Alterungsprozess zwischen 40 und 60 Jahren, Unterschiede bei Mann und Frau, interessante Fakten und Tipps …

Das Altern nervt unserer Gesellschaft. Am liebsten würden wir immer jung bleiben … Auf was wir uns einstellen müssen, wenn wir altern, wie sich das Altern bei Mann und Frau unterscheidet, welche Ursachen dashinter steckenund was man (zumindest optisch) tun kann, um jünger zu wirken, wird im diesem Artikel erläutert.

(Dieser Artikel dient lediglich der Information über den Einfluss verschiedener Faktoren auf den Muskelschwund und soll nicht die bei jeder Behandlung notwendigen, individuelle Beratung des Arztes ersetzen. Denn je nach den individuellen Gegebenheiten kann sich eine Therapie als geeignet oder nicht erweisen, weshalb insbesondere auch die Indikationsstellung und Durchführung einer Hormonersatztherapie in ärztliche Hand gehören.)

Der Alterungsprozess

,,Frauen in den Wechseljahren sind medizinisch unterversorgt!“

stellte Professor Petra Stute von der Uniklinik Bern bereits beim FOKO (Berufs verbandsfortbildungskongress) 2017 fest. Dies war ein längst fälliger Hinweis dafür, dass sich viele Ärzte der betroffenen Fachrichtungen, neben den Gynäkologen und dem Hausarzt auch Internisten und Orthopäden, immer noch viel zu wenig mit den Auswirkungen des Alterns beziehungweise der Wechseljahre auf den ganzen Organismus der Frau und dessen optimale Unterstützung in dieser Zeit und auch ,,danach“ beschäftigen.

Und der Mann?

Allerdings könnte man dies fast genauso gut von Männern behaupten. Zwar sinken beim Mann die Hormone viel gleichmäßiger. Unter auch unter den typischen körperlichen Wechseljahresbeschwerden, wie sie häufig bei Frauen durch deren Östrogenabfall eintreten, wie Schweißausbrüche, Hitzewallungen, etc. leidet er kaum, wobei das Überschreiten des ,,Zenits“ nicht selten auch psychisch verkraftet werden muss. Und wenn wir ehrlich sind, fängt der Mann sogar früher an, zu altern, weil er weniger vom Schutz des Östrogens profitiert als die Frau.

Bei der Frau fängt das Östrogen relativ rasch, meist zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr, an zu sinken.

Dann kommt es zum sogenannten ,,Klimakterium“, das meistens damit verbunden wird, dass es bei Frauen um die 50 zu Zyklusunregelmäßigkeiten, Schwankungen der Blutungsstärke und zu einer Veränderung der Psyche, ähnlich der Pubertät, kommt.

Was passiert beim Altern?

Der Beginn

Dabei beginnen die Veränderungen im Körper schon wesentlich früher, genau genommen sogar schon vor der eigentlichen Geburt, denn ab dem Zeitpunkt des Entstehens sterben auch wieder Zellen ab. Viele von ihnen wachsen wieder nach, aber bei jeder Replikation, so nennt man die Vervielfältigung des Erbguts bei der Zellteilung, können sich Fehler einbauen. Diese können oft durch Reperaturmechanismen beseitigt werden. Wenn der Schaden zu groß ist, kann auch ein sogenanntes Apoptose-Programm ablaufen, bei dem sich die Zellen selbst umbringen können. Es kann aber vorkommen, dass sich Fehler quasi unbemerkt einbauen, indem sich bei Teilen des Erbgutes die Abfolge der Aminosäuren (Aminosäuresequenz), aus denen es besteht, verändert.

