Fashion / Psychologie / Good Mood: …Heute ganz persönlich Einblicke mit Romantik -Kleidchen, Lyrik, schönen Bildern mit Hunden und Pferden …

Hallo Ihr Lieben!
fullsizeoutput_1971Die letzte Woche war eine der schönsten Frühlingswochen, an die ich mich erinnern kann! Die Natur explodierte förmlich, die Maikäfer krochen in Windeseile aus dem Boden, um die  Zeit zu nutzen, einen Partner zu ergattern – im Wettbewerb, den die Natur jedes Jahr aufs Neue für viele Spezies ausruft ..

Und plötzlich, während ich über meinen Aktenbergen saß, ging die Tür auf und herein schneite mein Töchterlein, um mich nach draußen ins intensiv duftende  Grün  zu holen!

Auch die Pferde durfte teilhaben an diesem wunderschönen Tag  und zu uns in den Garten kommen ..

Denn irgendwie gehören sie richtig zur Familie, seit wir uns von allen bis auf zwei getrennt haben … Die große, schwarze Stute ist übrigens ein Oldenbuger Mädel und heißt ,,Lissy“, das kleine Mini-Knuddelpony heißt, sehr passend, Tarzan. Weil er aber immer ein seltsames Fiepsen von sich gibt, wenn seine große Freundin weg auf einem Ausritt ist, nenne ich ihn meist ,,Fiepserle“.

Es ist ein schönes Gefühl, mit Hunden, Pferden und dem großen Garten am Waldrand zu leben … Und was am schönsten ist, dass auch viele unserer lieben, individualistische  Freunde um uns herum wohnen, die trotz ihrer Verschiedenheit alle jeden Tag mit ihren Hunden ihre Runden durch den Wald drehen und oft ,,zufällig“ am Stall vorbeikommen, um mir das neueste vom Tag zu erzählen, Eier zu bringen oder auch altes Brot für die Pferde …

 

 

Frühlingstag

Die Sonne wärmt sanft meine Haut,

um  mich sind meine Lieben!

Die Amsel dort die Krümel klaut,

ich schweb´ auf Wolke sieben!

 

Hier und heute lass uns lachen!

Wir müssen nicht verzagen!

Einmal keine Sorgen machen,

es liegt so viel im argen …

Was morgen kommt – ich weiß es nicht!

Das werden wir schon sehen!

Wer aber heute nicht zerbricht,

kann´s  sicher bald verstehen!

(by Dr. Nessy)

So, ich hoffe, ich konnte Euch ein wenig gute Laune verbreiten! Zum Teil war es beim fotografieren so hell, dass wir gar nicht wußten, wie ich mich am besten hinstelle, sodaß man mein Gesicht sehen konnte … Aber dennoch wollte ich Euch diese Bilder nicht vorenthalten!

Ich wünsche Euch von Herzen alles Liebe und ein wunderschönes Wochenende,

Eure Nessy

 

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Medizin/ Psychologie: Lügen entlarven leicht gemacht! Mit Tipps und Tricks von Dr. Nessy

Hallo Ihr Lieben!

Lange habe ich mir überlegt, ob ich diesen Artikel schreiben soll! Warum? Weil er meine ganz persönlichen Techniken enthält, die mich schon oft der Wahrheit ein Stück näher gebracht haben und weil es für mich natürlich etwas unangenehm werden könnte, wenn meine ,,Gesprächspartner“ sie  kennen …

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Aber natürlich möchte ich Euch diese zuweilen recht nützlichen Tipps und Tricks auch nicht vorenthalten, zumal sie im Dienste der Wahrheit stehen und ich sie mir zum Teil ja auch ,,abgeguckt“ habe!  Ich hoffe also einfach, Ihr setzt sie mit Freude und Weisheit ein und schadet niemanden damit … Wäre super, wenn Ihr mir Eure Erfahrungen dazu schreibt!

Aber kommen wir endlich zum Thema!

Es gibt Menschen, die lügen fasst perfekt! Die Zuhörer hängen an Ihren Lippen und je dreister die Lüge, umso größer wird das Interesse!

Dabei spreche ich nicht von den kleinen  ,,Lügen des Alltags“, die fast schon zum guten Ton gehören und die in unserer Gesellschaft auch jeder gerne hört! Die häufigste Lüge von Männern zu ihren Angebeteten: ,,Du schaust toll aus … “ Und umgekehrt: ,,Du warst wirklich suuuper! So gut hab´ich mich selten gefühlt!“ sind doch keine echten Lügen, oder? Mal ehrlich! So plump diese Sätze auch sind, wer von uns hört sie nicht gerne?

Wo fängt die Lüge an?

Ist die Lüge eine Lüge, wenn wir wissen, dass beide die Wahrheit kennen?

Die alte Oma Trude kam zu mir, weil sie ,,etwas bemerkt“ hatte. Bald war klar, dass sie  Krebs hatte, unheilbar, die Metastasen wucherten schon bis ins Gehirn …

Die  einfühlsame Assistentin verwendete viel Fingerspitzengefühl damit, ihr zu erklären, dass diese Metastasen nicht mehr heilbar wären und dass es besser sein würde, gewisse Dinge zu regeln. Außerdem wurde die Verlegung in ein Hospiz angeraten. Der Fall war traurig, aber die Dinge mussten schließlich geregelt werden!

Als ich mittags zur Visite kam, schien Oma Trude wider meinen Erwartungen allerdings recht guter Dinge zu sein.  Strahlend fragte sie mich: ,,Frau Doktor, was meinen sie, wie lange muß ich in diesem Hospiz bleiben, bis ich wieder gesund bin? “

Oje, da hatte jemand wohl etwas falsch verstanden! Vielleicht war die Assistentin doch noch ein wenig unerfahren? Also nahm ich mir einen Stuhl und setzte mich an das Bett. Nahm Oma Trudes Hand, blickte liebevoll in ihre alten, wässrigen Augen und sagte mit sanfter, aber gut hörbarer und fester Stimme: ,, Es tut mir leid, das zu sagen, aber wahrscheinlich werden sie nicht mehr gesund, der Krebs ist zu weit fortgeschritten!“ Während ich noch überlegte, ob ich vielleicht etwa zu direkt gewesen war, zögerte sie nur einen Moment und antwortete mir dann fast ungeduldig mit einem  beschwörendem Blick : Ja, ja, das ist mir schon klar, aber ich muß doch nicht sterben, oder?“  Häh? Okaaay … Ich hatte begriffen …

..Ich weiß auch!“

Also spielte ich ,,das Spiel“ mit und sah sie aufmunternd und zuversichtlich an. ,,Ach wissen Sie, natürlich muss jeder Mensch früher oder später gehen, aber wann das sein wird, kann ihnen natürlich niemand genau sagen! Wenn ihre Schmerzen besser sind, können sie vielleicht ja auch einfach nach Hause, wenn sie sich gut fühlen! “ Sie lächelte mich dankbar an: ,,Das wollte ich nur hören!“ – ,,Ich weiß!“ schmunzelte ich -, ,Ich weiß auch!“erwiderte sie und ein gewisser Schalk blitzte in ihren Augen auf – ,,Ich weiß.“

Und obwohl sie einen Tag vorher ihren Enkeln noch versprochen hatte, am nächsten Tag einen Schoko-Rosinen-Nußkuchen mit Rotweinglasur zu backen, verstarb sie, etwa drei Wochen nach diesem Gespräch einfach so, nachts in ihrem Bett …

Habe ich die alte Frau belogen? Nein! Sie konnte meine Aussage allen Angehörigen erzählen und musste nicht lügen! So verbrachte sie ihre letzten Tage so, wie sie das wollte: Ganz normal!

Aber was ist damit, manche vermeintlich  wichtige Dinge wirklich jemanden vorzuenthalten, die dieser eben nicht weiß?

,,Wenn ich Sohnemanns  Irgendetwas-Sammlung etwas reduziere, fällt es ihm vielleicht gar nicht auf…“   Oder umgekehrt:  ,,Wenn ich den zerbrochenen Glasvogel einfach wegwerfe, fällt Mami vielleicht gar nicht auf, dass er dort gestanden hat!“

Sind das schon ,,richtige Lügen“ ? Das ist natürlich Definitionssache und je nach eigenem Wertesystem zu beantworten.

Kommen wir nun einmal auf die anderen,  die ,,echten“  Lügen, die manchmal sogar Weltgeschichte schreiben und ohne die vieles anders verlaufen wäre…

Bill Clinton, Präsident

Allen voran die berühmte Lüge des ehemaligen amerikanische Präsidenten Bill Clinton – Unvergessen für jeden ist seine Rede mit der Aussage, dass er mit seiner Praktikantin nie sexuellen Handlungen vollzogen hätte …  Wie hatte er so treuherzig in die Kamera geblickt! Fast erbost, dass jemand so etwas über ihn behaupten könne!

Lügner, Wahrheitsverdreher gibt es unzählige, die Grenzen sind fließend!

Der Arztberuf ist übrigens diesbezüglich eine gute Schule! Denn oft stimmt das, was der Patient mir erzählt, nicht so ganz mit der Wahrheit überein! Nicht einmal mit böser Absicht, sondern meist, um sich in irgendeiner Art zu schützen! Sätze wie ,,Ich esse nur 3x am Tag und wirklich nur gaaanz wenig!“ ,,Ich habe meine Stirnfalte nicht aufspritzen lassen, sondern einen seltenen Nervendefekt!“ nehme ich nie so ganz ernst! Natürlich, is ja auch klar! Aber auch der Arzt ist Meister darin, zu lügen! Wenn es nämlich darum geht, Brücken zu bauen um eben jene hochgeschätzte Wahrheit ans Licht zu bringen! Aber zu diesen Techniken komme ich später!

 1. Warum lügen die Menschen?

Diese Frage ist einfach zu beantworten. So einfach, wie die Psyche der Menschen  gestrickt ist…

1. 1. Um einen Vorteil daraus zu ziehen

Wie gut das funktioniert, zeigte sich schon bei dem berühmten Roman von Thomas Mann ,,Bekenntnissen des Hochstaplers Felix Krull“, in dem der Protagonist durch Vortäuschen der Zugehörigkeit zur  ,,besseren Gesellschaft“, geradezu meisterhaft seinen Vorteil zu ziehen verstand!

Tasche Louis Vuitton Braun Beige Edel Teue

Auch in unserer Gesellschaft fallen mir immer wieder Personen auf, die  so ,,prahlen“ dass man sie im ersten Moment tatsächlich falsch einschätzt! Kennt ihn nicht auch Menschen, die sich mit Kleidung, teuren Taschen und ,,Hödel-Petödel-Verhalten“ auf ,,reich“ trimmen? Wieso sieht man in der Stadt so viele ,,Louis Vuittons“ und, etwas billiger, ,,Marc Jacobs“ Täschelchen?

Bei den wirklich Reichen allerdings gilt das offene ,,zur Schau stellen“ von Marken dagegen schon wieder als ,,geschmacklos“ … Nicht aber bei den ,,Sozial Schwächeren“ oder ,,Neureichen“, die nur sehen, dass sie sich so etwas nicht kaufen könnten bzw. jetzt kaufen können.

Allerdings geht es heute nicht um dieses Phänomen! Denn streng genommen ist das Tragen irgendwelcher ,,Attribute“ keine Lüge! Wenn ,,der Gegenüber“ auf ,,falsche Signale“ hereinfällt, ist es schließlich sein Problem. Allerdings verhält es sich schon wieder anders, wenn man unechte Taschen trägt! Denn dies tut man in der Absicht des Täuschens…

Womit wir beim zweiten Grund, zu lügen, wären, der sich von dem ersten allerdings nur in Nuancen unterscheidet!

1. 2.   Um keine Nachteile zu haben!

In unserem Beispiel wird getäuscht, weil die Marken-Mädels (zu denen ich auch schon… shame on me) Angst haben, anders behandelt zu werden, als Menschen in reicheren Gesellschaftsschichten. Nicht die Privilegien zu bekommen, über die sich ,,die Reichen“ freuen dürfen … Im Prinzip das Gleiche wie 1. nur ,,andersherum“ betrachtet!

Oder auch, drastischer,  Strafe zu entgehen. Wir erinnern uns an die Kinderzeit: ,,Hast Du etwa vor dem Essen genascht?“  Wer hätte auf diese Frage schon mit ,,Ja, natürlich, verhänge mir ruhig ein  einwöchiges Fernsehverbot!“  geantwortet? Ich kann mir jedenfalls niemanden vorstellen!

2. Wie kann man eine Lüge entlarven?

Wer Lügner erkennt, ist natürlich klar im Vorteil! Unzählige klitzekleine Hinweise, die im Einzelnen lediglich als Indizien zu sehen sind, verdichten sich zu einem Verdacht…

Oft zeigt uns schon unser ,,Bauchgefühl“, das sich aus subtilen Hinweisen, Schwingungen, ja sogar Gerüchen zusammensetzt, wie wir unseren Gegenüber einzuschätzen haben! Andererseits gibt es auch im Lügen wahre Meister …Richter Gerechtigkeit Gesetz Menschen Pers

Um der Wahrheit ein Stück weit näher zu kommen, ja, diese gar zu enttarnen, gibt es grob unterteilt, zwei Möglichkeiten, die man je nach Situation schwerpunktmäßig einsetzen und auch kombinieren kann. Übrigens lohnt es sich durchaus, diese Inhalte öfters zu wiederholen. Sind sie einem nämlich in Fleisch und Blut übergegangen und gleicht man seine ,,Einschätzungen“ dann mit dem ab, was sich oft zu einem späteren Zeitpunkt als Wahrheit herausstellt, wird man immer besser!

