Gynäkologie: Wie lange ist eine Frau fruchtbar? Wie lässt sich die Fruchtbarkeit abschätzen? Moderne protektive Methoden für den bewußten späten Kinderwunsch

Hallo Ihr Lieben!

unnamed (25)

Auch wenn ich es jeder einzelnen meiner Patientinnen von Herzen gönnen würde und ich auch oft nicht so ganz verstehe, wieso die Natur es ,,wieder ´mal “ so kompliziert machen mußte!

Leider ist ein Baby kein Päckchen, das man dann bestellt, wann  es einem gerade in den Kram passt und es dann, nachdem man sich ein einziges Mal so richtig schön am Karibik-Strand vergnügt hat, exakt  9 Monate nach diesem ,,epochalen Ereignis“ und einer Bilderbuch-Schwangerschaft,  nach einer Orgasmus-gleichen, natürlich schmerzfreien, einmalig schönen Geburt, als ein herzallerliebstes Etwas mit  rosigen Bäckchen und nachts durchschlafend, in unseren Arm gelegt  bekommen! Nein, sorry so läuft das ganz und gar nicht! Den Preis für dieses ,,Wunder“ hat das Leben deutlich höher angesetzt!

Auch wenn es tatsächlich solche Fälle gibt – zumindest vom Hörensagen! So soll eine Kollegin tatsächlich einmal so eine Patientin gehabt haben, die nicht das klitzekleinste Problemchen bei ihrer Schwangerschaft hatte – vom schwanger werden bis hin zu einer schnellen, schmerzlosen Geburt – allerdings war das die heimliche Sensation auf der ,,Medizinischen  Woche“ in Baden Baden vor drei Jahren gewesen!

Ihr seht, hier und da zumindest ein wenig Diskomfort sind leider Realität! Grund genug, sich gut zu informieren, dass man Probleme zumindest da abwenden kann, wo sie abzuwenden sind!baby

Dazu gehört, sich bewußt zu machen, dass die Chance, ein schrumpeliges, schreiendes, herzallerliebstes Bündel nach Stunden oder Tagen ,,schwerer Arbeit“, in den Armen zu halten,  ab 35 rapide sinken!

Denn statistisch gesehen, liegt die Wahrscheinlichkeit , in einem Zyklus schwanger zu werden, bei einer 25-30 jährigen Frau bei 23% und sinkt bei einer 35-jährigen bereits auf 16% ab, während sie eine 40 jährige Frau nur noch bei 5% liegt! Das bedeutet, dass es zum Beispiel nur einer von 6 Frauen in Alter von 35 Jahren gelingt, in einem Zyklus schwanger zu werden. Hat eine Frau im Alter von 35 Jahren hingegen schon ein Jahr vergeblich versucht, schwanger zu werden, gelingt ihr das dann nur noch in 6% der Fälle pro Zyklus!

Deshalb sollte man sich im Klaren sein – und (fast) alle Mütter werden mir da beipflichten – das eine ,,normale Schwangerschaft“ heutzutage in der Realität oft bedeutet, dass bereits das Schwanger – werden etliche Versuche, Tage zählen  und viele ,,Mühen“ des ,,unromantischen Sex“ gekostet hat!

Nicht zu sprechen von der  Schwangerschaft selbst,  die man in er ersten Zeit oft über der Kloschüssel verbringt, dann aber auch stolz und tapfer seine ,,strampelnde Mutterkugel“ mit dicken Knöcheln durch die Gegend schleppt, bevor man nach etwa drei ,,Fehlalarmen“  die Geburt ,,außerhalb der geplanten Badewanne“ an den Rand des Möglichen bringt …

Bei Euch war´s dann doch nicht ganz so schlimm? Super, das freut mich wirklich für Euch, dann seit Ihr eindeutig über dem Durchschnitt! Oder aber, und das ist wahrscheinlicher, hat Euch der Oxytocin-Schub der Geburt alles vergessen und durch die rosarote Brille sehen lassen! Denn das hat die Natur dann doch wieder gnädig eingerichtet …

Aber genug der Polemik!  Natürlich gibt es in der Schwangerschaft auch viele wunderbare Momente und wenn das Baby da ist, ist das wirklich für viele der schönste Moment im Leben! Ganz zu schweigen von dem ,,Wunder des Lebens“ das sich für einen selbst immer ,,besonders“ anfühlt! Und es gibt kaum eine Mutter, die es jemals bereut hat, dieses kleine süße Bündel in die Welt gesetzt zu haben, das es so selbstverständlich schafft, einen völlig selbstlos auf Trab zu halten und sich dabei oft so glücklich zu fühlen!

Immer später bekommt eine Frau heute ihr erstes Kind! Die Presse macht es uns vor – auch mit weit über 40 ist es scheinbar noch problemlos möglich!

Leider sieht aber die Realität anders aus. Nicht selten sind diese ,,späten“ Kinder aufgrund einer Eizellspende geboren und  das täglich Brot der Gynäkologen ist die Behandlung bei unerfülltem Kinderwunsch. Deshalb wird ,,uns“ Frauenärzten empfohlen, die Frau um das 30. Lebensjahr, wenn sie noch keine Kinder hat, darauf aufmerksam zu machen, dass eine Schwangerschaft zu einem späteren Zeitpunkt eventuell problematisch werden könnte.

Um diese abzuschätzen, besteht die Möglichkeit der Prüfung der sogenannten  ,,ovariellen Reserve“ , die Aussage über den Stand der Fruchtbarkeit gibt. Je nach Ergebnis hat die Frau dann die Möglichkeit, ihren Lebensentwurf daran anzupassen.

 

Was im Körper passiert, wenn er unfruchtbar wird

Dem zugrunde liegt, dass die Zahl der Eizellen begrenzt ist und die Frau  jeden Monat ca. 1000 Follikel verliert. Aber nicht nur die Quantität, auch die Qualität sinkt mit dem Alter.

Auch gibt es eine große Schwankungsbreite des Verlustes der Fruchtbarkeit, die in Einzelfällen schon ab dem 23. Lebensjahr beginnt. Mit 51 Jahren sind dann nahezu alle Frauen unfruchtbar und nicht mehr in der Lage, spontan ein Kind zu gebären. Meist ist die Frau bereits ca. 10 Jahre vor Ausbleiben der Regel nahezu infertil. Natürlich bestätigen Ausnahmen  die Regel, allerdings war die älteste Frau, die mein Mann oder  ich in 20 Jahren ,,spontan schwanger“ erlebt haben, 48 Jahre alt und selbst das ist extrem selten!booties-2047596__340

Bereits ab dem Alter von 35 Jahren beginnt bei vielen Frauen das Progesteron signifikant abzunehmen. Das Follikel kann in der zweiten Hälfte nicht mehr richtig heranreifen und das Endometrium fängt bereits früher an, abzubluten, was sich in Schmier- und Zwischenblutungen zeigen kann (verkürzter Zyklus). Das sind oft erste Indizien, aber auch das sogenannte ,,Prämenstruelle Syndrom“ mit Kopfschmerzen, Brustspannen und Gereiztheit können die ersten Anzeichen eines Hormonmangels sein.