So nimmt die Qualität des Erbgutes (DNA), welches in jeder Zelle unseres Körpers vorhanden ist, im Laufe der Zeit ab. Zudem können sich die Zellen nicht ewig teilen – je nach Zelle etwa 120 mal. Dies liegt an den sogenannten Telomer-Kappen, die sich bei jeder Teilung verkürzen. Wenn sie aufgebraucht sind, kann sich die Zelle nicht mehr teilen und stirbt nach einer Weile ab. Sichtbar werden ,,die Zeichen der Zeit“ bzw. des Alterns bereits ab 25-30 Jahren, was sich beispielsweise durch ersten Fältchen oder einer beginnender Konditionsschwäche zeigt. Während man mit 20 Jahren eine durchwachte Nacht mit einem kleineren oder auch mal größerem Kater locker wegsteckt, fällt das mit 30 schon bedeutend schwerer.

Folgende Faktoren lassen den Menschen schneller altern:

  • Fehl-oder Mangelernährung und dessen Folgen, vor allem Übergewicht führ zu vielen lebensbedrohenden Folgeerkrankungen wie Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes Typ II
  • Schlafmangel
  • ,,stressiger“, unsteter Lebenswandel
  • Unglück, Depression
  • Süchte wie Rauchen, Alkohol (durchschnittlich mehr als ein Glas Alkohol täglich), aber auch anderes exzessives Konsumverhalten (Bulimie, Computer-Sucht, …)
  • Erkrankungen, die die Funktion des menschlichen Organismus herabsetzen, z.B. konsumierende Erkrankungen, wie Tumore oder bösartige Bluterkrankungen, Erbkrankheiten wie Progerie, Erkrankungen des Hormonsystems (z.B. MEN) oder Endometriose (Versprengung von Gebärmutteraschleimhaut im Bauch außerhalb der Gebärmutter)
  • bestimmte Operationen, die den Körper soweit schwächen, dass er sich nicht vollständig davon erholen kann, oder solche, die die hormonelle Regulation beeinflussen
  • Schlafmangel oder ein unsteter Lebenswandel lassen den Menschen schneller altern.
  • fälschliche Medikamenteneinnahme
  • verfrühter Tod in der Familie (Erbfaktor)

1. Veränderungen im Körper zwischen 40 und 60 Jahren

bei Frauen

Mittlerweile eine Binsenweisheit, dass es um den Eintritt in die Menopause der Frau physiologischerweise zu vielen Veränderungen des Körpers kommt, die, in ihrer Gesamtheit gesehen, nicht nur die Lebensqualität senken, sondern auch dern Alterungsprozess vorantreiben.

Der Beginn des Alterns …

Wird spätestens ab etwa 35 ,,sichtbar“.

Meistens wird ,,Klimakterium“ damit verbunden, dass Frauen um die 40- 55 Jahren neben Zyklusunregelmäßigkeiten oft Schwankungen der Blutungsstärke und eine Veränderung der Psyche, ähnlich der Pubertät, beklagen, die mit Stimmungsschwankungen, Depressionen, Müdigkeit und Lustlosigkeit einhergehen kann. Auch Schlafstörungen und Hitzewallungen sind häufige Begleiter dieser Umstellungsphase.

Abnahme der Fruchtbarkeit

Dabei beginnen die Veränderungen im Körper schon wesentlich früher, was sich beispielsweise in einer Verminderung der Fruchtbarkeit ab dem 30. Lebensjahr zeigt. Aber bereits bei einer 25 bis 30-jährigen Frau liegt Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, pro Zyklus gerade mal bei durchschnittlich 23 Prozent und bei einer 35-jährigen Frau nur noch bei 16 Prozent, d.h. nur ein von 6 Frauen wird pro Zyklus schwanger, wenn sie dies anstrebt. Mit 40 liegt die Wahrscheinlichkeit bei 5% pro Zyklus (eine von 20 Frauen) Mitte 40 sind dann die meisten Frauen unfruchtbar.

