Schluß mit der Kalorienlüge! 3 Ursachen, warum manche Menschen bei gleicher Nahrung weniger abnehmen!

Hallo Ihr Lieben!

 

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Die richtige Ernährung sorgt nicht nur dafür , dass alles gut verdaut wird, gibt Energie im Alltag!

,,Meine Kollegin hat eine Figur zum Dahinschmelzen und ich muss nur ein Stück Kuchen anschauen und schon nehme ich zu!“

,,Mein Arzt schaut mich immer vorwurfsvoll an, wenn es um mein Gewicht geht, dabei halte ich schon seit Wochen Diät, ohne, dass  sich die Waage auch nur ein Strichlein nach unten bewegt!“

,,Ich habe in der Kur genau das Gleiche wie Frau Schmidt gegessen, sie hat aber 3 Kilo mehr als ich abgenommen!“

Sind solche Aussagen Einbildung oder tatsächlich möglich? Lange wurden sie tatsächlich als Mumpitz abgetan und eine Gewichtsabnahme nur einer vernünftigen Diät, verbunden mit ausreichend Bewegung zugeschrieben.

Aber alle 3 Aussagen könnten tatsächlich wahr sein! Stück für Stück sind wir dabei, dem ,,Geheimnis“, dass sich um das ideale Gewicht für den Körper rankt und wie es der Körper erreicht, auf die Sprünge zu kommen.

Tatsächlich hat das Körpergewicht viel weniger mit der täglichen Kalorienzufuhr zu tun, als uns die Wissenschaft bisher Glauben machen wollte!

Um es vorweg zu nehmen: Dies ist kein Freibrief für eine zügellose Ernährung, denn das ,,Gesundempfinden“ , das 80% von uns haben, ist leider bis auf Kleinigkeiten immer noch richtig! Dennoch möchte ich Euch hier umfassend informieren und dazu gehören die restlichen Ursachen der Gewichtsveränderungen aufzuzeigen

Ursachen, warum das Körpergewicht nicht nur von der absoluten Kalorienzufuhr abhängt!

1. Einfluß der Gene auf das Gewicht

DNA free

1a) Unterschiedliche Geschwindigkeit der evolutionären Anpassung an die Veränderungen der Ernährungsbedingungen durch Industrialisierung  als Ursache verschiedener Gewichte      

Die Zahl der stark übergewichtigen Menschen ist in letzter Zeit deutlich gestiegen, denn das Erbgut kann mit den veränderten Ernährungsgewohnheiten nicht so schnell Schritt halten! Es wären  mindestens 100 Generation nötig, damit sich die Menschheit an so neue, gravierende  Ernährungsgewohnheiten anpassen könnte. Die Geschwindigkeit der Anpassung verläuft nicht bei allen Menschen gleich schnell

Wenn man an die 300 000 Jahre der menschlichen Entwicklung denkt, so hat der Großteil der Menschen die längste Zeit ihres Daseins eine relativ naturnahe Ernährung genossen. Der Mangel war stets das größere Problem, sodaß der Körper über Jahrtausende gelernt hat, das Maximum an Energie und Nährstoffen aus der Nahrung herauszuholen! Dabei waren reichliche Ballaststoffe selbstverständlich, die dem Mikrobiom (verschiedene Bakterienstämme im Darm)  halfen, seine Arbeit der Verdauung zu verrichten. Nun wechseln die Bedingungen aber weit schneller – und es ist unterschiedlich, wie schnell sich Individuell anpassen können. Dazu kommt, dass die Nahrung dabei ist, global ähnlich zu werden. Damit wird auch die traditionelle Ernährung der Länder, die den individuellen Bedingungen der Umgebung angepasst war, in den Hintergrund gedrängt

1b) Einfluss der unterschiedlichen Gene auf Körpergewicht und Gesundheit

Gewichts-Zwillingsstudie

Studienfrage: Warum kommt es bei gleicher Nahrung zu unterschiedlichem Gewichtsverhalten?                                                                                                                                                               Wie wirken sich Gene auf Körpergewicht und Gesundheit aus?

Leitung: Tim Spector (Professor der Universität London)

Studien-Design: 11 000  Zwillinge, darunter 12 eineiige Zwillingspaare

Ergebnisse: 

60-70% der Unterschiede zwischen Menschen bei der Verwertung der Nahrung sind auf die Gene zurückzuführen!

