Funny Fashion & Story: Guido ´s Trend im Test: Blanket Style – Mantel / ,,Decken-Desaster“

Heute erzähle ich Euch von einem Trend, von dem ich bis vor kurzem noch so ahnungslos war wie ein Eichhörnchen vom Brexit! Bis ich ihn in einer Zeitschrift, genauer gesagt in der ,,Guido“,entdeckt habe. Anfangs dachte ich, dass es sich um einen einfachen Mantel handeln würde. Aber das war es nicht. Es handelte sich tatsächlich um einen sogenannten  ,,Decken-Mantel“, auf modisch-Englisch ,,Blanket-Style“…

fullsizeoutput_872cDieser Artikel wurde von niemanden in Auftrag gegeben und dafür habe ich keinerlei Gegenleistungen empfangen. Jedoch nenne ich MarkennamenSollte es sich im rechtlichen Sinne dennoch um Werbung handeln, tituliere ich den Artikel als solche.

Wahrscheinlich könnt Ihr Euch unter dem Wort ,,Blanket-Style“ Mantel nichts rechtes vorstellen – konnte ich übrigens auch nicht! Auf dem Bild in der neuen Zeitschrift ,,Guido“ mit Tipps von Guido Maria Kretschmer (wer hätte das gedacht?) war jedenfalls ein gestreifter, doch ziemlich weiter Mantel zu sehen. Darunter sah man einen, auch relativ weit geschnittenen Blazer und darunter noch eine locker über der Hose getragenes  Hemd. Wahrscheinlich verbarg sich darunter auch noch ein T-Shirt und  – selbstredend – ein BH! Also, mit anderen Worten – Layering vom Feinsten!  Entsprechend weit war das gute Stück! Übrigens musste ich es tatsächlich zweimal zurückschicken … Bis ich es schließlich in Größe 36 behielt. Auch, wenn es jetzt immer noch so weit ist, dass ich darunter ohne Probleme wahlweise meine Kinder/Hunde oder meinen Schatz – oder auch alle zusammen -mit einkuscheln kann!

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Die Seite aus der Zeitschrift ,,Guido“ mit dem weitschwingenden Mantel besonderer Güte ….

An den Ärmeln und am Saum sah man Fransen – wie an diesen 70er-Jahre Decken, die übrigens bei meiner liebsten ,,Ommi  von allen“ immer noch herumliegen.

Ihr wollt die ganze Decken -Geschichte hören? Okay, bald ist Weihnachten, da gibts eine kleine Geschichte für Euch obedrauf! Wer keine Lust dazu hat, liest einfach weiter unten weiter!

Also … Wenn wir in früheren Zeiten zum sonntäglichen Kaffeeklatsch bei meinen Großeltern mütterlicherseits ,,aufschlugen“ (so sagte man damals, vielleicht erinnert Ihr Euch), kam es häufiger vor, dass die anwesenden ,,Damen“ etwas fröstelten. Das war allerdings leicht untertrieben, denn im Winter war die Temperatur gefühlt manchmal kälter als draußen! Denn als diese alten Mietshäuser gebaut wurden, war  der Begriff ,,Energieeffizienz“  noch nicht geboren. Aber der Haupt-Grund, warum die ,,Gute Stube“ periodisch in den Palast der Eisprinzessin, zumindest temperaturtechnisch, verwandelt wurde, lag in der Tatsache begründet, dass ,,man“ damals noch mit Holzofen heizte. Wenn nun der Obermieter sein Öfelchen auch anheizte, weil im logischerweise auch ab und zu kalt war, zog der Rauch nicht richtig ab. Ergo hatte man die Wahl zwischen einer Rauchvergiftung oder Frostbeulen … Eine dritte Möglichkeit war,  den besonders im Winter stets etwas müffelnden Herrn Heinerle  (denn zum Baden hätte er das Wasser langwierig aufheizen müssen), einfach nach unten zu uns einzuladen.

