolles Silvester,

Eure Ness

Weitere interessante Artikel zur Verhütung findet Ihr übrigens hier:

MEDIZIN: INTRAUTERINE VERHÜTUNGSSYSTEME IM VERGLEICH : GOLD – / SILBER – SPIRALE VERSUS KUPFERBALL ( ,,NORMALES “ IUP, HORMONSPIRALE, KUPFERKETTE, ,,PILLE“ …)

MEDIZIN: DAS NEUESTE, HORMONFREIE VERHÜTUNGSMITTEL – DER VERHÜTUNGSBALL ( KUPFERBALL, IUB , INTRAUTERINBALL , ÄHNLICH DER VERHÜTUNGS – SPIRALE ) IST NUN AUCH IN DEUTSCHLAND ZUGELASSEN!

 

 

 

 

Anti Aging / ALLES Wichtige zum Thema Wechseljahre! Neue natürliche Hormon – Ersatz – Therapie im Vergleich mit anderen Schemata, Aufklärung WHI – Studie, viele wertvolle Tipps!

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DrNessy im Gespräch mit Prof. Ingrid Gerhard, ,,Grand Dame“ der Erkenntnisse um natürliche Methoden in der Gynäkologie und Geburtshilfe.

WICHTIG: Vor Anwendung jeder Therapie müssen die Gegenanzeigen geprüft werden und eine (gynäkologische und ggf. weiterführende) Untersuchung durchgeführt werden! Dieser Artikel dient nur zur allgemeinen Information und ersetzt nicht die Beratung und Behandlung des Gynäkologen! Auch sind zwar die Inhalte nach bestem Wissen zusammengetragen worden, dennoch übernehme ich keine Haftung für die Richtigkeit oder die Wirksamkeit der Therapien!
Ich zeige im folgenden verschiedene Beispiele von eingesetzten Medikamenten.  Dadurch habe ich allerdings keinerlei pekuniären Nutzen! Ist das Werbung? Wenn ja deklariere ich den Text hiermit!

 

Hallo Ihr Lieben!

unnamed (29)Hormone helfen nicht nur gegen Wechseljahresbeschwerden, sondern wie wir nun wissen, auch gegen das Auftreten von Herz-Kreislauferkrankungen, gegen Osteoporose, machen eine pralle Haut,  und halten unter anderem die grauen Zellen fit!


Entscheidend für den Erfolg einer Hormonersatztherapie ist, dass man

* relativ früh nach Aussetzen der Menses anfängt,

* nicht älter  als 60 Jahre bei Beginn ist

* vor Beginn eine Doppler-Untersuchung der Halsgefäße durchführt (CIMT),

* die Frau befragt und  untersucht und

* natürliche Hormone gibt, dabei Progesteron als Kapsel, 17-Beta Estradiol transdermal als Spray, Gel oder Pflaster (und keine Derivate)

* wenn die Gebärmutter entfernt wurde, kann man u.U. auf Progesteron verzichten, ansonsten muss es gegeben werden, wenn man Östrogen gibt, sonst kann die Gebärmutterschleimhaut bösartig entarten!  Allerdings kann auch ein Mangel an Progesteron Beschwerden hervorrufen…


(Die Ergebnisse der WHI  Studie, die mit vielen Nebenwirkungen der klimakterischen Hormongabe behaftet waren, hatten den Nachteil, dass mit der Hormonersatz-Therapie im Durchschnitt erst mit 63 Jahre begonnen wurde, als die Frauen schon eine relativ lange ,,hormonarme“ Zeit hinter sich hatten! Zum zweiten wurden künstliche Hormone verwandt und die Daten einfach auf jüngere Frauen übertragen…)

In puncto Hormonersatztherapie/Wechseljahre ist soviel passiert, dass ich unbedingt noch einmal einen Artikel veröffentlichen muss, der zusammenfassend etwas Licht ins Dunkel bringt und beschreibt, was da eigentlich in der Forschung und auch Presse vor sich gegangen ist.