2.1. Durch Beobachtung des fraglich Lügenden

2.1.1 Angst des Lügners, entlarvt zu werdefullsizeoutput_18f4

Dabei gilt in der Regel: Je näher sich der Lügner seinem Gegenüber fühlt, bzw. umso besser er ihn kennt, umso größer ist seine Angst.

Angst zeigt sich beispielsweise durch:

  • weit geöffnete Augen
  • zurückweichen des Unterkiefers
  • häufiges Blinzeln
  • Stottern
  • Wiederholen von Aussagen
  • Schilderung nur weniger Details eines Vorganges
  • Schilderungen streng chronologisch
  • kurz angebunden sein
  • höhere Stimmlage
  • unwillkürlicher Schutz des Körpers  (nach vorne beugen, Arme verschränken …)

 

 

2.1.2. Depersonalisation (nicht ich/mich/mein, sondern man, sich, sein)

Der Lügner verwendet weniger die ,,Ich“-Form,  weil er sich im Unterbewußtsein von dem ,,falschen “ Verhalten distanzieren möchte.

2.1.3. Übertriebene Selbstkontrolle

Der Lügner achtet sehr auf sein Verhalten und seine Mimik, wirkt also besonders selbstkontrollierend.

2.1.4. Schuld aufgrund von Lüge kann sich ähnlich wie Trauer äußern!

Es ist tatsächlich so! Bei jemanden, der nicht die Wahrheit sagt, kommen die gleichen Gesichtsmuskeln zum Einsatz. Er läßt beispielsweise die Mund- und Augenwinkel hängen  und wirkt so, als wäre er traurig … Er zeigt quasi die ,,Trauer über seine eigene Lüge“!

Das Entlarven einer Lüge kann natürlich nicht nur durch Beobachten, sondern im günstigeren Falle auch

2.2. Durch Interaktion mit dem fraglich Lügenden

verbessert werden!

2.2.1. Sprache

Kommen wir zuerst zu den rhetorischen Tricks!

2.2.1.1. Vertrauen zum Befragten aufbauen/,,Brücken bauen“

Vielleicht kennt Ihr die Situation in Krimis: Der Verdächtige muss lange in der Zelle schmoren, wird danach ins Vernehmungszimmer gebracht und bekommt dort erst einmal Kaffee und Zigaretten…

Hier kommt es darauf an, den vermeintlichen Lügner im Gespräch zumindest anfangs nicht anzugreifen und ihn moralisch nicht zu verurteilen, damit man eine Atmosphäre schafft, in der er sich wohlfühlt. Nach der ,,Schmach“ der Zelle soll er die Situation nun als ,,befreiend“ empfinden, vielleicht sogar ein wenig Vertrauen fassen.

Beispiele:

,,Ich kann verstehen, dass man wütend wird…“ ,,Es ist verständlich, dass man sich in dieser Situation nicht mehr erinnern kann…!“

Eine Methode, die ,,noch weiter“ geht, ist, gezielt ,,eine Brücke“ zu bauen. Dies ist eine Methode, die auch Ärzte gerne anwenden. Dabei gibt man dem Befragten eine Möglichkeit, moralisch ,,abgesichert“ eine Tatsache zuzugeben ….

Nicht: ,,Ich vermute, dass sie nicht immer alle Tabletten genommen haben!“ Sondern: ,, Wenn man so im Stress ist wie sie, würde ich an ihrer Stelle vielleicht schon einmal eine Tablette vergessen. Und dann kam ja auch noch die Geschichte mit ihrem Vater dazu. Das war doch ganz schön viel Trubel auf einmal! …“

2.2.1.3. ,,Reden lassen “ und postitiv verstärken/ in die ,,richtige“ Richtung lenken

Vielleicht gelingt es uns sogar, dass unser Lügner  sich so wohl fühlt, dass er in eine Art ,,Plauderlaune“ verfällt! Jetzt ja nichts falsch machen! Nicht unterbrechen!

Im richtigen Moment muß der ,,Wahrheitsfinder“ verstärkend wirken und durch gezielte Fragetechnik die ,,brisanten Fakten“ eruieren. ,

Das Prinzip ist einfach, aber wirkungsvoll:

Belohnt“ wird der Redende mit Aufmerksamkeit und Zuspruch, ,,bestraft“ mit Desinteresse (,,das hier macht keinen Sinn“, ,,ich muss jetzt auch wieder weiter…“).

So manche ,,Lüge“ ist so ans Licht gekommen, ohne dass es der Betreffende auch nur gemerkt hat!

2.2.1.2. Negative Konsequenzen aufzeigen/ ,,gute“ Alternativen bieten

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Wenn wir unseren Gegenüber auf negative Konsquenzen seines (lügnerischen) Verhaltens aufmerksam machen, verstärken wir seine Angst, noch. Das hilft uns zum einen, die Reaktion auf unsere Aussage noch besser zu erkennen, zum anderen können wir ihm dann aufzeigen, wie gut die Alternative wäre!

 Achtung: An sich ein leichtes Unterfangen. Wäre da nicht die kleine, aber keineswegs unbedeutenden Tatsache, dass auch der Unschuldige nach solchen ,,Anschuldigungen“ oft vor unseren Drohungen Angst bekommt, die es selbstverständlich von der Angst der Schuldigen zu differenzieren gilt! Das hat schon so manchen Kommisar in die Irre geführt! Deshalb muß man die negative Konsequenz ganz klar auf das ,,falsche“ Verhalten beziehen, um die Angst des Unschuldigen möglichst gering zu halten!. Hier ist genaue Beobachtungsgabe und möglichst viel Hintergrundwissen, mit dem man die Drohung verknüpfen kann,  gefragt!

Beispiele für das Aufzeigen negativer/ postiver Konequenzen:

,,Überlegen sie einmal, was passiert, wenn sie mich darüber im Unklaren lassen! Wie soll ich ihnen helfen können? Wenn ich aber wüßte,  wieviel und wie lange sie wirklich  schon rauchten, könnte ich ihnen eine genau angepasste Nikotinersatztherapie zukommen lassen, mit der sie bei der Entwöhnung kaum Nebenwirkungen verspüren würden. So allerdings muss ich das schätzen … “

,,Wollen sie ihr Leben einfach so wegwerfen und jegliche Chance auf Rehabilitation vertun? Es gibt da so gute Hilfs-Programme …“

,,Willst du wirklich jeden Morgen aufwachen und daran denken müssen, was du getan hast? Kannst Du wirklich mit dieser Schuld Leben? Ist es nicht viel besser/befreiender, Verantwortung für deine  Tat übernehmen und dann ein neues Leben anzufangen?“

,,Wenn ich nicht weiß, was sie genommen haben, kann ich ihnen nicht die richtige Behandlung zukommen lassen, wodurch sie unter Umständen den Tag nicht überleben. Allerdings wäre es mir ein leichtes, ihnen ein Gegenmittel zu spritzen, wenn ich wüßte, was sie genommen haben!…“

2.2.1.3. Sich als Profi in Sachen Lügen-Entlarvung darstellen

Je nach ,,Unterfangen“ unterstützen wir unser Gespräch, indem wir den Eindruck  erwecken, wir seien Profis, wenn es darum geht, Lügen zu durchschauen.

Man kann dafür im Gespräch hier und da Andeutungen in diese Richtung fallen lassen.

Beispiel: ,,Wissen sie, schon im Psychologiekurs war ich gut darin, Lügen zu enttarnen, sogar meine Mentoren hatten Angst vor dieser Fähigkeit! “

,,Dir sieht man ganz einfach an der Nasenspitze an, wenn du lügst!“

Dadurch verstärkt sich logischerweise die Verunsicherung und die Angst, dass die Lüge auffliegt, noch mehr! Der Betroffene überlegt vielleicht sogar, ob er nicht mit der Wahrheit herausrücken soll!

2.2.2. Durch Körpersprache

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Natürlich müssen wir, als lebender ,,Lügen-Detektor“ auch unsere Mimik und Gestik einsetzen.

Leicht passiert es, dass man selbst unsicher wirkt oder sich aber von der Unruhe des Gegenübers anstecken läßt, gerade, wenn man ,,mit Leib und Seele“ in  einem Gespräch verwickelt ist.

Egal ob wir ,,besorgt um das Wohl unseres Gegenübers“ oder ,,begeistert von den tollen Alternativen“ sind, wir müssen authentisch wirken.

 

Der Gesamteindruck muß je nach Gesprächsstatus freundlich, mitfühlend ruhig und selbstbewußt, oder bedrohlich (,,angsterweckend“)  sein (,,Schluss mit lustig!“)

Unsicher wirkt es, wenn man

  • an sich herunnestelt,
  • sich nur wenig Raum ,,gönnt“  (ruhig bequem die ganze Stuhlfläche benutzen)
  • keinen Blickkontakt hält
  • ,,herumhampelt“
  • sich verschränkt (Arme, Beine)
  • zu leise redet

Mitfühlend wirkt es, wenn man

  • sich freundlich zuwendet
  • sanft lächelt
  • eventuell Bewegungen des Gegenübers ,,spiegelt“ (etwas nachahmt, z.b. wenn dieser sich an den Kopf fasst, fast man sich kurz darauf auch an den Kopf)
  • sich ,,öffnet“, d.h. die Handflächen ab und zu nach oben schauen lassen, Arme nicht verschränken…
  • sich in die Richtung des anderen setzt
  • Blickkontakt halten, jedoch nicht zu lange, sonst kann der Blick eher bedrohlich wahrgenommen werden

Bedrohlich wirkt es, wenn man

  • sich möglichst groß macht / viel Raum einnimmt
  • mit beiden Beinen fest auf dem Boden steht
  • festen Blickkontakt hält
  • die Worte durch Gestik untermalt
  • die Stimme tief und laut klingen lässt

Natürlich hängt das optimale eigene Verhalten stark von der Richtung des Gespräches ab! Wichtig ist vor allem, dass Ihr das Gespräch dahin lenkt, wo es Euch sinnvoll erscheint! Am besten findet man die Wahrheit oft  im entspannten Alltag, wenn Euer Gegenüber nicht einmal bemerkt, dass Ihr hinter der ungeschminkten Wahrheit her seit! Kurz nach der Lüge hat die Befragung zwar auch Vorteile, da die Ereignisse noch präsent sind und der Betroffene keine Zeit hat, sich ein ,,Lügenkonstrukt“ zurechtlegen, allerdings ist er unter Adrenalin auch ,,besonders“ auf der Hut!

2.3. Durch Beobachtung der zugehörigen Fakten/Indizien

Oft trifft man auch auch kleine Indizien, die man nur noch zusammenpuzzeln muß!

,,Sucht“ man die Wahrheit, lohnt es sich manchmal eine kleine Liste (im Kopf oder auf dem Papier/PC, Handy) zu machen, auf der die Hinweise stehen, die in uns den Verdacht der Lüge erst haben aufkommen lassen und auch die, die dagegen sprechen!

Hat man so eine Liste erstellt, hilft sie einem, immer wieder das für und wider abzuchecken … Auch kann die Konfrontation des Lügners mit dieser Liste (natürlich sollte man sie dafür im Kopf haben) manchmal hilfreich sein.

Auf alle Fälle gilt es, wie (fast) immer im Leben Augen und Ohren offen zu halten!

3. Nicht immer ist eine vermeintliche Lüge auch eine Lüge!

Bildschirmfoto 2018-04-24 um 14.24.20.pngSchon die Liste unter dem vorherigen Punkt kann es an den Tag bringen! Wir müssen natürlich auch bei jeder scheinbaren Unwahrheit in Betracht ziehen, dass sie doch war ist! Und im Leben gilt – wie im Gerichtsfernsehen (so weit ist es schon gekommen)

,,Im Zweifel für den Angeklagten“

Schon deshalb darf man eine Person nicht abschätzig behandeln, bis die Wahrheit ans Licht gekommen ist. Wir neigen dazu, eine einmal getroffene Meinung nicht so schnell zu revidieren. Deshalb sollten wir dazu übergehen, ums erst dann eine Meinung zu bilden, wenn wir wirklich auch die Fakten kennen. Auf der anderen Seite kann man seiner Fantasie insofern freien Lauf lassen, indem man alles möglichen und auch weniger möglichen Abläufe in Betracht zieht.

Und zu guter letzt dürfen wir noch etwas nicht vergessen:

Häufiges ist häufig und seltenes ist selten …

So und das war es nun auch, was mir zu diesem Thema eingefallen ist! Ich hoffe, ihr freut Euch an diesen interessanten Vorgehensweisen so sehr wie ich, als ich mich wirklich ausführlich mit diesem Thema beschäftigt und Euch tatsächlich Einblicke in meine ,,geheimen“ Kenntnisse gegeben habe!

Und nun viel Spaß bei der Wahrheitsfindung,

Eure Nessy!

