Anti Aging / ALLES Wichtige zum Thema Wechseljahre! Neue natürliche Hormon – Ersatz – Therapie im Vergleich mit anderen Schemata, Aufklärung WHI – Studie, viele wertvolle Tipps!

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DrNessy im Gespräch mit Prof. Ingrid Gerhard, ,,Grand Dame“ der Erkenntnisse um natürliche Methoden in der Gynäkologie und Geburtshilfe.
WICHTIG: Vor Anwendung jeder Therapie müssen die Gegenanzeigen geprüft werden und eine (gynäkologische und ggf. weiterführende) Untersuchung durchgeführt werden! Dieser Artikel dient nur zur allgemeinen Information und ersetzt nicht die Beratung und Behandlung des Gynäkologen! Auch sind zwar die Inhalte nach bestem Wissen zusammengetragen worden, dennoch übernehme ich keine Haftung für die Richtigkeit oder die Wirksamkeit der Therapien!
Ich zeige im folgenden verschiedene Beispiele von eingesetzten Medikamenten.  Dadurch habe ich allerdings keinerlei pekuniären Nutzen! Ist das Werbung? Wenn ja deklariere ich den Text hiermit!

 

Hallo Ihr Lieben!

unnamed (29)Hormone helfen nicht nur gegen Wechseljahresbeschwerden, sondern wie wir nun wissen, auch gegen das Auftreten von Herz-Kreislauferkrankungen, gegen Osteoporose, machen eine pralle Haut,  und halten unter anderem die grauen Zellen fit!


Entscheidend für den Erfolg einer Hormonersatztherapie ist, dass man

* relativ früh nach Aussetzen der Menses anfängt,

* nicht älter  als 60 Jahre bei Beginn ist

* vor Beginn eine Doppler-Untersuchung der Halsgefäße durchführt (CIMT),

* die Frau befragt und  untersucht und

* natürliche Hormone gibt, dabei Progesteron als Kapsel, 17-Beta Estradiol transdermal als Spray, Gel oder Pflaster (und keine Derivate)

* wenn die Gebärmutter entfernt wurde, kann man u.U. auf Progesteron verzichten, ansonsten muss es gegeben werden, wenn man Östrogen gibt, sonst kann die Gebärmutterschleimhaut bösartig entarten!  Allerdings kann auch ein Mangel an Progesteron Beschwerden hervorrufen…


(Die Ergebnisse der WHI  Studie, die mit vielen Nebenwirkungen der klimakterischen Hormongabe behaftet waren, hatten den Nachteil, dass mit der Hormonersatz-Therapie im Durchschnitt erst mit 63 Jahre begonnen wurde, als die Frauen schon eine relativ lange ,,hormonarme“ Zeit hinter sich hatten! Zum zweiten wurden künstliche Hormone verwandt und die Daten einfach auf jüngere Frauen übertragen…)

In puncto Hormonersatztherapie/Wechseljahre ist soviel passiert, dass ich unbedingt noch einmal einen Artikel veröffentlichen muss, der zusammenfassend etwas Licht ins Dunkel bringt und beschreibt, was da eigentlich in der Forschung und auch Presse vor sich gegangen ist.

Dazu möchte ich Euch aber auch ein natürliches Hormon – Schema vorstellen, wie es aktuell aufgrund der Studienlage sinnvoll ist!  Als Alternative zeige ich Euch auch noch andere gängige Schemata, die aktuell in Deutschland verwendet werden! Ich werde diesen Artikel auf ein mal veröffentlichen, denn er soll für Euch wirklich nützlich sein, wenn Ihr in den Wechseljahren seid! Quasi mein kleines Weihnachtsgeschenk an Euch, in dem wirklich ein Großteil des Wissens um die Wechseljahre steckt! Ich werde ihn, wenn die Medizin weitergeht, wieder aktualisieren , so dass man auch Therapien nachschlagen kann!

INHALTSVERZEICHNIS

1. Wechseljahre

1.1. Vor- und Nachteile

1.2. Verlauf / Phasen der Wechseljahre und typische Beschwerden

1.2.1. Prämenopause

1.2.2. Klimakterium

1.2.3. Menopause

1.2.4. Postmenopause

2. Behandlungsmethoden des klimakterischen Syndroms

2.1. Die Hormon-Ersatz-Therapie (HET), (englisch) Hormone Replacement Therapy, (HRT):

2.1.1 Wirkweise einer HRT

2.1.2. Applikationsformen von Hormonen

2.1.3. Kontinuierliche und sequenzielle Hormontherapie

2.1.4. Vorbereitung einer HRT

2.1.4.1. Anamnese

2.1.4.2.Untersuchung

2.1.4.3. Zusatzuntersuchung CIMT

 Untersuchung der Intima Media Dicke der Carotis-Arterie (CIMT)

2.2. Verschiedene aktuelle Einnahme-Schemata

2.2.1. Kombinationstherapie  aus transdermalem naturidentischen 17ß-Estradiol und oralem Progesteron und sinnvoll Ergänzungen

2.2.2. Übliche  konventionelle Hormonersatztherapie, wie sie auch heute noch oft angewandt wird

2.2.2.1. Bsp. ,,Wechseljahrspille“

 

2.2.2.2. Soll man auf natürliche Hormone wechseln?

2.2.3.  Die Modifizierte Hormnonersatztherapie mit natürlichen Hormonen nach Rimkus

 

2.3. Nebenwirkungen der konventionellen HRT

2.3.1. Allgemeines zu Nebenwirkungen

2.3.2. Allgemeine Nebenwirkungen konventioneller HRT

2.3.3. Auftreten bösartiger Tumoren (Krebs) mit Häufigkeiten

2.3.4. Kontraindikationen gegen eine Hormonersatztherapie

 

 3. Nicht-hormonelle Behandlungsmethoden von Beschwerden im Klimakterium

3.1.  Pflanzliche Stoffe  zur Unterstützung der hormonellen Funktion  und Behandlung der Symptome

3.1.1. Mönchspfeffer (agnus castus) 

3.1.2. Sibirische Rhabarberwurzel

3.1.3. Cimifuga (Traubensilberkerze)

3.1.4. Salbei-Tee

3.1.5. Frauenmantel-Tee

3.2. Sonstige Medikamente, die bei Wechseljahresbeschwerden eingesetzt werden

3.2.1. selektiven Serotonin- Wiederaufnahmehemmer

3.3. Spezielle Nahrungsergänzungsmittel für die Zeit der Hormonumstellung siehe auch 2.1.1.

 

4.  ENTSCHEIDUNGSHILFE: Welche Therapieoption ist die richtige für mich?

4.1. Was sagen die Leitlinien?

4.2. Auch ohne  Hormontherapie kann man relativ lange eine gute Lebensqualität bewahren!

 

5. Was passiert mit dem Körper während der Wechseljahre und wie kann ich ihn unterstützen?

5.1.Haut 

5.2. Haare 

5.3. Gewicht

5.4. Ernährung

5.5. leichter Sport

 

6. ,,Psychohygiene“

7. Wie kam es, dass die Hormonersatztherapie so in Verruf geriet, nachdem anfänglich Begeisterung herrschte?

7.1. Auswertung der WHI Studie

7.2. Folge

7.2. Ursachen der Fehlinterpretationen der WHI-Studie

7.3. Zum Schluss war es doch wieder  anders …

8. Quellen

 