Dazu möchte ich Euch aber auch ein natürliches Hormon – Schema vorstellen, wie es aktuell aufgrund der Studienlage sinnvoll ist!  Als Alternative zeige ich Euch auch noch andere gängige Schemata, die aktuell in Deutschland verwendet werden! Ich werde diesen Artikel auf ein mal veröffentlichen, denn er soll für Euch wirklich nützlich sein, wenn Ihr in den Wechseljahren seid! Quasi mein kleines Weihnachtsgeschenk an Euch, in dem wirklich ein Großteil des Wissens um die Wechseljahre steckt! Ich werde ihn, wenn die Medizin weitergeht, wieder aktualisieren , so dass man auch Therapien nachschlagen kann!

INHALTSVERZEICHNIS

1. Wechseljahre

1.1. Vor- und Nachteile

1.2. Verlauf / Phasen der Wechseljahre und typische Beschwerden

1.2.1. Prämenopause

1.2.2. Klimakterium

1.2.3. Menopause

1.2.4. Postmenopause

2. Behandlungsmethoden des klimakterischen Syndroms

2.1. Die Hormon-Ersatz-Therapie (HET), (englisch) Hormone Replacement Therapy, (HRT):

2.1.1 Wirkweise einer HRT

2.1.2. Applikationsformen von Hormonen

2.1.3. Kontinuierliche und sequenzielle Hormontherapie

2.1.4. Vorbereitung einer HRT

2.1.4.1. Anamnese

2.1.4.2.Untersuchung

2.1.4.3. Zusatzuntersuchung CIMT

 Untersuchung der Intima Media Dicke der Carotis-Arterie (CIMT)

2.2. Verschiedene aktuelle Einnahme-Schemata

2.2.1. Kombinationstherapie  aus transdermalem naturidentischen 17ß-Estradiol und oralem Progesteron und sinnvoll Ergänzungen

2.2.2. Übliche  konventionelle Hormonersatztherapie, wie sie auch heute noch oft angewandt wird

2.2.2.1. Bsp. ,,Wechseljahrspille“

 

2.2.2.2. Soll man auf natürliche Hormone wechseln?

2.2.3.  Die Modifizierte Hormnonersatztherapie mit natürlichen Hormonen nach Rimkus

 

2.3. Nebenwirkungen der konventionellen HRT

2.3.1. Allgemeines zu Nebenwirkungen

2.3.2. Allgemeine Nebenwirkungen konventioneller HRT

2.3.3. Auftreten bösartiger Tumoren (Krebs) mit Häufigkeiten

2.3.4. Kontraindikationen gegen eine Hormonersatztherapie

 

 3. Nicht-hormonelle Behandlungsmethoden von Beschwerden im Klimakterium

3.1.  Pflanzliche Stoffe  zur Unterstützung der hormonellen Funktion  und Behandlung der Symptome

3.1.1. Mönchspfeffer (agnus castus) 

3.1.2. Sibirische Rhabarberwurzel

3.1.3. Cimifuga (Traubensilberkerze)

3.1.4. Salbei-Tee

3.1.5. Frauenmantel-Tee

3.2. Sonstige Medikamente, die bei Wechseljahresbeschwerden eingesetzt werden

3.2.1. selektiven Serotonin- Wiederaufnahmehemmer

3.3. Spezielle Nahrungsergänzungsmittel für die Zeit der Hormonumstellung siehe auch 2.1.1.

 

4.  ENTSCHEIDUNGSHILFE: Welche Therapieoption ist die richtige für mich?

4.1. Was sagen die Leitlinien?

4.2. Auch ohne  Hormontherapie kann man relativ lange eine gute Lebensqualität bewahren!

 

5. Was passiert mit dem Körper während der Wechseljahre und wie kann ich ihn unterstützen?

5.1.Haut 

5.2. Haare 

5.3. Gewicht

5.4. Ernährung

5.5. leichter Sport

 