Etwas später nimmt auch das Östrogen ´ ab. Normalerweise steigt es in der ersten Zyklushälfte an und löst dann indirekt den Eisprung aus. Wird das Ei nun befruchtet, steigt es weiter an! Ansonsten fällt es wieder langsam ab. Besonders Frauen in den Wechseljahren kennen die Auswirkungen des Östrogenmangels wie Hitzewallungen,  Müdigkeit und auch Gereiztheit.  Zyklusunregelmäßigkeiten (verlängerter Zyklus) sind ein Hinweis auf  einen Mangel.So bedeutet ein verlängerter Zyklus, dass der Eisprung verspätet oder nicht mehr stattfindet.

 

Wodurch kommt es zu einem früher Verlust der Fertilität?

Dies kann durch folgende klinische Risiko-Faktoren bedingt sein:

  • Endometriose (Versprengung von Gebärmutterschleimhaut)
  • Polycystisches Ovar-Syndrom
  • Schilddrüsenfunktionsstörungen
  • Magersucht
  • extremer Leistungssport.
  • operative Eingriffe an den Geschlechtsorganen, insbesondere der Eierstöcke/Eileiter
  • Chemotherapie bei malignen Erkrankungen  (,,Krebs“)
  • wiederholte Entzündungen der Eierstöcke
  • Rauchen (im Durchschnitt 4 Jahre früher Menopause)
  • Übergewicht
  • Pillen-Einnahme? (AMH-Wert sinkt)
  • Familiäre Disposition?

Achtung: Nur rund 50 % der Frauen mit dem Risiko  einer eingeschränkten ovariellen Reserve weisen auch klinische Risikofaktoren auf!

 

 

Bestimmung der Fruchtbarkeit

adult-18604_960_720Zur Beurteilung der Fruchtbarkeit spielt natürlich in erster Linie das Alter eine zentrale Rolle, wenn auch die Chancen auf eine späte Schwangerschaft  in letzter Zeit gewachsen sind. Dies liegt aber nicht nur daran, dass die Frau heutzutage biologisch oft jünger ist, sondern auch an den modernen medizinischen Möglichkeiten, angefangen von einer leichten hormonellen Unterstützung bis hin  zur Eizellspende oder gar Leihmutterschaft, die auch jenseits der 40 vielen Frauen dazu verhelfen, sich auch noch in späten Jahren den Traum vom Mutterglück erfüllen zu können!

Dennoch gilt leider, dass je älter eine Frau ist, umso schlechter die Qualität íhrer Eizellen ist und umso häufiger auch chromosomale Defekte und Fehlgeburten sind (25-29 Jahre: spontane Abortrate 11,9%, 40-44 Jahre 51%).

Natürlich wird der Gynäkologe die Patientin zunächst genau befragen (Anamnese), ob es Hinweise für Risikofaktoren einer frühen Menopause gibt (siehe oben). Dann folgt  eine körperliche Untersuchung mit Ultraschall sowie eine Laboruntersuchung mit einer  Überprüfung der allgemeinen Parameter wie z.B. kleines Blutbild und Elektrolyte,   aber auch der Hormonwerte wie z.B. Schilddrüsenwerte, denn auch eine Unterfunktion oder Überfunktion können sich negativ auf die Fruchtbarkeit auswirken! Last not least bedarf es einer genauen Untersuchung der weiblichen Geschlechtshormone (z.B. LH, FSH, Östradiol, Progesteron, Testosteron, DHEA,… . ) In letzter Zeit hat man einige spezifische Laborparameter entdeckt, auf die ich im folgenden  genauer eingehen.

Spezifische Laborparameter in der Fruchtbarkeitsdiagnostik:

Das Anti-Müller-Hormon (AMH) spielt für den Zellwachtum eine wichtige Rolle und es verhindert die Rekrutierung ,,nicht dominanter Follikel“.  Es korreliert mit der sinkenden Anzahl nicht wachsender Follikel wird von den kleinen Follikeln bis 8 cm Größe gebildet, die den FSH-unabhängigen Eizellpool darstellen und sind ein Maß für die verbleibende Eizellreserve und kann unabhängig vom Zyklustag gemessen werden.  Ab dem Zeitpunkt des 25. Lebensjahres fällt er kontinuierlich ab. Je nach Testverfahren sprechen Werte unter 1 ng/ml, 0,7 ng/ml oder 00,55 ng/ml für eine eingeschränkte Reserve. Diese unterschiedlichen Referenzwerte sind zugleich die Crux dieses Verfahrens, deshalb ist bereits ein Test auf dem Markt, der eine Abschätzung der fertilen Phase mittlels Perzentilenkurven trifft (Ivory).

Das Follikel stimulierendes Hormon (FSH) ist ein Maß für die zyklusabhängige Reserve des Eierstockes und wird am zweiten bis fünften Zyklustag gemessen.Ein Anstieg des Wertes bedeutet dabei eine Abnahme der Fertilität und beginnt bereits etwa 10 Jahre vor dem Einsetzten der Menopause. Das Problem dabei sind stark schwankende Werte, die die Interpretation problematisch machen.

Das Antraler Follicle Count (AFC): Bei der Bestimmung diesen Wertes wird die Anzahl der 2-10 mm großen vorhandenen Eizellen  in den Eierstöcken  zwischen dem zweiten und fünften Menstruationstag mittels Ultraschall gemessen, allerdings ist das Ergebnis stark vom Untersucher und vom Gerät abhängig! Ab 12 Follikel wird die Diagnose Polycystisches Ovar (PCO) gestellt, allerdings wird die  Anhebung des Wertes auf 19 diskutiert. Allerdings ist diese Methode für Routinescreening noch nicht einheitlich genug geregelt.

Welche Möglichkeiten gibt es nun, wenn die Werte suboptimal sind, man aber erst später ein Kind möchte?

cot-1991826_960_720Natürlich hält die Wissenschaft hier mittlerweile Möglichkeiten bereit, die allerdings, zumindest heut noch, in Deutschland meist Krebs-Patientinnen vorenthalten bleiben!

Deshalb lautet meine eindeutige Empfehlung in diesem Fall der sich ankündigten eingeschränkten Fertilität, über eine Änderung seiner Lebensplanung nachzudenken! , Ansonsten trägt man das Risiko, auf seinen Kinderwunsch verzichten zu müssen!

Schon aufgrund dieses Konfliktes wird übrigens auch die Testung der ovariellen Reserve von manchen meiner Kollegen kontrovers diskutiert! Denn es kann sein, dass eine Frau aufgrund dieser,,hypothetischen Vorhersage“ ihre Lebensplanung ändert und dadurch in einen Konflikt gebracht wird, den man einfach durch Nicht-Testung hätte vermeiden können! Ein interessantes Thema, zu dem Ihr mir gerne eure Meinung schreiben könnt!

Aber reden wir nicht um den heißenBrei herum, sondern legen wir unser Augenmerk auf die

Protektiven Möglichkeiten bei ,,bewußtem“ späteren Kinderwunsch

 

Allen voran steht natürlich die aus der Yellow Press bekannten

  • Kryokonservierung von unbefruchteten oder imprägnierten Eizellen oder die
  • Kryokonservierung von Embryonen nach hormoneller Stimulation.

Im Falle einer Krebserkrankung kann man mittlerweile übrigens auch

  • Ovargewebe entnehmen, kryokonservieren und rück-transplantieren, während die
  • In-vitro-Reifung von Eizellen aus entnommenen und kryokonserviertem Ovargewebe, genau wie die
  • Uterustransplantation noch in den experimentellen Kinderschuhen steckt. Die
  • Eizellspende ist wie die
  • Leihmutterschaft in Deutschland aufgrund des Embryonenschutzgesetzes nicht möglich

Natürlich sind diese Methoden weder einfach noch billig noch mit hohen Erfolgsquoten versehen, können aber in Einzelfällen den Wunschtraum des eigenen Kindes doch noch erfüllen!