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Demnächst auf diesem Blog:

Wunderschöne, ländliche Frühlingsimpressionen, die gute Laune machen und

Mein schönstes Frühlingskleidchen – Romantik-Look mit Hunden im Garten

 

 

 

 

 

Beauty: Wie funktioniert ein Wimpernserum? Was gibt es Neues? Test des Wimpernserums Luxe Lash advanced sensitive / Inhaltsstoffe

In dem Text werden Substanzen und das Test-Produkt genannt und verlinkt, er muß also als Werbung deklariert werden, was ich hiermit tue. Jedoch habe ich, wie Ihr es von mir gewohnt seit, sehr sorgfältig recherchiert und für Euch aktuelle Fakten, Informationen und eigene Erfahrungen zum Thema ,,Wimpernseren“ bereitgestellt.  Dennoch bitte ich um Euer Verständnis, dass ich keine Verantwortung für die Wirkung, Preise, Links und für die hier dargestellten Informationen übernehmen kann, da ich natürlich nicht alle Fremdinformationen selbst überprüfen konnte.

Und nun viel Spaß beim Entdecken von aktuellen Fakten zum Thema Wimpernserum!

Hallo Ihr Lieben!

Seit ein paar Monaten sind sie in aller Munde, äh … auf aller Lider … ! Wimpern-Seren zum Preis von 5 – 100 Euro, die die Wimpern tatsächlich länger und dichter machen sollen, glaubt man den Werbe-Versprechen!

Ihr Siegeszug scheint unaufhaltsam zu sein! Mittlerweile gibt es diese ,,Spezialseren“ in jedem Drogeriemarkt, aber auch in exklusiven Parfümerien!

Zugegeben  habe ich  mittlerweile (mit diesem ,,Novum“, um das es heute geht), drei von ihnen getestet! Der Letzte ,,Stopp“ war etwa vor  7 Monaten.

In letzter Zeit habe ich eines der Seren der Firma ,,Lescale“ angewendet, weil diese sehr durchdacht sind und außerdem tierversuchsfrei auskommen, was für mich auch ein wichtiges Kriterium ist. Auf der Homepage von Let´s go beauty.de könnt ihr übrigens weitere Tests, Bewertungen und Vergleiche der  Wimpernseren ansehen.  Mich hat ein Produkt der Firma von seiner Zusammensetzung her besonders angesprochen und zwar deshalb, weil ohne die herkömmlichen Prostaglandinabkömmlinge auskommt …. Warum und wieso erkläre ich Euch später ausführlich!

Wie die Wirkung von Wimpernseren entdeckt wurdefullsizeoutput_161f

In der Augenheilkunde wurden Prostaglandine wie Bimatoprost ( im Handel unter dem Namen Lumigan) schon länger zur Behandlung von Patienten, die an einem erhöhten Augendruck leiden, eingesetzt. Bei diesem sogenannten Glaukom (= grüner Star) kann das Kammerwasser nicht richtig ablaufen und demzufolge wird der Druck immer höher. Dadurch kommt es wiederum zur Einschränkung der Sehfähigkeit und in seltenen Fällen kann sogar eine Erblindung resultieren.

Durch Anwendung der Tropfen kann nun die Augenflüssigkeit abfließen und der Druck innerhalb des Auges sinkt wieder ab. Einige Patienten hatten dabei jedoch bemerkt, dass ihre Wimpern während der Behandlung wuchsen und voller wurden.  Und tatsächlich, dieser Effekt war objektivierbar! Übrigens hat mir auch eine gute Freundin, die Ärztin in der Uni-Augenklinik ist, bestätigt, dass sie die (Ex-)Glaukom-Patienten an ihren langen Wimpern erkennt … Es ist also was dran!

Die häufigsten Wirkstoffe zur Wimpernverlängerung – Abkömmlinge des Hormons Prostaglandin

Allerdings bedingen unterschiedliche Wirkstoffe unterschiedlichen Wirksamkeiten … Auffällig ist, dass die meisten Hauptwirkstoffe auf …“prost“ enden. Gemeint sind damit unterschiedliche Verwandte des Gewebshormones Prostaglandin. Sie verlängern die Wachstumsphase der Wimpern und erhöhen die Aktivität der Haar-Follikel, die die Haarwurzel umgeben und sie quasi in der Haut verankern.

Was passiert, wenn man mit der Behandlung aufhört?

Hört man mit der Behandlung auf, wird von einem Fortbestehen der Wirkung für ein paar Monate berichtet, dann aber verpufft die Wirkung, und die Haare entwickeln sich zurück. Allerdings kann man die Behandlung auch einfach jeden 2. oder 3. Tag  fortführen – so soll das Ergebnis der langen, schönen Wimpern sistieren…

Nebenwirkung der prostaglandin-haltigen Seren …

… sind relativ selten! Meist werden sie gut vertragen und es gibt keine Probleme, sondern einen guten Effekt, der je nach Konzentration nach 4-8 Wochen sichtbar wird!

Die  Anwenderinnen sind jedoch unterschiedlich empfindlich. Deshalb muss man beim Auftragen zur Sicherheit darauf aufpassen, kein Serum ins Auge zu bekommen!

Es gibt für solche Fälle übrigens auch Seren mit geringeren Konzentrationen oder anderen Substanzen auf dem Markt, die zwar nicht ganz so schnell wirken, dafür aber schonender sind.

Diese Nebenwirkungen wurden von Anwenderinnen wie folgt beschrieben (über die Häufigkeit bei Wimpernseren habe ich aber keine verlässlichen Zahlen gefunden):

  • Brennende, rote und tränende Augen
  • Kopfschmerzen
  • Verfärbungen des Lidrandes, in seltenen Fällen sogar der Iris.
  • Kurzfristige  Sehstörungen bei direktem Augenkontakt mit den Seren, was beim Auftragen doch leicht einmal passieren kann
  • Veränderung des Fettgewebes im Bereich der Augenhöhle so, dass das Auge ein wenig einsinkt
  • (unter Bimatoprost in 1% Leberwertveränderungen (Arznei-Teilegram

    a-t 2002; 33: 51-2))

Nicht geeignet ist das Serum für

  • Schwangere
  • Stillende
  • unter Vorbehalt: häufig zu Allergien neigenden Personen

Gesetzeslage / Umgang mit dieser Unsicherheit

Leider gibt es nach meinem Wissenstand keine großen Studien, die die Nebenwirkungen ausreichend objektivieren könnten. So kann es sein, dass diese Nebenwirkungen aufgrund anderer Ursachen oder unsachgemäßer Anwendung auftreten. Falls sie aber damit im Zusammenhang stehen, wäre es gut zu wissen, wie häufig sie auftreten und bei welcher Menge.

 In Amerika werden höher konzentrierte Wimpernwuchsmittel seit einiger Zeit von der US-amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde als Medikament eingestuft. Sie müssen Tests durchlaufen und im Beipackzettel wird eine Liste von Nebenwirkungen genannt.  Außerdem  muss eine Wachstumsstörung der Wimpern diagnostiziert werden, bevor solche Mittel verordnet werden können.
In Schweden lässt die Arzneimittelbehörde seit 2012 nicht mehr zu, dass Produkte mit Prostaglandin-Derivaten auf dem Kosmetikmarkt verkauft werden.
In Deutschland hatte 2011  das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) die Einstufung als Kosmetikprodukt des prostaglandinhaltigen Wimpernserums in Frage gestellt. Auch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (Bfarm) stellt kurze Zeit später fest, dass es sich bei diesen Produkten um Funktionsarzneimittel handelt.
Allerdings bin ich selbst kein Befürworter der Restriktion, sondern der Aufklärung…
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Applikator des Serums

Sich der Eigenverantwortung bewußt sein…

Deshalb finde ich es auch nicht unbedingt nötig, gesetzlichen Restriktionen zu verhängen und bin damit dafür, dass die Seren weiterhin frei verkauft werden können.

Wie ich uns Frauen von heute einschätze, sind wir  sehr wohl in der Lage, mit den vergleichsweise geringen Nebenwirkungen umzugehen, oder?

Denn schließlich sind wir mündige Bürger. Die Gefahren sind, zumindest bei der vorübergehenden Anwendung, vergleichsweise gering. Allerdings setzt das voraus, dass vor dem Kauf bereits über mögliche Gefahren informiert wird und zum anderen jederzeit die Möglichkeit gegeben ist,  sich umfassend zu informieren und abzuschätzen, wie man reagieren soll, wenn doch einmal Nebenwirkungen auftreten – wozu unter anderem mein Blog einen Beitrag hiermit einen Beitrag leisten möchte. Wir können einerseits nicht immer alle Sicherheiten und den doppelten Boden verlangen, wenn wir andererseits unsere Entscheidungen in gewissem Umfang alleine treffen möchten.

Wie gehe ich mit möglichen Nebenwirkungen um?

Allerdings kann es bei Unsicherheiten, zum Beispiel bei Allergien und schweren  Vorerkrankungen, sinnvoll sein, sich vor Anwendung mit einem Arzt über die möglichen individuellen Risiken zu beraten! Selbstverständlich ist man sorgsam bei der Anwendung, damit möglichst kein Serum ins Auge kommt. Merkt man Jucken oder Brennen, spült man das Auge mit klarem Wasser aus. Bei deutlichen Nebenwirkungen wie starke Rötung, Brennen oder Kopfschmerzen setzt man das Präparat natürlich ab. Bei schweren Symptomen (die ja vielleicht auch andere Ursachen als die Anwendung des Wimpernserums haben können) begibt man sich natürlich sofort in ärztliche Behandlung!

Verantwortung der Hersteller

Natürlich  sind vor allem die Produzenten in der Pflicht,  ihre Kosmetika möglichst verträglich herzustellen und ausreichend zu kennzeichnen. Die Firma Lescale, deren Serum ich getestet habe, hat deshalb Formeln für verschiedene Typen auf den Markt gebracht,  sodaß auch für sensible Typen eine Lösung gefunden wurde! Und eben diese habe ich getestet!

Das Luxe Lash Advanced Sensitive Wimpernserum ohne Prostaglandin

Im Unterschied zu den herkömmlichen Wimpern-Wachstumsseren enthält es neben Koffein und Hyaluronsäure den kosmetischen Wimpern Wachstumsstoff  Sympeptide® XLash“. Ich vermute, dass damit Myristoyl Pentapeptide-17, gemeint ist. Dieser  Wirkstoff soll nun die Wimpern vielleicht nicht ganz so schnell, aber auch wachsen lassen (siehe unten).

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Bestandteile des Serums und deren Wirkungen:

  • Aqua (Water),
  • Glycerin, feuchtigkeitsspendend
  • Propylene Glycol : wirkt hygros­­­­ko­­­­pisch, zieht also Wasser an und bindet es, dringt wie Glycerin in die obere Hornschicht ein und hydartisiert sie
  • Myristoyl Pentapeptide-17, hautpflegend, stärkt die Wimpern, ihm wird ein ähnlicher Effekt wie den Prostaglandinderivaten nachgesagt, nur nicht ganz so schnell. Außerdem wird dieser Stoff nicht als Arzneimittel eingestuft …
  • Aloe Barbadensis Gel, feuchtigkeitsspendend
  • Phenoxyethanol,wirkt bakterizid (konservierend)
  • Caffeine, (Koffein) wirkt durchblutungsfördernd
  • Sodium Hyaluronate, (Hyaluronsäure) durchfeuchtet die Haut.
  • Hydroxyethylcellulose,Verdickungs- und Bindemittel
  • Ethylhexylglycerin, Hautpflegemittel
  • Panthenol pflegend, beruhigend, feuchtigkeitsspendend
  • Benzyl Alcohol Duft- und Aromastoff
  • Potassium Sorbate Konservierungsmittel
  • Sodium Benzoate,Konservierungsmittel, Duftstoff
  • Dehydoacetic Acid, Konservierungsmittel (unschädlich)
  • Acetyl Hexapeptide-8, kann Neurotransmitterfreisetzung hemmen, nicht so stark wie Botox, hemmt ggf. Mimikfalten
  • Propyl Gallate Antioxidans

Anwendung/ Wirkweise laut Hersteller

Persönliche Vorgehensweise

Das Präparat wurde jeden Abend nach der Reinigung mit Micellenwasser relativ wimpernnah aufgetragen und dann durch sanftes Finger-Auflegen vorsichtig eingearbeitet. Die Augenbrauen wollte ich eigentlich nicht buschiger haben, so habe ich diese nicht behandelt. Meine  Augencreme, die ich üblicherweise anwende, trug ich nicht im Bereich des Serums auf, da dieses ja selbst schon viele pflegende Stoffe enthält und ich ihre Wirkstoffe nicht verdünnen wollte.

Ergebnis

Die Wimpernverlängerung nach 8 wöchiger Anwendung ist deutlich sichtbar. Ohne Prostaglandin, nur mit Myristoyl Pentapeptide-17, Koffein und Hyaluronsäure als Wimpernwachstums-Aktivatoren wurde dieser Effekt erzielt.

Version 2
Vorher
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Nach etwa 8 wöchiger Anwendung

Kosten

Der Orginal Preis von 58,95 Euro scheint nicht gerade billig. Allerdings halten zum einen diese Seren sehr lang. So ist von einigen Monaten die Rede … Mein Fläschchen hielt zumindest die 8 Wochen sehr gut durch! Außerdem Es gibt es immer einmal wieder gute Preisaktionen, wie auch im Moment bei  Lescale direkt! Der Preis von Luxe Lash Advanced Sensitive: 4ml kosten jetzt aktuell 19,90 Euro.

