Gynäkologie: Wie lange ist eine Frau fruchtbar? Wie lässt sich die Fruchtbarkeit abschätzen? Moderne protektive Methoden für den bewußten späten Kinderwunsch

Hallo Ihr Lieben!

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Auch wenn ich es jeder einzelnen meiner Patientinnen von Herzen gönnen würde und ich auch oft nicht so ganz verstehe, wieso die Natur es ,,wieder ´mal “ so kompliziert machen mußte!

Leider ist ein Baby kein Päckchen, das man dann bestellt, wann  es einem gerade in den Kram passt und es dann, nachdem man sich ein einziges Mal so richtig schön am Karibik-Strand vergnügt hat, exakt  9 Monate nach diesem ,,epochalen Ereignis“ und einer Bilderbuch-Schwangerschaft,  nach einer Orgasmus-gleichen, natürlich schmerzfreien, einmalig schönen Geburt, als ein herzallerliebstes Etwas mit  rosigen Bäckchen und nachts durchschlafend, in unseren Arm gelegt  bekommen! Nein, sorry so läuft das ganz und gar nicht! Den Preis für dieses ,,Wunder“ hat das Leben deutlich höher angesetzt!

Auch wenn es tatsächlich solche Fälle gibt – zumindest vom Hörensagen! So soll eine Kollegin tatsächlich einmal so eine Patientin gehabt haben, die nicht das klitzekleinste Problemchen bei ihrer Schwangerschaft hatte – vom schwanger werden bis hin zu einer schnellen, schmerzlosen Geburt – allerdings war das die heimliche Sensation auf der ,,Medizinischen  Woche“ in Baden Baden vor drei Jahren gewesen!

Ihr seht, hier und da zumindest ein wenig Diskomfort sind leider Realität! Grund genug, sich gut zu informieren, dass man Probleme zumindest da abwenden kann, wo sie abzuwenden sind!baby

Dazu gehört, sich bewußt zu machen, dass die Chance, ein schrumpeliges, schreiendes, herzallerliebstes Bündel nach Stunden oder Tagen ,,schwerer Arbeit“, in den Armen zu halten,  ab 35 rapide sinken!

Denn statistisch gesehen, liegt die Wahrscheinlichkeit , in einem Zyklus schwanger zu werden, bei einer 25-30 jährigen Frau bei 23% und sinkt bei einer 35-jährigen bereits auf 16% ab, während sie eine 40 jährige Frau nur noch bei 5% liegt! Das bedeutet, dass es zum Beispiel nur einer von 6 Frauen in Alter von 35 Jahren gelingt, in einem Zyklus schwanger zu werden. Hat eine Frau im Alter von 35 Jahren hingegen schon ein Jahr vergeblich versucht, schwanger zu werden, gelingt ihr das dann nur noch in 6% der Fälle pro Zyklus!

Deshalb sollte man sich im Klaren sein – und (fast) alle Mütter werden mir da beipflichten – das eine ,,normale Schwangerschaft“ heutzutage in der Realität oft bedeutet, dass bereits das Schwanger – werden etliche Versuche, Tage zählen  und viele ,,Mühen“ des ,,unromantischen Sex“ gekostet hat!

Nicht zu sprechen von der  Schwangerschaft selbst,  die man in er ersten Zeit oft über der Kloschüssel verbringt, dann aber auch stolz und tapfer seine ,,strampelnde Mutterkugel“ mit dicken Knöcheln durch die Gegend schleppt, bevor man nach etwa drei ,,Fehlalarmen“  die Geburt ,,außerhalb der geplanten Badewanne“ an den Rand des Möglichen bringt …

Bei Euch war´s dann doch nicht ganz so schlimm? Super, das freut mich wirklich für Euch, dann seit Ihr eindeutig über dem Durchschnitt! Oder aber, und das ist wahrscheinlicher, hat Euch der Oxytocin-Schub der Geburt alles vergessen und durch die rosarote Brille sehen lassen! Denn das hat die Natur dann doch wieder gnädig eingerichtet …