6. ,,Psychohygiene“

7. Wie kam es, dass die Hormonersatztherapie so in Verruf geriet, nachdem anfänglich Begeisterung herrschte?

7.1. Auswertung der WHI Studie

7.2. Folge

7.2. Ursachen der Fehlinterpretationen der WHI-Studie

7.3. Zum Schluss war es doch wieder  anders …

8. Quellen

 

 

1. Wechseljahre

1.1. Vor- und Nachteile

S1420009 (2)Wenn Ihr denkt, ich wolle Euch die Wechseljahre als ein ganz tolles Projekt verkaufen, aus dem viele Vorteile hervorgingen… Irrt Ihr Euch. Auch, wenn man nicht mehr verhüten muss und die monatlichen Blutung wegbleibt, würden  die meisten von uns trotzdem  gerne darauf verzichten! Kündigen sie doch das Ende unserer Fruchtbarkeit an und sogar, wenn wir sicher keinen Nachwuchs mehr wollen, ist es doch nicht schön, dass man nicht mehr könnte, auch wenn man wollte…

Zudem heißt es schließlich sogar in der einer Werbung so beddeutungsschwanger: ,,Wenn der Östrogenspiegel sinkt“… Ja, es ist leider richtig, reden wir es nicht schön,  dann kommt es zu einer Reihe von  Alterungprozessen (nicht nur der Haare)!  Dennoch weiß man dank der modernen Medizin, dass man doch ein paar Dinge tun kann, um diesen Prozess, sagen wir ´mal, etwas zu bremsen!

Zudem führen die körperlichen und seelischen Veränderungen des Klimakteriums oft dazu, daß man über sich und sein Leben reflektiert. Meist fällt es auch in eine Zeit des äußeren Umbruchs (Kinder gehen aus dem Haus, man wird vielleicht  Oma, im Job hat man oft alles erreicht…).  Diese Beschäftigung mit seiner Situation wird von vielen im Nachhinein als ,,Chance“ bezeichnet und sieht in etwa so aus:

,,Ich habe mir klar gemacht, was bisher falsch gelaufen ist und endlich den Mut gefasst, etwas zu verändern, mehr für mich zu tun, mein Leben mehr zu genießen, die Zeit besser zu nutzen für Dinge, die mir wichtig sind…„.

Also, nur Mut liebe Frauen! Erstens muss ,,der Wechsel“ für den Körper in Bezug auf das Altern gar nicht soo dramatisch ablaufen, wie das noch vor Kurzem der Fall war, denn wir können doch einiges tun, um ihn zu unterstützen und zweitens bieten sich oft in dieser Zeit noch einmal verschiedene Chancen, um noch einiges aus seinem Leben herauszuholen, man muss sie nur ergreifen!

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Beauty/Medizin/Gesundheit: Tipps und Tricks im Umgang mit der Hitze und bei übermäßigem Schwitzen (Hyperhidrose)

Hallo Ihr Lieben!

IMG_6696Das Wetter ist wunderschön! Die Vögel pfeifen schon morgens ihre fröhlichen Lieder, wenn ein laues Lüftchen durch die Baumkronen streicht und das Gefühl des Sommers in uns lacht… Wäre es oft nicht schon am Mittag so drückend heiß, dass man förmlich auf eine ,,Hitze-Wand“  trifft, sobald man vor die Haustüre tritt, wäre alles echt supi-dupi! Übrigens zeige ich Euch ein paar erfrischende Gute-Laune-Bilder, passend zur Sommerstimmung … Übrigens könnt Ihr hier den gekürzten Beitrag auch auf YouTube sehen, Zusätzlich nehme ich Euch im Video übrigens mit auf die hitzigen holprigen Straßen von Corralejo und  zeige Euch meinen (Kräuter)garten… Aber zurück zur ausführlichen Version…