Dort gibt es auch die Produkte mit Prostaglandin-Derivate sowie andere Kosmetika, zum Teil aktuell mit 60% Preis-Reduktion.

Fazit

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Das Produkt hat eine wimpernverlängernde Wirkung gezeigt, ein Wachstum ist nach etwa 8 Wochen Anwendung deutlich zu erkennen! Nebenwirkungen oder Probleme traten nicht auf.

Gut finde ich auch, dass in dem von mir getesteten Produkt weder Prostaglandine  enthalten sind, noch Tierversuche bei der Entwicklung gemacht wurden. Die Inhaltsstoffe sind, soweit ich feststellen konnte, unbedenklich und es sind viele pflegende Komponenten integriert. Dies finde ich auch deshalb wichtig, weil die Haut ja nicht zusammen mit dem Serum eingecremt werden sollte, da das Serum sonst sehr verdünnt würde und seine Wirkung nicht so gut entfalten könnte!

Das Preis-Leistungsverhältnis ist okay, besonders  nach der Preisreduktion, sodaß ich das Produkt ohne Einschränkungen empfehlen kann! Der Produkt-Test hat mir Spaß gemacht und ich war frei in meiner Beurteilung und habe auch den Artikel ohne Vorgaben verfasst.fullsizeoutput_16b4

Wenn Ihr noch Fragen, Anregungen oder Kritik zu dem Thema habt, könnt Ihr mir das gerne in den Kommentaren schreiben!  Spannend fände ich außerdem, zu erfahren, ob Ihr auch schon Erfahrungen mit solchen Seren gemacht habt!

Demnächst auf diesem Blog: Wie man Lügen einfach enttarnt!

Nun wünsche ich Euch wunderschöne Frühlingstage!

Alles Liebe,

Eure Nessy

Reisen: Dubai Teil 2 – Viele, viele Tipps, die nicht unbedingt im Reiseführer stehen und Angewohnheiten, die erstaunen …

Ich achte und respektiere die Einwohner Dubais sehr und bedanke bei allen für die sehr herzliche Gastfreundschaft und für die vielen Erzählungen und Informationen, die mir überlassen wurden und die diesen Artikel so besonders machen! 

Die folgenden Aussagen beruhen auf meinen persönlichen, subjektiven Erfahrungen und Informationen und sind ohne Gewähr, insbesondere die Aussagen über das Mitführen der Medikamente und die Schlafboxen, in denen natürlich jeder schlafen kann!

Hallo Ihr Lieben!

Hier kommen nun meine persönlichen Dubai-Tipps, die ich vorher nicht wusste … Vielleicht Ihr ja auch nicht, dann profitiert Ihr davon, wenn ihr Dubai auch einmal besucht, was sicherlich empfehlenswert ist!

1. Was, wie, wann und wo buchen?fullsizeoutput_154e.jpeg

Wir waren, zugegeben, relativ blauäugig bei der Buchung. das Internet verunsicherte mich, weil ich einfach Schwierigkeiten hatte, die Angebote zu objektivieren. Welches Hotel sollte ich wählen? Schon hier gab es sehr große Preisunterschiede … Mit oder ohne Frühstück … Oder gar Vollpension? Sollte es  ein Bett im legendären Burj el Arab sein oder gar im grandiosen Atlantis. Am Meer oder in der Stadt? …

1.1. Direkt am Strand?

Eine kurze Beantwortung der Fragen: Wenn Ihr Wert auf Strand legt und weniger auf Erlebnisse, könnt Ihr auch Euren Hauptstandort in Abu Dabi wählen und vielleicht einen Tag nach Dubai fahren! Das kann günstiger sein! Wir hatten ein Hotel ,,10 Minuten bis zum Meer“. Das war relativ lang, weil wir trotzdem ein Taxi nehmen mussten! Ein Shuttle fuhr nämlich nur einmal am Tag! Lasst Euch also nicht von diesen ,,Shuttle-Versprechen“ einlullen! Es war aber auch nicht wirklich fußläufig in die Stadt (wer möchte schon 20 Minuten bei 30 Grad im Schatten stramm marschieren?) und der Pool war ein Rooftop-Pool… zugegeben mit einer klasse Aussicht! Aber eben nicht  ,,mit weitläufiger Gartenanlage“ , wie ich das eigentlich schöner finde. Obwohl ich hier sicher nicht meckern will, denn das Hotel (der Ramada-Kette) war schon sehr luxuriös! Allerdings haben wir das gebuchte Zimmer sofort upgegradet, da es für drei Personen definitiv zu klein war!

1.2. Mit oder ohne Vollpension?

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Ein Frühstück nach meinem Geschmack … Es fehlt an nichts!

Das kommt wiederum darauf an… Das Frühstück ging (bei uns) bis 11 Uhr und war so lecker und reichhaltig, mit allem, wirklich allem, was man sich nur wünschen konnte, sodaß wir uns richtig sattessen konnten. Abends aßen wir meist etwas aus der Hand und, ja, okay, meist landete noch eine Pizza auf unserem Zimmer … trotzdem fuhren wir wesentlich billiger wie mit Vollpension . Außerdem neige ich dazu, mich an diesen abendlichen Buffets zu voll zu essen, weil ich einfach nicht widerstehen kann… Insofern buche ich persönlich nicht unbedingt Abendessen dazu, nur, wenn es gerade relatic günstig ist! Aber auf der anderen Seite ist es natürlich praktisch, wenn man sich kein Essen außerhalb suchen muss und das Essen ist meist so abwechslungsreich, dass man diesbezüglich keine Probleme hat! Vollpensionbuche ich nur, wenn es sowieso dabei ist, weil ich das eigentlich nicht brauche. Aber auch da sind die Geschmäcker verschieden. Ich gebe nur zu bedenken, dass man ja in Dubai meist schon Ausflüge macht und man mittags kaum zuhause ist…

Aber kommen wir zurück zu unserer Hotelsuche…

So machten wir uns eines Samstags auf in die Stadt, um Reisebüros abzuklappern, da es ja um keine kleinen Summen für eine Woche. Pro Person war zwischen tausend und 5000 Euro Pauschalurlaub im Internet bei den gängigen Portalen alles zu finden!

Die Beratung in den  Reisebüros war sehr unterschiedlich. Wir gerieten an eine nette junge Dame, die uns relativ kompetent schien. Man merkt schnell, wie engangiert die Reiseverkäufer sind. Mein TIpp: Wenn jemand das Tempo einer Rennschnecke aufweist, ist das für Eure Bedürnisse trotzdem noch zu langsam! Wenn aber der/diejenige begeistert von seinen/ihren  Erlebnissen genau der Destination erzählt, zu der Ihr auch hinwollt, seid Ihr richtig, denn er/sie wird Euch viele Tipps gratis geben!

Als erstes sollte man sich überlegen, auf was man wirklich Wert legt und wo man Abstriche machen kann. Im Folgenden nun meine Tipps, die ich wirklich auch vorher gebraucht hätte!

Natürlich gibt es immer auch einmal wieder Sonderangebote oder wechselnde Kontingente der Firmen, sodaß meine Tipps als Tendenzen zu sehen sind, die im Einzelfall auch einmal anders sein können und die reine Erfahrungswerte von mir und anderen Dubai-Reisenden sind!

1.3. Die günstigste Möglichkeit zu buchen ist häufig …

1.3.1. … lange, lange vorher! Am besten sofort, wenn die Angebote auf den Markt kommen, also zum Beispiel 1 Jahr vorher!

1.3.2. … ,wenn man keine Reiserücktrittsmöglichkeit vereinbahrt. Dies ist allerdings bei unserem manchmal sehr kurzfristigen beruflichen Terminen schlicht nicht machbar! Allerdings haben wir auch über eine Kreditkarte eine Reisrücktrittsversicherung bei Krankheit integriert, sodaß man dies im Einzelfall entscheiden muss, was geht!

1.3.3. … wenn man Flug und Hotel  unter Umständen getrennt bucht! Das muss man schlicht und ergreifend durchrechnen.

1.3.4.  … wenn man verschiedene Anbieter auch bei den Einzelangboten für Flug und Hotel vergleicht!

1.3.5. … wenn man selbst im Hotel fragt, was die Reise kostet. Oft ist die direkte Buchung tatsächlich günstiger oder man bekommt ein  besseres Zimmer! Übrigens ist auch dann empfehlenswert, wenn beim Reiseanbieter schon alles ausgebucht ist!

1.3.6. … wenn man ,,außerhalb der Saison“ bucht. Allerdings ist es im Sommer doch relativ heiß (teilweise bis über 50 Grad im Schatten). Auch wenn ,,innen“ alles klimatisiert ist, kann man dann über die Mittagsstunden quasi nichts ,,draußen“ unternehmen. Das sollte man sich gut überlegen! Wir hatte im Frühjahr ideale Reisebedingungen und auch im Winter ist Dubai eine geniale Destination, weil man in den Momenten, wenn sich der Organismus wirklich nach Sonne und Wärme sehnt, ihm genau das geben kann! Allerdings ist es auch eine gehörige Umstellung! Deshalb sollte man im Anschluss dem Körper ein paar Tage zur Anpassung geben und ihn, wieder in Deutschland, besonders warm einpacken!

2. Benimm-Regeln

 2.1. Kleiderordnung

2.1.1.  Frauen:

Viele Frauen  und Mädels laufen, wenn sie aus westlichen Ländern kommen, ehrlich gesagt oft relativ freizügig herum, ohne dass ,,etwas passiert“.  Allerdings schätzen das die islamischen Männer überhaupt nicht. So diplomatisch sie auch mit vielem sind, so sauer sind viele von ihnen, wenn sie das sehen! So habe ich beobachtet, wie die Männer solche Frauen mit Absicht ,,aus Versehen“ im Vorbeigehen angerempelt haben, weil sie betont wegsahen! Wer sich selbst so etwas ersparen möchte, sorgt dafür, dass die Kleidung in der Öffentlichkeit möglichst zumindest bis kurz vor die Knie geht und ,,oben herum“ kein Brustansatz zu sehen ist, der Körper nicht zu figurbetont zur Schau gestellt wird und die Schultern bedeckt sind! Möchte man am Strand ein Top tragen, sind große Schultertücher, leichte Jäckchen oder Ponchos eine gute Lösung, die man auch leicht über die Haare ziehen kann, wenn man einen religiösen Ort besichtigen möchte. Übrigens habe ich mein großes Tuch  auch am Strand gegen die Sonne gut einsetzen können! Ein absolutes Don´t: Am Strand umziehen, dass man etwas ,,sehen könnte“. Besser: Umkleide oder Toilette dafür aufsuchen!

2.1.2. Männer:

Abends beim Essen sind, wie auch in vielen deutschen Hotels, lange Hosen angesagt! Ansonsten sollten die Knie bedeckt sein. Sohnemann sah das allerdings nicht ein und verzichtete nicht auf seine, glücklicherweise  doch ein wenig längere Bermudas, was auch okay war!  Übrigens wurde mein Mann schon ein wenig eifersüchtig auf die schönen, luftigen , schneeweißen ,,Kleider“ der Männer. Aber nein, das geht nicht, ihr Lieben! Denn diese sind ,,Gläubigen“ vorenthalten. Ein wenig schade, oder?

2.2. Beim Essen

Beim Essen benimmt man sich ,,ganz normal“. Wer Knigge in Deutschland anwendet, tut dies auch in Dubai, wer nicht, der nicht, was schade ist! So vermeidet man an Buffets, sich die Teller übervoll zu machen, drängelt nicht und isst und trinkt erst, wenn er Platz genommen hat. die Serviette gehört vor dem Essen auf den Schoß und wenn zum Schluss Wasser mit einem Tuch gereicht wird, ist dies zum Händewaschen!

Klar, dass man sich bei einer Einladung zuhause nicht einfach hinsetzt und auch im besseren Restaurant heißt es meist ,,wait to be seated“. So haben wir auch schon öfters einmal gewartet, allerdings hat uns das Restaurant dann einen ,,Buzzer“ mitgegeben, der anging, als der Tisch frei war. Eine gute Sache!

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Auf dem Dubai Creek! Im Hintergrund die den Orginalen nachempfundenen alten Gebäudenmit den ominösen ,,Kühltürmen“

2.3. Alkohol

..zu konsumieren, ist in der Öffentlichkeit  verboten. Mit Öffentlichkeit ist außerhalb von lizensierten Restaurants/ Safaris/ Clubs und Hotels gemeint. Alkohol wird nicht an Personen unter 21 abgegeben. Da wird kein Spaß verstanden! Betrinken ist ein absolutes No-Go! Wer sich über die Details informieren möchte, da ich an den Fragen diesbezüglich Unsicherheiten bemerkt habe und meine Aussagen gar als falsch tituliert wurden, kann sich hier schlau machen!

2.4. Großzügigkeit

Orientalen sind sehr großzügig. Wenn man jemanden trifft, zu dem man ein wie auch immer geartete Beziehung hat, wird man häufig eingeladen! Es ist eine Unhöflichkeit, wirklich abzulehnen. Stattdessen wird erwartet, zuerst so zu tun, als lehne man ab, dann aber sehr schnell einzulenken und sich für die Großzügigkeit überschwänglich zu bedanken. Das gilt natürlich nicht bei Teppich- und anderen Händlern, die einen zum Tee einladen wollen! Denn hat man den Tee erst angenommen, ist es schwierig, nichts zu kaufen, ohne unhöflich werden zu müssen und das gilt in Dubai als No Go! Auch gegenüber Teppichhändlern! Sie sind dann echt persönlich beleidigt!