Während der Mann lebenslang Spermien produzieren kann, ist die Anzahl der Eizellen bei der Frau bei der Geburt bereits festgelegt und sie unterliegen einem Alterumsprozess. Sie beträgt etwa eine Million. Zu Beginn der Pubertät sind es noch etwa 300.000 Stück, wovon im ganzen Leben nur etwa 300 Stück einen Eisprung erleben. Ab dem 35. Lebensjahr beschleunigt sich der Abfall gesunder Eizellen enorm. Weil die Eizelle einem Alterungsprozess unterliegt der zur Rückbildung des größten Teils führt, kann man übrigens auch nicht länger schwanger werden, wenn man die sogenannte Pille nimmt, die den Eisprung unterdrückt.

Ein signifikanter Mangel an Hormonen macht sich allerdings meist erst im Alter zwischen 35 und 40 Jahren, zuerst nur durch einem Abfall des Gestags, bemerkbar. Später, etwa im Alter zwischen 40 und 50 Jahren, sinkt dann auch der Östrogenspiegel. Daneben kommt es während des Alterungsprozesses aber auch zu einem Absinken der anderen Hormone, wie des Cortisolspiegels oder der Schilddrüsenhormone.

Bedeutend für den Alterungsprozess: Das Abfallen wichtiger Hormone

Im Alter zwischen 35 und 40 Jahren kommt es dann bei Frauen zu einem signifikanten Abfall des Gestags. Später, etwa im Alter zwischen 40 und 50 Jahren, sinkt auch der Östrogenspiegel. Daneben kommt es während des Alterungsprozesses aber auch zu einem Absinken der anderen Hormone, wie des Cortisolspiegels oder der Schilddrüsenhormone.

Die Folgen der Hormonabfälle

… führen zu einem Alterungsprozess des gesamten Körpers, der sich in Stoffwechsel- und Organveränderungen, beispielsweise auch des Herz-Kreilaufsystems, manifestieren. Wenn nicht entsprechend agiert wird, kommt es zudem leicht zu einem Knochenschwund (Osteoporose). Man weiß, dass diese Dysfunktion der Osteoblasten- /Osteoklasten-Aktivität, also des Auf- und Abbaus des Knochens, mit einer Verminderung der Knochedichte einhergeht. Es gibt zahlreiche Studien, die zeigen, dass sich das dadurch erhöhte Fraktur-Risiko durch vielerlei Präventivmöglichkeiten, wie beispielsweise Sport, Ernährung und Last not least die Hormonersatztherapie (HRT) bei der Frau deutlich verlangsamt, wenn nicht gar verhindert wird. Diese Maßnahmen wirken aber auch der Gewichtszunahme und dem Abbau der Muskeln entgegen.

Wechseljahresbeschwerden der Frau

psychischen Probleme

wie

  • Stimmungsschwankungen bzw.
  • Depressionen, was sich in
  • Lustlosigkeit,
  • Müdigkeit,
  • Antriebslosigkeit oder auch in
  • Schlafstörungen der
  • Wutausbrüchen manifestieren kann.

sowie die

physische Probleme

wie

  • Schweißausbrüche,
  • Nachlassen der Libido,
  • Spannkraft des Bindegewebes nimmt ab, Erschlaffung der Haut
  • Fehlende Schleimhautbefeuchtung im vulvo-vaginalen Bereich
  • allgemeine Trockenheit der Haut,
  • Schleimhäute,
  • Nägel und
  • Haare
  • Haarausfall,
  • Verdauungsbeschwerden, z.B. Neigung zur Opstipation, letzt endlich
  • Herabfahren aller körperlichen Prozesse. Neben der
  • Osteoporose und
  • Bindegewebsschwäche wissen die Ärzte oft auch, dass
  • die Periode nocheinmal sehr stark werden kann, teils durch nicht selten vorhandenen
  • Myome, teils auch durch die
  • mangelnde Progesteronfunktion, wodurch der
  • Eisprung immer häufiger unterbleibt und zum
  • frühzeitigen und verlängertem Abbluten der Schleimhaut führt. Auch
  • häufige Entzündungen treten in dieser, für die Frau oft mit einer
  • Umstellung des gesamten Organismus verbundenen, Zeit auf. So sind
  • Entzündungen der Schilddrüse (gehäuft Auftreten der Hashimoto-Thyreoditis de Querverain) sowie
  • Scheiden- und Blasenentzündungen häufig, ebenso wie eine
  • Gewichtszunahme von etwa 5-10 kg und eine sich meist etwas später, um das 70. Lebensjahr manifestierende
  • Osteoporose. Allerdings wird auf weitere Auswirkungen des Altersprozesses bei Frauen, wie beispielsweise der
  • signifikante Muskelschwund bei der Versorgung der peri- und postmenopausalen Frau, wie auch der meist mit
  • Anfang/Mitte 60 auftretenden möglichen Probleme des Herz-Kreislaufprobleme, häufig noch zu wenig eingegangen.