 

1. Wechseljahre

1.1. Vor- und Nachteile

S1420009 (2)Wenn Ihr denkt, ich wolle Euch die Wechseljahre als ein ganz tolles Projekt verkaufen, aus dem viele Vorteile hervorgingen… Irrt Ihr Euch. Auch, wenn man nicht mehr verhüten muss und die monatlichen Blutung wegbleibt, würden  die meisten von uns trotzdem  gerne darauf verzichten! Kündigen sie doch das Ende unserer Fruchtbarkeit an und sogar, wenn wir sicher keinen Nachwuchs mehr wollen, ist es doch nicht schön, dass man nicht mehr könnte, auch wenn man wollte…

Zudem heißt es schließlich sogar in der einer Werbung so beddeutungsschwanger: ,,Wenn der Östrogenspiegel sinkt“… Ja, es ist leider richtig, reden wir es nicht schön,  dann kommt es zu einer Reihe von  Alterungprozessen (nicht nur der Haare)!  Dennoch weiß man dank der modernen Medizin, dass man doch ein paar Dinge tun kann, um diesen Prozess, sagen wir ´mal, etwas zu bremsen!

Zudem führen die körperlichen und seelischen Veränderungen des Klimakteriums oft dazu, daß man über sich und sein Leben reflektiert. Meist fällt es auch in eine Zeit des äußeren Umbruchs (Kinder gehen aus dem Haus, man wird vielleicht  Oma, im Job hat man oft alles erreicht…).  Diese Beschäftigung mit seiner Situation wird von vielen im Nachhinein als ,,Chance“ bezeichnet und sieht in etwa so aus:

,,Ich habe mir klar gemacht, was bisher falsch gelaufen ist und endlich den Mut gefasst, etwas zu verändern, mehr für mich zu tun, mein Leben mehr zu genießen, die Zeit besser zu nutzen für Dinge, die mir wichtig sind…„.

Also, nur Mut liebe Frauen! Erstens muss ,,der Wechsel“ für den Körper in Bezug auf das Altern gar nicht soo dramatisch ablaufen, wie das noch vor Kurzem der Fall war, denn wir können doch einiges tun, um ihn zu unterstützen und zweitens bieten sich oft in dieser Zeit noch einmal verschiedene Chancen, um noch einiges aus seinem Leben herauszuholen, man muss sie nur ergreifen!

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Mode / Fashion im Winter – Beanies, Mützen, Hüte, Caps … Fünf Gründe, warum ich bei Kälte nicht ,,Ohne“ gehe!

 

Hallo Ihr Lieben,

Novemberwetter mit Regen, Matsch und Kälte …  Schön, wenn man es sich gemütlich machen kann! Denn drinnen, in kuscheliger Atmosphäre ist´s gleich nochmal so schön!

Aber  doch zieht es uns immer wieder nach draußen, um den Anblick der letzten, schon etwas traurig anmutenden  goldenen Blätter in uns festzuhalten, bevor wir sie im nächsten Moment schon auf den Boden fallen sehen, wo sie den Weg alles Irdischen gehen … Zurück bleibt der nackte Baum, um sich erst einmal von seinen ehemals sonnentankenden kleinen Weg-Gefährten zu erholen, die ihm den Sommer über so prächtig  zu Gesichte gestanden haben, um im neuen Jahr wieder zarte, kleine Blätterknospen hervorbringen zu können…

Die Gedanken, die der Herbstwald in uns auslöst, sind bei jedem Menschen anders, obwohl es eigentlich der gleiche Wald für alle ist! Bei wie vielem nur ist das so  – findet Ihr nicht?

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Revolutionäre Erkenntnisse über Fett – Ernährung durch PURE Studie

Hallo Ihr Lieben!

,,Eine Einschränkung des Fettkonsums wirkt sich nicht lebensverlängernd aus!  Ja, nicht nur das, egal ob gesättigte oder ungesättigte Fette: Ein erhöhter Fett-Konsum geht mit einer signifikant niedrigeren Sterblichkeit einher!“

 

 

Diese Nachricht, die die gesamtem Teilnehmer des  Kongresses der ,,European Society of Cardiology “  (ESC) in Barcelona vergangenen August in ungläubiges Staunen versetzte, schlug auch im Rest der Welt  wie eine Bombe ein!

Alle Dogmen des Fettkonsums, die jahrelang als bewiesen galten, waren mit einem Schlag vernichtet.  Und dabei konnte man diese Ergebnisse der sogenannten PURE-Studie, die immerhin 135 335 Patienten aus 18 Ländern von 5 Kontinenten eingeschlossen hatte, nicht so einfach vom Tisch fegen oder entkräften..

Kritikpunkte? Leider dünn gesäht… Einer war sicherlich, dass die Patienten nur einmal, nämlich am Anfang der Studie zu ihren Ernährungsgewohnheiten befragt wurden…  Aber wenn jemand zu seinen Ernährungsgewohnheiten befragt wird, wieso sollte er sie dann in den immerhin durchschnittlich 7,4 Monaten Nachbeobachtungszeit ändern?  Und wenn das je geschehen sollte, würde es sich tatsächlich in dieser kurzen Zeitspanne auswirken? Wohl eher nicht …

Und dann wurde eben jene, bahnbrechende Studie auch noch am 29. August in DER internationalen medizinischen Fachzeitschrift ,,The Lancet“ veröffentlicht! Die Ernährungsexperten sahen sich gezwungen, zu reagieren…

Schauen wir uns also im Folgenden einmal an, was sich bei uns in Deutschland getan hat und ziehen wir unsere Schlüsse.

Denn die Experten der ,,Deutschen Gesellschaft für Ernährung“ (DGE) haben unlängst die bisherige Ernährungsempfehlungen in ihrer  neuen Version  der  sogenannten 10-er Regel doch an einigen Punkten tatsächlich, unter andere aufgrund dieser Studie, überarbeitet!

Doch worum ging es in dieser Riesen Studie genau und welche Empfehlungen wurden daraus abgeleitet?

Bisherige Ernährungs-Empfehlungen:

1. Fettkonsum

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Der Gesamt-Fettanteil in der Nahrung soll auf weniger als 30% der Energiezufuhr beschränkt werden. Es ist vorteilhaft, möglichst weniger als 10% gesättigte Fettsäuren zu konsumieren.

2. Obst und Gemüse

Am Tag sollten fünf Portionen Obst und Gemüse verzehrt werden.

3. Kohlenhydrate

Der Verzehr von reichlich Getreideprodukten sowie Kartoffeln wird empfohlen.

PURE-Studienergebnisse /Änderungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGE):

1. Fettkonsum

Eine Einschränkung des Fettkonsums wirkt sich nicht lebensverlängernd aus! Patienten mit hohem Fettanteil in der Ernährung hatten eine 23% niedrigere Gesamt-Sterblichkeit als jene mit niedrigem Fettkonsum ( die 20% Patienten mit dem höchsten Fettkonsum wurden mit den 20% des niedrigsten Fettkonsums verglichen)

Ein erhöhter Fett-Konsum gesättigten Fettsäuren ging mit einer 14% niedrigeren Sterblichkeit einher, bei den einfach ungesättigten Fettsäuren waren es 19% und bei mehrfach ungesättigten Fettsäuren konnte man eine 20 % ige Verringerung der Sterblichkeit feststellen!