2.5. Handeln

In Kaufhäusern handelt man natürlich nicht! Auch nicht an Imbißständen oder in Restaurants! So etwas ist wirklich peinlich!

In dieser  ,,Kunst“  kann man sich aber  in den ,,Souks“ versuchen, den Markthallen für Gewürze und Gold, die am Dubai Creek liegen. Zielwert ist mindestens die Hälfte des Anfangsgebotes des Händlers… Auch wenn Ihr das Stück wollt, lohnt es sich, zwischendurch bei den Verhandlungen so zu tun, als ginge man.. Ist der Händler verhandlungsbereit, wird er einen zurückrufen, wenn nicht, nicht! Auch so ein kleines Spielchen …

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Stay cool!

2.6. Medikamentenkauf

… sind öfters rezeptfrei als bei uns und man bekommt viele, die teilweise günstiger sind als in Deutschland, was sich allerdings durch die Internet-Apotheken etwas relativiert hat. Auch wir haben wieder einiges eingekauft. Zugegeben sind unsere Einkäufe,  medizinisch gesehen, nicht unbedingt empfehlenswert. dennoch enthalte ich sie Euch nicht vor. So gibt es viele Nahrungsergänzungsmittel in Gummidrops- Form… Find´ ich persönlich lecker, verführt aber zur Überdosierung!

Ich habe mir auch Collagen-Tabletten gekauft, da sie tatsächlich die Haut und Gelenke aufbauen sollen – natürlich gibt es dafür weder Richtlinien noch echte Beweise, wenn auch Studiendaten einen Besserung der Faltentiefe gefunden haben sollen.  Egal, ich mache jedenfalls jetzt einmal so eine Collagen-Kur! Ich werde Euch berichten, ob ich einen Unterschied gemerkt habe!

Dann habe ich mir ein Super-Duper Medikament mit Billionen von Darmbakterien aus mindestens 1000 verschiedenen Stämmen gekauft. Damit ich kein Leaky-Gut bekomme! Kennt Ihr nicht? Könnt Ihr auf diesem Blog ja einmal nachlesen! Nebenbei erwähnt ist dieses Krankheitsbild schon fast als Volkskrankheit anzusehen und beeinträchtigt unseren ganzen Organismus…

Aber kommen wir zum nächsten Thema. Beratung wird in Apotheken großgeschrieben. Wenn man also nur ein kleines Wehwehchen hat, kann man dort erst einmal nachfragen. Natürlich empfehle ich sofort eine ärztliche Beratung, wenn es um ernsthaftere Probleme geht oder man sich, wie auch immer, unsicher ist!

2.7. Medikamenteneinfuhr

Hier gibt es teilweise gegenteilige Aussagen. Es ist laut meinen Informationen am einfachsten,  wenn Ihr bei

2.7.1. normal verschreibungspflichtigen Medikamenten  ein Rezept mitnehmt, auf dem es verschrieben wurde.

2.7.2.  bei Medikamenten, die unter das sogenannte ,,Betäubungsmittelgesetz“ fallen

eine in Englisch geschriebenen Bescheinigung mitführt, auf der der verschreibende Arzt und das Gesundheitsamt unterschrieben haben. Dieses Formular könnt Ihr im Internet herunterladen und zwar hier !

2.7.3. rezeptfreien Medikamenten

in der Regel (wenn es nichts Exotisches ist) nichts weiter unternehmt.

Weiterführende Informationen zum Thema des ADAC habe ich hier gefunden.

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2.8. Trinkgeld

Immer doch! Der Zimmerdienst im Hotel freut sich über ein paar Münzen!  Am sinnvollsten finde ich persönlich, jeden zweiten Tag umgerechnet etwa 2 Euro auf  einem Zettel, auf dem ,,Thank you“ steht, zu legen. Dann werden auch ,,Sonderwünsche“ wie ein zweites Kopfkissen gerne erfüllt und die Kaffeebar ist stets besonders großzügig bestückt.. Zumindest haben wir diese Erfahrung gemacht! Auch dem Portier gebe ich etwas fürs Kofferschleppen… In Restaurants runde ich, je nach Service, 10 – 20 % auf.

3. Verhalten Männer und Frauen und wozu ein Fahradlenker – ähnlicher Wasserhahn gut ist

In Dubai sehen es die Männer als ihre Pflicht an, ihre Frauen ,,zu beschützen“. Gerne haben sie mit Stolz ihre Kinder auf dem Arm und bringen ihre Liebste(n) bis in die Einkaufsläden, ,,checken“ die Lage, um dann vor der Tür auf und ab zu patrouillieren, was ich ein paarmal beobachtet habe. Die Frauen machten mir dabei einen fröhlichen, selbstbewußten Eindruck!

3.1. Gewisse ,,Etablissements“

Ich unterhielt mich mit einer Frau, die die ,,Abaya“ trug.  Wir waren gerade auf ,,dem Örtchen“ , auf dem die meisten Frauengespräche stattfinden. Nebenbei erwähnt, ist dieses ,,Etablissement“ in Dubai wirklich IMMER unfassbar sauber und luxuriös ausgestattet!  Wozu ein fahrradlenker – ähnlicher Wasserhahn gut ist, wollt Ihr nun endlich wissen? Come on, das wisst Ihr nicht? Ich übrigens auch nicht 😉 ! In der Mitte wäscht man sich die Hände. Soweit, so gut! Natürlich mit Seifenschaum, is ja klar! Dann trocknet man sie sofort im Anschluß an eben jenen ,,Armen“ links und rechts durch den kräftigen heißen Luftstrom, der dort entfleucht. Genial, oder?

By the way – In jeder Toilette gibt es zudem eine Handdusche (Achtung, sie hat ordentlich Druck), um sich wirklich an ,,gewissen Stellen“ porentief rein zu ,,strahlen“. Mit soviel Power eine für mich etwas, äh, ungewohnte… Okay, lassen wir das!

 

3.2. Die unterschiedliche Sicht der Dinge

Jedenfalls teilte mir die ,,Schöne“, die sich zwecks Restaurierung ihres so schon perfekten Make ups, sich ihrer Abaya kurz entledigt hatte, im besten Oxford-Englisch mit, dass sie stolz auf ihre Position und ihre Abaya sei und dass sie den Eindruck habe, dass wir doch in Wirklichkeit von unseren Männern unterdrückt würden, so lieblos, wie sie mit uns umgehen würden. Was sie an europäischen Männern und Frauen beobachte, würde SIE nie mit sich machen lassen! Wow! Das saß! Leider konnte ich dazu nichts mehr sagen, denn sie hatte schon mit einer gekonnten Bewegung ihre Abaya übergezogen und war verschwunden!

,,Abstellboxen“ für die Männer

Eine weitere Obskurität entdeckten wir im Untergeschoß der Einkaufs-Mall. Dort waren längliche, gepolsterte Boxen aufgestellt, mit einer  als Deckel.,, Für die Männer“, erklärte uns der dienstbare Geist, der das Ganze beaufsichtigte, ,,wenn die Einkäufe etwas länger dauern!“ Aha.  Da weißte Bescheid! Eine probate Lösung, über die man(n) durchaus nachdenken kann. Klappe zu, Affe tot!  Spaß beiseite, natürlich können die Boxen von allen ..Einkaufsmüden“ für einige Stunden genutzt werden! Damit Ihr nicht auf falsche Gedanken kommt: Natürlich darf man nur alleine und nur tagsüber stundenweise in diese Box…

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4. Strandabschnitt ,,La Mer“ :

Da dieses ,,Kleinod“ an Strandtabschnitt erst Anfang dieses Jahres richtig fertiggestellt wurde, steht es oft noch nicht auf Karten oder in Reiseführern! Deshalb möchte ich Euch hier kurz darüber berichten, denn es wäre schade, wenn Euch diese ,,kleine, feine Strandwelt“ entgehen würde…fullsizeoutput_14a0

Diese ,,Strandanlage“ dieses stadtnahe Teil des Strandes war eigentlich hauptsächlich für die Erholung der Einheimischen, vor allem auch nach der Arbeit, gedacht, wie uns ein Investor berichtete! Dennoch ist diese  Strandlandschaft wirklich sehr geschmackvoll und sauber, mit Palmen, bunten Häuschen und anderer karibischer Deko gestaltet. Viele Naturmaterialien und Orginal-Deko wie alte Boote und Krabbenfangkörbe  finden neben modernen Kunstwerken ihren Platz! Auch kulinarisch sind Geschmacksrichtungen vieler Herren Länder vertreten und auch, wenn man hier keinen ,,gewachsenen Flair“ findet, so hat diese Mischung aus Kunst, Karibik und Moderne ihren eigenen Charm

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La Mer – North Beach Entrance
Adresse3 2 A St – Dubai – Vereinigte Arabische Emirate

Öffnungszeiten

Geöffnet ⋅ Schließt um 22:00

 

So, und damit bin ich auch schon am Ende meines Artikels angelangt! Ich hoffe, dass ich Euch hier noch ein paar neue Informationen geben konnte  und wünsche Euch ein fröhliche nächste Reise, wo sie auch immer hingeht … und wenn es ,,nur“ Balkonien sein sollte, was natürlich auch ganz erholsam sein kann! 

Alles Liebe, Eure Nessy   

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Dubai ,,La mer“

 

Reisen: Dubai Teil 1 (Vereinigte Emirate ) – Größer, höher, weiter!

Hallo Ihr Lieben!

Selten war ein Winter so ,,zäh“ wie dieser… Anstatt der ersten lauen Frühlingstage bescherte uns der März Schneematsch und der verzweifelte Ruf der armen balzenden Vögelchen schallte durch den Schneeregen. Brr… Zeit für uns, einmal wieder in den Flieger zu steigen und uns in eine ,,fremde, magische Welt“ entführen zu lassen!

Und in der Tat, das immer warme Dubai ist anders als alles, was ich bisher gesehen habe! In kürzester Zeit – wurde es aus dem Wüstenboden gestampft,  und gelangte während der letzten 20 Jahre zu Weltruhm – von einem kleinen Fischerstädtchen, 1833 gegründet,  zur Riesenmetropole – den Ölvorkommen und ein cleverer Scheich sei Dank! Auch hat dieser begriffen, dass nun, da die Ölvorkommen nicht mehr den Reichtum mehren können, eine andere Einnahmequelle her muß! Und was ist da besser geeignet als … wir! Ja, Ihr habt richtig gehört! Der Tourismus soll es richten!

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Wasserspiele vor dem Burj Khalifa – der höchste Turm der Erde mit fast 830 Metern Höhe …

Von der Straße, auf der wir entlangfahren, wird bald der Blick auf eine riesige Wolkenkratzerskyline  frei … Tatsächlich! Die Bilder, die wir im Vorfeld angesehen haben, waren nicht übertrieben! Schließlich ist Dubai die Stadt mit der höchsten Wolkenkratzerdicke über 300 Meter! Was immer man damit erreichen möchte … Verschwenderische Blumenmeere entlang der Straße deuten darauf hin, dass man das Wasserproblem hier im Griff zu haben scheint – Von riesigen Entsalzungsanlagen wird das Wasser vom Grundwasser in die Stadt gepumpt

 

Sauberkeit und kaum Kriminalität wie in keine anderen Metropole…

Aber was ist das alles, gemessen an den Menschen, die hier leben! Jeder hat seine ganz eigene Geschichte, denn Dubai ist ein Schmelztigel, in dem verschiedenste Nationen aufeinanderprallen. Der Boden der Stadt sieht überall wie frisch gefegt aus – kein Krümmelchen ist auf den Straßen , Gehwegen und am Strand weit und breit zu finden, keine pöbelnden Leute zu hören und es gibt auch keine Straßendiebe, vor denen man seine Handtasche schützen muss

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Stecken hohe Strafen, Einsicht oder beides hinter dem mustergültigen Verhalten dieses Konglomerat an Menschen, die so verschieden sind  wie seinerzeit die Überlebenden auf der Arche Noah? Auf alle Fälle machen es Respekt und Toleranz möglich, dass die Menschen geradezu mustergültig miteinander umgehen, zumindest, was man auf den Straßen mitbekommt. Fremdschämen muß ich mich nur für eine junge deutsche Mit-Touristin, die nichts dabei findet, im wirklich schönen Restaurant, in dem auch viele Musliminnen mit ihren Männern dinnieren, mit einem Minirock, der durchaus auch als breiter Gürtel durchgehen würde, die Fingernägel zu lackieren! Am liebsten hätte ich … Aber da ich mich an die,  jeden Konflikt vermeidende, diplomatische Gepflogenheit Dubais halte, bei so einem Faux Pas stillschweigend einfach wegzusehen, konzentriere ich mich lieber auf die, auch für Vegetarier leckere ,Speisekarte ..