  • Gene beeinflussen Appetit (Vorlieben und Abneigungen) und damit auch das Gewicht.
  • Bei eineiigen Zwillingspaaren weniger als ein Kilo Gewichtsunterschied, auch  ähnliches Verteilungsmuster des Fettes (um den Bauch herum oder, in den Eingeweiden, wo es zu Entzündungen führen kann) 
  • Es git aber auch einige Zwillinge, die sehr unterschiedliche Bauchumfänge aufweisen.

Studenten-Schlafsaal-Studie

Studienfrage: Wie verändert sich das Gewicht bei Studenten, die sich kaum bewegen, sich gleich verhalten und das Gleiche essen?

Leitung: Dr. Claude Bouchard (Laval-Universität in Quebec/Canada)                                                                                                                                                                                       Studien-Design: 24 Studenten, die 3 Monate in einem Schlafsaal einquartiert wurden (Schlafen, Essen, Video spielen, aber nicht rauchen oder Alkohol trinken), 30 min Spaziergang täglich.

Die ersten 14 Tage: Nahrung 2600 Kcal/Person

nächsten 100 Tage: 3600 Kcal (50%Kohlenhydrate, 35 %Fett, 15% Protein)

Ergebnisse:

Sehr unterschiedliches Gewichtsverhalten der Studenten unter gleichen Bedingungen!

  • 5-13 Kilo Zunahme
  • unterschiedliche Umwandlung der Energie in Fettpolster/ Muskelmasse

 

3. Einfluss des Mikrobioms auf das Gewicht

(Mikrobiom: Gemeinschaft unterschiedlicher Arten von Mikroben)

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Wir haben 100 Billionen Mikroorganismen im Körper. 2 Kilo mit 160 verschiedene Darmorganismen  leben allein in den Eingeweiden, die meisten davon im Colon (Dickdarm). Dort wird dem Nahrungsbrei Wasser entzogen, im darüberliegenden Dünndarm (weniger Mikroben) werden die Nahrungsbestandteile in den Kreislauf aufgenommen. Dabei hat dieses Mikrobiom jedes Menschen eine große Bedeutung für fast alle Funktionen des Körpers, insbesondere auch der Abwehr und der Verdauung. Die Wissenschaft erkennt erst jetzt langsam, was es mit den verschiedenen Stämmen auf sich hat, welche Gemeinsamkeiten und welche Unterschiede für welche Eigenschaften des menschlichen Körpers verantwortlich sind. Auch für die Aufnahme der Nahrung haben sie ein große Bedeutung, sind sie doch direkt an der Verdauung beteiligt.  Kann man vielleicht sogar durch die Aufnahme der richtigen Bakterien-Stämme in den Verdauungstrakt sein Idealgewicht erreichen? Schön wäre es …

Mikrobiom-Zwillings-Studie

Studienfrage: Ist das Mikrobiom genetisch bestimmt?

Leitung: Tim Spektor 2012 in Zusammenarbeit mit der Cornell Universität in New York

Studien-Design: Bei 5000 Zwillingen wurden die 1000 wichtigsten Mikrobengruppen bestimmt .

Ergebnisse:

Eine Gemeinsamkeit der Mikrobenstämme, welche sich im Darm angesammelt haben, hängt zum Großteil von Ernährung und nur zum geringeren Teil von den Genen ab!

  • Zwischen beliebigen 2 Personen gab es keine große Übereinstimmung bei dem Mikrobenmuster, sie haben nur  ca 40% des Musters gemeinsam!
  • Bei eineiigen Zwillingen waren es auch nur etwas über 50 % der Mikrobenmuster gemeinsam.

 

Ernährung-Mikrobiom-Studie

Studienfrage: Welche Ernährung führt zu einer ungünstigen Zusammensetzung der Darmbakterien?

Leitung: Studie Universität Pittsburg, USA

Ergebnisse:

Westliche Ernährung (viel Fleisch, Fett, Zucker) führt zu einer ungünstigen Zusammensetzung der Darmbakterien, was zu  Fettleibigkeit führt und für die Folgeerkrankungen.  (Herzerkrankungen, Stoffwechselerkrankungen (Diabetes) ,und ein erhöhtes Darmkrebsriksiko) mitverantwortlich ist!