Das bedeutet also laut PURE-Studie, strenge Fettrestriktionen sind unnötig und von hohen Fettanteilen in der Nahrung geht keine Gefahr aus. Deshalb sind auch fett-reduzierte Lebensmittel  eigentlich unnötig.

Allerdings bleibt die DGE bei ihrer Aussage, dass Fett etwa 30% der Nahrung ausmachen sollte und auch die Verwendung fettarmer Milch wird explizit empfohlen. Empfehlenswert sind dabei wertvolle Fette mit einem günstigen Omega Drei zu Omega Sechs Anteil und möglichst wertvollen sonstigen Inhaltsstoffen, z.B. Raps- und Walnussöl, Leinöl, aber auch ungesalzene Nüsse und auch fetter Fisch.

2. Kohlenhydrate

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Eine hohe Zufuhr von Kohlenhydraten führte entgegen früherer Ansichten zu einer 28% erhöhten Sterblichkeit!

Deshalb  sollten Kohlenhydrate  laut den Empfehlungen der PURE-Verfasser weniger als 60% der Nahrung  ausmachen.

Auch die DGE weicht in ihren neuen Empfehlungen vom ,,reichlichen Konsum kohlenhydratreicher Produkte “ ab,  denn ein zu hoher Konsum kann auch Gewichtsprobleme verursachen und die Entwicklung von Diabetes begünstigen.

Stattdessen weist sie darauf hin, dass mehr Vollkornprodukte verzehrt werden sollten. Dadurch bleibt man länger satt und es enthält außerdem mehr Nährstoffe als Weißmehlprodukte. Außerdem wirken sie präventiv für das Auftreten von Fettstoffwechselstörungen, Dickdarmkrebs, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

4. Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte

Die Untersuchungen zum Konsum von Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten zeigten, dass bei drei bis vier Portionen am Tag das Sterberisiko um 22% geringer war als bei weniger als einer Portion. Eine noch höhere Zufuhr brachte jedoch keinen Zugewinn an Lebenszeit.

Dennoch empfiehlt die DGE  immer noch fünf Portionen,  nun allerdings zwei Portionen Obst und mindestens drei Portionen Gemüse.

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Meine Meinung zu der PURE-Studie, der Meinung der DGE und was letzendlich daraus resultiert …

Dieses Ergebnis ist bahnbrechend und steht im Gegensatz von anderen Ergebnissen. Und, ohne die Erkenntnisse schmälern zu wollen, wird in nächster Zeit die PURE Studie sicherlich mit noch ganz genau unter die Lupe genommen werden und vielleicht ergeben sich dann noch weitere Aspekte…

Deshalb kann ich eine gewisse Zurückhaltung seitens der DGE, diese Ergebnisse 1:1 in ihren Empfehlungen umsetzen, schon verstehen.

Aber wie können solche Ergebnisse eigentlich zustande kommen? Ich kann es mir nur so erklären, dass Fett natürlich ein lebensnotwendiger Bestandteil der Ernährung ist, der auch für viele Stoffwechselvorgänge und der Aufnahme der fettlöslichen Vitamine unerlässlich ist. Zudem ist er oft mit einem Eiweißkonsum verbunden… Auch die Mittelmeerkost, die ja schon lange als ,,gesund“ postuliert wird, ist ja eigentlich nicht fettarm, sondern mit der Verwendung von reichlich Olivenöl verknüpft.

Deshalb scheint mir eine klare Aufklärung über die Verwendung der Fette von Nöten (siehe Quellen und Literaturvorschläge). Dass Butter nicht so schlecht ist, wie angenommen, wissen wir schon seit einiger Zeit. Dabei kommt es nicht nur auf den Sättigungsgrad (gesättigt/ungesättigt/mehrfach ungesättigt), sondern auch auf die Qualität der Inhaltsstoffe und der Verarbeitung an.

Zusätzlich ist die Versorgung mit Eiweiß ein wichtiges Thema, was im Rahmen der ,,gesunden“ Ernährung oft zuwenig Beachtung findet. Eiweiß ist aber ein sehr wichtiger Bestandteil unserer Ernährung und ist wichtig zur Aufrechterhaltung des Energiehaushaltes sowie der Muskel/Hirn/Bindegewebe und Stoffwechseltätigkeit. Hier müssen in Zukunft auch andere Eiweißquellen aus Soja, Algen und Insekten mehr Beachtung finden, um eine suffiziente Versorgung der Bevölkerung in einem ökologisch sinnvollen Rahmen zu gewährleisten.S1420031 (4).JPG

Man sieht, wie wichtig es ist, komplexe Zusammenhänge  genau zu erforschen und für uns zu nutzen. Denn trotz all unserer Erkenntnisse gibt es noch so vieles, was nur darauf  wartet, entdeckt oder erkannt zu werden…

 

In diesem Sinne wünsch ich Euch einen wunderschönen, erkenntnisreichen Tag,

Eure DrNessy

 

Quellen/Literaturvorschäge

Mahshid Dehghan, M. Ph, Mente, A. , Xiaohe Zhang, MSc et.al. Associations of fats and carbohydrate intake with cardiovascular disease and mortality in 18 countries from five continents (PURE): a prospective cohort study, 29/8/2017 Lancet

Spiegel-Artikel vom September 2017 Überarbeitete Ernährungsregeln Gesund essen – jetzt aber wirklich 

FOREVER YOUNG/ ANTI AGING TEIL 9 : KOSTENLOSER 6-PUNKTE-MASTERPLAN FÜR EINEN OPTIMALEN, GESUNDEN START IN DIE DUNKLEN JAHRESZEITEN! HEUTE: ÜBERSICHT /PUNKTE 1 UND 2: OPTIMALE ERNÄHRUNG, GESUNDE DARMFLORA

VITALITÄT UND MODE FÜR JUNGGEBLIEBENE – FIT UND SCHICK AUCH MIT ÜBER 50!

OPTIMALE ERNÄHRUNG / DETOX / CLEAN EATING / HAPPY EATING / AYUVEDA / EPIGENETIK – IM SCHWEINSGALOPP DURCH DIE ERNÄHRUNGSLEHREN…

Homepage DGE Was Sie schon immer über Fette wissen wollten

Homepage alternativ-gesund-leben: Welches Öl ist am gesündesten?

 

 

Farbexplosion im Mode – Herbst … und der Trick meiner Tante Felicitas, immer die richtige Farbe zu tragen!

Hallo Ihr Lieben!

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Nessy  Töchterchen: Auch ungeschminkt das allerschönste Gesicht für mich: die beste Tochter von allen!