Hier versucht jeder, auf seine Art glücklich zu sein! Was nicht zu ändern ist, zu akzeptieren und was man ändern kann, mit aller Anstrengung zu einem guten Ende zu bringen, auch, wenn der Weg steinig ist …

Die ,,Guten Geister“ Dubais…

So erzählt uns ein pakistanische Taxifahrer, wie glücklich er sei, weil er gut verdienen würde und er seine Familie gut versorgen könne! Wir fragen ihn nach ihr – und dann kommt eine Antwort, die typisch für die Menschen aus Pakistan  ist, die hier arbeiten… Denn seine Familie ist ,,zuhause“ und die drei Monate alte Tochter hat er noch nie gesehen. Aber wenn er uns abgeladen hat, dann, ja dann packt er seine Sachen und schon morgen fliegt er zu seiner Familie – wie alle Jahre einmal! Für ihn ist das normal  – und nicht nur für ihn! Denn überall sieht man die Arbeiter, die guten Geister dieses Emirates, ohne die sicher vieles nicht so problemlos am Laufen gehalten werden könnte … und die ihrerseits tatsächlich dankbar sind, dass sie hier die Chance auf einen für sie und ihre Familien guten Verdienst haben … In Dubai haben sie sich ihre eigene Welt geschaffen, denn sie sind wahrlich nicht allein!

Version 2

Quo vadis, Dubai?

Man spürt einen leisen Druck, unter dem die Stadt steht. Denn die Zeit rennt… Noch ist genügend Geld da, doch schon zeigen vereinzelte leere Geschäftsimmobilien, dass Dubai den Tourismus als Einkommensquelle dringend ausbauen muss, wenn es nicht untergehen will in seiner Herrlichkeit! Doch die Leute kommen glücklicherweise in Scharen. Sicher sind viele Touristen aktuell noch aus den ararbischen Ländern, aber Reisegruppen aus China, Russen, Amerikaner zeugen von dem erhofften globalen Dubai-Tourismus und natürlich auch wir Deutschen haben dieses Emirat auch schon für uns entdeckt … Durch die Landgewinnung der Palme hat man viele Strandkilometer für Hotels gewonnen – allerdings eher für den gehobenen Tourismus, den sich viele schlicht nicht leisten können!

Atemberaubende Sicht vom Burj Khalifa, dem fast 830 Meter hohem Wolkenkratzer!

IMG_6954.JPGAber über das andere, ungleich teurere Projekt redet aktuell niemand so gerne… ,,The World“ , bei der lauter kleine Inseln in Form des Globus vor den Toren Dubais aufgeschüttet wurden, unter zuhilfenahme sämtlichem Know-Hows, das man auf unserer Erde gefunden hat, versandet zusehends … Lediglich auf einer der amerikanischen Inseln wird wohl noch gebaut – So erzählte uns zumindest ein Tourist, der einen Helikopterflug über Dubai gebucht hatte. Das würde bedeuten, dass Dubai tatsächlich 3 Milliarden (so die Gerüchteküche) im wahrsten Sinne des Wortes in den Sand gesetzt hätte,  was doch einen nicht ganz unerheblichen Tiefschlag für

Muhammad bin Rashid Al Maktum

bedeuten würde! Dabei hatte dieser dem Land tatsächlich diesen Wohlstand, der über die Ölindustrie hinausgeht, angkurbelt. Nicht nur, dass er für fast alle modernen Bauten Dubais mitverantwortlich war und ist, auch die Öffnung des Flughafens für den Tourismus durch Liberalisierung der Gesetze und die Gründung der Emirates -Fluglinie geht auf seine Kappe … In meinen Augen wirklich eine großartige Leistung. Allerdings fällt mir den großen verbrauch kostbarer Ressourcen durch dieses größer-höher-weiter Spiel auf. Auch Recycling schein (noch) kein Thema zu sein und auch nach Elektro-Autos besteht kaum Nachfrage.

Aber ich maße mir keine Kritik an einem Land an, das so vieles erreicht hat und dass ich mit Sicherheit zu wenig kenne, um es ernsthaft beurteilen zu können!

Dubai als Ferienort

Und die meisten Touris interessieren sich dafür sowieso nicht! Sondern für das, was Dubai ihnen zu bieten hat! Und das ist, zugegeben, eine ganze Menge!

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Am wichtigsten für uns ist aktuell die angenehme Wärme und einen tollen  wenn auch teilweise künstlichen Strand  – wirklich das ganze Jahr über, dazu Sauberkeit,  der ,,Zauber des Orients“ verbunden mit den  Shoppingmöglichkeiten des Okzidents, Wassersport, Bootsfahrten, Wüstenerlebnisse mit Beduinenromantik und Falkenshows, der Duft der Gewürze in den  ,,Souks“, das Funkeln des Goldes, dass hier teilweise tatsächlich nach Gewicht verkauft wird …

… Okay, man kann auch das höchste Gebäude der Welt erklimmen beziehungsweise in etwa einer Minute (!) mit dem Aufzug nach oben auf den Burj Khalifa fahren und über die Weite der Stadt und der Landschaft blicken, die nur durch eine leichte Diesigkeit, die in Dubai seltsamerweise meist herrscht, etwas eingeschränkt ist!

Unsere eigenen Erlebnisse in DubaiS1670049

Und wir? Wir haben uns diesmal einfach den Möglichkeiten und der Schönheit der Stadt hingegeben. Sind eingetaucht in dieses bizarre Leben, haben uns mit verschiedenen, interessanten Leuten unterhalten, von denen uns jeder mit seiner ganz persönlichen Sicht der Dinge mehr oder weniger überzeugen konnte und sind mit einigen Erfahrungen reicher im unsere ,,kleine“ Stadt Saarbrücken, mit ihren Wäldern und überschaubaren Gebäuden, Menschen und Tieren heimgekehrt, wohl wissend , dass es anderswo auf der Welt auch schön sein kann – nur eben ,,anders“ …

Nun wünsche ich Euch noch viel Spaß beim Betrachten der Bilder und eine tolle Zeit!

Alles Liebe, Eure Nessy

Viele Reise Tipps  und Infos über die Gewohnheiten in Dubai findet Ihr auch im 2. Teil!

 

Beeindruckend sind sie schon, diese architektonischen Kunstwerke, von denen man tatsächlich sehr viele trifft …

 

Auf dem Dubai Creek  lässt es sich aushalten – Stets weht eine frische Brise! Er trennt das neue von dem alten Dubai. In alten Booten kann man sich stundenweise darauf fahren lassen, mit oder ohne Essen, tags oder nachts…
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Dubai ,,La mer“

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Dubay ,,Sundown“
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Dubai Rooftop Jumeirah Beach Hotel
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Beach

 

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Auch abends ist am Meer noch einiges los! Auch nüchtern waren alle bei guter Laune!
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Salutarystyle Nessy Wagner
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Dubai ,,La Mer“ Zwei Ladys im hippen Beach-Club….
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Wer nicht gehen kann oder möchte, darf auch ein Oltimer-Taxi benutzen, um sich am Strandt entlang fahren zu lassen! Lauter neuerbaute, hübsche Reataurants
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Burj el Arab – eines der luxuriösesten Hotels der Welt in Form eines Segels – das Wahrzeichen Dubais

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Insulinresistenz – aktuelle Erkenntnisse, Übersicht/ Ein Gesellschafts – Problem, dass auch uns betrifft?

Hallo Ihr Lieben!

Wieder einmal ist mir ein Thema ,,über den Weg“ gelaufen, dass eigentlich für (fast) jeden von uns interessant sein dürfte! Schaut man sich nämlich das Risikoprofil für diese Erkrankung an, betrifft es jeden, der sich noch ,,normal“ ernährt  – und noch etwas mehr die, die ein kleineres oder größeres Wohlstandsbäuchlein ihr eigen nennen … also quasi mich und Dich!

Wegen gehäufter Fragen und Mißverständnisse möchte ich vor dem eigentlichen Artikel  aber noch kurz etwas in eigener Sache loswerden ...

Warum sind meine medizinischen Artikel anders als manche anderen ,,Krankheitsartikel“, die im Internet veröffentlicht werden?

Weil ich

  • regelmäßig zu neuen, für Euch wichtigen  Erkentnissen medizinisch fundierte Übersichtsartikel veröffentliche und Euch so nach Möglichkeit,,auf dem Stand der Wissenschaft“ bleibe
  •  meine mittlerweile ,,kleine Medi-Bibliothek“ regelmäßig überarbeite und
  •  Neuerungen integriere! 
  • über Fachwissen verfüge  (Fachärztin für Innere Medizin und für Gynäkologie und Geburtshilfe + Zusatzausbildungen, z.B. Notfallmedizin)
  • über 20 Jahre praktische Erfahrung habe (sowohl in Kliniken, wie auch in Praxen  als auch Notarzttätigkeit auf den nächtlichen Straßen habe ich auf diesen Gebieten gearbeitet) 
  • meine Artikel allgemein informieren und immer zusätzlich einen Arztbesuch empfehlen, weil nun einmal jeder Patient individuell ist und eine Therapie in erster Linie immer direkt auf ihn zugeschnitten sein muß! Artikel, in denen reine Eigenbehandlungen für ernsthafte Erkrankungen empfohlen werden, ohne einen Fachmann hinzuzuziehen, sind unseriös und gefährden den Leser, da dieser in vielen Fällen nicht über das Hintergrundwissen verfügt, eine genaue Diagnose zu stellen!
  • bewußt darauf hinweise, dass ich keine Garantien für den Inhalt oder die uneingeschränkte Wirksamkeit der Therapien übernehmen kann! Denn auch andere können Fehler machen und da ich natürlich nicht alle Studien selbst durchgeführt habe, können sich auch solche Fehler einschleichen, auf die ich keinen Einfluß haben kann! Allerdings orientiere ich mich entweder an Orginalstudien bez. Metaanalysen  oder an gut recherchierter Sekundärliteratur renommierter Wissenschaftler! Da ich selbst auch wissenschaftlich gearbeitet habe, kenne ich die Fallstricke von diesen Studien!
  • Was mich in diesem Zusammenhang z.B. sehr geärgert hat, war die Tatsache, dass Frauen jahrzehntelang eine falsche bzw. keine adäquate Therapie ihrer Wechseljahresbeschwerden  angeboten wurde, obwohl man heute weiß (und schon lange geahnt hat), dass eine gute Therapie sogar präventiv für manche Erkrankungen wirkt! Wen dieses Thema interessiert, findet auf diesem Block umfangreiches Themenmaterial …
  • mich deshalb von anderen Artikeln, die leider zum Teil immer noch ohne Kenntnis der Zusammenhänge geschrieben wurden und oft gravierende Fehler beinhalten, abheben möchte, weil ich Euch Information bereitstelle, die ursprungsnah und z.T. nach tagelangen Literaturrecherchen entstanden ist! Als Ärztin muss ich mich oft wundern, mit welchen Fehlinformationen meine Patienten andererorts immer noch für dumm verkauft werden!
  • wirklich informieren möchte und im (seltenen) Falle einer Produkteinbindung genau informiere, in welchem Zusammenhang ich dazu stehe! 

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Zugegeben: Ein Besuch in der Cheese-Factory ist so ziemlich  das Leckerste, was es gibt … Aber auch das ungesündeste!

Kommen wir nun zum eigentlichen Artikel …

Die Erkrankung, um die es heute geht, ist erst vor kurzem für die breite Öffentlichkeit  interessant geworden! Digentlich altbekannte Erkrankung scheint unsere Gesundheit auf tatsächlich gleich mehreren Ebenen  zu beeinflussen! Die Rede ist von der sogenannten

Insulinresistenz

Längst wissen wir, dass dieses Nicht-Ansprechen der Zellen auf das Hormon Insulin nicht nur als Vorstufe des Diabetes Mellitus  bedeutsam ist, sonder auch bei vielen anderen  komplexen Abläufen unseres Körpers eine Rolle spielt! Heute möchte ich Euch das Thema relativ einfach erklären und Euch vor allem auch über die wichtigsten neuen Erkenntnisse  informieren!

1. Was bedeutet eine Insulinresistenz für den Körper?

Bekannt ist, dass das Hormon Insulin dafür sorgt, dass der aufgenommene Zucker (Glucose)  in die Zellen  (vor allem der Leber- und der Muskelzellen) gelangen kann.

Dort wird er als  Glykogen gespeichert  oder in Energie umgewandelt ( Glykolyse). Bei dieser Energiegewinnung fallen Acetyl-CoA-Moleküle an, die, wenn sie nicht anderweitig verbraucht werden, als Fettreserven angelegt werden.

Sprechen die Zellen nicht genügend auf Insulin an,  beeinflusst dies auch das Abnehmverhalten des Körpers und  kann übrigens  auch den weiblichen Hormonstoffwechsel durcheinanderbringen, wie bei dem sogenannte polycystische  Ovarsyptom (PCO) und so kann eine Insulinresistenz auch für Fertilitätsprobleme verantwortlich sein!

2. Labor

-chemisch ist sie durch den sogenannten

2.1. HOMA -Wert (Homeostasis Model Assessment)

meßbar. Dieser wird nach 12 stündiger Nahrungskarenz morgens nüchtern abgenommen. Ein Wert um 1 ist normal, ein Wert, der größer als 2,5 ist, spricht relativ sicher für eine bestehende Insulinresistenz, während sich bei Typ2 Diabetikern Werte um 5 finden.