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Die Ausmaße sind wirklich gigantisch …

das schien die probate Lösung, allerdings verteilte unsere fürsorgliche Ommi  vorher prophylaktisch künstlichen Veilchenduft.  Allerdings erinnerte er mich immer an ein bestimmtes Örtchen in der Wohnung, an dem es, besonders nach ,,einem Geschäft“ von ,,Oppi“, genauso roch. Natürlich nicht GENAUso …

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Fransendecke versus Fransen – Mantel …

Aber das Zeug hatte noch andere Qualitäten.  Denn 10 Minuten, nachdem das Zeugs versprüht worden war, waren jegliche meiner Geschmacksnerven quasi ins Koma gefallen –  und das war wirklich ein Jammer, bei Ommis liebevoll gebackenem Käsekuchen! Abgesehen davon, dass Herrn Heinerles Gegenwart und die immer gleichen  Geschichten, wie er den zweiten Weltkrieg fast gewonnen hätte, wenn nicht der dumme Hitler …. jegliche andere Unterhaltung zunichte machten! Nebenbei bemerkt, ging das Gerücht um, dass Herrn Heinerles richtiger Name früher , ,,Goldstein“ gewesen war …).

Dann wurden wir doch lieber in rotkarrierten Fransen-Scheußlichkeiten eingehüllt! Übrigens machte ,,Ommi“ bei ,,Oppi“ eine Ausnahme …( Übrigen lass´ ich die Gänsefüßchen ab jetzt weg – is mir zu blöd, Ihr wisst ja … ich weiß, dass man die beiden normalerweise anders schreibt, aber diese hat man eben  besonders ,,kurz“ ausgesprochen)!  Also, Er als Familienoberhaupt bekam jedenfalls immer die ,,Selbstgehäkelte“. Sie bestand aus geschätzten 100 Topflappen, die, immer wenn Ommi Fern sah, um einen kleinen Topflappen erweitert wurde. Selten habe ich so viele Farben auf einer Fläche von drei Quadratmetern  gesehen! Missoni hätte sie sicherlich sofort als Häklerin angestellt!fullsizeoutput_8725

Gott sei Dank waren Oppis Augen nicht mehr ganz so gut, ich glaube, sonst hätte er bald Augenkrebs entwickelt!  Schon deshalb waren wir mit unseren Fransendecken gar nicht soo schlecht bedient und immerhin hatten sie den Vorteil, dass sie, zumindest einmal jährlich, gewaschen wurden, was bei dieser Topflappendecke, die aus mindestens 200 verschiedenen Wollresten bestand, die Ommi immer ,,günstig“ im Woll-Laden erstanden hatte, nicht ging …  Soweit also die Deckenstory!

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Mantel von Riani aus der aktuellen Kollektion:  Blanket Style muss nicht unbedingt weit sein – hier schmaler geschnitten – gemäßigter Blanket Style, der durch das Muster lebt!

 

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Blanket-Style von Guido (Otto). Gerade als ich den Artikel schreibe, läuft Shopping Queen des Jahres: Und was schenkt Guido seiner,,Shopping Queen der Herzen?“ Ich konnte es nicht glauben… DIESEN Mantel!

 

 

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Auch ein Mantel von Guido (Otto) – hier ein gerader Schnitt …

Kommen wir zurück zu Guidos Mantel-Empfehlung: Irgendwann klingelte also der Postbote, und endlich war der Mantel in der richtigen Größe da! Als ich ihn dann in den Händel hielt, erinnerte mich die Konsistenz aber an etwas anderes, als an Ommis Plaids, die zwar weich, aber immer so aufgeladen waren, dass man sich oft einen leichte Schlag holte, wenn man sie berührte. Dieser Mantel war ein klein wenig rauh.

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Outdoor-Feier-Loction: Der Blanket – Style -Mantel, lässig übergeworfen, ist perfekt, wenn draußen gefeiert wird! (hier übrigens im Best Western Victors Residenz Hotel in Saarbrücken, bevor es losgeht!)
Version 2
Wenn drinnen weiter gefeiert wird: Mehrere Schichten … Leggings für draußen und Layering-Kleid können abgelegt werden – drunter kommt das ,,Feine“ …

Nicht unangenehm, aber auch nicht knatsch-Plastikplaid-weich! Nein, er fühlte sich ein wenig an wie ein echter Woilach, jene graue schweizer Armee-Woll-Decke, die bereits im zweiten Weltkrieg für Pferd und Reiter unermeßliche Dienste geleistet hatte. Nachts diente sie als Zudecke für den Soldat und tags als Satteldecke unter dem Armee-Sattel… Übrigens kann man sie noch heute für etwa 40 Euronen bei ,,I-Bäh“ erstehen!