Heute kommt einmal wieder ein  ,,gute Laune“ –  Post! Als ich gestern so eingekuschelt mit  meiner liebsten Tochter von allen bei Kerzenlicht am gemütlichen Kaffeetisch saß und mit ihr über das Leben und die Zukunft sinnierte,  erhellte sich urplötzlich wie  von Geisterhand der Raum! Mein Blick wanderte durch das Zimmer zum Fenster, wo gerade eben noch Väterchen Frost seine ersten Spuren hinterlassen hatte…

Ende der Tristesse …

Doch was war das? Die Regenwolken waren aufgerissen und einzelne Sonnenstrahlen hatten tatsächlich den Weg durchs Fenster zu uns herein gefunden! Un die Welt da draußen färbte sich von der einen zur nächsten Minute in den schönsten Farben des Herbstes!. Es war, als hätte dieser noch einmal alle seine Kraft zusammengenommen, wie bei dem Schlussakkord eines bombastischen Feuerwerks, bevor die bunte Farbenpracht der blattlosen,  grauen, nasskalten Winterzeit weichen würde…

Denn wenn im späten Herbst die letzten Blätter gefallen sind, setzt, wie wir ja seit unseres ersten Lebensjahres wissen,  die Zeit der kurzen, dunklen Tage ein, an denen oft nicht einmal die Sonne Lust hat, hinter ihren flauschigen Wolkenkissen hervor zu linsen, um ihre wärmenden und erhellenden Strahlen auf die Erden zu schicken… Aber wer würde es ihr auch verübeln 😉 ?

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Immerhin hat der Mensch sich wenigstens insofern  Abhilfe geschaffen, indem er gerade in diese Zeit der ,,wetterlichen Tristesse “ Weihnachten  feiert und so eine Legitimation für das ganze künstliche Geglitzere und Gefunkele geschaffen hat…  Aber mehr dazu ein andermal, denn auch das hat natürlich seinen Reiz!

Kommen wir im Moment lieber wieder zurück zu unserem letzten schönem Herbsttag! Denn jetzt wird sich hübsch gemacht und dann geht´s nach draußen! Kommt Ihr mit?

Was ist der ,,richtige“ Look ?

Vorher  brauche ich aber noch einen hübschen Look für unseren Herbst-Spaziergang, auf dem wir natürlich für Euch auch ein wenig fotografieren möchten! Für das Outfit suche ich einen Ton, der gut zu dem starken bunten Farben passt, die sich draußen aufs Schönste präsentieren!  Auf der anderen Seite soll mir die Farbe aber auch gut stehen und mit mir harmonieren, aber muss sie dazu nicht auch kontrastieren?  Klingt irgendwie wie die Quadratur des Kreises…

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Also bringen wir es auf den Punkt: Meine Klamotten sollen bestenfalls Hammer aussehen! Das zu erreichen ist natürlich schwierig, wie alle Perfektion! Aber wenigstens ein bißchen in die Nähe davon sollten wir uns doch bewegen, wenn wir uns nun schon einmal, bei immerhin sechs schlappen Grad, nach draußen begeben, meint Ihr nicht?

Also muss ich die eben optimale Farbe finden. Wobei: Die Grundwirkungen der Farben sind mir ja schon klar. Wenn Ihr möchtet , könnt Ihr sie  auch auf meinen Post über Farben nachlesen …

FASHION: FARBPSYCHOLOGIE – WIRKUNG VON KLEIDERFARBEN / COLOR PSYCHOLOGY – EFFECT OF CLOTHING COLORS

Aber in dieser Situation hilft mir das auch nicht so richtig weiter…

Tantchen Felicitas

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Da fällt mir meine Tante Felicitas ein, Montessouri-Schulleiterin in Kanada und Farbexpertin…  Eine sehr kluge Frau war sie, die mir viel für meinem Leben beigebracht hatte… Leider hat sie mir der blöde Krebs sie einfach so, für mich von heute auf morgen, weggeholt. Ich verstehe bis heute nicht, dass sie uns bis zum Schluß nix gesagt hat und sich sogar die Chemotherapien morgens vor der Schule hat geben lassen! Warum? Sicher hatte sie ihre Gründe …  Aber sie hätte doch wenigstens mit mir reden können … Ich denke, sie wollte  nicht einer von ,,denen sein“…Von diesen  ,,Vollhorsten“, die mich als Ärztin  auf Familienfesten mit ihren Wehwehchen zutexten und allen Ernstes denken, sie würden mir eine Freude machen, wenn sie mir,  dabei Suppe schlürfend, von ihren Hühneraugen-Problemen berichten!  Schließlich hatte sie genau das oft genug beobachtet… Wobei auch das für mich übrigens okay ist! Man kann schließlich nicht Ärztin werden und glauben, in seiner Freizeit wäre man das nicht mehr. Diesen Beruf legt man nicht mit seinen Arbeitsklamotten ab! Da muß man sich einfach drauf gefaßt machen, dass jeder Mensch sein geheimes  ,,Krankenpäckchen “ mit sich trägt, dass er gerne mit einer Ärztin teilt, wenn  sie schon einmal da ist! Aber so jemand war sie eben nicht. In dieser Beziehung hätte ich mir doch mehr Schwäche von ihr gewünscht…  Aber ändern läßt es sich nun mehr und wenn auch solche Gedanken zu so einem Tag dazugehören, wenden wir uns  nun lieber wieder einem ihrer vielen Tipps zu –  das hätte sie sicher gefreut!

Tantchens Felicitas Tücher-Test

,,Das wichtigste für die Fragestellung nach dem optimalen Farb-Konzept sind Tücher aller Farben! Damit  siehst Du schnell, mit welcher Farbe du die Wirkung hervorrufst, die du möchtest.“ S1420047 (2)

Sie hatte natürlich immer bei ihren Farb-Beratungen einen speziellen Tuch-Koffer mit allen möglichen Farben, mindestens 20, dabeigehabt… Aber Tücher waren für mich nicht das Problem. Mittlerweile haben sich über die Jahre in meiner Tücher-Truhe wirklich fast alle Farben angesammelt. Aber schon beim Betrachten  derselben fällt mir auf, dass manche Farben häufiger vertreten sind als andere… Natur mit Schwarz, Brauntöne und Blau, wenig bunte Tücher mit Rot und Gelb und nur ein Tuch mit Grün sind da zu finden. Jedenfalls genug für mein Farb-Experiment!

Aber auch, wenn ihr nicht so viele Tücher habt, könnt Ihr den Test machen! Nehmt einfach Handtücher, Tischdecken, Gardinen oder auch Klamotten und schaut, was der Spiegel Euch offenbahrt….

S1420035 (3),, Mach Dir einen Pferdeschwanz, damit Du Dein Gesicht auch gut siehst. Es darf nicht geschminkt sein. Jetzt achte darauf, dass man im Spiegel nur Haut und die Tücher sieht.  Und es reicht nicht, wenn man den Farb-Test einmal macht, denn die Farben wirken je nach Haarfarbe, Hautton, Augenfarbe, Restklamotten, ja sogar je nach Stimmung anders…  Gehe systematisch vor und nehme einen Block zur Hand. Schreib´Dir nun die Wirkung jeder Farbe auf Dich und Deine Persönlichkeit, aber auch auf Dein Gefühl auf. Wie würdest Du einen anderen Menschen mit Deinem Äußerern, der so eine Farbe tragen würde, einschätzen?  Kombiniere auch ruhig verschiedene Farben miteinander und schau, wie sich die Wirkung verändert! Fasse am Ende noch einmal das Wichtigste zusammen! Welches sind Deine Lieblingsfarben? Welche Farben eignen  sich am besten für das Gefühl eine Sommerparty, einer Hochzeit, einer Prüfung, kurz, für das, was du vorhast? „

Passende Töne für den HerbstwaldS1420038 (2)

…also für ein Herbstshooting, bei dem ich aber eigentlich keine Blätterfarben an sich tragen mchte? Eine tricky Aufgabe… Schwarz – nicht, Weiß – nicht, oder doch Weiß? Weiss´  nicht, hihi… ! Blöder Witz, okay, aber nee, Weiss ist nix für den Herbst!

