Medizin/ Gesundheit /Frauenheilkunde: Pille und alternative Verhütung in den Wechseljahren

Hallo Ihr Lieben!

unnamed (96)Heute möchte ich Euch einmal die wichtigsten Fakten zum Thema Verhütung mit Pille in den Wechseljahren erklären, denn jede Frau, die mit der Pille verhütet, sieht sich früher oder später mit dem Thema konfrontiert … Wenn Euch noch weitere Fragen zu dem Thema einfallen, dürft Ihr sie gerne in den ,,Kommentaren“ stellen!

So! Und nun viel Spaß beim ,,Schmökern“!

 

1. Woran merkt man, dass man in die Wechseljahre kommt, wenn man die Pille einnimmt?

Oft merkt man es – gar nicht! Denn die Blutung, die ja eine ,,künstlich“ herbeigeführte Hormnentzugsblutung ist und keine echte Periodenblutung, geht natürlich noch viel länger weiter, als dass ohne Pille der Fall wäre!

Dennoch bilden sich bei manchen Frauen ab dem  Wechseljahresalter zwischen etwa 45 und 55 Jahren  typische Symptomen aus, die dann aber meistens weit weniger heftig sind als bei Frauen, die keine Hormone nehmen, denn ein Stück weit ersetzen die künstlichen Hormone die natürlichen.

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Wechseljahre – Für manche ein Fluch, für andere völlig komplikationslos…

Wie Ihr wisst, wird durch die Pille der Eisprung unterdrückt! Nicht umsonst heißt sie ja ,,Ovulationshemmer“. Wenn nun die eigene Hormonproduktion nachläßt, ändert sich zunächst einmal gar nicht so viel! Denn die Wechseljahre an sich mit Hormonschwankungen, Hitzewallungen etc. finden so, nach ,,außen hin“ gesehen, nicht statt! Die eigenen Hormone werden weiter unterdrückt, es findet nach wie vor kein Eisprung statt und wenn man die 7 Tage ,,Pillenpause“ macht, blutet die Gebärmutterschleimhaut  weiterhin ab.  Das kann bei machen Frauen bis zum Alter von 60 Jahren so gehen! Spätestens dann bildet sich auch die Schleimhaut zurück und die Blutung bleibt ganz aus.

2. Wieso muss ich dann die Pille überhaupt absetzen?

Weil es ein Risiko bedeutet, künstliche Hormone einzunehmen und das steigt mit dem Alter!

So ist bei Einnahme der Pille die  Thromboserate, das Risiko für Gebärmutterhalskrebs und das Risiko an Brustkrebs und Leberkrebs  zu erkranken, erhöht.

Die Risiken sind umso höher, je mehr der typischen Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht, genetische Veranlagungen etc. bestehen. Je größer das individuelle Risiko ist, an Herz-Kreislauferkrankungen zu erkranken, umso eher wird der Frauenarzt empfehlen, die Pille abzusetzen , um auf alternative Verhütungsmittel auszuweichen!

Das Risiko hängt aber auch von der Dauer der Einnahme ab (je länger die Einnahme desto geringer das Risiko, allerdings steigt es auch mit dem Alter der Patientin), außerdem von der Höhe der Östrogendosis und dem Gestagen – Wirkstoff der Pille. So gilt  es bei den kombinierten Pillen mit den Gestagenen Drospirenon, Cyproteronacetat, Desogestrel und Gestoden als besonders hoch.

3. Wie geht der Übergang in den Wechseljahren, wenn man die Pille nimmt, genau vonstatten?

Je nach Alter und Risikoprofil der Frau wird der Frauenarzt/-ärztin empfehlen, ab dem Alter von ca 40 Jahren (bei hohem Risiko) und ca 45 Jahren (normales Risiko) einen sogenannten Auslassversuch zu machen. Dabei wird die ,,Pille“ für 6 Wochen weg  gelassen und während dessen  hormonfrei, z.B. mit einem Kondom kombiniert mit einem  Schaumzäpfchen, oder mit  andere sogenannte Barrieremethoden (z.B, Portiokappe, Femidon, Verhütungsschwämmchen) verhütet.