Unterschiede bei Frauen und Männern

Bei Frauen werden häufiger als bei Männern Herzinfarkte übersehen, weil sie oft ganz andere, oft umfassendere Schmerzen (beispielsweise in den Arm/Rücken/Magen oder Kiefer ausstrahlend) angeben, während Männer meist in der Herzgegend Probleme angeben. Zudem wird der Mann, wenn er starke Beschwerden angibt, leider immer noch ernster genommen als eine Frau, die leider immer nochzu häufig mit relative harmlosen Verdachts-Diagnosen wie ,,funktionelle Dysfunktion“ oder ,,Verdacht auf Stressulcus“ mit ein Paar Beruhigungs-oder Magentabletten nach Hause geschickt wird.

Allerdings kommt andererseits der Mann oft ein wenig zu kurz, wenn es um seine psychischen Veränderungen und auch um Folgen seines Testosteronabfalles und damit häufig auch der Manneskraft kommt. Auch die häufig vergrößerte Prostata, die dem Wasserstrahl doch oft ein wenig der Flussgeschwindigkeit nimmt, bleibt oft, aus Gründen der Scham und Peinlichkeit, im Verborgenen, weil diese Probleme schlicht und ergreifend nicht – oder nicht früh genug -angesprochen werden. Dabei ist die schwindende Haarpracht, als meist erstes Zeichen des Alters, das oft schon ab Mitte 20 ein Thema bei Arztbesuchen ist, vergleichsweise harmlos gegenüber diesen in der Regel erst mit Anfang/Mitte 40 beginnenden Problem.

2. Spezifische Veränderungen im Körper des Mannes zwischen 40 und 60 Jahren

Natürlich sind auch Männer in diesem ,,kritischen Alter“ von Hormon-Veränderungen betroffen. Oft schon ab 20 Jahren bemerken sie den Ausfall der Haare. Allerdings ist dafür nicht der Abfall, sondern das Vorhandensein des Hormons Testosteron verantwortlich. Sogesehen ist es eigentlich kein Zeichen des Alters, sondern der ,,Männlichkeit“, was denen, die mit ihren weniger werdenden Haaren hadern, durchaus als Trost dienen kann! Deshalb enthalten manche Mittel gegen Haarausfall übrigens auch Finasterid, dass die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT) hemmt. DHT hemmt nach dem aktuellen Forschungsstand bei bestimmten Haarfollikeln die Wachstumsphase. Allerdings kann es bei diesem Mittel auch zu Libidostörungen kommen, …

Aber kommen wir zurück zu der Hormonalterung bei Männern. Ihnen bleibt glücklicherweise die rasanten Hormonschwankungen der Frauen (und ihren Folgen) in dieser Zeit erspart, denn Prozess des Alterns verläuft bei ihnen etwas gleichmäßiger. Leider erklärt das auch das statistisch gesehen etwas frühere Eintreten von Herz-Kreislauferkrankungen, da der Östrogen-Schutz insgesamt wesentlich geringer ist und dafür das Testosteron die Vorherrschaft innehat. Deshalb wirken Frauen um die 45 manchmal etwas jünger als ihre gleichalten Partner, was sich allerdings meist etwa ca. 5-10 Jahre nach Eintritt der Menopause wieder ändert, wenn die Frau in der entscheidenden Zeit nicht mit einer Hormoneinnahme angefangen und/oder in ihr Inneres und Äußeres etwas ,,mehr“ investiert hat. Letzteres können Männer natürlich auch, was sie allerdings häufig immer noch als unmännlich abtun. Aber, liebe Männer, soo aufwändig ist es auch wieder nicht – und viel gehört auch nicht dazu! Die wichtigsten Tipps diesbezüglich klingen simpel, sind aber, wie auch bei Frauen, etwas tricky in der Umsetzung. Hier habe ich als kleiner Bonus die Basics der Hautpflege für Euch, liebe Männer:

  1. Eine positive, aktive Lebenseinstellung pusht das Immunsystem! Also, vergrabt Euch nicht in Arbeit, sondern macht ab und zu Dinge, die Euch wirklich gefallen und wichtig sind! Schöne Dinge tun Euch gut, wie auch eine ,,innere Leichtigkeit“, mit der man ab und zu auch einmal über sich selbst lachen kann und mit deren Hilfe man andere zum Lachen bringt! Auch ,,jeden Tag eine gute Tag“ trägt zum eigenen Wohlergehen (fast) genausoviel bei wie zu dem Wohl desjenigen, der von unserer Tat profitiert hat. Hintergrund: Lebendige, fröhliche Augen wirken besonders jung!

Die Hautpflege für Männer – ein ungeliebtes Thema ….

  1. Wichig ist, dass Du Deinen Hauttyp kennst. Dazu musst Du meist nicht einmal zur Kosmetikerin. Ein paar Merkmale reichen schon, um die Haut grob einzuschätzen.
  • Trockene/ empfindliche Haut: Die Haut spannt leicht, juckt auch öfters oder ist gerötet. Sie benötigt täglich ist 2x am Tag eine Männer-Gesichtsreme mit morgendlichem Lichtschutz, die Fett und Feuchtigkeit enthält. Nach dem Duschen ist eine Körperlotion für den Body angesagt! Für den Fall, dass die Haut besonders trocken, ja geradezu ,,durstig“ ist, halte ein sogenanntes Feuchtigkeitsserum in Petto. Es polstert die Haut auf. Dies ist zum Beispiel im Flugzeug wichtig! Wenn die Haut dazu empfindlich ist, gibt man noch eine Fettcreme (zum Beispiel aus der blauen Dose) darüber. Diese Creme eignet sich auch gut für Ellenbogen, Knie und Fußsohlen.
  • Normale Haut: Die Haut macht Dir eigentlich keine Probleme, Du leidest fast nie unter Pickelchen oder Spannungsgefühlen. Gratulation! Benutze dennoch für das Gesicht eine auf Männerhaut abgestimmte Feuchtigkeitscreme oder Gesichtslotion, morgens mit Lichtschutzfaktor. Alle paar Tage eine Bodylotion, an trockene Stellen öfters, ist kein Luxus. Treten erste Fältchen auf, kannst auch Du zu Seren greifen.
  • Fettige Haut: Deine Haut glänzt manchmal etwas (damit ist nicht der Glanz vom Schwitzen gemeint) und als Teenager (und vielleicht noch heute ab und zu) hattest/hast Du Probleme mit unreiner Haut gehabt.Obwohl der ,,fettige Typ“ oft erst relativ spät Fältchen bekommt und eigentlich am wenigsten Fett braucht, ist er der komplizierteste Hauttyp. Fettcreme ist im Gesicht nix für Dich, genausowenig wie übrigens scharfe Gewürze im Essen. Ab und zu, wenn die Luft trocken ist, kannst Du eine leichte Feuchtigkeitscreme oder ein Serum, wenn möglich auf Dein Hautproblem abgestimmt, verwenden. Auch für Dich ist Sonnenschutz wichtig. Wenn Du mit ein paar Tricks gut klar kommst, ist alles okay. Ist die Haut aber entzündlich verändert, empfiehlt sich der Besuch beim Hautarzt. Ein salicylhaltiges Pflegeprogramm und bestimmte Anwendungen der Kosmetikerin kann das Hautbild merklich verbessern!