Warum nicht einfach doch auch Blätterfarben  wie Gelb, Rot, Braun, Grün erwägen? Eben deshalb nicht, weil man ja dann die Klamotten vor lauter Blätterfarben gar nicht mehr sieht! Dann vielleicht Blau? Jau, Blau – geht doch, grins. Aber Blau – zu den Herbstfarben? Okay, her mit den blauen Tüchern, der Himmel passt schließlich fantastisch zu den Blättern, aber mein Gesicht wirkt mit dem knallblauem Tuch doch irgendwie … blass …  und mit dem Marinetuch … fade … und die Nasotabialfalte tritt durch das reflektierende Blau heute auch ungewohnt scharf hervor!

Da fällt mir plötzlich wieder Tantchen Felicitas Stimme ein. Sie war mitten in meinem Kopf. Ich muss lächeln, denn sie hatte das ,,R“ immer ein wenig gerollt… Übrigens hatte sie sich diese Angewohnheit auch nach -zig Jahren in Kanada bewahrt und ihr Englisch klang demzufolge wie ein seltener schottischer Slang…

Nude geht (fast) immer…S1420040 (4)

,,Weisst Du, welche Farrrbgrrruppe  fantastisch ist? Nude-Töne! Die gehen fast immerrr!“ (Okay, ich höre schon auf mit dem ,,R“. Klingt aber supi, oder?) ,,Aber pass´ auf, denn nicht jedem stehen alle Töne! Nude ist nämlich nicht gleich Nude! Da gibt es Beige-Nude, das ins Grau oder Bräunliche geht, Rosa-Nude kann sowohl ins Aprikotfarbene als auch ins Pinke changieren … Je nach deinem Hautunterton stehen dir oft nur bestimmte Töne. Sicher kannst Du mit Schminke viel machen, aber das Ziel ist doch, bereits ohne Schminke gut auszusehen, denn dass bist doch du, wie du wirklich bist, oder?“

Kritisch beäuge ich meinen Kleiderschrank. Vor kurzem hat der Postbote doch einen nudefarbenen Kurz-Trenchcoat gebracht… Mit einem Kärtchen… Schön eingepackt hatte die Firma  ihn. Ich mag es, wenn das Papier verheißungsvoll raschelt… Warum habe ich ihn denn eigentlich noch nicht ausgepackt? Einfach vergessen in den Wirren des Alltags… !

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Kleiner Trick: Damit die Teilchen auch bequem sind, klebe ich Memofoam-Einlagen hinein …

Nach der Fashion Week kamen doch ein paar  Schächtelchen hier an… Welche Firma? Da ich hier nicht wieder ,,Werbung“ drüberschreiben möchte, verrate ich nur soviel: Ein Firma, die auch Werbung für Schuhe macht… Wer mehr wissen möchte, auch zu den anderen Teilen, darf mir gerne schreiben!

Übrigens habe ich mir geschworen, dass für jedes Kleidungsstück, das in meinen Kleiderschrank wandert, ein anderes hinausfliegt! So trifft es sich gut, dass  mein Lieblingsparka ein Loch in der Tasche hat!S1420105 (4)

Und der Spiegeltest beweist es : PERFEKT! Dieses Nude-Rosé mit einem leicht kühlen Unterton passt super zu meinem warmen Hautton! So entsteht nun mein Look um dieses neue Teilchen herum! Immer mehr Klamotten tauchen auf, die dazu passen! Ich mach´es mir einfach und bleibe nur in dieser Farbgruppe! Denn es stimmt, er macht mich weder blass wie zu beiges Nude, noch zu Rot, noch zu Gelb! Sondern unterstreicht, wie ich finde, genau richtig die Frische in meinem Gesicht, die der kleine Herbstspaziergang, den wir bei unserem Shooting gemacht haben hineingezaubert hat! Obwohl es Herbst ist und kein Frühling, scheint doch dieser Ton, auf den ich ohne Tantchen Felicitas niemals gekommen wäre, ideal zu sein… danke, meine Liebe!

So, jetzt wisst Ihr Bescheid! Ich wünsche Euch von Herzen, dass Ihr die letzten ,,bunten“ Tage fröhlich genießen könnt! S1420085 (2)Aber auch in den Tagen des Winters werden wir Wege finden, um uns die Laune nicht vermiesen zu lassen!Wenn Ihr möchtet, schaut einfach vorbei! Als nächstes steht übrigens Ende November ein ganz besonderes Konzert an, auf das ich Euch (zumindest virtuell mit Bildern, vielleicht auch mit einem Video), mitnehmen werde … wenn Ihr Lust habt!

Aber wahrscheinliche sucht Ihr Euch ja auch schon einmal ein paar schöne Sachen heraus, mit denen Ihr Euch in den ,,Grauen Tagen“ den Alltag erhellen könnt! Gerne könnt Ihr auch mir hier darüber berichten, wie Ihr Euch die gute Laune ins Haus holt!

 

Tantchen hätte gesagt:

,,Das Glück liegt schließlich in Euch selbst, Ihr braucht es nur hervorzukramen!“

In diesem Sinne,

Alles Liebe, Eure Nessy

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Medizin: Haarausfall – Therapien und neue Erkenntnisse im Überblick

Wie bei allen medizinischen Artikeln empfehle ich immer, sich vom Arzt des Vertrauens behandeln zu lassen und alle Therapiemöglichkeiten vor Anwendung mit ihm zu besprechen, da ich hier nur allgemeine Tipps geben kann. Trotz sorgfältiger Recherchen kann ich keine Garantien für die Wirksamkeit und Richtigkeit der beschriebene Therapien übernehmen! Ich schildere hier Produktnamen, stehe mit den Firmen aber in keinerlei Bezug.

Hallo Ihr Lieben!

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
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Ein etwas heikles, aber äußerst relevantes Thema, dachte ich so bei mir,  als ich diesen Post vor einigen Tagen begann.

Oh ja,  das ist es … Aktuell nicht für mich, denn, Gott seis gedankt, ich persönlich habe für mich nie darüber nachgedacht und bei Göttergatte hat mich nie gestört, dass er langsam aber sicher quasi oben aus den Haaren herauswächst…!

Allerdings haben mich meine weiblichen Patienten häufig mit diesem Problem konfrontiert – wie mit so vielen anderen Dingen eben auch … !

Aber was mir hier auf diesem Blog passiert ist, hat mir erst klar gemacht, wie dringlich dieses Problem für viele tatsächlich ist! Denn so etwas ist mir noch nie passiert, aber es zeigt mir, wie falsch ich doch die Prioritäten manchmal einschätze…

Aber von vorne! Vor glaube ich, etwa zwei Wochen (ich hoffe, es waren nicht doch drei… ) erhielt ich die Anfrage, ob ich nicht einmal etwas über Haarausfall schreiben könne.