So, ich hoffe, für heute habe ich Euren Informationshunger gestillt! Demnächst folgt  in dieser Reihe eine umfassende Info über Fertilitätsbehandlungen, in denen ich aktuelle Methoden vorstelle, wenn es mit dem Wunschkind nicht auf Anhieb klappen sollte!

Allerdings bringe ich vorher noch Tipps für den Wunschtraum von langen Haaren …

pexels-photo-247304

Alles Liebe bis bald, Eure Nessy

 

Weiterführende Literatur:

  • Just, Alexander: Weibliche Fertilität und Alter: Update zur Beurteilung der Eierstocksreserve, Gynäkologie +Geburtshilfe Nr. 5, S.24-26 10/2017
  • Goeckenjan, Maren, Glass, Katrin u.a.: Kinderwunsch bei Krebspatientinnen: Fertilitätsprotektion vor onkologischer Therapie, Gyn. + Geb. Nr.5 S.28-32 10/2017
  • Thomas Weiss: Ökonomische Bestimmungsgrößen der Fertilität in westlichen Industrieländern (= Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung. Sonderheft 5). Wiesbaden 1986, ISSN 0178-918X.
  • Ulla Rahn-Huber: Kursbuch Wechseljahre. 4. Auflage, Südwest-Verlag, München 2005, ISBN 3-517-06399-1.
  • Gerhard Thews, Peter Vaupel: Vegetative Physiologie. 5. Auflage, Springer, Heidelberg 2005, ISBN 3-540-24070-5.
  • Rainer Wehrhahn; Verena Sandner Le Gall: Bevölkerungsgeographie. Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG), Darmstadt 2011, ISBN 978-3-534-15628-3, S. 26–36.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Patientenfrage: Sicherheit verschiedener Verhütungsmethoden aufgrund meiner persönlicher ärztlichen Erfahrungen

Hey Dr Nessy,
ich lese Deinen Blog schon länger interessiert mit! Mich würde mal aus dem Alltag einer Ärztin interessieren, welche Methoden am sichersten und am unsichersten sind? Also bei welchen Methoden kommen wirklich am häufigsten ungewollte Schwangerschaften vor? Die Pille wird ja immer als DAS super sichere Mittel gepriesen, aber letzten Endes hängt die Sicherheit ja von der Einnahme ab und ich habe sogar mal gelesen, dass damit bis zu 6! von 100 Frauen/Jahr schwanger werden. Kannst du as so nachvollziehen? Wie sieht es bei Kupfer/Hormon-Spiralen aus? Und was hältst du von der Kupferkette? Die wird ja im Moment total gehyped! LG von einer stillen Mitleserin:)

 

Liebe stille Mitleserin!

Danke für Deine guten Fragen! Da dies sicherlich noch mehr Mädels interessiert, habe ich dieser Frage etwas mehr Raum gegeben … Allerdings kann ich natürlich für die Angaben keine statistische Garantien geben – es handelt sich hier um meine persönliche Erinnerungen!

Schwangerschaften unter Pilleneinnahme

Ich habe in den mindestens 10  Jahren meiner praktischen Tätigkeit in der Gynäkologie etwa 4 Schwangerschaften unter Pilleneinnahme beobachtet, allesamt bei Mädels unter 17 Jahren, die wahrscheinlich auf Anwendungs-Unzuverlässigkeiten beruht haben. Darunter Mädels, die in jungen Jahren sehr viel Verkehr hatten und /oder gerne auch einmal einen über den Durst getrunken haben und/oder haben oder sich häufig erbrachen! Eine, die ich nicht vergessen habe, kam mit der romantischen Vorstellung, durch ein Kind einen ,,tollen Jungen“ binden zu können… und hat mit der Pille ,,etwas gemogelt“, wie sie augenzwinkernd mitteilte.  Unter zuverlässiger Einnahme habe ich also keine SS unter Pilleneinnahme gesehen. Übrigens auch nicht, wenn die Pille einmal vergessen wurde, was auch öfter vorkam …

Kupfer-Spiralen (IUP)

Kupfer-Spiralen werden häufig bei Frauen mit abgeschlossener Familienplanung benutzt. Für junge Mädels sind sie nicht so gut geeignet, da sie im Extremfall zu Entzündungen führen können, die in noch selteneren Fällen zu Unfruchtbarkeit führen. Dies ist aber nur ein kleiner Teilaspekt. Häufiger kommt es zu relativ starke Blutungen , zum einen durch die lokale Reizung, zum anderen aber auch subjektiv im Vergleich mit der Pille, weil es sich um eine,,normale“ Blutung und nicht um eine ,,Hormonentzugsblutung“, wie unter der Pille handelt. In seltenen Fällen können sie auch verrutschen und dann nicht mehr richtig wirken. Außerdem kann die Kupferspirale  bei nicht ausgewachsenen Uterus eher zu Beschwerden führen, obwohl es mittlerweile auch kleinere Kupferspiralen gibt. Besonders das Einlegen kann bei manchen Frauen schmerzhaft sein und ist wie die Entfernung in Einzelfällen, wenn die Patientin dabei starke Schmerzen verspürt, nur in Vollnarkose möglich. Merken wir das während des Versuches, brechen wir ab und bei manchen planen wir die Einlage/ Entfernung von vorne herein in Narkose, wenn z.B. sowieso eine Ausschabung gemacht werden soll oder die Patientinnen sehr schmerzempfindlich sind und dies wünschen. Die meisten Frauen vertragen sie die Kupferspirale aber sehr gut und haben keinerlei Probleme. Dann ist sie super: Sie greift nicht in den Hormonhaushalt ein und die Frau muß sich keinen Kopf mehr über die Verhütung machen, denn wenn der erste Kontrolltermin nach etwa 4 Wochen, bei dem die Lage überprüft wird, vorbei ist, verrutscht sie nur noch sehr selten.  Komischerweise gibt es tatsächlich Frauen, bei der sie immer wieder rutscht, da sollten andere Intrauterinsysteme herausgesucht werden.

Ich habe etwa 6 Schwangerschaften unter der Kupferspirale gesehen, sowohl bei verrutschten Systemen als auch bei normal liegendem IUP. Dabei kann ich mich an zwei Eileiter-Schwangerschaften erinnern, die in der Frühschwangerschaft operativ beendet werden müssen, da sonst die Gefahr der Eileiterruptur oder Stildrehung besteht!

Hormonspiralen

geben das Hormon Levonorgestrel ab, worunter es nach kurzer Zeit meist zum Sistieren der Regelblutung kommt. Hierunter sahen wir bis heute keine Schwangerschaften! Da es sich um eine Gestagen-Verhütung handelt, ist die hormonelle Belastung weniger hoch wie bei der Pille. Zudem gibt es verschiedene, auch kleine Systeme mit sehr geringen Hormondosen, die auch für jüngere Mädchen geeignet sind. Sie verrutschen nur selten und sind meist problemlos. Für die Einlage/Entfernung gilt das Gleiche wie bei der Kupferspirale.