Haben Menschen ein unterschiedliches Mikrobiom, reagieren sie auch unterschiedlich auf gleiche Lebensmittel, so kommt es zu unterschiedlichen Ergebnissen in der Ernährungsforschung.

  • Unterschiede bei Ernährungsweise – mit Fetten Kohlenhydraten, unterschiedliche Kalorien für gleiche Lebensmittel je nach Bakterienstämmen!
  • Eine andere Ernährung (z.B. Umzug ins Heim) führt oft zu Erkrankungen!
  • Ein gutes Mikrobiom wird durch ballaststoffreiche Ernährung mit Vollkornprodukten, Obst, Gemüse, Salate, Hülsenfrüchte, Nüsse und Obst (Achtung: Letzeres enthält viel Zucker) gefördert. Es unterdrückt Entzündungen.

 

3. Einfluß der Fettart auf das Gewicht

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Fette sind lebensnotwendig! Wir dürfen nicht vergessen, dass sie  viele wichtige Funktionen im Körper haben

  • Energie/Wärme
  • Zellbausteine
  • Organschutz
  • Aufnahme von Vitaminen 
  • Hormonproduktion                  

Affen-Fett-Ernährungsstudie

Studienfrage: Wie wirken sich unterschiedliche Fette bei gleicher Kalorienzahl auf das Gewicht und die Fettverteilung aus?

Leitung: Wake-Forrest-Universität (North Carolina)

Studiendesign:

42 Affen (afrikanische grüne Meerkatzen) wurden in zwei Gruppen eingeteilt und sechs Jahre lang mit unterschiedlichen Diäten gefüttert.

Die Kalorien waren gleich, Fette unterschiedlich, Kohlenhydrate 48% der Kalorien, Proteine  17 % der Kalorien, Fette 35% der Kalorien, Kalorienzahl der Tiere war so berechnet, dass Gewicht der Tiere konstant bleiben sollte.

Gruppe 1: Fette aus pflanzlichen Ölen

Gruppe 2 : Fette aus stark verarbeiteten Sojabohnenöl (Transfette, die entstehen, wenn Öl gehärtet wird)

Studienergebnisse:

  • erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen (Vorkommen z.B. in stark verarbeiteten  Back- und Süßwaren, frittierte Kartoffelprodukte, Fertiggerichte.),
  • führte trotz gleicher Kalorien zu einer Gewichtszunahme,
  • es bildete sich 3x mehr schädliches Bauchfett,
  • Auftreten vonDiabetes -Vorstufen

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FAZIT

Tatsächlich werden NICHT ALLE KALORIEN  von allen Menschen GLEICH verarbeitet! Dies hängt mit den Genen zusammen und ist vom Mikrobiom, d.h. den Bakterienstämmen, die sich in unserem Körper befinden,  abhängig,

Und auch WOHER die Kalorien kommen, beeinflusst ihre Weiterverarbeitung und ihre Wirkung auf das Körpergewicht! So ist die Art des Fettes , die wir zu uns nehmen, dafür verantwortlich, wie die Fettverteilung unseres Körpers ist. 

 

Welche Folgen haben diese Erkenntnisse für uns?

UNSER AUGENMERK BEIM ABNEHMEN MUS WESENTLICH STÄRKER ALS BISHER AUF DIE DARMTÄTIGKEIT GELEGT WERDEN!

Wichtig ist, dass wir uns so ernähren, dass unser Mikrobiom aus genügend ,,guten“ Stämmen besteht! Die Ernährung ist uns eigentlich klar: Wenig Zucker und Süßzeugs, wenig einfache Kohlenhydrate (Croissants, Kuchen, Weißbrot, …) Dafür Obst, Gemüse und Vollkorn, ohne den Darm zu überlasten …

Einseitige Diäten, die ein für uns optimales Mikrobiom nicht unterstützen, sind nicht empfehlenswert!

Für genetische Unterschiede der Nahrungs-/Kalorienaufnahme können wir nichts und sie, was uns selbst betrifft auch aktuelle nicht beeinflussen. Durch das Wissen können wir uns aber Unterschiede in derGewichtsabnahme erklären und müssen uns keine falschen Vorwürfe machen, wenn es mit dem Abnehmen nicht 100% klappt!

