5 ultimative Tipps für eine optimale ,,Low Glyx“ Ernährung ! Leckeres Gemüse-Quiche-Rezept / Insulinresistenz Leserfragen – Was besonders wichtig ist!

Titelbild: Ein leckere Mittagessen für 4-6 Personen mit einem niedrigem GI                                                kann zum Beispiel so aussehen (Rezept siehe unten).

(Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information. Für Inhalte, Anwendungen und für externen Links übernehme ich keine Haftung. Er soll auch nicht zur Eigenbehandlung anregen, Erkrankungen sollen mit dem Arzt des Vertrauens besprochen werden)

Hallo Ihr Lieben!

unnamed (29)Der Artikel über ,,Insulinresistenz “ ist bei Euch auf große Resonanz gestoßen! An erste Stelle deshalb vielen Dank für Euer Interesse und die vielen Kommentare und Rückfragen!

So kamen Mails mit  Fragen, die ich Euch hier gerne beantworte! Als Basis empfehle ich Euch, den Artikel, falls noch nicht geschehen, zu lesen. Im Intervall werde ich diese Fragen zum ersten Artikel zusammenfügen, aber wenn ich das jetzt tue, müssen, die, die ihn bereits gelesen haben, vieles noch einmal lesen, was man ja vermeiden kann!

 

LESERFRAGEN, FÜR ALLE BEANTWORTET!

1. FRAGE

Low Carb/GI (Glykämischer Index)

Ich bin ganz verwirrt! Kann man diese beiden Begriffe gleichsetzen und wie hoch ist hoch?

Nein, kann man nicht. denn der GI beschreibt die Veränderung des Blutzuckerspiegels durch die Aufnahme von 50 g Kohlehydrate eines Lebensmittels. Der Anstieg des Blutzuckerspiegels nach der Aufnahmen von 50 g Glukose auf einen Wert von 100  ist dabei der Referenzwert. Allerdings ist es ja logisch, dass relativ wenige Kohlenhydrate  auch dazu führen, dass weniger Insulin ausgeschüttet wird … Deshalb kann man, wenn man den GI nicht weiß, in seiner Diät ruhig auch nach den absoluten Kohlenhydraten schauen.

Um mit dem Glyx-Gehalt von Nahrungsmitteln einfacher umzugehen, unterteilen viele Tabellen die Nahrungsmittel  nach ihrem GI nun in grün, gelb und rot!

GI < 30: bedenkenlos grün: Obst, Gemüse, pflanzliche Fette

GI 30 – 50: in Maßen, gelb: Milch Soja, Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchte, Soja und Eier

GI > 50: Oh je!  rot: Kuchen, Gebäck, Süßes, Wurstwaren

 

2. FRAGE

Wie kann man sich den nun eigentlich optimal ernähren?

Beispiele für leckeres Essen im Low-Carb-Style/niedrigem GI  gibt es wirklich viele. ich habe allerdings auch eine Weile benötigt, bis ich die Tricks intus hatte!

5 Tricks, um unsere Ernährung nach neuesten Erkenntnissen ( ,, Glyx „) zu optimieren

1. Auf Zucker / Glucosesirup / Süßes, künstlich hergestellt, wenn möglich verzichten,

Für den Hype auf Süßes eigenen sich z.B. anstatt Vollmilchschokolade (GI 60), schwarze Schokolade  mit 70% Schokoanteil (GI 25) oder Obst wie frische Erdbeeren (GI 25)

2. Nicht zu oft essen

3 Hauptmahlzeiten sind eigentlich genug, mindestens 4 Stunden danach ohne Essen wären ideal, damit man der Bauchspeicheldrüse auch einmal eine Pause gönnt! Dadurch, dass in der Nicht-Essens-Phase kein Insulin ausgeschüttet wird, kann in dieser Zeit Fett abgebaut werden, um den Energiebedarf zu decken!

3. Abends auf Lebensmittel mit niedrigen GI zurückgreifen, gleichzeitig aber auch Eiweiß aufnehmen

z.B. Joghurt, Nüsse, Ei, Fisch,Tofu, Brokkoli, Grünkohl, Austernpilze…

Dadurch kann sich der Körper über Nacht erholen und die Fettverbrennung wird angekurbelt

4.  Die Krux mit dem Mehl und den Sättigungsbeilagen! Tipps und Alternativen

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Pizza / Tartes / Kuchen kann man auch einfach ohne Boden backen. 

Man muss nicht zwangsweise auf Gebäck  verzichten! Bei Mehlarten sind die GI sehr unterschiedlich: Weißmehl 85, Quinoa-Mehl 40, Haferflocken GI 40 Kichererbsenmehl 35,

beim Backen kann man Mehl in vielen Rezepten durch Mandeln und Nüsse oder Pinienkerne (GI von 15) ersetzen!

Sättigungsbeilagen:

Auf Sättigungsbeilagen muss auch bei einer ,,Glyx-Ernährung“ nicht verzichtet werden! Prinzipiell ist es von Vorteil sich anzugewöhnen, bei den Hauptmahlzeiten viel Gemüse einzubauen und beim Einkaufen als wichtigsten Part den Gemüsestand anzusteuern! Als sättigende Beilage eignen sich bei den Hauptmahlzeiten z.B. Bohnen und Linsen Sie haben einen relativ niedrigen GI von 30 anstelle von Kartoffeln (in Schale gegart haben einen GI von 60, Bratkartoffeln von 95) Vollkornspagetti, die nur kurz gegart sind, haben übrigens auch nur einen GI von 37!

5. Auch das ,,Drumherum“ einer positiver und achtsamen Lebenseinstellung ist wichtig!

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Deshalb sollten wir uns unabhängig von der Ernährung angewöhnen, unser Leben wo es geht,

  • stressfreier zu gestalten, zu entschleunigen,
  • Dinge die wir ungern tun, zu optimieren und möglichst schnell abzuarbeiten, damit wir mehr Zeit für Schönes haben,
  • uns 20 Minuten Zeit am Tag für Bewegung am Stück an frischer Luft  und möglichst in der Natur zu nehmen. Denn wir sind immer noch ,,Naturlebewesen“ und die Natur mit ihren jahreszeitlichen Veränderungen,  vielen wunderschönen Bildern, aber auch Bildern, die zum Nachdenken anregen, vermag uns Kraft zu geben!
  • versuchen, unsern Schlaf so zu gestalten, dass wir es möglichst bequem haben, wenig Elektrosmog, dafür aber viel frische Luft im Schlafzimmer ist,
  • soziale Kontakte zu pflegen und niemanden zu schaden, damit wir inneren Frieden erfahren

 

3.FRAGE

Wo finde ich denn die GI-Werte der verschiedenen Nahrungsmittel

 

4. FRAGE

Bei welchen Nahrungsmittel ist der GI am höchsten?

Beispiele hoher GI, 

Getränke: Bier 110, Cola, Limonaden, Erfrischungsgetränke 70

Zucker: Glukose (Traubenzucker) 100, Zucker, weiß (Saccharose) 70

Kartoffeln: Kartoffelgratin, Bratkartoffeln 95, Pommes Frites 95, Kartoffelpüree (Instantflocken) 90,  Kartoffelstärke 95, Kartoffelpüree (selbst zubereitet) 80, Chips70

Reis: Klebreis, glutenhaltig 90, Reismehl 95, Reismilch 85, Reis, gepufft 85

Schnellkochreis 85, Reispudding 85, Reiskuchen 85

Brot: Weißbrot ohne Gluten 90, Weißes Toastbrot 85, Weißmehl 85

Baguette, Weißbrot 70, Biskuit 70, Brioche 70, Brot, ungesäuert (aus Weißmehl)

70, Donuts, Berliner, Krapfen 75, Croissant 70

Mais: Cornflakes, Maisflocken 85, Popcorn (ohne Zucker) 85

Gemüse mit hohem GI:

Karotten, gekocht  85, Sellerie (Knolle), gekocht 85, Tapioka

85, Weiße Rübe, gekocht 85, Dicke Bohnen, gekocht 8

Kürbis 75

5. FRAGE

Hast Du ein tolles Rezept, das sich als Hauptmahlzeit eignet?

