Revolutionäre Erkenntnisse über Ernährung durch PURE Studie

Hallo Ihr Lieben!

,,Eine Einschränkung des Fettkonsums wirkt sich nicht lebensverlängernd aus!  Ja, nicht nur das, egal ob gesättigte oder ungesättigte Fette: Ein erhöhter Fett-Konsum geht mit einer signifikant niedrigeren Sterblichkeit einher!“

 

 

Diese Nachricht, die die gesamtem Teilnehmer des  Kongresses der ,,European Society of Cardiology “  (ESC) in Barcelona vergangenen August in ungläubiges Staunen versetzte, schlug auch im Rest der Welt  wie eine Bombe ein!

Alle Dogmen des Fettkonsums, die jahrelang als bewiesen galten, waren mit einem Schlag vernichtet.  Und dabei konnte man diese Ergebnisse der sogenannten PURE-Studie, die immerhin 135 335 Patienten aus 18 Ländern von 5 Kontinenten eingeschlossen hatte, nicht so einfach vom Tisch fegen oder entkräften..

Kritikpunkte? Leider dünn gesäht… Einer war sicherlich, dass die Patienten nur einmal, nämlich am Anfang der Studie zu ihren Ernährungsgewohnheiten befragt wurden…  Aber wenn jemand zu seinen Ernährungsgewohnheiten befragt wird, wieso sollte er sie dann in den immerhin durchschnittlich 7,4 Monaten Nachbeobachtungszeit ändern?  Und wenn das je geschehen sollte, würde es sich tatsächlich in dieser kurzen Zeitspanne auswirken? Wohl eher nicht …

Und dann wurde eben jene, bahnbrechende Studie auch noch am 29. August in DER internationalen medizinischen Fachzeitschrift ,,The Lancet“ veröffentlicht! Die Ernährungsexperten sahen sich gezwungen, zu reagieren…

Schauen wir uns also im Folgenden einmal an, was sich bei uns in Deutschland getan hat und ziehen wir unsere Schlüsse.

Denn die Experten der ,,Deutschen Gesellschaft für Ernährung“ (DGE) haben unlängst die bisherige Ernährungsempfehlungen in ihrer  neuen Version  der  sogenannten 10-er Regel doch an einigen Punkten tatsächlich, unter andere aufgrund dieser Studie, überarbeitet!

Doch worum ging es in dieser Riesen Studie genau und welche Empfehlungen wurden daraus abgeleitet?

Bisherige Ernährungs-Empfehlungen:

1. Fettkonsum

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Der Gesamt-Fettanteil in der Nahrung soll auf weniger als 30% der Energiezufuhr beschränkt werden. Es ist vorteilhaft, möglichst weniger als 10% gesättigte Fettsäuren zu konsumieren.

2. Obst und Gemüse

Am Tag sollten fünf Portionen Obst und Gemüse verzehrt werden.

3. Kohlenhydrate

Der Verzehr von reichlich Getreideprodukten sowie Kartoffeln wird empfohlen.

PURE-Studienergebnisse /Änderungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGE):

1. Fettkonsum

Eine Einschränkung des Fettkonsums wirkt sich nicht lebensverlängernd aus! Patienten mit hohem Fettanteil in der Ernährung hatten eine 23% niedrigere Gesamt-Sterblichkeit als jene mit niedrigem Fettkonsum ( die 20% Patienten mit dem höchsten Fettkonsum wurden mit den 20% des niedrigsten Fettkonsums verglichen)

Ein erhöhter Fett-Konsum gesättigten Fettsäuren ging mit einer 14% niedrigeren Sterblichkeit einher, bei den einfach ungesättigten Fettsäuren waren es 19% und bei mehrfach ungesättigten Fettsäuren konnte man eine 20 % ige Verringerung der Sterblichkeit feststellen!

Das bedeutet also laut PURE-Studie, strenge Fettrestriktionen sind unnötig und von hohen Fettanteilen in der Nahrung geht keine Gefahr aus. Deshalb sind auch fett-reduzierte Lebensmittel  eigentlich unnötig.

Allerdings bleibt die DGE bei ihrer Aussage, dass Fett etwa 30% der Nahrung ausmachen soll und auch die Verwendung fettarmer Milch wird wexplizit empfohlen. Dabei sollte man wertvollen Fetten (Anmerkung Red: mit einem günstigen Omega Drei zu Omega Sechs Anteil und möglichst wertvolle sonstige Inhaltsstoffen) den Vorzug geben, z.B. Raps- und Walnussöl, Leinöl, aber auch ungesalzene Nüsse und auch fetter Fisch sind empfehlenswert.