Wieso man sich bei Hitze erkälten kann

Irgendwann strömt es  einem so aus den Poren, dass der Schweiß sogar über die Augenlider zu rinnen droht, ganz zu schweigen davon, dass die Klamotten längst klatschnass geschwitzt sind! Geht man dann in klimatisierte Räume, friert man wie ein Schneider! (Irgendwie blöder Ausdruck, wieso friert eigentlich ein Scheider? Egal…! ) Jedenfalls hat man sich dann flugs eine Erkältung  eingefangen und nix ist schlimmer als sich nachts bei 30° C  mit verstopfter Schnupfennase im Bett zu wälzen, halb gefesselt von irgendwelchen Laken, die eh nie da sind, wo sie sein sollen… Die Menschen in südlichen Ländern stopfen deshalb  ihre Laken unter die Matratzen … Aber ehrlich, so habe ich nie schlafen können! Ihr etwa? Dann schreibt mir doch bitte Euren Trick bei der Sache!

Zurück zum Thema! Es gibt natürlich auch andere Möglichkeiten, wieso manchen Menschen Sturzbäche an Schweiß die Stirn hinunter rinnt…

Gründe, warum man schwitzt:

Hitze, Erkrankungen, Wechseljahre, Fettleibigkeit, Stress oder andere psychische Belastung, z.B. Aufregung.

Okay, die Frage ist, was man dagegen tun kann… Klar, dass man häufig duscht und trinkt, um den Verlust auszugleichen.  Banal, werdet ihr denken! Aber es gibt natürlich noch eine ganze Reihe weiterer Tipps, von denen Ihr den einen oder anderen vielleicht sogar noch nicht kennt!

Tipps bei Hitze/ Schwitzen:

  • ,,Haustipps“:

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Nicht zuviel und nicht zu scharf essen, um den Organismus nicht zu überlasten und die Schweißproduktion nicht unnötig angekurbelt wird!

Mehrere leichte, kleine Mahlzeiten mit ,,Cooling-Effekt“ (Joghurt, Obst, besonders Melone und Orangen, Gurke, Minze, Salat mit einem guten Essig-Dressing,…)

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Scharfes wie Capsaicin in Chili/Paprika  oder Ingwer regt den Stoffwechsel und die Schweißproduktion noch mehr an! Salz hingegen sollte man normal verwenden, da der Körper durch Schwitzen Salz verliert.

Trinken:

Die normale Tagesmenge an Flüssigkeit beträgt 1,5 bis 2 Liter. Entgegen mancher Aussagen gehören dazu auch Kaffee und Suppen. Schwitzt man, kann der Körper allerdings bedeutend mehr Flüssigkeit benötigen. Dabei muß man beachten, dass sowohl zuwenig, als auch zuviel Flüssigkeit dem Körper schaden!

Was passiert bei Flüssigkeitsmangel?

Symptome:

Denkstörung, Schwindel, Trockenen Haut (,,stehende Hautfalte am Handrücken“) , Schwäche,  Herzrasen, Krämpfe, Bewußtlosigkeit 

Geeignet sind:

mineralhaltige Getränke wie Wasser, Mineralwasser (mit wenig Kohlensäure), Früchte- und Kräutertees (vor allem Salbeitee hilft gegen Schweißbildung), Saftschorle.

Bei übermäßigem, heftigem Schwitzen  (z.B. Wanderungen, intensivem Sport)  kann es zusätzlich zu einem Verlust von Mineralien kommen, der noch verstärkt wird, wenn man z.B. durch ungewohnte Kost im Urlaub Durchfall bekommen hat! Hier ist auch auf einen Ausgleich zu sorgen, z.B. durch salzige Brühen oder isotonische Getränke, die in ihrer Tonizität dem Blut angepasst sind!  Bei ,,normalem“ Schwitzen sind solche Maßnahmen jedoch nicht nötig.IMG_5846 (2)

Eiskalte Getränke sollte man nicht zuviel zu sich nehmen, bzw.man sollte sie länger im Mund behalten, da ein sehr kalter Magen den Organismus belastet. Die Kälte zieht das Blut in den Magen (übrigens genauso wie schweres Essen) und  dadurch fehlt es an anderer Stelle. Zudem muß der Körper zum Ausgleich wieder Hitze produzieren… Nicht sonderlich sinnvoll! Dabei kann es übrigens auch zu Übelkeit/Schwindel kommen.