Leckere Lauch-Tarte

2 Stangen Lauch, 1/2 l Brühe,  1Blumenkohl  50g Röstzwiebeln, 50 g Sonnenblumenkerne und 50g  Pinienkerne, 6 Eier, 300 ml Sahne, 200 ml Schmand, 200g geriebenen Käse, z.B. mittelalter Gouda, zum Würzen Rosmarin, Thymian, Muskat, Paprika, Pfeffer und Salz. Knoblauch zum Ausreiben der Form

  1. Sonnenblumenkerne und/ oder Pinienkerne ohne Fett rösten
  2. Blumenkohl waschen und in Röschen zerteilen, in Wasser ca 10 min kochen.
  3. Lauch kleinschneiden, in etwas Rapsöl bei mittlerer Temperatur kurz anbraten, damit er ein leicht Farbe erhält ohne zu dunkel zu werden .
  4. Die Eier mit Sahne, Röstzwiebeln, Käse, Sonnenblumen und/oder  Pinienkernen und die Sahne verrühren, mit  Rosmarin, Thymian, Paprika, Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. und mit abgekühltem Lauch verrühren.
  5. Abgetropfte Blumenkohlröschen  in eine mit Knoblauch ausgeriebene Kuchenform geben.
  6. Die Lauch-Käse-Mischung dazu geben.
    Das Ganze bei rund 170° für ca. 40-60 min in den Backofen.

Diese Quiche kann man super mit allem möglichen Gemüse variieren! Sie schmeckt warm oder kalt und eignet sich daher super als Mitbringsel! Hier hatte ich sie übrigens zu einer Grillparty mitgebracht, sodaß die Gastgeberin sich  nicht um eine vegetarische Alternative kümmern musste.

 

6. FRAGE

Wie werden die Kohlenhydrate genau verdaut?

1.Mund

Bereits im Mund werden ein Teil der Kohlenhydrate durch Verdauungsenzyme wie Amylase zerlegt. Beim Kauen erhält allerdings auch die Bauchspeicheldrüse die Nachricht von Gehirn, Enzyme zu bilden, die im Magen-Darmtrakt  Kohlenhydrate wie Polysaccharide in Einfachzucker im zerlegen können.

2. Darmschleimhaut

Diese Zucker können dann im Rahmen der Verdauung über die Darmschleimhaut aufgenommen und ins Blut transportiert werden. Auch andere Nahrungsbestandteile, wie Fette oder Eiweiß, gelangen übrigens über diesen Weg in den Blutkreislauf.

3. Leber

Über den Blutweg gelangt  der Zucker in die Leber, wo ein Teil der Glukose bereits  gespeichert.Dort kann sie in ihre Speicherform, Glykogen umgewandelt werden. Die Leber kann jedoch nicht mehr als 150 Gramm Glukose aufnehmen, ihre Speicher sind also nach einer ausgiebigen Mahlzeit schnell voll.

4. Muskulatur

Wenn der Zucker von der Leber weiter transportiert wird, kann er sich auch in die Muskulatur einlagern, die ebenfalls als Glykogenspeicher mit einer Kapazität von etwa 150 mg dient.

Bei Anstrengung (Zuckerbedarf) werden diese Glykogenspeicher in Leber und Muskulatur  als erstes wieder geleert und aufgebraucht.

5. Körperorgane

Auch Körperorgane, die Energie benötigen, speichern zwar kein Zucker, sondern wandeln ihn sofort in Energie um. Dabei  wird die Glukose zu Wasserstoff und Kohlendioxid gespalten (Glykolyse)

6. Fettzellen

Ist nach der direkten Verbrennung und der Speicherung in Leber und Muskel immer noch Glukose übrig, kann diese in den Fettzellen in Fett umgewandelt und in den Fettdepots gespeichert werden. Die Folge ist eine Gewichtszunahme.

 

7. FRAGE

Wie entsteht diese Insulinresistenz ?

Wenn sehr viel einfache Kohlenhydrate in Grau- oder Weiß-Brot Produkten, Kuchen, süßes Obst und Süßigkeiten wie Bonbons und Schokolade aufgenommen werden, die schnell in Zucker zerlegt werden,  muss  immer wieder Insulin ausgeschüttet werden, das als ,,Schlüssel“ zur Aufnahme des Zuckers in die Zelle fungiert.

Da dieses Insulin auch noch ,,nachwirkt“, wenn der aktuell Zucker in die Zellen aufgenommen wurde, weil so viel auf ein Mal gegessen wurde, wird jedes Zucker – Molekül von der Zelle ,,verputzt“, dass sich im Blut befindet, der Blutzuckerspiegel sinkt also  unter den Ausgangsblutzucker ab!

Jetzt wird der Gegenspieler von Insulin, das Glucagon auf den Plan gerufen. Sofort signalisiert es dem Gehirn, Heißhunger auf Zucker zu haben und setzt die Kaskade, die Zucker wieder aus der Zelle freisetzt, in Gang!

Dieses Spielchen wiederholt sich einige Male, bis der Körper völlig überlastet ist. Er kann einfach nicht mehr und sagt sich, dass es doch blöd ist, sofort auf diese konzentrierte Zuckerzufuhr mit so einer enormen Insulin-Freisetzung zu reagieren und stellt seinen Modus etwas sparsamer ein. So wird die Zelle immer weniger empfindlich auf das Insulin, bis kaum mehr Insulin ausgeschüttet wird.

Als Folge steigen die Blutzucker an…

Ein Diabetes beginnt sich zu entwickeln!

8. Frage

Kann man diese Insulinresistenz aufhalten oder rückgängig machen?

Aber ja, wenn man rechtzeitig reagiert, klappt das in den meisten Fällen! Dann kann sich der Körper erholen, wenn man wirklich konsequent wirklich eine Weile fast alle schnell verwertbaren Kohlenhydrate bzw. Süßigkeiten vom Speiseplan streicht!

Allerdings reagieren die wenigsten Ärzte auf die Befunde so vehement, wie es von Nöten wäre! Hat sich der Diabetes erst manifestiert, ist es fraglich, ob sich die Bauchspeicheldrüse erholt. Dennoch habe ich es auch bei letzterem Fall erlebt, dass  auch in diesen Fall, z.B. nach Gewichtsabnahmen und / oder Umstellung der Lebensgewohnheiten, dass sich der Blutzucker wieder normalisiert hat! Übrigens kann es auch sein, dass sich zusätzlich ein erhöhter Blutdruck nach diesen Maßnahmen wieder normalisiert!

Gute Erfolge hat man dann, wenn man, so schwer es auch fallen mag, den Körper zwei Wochen lang einmal ,,zuckerfrei“ gibt, zumindest, was ,,Rein-Zucker“ betrifft. Natürlich wird er mäkeln! Dann müssen wir ihn mit langsam verwertbaren Kohlenhydraten, die trotzdem nicht allzu schwer verdaulich sind, besänftigen. Ein guter Kompromiss ist leckeres Obst, das noch genügend Süße erhält, um den ,,inneren Hype“ zu besänftigen …

Danach kann man langsam seine Ernährung dahingehend aufbauen, dass es für einen ein gangbarer Weg ist. Kompromisse sind hierbei besser als radikale Veränderungen, die, ist man nicht allzu willensstark, zum Scheitern verurteilt sind…

Version 7

So, das war mein  Nachtrag, indem das Thema doch ein wenig nach Euren Wünschen vertieft wurde! Danke für die rege Beteiligung, ich wünsche Euch eine richtig gute Gesundheit und ein langes, fröhliches Leben,

alles Liebe, Nessy

 

 

 

 

 

Änderung der Ernährungs-Pyramide, Volkskrankheit Insulinresistenz und warum der glykämische Index von Lebensmitteln so wichtig ist!

(Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information.  Für Inhalte, Anwendungen und für externen Links übernehme ich keine Haftung.  Ich empfehle immer, Erkrankungen mit seinem Arzt des Vertrauens abzuklären.)

Hallo Ihr Lieben!

Portrait ohne HIntergrund.pngAn dieser Stelle habe ich Euch schon einiges zum Thema Zucker, Ernährung und andere Gesundheitsthemen erzählt. Dabei habe ich das Thema Insulinresistenz zwar schon gestreift, aber mittlerweile ist klar geworden, dass die Basics zu diesem Thema zu den  Grundlagen einer sinnvollen Ernährung zähle.

Was ist ,,Insulinresistenz “ überhaupt?

Sie gilt als Vorläufer des Typ II Diabetes. Dabei verlieren die Insulinrezeptoren der Zellen, insbesondere der Leber-, Muskel- und Fettzellen, allmählich ihre Fähigkeit , auf Insulin zu reagieren – sie werden insulinresistent.

Insulin

sorgt normalerweise dafür, dass Zucker aus der Blutbahn, nachdem er aus dem Verdauungstrakt in diese abgegeben wurde, in die Zelle aufgenommen wird.

Glucagon

Ist zuwenig Zucker in der Blutbahn vorhanden, sorgt der Gegenspieler Glucagon dafür, dass Zucker aus der Zelle wieder in diese abgegeben wird. Aber auch das Hungergefühl wird von Glucagon angekurbelt…

Besteht nun eine Insulinresistenz, muß die Bauchspeicheldrüse immer mehr Insulin freisetzen, damit der Zucker noch aufgenommen werden kann. Irgendwann jedoch kann die Bauchspeicheldrüse die Resistenz der Zellen nicht mehr kompensieren, der Blutzucker im Blut steigt stark an. Ein Diabetes ist entstanden. Deshalb nennt man diese Erkrankung auch ,,Prä-Diabetes“.

Im Gegensatz zum Diabetes I, der angeboren ist oder in frühen Lebensjahren auftritt, tritt der Diabetes II meist erst in der zweiten Lebenshälfte auf.

Der Anfang einer Insulinresistenz fällt meist nicht auf

Denn diese Erkrankung beginnt schleichend und viele sind betroffen, ohne, dass die bereits bestehende Veränderungen, die dieses Krankheitsbild mit sich bringt, auffallen.  Lediglich unspezifische

Symptome einer Insulinresistenz

wie Leistungsschwäche, vermehrte Müdigkeit, depressive Verstimmung und gelegentliches Unwohlsein , aber auch ständiger Hunger und eine Bauchumfangsvermehrung können Anzeichen dafür sein, dass ,,etwas mit dem Zuckerhaushalt“ nicht stimmt.torte 3

Aber gerade das macht die Insulinresistenz so tückisch. Denn hat sich aus dieser Vorläuferstufe erst einmal ein manifester Diabetes Typ II entwickelt, sind meist schon Folge-Veränderungen im Organismus aufgetreten, so zum Beispiel die als Acanthosis nigricans bekannten dunklen Flecken an Ellenbogen, Knien, Knöcheln, Achselhöhle oder Nacken.

Diagnose

Macht der Arzt eine Blutuntersuchung, wird er feststellen, dass der

Nüchtern-Blutzuckerspiegel oft höher als 100-125 mg/dl Blut ist.

Es gibt auch einen Langzeit-Wert, HbA1c, der Veränderungen des Blutzuckerhaushaltes  der letzten 3 Monate anzeigen kann. Gesunde Menschen ohne Dia­betes haben in der Regel einen HbA1c-Wert zwischen etwa vier und sechs Prozent (20 und 40 mmol/mol).

Auch die Insulin-Werte an sich sind erhöht. Der Normalwert von Insulin liegt zwischen 60 und 175 pmol/l (entspricht 4,8 bis 14 mU/l).

Wenn diese Werte bereits krankhaft verändert sind, braucht man keinen Glucose-Belastungstest (oraler Glucose – Toleranztest, oGTT)  mehr machen, bei dem man 75 Gramm Glucose in 200-300 ml Wasser zu sich nimmt und vorher und zwei Stunden danach im Blut misst, wie sich der Blutzuckerspiegel verändert. Diese Untersuchung ist dann indiziert, wenn die anderen Werte grenzwertig sind. Hier gelten Nüchtern Werte über 99 mmol/l  und zwei Stunden Werte über 139 mmol/l als erhöht, als stark erhöht gelten Werte über 125 mmol/l bzw. über 199 mmol/l.

Die Erkenntnis eines Fehlers in Bezug auf die Empfehlung der Art der Kohlenhydrate …

sorgte  vor etwa zwei Jahren für einen Aufschrei in den Reihen der Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für  Ernährung. Denn bis Dato hatte man als Haupt-nahrungsmittel ganz unten auf der Ernährungspyramide eben jene schnell verfügbare Kohlenhydrate für den heutzutage relativ wenig körperlich arbeitenden Menschen empfohlen.

Einfache Kohlenhydrate wie in Grau- und Weißbrot, Nudeln, Reis, Zucker, andere Weissmehlprodukte, liefern dem Körper zwar relativ schnell Energie, da sie schnell ins Blut gelangen, rufen dadurch aber auch hohe Blutzuckerspitzen hervor, die dann aber auch zu einem raschen Absinken des Blutzuckerspiegels sorgen, was typisch für Lebensmittel mit einem relativ hohen sogenannten glykämischen Index ist.

Der glykämische Index

Dieser  gibt Auskunft darüber, wie schnell und wie stark der Verzehr eines Lebensmittels dazu führt, dass Insulin ausgeschüttet wird.torte 2

Je höher dieser glykämische Index eines Lebensmittels ist, umso mehr Zucker wird in Folge pro Zeiteinheit in die Zellen aufgenommen.

Steigt im Blut der Zuckerwert schnell an, weil wir zum Beispiel eine Tafel Schokolade innerhalb fünf Minuten verzehren,  führt das wiederum  dazu, dass sofort relativ viel Insulin ausgeschüttet wird. Dabei gilt: Umso höher der Insulinspiegel ist, umso schneller wird der Zucker in die Zellen aufgenommen!

So  wird der Schoki.-Zucker, da Schokolade aufgrund des hohen reinen Zuckeranteils einen sehr hohen glykämischen Index hat, schnell in die Zellen aufgenommen.

Da aber immer noch  Insulin im Blut kreist, wird nun auch der geringe Rest-Zucker aus dem Blut in die Zelle aufgenommen, der schon vorher vorhanden war, es kommt quasi zu einer Über-Reaktion. Als Folge sinkt der Blutzucker unter das Ausgangsniveau ab.  Jetzt ist der Blutzucker plötzlich verdammt nieder, was den Blutzucker-Heber und Gegenspieler des Insulins, das Glucagon, auf den Plan ruft! Dieses sorgt nun als erstes dafür, dass das Gehirn von der dringenden Notwendigkeit einer Zuckeraufnahme informiert wird … Wir haben Hunger auf SÜSSES! 