2. Kohlenhydrate

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Eine hohe Zufuhr von Kohlenhydraten führte entgegen früherer Ansichten zu einer 28% erhöhten Sterblichkeit!

Deshalb  sollten Kohlenhydrate  laut den Empfehlungen der PURE-Verfasser weniger als 60% der Nahrung  ausmachen.

Auch die DGE weicht in ihren neuen Empfehlungen vom ,,reichlichen Konsum kohlenhydratreicher Produkte “ ab,  denn ein zu hoher Konsum kann auch Gewichtsprobleme verursachen und die Entwicklung von Diabetes begünstigen.

Stattdessen weist sie darauf hin, dass mehr Vollkornprodukte verzehrt werden sollten. Dadurch bleibt man länger satt und es enthält außerdem mehr Nährstoffe als Weißmehlprodukte. Außerdem wirken sie präventiv für das Auftreten von Fettstoffwechselstörungen, Dickdarmkrebs, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

4. Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte

Die Untersuchungen zum Konsum von Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten zeigten, dass bei drei bis vier Portionen am Tag das Sterberisiko um 22% geringer war als bei weniger als einer Portion. Eine noch höhere Zufuhr brachte jedoch keinen Zugewinn an Lebenszeit.

Dennoch empfiehlt die DGE  immer noch fünf Portionen,  nun allerdings zwei Portionen Obst und mindestens drei Portionen Gemüse.

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Meine Meinung zu der PURE-Studie, der Meinung der DGE und was letzendlich daraus resultiert …

Dieses Ergebnis ist bahnbrechend und steht im Gegensatz von anderen Ergebnissen. Und, ohne die Erkenntnisse schmälern zu wollen, wird in nächster Zeit die PURE Studie sicherlich mit noch ganz genau unter die Lupe genommen werden und vielleicht ergeben sich dann noch weitere Aspekte…

Deshalb kann ich eine gewisse Zurückhaltung seitens der DGE, diese Ergebnisse 1:1 in ihren Empfehlungen umsetzen, schon verstehen.

Aber wie können solche Ergebnisse eigentlich zustande kommen? Ich kann es mir nur so erklären, dass Fett natürlich ein lebensnotwendiger Bestandteil der Ernährung ist, der auch für viele Stoffwechselvorgänge und der Aufnahme der fettlöslichen Vitamine unerlässlich ist. Zudem ist er oft mit einem Eiweißkonsum verbunden… Auch die Mittelmeerkost, die ja schon lange als ,,gesund“ postuliert wird, ist ja eigentlich nicht fettarm, sondern mit der Verwendung von reichlich Olivenöl verknüpft.

Deshalb scheint mir eine klare Aufklärung über die Verwendung der Fette von Nöten (siehe Quellen und Literaturvorschläge). Dass Butter nicht so schlecht ist, wie angenommen, wissen wir schon seit einiger Zeit. Dabei kommt es nicht nur auf den Sättigungsgrad (gesättigt/ungesättigt/mehrfach ungesättigt), sondern auch auf die Qualität der Inhaltsstoffe und der Verarbeitung an.

Zusätzlich ist die Versorgung mit Eiweiß ein wichtiges Thema, was im Rahmen der ,,gesunden“ Ernährung oft zuwenig Beachtung findet. Eiweiß ist aber ein sehr wichtiger Bestandteil unserer Ernährung und ist wichtig zur Aufrechterhaltung des Energiehaushaltes sowie der Muskel/Hirn/Bindegewebe und Stoffwechseltätigkeit. Hier müssen in Zukunft auch andere Eiweißquellen aus Soja, Algen und Insekten mehr Beachtung finden, um eine suffiziente Versorgung der Bevölkerung in einem ökologisch sinnvollen Rahmen zu gewährleisten.S1420031 (4).JPG

Man sieht, wie wichtig es ist, komplexe Zusammenhänge  genau zu erforschen und für uns zu nutzen. Denn trotz all unserer Erkenntnisse gibt es noch so vieles, was nur darauf  wartet, entdeckt oder erkannt zu werden…

 

In diesem Sinne wünsch ich Euch einen wunderschönen, erkenntnisreichen Tag,

Eure DrNessy

 