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Ankunft im Best Western in Saarbrücken – heute wird gefeiert!

Diese Decken waren, im Gegensatz zu Ommis ,,Plaids“, aus echter Wolle, wenn auch ziemlich schwer. Woher ich das weiß? Tatsächlich liegt so ein Ding bei uns über dem Bett meines Mannes! ,,Nichts macht so ein gutes Klima“ schwärmt er, wenn er das Teil verzückt über seine normale Zudecke zum Wärmen legt. Übrigens ist das tatsächlich nicht die schlechteste Lösung, weil diese Decken natürlich mittlerweile älter als wir selbst sind (man munkelt, die Dinger wurde zum Teil schon im zweiten Weltkrieg benutzt) und entsprechend haben sich alle Schadstoffe ausgewaschen wurden, wobei  bei dieser robusten Wollqualität sowieso kaum welche eingearbeitet wurden! Nur direkt auf der Haut möchte ,,Frau“ sie nicht haben, ,,Mann“ macht das allerdings kaum etwas aus.

So , jetzt zeige lasse ich  Euch aber endlich die Bilder angucken, wie das dann bei mir so aussieht … die Wolldecken zum Zuknöpfen! Auch wenn sie ein klasse Begleiter in allen Lebenslagen ist und sicher auch einmal als Zudecke in einem kalten Hotelzimmer oder in einem sechs stündigem Stau auf der Brenner Autobahn im Winter herhalten kann – eines kann sie sicher nicht: Eine schmale Taille betonen! Allerdings das Gegenteil: ,,Keine“ Taille vertuschen, denn die Figur kann der Betrachter bei so einem Mantel nur erahnen – was auch unbestreitbare Vorteile hat. Nein, ich rede hier nicht davon, dass der Mantel auch gut für Musliminnen geeignet ist, was sie natürlich auch ist. Nein, was ich meine ist folgendes: Ihr könnt  – sei es an Weihnachten oder auch sonst – mit so einem Teil getrost essen, was Ihr wollt!

Euch alles Liebe und eine wunderschöne Weihnachtszeit,

Eure Nessy

 

 

 

10 Kommentare zu „Funny Fashion & Story: Guido ´s Trend im Test: Blanket Style – Mantel / ,,Decken-Desaster“

  1. Letzte Woche war mal wieder Shopping Queen in Saarbrücken, aber die hättest Du alle locker in die Tasche gesteckt, liebe Nessy 🙂 So eine grobe Decke habe ich ebenfalls, für Auto, doch die ist soooo ECHT, dass Pepe darauf nicht liegen mag 😀 Die Farben und der Schnitt der Jacke stehen Dir und die Schuhe sehen richtig kuschelig aus! Ich wünsche Dir und Deinen Lieben eine zauberhafte Weihnacht!

    1. Liebe Tina! Danke Dir sehr! Natürlich wünsche ich auch Dir und Deiner lieben Familie alles nur erdenklich Gute! Auf dass Du mit Deinem tollen Blog und Deinen super-schöne-schrägen Klamotten noch viel Freude bei Deinen Leser, aber auch bei Dir selbst, auslöst …Alles Liebe, Nessy

  2. Die Mantel-Decken-Jacke ist super. Besonders gut gefällt sie mir zu dem Sweatshirt mit den Blockstreifen.
    Ich wünsche Dir und Deiner Familie Frohe Weihnachten, schöne Feiertage, entspannte Tage „zwischen den Jahren“ und hoffentlich einen rauschenden Jahreswechsel in ein gesundes, glückliches, neues Jahr.
    Sunny

  3. Deine Beschreibung der Manteldecke ist sehr witzig und unterhaltsam.Steht Dir auch sehr gut ! Dazu deine schönen Haare…

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