Warum steht bisher hier nichts über die Reinigung?

Jede Reinigung zerstört zu einem gewissen Grad den Säureschutzmantel der Haut. Keime haben es leichter, einzudringen, die Haut trocknet aus. Wenn Ihr zu der Spezies Mann gehört, die mindestens einmal täglich unter die Dusche gehen und dabei ab und zu den ganzen Körper inclusive Haare mit einem sparsam verwendeten, hochwertigen Kombinations-Body/Hair-Shampoo (zum Beispiel mit Colostrum) abwascht, bekommt auch das Gesicht genügend warmes Wasser ab, um gereinigt zu werden. Es löst den normalen Schmutz aber auch am Körper. Lediglich Stellen, an denen man häufig schwitzt und /oder ,,müffelt“ vertragen häufiger eine Behandlung mit Tensiden. Kosmetikprogramme sind deshalb vor allem bei Problemhaut eine Option. Dies gilt übrigens zu einem gewissen Grad auch für Frauen. Allerdings verhält sich die Sache bei der Verwendung von Make Up etwas anders. Dieses erfordert abends eine relativ gründliche Reinigung. Hier hat sich das Micellenwasser bewährt, weil es die Fettreste problemlos aus den Poren lösen kann.

Was kann der Beautydoc machen, was einfach ist und nicht so auffällt?

Natürlich verlängert in der Regel nichts, was der Beautydoc macht, die Lebensspanne. Er kann aber manchmal durchaus zum Wohlergehen beitragen, weil er heutzutage mit relativ einfachen Mitteln das jugendliche Aussehen verlängern kann. Und, machen wir uns nichts vor: Natürlich schaut man hübsche, gepflegte Menschen meist etwas lieber an als ungepflegte. Wobei es, wie es der vorherige Satz mit impliziert, meist gar nicht auf objektive Schönheit mit genauer Symmetrie ankommt, sondern auf ein gepflegtes, ,,angenehmes“ Auftreten. Einer freundlichen, hübschen Verkäuferin schaut man(n) doch häufig gerne auch ein bißchen länger zu …

Also … das einfachste, um tatsächlich jünger auszusehen, wenn sich die ersten Fältchen in kleinere Gräben verwandelt haben, sind diverse Unterspritzungen. Sei es mit sogenannten Fillern, die einfach ausgedrückt, Substanzen wie etwa Hyaluron unter die Haut spritzen, die dann dort beispielsweise Falten aufpolstern oder Unebenheiten ausgleichen. So kann ein guter Doc das Gesicht modellieren. Das klappt zugegeben, nicht schlecht. Falten, die auf einer häufigen Bewegungswiederholung beruhen, wie zum Beispiel die sogenannte ,,Zornesfalte“in der Mitte der Stirn über der Nase, behandelt man einfacherweise damit, dass man die betroffene Muskeln für ein paar Monate ,,lahmlegt“. Ja, Ihr habt richtig gelesen. Es handelt sich meist nur um Monate, die ein Behandlungserfolg sichtbar bleibt. Die Kosten belaufen sich indes auf mehrere Hundert Euro. Ernsthafte Nebenwirkungen sind selten, aber nicht gänzlich ausgeschlossen. Um das Risiko zu minimieren, sollte man sich an rennomierte Ärzte wenden, auch wenn diese vielleicht etwas teurer sind.