Kleidung

Empfehlenswert sind leichte, luftige Sachen aus Leinen, Baumwolle oder aber hochwertige Microfaser, die den Schweiß gut weiterleitet. Allerdings sitzt letztere oft eng am Körper an, was von manchen als unangenehm empfunden wird.

Dass die Kleidung häufig gewechselt wird, ist auch klar, denn Schweiß an sich ist geruchlos! Er fängt aber an zu riechen, wenn er sich zersetzt...

Sonstiges:

1. Erfrischende Körper- und Gesichtsprays, z.B. einfach Mineralwasser /Pfefferminztee  in einen Zerstäuber füllen, das Ganze, wenn man möchte, in den Kühlschrank stellen und sich damit bei geschlossenen Augen einsprühen

Achtung: Pfefferminze hat zwar einen guten Cooling-Effekt, diesen aber nicht nicht in die Augen bringen oder  bei Sonneneinstrahlung anwenden, sonst kann es Flecken auf der Haut geben!

Natürlich kann man diese  Sprays auch kaufen, z.B. von Vichy.

2. Aloe Vera Gel kühlt sehr gut. Entweder kann man die Produkte kaufen oder eine Aloe als Zimmerpflanze halten! Einfach ein kleines Stückchen bschneiden, die Ränder entfernen und das obere vom unteren Blatt trennen und auftragen. Das hilft übrigens auch gut bei Sonnenbrand oder  wenn man schnell ein paar Fältchen ,,wegmogeln“ möchte!

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3. Fächer, Hand-Ventilatoren, Ventilatoren mit und ohne Wasser...

Tipps: Wer ein Heizgebläse hat, kann diese oft auch ,,ohne Hitze“ laufen lassen und spart den Extra-Ventilator!

Einen Fächer kann man auch selber basteln. Das ist allemal stilvoller als ein Pappdeckel oder eine nicht zu dicke Zeitschrift, die es zur Not auch tun). Einfach ein Blatt quer nehmen, zieharmonikaartig zusammenfalten, die Mitte zusammenbinden oder mit Tesafilm zusammenkleben, die äußeren Ränder oben zusammenkleben, fertig!

Klimaanlage: Eine klasse Sache, allerdings Achtung vor zu großen Temperaturunterschieden, da sie den Organismus weiter belasten, da die Umstellung sehr groß ist! Erkältungen drohen.

Lüften: Morgens 10 Minuten alle Fenster aufmachen, dann an der Südseite die Rolläden nach unten lassen! Nachts, wenn möglich, das Fenster öffnen. Moskitonetz anbringen und Licht auslassen, sonst habt Ihr bald eine beeindruckende Insektensammlung in Euerem Zimmer!  (Sorry, etwas banal, gehört aber dazu…) …

Spezielle Deos mit Aluminiumsalzen: Da sich diese direkt in die Poren setzen, können sie die Schweißneigung sehr gut stoppen. Am besten wendet man sie abends an, da man meist nachts weniger schwitzt und sie so nicht gleich ,,weggespült“ werden. Nach einigen Wochen atrophieren die Schweißdrüsen allmählich und man schwitzt weniger…

Ob diese Stoffe, wie oft behauptet wird, krebserregend sind, ist nicht erwiesen. Es empfiehlt sich trotzdem, die Stoffe nicht direkt auf frisch rasierter Haut oder verletzter Haut anzuwenden, damit die Stoffe nicht auf diesem Weg in die Blutbahn gelangen können.