Danach werden die Hormone untersucht und man sieht, wie es noch um die natürliche Hormontätigkeit der Frau bestellt ist. Hat man noch völlig normale Spiegel vorliegen, kann man eventuell die Pille noch ein wenig weiter geben (eher nicht empfehlenswert, wegen des erhöhten Risikos in diesem Alter oder aber, wenn möglich auf ein schonenderes Präparat mit einer günstigeren Zusammensetzung (siehe vorherige Frage) umsteigen.

Verhütungs – Möglichkeiten in den Wechseljahren

(grün: für die meisten Frauen empfehlenswert, rosa: bedingt empfehlenswert, rot: für die meisten Frauen nicht empfehlenswert)

Man  kann sich dann im Prinzip neben den

1. verschiedenen Hormonpräparate (erhöhtes thrombembolisches Risiko, wie Beinvenenthrombose, Lungenembolie, Herzinfarkt, Schaganfall…siehe Frage 5) zwischen

2. den verschiedenen Barriere – Methoden, z.B. Kondom, Femidom, Portiokappe, Verhütungschwämmchen (wegen Hygieneproblemen weniger empfehlenswert) und /oder Schaumzäpfchen, bzw. spermizides Gel,

3.  den intra – uterinen Systemen, wie Kupferspiralen, Kupferball oder die Kupferkette,

4. das Berechnen der fruchtbaren Tage wie auch

5. ,,Knaus Ogino“ sind eher ungünstig (wegen großer Unzuverlässigkeit, siehe auch Frage 4) und

6. dem Weglassen der Verhütung  entscheiden.

Das  letztere empfiehlt sich nur, wenn man in dieser Situation gerade keinen Verkehr   oder man einen ausdrücklichen Kinderwunsch hat, und dies unter Kenntnis des deutlich erhöhten Risikos! Aber in diesem Fall muss man sowieso ganz anders vorgehen…

Sind die Hormonspiegel schon unter einen bestimmten Level abgesunken, wird man, je nach Alter, dennoch für ein halbes bis ein ganzes Jahr weiter (nach Spiegel/Begleitumstände) hormonfrei verhüten.

Dies hat auch den Vorteil, dass man sieht, wie es weitergeht und wie die Frau auf den Hormon – Entzug reagiert.  Entsprechend kann man Maßnahmen abbrechen bzw. auch eine Hormon – Substitution überdenken.

Nach 6 Wochen wird man die Hormon erneut überprüfen, da die Hormone in den Wechseljahren ja starken Schwankungen unterworfen sein können und ein einmaliger Wert nur eine Momentaufnahme darstellt! Zeigt sich dann nach 6 Monaten keine  Blutung mehr und die Hormone sind bei einer erneuten Kontrolle immer noch tief, kann man auf weitere Verhütung verzichten und  eventuell bei Symptomen auch eine Hormonersatztherapie beginnen.

4.Welche hormonfreien Möglichkeiten der Verhütung eignen sich in den Wechseljahren?

Eine hormonfreie Alternative zur ,,Pille“  stellen die  Kupferspiralen und ähnliche intrauterinen Systeme dar, wie der Kupferball oder die Kupferkette (siehe den Übersichtsartikel über solche Systeme  durch ,,KLICK HIER“ ) , die von den meisten Frauen gut, aber von ein paar auch eher schlecht vertragen werden!

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Eine nicht ganz konventionelle Interpretation des Verhütungsballs, wobei auch dieser sehr sicher ist, wenn die Dame über eine gute Muskulatur verfügt, um ihn festzuhalten… Die klassische Interpretation seht Ihr weiter unten!

Das hängt oft mit ihrer genauen Lage in der Gebärmutter zusammen. Manchmal sind die verschiedenen Intrauterinsysteme, die übrigens durch ihre Kupferionen verhütend wirken,  sie zu klein oder zu groß oder liegen nicht ganz gerade. Das ist aber eher selten und in diesem Fall können sie manchmal noch nachjustiert werden oder man wählt eine andere Größe oder ein anderes System. Da sie nicht in den Hormonhaushalt eingreifen und  so auch nicht die Vorteile der Pille haben, kann die Periode unregelmäßig, schmerzhafter  oder stärker sein.