Ein zweiter Laborwert, der bei Verdacht gemessen werden kann, ist der

2.2. SHBG- (Sexualhormon-bindendes Globulin) Wert

SHBG ist quasi ein Transportmittel für Hormone im Blut, wobei die Konzentration von verschiedenen stimulierenden und hemmenden Faktoren gesteuert wird. Insulin  scheint senkend zu wirken, ebenso wie hohe Konzentrationen vom ,,männlichen“ Hormon Testosteron, während hohe Östrogen- und Thyroxinkonzentrationen erhöhend wirken. Interessanterweise wird die Produktion von SHBG von einer hohen Fettproduktion gehemmt, was eine Verringerung der Konzentration im Blut zur Folge hat. Deshalb ist dieser Wert bei einer Insulinresistenz, Diabetes Mellitus aber auch beim PCO-Syndrom und bei einer Schilddrüsenunterfunktion erniedrigt.

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3. Ursachen: Wie kommt es zu einer erhöhen Insulin-Resistenz?

Wahrscheinlich ist eine

 3.1. vererbbare Komponente,

gibt es enge Verwandte mit Diabetes mellitus Typ 2, so besteht ein ca. zehnfach höheres Risiko, an Diabetes mellitus Typ 2 zu erkranken. Dagegen kann man, zugegeben, nicht allzuviel tun  … Aber schon bei der Ursache

3.2. Übergewicht

overweight-3018731_960_720sieht das anders aus!

Warum kann also Übergewicht die Insulinresistenz begünstigen?

Kommt es zu Übergewicht, verändert die Fettzelle ihre Größe und Funktion und setzt verschiedene Stoffe frei, wodurch die Insulinwirkung absgeschwächt werden kann.

Auch

3.3. mangelnde körperliche Bewegung 

kann die Insulinresistenz verstärken, denn zum einen führt sie  zu einer Gewichtszumnahme und zudem hat man herausgefunden, dass auch die verminderte Muskelarbeit zu einer Abschwächung der Insulinwirkung führt.

3.4. Vermehrte Aufnahme von schnell verwertbaren, einfachen Kohlenhydraten

Indem wir den Körper mit  Zucker, aber auch Weißmehlprodukten (Nudeln, Croissants, Kuchen,…)  überladen, sorgen wir dafür, dass er ständig Insulin ausschütten muss! Denn steigt der Zuckerspiegel im Blut hoch an, gibt Insulin der Zelle den Auftrag, möglichst schnell und viel davon in die Zelle aufzunehmen. Also arbeiten die Zellen mit Hochdruck an diesem Problem und putzen die Glucose weg in die Zelle. Nun ist aber der Zucker-Spiegel im Blut wieder zu nieder und dem Gehirn wird der Auftrag gegeben, erneut nach ,,schnellem Zucker“ Ausschau zu halten… Süßigkeiten wirken am besten… Und dann geht der Zirkus von vorne los!

,,Stopp!“ sagen  sich nun die Zellen, ,,Was sollen wir mit dem dauernden Nachschub an Zucker anfangen? Also werden wir einfach ´mal die Türen eine Weile zulassen, wenn das blöde Insulin wieder schreit, dass ich den Zucker reinlassen soll! Ich sitze das ganze einfach nach Kanzlermanier aus! Mein Mensch wird schon sehen, was er davon hat!

Schön, werdet Ihr sagen, dass ist doch genau richtig…

4. Schäden und negative Auswirkungen der Insulinresistenz

Leider nicht! Denn was gut klingt, kann langfristig die Bauchspeicheldrüse schädigen, die dauernd Insulin nach-produzieren muß, bis sie irgendwann ganz schlapp macht und selbst unter großen Anstrengungen nicht mehr genügend Insulin nachbilden kann!

Schließlich beginnt der Blutzuckerspiegel mitunter drastisch anzusteigen. Zwischen der Ausbildung einer Insulinresistenz und einem manifestem Typ 2 Diabetes können allerdings Jahre oder sogar Jahrzehnte liegen…

In dieser Zeit können aber schon

  • dem Körper wichtige Energiereserven fehlen, da die Muskulatur aus Glucose nur noch wenig Glykogen herstellen und einlagern kann.
  • Entzündungsprozesse im Organismus ablaufen, die zu vielerlei Schäden führen können, so können
  • Organe, wie die Bauchspeicheldrüse und die Leber, aber auch das Herz geschädigt werden und
  • andere Krankheiten wie der Bluthochdruck begünstigt werden! Im Detail hauptsächlich zu
  • Schäden an den Gefäßen… Zuerst nur an den ganz kleinen (Mikroangiopathie), dann auch an den größeren (Makroangiopathie). Dabei ,,verkalken“ diese Gefäße (Atherosklerose) meist und das Blut kann nicht mehr ungehindert fließen! Als Folge der Minderdurchblutung werden nachfolgende Gewebeabschnitte nicht mehr richtig mit Nährstoffen versorgt! In der Folge kommt es zu
  • Wundheilungsstörungen  bis zu
  • Nekrosen (Gewebsuntergang) sowie
  • Gefühlsstörungen, die wiederum, gerade bei älteren Menschen,  eine
  • Gangunsicherheit mit sich bringen können!Übergewicht natürlich denn allseits bekannten Altersdiabetes fördern kann, sondern auch multiple Entzündungsprozesse im Körper, die wiederum den Alterungsprozeß ankurbeln…  Auch die Flora des Verdauungssystems ist von einem ständig schwankenden Zuckerspiegel betroffen, aber dazu später… Übrigens sieht man auch Zusammenhänge mit dem sog. PCO bei Frauen, das neben Akne und Blutungsstörungen auch zu Unfruchtbarkeit führen kann.

     

 

5. Bedeutung des ,,Glykämischen Index“ (GI)

 

Man weiß mittlerweile, dass nicht die Kalorien ,,die Bösen “ sind, sondern der hohe sogenannte glykämische Index!

Dieser gibt an, mit welcher Geschwindigkeit ein Lebensmittel  zu einer Insulinausschüttung führt! Je schneller und je mehr ein Lebensmittel Insulin ausschüttet, umso mehr Zucker wird in die Zellen aufgenommen und umso schneller sinkt der Blutzuckerspiegel wieder pro Zeiteinheit ab, was erneute ,,Zuckerlust“ auslöst.

Also müssen wir nach hochwertigen Nahrungsmittel mit niedrigem glykämischen Index suchen, damit wir gesund bleiben!

Und in der Tat ging vor etwa zwei Jahren ein Aufschrei die Gesellschaft! Die ,,bösen“ , einfachen Kohlenhydrate waren endlich entlarvt und die lange Zeit gültige Ernährungspyramide musste umgeschrieben werden! Nun waren nicht mehr, wie lange Zeit dogmatisch propagiert, einfache Kohlenhydrate wie Brot, Kartoffeln, Reis und Nudeln, an der Basis der Ernährungspyramide! Nein, nun wurde der größte Anteil der Ernährung, neben Flüssigkeit, durch Gemüse und nicht allzu süßes Obst, mit anderen Worten, mit vitamin- und ballaststoffreichen Lebensmittel mit einem geringerem glykämischen Idex (GI), ersetzt!

Daneben wurde auch die Bedeutung von magerem Eiweiß (Aminosäuren) betont, denn zum Aufbau und Erhalt der glatten (Haut- und Eingeweide) und  gestreiften Muskulatur (Skelettmuskeln / Muskeln des Bewegungsablaufes)  und auch für viele Funktionsabläufe im Organismus sind sie unerlässlich!

6. Wege zur Vermeidung/Behandlung einer Insulinresistenz!

Vielleicht fassen wir uns nun an die eigene Nase, weil wir bei dem Studium dieses Artikels gemerkt haben, dass wir selbst Gefahr laufen, eine Insulinresistenz zu entwickeln…

Deshalb habe ich Euch im folgenden Abschnitt Möglichkeiten zusammengestellt, um die Zellen wieder mehr auf Insulin ansprechen zu lassen, das heißt, für die Aufnahme des Zuckers zu sensibilisieren!

6.1. Zehn Tage relativ strenge kohlenhydratarme Diät

Es hat sich gezeigt, dass, ist die Insulinresistenz noch nicht zu weit fortgeschritten, eine anfänglich recht strikte, etwa 10 Tage dauernde Diät mit Verzicht auf Zucker und einfache Kohlenhydrate dazu führt, dass die Zelle wieder sensitiver auf Insulin reagieren und sich die Werte tatsächlich verbessern können! 

Danach empfiehlt sich ein vorsichtiger Kost-Aufbau mit einer der Hinzunahme von einigen ,,sinnvollen“ Kohlenhydraten!

In diesen Phasen habe ich meist zusammen mit den Patienten einen individuellen Ernährungsplan erstellt. Vielleicht habt Ihr einen guten Doc oder Ernährungsscoach an der Hand, der Euch dabei unterstützen kann! Wichtig ist, sich darüber klar zu werden, dass 10 Tage lang wirklich alle Weismehlprodukte wie Brot, Brezeln, Kuchen, Nudeln, aber auch Diätprodukte (erhalten oft sehr viel Zucker, da dieser als Geschmacksträger Fett ersetzt) und süßes Obst (Bananen), wie auch Pizza und andere Fertiggerichte, sowie Ketchup, süße Softgetränke und Alkohol vom Speiseplan fernbleiben müssen!

Stattdessen gibt es nicht zu süßes Obst und Gemüse (Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe…) , gutes Fleisch (Eiweiß, B-Vitamine) und Fisch oder auch Eier (Eiweiß, -Vitamine, Lecithin) , Yoghurt (ohne Zucker), gut gekochtes Sauerkraut (Milchsäurekulturen, die gut für den Aufbau der Darmflora sind), Mandeln und Nüsse und Gewürze wie Cumin, Zimt (eine blutzuckersenkende Wirkung ist beschrieben), Ingwer …

Kontrovers wird die Verwendung von Soja, Milch und Süßstoffen (Stevia) diskutiert. Letztere werden jedoch insulin-unabhängig verstoffwechselt und sind deshalb zumindest besser als Zucker!

Allerdings empfehle diese Lebensmittel  wenn schon, nur in Maßen zu genießen und bei Soja darauf zu achten, dass es nicht genverändert ist. Auch Fruchtzucker hat viele Nachteile, und kann tatsächlich über eine Erhöhung der Harnsäure und den dadurch bedingten Stickstoffverbrauch eine Insulinresuístenz fördern!

Damit Insulin nämlich an den Insulinrezeptoren der Zellen andocken kann, ist NO (Stickoxid) erforderlich.Die Harnsäure jedoch mindert die Bioverfügbarkeit des Stickoxids und somit auch die Insulinsensitivität der Zelle.

Allerdings ist die Menge, die in natürlichen Lebensmittel wie Obst vorkommt, okay. Lediglich der in der Industrie häufig verwendete Glucose-Fructose-Sirup ist mit Vorsicht zu genießen!

Hierzu ist anzumerken, dass unser Haushaltszucker, Saccharose, übrigens ein Zweifachzucker aus Glukose und Fructose ist!

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Beispiel: Leckeres Mittagessen  während der 10 tägigen Low Carb-Phase mit Gemüse und Eiweiß …

6.2. Einsatz von unterstützenden Nahrungsergänzungsmittel

( nicht nach Leitlinien, sondern aufgrund Literatur und Erfahrungen empfohlen)

  • Chiasamen und
  • Spirulina

sind beides gute Eiweißquellen, die  alle essentiellen Aminosäuren  enthalten. Sie sind deshalb so wichtig, weil bei einer Eiweiß armen Ernährung anstelle von Fett Muskeln abgebaut werden! Spirulina ist vor allem auch deshalb zu empfehlen, weil es etwa 3000 Mikronährstoffe enthält und dies in einer optimalen Zusammensetzung! Diese fehlen uns leider heutzutage oft!

  • Bei Resveratrol,
  • Carnitin und
  • Grüntee-Extrakte gibt es Hinweise, dass sie verbessernd auch die Insulin-Empfindlichkeit wirken!

Zusätzlich wird  Resveratrol einen Nutzen bei der Behandlung von Arteriosklerose, Herzkrankheiten, Alzheimer-Krankheit, Arthritis, manchen Autoimmunkrankheiten und sogar Krebs nachgesagt!

Carnitin binden  Fettsäuren und transportieren sie durch die Mitochondrienmembranen. Hier gibt es kontroverse Meinungen zu den Wirkungen beim Muskelaufbau … Während Bodybuilder auf die Einnahme schwören, halten Wissenschaftler dagegegen, dass der Körper meist keinen Mangel an Carnitin hat und und ein Überangebot keinen Vorteil bringt … aber Ateriosklerose begünstigt, denn im Darm wird aus Carnitin durch die Darmflora zuerst Trimethylamin und in Folge Trimethylaminoxid gebildet, welches Arteriosklerose begünstigt.[4]

Grüntee-Extrakte enthalten als herausragenden Inhaltsstoff  das Antioxidans Epigallocatechingallat (EGCG), dem verschiedene gesundheitsfördernde Wirkungen nachgesagt werden. Die Forscher vermuten, dass es unter anderem die Stärkespaltung hemmt, so dass weniger Glukose entsteht und ins Blut gelangt. Die blutzuckersenkende Wirkung tritt aber nur dann auf, wenn die stärkehaltige Nahrung und der grüne Tee gleichzeitig konsumiert werden. Teetrinken nach dem Essen bleibt hingegen offenbar wirkungslos.