Weitere aktuelle Ernährungs- Erkenntnisse die ich übrigens selbst erst heute erfahren habe, gebe Bälde an Euch weiter – Ihr dürft gespannt sein!

Aber ich spanne Euch nicht lange auf die Folter, den schon nächste Woche geht die Reihe  rund um das Abnehmen in die nächste Rundung … ähm Runde, natürlich!

 

Literaturliste zum Weiterschmökern:

Neue Erkenntnisse zum Leaky Gut Syndrom  

Mikrobiom – Metaanalyse in der renommierten Zeitschrift NATURE

Gut Bacteria: We Are What We Eat
http://www.voanews.com/learningenglish/home/Gut-Bacteria-We-Are-What-We-Eat-129523518.html

Linking Long-Term Dietary Patterns with Gut Microbial Enterotypes
http://www.sciencemag.org/content/early/2011/08/31/science.1208344.abstract

Anti Aging : Fett / ,,Small Molecules“ / Zellalterung / Was bedeuten widersprüchliche Studien für unsere Ernährung ?

Hallo Ihr Lieben!

Strikte Fettarme Ernährung an sich ist nicht zwingend notwendig …

… das lassen die Ergebnisse der  Pure Studie  vermuten! Ihre Ergebnisse lassen schließen,  dass  der Fettkonsum an sich vielleicht doch  nicht soo schädlich sei. Man hatte ja, wie ich Euch jüngst berichtete, herausgefunden, dass sich eine Einschränkung des Fettkonsums nicht lebensverlängernd auswirken würde!

Fettleibig, Gewicht, Verlust, Mann

In dieser Studie mit rund 135 000 Patienten war es sogar so, dass solche mit hohem Fettanteil in der Ernährung eine 23% niedrigere Gesamt-Sterblichkeit hatten, als jene mit niedrigem Fettkonsum, wobei die 20% Patienten mit dem höchsten Fettkonsum mit den 20% des niedrigsten Fettkonsums verglichen wurden. Allerdings kann man hier schon aufhorchen!

War es vielleicht so, dass die 20 % der Menschen mit dem niedrigsten Fettkonsum schlicht unterernährt waren – nicht nur mit Fett, sondern auch mit allen notwendigen Stoffen, die der Körper dringend braucht, wie Eiweiß, Vitaminen und Mineralien? Aber dazu später…

Wie ich Euch bereits in dem Artikel über diese Studie beschrieben habe, ging ein erhöhter Fett-Konsum von gesättigte Fettsäuren  mit einer 14% niedrigeren Sterblichkeit einher, bei den einfach ungesättigten Fettsäuren waren es 19% und bei mehrfach ungesättigten Fettsäuren konnte man eine 20 % ige Verringerung der Sterblichkeit feststellen!

Was man  also laut PURE-Studie ableiten kann, ist zumindest das, dass sehr strenge Fettrestriktionen wahrscheinlich unnötig sind und infolge davon auch fett-reduzierte Lebensmittel keinen Sinn machen. Denn eines dürfen wir nicht vergessen: Fett spielt bei vielen Stoffwechselvorgängen und Körperfunktionen, wie z.B. der Nervenfunktion, eine wichtige Rolle, abgesehen davon ist es ein Energiespeicher, der, zumindest in früheren Zeiten, aber auch heute noch in manchen Bevölkerungsgruppen immer noch Sinn macht.

Folgen des vermehrten Fettkonsumes/ der Fettleibigkeit

Andererseits hat Fettleibigkeit bekanntermaßen  viele Nachteile.  Auch, wenn die Bildung von Thromben in Gefäßen, wie wir seit einiger Zeit wissen, nicht einfach Fettablagerungen in Gefäßen sind und hauptsächlich auf Entzündungsvorgänge nach Verletzungen im Gefäß zurückgehen, sind Störungen des Fettstoffwechsels daran beteiligt. Thromben können  den Blutfluss stark behindern. Wer die Mechanismen noch einmal genau nachlesen möchte, kann das übrigens hier machen.

Fettleibigkeit an sich triggert die Risiken für Gefäßkrankheiten, abgesehen von oben genannten Dysbalancen des Fettstoffwechsels, auch auf einer anderer Ebene.