Erfahrungen mit Kupferketten

Von der Kupferkette waren wir anfangs begeistert. Allerdings stellten wir fest, dass man mit ihr doch häufiger Probleme hat,  trotz erfahrenen Gynäkologen, die Schulungen besucht haben! Das Befestigen klappte zwar meist ganz gut, allerdings wurde sie doch manchmal ausgestoßen und es gab Berichte von Gebärmutterverletzungen, die uns unverhältnismäßig hoch erschienen. Die Gefahr der  Perforationen (Durchstoßen der Gebärmutter) ist erhöht – zum einen beim Legen, zum anderen durch Entzündungen im Bereich des Knotens, die dann durch die Gebärmutterwand wandert, zum dritten durch die Entfernung der Kette. Diese Perforationen müssen zum großen Teil operativ versorgt werden. Deshalb nahmen wir sie aus unserem Empfehlungs-Programm und setzen sie nur noch auf ausdrücklichen Wunsch ein. Schwangerschaften haben wir darunter zwar keine gesehen, aber dafür reichen auch die Zahlen nicht! Dies soll nicht heißen, dass es immer Probleme gibt! Aber Du fragst ja nach Erfahrungen …

Verhütungsball

Auch wenn er mittlerweile in verschiedenen Größen zu haben ist, hat er sich in unserer Praxis noch nicht wirklich durchgesetzt, sodaß wir damit (noch) zu wenig Erfahrung haben.

Natürliche, mechanische oder alternative Verhütung

Wenn man seinen Körper gut kennt, sich auf das Abenteuer Körper einlassen möchte und auch eine ungewollte Schwangerschaft akzeptieren würde, falls man denn zu den 1-5% gehören würde, bei denen diese (gerechnet auf 100 Anwendungsjahren) statistisch auftritt, ist auch eine natürliche Verhütung nicht von der Hand zu weisen. Viele Frauen sind damit sehr glücklich, obwohl sie etwas Mühe macht! Auch ich habe 20 Jahre damit verhütet!

Bei diesen Methoden, unter der ich bei verantwortungsbewußten Frauen übrigens nur eine einzige ungewollte  Schwangerschaft erlebt habe, bei deren Entstehung  das Kondom geplatzt war, ist natürlich die Belastung des Körpers am geringsten! Demnächst werde ich sie hier vorstellen!

Sie setzt allerdings eine genaue Kenntnis des Zyklus voraus. Dabei kläre ich die Frau genau über die Vorgänge in ihrem Zyklus auf. Sie kombiniert dann die Methoden  und setzt in den fruchtbaren Tagen  ein Diaphragma ein und/ oder benutzt ein Kondom, wahlweise kommt auch eine spermizide Creme/Zäpfchen zum Einsatz.

So, ich hoffe, ich konnte Dir und anderen interessierten Frauen helfen,

Herzliche Grüße aus Saarbrücken,

DrNessy

 

 

 

Medizin/ Gynälologie: Das Verhütungspflaster – Vielleicht auch für Dich optimal?

 

Hallo Ihr Lieben!

 

Version 7Verhütung ist bei der ,,schönsten Nebensache der Welt“ leider für uns Frauen vom Teenager  bis etwa Mitte 50  ein Thema, mit dem nach sich ständig auseinandersetzen muß, vorausgesetzt, man möchte ,,auf ein bißchen“ oder auch auf ,,ein bißchen mehr“ Spaß nicht verzichten!

Dabei ist selten eine Methode das ganze Leben gleich gut geeignet, denn wir und unser Körper verändern sich schließlich ständig. Komischerweise sind gerade in letzter Zeit wieder vermehrt Frauen in der Praxis, die auch auf sogenannte ,,Außenseiter“ -Verhütungsmethoden zurückgreifen, weil sie doch, genau betrachtet, auch viele Vorteile aufweisen können. So sind sie für die ein oder andere Frau tatsächlich optimal! Ein der Verhütungsmethoden, der in letzter Zeit wieder vermehrt ,,angefragt“ wird, ist das Verhütungspflaster!

Zwar ist das Hormonpflaster bei der Behandlung von Wechseljahresbeschwerden durch seine transdermale (,,durch die Haut“) Applikation von manchen Frauen schon seit längerem eine geschätzte Alternative zu Kapseln, Tabletten, Sprays und Gels, allerdings hatte es bei der Verhütung bislang eher wenig Bedeutung. Und das, obwohl die Versagerrate  bei perfekter Anwendung nur  relativ niederige, mit der ,,Pille“ vergleichbare 0,3 bis 1 Prozent, bei typischer Anwendung 2,4 bis 9 Prozent beträgt!

Was sind ,,Wirkstoffpflaster“?

Download (2)

Deshalb vorab eine kurze Erklärung. Schon seit längerer Zeit werden transdermale Systeme in der Medizin angewandt, um den Verdauungskreislauf und den direkten Abbau durch die Leber zu entgehen. Diese Pflaster finden auch in anderen Bereichen, z.B. in der Schmerztherapie eine sinnvolle Anwendung. Die Pflaster sind dabei hautfarben oder durchsichtig, und werden wie ein normales Pflaster einfach auf die Haut geklebt. Durch die spezielle Einarbeitung von Wirkstoffen, in unserem Fall Östrogen und Gestagen, kann eine kontinuierliche, relativ gleichmäßige Abgabe der Medikamente erfolgen, die durch den Kontakt mit der Haut direkt in diese abgegeben werden. Nach einiger Zeit wird das Pflaster entfernt und ein neues aufgeklebt.

Wie wirken sie?

Im Prinzip ist die Wirkung der der Kombinationspille recht ähnlich. Auch das Pflaster wirkt als ,,Ovulationshemmer“, unterdrückt also den Eisprung und wie die Pille verhindert auch das Pflaster die Einnistung des Eis. Zudem kommt es auch zu einer Veränderung des Schleimes, sodaß die Spermien am Eindringen in den Muttermund gehindert werden!

Wann wendet man das Pflaster an?

Dabei ist auch das Einnahmeschema ähnlich dem anderer Verhütungssysteme wie der Pille oder dem Vaginalring. Drei Wochen wird Wirkstoff aufgenommen, wobei alle sieben Tage ein neues Pflaster an einer anderen Hautstelle aufgeklebt wird. Danach wird eine Woche pausiert und dann von vorne begonnen. In dieser Zeit tritt meist die Periode auf.  Auch kann man die Pflaster ,,durchnehmen“, wobei dann meist die Periode für die Dauer der Einnahme ausbleibt (,,Long-Zyklen“).

Der Beginn ist übrigens, wenn man kein anderes Verhütungsmittel eingenommen hatte wie bei der Pille am ersten Tag der Periode. Dann besteht sofort Verhütungsschutz. Klebt man das Pflaster erst am zweiten bis fünften Zyklustag auf, muss man in den folgenden sieben Tagen zusätzlich verhüten, zum Beispiel mit einem Kondom!

Wenn man sich aber sicher ist, nicht schwanger zu sein, kann man auch an jedem anderen Tag mit der Anwendung beginnen. Auch dann ist in den ersten sieben Tagen der Einnahme eine zusätzliche Verhütung notwendig.

Wenn man von einem anderen Verhütungssystem auf das Pflaster umsteigt oder nach einer Geburt,gelten besondere Regeln, die man am besten individuell mit seinem Arzt klärt, da viele Begleitumstände eine Rolle spielen!

Wie funktioniert die Anwendung genau?

fullsizeoutput_1cf7.jpegDas Pflaster kann auf gesunde, trockene, nicht eingecremte Haut an der Außenseite der Oberarme, am Po, am Bauch und am Oberkörper (außer an den Brüsten) aufgeklebt werden. Das Pflaster muss fest angedrückt werden. Besonders in der ersten Zeit ist es wichtig, täglich zu prüfen, ob es noch richtig sitzt. Es hält normalerweise auch im Schwimmbad, in der Sauna oder beim Sport sehr gut.