– Sicher doch! Gerne sage ich bei so etwas zu, ist es doch eigentlich schnell geschrieben, dachte ich!  Also habe ich mich, abgesehen von meiner  Erfahrung zu dem Thema in der Praxis, in der hormoneller Haarausfall nicht selten ist, auch in der neuen Fachliteratur schon einmal eingelesen, weil ich ich Euch  natürlich eventuelle Innovationen  nicht vorenthalten möchte

Dazwischen kam dann, aus aktuellem Anlass, den vielen, vielen Anfragen und meinem Engagement in der NATUM –  das Methadon-Thema, das für die Krebspatienten, denen natürlich  meine oberste Priorität gilt, plötzlich unheimlich wichtig geworden war, weil sie das Gefühl hatten, dass man ihnen etwas vorenthalten würde, was ihnen helfen könnte!  Klar, dass ich zuerst darüber etwas schreiben würde!und

Und weil ich einen vielseitigen Blog habe, mochte ich auch die Mode-Affinen und die, die mehr an meiner Person interessiert sind, als an echten Infos, nicht enttäuschen!

Aber dieses Thema scheint nun doch für einige von absoluter Priorität zu sein!  Denn gestern erhielt ich sowohl einen (wirklich traurigen ) Anruf, dass die Dame nun schon soo lange auf das Thema warten würde, als auch eine ein wenig barsche persönliche Mail eines etwas ungeduldigen Herrn, dass man ja wohl dem Internet nicht trauen könne, nur mir und, ach ja, ich solle jetzt mal ,,Butter bei de Fische“ machen – die Haare würden jeden Tag weniger …Jean-Luc Picard

Soweit, so gut aber ein hübsches Bild  war auch bei dieser Anfrage anbei mit einem markanten Männergesicht, aber … äh …  Haare? Eher glich das Antlitz des Herrn einem Jean-Luc Picard-Look, würde ich sagen. Sorry, mein lieber Freund, aber um das gleich vorwegzunehmen! Mit den Axel Schröder Locken wird das in diesem Leben nix mehr! Ich empfehle in so einem Fall, die drei flaumigen Etwas-Dinger (und das ist jetzt nicht abschätzig, sondern wirklich wohlwollend gemeint) zu entfernen und selbstbewußt den Blick aufs Haupt freizugeben! Im Winter kann ja eine coolen Kopfbedeckung das Haupt erwärmen…

Okay, zugegeben, ich gehe natürlich völlig falsch an das Thema heran! Wie wahrscheinlich viele von uns, die dieses Problem NICHT haben! Denn Haare sind für die Psyche nun einmal weit mehr als wärmende Kopfbedeckung! Ehrlich gesagt, wäre ich, wenn ich so drüber nachdenke, ohne meine Haare auch ganz schön ,,down“! Denn ich mag sie einfach! Und so geht es nun einmal vielen von uns!

Klar, dass man alles tun möchte, dass es möglichst lange möglichst viele bleiben! Da tröstet es auch nicht, wenn ich sage, dass zumindest mir bei Männern mangelndes Haupthaar überhaupt nix ausmacht. Denn es geht in erster Linie nicht darum, was andere denken, sondern in diesem Fall wirklich erst einmal um den Haarträger selbst!

Deshalb parliere ich jetzt auch nicht weiter herum, sondern fange nun endlich auch an, etwas Licht ins Dunkle zu bringen…

1. Die verschiedenen Fälle von Haarausfall und deren Prognosen

1.1. Erblich bedingter Haarausfall (androgenetische Alopezie)S1420004 (2)

Dieser tritt bei 80% der Männer und 20% der Frauen auf und wird durch das Erbgut weitergegeben, wobei der Anteil des weiblichen Erbgutes stärker zum Tragen kommt. Manchmal ist er mit der sogenannten Trichodynie, einem Schmerz der Kopfhaut verbunden und manche Menschen leiden sehr darunter, was sogar zu Depressionen führen kann.

Als ursächlich gilt eine erblich bedingte  Überempfindlichkeit der Haarfollikel gegenüber Dihydrotestosteron. Dabei werden die Wachstumszyklen manchmal schon ab dem Alter von 20 Jahren kürzer, die Ruhephasen des Haarzyklus länger und die Haarwurzeln schlechter durchblutet.

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Es kommt zum Haarausfall, 

bei Männern im Bereich der Geheimratsecken und später im gesamten Stirn- und Oberkopfbereich.

Bei Frauen beginnt es im Bereich des Scheitels. Dort werden  die Haare immer dünner, die Kopfhaut scheint durch und immer mehr Haare fallen aus, bis schließlich am Oberkopf kaum noch Haare vorhanden sind…

Bei dieser Form des Haarausfalles kann man ursächlich nichts ändern, nur die Symptome bekämpfen.

Prognose:

Durch Behandlung läßt sich diese Form des Haarausfalles je nach Beginn der Behandlung, wenn man Glück hat, tatsächlich verzögern oder sogar stoppen. Allerdings setzt das eine konsequente, lebenslängliche Behandung voraus.

1. 2. Sekundärer Haarausfall (Hypotrichose/Alopezie):

In Zeiten von psychischem und körperlichem Stress kann es sein, dass die Haare zeitweilig schlechter wachsen, dünner werden und auch gehäuft ausfallen. Dabei ist ein Ausfall von 70-100  Haaren am Tag noch normal. Hypotrichose bedeutet einfach, dass relativ wenig Haare vorhanden sind. Darüber hinausgehender Ausfall wird als Haarausfall (Alopezie) bezeichnet. Auch davon gibt es verschiedene Unterformen.

Behandelt man die Ursache, werden die Haare im günstigsten Falle auch wieder besser wachsen… Denn es ist logisch, dass der Körper in Zeiten des Mangels als erstes seine Haare vernachlässigt und sie später, wenn der Mangel/ die Ursache behoben wurde, wieder besser versorgt. Welche Rolle die Energieversorgung (cAMP) spielt und ob die Aktivierung (etwa durch Coffein in Plantur 21/39) sinnvoll sein kann, wird diskutiert.

Allerdings ist ein Erholung der Haarpracht das nur dann möglich, wenn der Haarausfall noch nicht zu lange Zeit bestanden hat und die Haarfollikel an sich noch nicht zerstört wurden.