Der ganze Kreislauf muß Schwerstarbeit leisten, weil die Fettmassen ja auch versorgt und damit durchblutet werden müssen.  Es kommt zu einem Anstieg des Blutdrucks und durch das Fett auch zu hormonellen Veränderungen, da Stoffwechsel-Abläufe sowohl im Östrogen-, als auch im Insulinhaushalt verändert werden. Dadurch steigt indirekt auch das Risiko für Diabetes mellitus ….

Fettleibigkeit Fett Ernährungsberater Stad

Darüber hinaus kommt es auch zu  Schäden durch Ablagerungen des Fettes an und in den Organen  und das vermehrte Gewicht schwächt außerdem  die Gelenke.

Wer sich Fettleibigkeit nicht so recht vorstellen kann, überlegt sich, wie es wäre, wenn er alle Bewegungen mit einem 30 Kilo-Rucksack auf dem Rücken absolvieren müsste und was für eine Erleichterung es wäre, wenn er diesen Rucksack absetzen könnte …

Was offiziell von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlen wird

Deshalb bleibt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung bei ihrer Aussage, dass Fett nicht mehr als 30% der Nahrung ausmachen soll und auch die Verwendung fettarmer Milch wird explizit empfohlen. Dabei sollte man wertvollen Fetten mit einem günstigen Omega Drei zu Omega Sechs Anteil und möglichst wertvollen sonstigen Inhaltsstoffen den Vorzug geben. Dazu gehören Raps- und Walnussöl, Leinöl, aber auch ungesalzene Nüsse und auch Fisch.

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Studie aus Montreal von 2008, wie Fett und Fettmangel auf die Hefe-Zelle wirkt  -sogenannte „Small Molecules“ in der Zelle verzögern den Alterungsprozess !

Man weiß aber, im scheinbaren Gegensatz zu obigerPURE-Studie, dass Fette wie Cholesterin und Fettsäuren den Zelltod beschleunigen können. Diese Erkenntnis wurde von Mitarbeitern der Concordia-Universität in Montreal bestätigt, als sie ihre Studienergebnisse schon vor einiger Zeit  auf der Jahresversammlung der American Society for Cell Biology vorstellten.

Was passiert, wenn sich Fettsäuren in der Zelle sammeln?

So konnten sie zeigen, dass Fettsäuren, die sich in einer Hefezelle ansammeln, diese zum platzen bringen kann. Zuvor schwächen  aber die Fettsäuren die Abwehrmechanismen  der Hefezelle gegen molekularen Stress (sprich: freie Radikale), sodaß sie sich nicht mehr wehren kann, da sie schon deutlich geschwächt ist. Aber nicht nur das. Kommt es zum Zelltod, werden bestimmte Entzündungsstoffe in die benachbarten Zellen übertragen und schädigen diese auch!Cheeseburger Trinken Pommes Frites Lebensm

Was passiert bei Fettmangel mit der Hefezelle?

Danach prüfte das Team von Vladimir Titorenko, wie sich eine Fettmangelernährung auf die Fettverarbeitung in der Hefezelle auswirkt. Tatsächlich verbesserte sie sich und die Zelle wurde nicht geschwächt. Zudem wurden im   Inneren der Zelle fünf  Molekülgruppen („Small Molecules“) gefunden, die den Alterungsprozeß  auf zwei Arten verhindern können. Zum einen  verändern sie die Verarbeitung des Fettes, zum anderen können sie die Stressreaktion in den Kraftwerken der Zelle, den Mitochondrien, stärken.

Nutzen dieser Erkenntnisse

Die Mechanismen der Moleküle sollen nun helfen, die Langlebigkeit einer Zelle genauer zu erforschen. Vorstellbar ist aber auch, dass die ,,Small Molecules“  selbst als Medikamente  gegen altersbedingte ,,Fettstoffwechsel – Krankheiten“ (Herzerkrankungen, chronische Entzündungen oder Typ-2-Diabetes)  eingesetzt werden können.

Wie passen diese widersprüchlichen Daten zusammen?

Die oben in San Francisco vorgestellten Daten von 2008 legen nahe, dass viele Fettsäuren in der Zelle den menschlichen Körper schneller altern lassen. Die Pure Studie von 2017 wiederum entdeckte eine längere Lebenserwartung bei höherem Fettverzehr …

Wie passt das zusammen?