Aber genug der Polemik!  Natürlich gibt es in der Schwangerschaft auch viele wunderbare Momente und wenn das Baby da ist, ist das wirklich für viele der schönste Moment im Leben! Ganz zu schweigen von dem ,,Wunder des Lebens“ das sich für einen selbst immer ,,besonders“ anfühlt! Und es gibt kaum eine Mutter, die es jemals bereut hat, dieses kleine süße Bündel in die Welt gesetzt zu haben, das es so selbstverständlich schafft, einen völlig selbstlos auf Trab zu halten und sich dabei oft so glücklich zu fühlen!

Immer später bekommt eine Frau heute ihr erstes Kind! Die Presse macht es uns vor – auch mit weit über 40 ist es scheinbar noch problemlos möglich!

Leider sieht aber die Realität anders aus. Nicht selten sind diese ,,späten“ Kinder aufgrund einer Eizellspende geboren und  das täglich Brot der Gynäkologen ist die Behandlung bei unerfülltem Kinderwunsch. Deshalb wird ,,uns“ Frauenärzten empfohlen, die Frau um das 30. Lebensjahr, wenn sie noch keine Kinder hat, darauf aufmerksam zu machen, dass eine Schwangerschaft zu einem späteren Zeitpunkt eventuell problematisch werden könnte.

Um diese abzuschätzen, besteht die Möglichkeit der Prüfung der sogenannten  ,,ovariellen Reserve“ , die Aussage über den Stand der Fruchtbarkeit gibt. Je nach Ergebnis hat die Frau dann die Möglichkeit, ihren Lebensentwurf daran anzupassen.

 

Was im Körper passiert, wenn er unfruchtbar wird

Dem zugrunde liegt, dass die Zahl der Eizellen begrenzt ist und die Frau  jeden Monat ca. 1000 Follikel verliert. Aber nicht nur die Quantität, auch die Qualität sinkt mit dem Alter.

Auch gibt es eine große Schwankungsbreite des Verlustes der Fruchtbarkeit, die in Einzelfällen schon ab dem 23. Lebensjahr beginnt. Mit 51 Jahren sind dann nahezu alle Frauen unfruchtbar und nicht mehr in der Lage, spontan ein Kind zu gebären. Meist ist die Frau bereits ca. 10 Jahre vor Ausbleiben der Regel nahezu infertil. Natürlich bestätigen Ausnahmen  die Regel, allerdings war die älteste Frau, die mein Mann oder  ich in 20 Jahren ,,spontan schwanger“ erlebt haben, 48 Jahre alt und selbst das ist extrem selten!booties-2047596__340

Bereits ab dem Alter von 35 Jahren beginnt bei vielen Frauen das Progesteron signifikant abzunehmen. Das Follikel kann in der zweiten Hälfte nicht mehr richtig heranreifen und das Endometrium fängt bereits früher an, abzubluten, was sich in Schmier- und Zwischenblutungen zeigen kann (verkürzter Zyklus). Das sind oft erste Indizien, aber auch das sogenannte ,,Prämenstruelle Syndrom“ mit Kopfschmerzen, Brustspannen und Gereiztheit können die ersten Anzeichen eines Hormonmangels sein.

Etwas später nimmt auch das Östrogen ´ ab. Normalerweise steigt es in der ersten Zyklushälfte an und löst dann indirekt den Eisprung aus. Wird das Ei nun befruchtet, steigt es weiter an! Ansonsten fällt es wieder langsam ab. Besonders Frauen in den Wechseljahren kennen die Auswirkungen des Östrogenmangels wie Hitzewallungen,  Müdigkeit und auch Gereiztheit.  Zyklusunregelmäßigkeiten (verlängerter Zyklus) sind ein Hinweis auf  einen Mangel.So bedeutet ein verlängerter Zyklus, dass der Eisprung verspätet oder nicht mehr stattfindet.

 

Wodurch kommt es zu einem früher Verlust der Fertilität?

