Corona : Beschränkung im Alltag, aber auch neue Chance!

Hallo Ihr Lieben!

Als ich die Rede unserer Bundeskanzlerin hörte, musste ich an manchen Stellen doch bitter auflachen … dachte ich an unseren seit fast einer Woche leeren Briefkasten (wir müssen unsere Post am Postamt abholen), an die leeren Regale in unseren Supermärkten, an die Schlangen vor dem Drogeriemarkt vor der Öffnung – um Klopapier zu ergattern! Alles laut Angela Fälle, die nicht eintreten werden, dabei SIND manchen bereits eingetreten, wenn auch längst nicht überall!

Die ,,Vernünftigen“ unter uns haben keine Vorratshaltung betrieben … Und auch ich wäre mir blöd vorgekommen, Klopapier ,,auf Halde“ zu kaufen ! Hätte ich ´mal lieber an die Möglichkeit der ,,Self fullifying prophecy“ gedacht, dann müsste ich nun nicht Kosmetiktücher auf meinem privaten Örtchen verwenden, von denen ich heute morgen die 3. und 4. letzte Schachtel in unserem Supermarkt ergattert habe. Zugegeben hatte ich anfangs tatsächlich alle 4 Schachteln genommen, aber sogar dabei ein so schlechtes Gewissen gehabt, als ich das traurige Gesicht der Omi gesehen habe, die ganz leer ausgangen wäre, sodass ich ihr und einem genauso betrippst schauendem Ehepaar je eine Schachte abgab. Die zwei Schachtel behielt ich. Schließlich sind wir übers Wochenende zu fünft und da hat man schon gewisse Bedürfnisse. Okay,  Papierservietten sind durchaus auch saugfähig! So als kleiner Tipp …

Harmlose Dinge, die zwar ärgerlich, aber nicht lebensbedrohlich sind. Bei der Ausgangssperre sieht das schon ein wenig anders aus. Aber auch das ist hinnehmbar, den der Spaziergang in der Natur scheint nach wie vor gestattet – mit oder ohne ,,Wuffi“.

Ganz anders sieht der Blick in die Nachbarländer aus. Auf Youtube kursieren Videos eines italienischen Mannes, dessen Schwester in seiner Wohnung gestorben ist – an Covid-19, ohne ärztliche Hilfe und ohne sofortige Abtransport der Leiche. Natürlich hat ,,er “ es auch. Aber aus der Wohnung traut er sich nicht, denn er möchte ja niemand anstecken, was in Anbetracht der gegebenen Umstände heroisch ist!

Nein, ich glaube tatsächlich nicht, dass wir um eine deutschlandweite eingeschränkte Ausgangssperre herumkommen werden. Meine Tochter, Ärztin in Freiburg, hat sie seit heute. Was sie nicht groß juckt, denn sie hat andere Sorgen und verbringt eh jeden Tag in der Uniklinik. Dort gibt es mittlerweile natürlich auch mehrere Corona-Fälle  und jeder, der dort ein und aus geht, bangt, sich anzustecken … Die Situation in Deutschland in den Krankenhäusern? Aktuell, anders als in Italien,(noch) im Griff, schätze ich. Immerhin. Klar, dass wir jetzt alles tun müssen, dass es so bleibt!

In Frankreich ist das Gesundheitssystem bereits am kollabieren, verzweifelt versucht man, via Krankenwagen und Hubschraubern schwerstkranke Menschen auf die letzten Intensivbetten zu verteilen, denn Beatmungsplätze sind auch dort bereits rar!

Machen wir uns nix vor, die Wirtschaft bekommt gerade eine ,,volle Breitseite“ ab, sogar der Preis unseres goldiges Goldes sinkt unvermeidlich wie einst die Titanic.  Dazu kommt, dass wir  durch Schließungen von Geschäften wegen Ansteckungsgefahr und, mindestens genauso schlimm, Schließung  bzw. Kurzarbeit an Produktionsstätten mangels Absatz bzw. Warennachschub  unmöglich zu machen, dass die Wirtschaft  ..nach Corona“ schnell wieder Oberwasser gewinnt. Gerade hat der Bund zwar 75 Mrd. Euro in den Deutschen Finanzmarkt gestopft, aber das dürfte verpuffen wie Wasser auf einer heißen Herdplatte.

Was bleibt uns also zu tun? So dumm es klingt, aber jetzt kommt es tatsächlich auf unser Verhalten an, wie sich das Ganze entwickelt. Das Wichtigste ist, dass man sich hilft! Anstatt gegeneinander zu arbeiten, ist nun das Miteinander gefragt! Da nimmt man eben die Post des Nachbarn mit, hilft sich mit einer Rolle Klopapier aus oder kauft auch einmal dem älteren Ehepaar gegenüber mit ein!

,,Corona“ als Chance

Vielleicht ist es einfach einmal an der Zeit gewesen, ein wenig zurückzurudern … und sich auf die Dinge zu besinnen, die wirklich wichtig sind. Sich ein wenig vom Überfluss zu verabschieden und die Menschen quasi zu ,,resetten“! Der Mammut-Konsum der letzten Jahre war der schiere Wahnsinn! Mehr als ein Drittel der produzierten Lebensmittel landete auf dem Müll, krasse Masseproduktionen überproduzierten, was das Zeug hielt und teure Elektronik wurde einfach entsorgt, um Preise zu halten! Das kann es doch nicht gewesen sein!

Vielleicht wird sich das, zumindest ein wenig ändern, wenn wir, was wir alle hoffen, die ,,Corona-Zeiten“ überstanden haben. Sind wir ehrlich! Vieles ist doch verdammt falsch gelaufen!  Und was haben wir gemacht? Wir waren, sind wir ehrlich, einfach zu bequem, wirklich etwas zu ändern. Zu schön war der Warenrausch, der uns wie im Schlaraffenland, fast alle Wünsche innerhalb kürzester Zeit erfüllte! Wen interessierte der Preis dafür, der teilweise eine total kaputte Umwelt, Menschen- und Tierleiden im großen Stil förderte? Jetzt ist die Zeit gekommen, darüber nachzudenken und die Zeit zu nutzen, Korrekturen anzugehen. Teilweise werden wir keine Wahl und teilweise wird es vielleicht zu spät sein – aber versuchen müssen wir es!

Also nutzt die Zeit, ein wenig ,,runterzukochen“, Euch zu besinnen auf die wirklich wichtigen Dinge wie bei manchem ein wenig Maß zu halten, ein friedvolles Miteinander und gegenseitige Unterstützung!

Euch alles Liebe und eine gute Gesundheit,

Eure Nessy!

2 Kommentare zu „Corona : Beschränkung im Alltag, aber auch neue Chance!

  1. Hallo, liebe Nessy, auch dein neues Corona- Essay ist wieder voll interessant, leicht verständlich und zur Umsetzung anregend! Soooo gut machst du das!!! Digitale Umarmung mit Sicherheitsabstand.

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