Dreh und Angelpunkt der ganzen Geschichte ist also die Ausschüttung von Insulin bzw. seines Gegenspielers Glucagon!

So kam es durch die Empfehlung des überwiegenden Konsumes dieser schnell verfügbaren Kohlenhydrate einerseits zu starken Blutzuckerschwankungen, anderseits benötigt der moderne Mensch diese ,,schnelle Energie“ meist gar nicht und ist, wie man herausgefunden hat, mit Nahrungsmittel mit niedrigerem glykämischen Index wie Gemüse und nicht zu süßes Obst wesentlich besser bedient, denn diese Lebensmittel werden wesentlich langsamer in die Zellen aufgenommen. Dadurch kommt es nach Aufnahme in die Zelle auch nicht zu einer kompensatorischen Gegenregulation mit Glucagonausschüttung und der Heißhunger nach Süßem bleibt aus, weil der Blutzucker wesentlich konstanter bleibt und unser Körper dadurch länger und gleichmäßiger über Energie verfügen kann.

Die Ernährungsempfehlungen wurden revidiert

Als Folge dieser revolutionären Erkenntnis musste die lange gültige Ernährungspyramide umgeschrieben werden! Bildeten, wie oben erwähnt,  bisher die kohlenhydratreichen Lebensmittel mit einem relativ hohen glykämischen Index wie Brot, Kartoffeln, Reis, Nudeln und andere Getreideprodukte die Basis, wurden diese Gruppe nun von reichlich Gemüse und auch von nicht zu süßem Obst von dieser ,,Pool-Position“ des Hauptnahrungsmittels verdrängt!

Gefährlich sind nicht die Kalorien an sich, sondern  ein hoher glykämischer Index von Lebensmitteln!

 

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Die Auswahl der Lebensmittel

Klar ist nun, dass wir unter normalen Umständen möglichst  nach hochwertigen Nahrungsmittel mit niedrigem glykämischen Index suchen!

Wann ist ein hoher glykämischer Index sinnvoll ist

Lebensmittel mit einem hohen ,,glykämischen Index“ (GI) sind eigentlich nur indiziert, wenn wir über schnelle Energie verfügen wollen, zum Beispiel können  vor einem Wettbewerb zur Auffüllung unserer schnellen Reserven auf sie zurückgreifen. Von der ,,Tröstfunktion“ von Blutzuckerspitzen, die unser Gehirn zugegebenermaßen in positive Stimmung versetzen können, sehen wir hier einmal ab, denn medizinisch gesehen sind sie natürlich nicht sinnvoll.

Allerdings hat so eine Tüte Gummibärchen in der Realität wohl schon so manch` verzweifeltem Mädel bei ihrem Liebeskummer beigestanden … Warum es eine Tüte sein muß? Eben weil der Blutzucker, wie wir nun wissen, immer wieder rasch absinkt …  Übrigens klappt die ,,Zuckerspitze“ für Klausuren, Sportwettkämpfen und als ,,Kummertröster“ nicht nur mit Zucker- und Weißmehlprodukten, wie das Stück Torte, meist sinnvoller st süßes Obst wie z.B. Bananen oder Trauben, denn sie enthalten noch Vitamine und Ballaststoffe oder vor einem länger dauerndem Wettkampf, beispielsweise eine kleine Portion leicht verdauliche Nudeln, da sie einen nicht ganz so hohen GI haben und so relativ lange mit Energie aufwarten können.

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Lebensmittel mit einen niedrigeren GI

sind wie beschrieben hingegen Gemüse aller Art und nicht so süßes Obst, die ja nun an der Basis der Ernährungspyramide stehen. Außerdem enthalten sie sehr viele Vitamine, Mineralien und sekundäre Pflanzenstoffe die für den Organismus sehr wichtig sind und deren Bedeutung man erst in jüngster Zeit umfassend erforscht hat. So sind für die Stoffwechselvorgänge viele Kofaktoren nötig, damit der Organismus  funktionieren kann! Diese Stoffe sind in Pflanzen oft in optimaler Zusammensetzung enthalten, während z.B. künstlich hergestellte Vitamine in ihrer Reinform oft nicht richtig verarbeitet werden können. Man postuliert, dass in einigen Pflanzenkonzentraten, z.B. in der Blaualge Spirulina, über 3000 sogenannter Mikronährstoffe enthalten sind, die eben jenes Zusammenspiel im Organismus positiv beeinflussen können!

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Sonderstellung Vollkorn

Manche Ernährungsfachleute wettern auch gegen Vollkornprodukte, weil sie mit etwa 265 kcal/100g über viel  Energie verfügen und außerdem manchmal relativ schwer im Magen liegen und/oder zu Blähungen führen können. Auf der anderen Seite benötigen sie auch relativ viel Energie zur Verdauung, sodaß die  Bilanz dieses Produktes interessant wäre …

Der hohe Ballaststoffanteil regt zudem auch die Verdauung an, was bei Menschen, die mit eher festem Stuhlgang zu kämpfen haben, sehr positiv ist!  Übrigens bleiben bei Vollkornprodukten auch Vitamine, Öle und Mineralstoffe in der Schale und dem Keimling erhalten, so dass der  gesundheitsfördernde Aspekt im Normalfall überwiegt … Allerdings hängt dies auch von der persönlichen Verträglichkeit ab! Wer es nicht mag, sollte es sich als nicht aufzwingen!

Folgen schwankender Insulinspiegel

Mittlerweile wissen wir auch, dass stark schwankende Insulinspiegel bzw. häufige  Insulinausschüttungen nicht nur in Bezug auf die Entwicklung einer sogenannten

1.1. ,,Insulinresistenz“ eine Rolle spielen, die neben Übergewicht natürlich denn allseits bekannten Altersdiabetes fördern kann, sondern auch

1.2. multiple Entzündungsprozesse im Körper auslösen können, die wiederum den Alterungsprozeß ankurbeln… Auch die

1.3. Flora des Verdauungssystems ist von einem ständig schwankenden Zuckerspiegel betroffen, was wiederum ein Leaky Gut Syndrom im Darm, bei dem dieser durchlässig für unerwünschte Stoffe wird, begünstigt.

Übrigens hat man auch erkannt, dass es einen Zusammenhang zwischen der erhöhten Insulinresistenz und dem  sog.

1.4. PCO (Polycystisches Ovarsyndrom) bei Frauen gibt, das neben Akne und Blutungsstörungen auch zu Unfruchtbarkeit führen kann. Deshalb wird heute bei diesm Krankheitsbild auch Metformin, ein Antidiabetikum, eingesetzt.

Ernährungsmöglichkeiten nach Diagnose einer Insulinresistenz

Manche Ernährungsexperten empfehlen nach Diagnose einer Insulinresistenz je nach Wert  eine ein bis zweiwöchige nahezu kohlenhydratfreie Ernährung zur beginnenden Normalisierung der Insulinresistenz, danach ein vorsichtiger Aufbau unter langsamer Hinzunahme von ,,sinnvollen“ Kohlenhydraten.

Eine andere Möglichkeit ist, die Ernährung ,,sinnvoll“unter Verwendung  vieler gesunder Produkten mit niedrigem glykämischen Index umzustellen, wie sie langfristig sinnvoll ist, damit man sich gleich an diese ,,neue“ Ernährungsform gewöhnt!

Auch Probiotika, ,,Superfood“ bzw. Mikronährstoffe und CBD (Cannadibiol) finden bei der Ernährungsumstellung Anwendung!

Aber auch prophylaktisch sollte man seine Ernährung überprüfen, besonders, wenn ein erhöhtes Risiko durch Diabetes in der Familie, Übergewicht, hoher Blutdruck und bereits eine Affinität zu gesteigertem Konsum von Produkten mit hohem glykämischen Index vorliegt, wie z.B. bei sogenannten ,,Puddingvegetarier“.