Quellen/Literaturvorschäge

Mahshid Dehghan, M. Ph, Mente, A. , Xiaohe Zhang, MSc et.al. Associations of fats and carbohydrate intake with cardiovascular disease and mortality in 18 countries from five continents (PURE): a prospective cohort study, 29/8/2017 Lancet

Spiegel-Artikel vom September 2017 Überarbeitete Ernährungsregeln Gesund essen – jetzt aber wirklich 

FOREVER YOUNG/ ANTI AGING TEIL 9 : KOSTENLOSER 6-PUNKTE-MASTERPLAN FÜR EINEN OPTIMALEN, GESUNDEN START IN DIE DUNKLEN JAHRESZEITEN! HEUTE: ÜBERSICHT /PUNKTE 1 UND 2: OPTIMALE ERNÄHRUNG, GESUNDE DARMFLORA

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Homepage DGE Was Sie schon immer über Fette wissen wollten

Homepage alternativ-gesund-leben: Welches Öl ist am gesündesten?

 

 

Verfasst von

Ich bin jemand, der meist positiv und neugierig durchs Leben spaziert. Mich fasziniert das Alltägliche wie auch das Besondere und ich bin dankbar, mich mit den schönen Dingen des Lebens wie mit meiner Familie, Pferden und Hunden, Natur und Medizin beschäftigen zu dürfen. Ich bin eine kleine Fashionista und schreibe und zeichne gerne .. Diese Themen lebe ich auch auf meinem Blog ,,Salutary Style" aus... Hello, I´m a girl with lot´s of interests: Not only fashion, beauty and lifestyle but also family, animals, medicine , writing, reading and riding.

13 Kommentare zu „Revolutionäre Erkenntnisse über Ernährung durch PURE Studie

  1. Sehr geehrte Dr. Nessy, jetzt bin och doch ziemlich geplättet. Nicht wegen dem Fett alleine, sondern der daraus neu resultierenden Ernährungspyramide. Gerade lebe ich nicht nur fettarm (unter 10 %) sondern vermeide fast jegliches Fleisch, vor allem Rotes, alle Wurst, Käse, Öle, Fette usw. Davor und danach werden/ wurden alle Blutwerte bestimmt und ich bin selber schon auf das Ergebnis gespannt. Eine neue Energie konnte ich in den letzten vier Wochen nicht feststellen, außer, dass mir schneller kalt wird. Klar, Vollkorn ist sowieso Programm und ich habe mich vorher ebenfalls nicht ungesund ernährt, auch wenn Kohlenhydrate meine Lieblinge sind und da vor allem Brot und Kartoffeln. Ich muss mal wieder feststellen, dass ich fast nix über meinen Körper weiß, doch durch Dich wieder ein kleines Stückchen schlauer geworden bin. Ganz vielen Dank dafür und hab ein fabelft köstliches Wochenende!

  2. Jetzt breche ich mal wieder eine Lanze für das intuitive Essen. Jeder weiß am besten, was ihm bekommt. Dabei meine ich nicht Völlerei. Man soll aufhören zu essen, wenn man Hunger hat und aufhören zu essen, wenn man keinen keinen Hunger mehr hat. Der Körper weiß von allein, was er braucht und was nicht. So einfach ist das – oder auch nicht. Denn meistens isst man mehr als man braucht. Und das ist der Knackpunkt.

    Liebe Grüße Sabine

  3. Ich habe es schon immer „geahnt“, dass Fette nicht verkehrt sein können. Bin ein leidenschaftlicher Leinöl-Liebhaber, egal, ob im Quark oder in Quetschkartoffeln. Das gibt es bei uns alle 1-2 Wochen zu Mittag.

    Ansonsten ist es für mich sehr schwer, mich an die Obst- und Gemüseregeln zu halten, denn ich vertrage kaum Gemüse und immer nur Brokkoli essen macht auch keinen Spaß. Vielleicht können wir uns da mal etwas intensiver per Mail austauschen? Das würde mich sehr freuen.

    Liebe Grüße,
    Moppi

    1. Liebe Moppi! Das klingt trotz allem gar nicht so schlecht! Die Frage ist ja, warum Du kein Gemüse verträgst… Übrigens: Meine Doc-
      Mail-Adresse ist auf meinem Blog zu finden… Alles Liebe, Nessy

  4. Ja so ist das mit den Studien. Am besten, man verlässt sich auf seinen gesunden Menschenverstand und sein Wohlbefinden. Ich kann auch nur empfehlen dann aufzuhören zu essen, wenn man satt ist! So mache ich das jedenfalls (meistens hihi).
    LG Reni

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