Dies kann durch folgende klinische Risiko-Faktoren bedingt sein:

  • Endometriose (Versprengung von Gebärmutterschleimhaut)
  • Polycystisches Ovar-Syndrom
  • Schilddrüsenfunktionsstörungen
  • Magersucht
  • extremer Leistungssport.
  • operative Eingriffe an den Geschlechtsorganen, insbesondere der Eierstöcke/Eileiter
  • Chemotherapie bei malignen Erkrankungen  (,,Krebs“)
  • wiederholte Entzündungen der Eierstöcke
  • Rauchen (im Durchschnitt 4 Jahre früher Menopause)
  • Übergewicht
  • Pillen-Einnahme? (AMH-Wert sinkt)
  • Familiäre Disposition?

Achtung: Nur rund 50 % der Frauen mit dem Risiko  einer eingeschränkten ovariellen Reserve weisen auch klinische Risikofaktoren auf!

 

 

Bestimmung der Fruchtbarkeit

adult-18604_960_720Zur Beurteilung der Fruchtbarkeit spielt natürlich in erster Linie das Alter eine zentrale Rolle, wenn auch die Chancen auf eine späte Schwangerschaft  in letzter Zeit gewachsen sind. Dies liegt aber nicht nur daran, dass die Frau heutzutage biologisch oft jünger ist, sondern auch an den modernen medizinischen Möglichkeiten, angefangen von einer leichten hormonellen Unterstützung bis hin  zur Eizellspende oder gar Leihmutterschaft, die auch jenseits der 40 vielen Frauen dazu verhelfen, sich auch noch in späten Jahren den Traum vom Mutterglück erfüllen zu können!

Dennoch gilt leider, dass je älter eine Frau ist, umso schlechter die Qualität íhrer Eizellen ist und umso häufiger auch chromosomale Defekte und Fehlgeburten sind (25-29 Jahre: spontane Abortrate 11,9%, 40-44 Jahre 51%).

Natürlich wird der Gynäkologe die Patientin zunächst genau befragen (Anamnese), ob es Hinweise für Risikofaktoren einer frühen Menopause gibt (siehe oben). Dann folgt  eine körperliche Untersuchung mit Ultraschall sowie eine Laboruntersuchung mit einer  Überprüfung der allgemeinen Parameter wie z.B. kleines Blutbild und Elektrolyte,   aber auch der Hormonwerte wie z.B. Schilddrüsenwerte, denn auch eine Unterfunktion oder Überfunktion können sich negativ auf die Fruchtbarkeit auswirken! Last not least bedarf es einer genauen Untersuchung der weiblichen Geschlechtshormone (z.B. LH, FSH, Östradiol, Progesteron, Testosteron, DHEA,… . ) In letzter Zeit hat man einige spezifische Laborparameter entdeckt, auf die ich im folgenden  genauer eingehen.

Spezifische Laborparameter in der Fruchtbarkeitsdiagnostik:

Das Anti-Müller-Hormon (AMH) spielt für den Zellwachtum eine wichtige Rolle und es verhindert die Rekrutierung ,,nicht dominanter Follikel“.  Es korreliert mit der sinkenden Anzahl nicht wachsender Follikel wird von den kleinen Follikeln bis 8 cm Größe gebildet, die den FSH-unabhängigen Eizellpool darstellen und sind ein Maß für die verbleibende Eizellreserve und kann unabhängig vom Zyklustag gemessen werden.  Ab dem Zeitpunkt des 25. Lebensjahres fällt er kontinuierlich ab. Je nach Testverfahren sprechen Werte unter 1 ng/ml, 0,7 ng/ml oder 00,55 ng/ml für eine eingeschränkte Reserve. Diese unterschiedlichen Referenzwerte sind zugleich die Crux dieses Verfahrens, deshalb ist bereits ein Test auf dem Markt, der eine Abschätzung der fertilen Phase mittlels Perzentilenkurven trifft (Ivory).