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Folgen einer veränderten Ernährung

Egal ob alleine, in der Gruppe, unter ärztlicher Aufsicht, in einer Kur oder wie auch immer – eine optimale Ernährung ist eine Chance, seine Lebenserwartung, zumindest statistisch gesehen, zu verlängern!

Außerdem wird man, wenn man eine Weile mit einem relativ konstanten Blutzuckerspiegel gelebt hat, merken, dass man sich insgesamt wohler und leistungsfähiger fühlt, abgesehen davon, dass das Risiko oben beschriebener Erkrankungen absinkt!

Und damit bin ich auch schon am Ende dieses Artikels angelangt.Ich wünsche  Euch von Herzen eine richtig gute Gesundheit!

Bis bald, alles Liebe, 

Eure Nessy

 

 

 

 

 

Die 12 wichtigsten Patientenfragen zum Thema Zucker mit Tipps und Hintergrundwissen …

Hallo Ihr Lieben!

unnamed (96)Natürlich kennt Ihr Zucker, werdet Ihr denken. Schließlich hat ihn ein jeder von uns schon mit der Muttermilch aufgesogen und seit der Verinnerlichung des erhobenen Zeigefingers der Frau Mama bei übermäßigem Zuckerkonsum ist die vermeintliche Schädlichkeit des Zuckers für niemanden mehr etwas neues.

Andererseits empfinden wir Zucker aber auch ,,für viele Gelegenheiten“ als  probates Trostpflaster ….

Ein Dopaminschub, durch Zucker ausgelöst und schon sieht die Welt wieder rosig aus, wenn wir gerade ´mal ,,mies drauf“ waren!

Für solche Belange ist der reine Zucker in manche Situationen, in denen es auf schnelle Energiebereitstellung geht, auch da!

So fühlen wir uns  schon innerhalb weniger Minuten nach Aufnahme leistungsfähig, positiv gestimmt und das Gehirn kann super denken. Nicht selten sieht man bei Prüfungen die Probanden ein Traubenzuckerstückchen nach dem anderen in den Mund schieben … Dass dies möglicherweise zu Übelkeit  führen kann, wird in Situationen, in denen es sofort auf eine optimale Leistung ankommt,  in Kauf genommen …

Eine tolle Sache, oder? Aber wie immer im Leben ist nichts einfach, was auch kompliziert sein kann….

Deshalb finde ich es wichtig, diesem ,,Zucker – Dilemma, was es leider nun einmal ist, einmal etwas genauer zu betrachten …

Eines gleich vorneweg: Alle Zucker gehören zu den Kohlenhydraten. Das sind chemische Einfach- oder Mehrfach-Verbindungen aus Kohlenstoff, Sauerstoff und Wasserstoff.

1. Welche Arten von Zucker gibt es?

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Raffinierter Zucker mir hohem Gyx Index

Die meisten Zucker, die wir zu uns nehmen, sind eine Mischung aus den drei Basiszucker Glucose, Fructose und Galactose.  Alle anderen Zuckerarten wie Saccharose oder Lactose basieren auf der Zusammensetzungen dieser dreier Einfachzucker. Den Blutzuckerspiegel erhöhen  allerdings alle Zuckerarten (außer Fructose).

  1. Zu den Einfachzuckern gehören Traubenzucker (Glucose) und  Fruchtzucker (Fruktose),
  2. Zweifachzucker sind  Kristallzucker (Saccharose)und Mischzucker (Laktose)
  3. und Mehrfachzucker sind z.B. Stärke und Zellulose!

2. Welche Bedeutung von Glucose in unserem Körper?

Glucose, die auch als Traubenzucker bezeichnet wird, ist der ,,Treibstoff“ unseres Körpers, ohne den gar nix läuft. Überall liest man, dass alleine das Gehirn am Tag 140 g davon benötigt. Allerdings kann der Körper durch die sogenannte ,,Gluconeogenese“ auch aus kohlenhydratreichen Lebensmittel wie Brot Kartoffeln und Obst, ja auch aus Fett und Eiweiß Glucose selbst bilden!

3. Wie werden Zucker/Kohlenhydrate aufgenommen und verarbeitet? Die Gummibächen-Band zeigt Euch den Weg…

Das Ganze habe ich im Folgenden in eine kleine Geschichte zum besseren Verständnis verpackt, wer es lieber pur mag, liest unten weiter…

Die Sugarboy Group….

Man muss sich das so vorstellen: Der Körper freut sich über einfache Zucker wie ein Veranstalter über eine Boy Band! Denn diese haben viele Fans, machen nicht viel Arbeit, müssen nicht aufwendig vorgestellt und aufbereitet werden, um eingelassen zu werden und liefert schnelle Energie, wie eben eine Band, die viele Klicks im Internet bekommt und der auf der Bühne alle zujubeln und (fast) ein jeder fühlt sich in  ihrer Gegenwart gut, weil sie ja sooo toll sind. Wobei auch die Boyband, ähnlich unseres Einfach-Zucker, nicht immer soo toll ist, wie man sich das anfangs vorstellt. Aber dazu später! Lassen wir sie erst einmal hereinkommen!

Da kommt sie also , die Shugar-Boy-Group in unserern Mund in  einer gut zu händelnden Zahl, sprich in dem kaugerechten Häppchen an. Noch 2-3 Autogramme äh Bissen – und das Publikum, also die Zunge, nimmt schon den süßen Geruch ihres Parfüms wahr und die Security sendet die Info an die Zentrale, das Gehirn, dass die Stars, also, die Leckerbissen im Anmarsch sind. Sofort wird die Info an den Magen weitergegeben: ,, Alles Supi, gleich kommen ein paar lecker Bübchen, äh Häppchen, mach´Dir keine Arbeit mit Formalitäten, lass sie ´rein in die ,,Veranstaltung des Körpers“, sie bringen uns viel Spaß!

Natürlich setzt der Produzent, auch genannt ,the brain“ das Gehirn, bei dem delikaten, süßen Geschmack und der frohen Erwartung  sofort Glückshormone frei und gibt  die Info an die Security im Foyer, dem Magen weiter, was da zu erwarten sei… Unsere Sugar-Boys kommt also, mit ihrem einzigen Kohlenhydrat, zügig ohne lange Wartezeiten ,,auf dem roten Teppich ohne große Formalitäten“ vorbei an den wartenden Fans, die auch zur Spezies der eher langsam verwertbaren Kohlenhydrate gehören, durch die Magenwand ins Blut. Dies wird sofort vom Produktionsbüro, äh, der,,zentralen Kohlenhydrat-Überwachungseinheit im Körper“, sprich, der Bachspeichedrüse registriert, die ständig dauf dem Schirm der Überwacheungskameras danach schaut, wo ihre VIP-Group sich gerade aufhält. Schließlich müssen die ,,Türöffner der Zellen„, die Insulin-Hormonmännchen in großer Anzahl rechzeitig vor Ort am Konzertsaaleingang sein, sprich an den Zellen sein, damit die Fans zurückgehalten werden und das die Sugar -Group möglichst schnell auf die Bühne äh, in die Zelle, kommt, damit sie dort ihre Energie loswerden und ein grandiosen Konzert hinlegen kann! Dadurch läuft das Geschäft natürlich supi, denn neue Investitionen können getätigt werden und die ganze Firma , äh unser Organismus am Laufen gehalten werden. Aber, nachdem ,,the brain“ das Gehirn alles abgecheckt hat, kommt ein wenig von dem Schotter, sprich der Energie des Zuckers  gleich nach Luxemburg, ähm, in die Leber, um dort für ,,schlechte Zeiten“ eingelagert zu werden