Wie so häufig liegt der Teufel im Detail! Denn wieder einmal werden Kausalitäten durcheinandergeworfen und Äpfel mit Birnen verglichen! Wieso? Oben habe ich es bereits angedeutet!

Tatsächlich! Wenn man sich die Mühe macht, die Orginal-Studie zu lesen, sieht man, dass ein großer Teil der Daten der Pure Studie, in der immerhin 135 Länder vertreten waren, aus Schwellen- und Entwicklungsländern stammt, wo kohlenhydratreiche Lebensmittel  eine geringere Mikronährstoffdichte aufweisen, als bei uns, die eben nicht den Nährstoffbedarf decken, wodurch diese Menschen schlicht mangelernährt sind!

Zum anderen sind die Lebensbedingungen und die medizinische Versorgung  in Entwicklungsländern wesentlich schlechter als in den westlichen Industrienationen, was natürlich auch eine wesentlich geringere Lebenserwartung mit sich bringt, was in der Studie nicht berüchsichtigt wurde, da nur das absolute Lebensalter vergleichen wurde, nicht die Abweichung vom durchschnittlichen Lebensalter im jeweiligen Land!

Was bedeutet das für unsere optimale Ernährung?

 

Obst, Platte, Herz, Frisch, Gesund, SüßMit unserem gesunden Menschenverstand haben wir ,,die optimale Ernährung eigentlich schon immer vermutet, auch wenn die Zuckerlobby lange Zeit den Fettkonsum für alle Malaisen verantwortlich machen wollte, obwohl  das so nicht ganz richtig war!

Kohlenhydrate

Wie wir nun wissen, ist nicht nur ein hoher Fettkonsum, sondern vor allem auch ein besonders hoher Kohlenhydratanteil mit hohem Zucker- und Weißmehlanteil in der Ernährung ungünstig!

Obwohl ich  bereits oben geschrieben habe, was sich die DGE  grobempfiehlt, möchte ich im Folgenden noch ein paar nicht ganz offensichtliche Fakten herausstellen, ohne Euch mit zuviel Basiswissen zu langweilen …

Fette

Hochqualitatives Fett wie Raps – und Walnussöl sollte zwar auch nicht im Übermaß verzehrt werden, allerdings kann es ohne Reue normal verwandt werden, wenn man ein Auge auf die Energiebilanz hat. Besonders gut ist sind auch Omega 3 Fettsäuren (Fisch, Rapsöl,…)

Butter

In diesem Zusammenhang habe ich eine gute Studie in der Fachzeitschrift Plos one darüber gefunden, dass sich die Verwendung von Butter kaum negativ auf die Lebenserwartung auswirkt, also in Maßen ohne Reue durchaus konsumiert werden kann.backen, bäckerei, brot

Obst und Gemüse

Den größten Anteil in unserer westlichen Welt sollte (wen wunderts?) Obst und Gemüse ausmachen. Dabei wird ein hoher Rohkostanteil von vielen Menschen nicht optimal vertragen und auch bei manchen Lebensmittel wie z.B. Tomaten oder Karotten ist für den Aufschluß der Nährstoffe gedünstetes Gemüse günstiger.

Auch die Aussage, Obst nicht schälen zu müssen, ist relativ zu sehen! Zum einen sind oft kleine Fäulnisstellen in der Schale, zudem auch z.B. bei Äpfeln viel Fruchtwachse, die sich bei größerer Verzehrsmenge in der Leber absetzen können. Auch sind in der Schale wie auch in der Rohkost zwar viele unverdauliche Ballaststoffe, andererseits können diese den Magen-Darmtrakt aber auch über längere Zeit belasten und müde machen. Zudem können sie Fehlgärungen hervorrufen, die zu unangenehmen Flatulenzen führen können!

Ein weiteres Problem kann eine Fructoseintoleranz sei, über die ich übrigens hier berichtet habe.

Obst sollte natürlich auch nicht zu süß sein, da wir sonst zuviel Zucker über Obst aufnehmen! Sehr süß sind z.B. Weintrauben, Mandarinen oder auch Bananen …

Qualität

Hohe Qualität von allem, was wir zu uns nehmen, ist wichtig! Schimmel und Fäulnis können nicht nur zu schweren Akutkrankheiten führen, sondern auch krebserregend sein

Individualität

Was für uns optimal ist, hängt von den Lebensumständen und unserer Konstitution ab!