Was passiert, wenn es sich doch ablöst?

Sollte es sich dennoch teilweise oder ganz lösen, darf es nur dann wieder aufgeklebt werden, wenn es noch sicher haftet. Sonst muss ein neues Pflaster verwendet werden. Der Verhütungsschutz bleibt erhalten, wenn das Pflaster weniger als 24 Stunden abgelöst war. Saß das Pflaster mehr als einen Tag (24 Stunden oder länger) locker oder war vollständig abgelöst, schützt es nicht mehr sicher vor einer Schwangerschaft. In diesem Fall muss ein neues Pflaster aufgeklebt und sieben Tage lang zusätzlich verhütet werden.

Wenn man vergißt, das Pflaster wieder aufzukleben …

besteht der Verhütungsschutz weiter, wenn in der Zwischenzeit weniger als zwei Tage vergangen sind. Bei mehr als zwei Tagen Verspätung muss nach dem Wechsel sieben Tage lang zusätzlich verhütet werden, zum Beispiel mit einem Kondom.

 

Vorteile auf einen Blick

Das Verhütungs-Pflaster ist für Leute gut geeignet, die daran interessiert sind, dass sie ein relativ zuverlässiges Verhütungssystem benutzen, ohne ständig daran denken zu müssen und ohne ihrem Körper so stark wie z.B.  bei der  ,,Pille“ zu belasten und es gibt keine Hormonspitzen, denn der Verdauungstrakt und der Abbau durch die Leber  werden umgangen, es kommt zu einer beinahe kontinuierlichen Abgabe durch die Haut. deshalb können auch Durchfall/Erbrechen der verhütenden Wirkung nichts anhaben …  So ist sie mit anderen nicht-oralen Verhütungsmaßnahmen, wie 3 Monatsspritze, Spirale oder Nova-Ring in eine Reihe zu stellen. Besondere Gründe für die Anwendung des Pflasters können deshalb auch Essstörungen, insbesondere Bulimie, und chronische Darmentzündungen sein.

Nachteile

Auf der anderen Seite hat man irgendwo ein Pflaster kleben, das zwar eigentlich weder beim Duschen, noch beim Baden gehen stört, dennoch von manchen als ,,unangenehm“ empfunden wird. Manche Frauen stört das sichtbare Pflaster. oder es kommt zu leichten Hautreizungen. Vereinzelt hält das Pflaster nicht gut und löst sich immer wieder ab oder es sich außerdem unbemerkt ab, muss man im laufenden Zyklus je nach Dauer zusätzlich verhüten. Auch übergewichtige Menschen sollten unter anderem wegen der verminderten Spiegel auf dieses Verhütungs-System verzichten. Das gleiche gilt für bestimmte Risikogruppen (Raucher,  Menschen mit erhöhtem Thomboserisiko, mit familiärer Disposition zu Brustkrebs…)Bildergebnis für Verhütungsring salutary style

Wie bei anderen hormonellen Verhütungssystemen auch können bestimmte Arzneimittel – darunter Mittel gegen Epilepsie, gegen Viruserkrankungen  sowie Johanniskraut – die Wirksamkeit des Verhütungspflasters beeinträchtigen.

Die Kosten 

sind mit denen einer nicht ganz billigen ,,Pille“ vergleichbar, eher etwas höher. Ein häufig verwendetes Verhütungspflaster kostet besispielsweise als Dreimonatspackung etwa 40 Euro.

So, das war es auch schon zu diesem Thema!

Jetzt wünsche ich Euch eine wunderschöne Woche und viel Spaß bei der ,,schönsten Nebensache der Welt“, die  sich mit gutem Schutz noch viel besser anfühlt …

Alles Liebe, Eure Nessy

 

Weitere  findet Ihr unter folgenden Links:

 

 

ANTI AGING / ALLES WICHTIGE ZUM THEMA WECHSELJAHRE! NEUE NATÜRLICHE HORMON – ERSATZ – THERAPIE IM VERGLEICH MIT ANDEREN SCHEMATA, AUFKLÄRUNG WHI – STUDIE, VIELE WERTVOLLE TIPPS!

 

 

 

Die Patientenfrage: Myome der Gebärmutter: Ausführliche Übersicht und neue Therapien /aktuelle Warnung vor hormoneller Therapie mit UPA!

Hallo Ihr Lieben!

Da ich immer einmal wieder Anfragen zur Behandlung von Myomen  habe, möchte ich Euch heute einen kurzen Überblick zu dem Thema geben, denn immerhin ist etwa jede vierte Frau von diesen muskulären Wucherungen der Gebärmutter betroffen. Denn auch hier entwickelt sich die Medizin rasend schnell! Neue Verfahren sind auf dem Vormarsch, eine davon schon wieder vom Markt …  Übrigens sind diese fast immer gutartig, zu einer Entartung zum sogenannten ,,Leiomyosarkom“ kommt es, je nach Literaturangabe, gar nicht bis ,,unter 1%“ … Dennoch ist es wichtig, diese  ,,Dinger“ auf alle Fälle im Auge zu behalten ..medical-appointment-doctor-healthcare-40568

Aber zurück zu Euren Fragen! Exemplarisch habe ich eine Frage herausgesucht, die ich gestern von einer Leserin, nennen wir sie ,,A. „, erhielt (Frage gekürzt und verallgemeinert):

,,Ist es möglich, zur Behandlung zweier großer Myome im Alter von über 40 Jahren und regelmässiger Menstruation Hormone einzunehmen, um die Wucherungen verkleinern?“

 

Natürlich ist diese Frage schlecht pauschal zu beantworten, denn es gilt, wie so oft mein allseits gefürchtetes ,,Jein“! Denn das hängt von einer Reihe von Fakten ab, die sicherlich nicht nur A. interessieren!

Deshalb  zeige ich Euch hier  die einzelnen Möglichkeiten, die es gibt, auf!

Welche für Euch am geeignetsten ist, müßt Ihr dann mit Eurem Gynäkologen herausfinden! Auch übernehme ich selbstverständlich keine Haftung oder Garantien für die aufgezeigten Therapieoptionen…

Fragen, die vor der Therapie von Uterusmyomen abgeklärt werden müssen:

A) Anamnestische Abklärung

  • Welche Einschränkungen/ Beschwerden hat man durch die Myome?

Davon hängt ab, ob und in welchem Umfang überhaupt eine Therapie eingeleitet werden sollte!

Je nach Lage und Größe hat die Betroffene überhaupt keinen Einschränkungen, Menstruationsbeschwerden, Probleme beim Schwanger-Werden,  während der Schwangerschaften und während der Geburt (da kann das Myom kann z.B. ein Hindernis darstellen), Problemen bei der Verdauung (durch Druck auf den Darm) und beim Wasserlassen bis hin zu starken Schmerzen ….

  • Wie ist der allgemeine Gesundheitszustand?

Natürlich gibt es eine Reihe von Kontraindikationen, die gegen die einzelnen Möglichkeiten der Behandlung sprechen (s.u.) , dementsprechend sucht man gezielt eine der Möglichkeiten aus!  Probleme der Behandlungen können z.B. bei deutlichem Übergewicht, schweren Allgemeinerkrankungen  oder Herz-Kreislauf und Gefäßerkrankungen auftreten.