Das Follikel stimulierendes Hormon (FSH) ist ein Maß für die zyklusabhängige Reserve des Eierstockes und wird am zweiten bis fünften Zyklustag gemessen.Ein Anstieg des Wertes bedeutet dabei eine Abnahme der Fertilität und beginnt bereits etwa 10 Jahre vor dem Einsetzten der Menopause. Das Problem dabei sind stark schwankende Werte, die die Interpretation problematisch machen.

Das Antraler Follicle Count (AFC): Bei der Bestimmung diesen Wertes wird die Anzahl der 2-10 mm großen vorhandenen Eizellen  in den Eierstöcken  zwischen dem zweiten und fünften Menstruationstag mittels Ultraschall gemessen, allerdings ist das Ergebnis stark vom Untersucher und vom Gerät abhängig! Ab 12 Follikel wird die Diagnose Polycystisches Ovar (PCO) gestellt, allerdings wird die  Anhebung des Wertes auf 19 diskutiert. Allerdings ist diese Methode für Routinescreening noch nicht einheitlich genug geregelt.

Welche Möglichkeiten gibt es nun, wenn die Werte suboptimal sind, man aber erst später ein Kind möchte?

cot-1991826_960_720Natürlich hält die Wissenschaft hier mittlerweile Möglichkeiten bereit, die allerdings, zumindest heut noch, in Deutschland meist Krebs-Patientinnen vorenthalten bleiben!

Deshalb lautet meine eindeutige Empfehlung in diesem Fall der sich ankündigten eingeschränkten Fertilität, über eine Änderung seiner Lebensplanung nachzudenken! , Ansonsten trägt man das Risiko, auf seinen Kinderwunsch verzichten zu müssen!

Schon aufgrund dieses Konfliktes wird übrigens auch die Testung der ovariellen Reserve von manchen meiner Kollegen kontrovers diskutiert! Denn es kann sein, dass eine Frau aufgrund dieser,,hypothetischen Vorhersage“ ihre Lebensplanung ändert und dadurch in einen Konflikt gebracht wird, den man einfach durch Nicht-Testung hätte vermeiden können! Ein interessantes Thema, zu dem Ihr mir gerne eure Meinung schreiben könnt!

Aber reden wir nicht um den heißenBrei herum, sondern legen wir unser Augenmerk auf die

Protektiven Möglichkeiten bei ,,bewußtem“ späteren Kinderwunsch

 

Allen voran steht natürlich die aus der Yellow Press bekannten

  • Kryokonservierung von unbefruchteten oder imprägnierten Eizellen oder die
  • Kryokonservierung von Embryonen nach hormoneller Stimulation.

Im Falle einer Krebserkrankung kann man mittlerweile übrigens auch

  • Ovargewebe entnehmen, kryokonservieren und rück-transplantieren, während die
  • In-vitro-Reifung von Eizellen aus entnommenen und kryokonserviertem Ovargewebe, genau wie die
  • Uterustransplantation noch in den experimentellen Kinderschuhen steckt. Die
  • Eizellspende ist wie die
  • Leihmutterschaft in Deutschland aufgrund des Embryonenschutzgesetzes nicht möglich

Natürlich sind diese Methoden weder einfach noch billig noch mit hohen Erfolgsquoten versehen, können aber in Einzelfällen den Wunschtraum des eigenen Kindes doch noch erfüllen!

So, ich hoffe, für heute habe ich Euren Informationshunger gestillt! Demnächst folgt  in dieser Reihe eine umfassende Info über Fertilitätsbehandlungen, in denen ich aktuelle Methoden vorstelle, wenn es mit dem Wunschkind nicht auf Anhieb klappen sollte!