…und die ,,Normalo-Vollkorn-Bühnenarbeiter“

Kommen wir nun zu den  ,,Normalo“ Mehrfach-Kohlenhydraten, die mit der Nahrung als zum Beispiel als ein Gruppe Schicht-Arbeiter, z.B. Vollkorn-Schnittchen an den Eingang, äh zum Mund, kommen. Hier werden sie erst einmal ordentlich kontrolliert, äh,  gekaut, bevor sie auch nur in das Foyer, bzw. den Magen dürfen. Dann müssen sie sich erst einmal von ihren Straßenkleider trennen bzw. bleiben die  unverdaulichen Stoffe im Magen-Darmtrakt, bevor  bevor unsere Kohlenhydrat-Arbeiter, nach ihrer Arbeits- Bereichs-Karten aufgeteilt (aufgespalten nach Nährstoffen) werden, um sich erst dann durch die richtige Tür (dem richtigen Transportmechanismus durch die Magenwandwand) auf den Weg (der Blutbahn) zum Konzertsaal (zur Zelle) zu machen.  

Auch hier wartet nun von der Zentrale (der Bauchspeicheldrüse) abgestellte Insulin-Tür- Kontrolle-Männchen, um erst einzeln die Karten zu kontrollieren, bevor unseren Kohlenhydrat-Arbeitern die Tür geöffnet wird, um im Konzertsaal (in der Zelle) ihre Arbeit zu verrichten, sprich Energie abzugeben. Dabei kommt bei den Kohlehydrat-Schicht-Arbeitern natürlich nicht soviel auf einmal heraus und die Prozesse gehen langsamer vonstatten, wie bei der Sugar-Boy Group, aber dafür kommen sie ja auch jeden Tag und verrichten ihre Arbeit konstant und nicht nur einmal! 

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komplexere Kohlenhydrate in Haferflocken

So, alles Klar? Das Ganze nocheinmal in Kurzform: Die Komplexen Kohlenhydrate werden also im Mund zerkleinert, im Magen-Darm-Trakt gespalten und dann durch spezielle aktive und passive Transportmechanismen ins Blut abgegeben, um zu Zelle zu gelangen! Werden Kohlenhydrate bereits, wie oben beschrieben, als Einfach-Zucker verspeist, müssen sie nicht erst zerlegt  werden, was einen schnellen Anstieg des Blutzuckers verursacht. Dann wird das Hormon Insulin aus der Bauchspeicheldrüse ausgeschüttet damit es den Zucker in die Zellen schleusen kann! Viel Zucker in kurzer Zeit sorgt, im Gegenteil zu langsamer verwertbaren Kohlenhydraten, für viel Insulin, das ausgeschüttet wird.Dieses führt dann zu einer rasche Aufnahme des Zuckers in die Zelle, wo es verarbeitet wird und der Zucker als wichtiger Energielieferant für verschiedenste Zellprozesse dient.

Übrigens nehmen die Zellen der Leber einen Großteil des Zuckers auf. Sie bauen damit Zuckerspeicher für ,,schlechte Zeiten“. Diese können durch Glukagon wieder abgebaut werden. Darüber hinaus kann die Leber aber auch selbst Zucker herstellen.

Zucker wird zwar in den Nieren gefiltert, aber wieder vollständig zurück ins Blut aufgenommen, sodass der Harn normalerweise zuckerfrei ist.

Allerdings ist die primär gesteigerte Energie nach Glucose-Aufnahmen z.B. des Gehirns nur von  kurzer Dauer, dann sinkt die Konzentration ebenso rasch wieder ab… und das ist das eigentlich Blöde an der Sache  …

4. Was passiert, wenn der Blutzucker wieder abfällt?

Ist der Blutzucker (BZ) dann wieder niedrig – oft niedriger als vorher durch hohe Geldausgaben Insulinausschüttung bei raschen BZ-Anstieg –  schallt nun der Ruf durch den Körper – ,, Achtung, Energiemangel. Blutzucker niedrig“! . aktuell keine VIP-Veranstalungen mehr und dadurch fehlende Einnahmen, wird sich dran erinnert, dass ja noch in der Leber-Lounge ein paar DSDS-Mehrfach-Kandidaten, äh, Kohlenhydrate herumhängen, die man ja noch auf die Bühne zerren könnte, da sie ihren Vertrag noch nicht erfüllt haben! . Sofort schicht das Produktionsbüro der Bauchspeicheldrüse wird  der Gegenspieler des Insulins, die Glucagon -Türöffner, vom Produktionsbüro (der Bauchspeicheldrüse) nach draußen, um diese Kerlchen (Energieeinheiten) zur Produktion von Energie bereitzustellen…

Durch Glucagon kommt es so zur Neubildung von Glucose (Gluconeogenese). Dabei kann der Organismus Glucose aus anderen Stoffwechselprodukten (Lactat oder bestimmten Aminosäuren) unter Energieverbrauch aufbauen (bis zu 250 g Glucose am Tag in der Leber / Tubuluszellen der Nieren) . Zucker wird so aus  den vorhandenen Reserven mobilisiert . Gleichzeitig bekommt man aber, je nach werten auch Heiß-Hunger nach mehr Süßem …

Greift deshalb lieber zu gesunden Nahrungsmitteln mit komplexen Kohlenhydraten, die werden nur sehr langsam zu Zucker abgebaut und halten länger satt!

Ein Maß hierfür ist der sogenannte ,,glykämische Index“.

5. Was bedeutet der ,,Glykämische Index „(GI)?

Er gibt an, wie schnell und wie stark ein Lebensmittel den Blutzucker ansteigen lässt. Richtwert ist dabei Traubenzucker, der den stärksten Blutzuckeranstieg unter allen Lebensmitteln verursacht.

In unsererm kleinen Beispiel also, wie schnell und wie viele Fans unser Star zur Bühne bringt und so zu Gewinn umwandeln kann!

Enthalten Lebensmittel (z.B. Zucker, Weißmehlprodukte…)  viele schnell verwertbare Kohlenhydrate und  sind sie stärker verarbeitet, ist auch ihr GI höher. Auch die Zubereitungsart hat also Einfluss auf den GI. So haben Kartoffeln gekocht einen höheren Wert als roh.  Am schnellsten gehen die Kohlenhydrate aus Kartoffelbrei ins Blut über.

Generell kommt es bei Lebensmitteln mit komplexeren Kohlenhydraten , die länger zum Abbau benötigen, zu einer langsameren Ausschüttung  von Insulin mit konstanteren Blutzucker- und Insulinspiegeln. Ihr GI ist also niedriger.   

Das sind vor allem Lebnsmittel mit einem hohen  Ballaststoffanteil, wie Vollkornprodukte, Kartoffeln, Süßkartoffeln, Buchweizen, Amaranth, Quinoa, Hirse- und Lupinen-Flocken, generell Gemüse aller Art, besonders Kohl und Hülsenfrüchte wie Erbsen und Bohnen und auch nicht zu süßes Obst, aber auch Lebensmittel , die viel Fett oder Eiweiß, enthalten!

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Leinsamen ist ein guter KH Lieferant, allerdings sollte es gequetscht sein, sonst  kann es schlecht aufgenommen werden.