Schönheits-Op´s

sind dagegen dauerhafter, können aber auch einmal ein unerwünschtes Ergebnis haben . Es ist für einen Chirurg nicht einfach vorauszusehen, wie das Geweben heilt. Das A und O ist wieder die Erfahrung des Arztes. An erster Stelle stehen, neben den Brust-Op´s, die auch schon von relativ jungen Damen in Anspruch genommen werden, im Alter zwischen 40 und 60 Jahren die Lid-Op´s. Sogenannte Schlupflider oder Tränensäcke machen ein Gesicht oft charakteristisch. Mitunter stören sie aber auch ein wenig das Spiegelbild und wenn Schlupflider über die Lidgrenze hängen, auch die Sicht. Die Op ist in geübter Hand ein relativ schneller, komplikationsarmer Eingriff. Mit sichtbaren Blutergüssen ist für etwa zwei Wochen zu rechnen. Pro Lid braucht ein guter Doc etwa 15-20 Minuten. Das heißt, macht er nur die Oberlider ist (mit Vor- und Nachbereitung) nach etwa einer Stunde alles vorbei, macht er Ober- und Unterlider, etwa nach eineinhalb Stunden. Man braucht nicht unbedingt eine Voll-Narkose, meist wird nur lokal ein Anästhetikum unterspritzt und auf Wunsch eine Sedierung vrabreicht. Nach etwa 1-2 Wochen sind die Schwellungen zurückgegangen und man erkennt langsam, wie die Operation den Gesichtsausdruck verändert hat. Eine weitere häufig durchgeführte Op ist tatsächlich die Haarverpflanzung bei Männern und die Entfernung der ,,Merkel“-Falten (Hängebäckchen) bei beiden Geschlechtern. Dies ist dann schon die nächste Stufe … Ob und wie weit Du in dieser Beziehung gehen möchtest, musst Du Dir gut überlegen. Denn wichtig ist doch, sich in seiner Haut wohl zu fühlen – dann ergibt sich auch ein ,, junges“ Gefühl!. Eine OP kann nur ein paar Äußerlichkeiten ,,retuschieren“, das lebensfrohe Gefühl aber muss aus Dir selbst kommen!

Was bewirken die Hormonabfälle ?

Die Folgen dieser Hormonabfälle führen zu einem Alterungsprozess des gesamten Körpers, der sich in Stoffwechsel- und Organveränderungen, beispielsweise auch des Herz-Kreilaufsystems, manifestieren. Wenn nicht entsprechend agiert wird, kommt es zudem leicht zu einem Knochenschwund (Osteoporose), der allerdings wieder etwas häufiger Frauen betrifft. Dies liegt wiederum im Homonmuster begründet.

Durch eine Dysfunktion der Osteoblasten – Osteoklasten-Aktivität, also des Auf- und Abbaus des Knochens, kommt es zu einer Verminderung der Knochedichte. Es gibt zahlreiche Studien, die zeigen, dass sich das dadurch erhöhte Fraktur-Risiko durch vielerlei Präventivmöglichkeiten, wie beispielsweise Sport, Ernährung und Last not least die Hormonersatztherapie (HRT) bei der Frau deutlich verlangsamt, wenn nicht gar verhindert wird. Diese Maßnahmen wirken übrigens auch der Gewichtszunahme entgegen, wobei es anfänglich in den ersten ein bis zwei Monaten, durch die ,,Durchsaftung“ und das wieder ansteigende Östrogen im Körper zu etwa zwei Kilo Gewichtszunahme kommen kann. Allerdings wird dies in den nächsten Monaten erfahrungsgemäß wieder kompensiert und das Gewicht erreicht mit ein wenig Achtsamkeit leichter wieder Werte wie vor den Wechseljahren. Zudem wirkt der angehobene Östrogenspiegel dem Abbau der Muskeln entgegen.

Wobei man nicht oft genug erwähnen kann, dass es, wie die Erfahrung zeigt, auf die Art des Östrogens ankommt. Dabei ist einer transdermale Applikation eines naturidentischen Hormons, sei es als Pflaster, Gel oder Spay, den Vorzug zu geben. Denn frühere Studien, die beispielsweise auf ein erhöhtes Brustkrebsrisiko durch die Östrogeneinnahme hindeuteten (Nurse Health Study), wurden mit equinem Östrogen gemacht, das aus Pferdeurin gewonnen wurde. Man vermutet, dass bei bioidentischen Hormonen die unerwünschten Nebenwirkungen niedriger sind. Dies konnte aber, zumindest nach dem hier vorliegnedem Studienmaterial, weder bestätigt noch wiederlegt werden konnte.