Allerdings bringe ich vorher noch Tipps für den Wunschtraum von langen Haaren …

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Alles Liebe bis bald, Eure Nessy

 

Weiterführende Literatur:

  • Just, Alexander: Weibliche Fertilität und Alter: Update zur Beurteilung der Eierstocksreserve, Gynäkologie +Geburtshilfe Nr. 5, S.24-26 10/2017
  • Goeckenjan, Maren, Glass, Katrin u.a.: Kinderwunsch bei Krebspatientinnen: Fertilitätsprotektion vor onkologischer Therapie, Gyn. + Geb. Nr.5 S.28-32 10/2017
  • Thomas Weiss: Ökonomische Bestimmungsgrößen der Fertilität in westlichen Industrieländern (= Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung. Sonderheft 5). Wiesbaden 1986, ISSN 0178-918X.
  • Ulla Rahn-Huber: Kursbuch Wechseljahre. 4. Auflage, Südwest-Verlag, München 2005, ISBN 3-517-06399-1.
  • Gerhard Thews, Peter Vaupel: Vegetative Physiologie. 5. Auflage, Springer, Heidelberg 2005, ISBN 3-540-24070-5.
  • Rainer Wehrhahn; Verena Sandner Le Gall: Bevölkerungsgeographie. Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG), Darmstadt 2011, ISBN 978-3-534-15628-3, S. 26–36.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verfasst von

Anti Aging - Jung bleiben von außen und innen mit einfachen, aber effektiven Tipps, ist das, was die erfahrene Medizinerin Euch zeigen möchte und selbst mir Herz, Witz und Verstand vorlebt. Auf Ihrem Blog gibt sie nicht nur viele aktuellen Erkenntnisse weiter, sondern lädt Ihre Leser auch ein, an ihrem Leben mit Familie, Haus , Pferd und Hund teilzuhaben und öffnet für die Fashionistas unter Euch auch dann und wann Ihre Kleiderschränke ...

24 Kommentare zu „Gynäkologie: Wie lange ist eine Frau fruchtbar? Wie lässt sich die Fruchtbarkeit abschätzen? Moderne protektive Methoden für den bewußten späten Kinderwunsch

  1. Hochinteressant, liebe Nessy, so wie immer!

    Was mich immer wieder erstaunt ist, dass Mutter Allnatur zulässt, dass Kinder mit 12 Jahren Kinder bekommen können…

    Liebe Morgengrüße vom Lu

    1. Lieber Lu! Ich behaupte einmal, dass wenn ein ,,KInd“ mit 12 schwanger wird, entweder ein ,,böser Mann“ dahintersteckt, oder aber eine überaus romantische Überlegung oder aber einfach Naivität oder beides. In vielen Kulturen war es früher normal, Kinder so früh zu verheiraten … Aber gut ist es keinesfalls, obwohl oft der Körper an sich kräftig genug für eine Schwangerschaft ist! Die Natur ist aber oft grausam, leider! Alles Liebe, Nessy

      1. Oh je! Das klingt nach schlechter Erfahrung Deiner zarten Seele …Hoffe aber, dass die positiven Erfahrungen überwiegen 😉 Alles LIebe, Nessy

      2. Da bin ich ja froh! Dann wünsche ich Dir einen wunderschönen Tag … Auch, wenn ,,erfrischender Regen Dein Haupt benetzt“
        ist gleich (zumindest bei uns im Saarland) heute Regenschirm nicht vergessen, war nämlich schon im Wald und habe so schon eine ,,Freilanddusche“ abbekommen!

      3. Echt jetzt? Und was machst Du da den ganzen Tag? Okay, blöde Frage! Natürlich Dich mit mir und 100 anderen Blogger-Kumpels per Mail unterhalten … und deren mehr oder weniger ,,trockene“ Ergüsse über Dich ergehen lassen. Aber wenigstens wirst Du nicht nass 😉

      4. *lächel* das von dir erwähnte nur immer wieder mal kurz dazwischen…
        Im Wesentlichen: schreiben, lesen, Musik mit Partitur anhören, meditieren, meine Balkonrosen pflegen und fotografieren…