Solche Phasen können vorliegen…

  • In Zeiten hormoneller Umstellungen wie Pubertät, nach einer Geburt (während der Schwangerschaft wachsen die Haare oft sehr gut, danach  fallen sie dann wieder etwas vermehrt aus) und Wechseljahre,
  • bei Fehl- und Unternährung (z.B. bei Diäten) , Mangel an Eisen, Selen Zink
  • bei vermehrten Blutungen (Eisenmangel)
  • bei Belastungen des Organismus durch z.B. Erkrankungen (z.B. Schilddrüsenerkrankungen), Unfällen, Operationen,
  • bei Einnahme von manchen Medikamenten wie Chemotherapeutika (Aromatasehemmer), Betablocker (Blutdruckmedikament), Statine (gegen Fettstoffwechselstörungen), Methylphenidat (gegen ADHS) , Retinoide (Vitamin A-Derivate z.B. zur Hautbehandung), manche Hormone bzw. auch Threostatika (Medikamente, die die Schilddrüse hemmen)
  • Aufnahme toxische Substanzen wie Schwermetalle, Thallium, Cadmium  und Blei
  • Jahreszeitliche Schwankungen des Haarwachstums .So kann es auch im Frühjahr und Herbst zu vermehrtem Haarausfall, der sogenannten ,,Mauser“, kommen. Diese Form, die dem Fellwechsel bei Tieren ähnelt,  ist durch die Umstellung des Organismus, den Jahreszeiten entsprechend, bedingt.
  • Belastungen der Kopfhaut (und damit der Haarwurzeln) und Haare durch aggressive haarkosmetische Behandlungen (Färben, Dauerwellen, heißes Fönen, ondulieren,…)Auch die falsche Pflege mit zu scharfen Shampoos oder ungeeigneten Bürsten oder Kämmen können die Kopfhaut austrocknen und im Extremfall zu schuppenden, blutenden, eitrigen Sekundärinfektionen führen, die eine Abbrechen und/oder eine im Extremfall dauerhafte Schädigung (Vernarbung) der Kopfhaut führen
  • Entzündliche Erkrankungen (Infektionen) der Kopfhaut mit Parasiten (Läuse, Milben, Flöhe)
  •  durch Bakterien/Viren oder Pilze mit Einbeziehung der Kopfhaut, z.B. Syphillis, Karbunkel, Wundrose oder Gürtelrose direkt oder durch starken Juckreiz ausgelöst
  • mechanische Zerstörung der Haarfollikel durch z.B. Unfälle, Verbrennungen oder Verätzungen.
  • Es gibt auch Fälle, bei denen sich keine Ursache des Haarausfalles finden lassen!

1.3. Haarausfall durch andere angeborenen Ursachen

z.B.  die totale Haarlosigkeit (Hypotrichosis congenita)  bei  seltenen Syndromen ( das Dermotrichie.Syndrom, die Mukoepitheliale hereditäre Dysplasie, das KID-Syndrom, …)

2. Verschiedene Muster des Haarausfalles:

2.1.  Erblich bedingter Haarausfall siehe 1.1.

2.2. Diffuser Haarausfall (Alopecia diffusa)

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Dies ist die häufigste Form des sekundären Haarausfalles. Dabei ist die gesamte Kopfhaut  betroffen. Die Haare werden insgesamt dünner und gehe für eine Weile vermehrt aus. Ursächlich können, wie oben beschrieben, Zeiten vermehrter Belastung des menschlichen Organismus  sein.

2.3. Vernarbender Haarausfall:

Durch unterschiedliche Krankheitsbilder (siehe oben) wurden die Hautschichten und damit die Haarfollikel irreversibel zerstört. Ursächlich könen Verätzungen, Verbrennungen oder Verletzungen sein, aber auch Pilzerkrankungen der schwere bakterielle Infektionen.  Nachdem die Follike zerstört sind, kann man sie nicht mehr retten. In so einem Fall bliebe höchstens die Haartransplantation von gesunden Haararealen…

2.3. Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata)S1420001 (2)

Diese Erkrankung betrifft ca 1,4 Mio der Deutschen. Bei 65 % der Betroffenen kommt es zu einer glatt begrenzten, runden Stelle auf dem sonst behaarten Kopf.

Bei den restlichen 35% bilden sich weitere kahle Flecken, wobei es auch sein kann, dass manche Flecken wieder verschwinden, während neue entstehen.

Meist bilden sich diese Veränderungen spontan nach ca 6-8 Monaten wieder zurück. Sie können aber auch über Jahre persistieren oder immer weiter, bis zur kompletten Haarlosigkeit, auch der Körperbehaarung und der Augenbrauen führen.

Die Ursache hat man leider noch nicht erkannt. Man vermutet Autoimmunprozesse. Eventuell findet eine Triggerung durch die bereits bei 2. geschilderten Ursachen (physischer und psychischer Stress) statt.

Eine sehr seltene Unter-Form dieses  Haarausfalles tritt im Alter zwischen 30 und 55 Jahren bei der Frau auf. Es ist die Allopecia areata atrpicans Pseudopelade Broca. Es kommt zu kleinen, haarlosen Arealen geröteter, fleckiger Haut.

Besondere Behandlungsformen bei kreisrundem Haarausfall:

Hier gibt es viele alternativmedizinischen Therapieansätze, die in meinen Augen keinen genügenden Wirksamkeitsnachweis erbracht hätten, als dass ich sie hier aufführen wollte.

Da das Immunsystem wohl fehlgeleitet ist, scheint mir ein Therapieversuch nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt evtl. mit Kortisonpräparaten gerechtfertigt, wenn  eine behandelbare Entzündungsursache (Keime, Parasiten,..) ausgeschlossen wurde!

Unterstützende Maßnahmen, wie untern geschildert, sind sicherlich nicht schlecht! Aber oft verschwindet der Spuk, wie gesagt, auch wieder von alleine…

 

Diagnosestellung bei Haarausfall:

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Kommt ein Patient mit Haarausfall, gibt es oft einige Anhaltspukte, die die Ursache des Haarausfalles erkennen lassen. Nur in seltenen Fällen wird man nicht wenigstens eine Vermutung über die Ursache abgeben können!

Der Arzt achtet auf folgendes:

1. Wie lange besteht der Haarausfall, wie ist das Verteilungsmuster auf dem Kopf, fanden belastende Ereignisse (Geburt, Krankheiten, psych. Belastungen,…) statt, die evtl. ursächlich sein könnten?

2. Gibt es Anhaltspunkte für entzündliche Veränderungen bzw. Hautveränderungen?

3. Durchführung eines sogenannten Trichogrammes. Dabei wird bei  60-100 Haaren untersucht, die vorher ausgerissen werden, ob sie sich in der Wachstumsphase (norm. ca 80%), Übergangsphase  (ca.15-20%) oder Ruhephase befinden. So sieht man, ob der Haarzyklus vielleicht verkürzt ist, wenn wenig Haare in der Wachstumsphase zu finden sind.

4. Alternativ  gibt es auch den sogenannten TrichoScan, ein computergestütztes Analyseverfahren zur Bestimmung der Haardichte und des Haarwurzelstatus. Dabei  wird ein ca. 16 – 20 mm durchmessendes betroffenes Kopfhautareal abrasiert und eingefärbt, danach eine Aufnahme erstellt und so die Haardichte bestimmt..

5. Evtl. führt man dann noch eine Hautbiopsie durch, oder aber entnimmt nur ein Schabsel der Kopfhaut, ggf. mit einigen Haaren, woran man Untersuchungen auf entzündliche Veränderungen, Der Haarstruktur  oder Parasiten durchführen kann.