Meistens überlegen sich die Frauen aber zusammen mit dem Arzt/Ärztin  ihres Vertrauens für den Übergang, wenn man merkt, dass die Hormone schon ein wenig ,,schwächeln“ (aber eine Empfängnis noch nicht sicher ausgeschlossen werden kann), eine einfachere Lösung

Eine Option sind auch sogenannte Barrieremethoden wie ,,Portiokappen“ , wie  z.B. ,,Caya“  die vor dem Verkehr  eingesetzt werden und zusätzlich  noch zur Erhöhung der Sicherheit,  mit einem spermiziden Gel bestrichen werden.

Eine andere,Barrieremethode ist  z.B. das Verhütungsschwämmchen, dass aber aus hygienischer Sicht etwas schwierig zu händeln ist, da sich natürlich auch gerne Keime einnisten…

Auch das gute alte spermizide Zäpfchen oder/und das Kondom sind durchaus noch Optionen…

Die Berechnung der fruchtbaren Tage hingegen ist in den Wechseljahren eher schwierig durchzuführen, da gerade zu dieser Zeit der Zyklus oft unregelmäßig wird.

Von der Sicherheit her sind die zuletzt genannten Barrieren-Methoden zugegeben nicht so sicher wie die ,,Pille“.  Allerdings hängt die Sicherheit sehr davon ab, ob die Methoden auch zuverlässig angewendet werden und  man sich bei der Anwendung wirklich genau an die immer beiliegenden Anleitungen hält! Auch erhöht die Anwendung zweier Methoden die Sicherheit noch einmal …

Meist findet sich aber trotzdem für jede Frau eine gangbare Lösung, zumal diese ,,Phase des Übergangs“ auch  nicht ewig dauert!

5. Es gibt Frauen, die möchten die Pille trotz erhöhtem Risiko gerne noch weiter nehmen, Gibt es Pillen, die trotz aller Unkerufe für Frauen, die über 40 Jahre alt sind, eher geeignet sind als andere?

Es gibt  sogenannte ,,Wechseljahrespillen„, die Estradiolvalerat als Östrogen-Komponente beinhalten, welches das sonst verwendete Ethinylestradiol ersetzt. Estradiolvalerat wird im Körper in Estradiol umgewandelt, so gelangt man tatsächlich zum natürlichen Östrogen. In wiefern natürliches Östrogen in der Verhütung genauso zuverlässig ist und ob es tatsächlich weniger Nebenwirkungen hat, kann ich Euch leider nicht sicher sagen, auch wenn es uns die Industrie, die  diese Pillen (z.B. Qlaira) vertreibt, natürlich Glauben machen möchte. Diese Pille ist jedenfalls sehr teuer und wird in der Regel nicht von der Kasse bezahlt!

Eine weitere Pille, die hinsichtlich des im Alter erhöhtem Thromboserisikos als besonders sicher eingestuft wird und ich (mit Abstrichen) deshalb auch bei Frauen empfiehlt, die sich mit so gar keinen nicht-hormonellen Verhütungsmethoden anfreunden können ist die Minipille, die nur Gestagen enthält  (z.B. Cerazette) und die ohne Pause eingenommen wird. Die Nachteile sind, dass die Blutung bei dieser Methode wegbleibt und dass die Einnahme möglichst zur etwa gleichen Zeit erfolgen sollte, damit eine hohe Sicherheit gewährleistet werden kann. Allerdings werden sich die in den Wechseljahren bei manchen Frauen auftretenden Östrogenmangel -Erscheinungen  (z.B. Hitzewallungen, Schlafstörungen, Depressionen, Stimmungsschwankungen, …)  natürlich auch bei dieser östrogenfreien Pille zeigen!

6. Was passiert im Körper, wenn mazzhetn die ,,Pille“ nach vielen Jahren absetzt?

Das Empfinden von Frauen, die die Pille absetzen, ist sehr unterschiedlich, nicht nur in Bezug auf das Wieder-Eintreten der ,,natürlichen“ Periode. Diese  hat ja die ganze Zeit mit der Unterdrückung  des Eisprungs unter Hormoneinnahme so nicht stattgefunden,  es kam lediglich zu einer Hormonentzugsblutung. So kann es einige Monate dauern, bis die Periode wieder einsetzt, oder sie tritt nur noch unregelmäßig auf. Wenn die Hormone schon deutlich am ,,schwächeln“  sind, besteht auch die Möglichkeit, dass keine Blutung mehr kommt.