      5. Das klingt romantisch und schön … Und für mich irgendwie gerade soweit weg wie die Erde vom Mars …Aber was solls! Ich habe mir mein Menschen – Tiere – Blogger -Chaos selbst ausgesucht! Und so hat alles seine Zeit im Leben … Dir alles Liebe und viel Spaß und Entspannung bei dem was Du Schönes tust, Nessy P.S.: Weißt Du, was ich nachher mache? Ich nehme mir fünf Minuten und höre mir wieder einmal ,,die Moldau“ von Smetana an …

      6. Das klingt schön, liebe Nessy, bei Random gibt’s ne wundervolle Fassung für Harfe solo zu bestaunen…
        Liebe Morgengrüße vom Lu

      7. So… Hab´mir die Fassungen angehört … Schon ein Träumer, der Smetana! Hast Du eigentlich gewusst, dass er so begeistert von Franz Liszt war, dass er darüber die Schule vergessen hat? Und mich holt jetzt wieder die Realität ein! Betten machen, wischen, Zahnarzt, Kochen, Sohnemann abholen, Kooperationen, Klavierstunde fahren, Pferde reiten, Abendessen machen,… Aber ich liebe das! Dir eine wunderschöne Balkonzeit… ist es nicht supi, dass es das ,,www“ gibt? Wo sonst könnte man sich mit so vielen tollen Leuten austauschen? Also, maches jut!

      8. Da stimme ich dir voll und ganz zu, liebe Nessy, deswegen bin ich da ja auch schon seit 10 Jahren und 6 Monaten von der Partie, und sie bleibt stets spannend 🙂
        (Übrigens habe ich dir zu deinem USA-Kommi bei mir noch was geschrieben, vielleicht hast du ja irgendwann ein wenig Zeit, die anderen Teile auch noch zu lesen…)
        LG vom Lu

      9. Danke Dir, da muss ich ´mal nachschauen! Ich habe bei mir die ,,Benachrichtigen, wenn Antwort“ ausgeschaltet, da ich sonst nicht mehr nachkomme und so einfach von Zeit zu Zeit schaue …Sei mir bitte deshalb nicht sauer!

  2. Hm sehr interessantes Thema. Ich freu mich unfruchtbar zu sein, bin ja fast 52. Dann jetzt lieber Oma werden 🙂
    Ich kann mir vorstellen, dass die Meinungen kontrovers sind. Ich denke aber den Test macht die Frau freiwillig. Sicher auch nur die Frau, die Kinderwunsch hat und ggf. dann auch umplanen würde. Dann ist es doch gut.
    Liebe Grüße Tina

    1. Danke Liebe Tina! Das ist eine Meinung, die ich genauso teile. Ich meine sowieso, dass jeder Patient das Recht auf die Wahrheit hat, wenn er diese wünscht. Ohne Rücksicht auf irgendwelche ,,Gefühle“ die verletzt werden könnten. Ich weiß, dass viele meiner Kollegen da anders denken, aber ich meine, dass der Arzt dies nicht entscheiden darf! Danke Dir, Eine schöne Zeit, Nessy

  3. Sehr interessant Dr. Nessy, obwohl ich mit über 50 kaum noch schwanger werden kann oder es desgleichen beim anderen Geschlecht auslösen möchte, egal welchen Alters. Ich finde es auch prima, dass Frauen heute in der Lage sind auch später ein Kind zu bekommen, mit allen beschriebenen Risiken. Nur wenn eine Frau schon deutlich über 50 Jahre ist (ist letzte Woche mit irgendeiner Prominenten durch die Medienlandschaft gegeistert) habe ich Bauchschmerzen. Nicht, weil die Frau sich natürlich einen sehr erhöhtem Risiko aussetzt, sondern weil sie bereits im Greisenalter ist, wenn der Nachwuchs die Schule beendet haben wird, falls sie solange durchhält. Diese Sichtweise finde ich sehr egoistisch, denn an das Kind wird dabei eher nicht gedacht, sondern dann stehen eigene romantische Gefühle im Vordergrund. Deshalb ist auch eine Adoption ab 50 Jahren ausgeschlossen. Nun denn, dies war mein Senf dazu …