  • Besteht ein Kinderwunsch/Schwangerschaft?

Die ist deshalb so wichtig, weil man vor einer Schwangerschaft, je nach Myomlage und -größe, versuchen wird, es entweder in seiner Größe zu verringern oder gar operativ zu entfernen. Man kann sich vorstellen, dass, je nach Lage, schon die Befruchtung und oder die Einnistung des befruchteten Eis Probleme bereiten kann. Auch während der Schwangerschaft oder unter der Geburt kann ein großes Myom hinderlich sein!

  • Gibt es in der Familie auch Myome?

Man weiß, dass Myome vererbbar sein können Aus dem Verlauf der Erkrankung bei Verwandten kann man evtl. wertvolle Hinweise auf den Verlauf bekommen. Es gibt Myome, die wachsen schneller oder früher als andere …

Übrigens treten sie meist im Alter von ca. 35 bis 50  Jahren erstmals auf und bilden sich meist nach der Wechseljahre nach und nach zurück.the-uterus-2947707__340

Links seht Ihr die Lage der Gebärmutter im Körper. Je nachdem, wo die Myome in oder an der Gebärmutter liegen, können sie zu deutlichen Problemen führen. Die gelben Strukturen sind die Eierstöcke, im Seitbild sieht man vor der Gebärmutter die Blase, dahinter den Darm.

 

 

B) Körperliche Untersuchung

Meist wird mittels

  1. Tastuntersuchung und
  2. Vaginal-Ultraschall,
  3. Abdominal-Sonographie (Ultraschall vom Bauch aus) manchmal auch mittels
  4. Hysteroskopie (Untersuchung der Gebärmutterhöhle mit einer Optik durch die Scheide),
  5. Laparoskopie (Untersuchung mit einer Optik durch die Bauchhöhle),
  6. Computertomographie oder
  7. Magnetresonanztomographie (MRT) …

das Ausmaß und die Lage der Myome festgestellt. Dabei kann die Größe von winzig bis kindskopfgroß variieren.

Außerdem gibt es

verschiedene Arten von  Myomen:

  1. Intramural (in der Gebärmutterwand)
  2. Subserös (an der Außenwand des Uterus)
  3. submuköse Myom (an der inneren Gebärmutterwand, wölbt sich in die Gebärmutterhöhle)
  4. gestieltes submuköses Myom
  5.  Myoma in statu nascendi (wölbt sich aus dem Muttermund heraus)
  6. intraligamentäres Myom (wächst seitlich der Gebärmutter in die Bänder hinein)

Ihr seht also, das ist also alles nicht ganz so einfach …

Auch im Falle von A. müsste man diese Fragen also klären, bevor man ihr eine für sie optimale Behandlungsmethode empfehlen könnte …

Schauen wir uns also an, was es überhaupt für Möglichkeiten gibt!

Behandlungsformen von Myomen:IMG_5422

1. Abwarten, ,,Tee trinken“ und beobachten… 

Wenn die Myome klein sind, kein Kinderwunsch vorliegt und keine oder kaum Beschwerden verursachen ist das durchaus eine probate ,,Behandlungsmethode“! Bei nur gelegentlichen, eher leichteren Beschwerden, wie sie manchmal bei Myomen unter der Periode auftreten, können auch konservative Mittel wie grüner Tee, Akupunktur, Wärme oder auch die Gabe krampflösender Schmerzmittel Abhilfe schaffen. Hier hat sich beispielsweise eine Kombination aus Butylscopolamin (krampflösend) und/oder einem Schmerzmittel vom nicht-steroidalen Typ wie  Paracetamol (Handelsname zum Beispiel Buscopan  plus), Naproxen (Handelsname zum Beispiel  Dolormin) oder Ibuprofen  bewährt.  Aber auch eine entspannende Bewegungstherapie kann guttun …

(Falls A. keine Beschwerden hat, wäre dies durchaus eine Möglichkeit! Denn die Wahrscheinlichkeit einer Entartung ist mit unter ein Prozent so gering, dass eine Beobachtung ausreicht. Dann müsste sie quasi, abgesehen von gelegentlichen Kontrollen (in Absprache mit ihrem Gynäkologen) überhaupt nichts machen, denn in dem Moment, wenn ihre Hormone sinken, was wahrscheinlich in Bälde der Fall sein wird, werden auch die Myome langsam kleiner werden…)

2. Hormonelle ,,Schrumpfung “ der Myome

Da der Myomwachstum durch Hormone beeinflusst wird, gibt es verschiedene hormonelle Möglichkeiten, diese zum Schrumpfen zu bringen. Allerdings werden die Frauen dadurch in künstliche Wechseljahre versetzt, warum die Nebenwirkungen auch ähnlich sind. Außerdem muss man vor jeder Therapie die Kontraindikationen prüfen!

Myom der Gebärmutter durch Hormone verkleinern und behandeln

Östrogene fördern das Wachstum von Myomen. Deshalb treten Myome grundsätzlich während der geschlechtsreifen Lebensphase einer Frau auf. Mit den Wechseljahren bilden sich die Myome aber meist automatisch zurück, da die Eierstöcke ihre Östrogenproduktion beenden.

Wenn die Patientin also kurz vor der Postmenopause steht, wurde bis vor nicht allzu langer Zeit eine Hormontherapie in Betracht gezogen, um somit die Zeit bis zum natürlichen Stillstand der Eierstöcke zu überbrücken! Hier war UPA die Nummer Eins!

2.1. UPA (Ulipristalacetat, Handelsname Esmya), einem selektiver Progesteron-Rezeptor-Modulator

Primär zeigte sich auch ein guter Erfolg des seit 2012 für die Behandlung von Gebärmuttermyomen zugelassenen Medikamentes. Ab 2013 konnte die Therapie mit UPA sogar wiederholt werden. Es handelt sich um die weltweit erste oral verabreichte Wirksubstanz gegen Wucherungen des Uterus.

Allerdings liegen seit kurzem Hinweise auf  Fälle von schwerer Lebertoxizität unter der Einnahme vor. So mussten mittlerweile vier Frauen im Zusammenhang mir der Einnahme von UPA Leber-transplantiert werden!

Deshalb wurden nun alle Gynäkologen dazu angehalten, dieses Medikament nicht neu zu verschreiben und bei Patientinnen, die es erhalten, genau auf die Leberwerte zu achten!

Da manche Frauen das Medikament aber noch einnehmen und ich nicht ausschließen kann, dass es nicht noch einmal rehabilitiert wird, wie das manchmal der Fall ist, belasse ich es erst einmal in dieser Auflistung …  obgleich ich zum aktuellem Zeitpunkt davon abrate!

Dabei hatte sich alles so gut angehört … UPA blockierte nämlich die  Progesteron-Rezeptoren nur in der Gebärmutter und blockiert oder verzögert den Eisprung der Frau! UPA wurde einmal täglich über einen Zeitraum von zwölf Wochen eingenommen und führte zum Stopp der Uterusblutungen und zum  Schrumpfen des Myoms!

Es wurde vor der Menopause während einer Dauer bis zu drei Monaten täglich eine Tablette mit fünf Milligramm Ulipristalacetat verabreicht. Dennoch kam es auch unter diesem Medikament zu Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Müdigkeit , Bauchschmerzen und viele andere auf.