Bei Unklarheiten kann der Frauenarzt/ärztin leicht mittels Ultraschall feststellen, ob die Gebärmutterschleimhaut sich noch adäquat aufbaut oder sich vielleicht schon zurückbildet hat und deshalb nicht mehr abbluten muss. Auch kann man mittels dieser Untersuchung Myome und /oder Cysten, die ebenfalls Blutungsstörungen auslösen können, diagnostizieren.

Allerdings darf man nicht vergessen, dass die Pilleneinnahme ja auch Vorteile hat. So ist die Blutung unter der Medikation oft regelmäßiger, weniger schmerzhaft und schwächer. Lässt man sie nun weg, fallen auch diese Vorteile weg und die ,,natürliche“, ureigene, nicht von der Pille beeinflusste Periode mit Eisprung, eventuell prämenstruellem Syndrom  und ,,Störanfällgkeit“ des Zyklus je nach äußeren Umständen und je nach Disposition, tritt wieder auf den Plan!

Es gibt immer wieder Frauen, die sich,  besonders, wenn sie die Pille lange genommen haben, nach dem  Absetzen derselben, in einer völlig anderen Gefühlswelt wiederfinden und geradezu von ihren ,,echten Gefühlen“ mit Schmerzen, aber auch von Freude und emotionale Sensibilität überwältigt werden.

Viele Frauen hingegen merken, emotional oder schmerz – technisch gesehen, überhaupt nichts, so dass ich selbst manchmal erstaunt bin, wie verschieden die Frauen bezüglich ihrer Empfindungen, was die Pille angeht, sind!

7. Haber die Frauen, wenn sie lange die Pille genommen haben und ihr Eisprung damit lange Zeit unterdrückt wurden, ihre Periode länger? Es müssen doch dann mehr Eier übrig  geblieben sein!

Die Überlegung klingt zwar im ersten Moment logisch, allerdings sind auch nach vielen fruchtbaren Jahren ohne Pillen – Einnahme, in denen reguläre Eisprünge stattfanden, die Anzahl der Eier keineswegs ,,verbraucht“.  Es ist einfach so, dass sich die Ovarien (Eierstöcke) sich im Alter zurückbilden und verkümmern. Also haben die Frauen, die die Pille genommen haben, ihre Periode nicht länger!

Verhütungsball (4)
Der moderne Verhütungsball besteht aus einer Kupferkette mit lauter kleinen aufgefädelten Bällen, die, sobald sie in der Gebärmutter zum Liegen kommt, die Form eines Balls annimmt! Der Vorteil ist, dass die Entfernung problemlos ist und beim Legen die Perforationsgefahr geringer ist.

8. Wie geht man nun am besten vor, wenn man die Pille nimmt und in den Wechseljahren möglichst keine Beschwerden erleiden möchte?

Ganz so einfach ist das natürlich nicht, aber doch bei sehr vielen Frauen möglich! Es gibt keinen Königsweg, der für alle Frauen gilt, denn jede Frau ist einzigartig und empfindet und reagiert anders! Es gibt Frauen, die von vorne herein keine Probleme haben.

Sie setzen die Pille ab, bluten noch ein paarmal, verhüten in dieser Zeit mit Kondom und Zäpfchen oder der Portiokkappe und wenn sie ein Jahr nicht mehr geblutet haben, brauchen sie auch das nicht mehr, es sei denn, sie brauchen einen Schutz gegen Krankheiten, weil sie ihren Partner (noch) nicht so gut kennen… ;-).

Andere kommen mit den Wechseljahresbeschwerden für den Übergang  gut mit pflanzlichen Präparaten z.B. solche  mit der sibirischen Rhabarberwurzel zurecht.

In jedem Fall hat man eine Reihe von Optionen, aus der man den momentan besten Weg aussuchen kann! Dabei ist es wichtig, dass beide Seite -Arzt/Ärztin und Patient flexibel sind und auch bereit, Kompromisse einzugehen, denn an oberste Stelle sollten immer die Sicherheit und Gesundheit stehen! Aber kommen wir zurück zu unserem Vorgehen!