Auf anderen Seiten zu diesem Thema habe ich auch Aloe Vera  als ein Mittel entdeckt, die die Empfindlichkeit gegenüber Insulin verbessern könnte.(24) Orginal-Literatur zu Studien habe ich allerdings nicht gefunden.

Zusätzliche Nährstoffprodukte

Je nach Nahrungsaufnahme kann es nötig sein, zusätzlich Nährstoffe zu ersetzen, auch wenn die Deutsch Gesellschaft für Ernährung (DGE) kein Freund von Supplementen ist! Wenn man aber die Nährstoff-Zufuhr berechnet, erkennt man, dass leider oft eine Unterversorgung vorhanden ist. Besonders muss man in unseren Breiten auf  Selen, Jod (vorher Schilddrüsen-Werte untersuchen lassen), Zink, und bei fleischarmer Ernährung B-Vitamine und Eisen achten und diese gegebenenfalls zuführen!

6.3. Regelmäßiger Sport mit kombinierten Muskelaufbautraining  und Krafttraining

Auch ein Sportprogramm wirkt sich (nicht nur)  auf die Insulinsensitivität positiv aus!  Dabei ist es wichtig, mindestens zweimal die Woche für etwa 25 Minuten zu trainieren. Am besten fragt Ihr vorher Eurem Doc und überlegt Euch mit ihm gemeinsam, welche Sportart  für Euch geeignet ist und wirklich Spaß machen könnte! Für den Muskelaufbau sind natürlich gezielte Trainingseinheiten in einem  Studio am effektivsten! Der Vorteil ist, dass Ihr dort Eure Ziele mit Fachleuten besprechen könnt, die die richtigen Traininigsmodalitäten zusammenstellen können, Ich finde ein abwechslungsreiches, alle Muskelgruppen aufbauendes Training, welches möglichst die Gelenke nicht belastet, am besten!

6.4. Gewichtsabnahme

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Das Gewicht kommt bei mir, für manche vielleicht verwunderlich, am Schluss! Denn für mich ist das Übergewicht eine Folge des Zusammenspiels vieler Faktoren und eine Diät birgt immer die Gefahr, den Körper mit wichtigen Nährstoffen und Eiweißen unter zu versorgen!   Gerne spreche ich von der ,,Unterernährung der Dicken“ denn wenn man sich die Mechanismen des Körpers klar macht, dann merkt man, wie die Entwicklung einer Insulinresistenz,  die Verdauung, der Bluthochdruck, hoher Blutfette (Hypertriglyzeridämie) u d der Entstehung von Übergewicht zusammenhängen.  Übrigens hat man für diesen Symptomenkomplex einen Ausdruck geschaffen, der alles unter einen Hut bringt, das sogenannte ,,Metabolische Syndrom“.

Was Not tut, ist eine Veränderung des gesamten Lebensstils, wie ich ihn oben geschildert habe. Hierzu gehört einen anfängliche ,,Diät“, die auf die sinnvolle Reduktion der Kohlenhydrate abziehlt unter Versorgung des Körpers mit allen wichtigen Nährstoffen (Mineralien, Vitaminen, sekundären Pflanzenstoffen, Ballaststoffen und Aminosäuren …) die er benötigt.

Wichtig ist es in dieser Zeit möglichst keine Muskelmasse zu verlieren und dafür zu sorgen, dass nicht einfach der Stoffwechsel seine Aktivität nach unten fährt, was leicht passieren kann und jede Diätbemühung zunichte macht! Verhindern kann man dies, wie vorbeschrieben, durch ein ausgeklügeltes Diät-Programm, geeignete Nahrungsergänzungsmittel und einem Bewegungsprogramm. Auch die Behandlung einer möglichen Schilddrüsen-Unterfunktion ist in diesem Zusammenhang wichtig!

Toll wäre es, wenn man bereits die Insulinresistenz adäquat behandeln könnte! Neben den oben genannten konservativen Methoden des Lifestylemanagement sind bereits Medikamente auf dem Markt, die eine beginnende diabetische Stoffwechsellage verbessern können!

 

7.1. Sensitzer

Die Rede ist von sogenannte Sensitizer wie Pioglitazon. Sie schwächen die Faktoren aus dem Fettgewebe, die eine Resistenz vermitteln, ab.
Daneben bemüht man sich um die Entwicklung von Medikamenten, die zur Behandlung der Insulinresistenz noch vor dem Ausbruch des Typ 2 Diabetes eingesetzt werden können.

Hierzu wurde ein lange bekanntes, bisher bei Gefäßerkrankungen und Bluthochdruck eingesetztes Medikament in der sogenannten HOPE- Studie an 9500 Patienten (19 Länder) untersucht und man gelangte in der Tat zu einem  sensationellen  Ergebnis, dass in einem der renommiertesten Fachzeitschriften, dem  New England Journal of Medicine veröffentlicht  wurde …

7.2. ACE-Hemmer und Sartane

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Ein ausgeklügeltes Fitness-Programm unterstützt die Low-Carb-Diät durch Schutz der Muskeln!

In dieser Studie ging es um den ACE-Hemmer Ramipril. Es wurde untersucht, ob bei Patienten mit einer Gefäßerkrankung oder mit Diabetes das Risiko für das erneute Auftreten von Herz-Gefäß-Krankheiten durch Ramipril gesenkt werden kann.

Und in der Tat konnte dieses Medikament besonders bei den 3577  Diabetikern, die ja ein 2-4fach erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen haben,  glänzen! Die Gefahr, als Diabetiker an einer Herz-Gefäß-Erkrankung zu versterben, konnte durch die Einnahme von Ramipril tatsächlich um 35% gesenkt werden. Auch Diabetesfolgeschäden an Nieren, Augen und Nerven konnten um fast 20% gesenkt werden. Aber auch das Neuauftreten eines Diabetes mellitus Typ 2 konnte verhindert werden!  Hier werden weitere Untersuchungen mit Spannung erwartet!

Bei einer Studie der Charité Berlin, die 2005 im deutschen Ärzteblatt veröffentlicht wurde, zeigte sich ein positiver Effekt des Sartans Telmisartan auf den Rückgang der Insulinresistenz bei Hypertonikern. Bei hohem Blutdruck und Übergewicht ist also eines dieser Medikamente anzuraten – und keine Betablocker, der das Gewicht eher steigert!

7.3. Gewichtsabnahme und Training

Eine finnische Studie hat zudem gezeigt, dass Insulinresistenz bei Übergewichtigen bereits durch eine Gewichtsabnahme von ca. 3,5 kg und regelmäßiges körperliches Training von ca. 30 Minuten pro Tag zu einer deutlichen Verbesserung der Insulinresistenz führt und zudem den Ausbruch eines Typ 2 Diabetes über einen Beobachtungszeitraum von 4 Jahren  verhindern kann.

 

8. FAZIT

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Das war wieder einmal viel Information und obwohl ich sooo Vieles geschrieben habe, habe ich das Gefühl, dass noch einiges an weiterer Information für Euch notwendig wäre, um das Problem ausreichend zu schildern! So habe ich eine weitere häufige Komplikation bewußt ,,außen vor“ gelassen.

Ich vermute nämlich stark, dass dieses Krankheitsbild durch den gemeinsamen Auslöser beider Erkrankungen oft mit dem sogenannten Leaky-Gut Syndrom  (siehe dazu meinen Artikel) vergesellschaftet ist! Und an dieser Stelle eröffnet sich dann wieder ein neuer ,,Behandlungsschauplatz“…

Die Betrachtung der ,,Komplexität der Zusammenhänge“ macht offensichtlich, dass ein ,,normaler“ Arzt sich eigentlich gar nicht darum kümmern kann, den Körper seiner Patienten optimal  an allen ,,Baustellen“ ,,in Schuss“ zu halten! Denn wenn man weiß, dass er im Schnitt gerade einmal Zehn Minuten Zeit hat, sich um das spezifische Problem nur eines Patienten zu kümmern, bleibt da kaum noch Luft für  das bißchen ,,Mehr“, dass dringend notwendig wäre, um seinen Patienten gar nicht erst krank werden zu lassen!

Eine Entwicklung, die leider der ,,medizinische Fortschritt“ mit sich gebracht hat!   Vor lauter spezialisierten Fachärzten haben wir ,,den Hausarzt“ der eigentlich in der Mitte stehen, koordinieren und ,,kleinere“ Dinge durchaus selbst behandeln kann, oft aus den Augen verloren…    Deshalb auch hier mein Appell an Euch! Sucht Euch einen wirklich guten Hausarzt, der über den Tellerrand sieht und bittet ihn, Eure Gesundheit zu ,,koordinieren“. Wenn ihr einen solchen findet, schätzt euch glücklich und gebt ihn ,,nie wieder her“!

In jedem Fall ist es wichtig, dass Ihr Euch informiert und den Erhalt Eurer Gesundheit als Präventiv-Objekt selbst in die Hand nehmt, solange sich noch keine Malaisen eingeschlichen haben, die dann professioneller Hilfe bedürfen!

Ich hoffe deshalb, dass ich mit dieser Info  einen kleinen Beitrag bei dieser verantwortungsvollen Aufgabe beigetragen habe…

Alles Liebe, gute Gesundheit, Freude und glückliche Tage wünscht Euch von Herzen, Eure Nessy

P.S. :

Kommentare, Fragen, Anmerkungen und auch Kritik sind willkommen!

 

 

9. Literatur Studien/Sekundärliteratur

  1.  B. P. Hubbard, A. P. Gomes, H. Dai, J. Li, A. W. Case, T. Considine, T. V. Riera, J. E. Lee, S. Y. E, D. W. Lamming, B. L. Pentelute, E. R. Schuman, L. A. Stevens, A. J. Y. Ling, S. M. Armour, S. Michan, H. Zhao, Y. Jiang, S. M. Sweitzer, C. A. Blum, J. S. Disch, P. Y. Ng, K. T. Howitz, A. P. Rolo, Y. Hamuro, J. Moss, R. B. Perni, J. L. Ellis, G. P. Vlasuk, D. A. Sinclair: Evidence for a Common Mechanism of SIRT1 Regulation by Allosteric Activators. In: Science. 339, 2013, S. 1216–1219, doi:10.1126/science.1231097.
  2. DAZ 1999, Nr. 37, S. 34, 12.09.1999, ARZNEIMITTEL UND THERAPIE, HOPE-Studie: Ramipril senkt Risiko von Herzinfarkt und Schlaganfall

  3. Anja Lütke, nach S.E. Stern, K. Williams, E. Ferrannini et al.: Identification of Individuals With Insulin Resistance Using Routine Clinical Measurements. In: Diabetes, 2005, 54, S. 333–339
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  6. Turner et al.: Insulin deficiency and insulin resistance interaction in diabetes: estimation of their relative contribution by feedback analysis from basal plasma insulin and glucose concentrations. In: Metabolism, 1979, 28, S. 1086–1096.
  7. A. S. Rudenski, D. R. Matthews, J. C. Levy, R. C. Turner: Understanding insulin resistance: Both glucose resistance and insulin resistance are required to model human diabetes. In:Metabolism. 40, Nr. 9, September 1991, S. 908–917. ISSN 0026-0495doi:10.1016/0026-0495(91)90065-5.
  8. HOMA-Index – Laborlexikon.de 
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  18. Hu, et al.: Effects of Low-Carbohydrate Diets Versus Low-Fat Diets on Metabolic Risk Factors: A Meta-Analysis of Randomized Controlled Clinical Trials. Am J Epidemiol. 2012 Oct 1; 176: S44–S54.
  19.  D. A. Sinclair und L. Guarente: Schlüssel zur Langlebigkeit. In: Spektrum der Wissenschaft. Oktober 2006, S. 34–41.
  20. Wissenschaftliche Studie zu Carnitin und Fettstoffwechsel (PDF-Datei; 98 kB)
  21. Wissenschaftliche Studie zur Wirkung von L-Carnitin bei der Regeneration nach dem Sport
  22. Doktorarbeit von Hanne Seline Marie Gustavsen: Bestimmung des L-Carnitingehaltes in rohen und zubereiteten pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln (PDF-Datei; 1,72 MB)
  23. Robert A Koeth, Zeneng Wang, Bruce S Levison, Jennifer A Buffa, Elin Org, Brendan T Sheehy, Earl B Britt, Xiaoming Fu, Yuping Wu, Lin Li, Jonathan D Smith, Joseph A DiDonato, Jun Chen, Hongzhe Li, Gary D Wu, James D Lewis, Manya Warrier, J Mark Brown, Ronald M Krauss, W H Wilson Tang, Frederic D Bushman, Aldons J Lusis, Stanley L Hazen: Intestinal microbiota metabolism of l-carnitine, a nutrient in red meat, promotes atherosclerosis. In: Nature Medicine. 19, 2013, S. 576, doi:10.1038/nm.3145.
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  25. Quarks & Co, Univ. Heidelberg: Das große Ernährungs-Experiment mit Tim Mälzer. http://www1.wdr.de/fernsehen/wissen/quarks/sendungen/experimentmittimmaelzerwdh102.html,
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  27. https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/herzkreislauf/bluthochdruck/article/383907/hypertoniker-insulinresistenz-profitieren-telmisartan.html