Tipps gegen unerwünschte Nebenwirkungen wie Blähungen …

Allerdings vertragen manche bei einer plötzlichen Umstellung  die geballte Ladung an Ballaststoffen nicht. Gar plötzlich kommt es zur Bildung unerwünschter Nebel und Hochdruckgebiete, wo sie nicht sein sollten…

Damit man dem entgegenwirkt, habe ich Euch ein paar Tipps zusammengestellt:

Wichtig sind z.B. bei Hülsenfruchten und Kohlsorten genügend lange Garzeiten. Vielleicht sollte auch allzu blähennde Speisen bei Problemen anfangs gemieden werden, wenn einen Neigung zu Blähungen besteht. Außerdem sollte man langsam essen und sorfältig kauen, den übermäßigen Konsum kohlensäurehaltiger Getränke meiden und auch, wenn möglich Zuckerersatzstoffe wie Sorbit, Mannit und Xylit vermeiden. Bei starken, wiederkehrenden Blähungen kann man mit Simeticon-haltigen Produkten aus der Apotheke Linderung erfahren. Außerdem sollte man sich an seinen Arzt bezüglich einer Symbioselenkung  des Darmes wenden …

 

(Eine gute Tabelle mit sehr vielen Lebensmitteln habe ich hier gefunden, ohne Gewähr)

6. Wie geht der Abbau von Glucose im Körper vonstatten?

Das Ziel beim Abbau von Glucose (Glycolyse) ist die Energiegewinnung der Zelle. Je nach Abbauweg wird unterschiedlich viel Energie freigesetzt.

Die Glykolyse ist ein kataboler (abbauender), energieliefernder Stoffwechselweg, dessen Enzyme im Inneren der Zelle (Zytosol) vorkommt. Die Funktion ist der Gewinn von Energie durch den Abbau von Glucose zu Pyruvat. Dabei wird ein Molekül Glucose zu zwei Molekülen Pyruvat abgebaut. Die freiwerdende Energie (Oxidationsenergie ) wird durch die Bildung von ATP und von NADH gespeichert, da dies energiereiche Verbindungen sind, die Ihre Energie bei Bedarf abgeben können!

Der folgende kursiv gedruckte Abschnitt ist für die Bio-Chemie-Cracks unter Euch gedacht. Die anderen dürfen ihn getrost überspringen!)

Weiter geht es 

Je nach Schicksal des Pyruvats :

Über die Glycolyse, die oxidative Decarboxylierung, den Citratzyklus und die Atmungskette wird der Zucker entweder vollständig (aerob) zu Wasser und Kohlenstoffdioxid abgebaut, dabei wird Pyruvat wird in Acetyl-CoA umgewandelt, dieses wird im Citratzyklus zu CO2 und H2O oxidiert; NADH gibt seine Elektronen an die Atmungskette ab, an deren Ende die Reduktion von O2 und die ATP-Synthese stehen

(Der MetabolitAcetyl-CoA von Glucose wird bei einem Überangebot übrigens auch zur Fettsäuresynthese (Herstellung von Fett) genutzt.)

oder

  • anaerobe Glykolyse: Pyruvat wird von der Lactatdehydrogenase unter Oxidation von NADH + H+ zu Lactat reduziert, die Glucose wird dabei anaerob (ohne Sauerstoff ) zu Lactat durch Milchsäuregärung umgewandelt, setzt aber dabei weniger Energie frei.

Dabei werden die Glykogen-Speichers im Körper (v.a. in Leber und Skelettmuskulatur) aufgefüllt.

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7. Was kann den Blutzuckerspiegel außer, wenn man Zucker isst oder trinkt, noch beeinflussen?

1. Stress/Aufregung:Auch Dawn Phänomen genannt – Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol sorgen für einen raschen Anstieg! Klar, dass wir Energie brauchen, um in Gefahrensituationen schnell flüchten zu können. Denkt an die Spinne, die übers Bettlaken krabbelt. Wer möchte da nicht schnell aus dem Bett kommen? Dummerweise kann der Körper nicht abschätzen, ob wir gleich wirklich flüchten oder uns nur aufregen, weil uns jemand zum Beispiel furchtbar nervt … Flüchten wir aber nicht, muß der Körper die bereitgestellten ,,Fluchthelfer“ wieder  abbauen …

2. Medikamente, die den BZ beeinflussen, sind Betablocker und Diuretika, aber auch Antipsychotika, Phenytoin, Thiazid-Diuretika, Tacrolimus, Terbutalin und Cyclosporin.

3. Koffein: Kaffee, Cola, Energy Drinks verhindern vermutlich durch Koffein den Abtransport von Glukose aus dem Blut. Eventuell wirken sie auch über die Freisetzung von Stresshormonen (Cortisol, Adrenalin) blutzuckkersteigernd.

4. Infekte/Fieber: Auch dabei setzt der Köper Stresshormone frei.

5. Fett und Eiweiß: Diese können auch  zu Glukose umgewandelt werden. Zu einer Erhöhung des BZ-Spiegels kommt es 3-5 Stunden nach einer Mahlzeit.

6. Schlafmangel: Erhöht die Glucosetoleranz von gesunden Menschen

8. Schmerzen: z.B. Zahnschmerzen erzeugen Stress und erhöhen somit auch den BZ

9- Hitze: Wenn es heißer wird, wirkt Insulin generell schneller. Daher haben insulinpflichtige Diabetiker im Sommer öfter einen geringeren Insulinbedarf. Aber Vorsicht: Durch die große Hitze kann der Körper auch leicht austrocknen, und das führt wiederrum eventuell zu einem Blutzuckeranstieg.

10. Alkohol:  Bei mehreren Gläschen Wein oder einem 5er – Bierchen  kann es tatsächlich zur Unterzuckerung kommen! Der Grund dafür ist, dass in der Leber zuerst  Alkohol abgebaut wird und erst danach Traubenzucker ins Blut gelangt.

IMG_20858. Was passiert bei einem dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegel?

Dadurch wird verstärkt Insulin ausgeschüttet, um den Spiegel wieder zu senken. Das

  • begünstigt zum einen die Bildung von Fettdepots und
  • kann zum anderen zu Heißhungerattacken führen und das Drama beginnt von vorne. Langfristig kommt es zu
  • Schädigung von Gefäßen und Nerven, dadurch Folgeerkrankungen wie
  • diabetischem Fuß,
  • Nierenschaden,
  • Herzinfarkt oder
  • Schlaganfall
  • bereits kurzfristige starke Ausschläge nach den Mahlzeiten beschädigen die Innenwände der Blutgefäße.
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Ein Törtchen aus Eischnee, Mandel und Träuble ist bezüglich seines Glyx.Index relativ günstig

9.Führt übermäßiger Zuckerkonsum zu Diabetes Mellitus?

Bisher konnte noch keine Studie eine Verbindung zwischen hohem Zuckerkonsum und Diabetes nachgewiesen werden. Dass Zucker also direkt für Diabetes verantwortlich ist, stimmt so nicht. Vielmehr konnte nachgewiesen werden, dass Fettleibigkeit (Adipositas) zu Diabetes führen kann. Allerdings enthält Zucker sehr viele Kalorien und kann so bei falscher Ernährung zu Übergewicht und dadurch zu einem erhöhten Diabetes-Risiko führen.

10. Was passiert bei Diabetes mellitus?

Dabei besteht ein Mangel an Insulin oder die Wirkung des Insulins an den Körperzellen ist eingeschränkt (Insulinresistenz).