  • Medizinische Tipps bei übermäßigem Schwitzen (Hyperhidrose)

Ist die Schweißneigung aber übermäßig, auch wenn keine erklärbaren Ursachen vorhanden sind, gibt es auch medizinische Optionen, über die man mit seinem Arzt sprechen kann.

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Da hat sich jemand hinter der Eisskulptur versteckt und sucht offensichtlich Kühlung – aber leider ist  der ,,Kunstgenuß“ schnell vergänglich, wie so vieles im Leben, was man mühsam erschaffen hat…

1. Medikamentöse Therapie durch Gabe von verschreibungspflichtigen Anticholinergica (Achtung: Nebenwirkungen!) . Gabe nur bei Bedarf  (Streßsituationen, …)
Methantheliniumbromid (VAGANTIN® RIEMSER) und Bornaprinhydrochlorid
(Sormodren®) nach Rücksprache mit Arzt

2. Botuliniumtoxin (,,Botox)“ legt die Nerven lahm, die die Muskeln der Schweißdrüsen innervieren und hält ca 6-12 Monate. Kosten ca 700 Euro für Erstbehandung für beide Achseln (aktuell nur dort zugelassen)

3. Iontophorese: Mit Hilfe von Feuchtigkeit werden mehrmals pro Woche mittels leichter Stromanwendung die Schweißdrüsen abgestumpft. Allerdings muß man, wünscht man sich nachhaltigen Erfolg, anfangs das Verfahren 3x/Woche anwenden und wenn man ganz aufhört,  kommt die Schweißneigung wieder

4. Sympathicolyse: Operative Methode, bei der die Nervenversorgung der Schweißdrüsen zerstört wird.

5. Die chirurgische Schweißdrüsenentfernung bleibt heute Extremfällen vorbehalten, da sie relativ viele Nebenwirkungen haben kann (Narbenbildung etc.)
6. NEUE METHODE  BEI HARTNÄCKIGEM ÜBERMÄSSIGEM SCHWITZEN!:

Mira Dry Microwelle zerstört in den tiefen Hautschichten die Schweißdrüsen, dabei
wird so gekühlt , dass das Fettgewebe und andere Strukturen nicht verletzt werden. Dauerhafte Methode ohne OP! (z.B. DHZ München)

So, das Wichtigste wisst Ihr nun!  Ich hoffe, es waren auch für Euch ein paar Tipps dabei, damit Ihr nun unbeschwert den Sommer genießen könnt! Ihr habe noch nicht genug? Eine Zusammenfassung des Themas im ,,Nessy-Style“ findet Ihr auch auf meinem neuen YouTube-Kanal – Es ist sicher sichtbar ab dem 26.06.2017! Gerade lädt es noch…

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Und nun wünsche ich Euch eine wunderschöne Woche! In Kürze kommt übrigens die Siegerehrung des Foto-Wettbewerbes und dann müssen wir uns langsam auf die Fashion Week vorbereiten, damit wir keinen von den tollen Terminen versäumen!

Big Hugs,

Eure Nessy

 

 

 

 

Medizin / Frauenheilkunde : Hormone in den Wechseljahren – Neue Erkenntnisse über BIOIDENTISCHE HORMONE stürzen jahrelange Dogmen!

Hallo Ihr Lieben!

IMG_2247Wie Ihr wisst, bin ich ein Informationsjunkie, wenn es um irgendwelche Empfehlungen geht und ich frage mich bei meinen Empfehlungen meist, wie denn die Studienlage aussieht, welche Erfahrungen es gibt und welche Informationen Euch helfen können.

Aktuelle Leitlinien hinken den neuen Informationen zum Hormonersatz in den Wechseljahren hinterher!

Aktuell stecke ich ein wenig fest. Und zwar liegt das darin begründet, dass es wirklich  neue beeindruckende Erkenntnisse zur  Gabe von Hormonen, der sogenannten ,,Hormonsubstitution“ in den Wechseljahren gibt, die aber noch (?)  nicht in den Empfehlungen der Leitlinien umgesetzt sind!

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