Insbesondere der Nährstoff- und Kalorienbedarf muß an den Menschen angepasst sein! Ein Bauarbeiter hat andere Anforderungen als einBüromensch, eine Schwangere und Kinder andere als Greise oder Menschen in besonderen Belastungssituationen, wobei oft vergessen wird, dass sich gerade auch  im Alter die Stoffwechselvorgänge und Bedürfnisse signifikant ändern! Die Kalorienzufuhr sinkt, allerdings ist oft die Versorgung an Vitaminen und Mineralien nicht optimal! Dazu muss man wissen, dass der Stoffwechsel langsamer abläuft un sich Krankheiten wie Übergewicht und Diabetes oft anfangs unbemerkt einschleichen! Zudem ,,vergessen“ ältere Menschen tatsächlich gerade bei Hitze manchmal das Trinken, was dann zur gefährlichen Blutverdickung führen kann.

Flüssigkeit

Allerdings gibt es auch bezüglich der Flüssigkeitsaufnahme einige Mißverständnisse! Denn zuviel Trinken erniedrigt die  Salzkonzentration im Blut. Ist ein bestimmter Wert unterschritten, drohen Muskelschwäche, Desorientierung oder epilepitsche Anfälle. Im schlimmsten Fall kann es zu Herzversagen oder einem Hirnödem kommen.

Zitronenwasser Limonade Glas Zitrone Trink

Der Richtwert der DGE sind etwa 1,5 Liter. Natürlich kann dieser Wert schwanken. In der Regel ist das eigene Durstgefühl ein guter Ratgeber, wenn es um die Trinkmenge geht. Mehr als 3 Liter sollten aber  unter normalen Umständen nicht konsumiert werden! Eine Ausnahme bilet extreme körperliche Belastung, bei der der Körper über längere Zeit (Stunden) sehr stark schwitz wie bei Extremsportlern gelegentlich anzutreffen. Dann ist eine Versorgung mit sogenannten isotonischen Getränken sinnvoll, die eine ähnliche Zusammensetzung der Elektrolyte wie das menschliche Blut aufweisen und so nicht zur Wasservergiftung führen.

Ansonsten ist Wasser das gesündeste Getränk!

Aminosäuren (Eiweiß)

Ein wichtiger Anteil an einer langen Jugendlichkeit der Zellen hat auch eine hochwertige Versorgung mit Eiweiß (Aminosäuren), denn aus ihnen bestehen nicht nur unsere Muskeln, sondern auch unser gesamtes Erbgut und viele anderen Strukturen!

Mageres Fleisch und Fisch spielen hier neben Eiern und Milchprodukten eine große Rolle, wobei auch Linsen und andere Hülsenfüchte Eiweiß enthalten. Die Eier enthalten zwar Cholesterin, allerdings wird davon nur etwa die Hälfte auch in den Köper aufgenommen und andererseits ist es geradezu ein Super-Food mit unheimlich vielen Nährstoffen, da es alles das enthält, aus dem auch ein kleines Kücken wachsen könnte! Gerade  für Vegetarier kann auch Soja den Speiseplan sinnvoll erweitern! Allerdings muß man auch hier besonders auf Wertigkeit achten! Ob gentechnisch hergestellte Produkte wirklich schädlich sind, weiß ich bis heute nicht. Allerdings macht man nichts falsch, wenn man darauf verzichtet! Wer hier wirklich gute Studien kennt, kann mir gerne Links schicken!

So, und damit komme ich auch zum Ende dieses ,,Updates“ über die optimale Ernährung!  Ich hoffe, dass das ein oder andere Neue , Interessante für Euch dabei war! Gerne könnt Ihr mir über Eure Erfahrungen berichten!

So bleibt mir, Euch ein wunderschönes Wochenende und Guten Appetit bei vielen gesunden Köstlichkeiten zu wünschen, wie sie zum Beispiel mein lieber Freund Arno von Rosen (,,Rosen kocht“) und viele anderen tollen Food-Blogger vorstellen,

Alles Liebe,

Eure Nessy