2.2. GnRH-Analoga (künstliche Gonadotropin Releasing Hormon-Analoga zur Absenkung der körpereigenen Hormone)

können die Myome und die Gebärmutter verkleinern, indem sie die Hormonspiegel der Frau  auf das Niveau in der Postmenopause senken. Deshalb leiden viele Frauen unter  oft deutlichen Nebenwirkungen (Hitzewallungen, Hauttrockenheit, Stimmungsschwankungen, Schwitzen…). Auch Veränderungen im Körper entsprechend der Menopause sind zu erwarten. So wird die Haut oft trockener und dünner und auch der Knochenstoffwechsel vermindert sich. Der Libido kann zurückgehen und die Leistungsfähigkeit kann sinken, um nur einige Beispiele zu nennen. Ihre Anwendung ist  deshalb auf sechs Monate beschränkt.

Abgesehen von den Nebenwirkungen ist diese Möglichkeit eher mit Vorsicht zu genießen, da die Myome nach Absetzen gerade bei jüngeren Frauen oft wieder wachsen. Ist die Frau schon in den Wechseljahren oder kurz davor, kann diese Möglichkeit in Einzelfällen als Überbrückung genutzt werden, bis die Hormone natürlicherweise weit genug absinken, dass die Myome durch Entzug des Östrogens von selbst kleiner werden.

Allerdings ist man davon heute davon weitgehend abgekommen.  GnRH-Analoga werden aber noch bei der Operationsvorbereitung zur präoperativen Myomverkleinerung  eingesetzt.

Das Medikament wird als Depot Präparat gespritzt (alle vier Wochen oder alle drei Monate).

Myome in der Schwangerschaft können natürlich nicht damit behandelt werden. Dadurch, dass in dieser Zeit Progesteron auf dem Vormarsch ist, werden die Myome zwar während der Entwicklung des Feten  nicht wachsen, können aber trotzdem zu Beschwerden und Problemen führen. Wenn möglich, wird man schon vor der Schwangerschaft überprüfen, inwieweit Myome hinderlich sein könnten und diese entsprechend behandeln.

Um auf die Frage von A. zurückzukommen: Eine hormonelle Therapie mit UPA wäre in meinen Augen obsolet. Die weitere Behandlung würde sehr stark von den vorhandenen Beschwerden und den sonstigen Gegebenheiten  abhängen, die sie mit ihrem Frauenarzt besprechen müsste!

Wenn sie starke Beschwerden von ihren großen Myomen her hat, ist eine alleinige Behandlung mit GnRH-Analoga und damit die Unterdrückung der eigenen Hormone und der vorzeitige Eintritt in die Wechseljahre wahrscheinlich nicht ausreichend, um in Bälde eine Besserung zu erfahren. In diesem Falle müsste  abgeklärt werden, ob eine Operation oder minimal-invasive Therapie in Frage käme und ob eine präoperative Verkleinerung durch GnRH Analoga  sinnvoll ist.

 

2.3. Gestagene

können leider nur verstärkte Blutungen abschwächen, wirken aber, isoliert gegeben, wenig bis nicht auf die Verkleinerung der Myome.

 

2. Neue, minimal-invasive Verfahren

2.1. Myom-Embolisation

pexels-photo-355934.jpeg

Bei diesem sehr anspruchsvollem Eingriff  mit einem Krankenhausaufenthalt von ein bis zwei Tagen führt der Arzt einen  Katheter durch die Leistenarterie ein. Dann wird er bis in die Gebärmutter zu den die Myome versorgenden Arterien vorgeschoben. In diese werden kleine Kügelchen (Mikropartikel) gezielt bis zum Gefäßverschluss eingespritzt. Dadurch wird die Blutversorgung der Myome gehemmt und sie verkleinern sich, im Idealfall ohne dass  Die Gebärmutter Schaden erleidet. Hierdurch kommt es innerhalb eines Jahres zu einer Verringerung der Myomgröße auf etwa 10% der Ausgangsgröße.

Dieses Verfahren wird schon mit gutem Erfolg durchgeführt und ist auch für Patientinnen mir vielen oder mehrere sehr große Myome gut geeignet!

Die Nachteile sind, dass dieses Verfahren nur von erfahrenen Radiologen durchgeführt werden kann und unklar ist, ob die Myome nicht wieder auftreten können, besonders, wenn es sich um eine jüngere Patientin handelt!

Es gibt neuerdings noch ein anderes Verfahren, das auch durchaus hoffnungsvoll ist, die

2.2. MRgFUS  („Magnetic Resonance guided Focused Ultrasound Surgery“ )

Bei diesem Verfahren wird mit fokussiertem Ultraschall gearbeitet, der über eine Magnetresonanztomographie (MRT) gesteuert wird. Mit seiner Hilfe kann nicht nur das Myom gut sichtbar gemacht werden, sondern auch Temperaturveränderungen  gezeigt werden. Bei diesem Verfahren wird dann vom Ultraschallgerät große Hitze (ca 100 Grad Celcius) freigesetzt, die gezielt Gewebe zerstören kann (Thermablation). Punktgenau wird das Gewebe zerstört, ohne das gesunde Nachbargewebe zu schädigen. Allerdings dauert das Ganze oft vier Stunden oder länger. Eine Vollnarkose ist nicht nötig, lediglich eine leichte Beruhigungsspritze kann verabreicht werden.

Diese Methode ist allerdings nicht für sehr große Myome geeignet, oder solche, die ungünstig liegen.  Auch wenn es sich um mehrere Myome handelt, ist ihnen mit dieser Methode oft nicht gut beizukommen .

Dennoch hat dieses neue Verfahren viele Vorteile, vor allem ist es sehr schonend! Natürlich ist es auch sehr aufwändig, deshalb wird die Zukunft zeigen, ob es sich durchsetzt! Ähnlich verhält es sich mit der

2.3. Radiofrequenzablation von Myomen

Dieses Verfahren eignet sich für mittels Ultraschall gut zugängliche Myome und wird unter Vollnarkose durchgeführt. Der Arzt sucht den Myomknoten auf und positioniert die Spitze eines Metallröhrchens, dass mit dem Ultraschallkopf verbunden ist, neben dem Myom, wo als nächstes Metalldrähte in das Myom hineingefahren werden. Dann beginnt  die Radiofrequenzablation, wobei Energie das Myomgewebe verödet, was etwa drei Minuten pro Myom dauert.  Auch tiefer im Gewebe sitzende Myome können unter Schonung der Gebärmutter behandelt werden.

3. Operative Myomtherapie

pexels-photo-263337

Machen Myome verursachen starke Probleme und es ist nicht zu erwarten, dass sie sich in relativ absehbarer Zeit ausreichend durch hormonelle Therapie/Wechseljahre zurückbilden können und bei denen  auch  die minimal-invasiven Methoden nicht unbedingt sinnvoll sind.

Dann müssen sie operiert werden. Je nach Lage und Größe es allerdings notwendig sein, im Vorfeld mit einer hormonellen Therapie eine Verkleinerung zu erwirken. Die Operation ist dann häufig einfacher. Je nach Status der Kinderwunschplanung wird man dabei versuchen, die Gebärmutter zu erhalten.

Ist die Familienplanung jedoch abgeschlossen, kann es, je nach Ausmaß der Beschwerden, auch einmal das Sinnvollste sein, die Gebärmutter zu entfernen. Denn das ist die sicherste Möglichkeit, dass keine Myome mehr wachsen. Auch das Problem der starken Blutungen, die oft Nebenwirkungen ungünstig wachsender Myome sind, wird so dauerhaft gelöst. Dabei werden die Eierstöcke erhalten, sodaß die hormonelle Funktion weitgehend erhalten bleibt, die Frau also nicht durch die Operation in die Wechseljahre kommt!