Wie schon gesagt, wird man ab einem bestimmtem Alter immer einmal wieder einen Auslassversuch machen. Allerdings ist mit spätestens 50 Jahren bei meinem Rezeptblock Schluss mit der normalen ,,Pille“. Warum? Weil ich in meiner Laufbahn als Ärztin noch nie eine spontane Schwangerschaft erlebt habe, bei der die Frau 50 Jahre oder älter war! Sicher ist es nicht unmöglich, aber ich denke, dass in diesem Alter das vergleichsweise hohe Risiko durch artifizielle Hormone ein thrombembolisches Ereignis zu erleiden, das sehr geringe Risiko einer Schwangerschaft weit übertrifft!

Dennoch suche ich gemeinsam mit der Frau nach guten Alternativen, die es ja auch gibt! Außerdem sieht man wirklich fast bei allen Patientinnen am Labor, dass die Hormone in diesem Alter bereits schwächeln! Das Durchschnittsalter, in dem die Blutung ohne Pille ganz wegbleibt, ist übrigens 51 Jahre! Dem gehen bereits etwa 10-15 Jahre mit einer Hormonschwäche voraus, was immer dann besonders deutlich wird, wenn die Frauen noch Kinderwunsch pflegen.

Wenn  der Körper auf das Weglassen der Hormone nun tatsächlich mit starken Symptomen reagiert,  das man mit herkömmlichen, oben genannten pflanzlichen Methoden nicht in den Griff bekommt, wird man bald darauf, wenn die Blutung anfängt, wegzubleiben und Symptome auftreten, die Patientin dies möchte und es keine Kontraindikationen gibt,  mit einer natürlichen Hormonersatztherapie beginnen, die individuell nach den neuesten Erkenntnissen  dosiert ist (darüber habe ich bereits hier berichtet). Die frühere Empfehlung, die Hormone nur so kurz wie möglich einzunehmen, gilt heute so nicht mehr, denn wir wissen, dass sie für die Frauen auch einen protektiven Nutzen haben, die über die Behandlung der Symptome hinausgehen.

Auf alle Fälle kann man auf einer dieser beschriebenen Art vielleicht nicht immer absolut beschwerdefrei, aber doch in den aller meisten Fällen sicher und relativ komfortabel durch den Wechsel kommen!

S1420080 (5)So, das war es wieder für  heute! Ich hoffe, ich konnte ein wenig Licht ins Dunkel bringen! Obwohl ich die Informationen sorgsam zusammengetragen habe bzw. sie auf meinen Erfahrungen beruhen, sind sie wie immer ohne Gewähr! Auch soll diese kleine Zusammenstellung auf keine Fall das ärztliche Gespräch mit Eurem Arzt des Vertrauens ersetzen, da nur er Euch gut kennt und einschätzen kann!

Ich hoffe, die Männer waren mir nicht allzu böse, dass sie das Thema heute nicht so direkt betroffen hat, in Zukunft seid auch Ihr wieder mehr mit einbezogen! Aber die Wechseljahre und ihre Aspekte sind eben ein Thema, dass für Frauen Ü40 immer wieder Fragestellungen aufwirft, die beantwortet werden wollen…

Demnächst schreibe ich wieder über ein ,,medizinisches“ Thema, das auch Euch betrifft … lasst Euch überraschen!

So jetzt wünsche ich allen noch wunderschöne Wintertage und ein tolles Silvester,

Eure Ness

Weitere interessante Artikel zur Verhütung findet Ihr übrigens hier:

MEDIZIN: INTRAUTERINE VERHÜTUNGSSYSTEME IM VERGLEICH : GOLD – / SILBER – SPIRALE VERSUS KUPFERBALL ( ,,NORMALES “ IUP, HORMONSPIRALE, KUPFERKETTE, ,,PILLE“ …)

MEDIZIN: DAS NEUESTE, HORMONFREIE VERHÜTUNGSMITTEL – DER VERHÜTUNGSBALL ( KUPFERBALL, IUB , INTRAUTERINBALL , ÄHNLICH DER VERHÜTUNGS – SPIRALE ) IST NUN AUCH IN DEUTSCHLAND ZUGELASSEN!

 

 

 

 

Verfasst von

Anti Aging - Jung bleiben von außen und innen mit einfachen, aber effektiven Tipps, ist das, was die erfahrene Medizinerin Euch zeigen möchte und selbst mir Herz, Witz und Verstand vorlebt. Auf Ihrem Blog gibt sie nicht nur viele aktuellen Erkenntnisse weiter, sondern lädt Ihre Leser auch ein, an ihrem Leben mit Familie, Haus , Pferd und Hund teilzuhaben und öffnet für die Fashionistas unter Euch auch dann und wann Ihre Kleiderschränke ...