Die Ursachen sind zum einen erblich (bei Typ I-Diabetes, der im Jugendalter beginnt) zum andern sind die Ursachen aber noch nich abschließend geklärt, dies gilt  bei Insulinresistenz (mangelndes Ansprechen der Zellen auf Insulin, d.h. Glucose wird nicht so leicht in die Zellen aufgenommen) bzw. dem Typ II-Diabetes, der sich nicht selten aus einer Insulinresistenz entwickelt und meist erst im fortgeschrittenen Erwachsenenalter auftritt. Allerdings können bestimmte Lebensgewohnheiten das Risiko für diese Entwicklungen erhöhen. Dazu gehören:

  • Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • unausgewogene, fettreiche Ernährung

Die Folgen dieser ,,Missstände des Körpers“ sind ein erhöhter Blutzuckerspiegel und Zucker im Urin. Kompensatorisch  produziert die Bauchspeicheldrüse zunächst vermehrt Insulin. Die Blutzuckerwerte sind zwar noch normal, allerdings ist der Insulinanteil im Blut außergewöhnlich hoch (gemessen am HBA1c-Wert, normal bis 6). Oftmals besteht dieser Zustand über Jahre, bis die Inselzellen der Bauchspeicheldrüse nicht mehr genügend Insulin produzieren können. Aufgrund der Überlastung werden sie funktionsunfähig. Die Folge sind ein chronisch erhöhter Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie) und somit die Entwicklung von Diabetes mellitus Typ 2.

 (Literatur zur Insulinresistenz: 

11. Welches sind die wichtigsten  Möglichkeiten zur Diagnostik von Störungen des Blutzucker-Spiegels als Hinweise für eine Insulin-Resistenz oder Diabetes Mellitus?

Basis – Labordiagnostik: Blutzuckerwert im Blut und Urin,                                                                                                                                                                                                                                Blutzuckertagesprofil

Hinweisen auf  Diabetes

  • starker Durst,
  • vermehrte Ausscheidung
  • dauernde Müdigkeit
  • Gewichtsabnahme

Glukose-Toleranztest zur Diagnosefindung

Kann der Körper den zugeführten Zucker innerhalb eines bestimmten Zeitraums abbauen?.

 Durchführung:

  1. Blutprobe  für den Nüchtern- Glukosewert
  2. Trinken einer glukosehaltige Flüssigkeit
  3. nach etwa zwei Stunden erneut  Blutprobe

Sind die Glukosewerte im Vergleich zum Normalwert wesentlich erhöht, liegt eine gestörte Glukosetoleranz vor. Das bedeutet, dass der Zucker im Blut nicht ausreichend abgebaut werden kann.

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Ein Kompromiß: gebackene Bananen haben etwa einen Gyx-Index von 50 …

Insulin-Toleranztest:

  1. Blutprobe bei nüchternem Magen.
  2. Insulin wird in die Vene injiziert.
  3. Nach einer halben Stunde wird der Insulinanteil im Blut gemessen.

Beträgt der Anteil noch über 80 Prozent der injizierten Menge, liegt eine Insulinresistenz vor.

12. Wie kann man einer Zuckerkrankheit vorbeugen?

Eine Vorbeugung bzw. auch die (anfängliche) Therapie der Insulinresistenz bzw. eines Diabetes Mellitus erreicht man durch Umstellung der Lebensweise!

  •  Übergewicht abbauen
  • Bewegung – regelmäßig
  • Ernährungsberatung – ausgewogene Ernährung (s.o)
  •  das Rauchen /Alkohol soweit wie möglich vermindern
  • Verlauf: Insulinresistenz ist Vorstufe von Diabetes – regelmäßige Kontrollen

Wird die Lebensweise konsequent verändert, kann die Insulinresistenz meist erheblich abgeschwächt werden. Insbesondere zur Vermeidung von Diabetes mellitus Typ 2 ist dies von Bedeutung. Die Insulinresistenz ist eine Vorstufe von Diabetes. Wird ihr nicht entgegengewirkt, ist die Wahrscheinlichkeit einen Diabetes mellitus Typ 2 zu entwickeln, stark erhöht.

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Vielfältige relativ gesunde Möglichkeiten gibtß´s auch für Naschkatzen, wenn man sich bei den Weintrauben, die sehr süß sind, etwas zurückhält …

 

So, das Wichtigste dürftet Ihr nun wissen! Ich hoffe, trotz des etwas trockenen Themas war es nicht zu langweilig! Wenn Ihr noch Fragen, Anregungen , Wünsche oder Kritik  habt, könnt Ihr die natürlich gerne in den Kommentaren loswerden, ich freu mich immer über Euer Interesse! 

Wie immer ersetzen meine medizinischen Artikel keine ärztliche Beratung , Untersuchung oder Therapie und eine Verantwortung für die Inhalte übernehme ich auch nicht, da sich die Wissenschaftlichen Erkenntnisse und Empfehlungen  erstens oft ändern und ich zweitens auch nicht weiß, ob die Aussagen aus Büchern immer richtig sind. Ein wichtiges Maß ist deshalb für mich trotz allem auch der gesunde Menschenverstand…

Und was geht hier so in Zukunft ab?

 

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Die andere Möglichkeit, ungünstige Schwankungen des Blutzuckers zu vermeiden ist nach einer kleinen Nasch-Sünde. der sofortige Verbrauch durch Bewegung…

Also, …bald kommt der zweite Teil der Fashion-Week-Story und medizinisch ein Artikel über Fructose – Unverträglichkeit, die immerhin ein Drittel der Menscheit mehr oder weniger betreffen soll …

In diesem Sinne, alles Liebe, bleibt gesund,

Eure Nessy

 

 

Interessante Fremd-Literatur:

  1. Schmidt, Lang: Physiologie des Menschen, 30. Auflage. Springer Verlag, 2007, S. 907.
  2. T. Dandekar, S. Schuster, B. Snel, M. Huynen, P. Bork: Pathway alignment: application to the comparative analysis of glycolytic enzymes. In: Biochem. J. 343 Pt 1, 1999, S. 115–124 (PMID 10493919; PMC 1220531 (freier Volltext)).
  3. W. A. Scherbaum, B. M. Lobnig, In: Hans-Peter Wolff, Thomas R. Weihrauch: Internistische Therapie 2006, 2007. 16. Auflage. Elsevier, München 2006, ISBN 3-437-23182-0, S. 927, 985.
  4. Manfred Hesse, Herbert Meier, Bernd Zeeh, Stefan Bienz, Laurent Bigler, Thomas Fox: Spektroskopische Methoden in der organischen Chemie. 8., überarb. Auflage. Georg Thieme, 2011, ISBN 978-3-13-160038-7, S. 34.
  5. P. Trinder: Determination of glucose in blood using glucose oxidase with an alternative oxygen acceptor. In: Annals of Clinical Biochemistry. 6, 1969, S. 24–27. doi:10.1177/000456326900600108
  6. Herold: Innere Medizin 2016

 

 

 

Frauenthema Unreine Haut : Ursachen, optimale Ernährung, Pflege, Hormontherapie

Hilfe meine Haut ist fettig und picklig – was kann ich tun?

Akne„Hallo, ich heiße Lieschen Müller und bin 15 Jahre alt. Ich habe ganz doofe Pickel und fette Haut, vor allem an Stirn, Nase und Kinn, sogar auf dem Rücken und im Ausschnitt. Meine Haare sind auch fettig und strähnig…

Ich war bei einer Hautärztin, die hat mich untersucht, mir eine Salbe und Waschlotion verschrieben und mich dann zu Ihnen geschickt – ach ja, wo ich grad´bei Ihnen bin – meine Periode kommt auch, wann sie will….“

So oder so ähnliche Anliegen haben viele Mädchen, die zu mir kommen und es deutet auf ein typisches Krankheitsbild hin, dessen Ursache zumeist in einem hormonellen Ungleichgewicht (Testosteronüberschuß) in den ersten Jahren der Geschlechtsreife (Pubertät) zu finden ist. Solche Hormonunregelmäßigkeiten können aber auch in anderen Phasen des Lebens wie zum Ende der Geschlechtsreife (Klimakterium) auftreten.

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