    1. Lieber Arno! Danke für Deine geschätzte Meinung! So sehe ich das auch. Meist ist es heutzutage so, dass die Frauen ein Baby bewußt erst mit 35 planen. In diesem Falle ist natürlich eine Untersuchung der Eierstocksreserve mit 30 sehr sinnvoll. Denn vielen Frauen ist eben nicht bewußt, dass mit 35 Jahren nur noch 16% pro Zyklus schwanger werden! Und ich kenne leider die ellenlangen, oft frustranen und entwürdigenden, teuren Versuche mit Tabletten, Spritzen und weiteren Maßnahmen verzweifelter Frauen! Denn die Biologie in der Frau ist oft stärker, wie ihr Verstand zugeben will… Aber das kann ich in den Artikel natürlich so nicht schreiben … Alles Liebe, Nessy

  4. Ich wurde mit 26 Schwanger. Am 28. Tag (so ca…). Ungeplant aber durchaus mit dem Bewußtsein, dass es passieren kann. Auch wenn man in dem Alter denkt, das mit dem Schwangerwerden ist eine Theorie… 😉
    Mir war keinen einzigen Tag schlecht. Und auch sonst war alles OK. Keine Diabetis o.ä.
    Gut ich habe 40kg zugenommen. Ich habe aufgehört zu rauchen. Ich habe keinen Alkohol getunken. Ich habe die Nacht nicht mehr zum Tag gemacht. Ich habe regelmäßig gegessen. Saß den ganzen Tag im Büro und abends im Wohnzimmer. Und auch den einen odern anderen Sport habe ich geknickt, weil mir einfach die Knochen weh getan haben.
    Ich ging zum Entbinden und nach 2 Std. war das Kind da. 4,5 kg. Alles gut. Das wars. Ich hatte echt Glück. Aber die 2 Std. waren wirklich ätzend. Ich hab die Hebamme immer gangeschrieen „Wie viele Wehen sinds noch?“ Konnte mir die Arme auch nicht sagen. 🙂
    Es wäre mir egal gewesen, hätte sie 100 gesagt. DAnn hätte ich halt mitgezählt. Noch 90. Noch 78. Noch 74… Puh.
    Wenn ich gewußt hätte, dass es nur noch 2 sind, hätte ich gar nicht gefragt.
    Aber schön wars nicht. Schlimmer als alles was ich kannte und kenne. Und da hast recht. Bereits nach 12 Std war ich der Meinung, das könnte man schon noch mal machen. War ja doch gar nicht sooo übel.
    Aber es blieb aus verschiedenen Gründen bei diesem einen.
    Und ja. Meine Mutter war in den 60ern bei meiner Entbindung knapp 35. Sie ist mit 65 gestorben. Da war ich grad mal dreißig. Allein das wäre für mich ein Grund spätestens mit 40 damit abzuschließen. Dann steht grad mal auf eigenen Beinen, kann mit dem Leben anfangen und soll sich um die alten Eltern kümmern. Nee. Das ist nicht gut.
    LG Sunny

    1. Liebe Sunny! Danke Dir für Deine offenen Worte. Ich hatte ein wenig Angst gehabt, dass ich durch meine Wortwahl vielleicht zu hart ´rüberkommen würde… Aber ich bin nicht hart, nur ehrlich. Insofern tut es mir gut, dass auch du DIch traust, auf eine pragmatische Art zu schildern, wie es ,,eben war“. Kein Super-Orgasmus und auch nicht die totale Hölle. Aber auch nicht so gaaanz toll. So ist es bei den meisten. Aber die Hebammen erzählen es meist ein wenig anders … So habe ich mich ich mich früher, wenn ich zur Geburt gerufen wurde, oft gewundert, mit was für blauäugigen Einstellungen die Mütter zur Geburt kamen… Naja, wir beide sind jedenfalls bei uns persönlich durch 😉 In diesem Sinne warten wir eben auf die Enkel! Alles Liebe, Nessy

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