12 Kommentare zu „Medizin/ Gesundheit /Frauenheilkunde: Pille und alternative Verhütung in den Wechseljahren

  1. Das Thema betrifft mich zwar noch eine (hoffentlich längere) Weile nicht, aber trotzdem ein interessanter Artikel! Und die Überlegung aus Punkt 7… die hatte ich schon und bin froh, nun die Antwort zu haben, dass sie nicht gestimmt hat. 😉
    Viele Grüße und alles Gute für 2018!
    Ellen

  2. Ich mag das gedämpfte Gefühl nicht, das die Pille in mir auslöst. Deshalb habe ich sie auch immer nur phasenweise genommen. Meine beiden Männer haben sich sterilisieren lassen, was mir sehr entgegen kam.
    Ich weiß nicht, ob ich bei einem 3,5 Wochenzyklus überhaupt noch einen Eisprung habe. Ich glaube es aber schon. Man kennt sich schließlich und was einem so im Kopf umgeht. 🙂 Allerdings ist er sehr früh im Zyklus. Ob die Gelbkörperphase noch ausreichend lang für eine Einnistung wäre? Mit fast 49 will ich das nicht mehr herausfinden.
    Bisher fühle ich mich mit meinen eigenen Hormonen noch gut. Und ich hoffe der Wechsel geht ähnlich unspektakulär von statten, wie bei meiner Mutter.
    LG Sunny

    1. Liebe Sunny! Man merkt, dass Du ein supi Wissen hast und ein gutes Verhältnis zu den Vorgängen in Deinem Körper! Das finde ich wirklich klasse! Dein Zyklus ist mit ca 24-25 Tagen verkürzt, was in Deinem Alter für eine Gelbkörperschwäche spricht. Diese führt zu einer Verkürzung der 2. Zyklushälfte. Der Eisprung ist eher selten vor dem 12. Zyklustag, meist liegt dann eine Eireifungsstörung vor, die einer Befruchtung auch im Weg stehen würde (alles gemessen vom 1. Tag der Blutung) . Die Eier brauchen eine gewisse Zeit zum Reifen, bevor sie springen können. Da ich in meinem Leben doch einige Zyklen mittels Ultraschall bei unerfülltem Kinderwunsch verfolgt habe, kann ich dies auch bestätigen. Gehen wir also eher davon aus, dass das Gelbkörperhormon etwas schwächelt und es nicht mehr ,,schafft“ die Schleimhaut aufrecht zu erhalten. Dann blutet sie verfrüht ab. Von einer ,,echten“ Gelbkörperschwäche spricht man, wenn die Lutealphase 8 Tage oder kürzer ist (Zykluslänge 14+8 = 22 Tage). Sogar, wenn wir bei Dir nur von einem prämenopausalem Gestagen – ,,Schwächeln“ ausgingen, wäre Eisprung um den 13. /14. Tag, also normal 13/14+11 =24/25 Tage. Das ist in meinen Augen wahrscheinlicher als ein sehr früher Eisprung, aber natürlich ist auch dieser nicht unmöglich! Es gibt ja nix, was es nicht gibt! Was auch wahrscheinlich ist, ist, dass nicht mehr jedesmal ein Ei springt, sondern nur ab und zu… oder aber selten bis gar nicht mehr. In diesem ,,Übergang“ haben die Frauen dann oft ,,Cysten“ …Wenn Du der Sache auf den Grund gehen möchtest, messe einfach einmal Deine Temperatur jeden Morgen um die selbe Zeit noch im Bett. hast Du noch einen relativ plötzlichen Anstieg, kann das ein Zeichen für einen Eisprung sein, wenn Du nicht einen Infekt bekommen hast! Aber eigentlich ist das alles, wie Du ja auch schreibst, nicht mehr wirklich relevant und Du hast Das Glück, Dir über Verhütung keine sorgen machen zu müssen, ansonsten würde ich sagen: Eher unwahrscheinlich, aber verlass Dich nicht darauf! Ehrlich gesagt, sind sogar einmalige Spiegelmessungen nicht immer so aussagekräftig, da ja die Hormone im Zyklus auch ordentlich schwanken!
      Also, wie auch immer es ist – solange es Dir gut geht und Du ab und zu beim Gyn vorbeschaust ist alles gut … Alles Liebe, Nessy