Abhängig von der Größe, Anzahl und dem Sitz der Myome können die Eingriffe über eine Bauchspiegelung (Laparoskopie), einen Bauchschnitt (Laparotomie) oder durch die Scheide (transvaginal) erfolgen.

Kommen wir als erstes zu der Möglichkeit, unter Erhalt der Gebärmutter die Myome zu entfernen. Dieses Verfahren nennt man

3.1. Myomenukleation unter Erhalt der Gebärmutter

Dann wird versucht, das/die Myom(e) aus dem umliegenden Gebärmuttergewebe herauszuschälen, was eine oft langwierige Operation ist. Dabei kann es zu einem deutlichen Blutverlust kommen, da die Gebärmutter gut durchblutet ist. Mit modernen Methoden ist diese Komplikation jedoch auch überschaubar.  So bedeutet diese Möglichkeit oft die einzige Option für Patientinnen mit großen Myomen und noch bestehendem Kinderwunsch, die Gebärmutter zu erhalten.

Der Chirurg kann die Myome entfernen, indem er sie aus dem umliegenden Gewebe herausschält (Myomenukleation). Da die Gebärmutter erhalten bleibt, wird dieser Eingriff von Frauen mit noch bestehendem Kinderwunsch bevorzugt. Der Nachteil ist auch bei diesem Verfahren, dass die Myome in bis zu 15 Prozent der Fälle erneut wachsen. Ob eine Myomentfernung überhaupt vorgenommen werden kann, hängt stark von der Lage und der Größe des Myoms ab.

3.2. Hysterektomie (Entfernung der gesamten Gebärmutter )

Dies kann insbesondere bei Vorliegen vieler Myome und abgeschlossener Familienplanung sinnvoll sein. Die Entfernung der Gebärmutter ist unter allen Therapiemöglichkeiten die einzige, mit der Myome dauerhaft geheilt werden können.

Klassischerweise wurde die Gebärmutter samt ihren Myomen lange Zeit durch einen

Bauchschnitt (Laparotomie)

entfernt.

Dies ist nur noch dann indiziert, wenn die Gebärmutter sehr groß ist oder Komplikationen vorliegen, zum Beispiel schon Voroperationen und/oder Entzündungen stattgefunden haben, denn dann ist mit Verwachsungen zu rechnen. Auch, wenn die Operation, zum Beispiel bei schlechtem Allgemeinzustand und/oder anderen Erkrankungen relativ schnell erfolgen soll, kann diese Möglichkeit angezeigt sein.

Ansonsten kann dieser Eingriff heutzutage in manchen Fällen komplett durch alleinige

Bauchspiegelung (Laparoskopie)

erfolgen. Dabei werden zuerst die Strukturen und Gefäße abgesetzt und dann der Uterus zerkleinert (Morcellement) Das Verfahren heißt dann:

TLH (Totale laparoskopische Hysterektomie)

Wenn die Myome zu groß sind, kann man einen vaginalen Eingriff auch mit einer Bauchspiegelung kombinieren. So werden bei einer Gebärmutterentfernung durch die Scheide zuerst die große Myome ,,von oben“ verkleinert, sodaß sie mit der Gebärmutter durch die Scheide entfernt werden können.

Der Eingriff heißt dann

,,Laparoskopisch assistierte Hysterektomie“.

Ich habe Euch diesen Verfahren relativ ausführlich geschildert, weil sie in der Praxis tatsächlich relativ häufig durchgeführt werden und es wichtig ist, so wenig belastend wie möglich vorzugehen!  Dennoch ist jede Operation  ein relativ invasiver und endgültiger Eingriff, der gut überlegt sein will!

Und damit bin ich auch am Ende meines kleinen Überblickes angelangt! Ich hoffe, ich konnte Euch doch einige Infos mitgeben und wünsche Euch von Herzen, dass Ihr, falls Ihr Euch gerade darüber Gedanken macht, die richtige Therapie für Euch findet!

Alles Liebe und eine gute Gesundheit, Eure Nessy

pexels-photo-214574

 

Literatur zum Thema

GnRH-Analoga:

Myomembolisation:

MRgFUS  („Magnetic Resonance guided Focused Ultrasound Surgery“ ):

Radiofrequenzablation:

 

 

 

Medizin / Frauenheilkunde : Hormone in den Wechseljahren – Neue Erkenntnisse über BIOIDENTISCHE HORMONE stürzen jahrelange Dogmen!

Hallo Ihr Lieben!

IMG_2247Wie Ihr wisst, bin ich ein Informationsjunkie, wenn es um irgendwelche Empfehlungen geht und ich frage mich bei meinen Empfehlungen meist, wie denn die Studienlage aussieht, welche Erfahrungen es gibt und welche Informationen Euch helfen können.

Aktuelle Leitlinien hinken den neuen Informationen zum Hormonersatz in den Wechseljahren hinterher!

Aktuell stecke ich ein wenig fest. Und zwar liegt das darin begründet, dass es wirklich  neue beeindruckende Erkenntnisse zur  Gabe von Hormonen, der sogenannten ,,Hormonsubstitution“ in den Wechseljahren gibt, die aber noch (?)  nicht in den Empfehlungen der Leitlinien umgesetzt sind!

„Medizin / Frauenheilkunde : Hormone in den Wechseljahren – Neue Erkenntnisse über BIOIDENTISCHE HORMONE stürzen jahrelange Dogmen!“ weiterlesen

Medizin: Intrauterine Verhütungssysteme im Vergleich : Gold – / Silber – Spirale versus Kupferball ( ,,normales “ IUP, Hormonspirale, Kupferkette, ,,Pille“ …)

Hallo Ihr Lieben!img_2247-1

Gestern erreichte mich eine Frage, die gerade die Frauen im empfängnisfähigem Alter interessieren dürfte, weshalb ich diesen Kommentar auch als Ergänzung zu meinem Artikel, den ich über den Kupferball geschrieben habe,  veröffentliche. Ich hoffe, Ihr verzeiht mir, wenn die angekündigten Artikel noch etwas warten müssen!

Die Frage der Leserin lautete, welches der  o.g. Verhütungssysteme nun das Beste sei!

Die Neuentwicklungen der Spiralen, die es ja auch in verschiedenen Größen gibt, werden zunehmend auch für junge Frauen interessant, die noch nicht geboren haben! Zwar ist die ursächliche Komplikationsrate der neuen Systeme geringer, unerwünschte Nebenwirkungen wie Infektionen können aber nie ganz ausgeschlossen werden, weshalb Spiralen normalerweise z.B, für junge Mädchen nicht ausdrücklich empfohlen sind.

Kommen wir als erstes zur Goldspirale (z.B. GoldLuna®85),

die auch zum heißumkämpften Markt der intrauterinen  Systeme dazugekommen ist. Es handelt sich um eine Spirale, die aus einem flexiblen Polyethylenrahmen, Kupfer und Gold besteht.

Es gibt sie in 2 Größen: Mini: 24 mm  x  30,04 mm und Normal: 31 mm x 33 mm. „Medizin: Intrauterine Verhütungssysteme im Vergleich : Gold – / Silber – Spirale versus Kupferball ( ,,normales “ IUP, Hormonspirale, Kupferkette, ,,Pille“ …)“ weiterlesen