Eines dürfen wir beim Umgang mit sogenannten Altersleiden jedoch nicht vergessen: Mit einer zunnehmenden Verlängerung der Lebenserwartung müssen wir uns auch auf immer häufigere Altersleiden einstellen. Das Problem besteht erst seit etwa 200 Jahren, denn davor wurden die Menschen durchschnittlich nur 30 Jahre alt. Durch vernünftigen Umgang mit den bisher gewonnenen Erkenntnissen können wir jedoch nicht nur die Lebensspanne, sondern auch die Lebensqualität deutlich verbessern. Auch, wenn es sicherliche viele Schicksalsschläge und Zufälle gibt: Statistisch gesehen liegt es zum großen Teil an uns selbst, wie wichtig uns der Erhalt unserer Körperfunktionen ist und was wir bereit sind, dafür zu tun!

Also investieren wir ein wenig Zeit, Geld und Willen, unseren Körper nach Möglichkeit optimal zu unterstützen, damit er alles erhält, um seine Funktionen möglichst lange zu erhalten!

Und nun wünsche ich Euch eine wunderschöne Woche. Und denkt daran: Ihr seid so jung, wie Ihr Euch fühlt! Alles Liebe, Nessy

4 Kommentare zu „Alterungsprozess zwischen 40 und 60 Jahren, Unterschiede bei Mann und Frau, interessante Fakten und Tipps …

  1. Bis 50 war bei mir nur Happy Life, ohne Pillen und andere Gebrechen, doch dann schlug die mangelnde Sorgsamkeit um meinen Körper erbarmungslos zu, leider. Heute ernähre ich mich viiiiel besser, ausgewogener und ehrlicher und die körperliche Fitnis, die mit 50 überhaupt nicht mehr vorhanden war, ist besser als mit 40, aber im Gegensatz zur Jugend, wo ein paar Monate Training ausgereicht haben, um in Topform zu kommen, hat es ab 50 etwa 3 Jahre gedauert, mal 10 km ohne Schweißausbruch zu schaffen. Wenn man mal an dem Punkt war, lässt man es nicht wieder schleifen und mir helfen dabei die Hunde, da macht Bewegung noch mehr Spaß. Danke für die tollen Bericht Dr. Nessy!

    1. Lieber Arno! Bewundernswert … So weit bin ich (noch?) lange nicht … Dazu gibt es zu viele Sachen, die ich furchtbar (im wahrsten Sinne des Wortes!) gerne esse! Eine tolle neue Woche, Nessy

  2. I’ll start my comment with „Really interesting advice“.
    I’m in 47 year, this topic is useful for me and let me add
    Exercising is necessary to reach old age
    One of the benefits of regular exercise is that it may protect or reduce the chances of developing some diseases, especially degenerative and motor diseases, and it also delays the development of age-related diseases, including:
    Hypertension , diabetes , arthritis , Osteoporosis all of these are diseases of old age
    As for the skin:
    premature wrinkles
    *************************
    Smoking can accelerate skin aging, which contributes to the appearance of wrinkles.
    The more cigarettes you smoke per day, the more wrinkles will appear on the skin.
    This happens because the nicotine in cigarettes may cause the blood vessels in the layers of the skin to narrow, impairing blood flow in the skin and reducing the amount of oxygen and nutrients it needs to stay hydrated.
    yellowing of the skin
    *************************
    The nicotine in cigarette smoke is absorbed through the skin and the mucous lining of the mouth and nose. This is also accompanied by an unpleasant odor, in addition to discoloration of the skin in a color that mimics the abhorrent yellow.
    And from the foregoing, allow me to give you a piece of advice: Protect yourself with sports – Quit smoking.
    Have a Nice Times
    Mahmoud

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