      1. Danke für Deine ausführliche Antwort.
        Ich habe früher zur Verhütung Temperatur gemessen plus Cervix-Begutachtung. Und ja. Ich hatte da immer einen Anstieg um ca. 0,5.
        Bei der Gyn bin ich halbjährlich. Da kommt die Zykluslänge neben meiner „Befindlichkeit“ jedes Mal zur Sprache. LG Sunny

  3. Die Pille habe ich nie vertragen. Nachdem meine Kinder geboren wurden, hat der Mann für die Verhütung gesorgt. So habe ich relativ schnell gemerkt, als ich in die Wechseljahre kam.

    Liebe Grüße Sabine

  4. Hallo,
    ein sehr informativer Post!:) Nur etwas schade, dass die Kupfermethoden nur so kurz angesprochen werden. Sind sie nicht eine super Lösung für die Verhütung? Man muss sich nicht -immer wieder erneut- mit Verhütung beschäftigen, sie sind sehr sicher (Pille ist ja bekanntermaßen nicht so sicher, wie immer gerne behauptet wird, da der Pearl Index ja den perfekten Gebrauch ohne (!) Vergessen, Medikamenteneinnahme, Erbrechen, Durchfall etc. beschreibt, aber das reale Leben nunnmal nicht so ist). Kein Eingriff in das Hormonsystem, bei korrekter (!) Anpassung (nicht einfach auf gut Glück die „Standard-Multiload“ einsetzen) des Spiralenmodells an die Gebärmutterhöhle- es gibt nicht umsonst 11 verschiedene Cu-IUP-Modelle inkl. Ball und Kette- keinerlei Schmerzen oder verstärkte Blutungen. Ich verhüte seit vielen Jahren erfolgreich mit einer Kupferkette und Freundinnen mit einer klassischen Spirale. Die Einlage ist sicher kein Spaziergang, aber alle 5 Jahre übersteht man das. Leider ist es so, dass sich die wenigsten Gynäkologen ernsthaft mit der Anpassung auskennen, dafür aber gerne die angeblich häufigen NW der Spirale aufzählen, um im gleichen Atemzug eine Hormonspirale oder anderes hormonelles Mittel zu empfehlen. Es gibt mittlerweile Unmengen an Studien, die Risiken hormoneller Verhütung aufzeigen (aktuelles Beispiel:https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/86909/Auch-aktuelle-hormonelle-Kontrazeption-erhoeht-das-Brustkrebsrisiko) , aber ich habe den Eindruck, viele Ärzte verschließen davor einfach die Augen. Ich finde es wirklich gruselig, wie sich viele Ärzte sich für ges. Ernährung, , Naturheilmittel etc. aussprechen (was ja gut ist), aber bei jahrelanger Dauermedikation mittels Pille nur in Einzelfällen Bedenken haben und sie gesunden Frauen verschreiben, um dann oft die folgenden Zivilationskrankheiten zu behandeln (Krebs ist da ja nicht das Einzige). Weiterhin gibt es ja auch noch die Sterilisation (bzw. Vasektomie beim Mann), die ja sehr teuer ist, aber nach abgeschlossener Familienplanung durchaus in Erwähnung gezogen werden kann, extrem sicher ist und bloß als Risiko den Eingriff an sich hat. Wenn man sie z.B. mit 40 durchführen lässt, hat man ja auch lange genug etwas davon. Ich schreibe diesen Kommentar, um eine Lanze für hormonfreie Verhütung zu brechen, es soll keine Kritik am Artikel sein. LG und einen guten Rutsch ins neue Jahr, Lea.

    1. Liebe Lea1 Danke für den tollen Kommentar! Es ist super, wie Du Dich informiert hast und dass Du Deine Erfahrungen weitergibtst! Zu den Kupfersystemen hatte ich schon 2 Posts geschrieben, ich habe sie unten verlinkt! Alles Liebe und auch Dir einen wunderschönen Silvesterabend und ein ,,Gutes Neues“! Alles Liebe, Nessy

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