6. Laboruntersuchungen: Blutbild, Hormone (Testosteron, Progesteron, Östrogen, LH, FSH, DHEA, ) Schilddrüsenhormone und -Werte,  Leberwerte. Entzündungsparameter, Eisen, Folsäure, andere B-Vitamine, Ferritin, Transferrin, Zink,  Selen, Kupfer, ….bei Verdachtsfällen weitere Untersuchungen )(Infektionskrankheiten, erbliche Erkrankungen…)

Behandlungsmöglichkeiten von Haarausfall

1. Ursache, wenn möglich behandeln

Natürlich muss je nach gefundener Ursache, wenn möglich,  beseitigt werden. Wenn eine behandelbare Erkrankung , Entzündung oder Mangelerscheinung vorliegt, z.B. die Schilddrüse nicht richtig arbeitet, ein Eisenmangel besteht, die Hormone aus dem Ruder gelaufen sind oder sonstige erkennbare Mißstände im Organismus bestehen, müssen diese  adäquat behandelt werden!  Falls Kratzeffekte mit vorhanden sind, sollten diese vermieden werden (indem man z.B. Handschuhe trägt und gegebenfalls je nach Grunderkrankung,  auch topisch mit einem entsprechendem Medikament behandelt).

Neue Erkenntnis:  Erste gute Ergebnisse bei eine Kühl-Therapie der Kopfhaut während  bestimmter Chemotherapen (bei Krebs-Patienten), die normalerweise zum Haarverlust führen. Durch eine Kühlhaube konnte tatsächlich die Haarpracht bei Patienten erhalten werden!

2. Wie sieht die richtige Pflege aus?

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Auch hier muß man natürlich Besonderheiten bezüglich der Ursache beachten. Meist sind die Haare aber relativ dünn und empfindlich. Gerubbel mit dem Handtuch, wie es Männer gerne praktizieren, sollte also vermieden werden! Die Haare sanft ausdrücken und danach eine  Bürste mit abgerundeten Borsten verwenden, die die Durchblutung steigert und das Haar gut durchkämmt,  aber nicht reizt und ziept. Wenn es ein Kamm sein soll, muß er von guter Qualität sein und keine scharfen Grade haben. Holzkämme laden sich nicht elektrisch auf und haben meist keine scharfen Kanten und liegen außerdem angenehm in der Hand!

Es gibt Shampoos gegen Haarausfall (z.B. Plantur 21, oder 39), die Koffein, Ingwer, Zink und  (gegen Haarausfall in den Wechseljahren) soganannte Phytoöstrogene  und spezielle Stoffe, die die Haare dicker wirken lassen. Diese können einen positiven Effekt haben, man darf aber keine Wunder von ihnen erwarten! Wichtig ist es, die Kopfhaut auf keine Fall durch zu viele Tenside oder scharfe, alkoholhaltige Haarwässer auszutrocknen. Lieber ein Babyshampoo oder eine andere milde Zubereitung verwenden. Apotheken und Reformhäuser habe oft besonders verträgliche Rezepturen und können individuell beraten!

Kleiner Tipp: Do-it-yurself Haarspülung: 2 Eßl Apfelessig, 1 Handvoll Brenesselblätter oder einige Lavendelrispen – was die Natur hergibt, auch getrocknet, 1Liter handwarmes Wasser, 10 min ziehen lassen, dann sanft einmassieren und gut mit lauwarmem Wasser ausspülen …

Es gibt Fachleute, die auf die entzündungshemmende und beruhigende Kamille schwören. Wenn man nicht gerade allergisch ist, ist die Anwendung sicher nicht schädlich. …

Begleitend (wenn nicht sogar die Ursache) sollte die Ernährung optimiert werden. Denn es ist klar, dass man die besten Voraussetzungen schaffen möchte, damit die Haare wieder sprießen …

1. Ernährung

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Auch für die Haare optimal: Morgens ein kleines Müsli oder cremiges Porridge (Haferflocken werden in der Milch einmal kurz  aufgekocht) je nach persönlichen Vorlieben mit einer Mischung aus Körnern, Nüssen, Haferflocken, Milch, etwas, Quark,  Naturjoghurt oder eine Mischung aus Sahne und Wasser (lieben Kinder) und Früchten, höchstens mit wenig Agave-Dicksaft oder Naturhonig gesüßt, ist der perfekte Start in den Tag und versorgt den Körper mit (fast) allem, was er braucht! Bei Allergien/Unverträglichkeiten  weicht man einfach aus! Reine Haferflocken sind übrigens glutenfrei! Auch Eier sind besser als ihr Ruf! Eiweiß, Lecithin und B-Vitamine bringen Power in die Muckis!  Zucker hingegen, so leid es mir tut, hat einige wirklich schlechte Eigenschaften, mit denen er dem Körper schaden kann… 

Bei ,,Haaren“ denken wir natürlich an erster Stelle an Spurenelemente, z.B.  Zink, Selen, Eisen, Kieselsäure,… sowie an B-Vitamine, z.B. Folsäure, Biotin. Aber auch Omega-3 Fettsäuren und auch die fettlösliche Vitamine E, D,K und A sind gerade auch für den Haaraufbau wichtig!

Dabei gibt es natürlich von der Industrie schon fertig zusammengestellte ,,Haarvitamine und Spurenelemente“, deren Einnahme man aber mit dem Arzt besprochen werden sollten!

Tolle Lebensmittel für die Haare sind auch Nüsse, Kürbiskerne, Leinsamen, Chia Hülsenfrüchte, schwarze Johannisbeeren, aber auch grüne Gemüse wie Spinat und Broccol i und vieles mehr…

Ein kleiner Tipp ist ein selbst zusammengestelltes Müsli mit Haferkleie, Leinsamen, Nüssen, Chia-Samen, das die haare und Nägel mit den wichtigsten Nährstoffen abereits am Morgen versorgt….

2. Gezielte Zusatzstoffe

Manchmal sind auch spezielle  Zusatznährstoffe sinnvoll! Denn sogar mit einer ausgesuchten Ernährung schaffen wir es nicht immer, unseren Bedarf ausreichend zu decken.  um genügend Nährstoffe bei bestimmten Bereichen, bei denen ein Mangel aufgedeckt wurde, zu bekommen.16908283_126775491070106_1284338849505345536_n(2)

So wird es von manchen Medizinern, die auch alternative Heilmethoden anwenden, bei Verdacht auf Einlagerungen toxischer Stoffe diese mit z.B. Chlorella, welches in der Lage ist, Schadstoffe zu  binden und unverändert wieder auszuscheiden, kurmäßig anzuwenden. Spirulina hingegen ist reich an B Vitaminen und mehreren tausend Mikronährstoffen. Nicht nur für die Haare, sondern auch zur allgemeinen Stärkung des Organismus ist es empfehlenswert. Auch viele andere schreiben sich auf die Fahnen, positive Effekte zu haben. Sicher gibt es auch zu vielen eine gute Studienlage, aber ich möchte mich heute doch auf wenige gute Mittel beschränken, da ich sonst ein Buch von 100 Seiten füllen könnte und  auch wenn sie eine gute Ergänzung darstellen – per se wirklich Haare sprießen lassen können,  kaum welche! dies vermögen nur Medikamente…

3. Medikamente gegen Haarausfall:

3.1. Minoxidil  (z.B. in Regaine),

ist ein Kaliumkanalöffner an der Zellmembran und hyperpolarisiert die glatten Muskeln der arteriellen Gefäße. Dadurch erschlaffen die kleine Arterien und das Blut  fließt vermehrt in diese kleinen Gefäßen, wodurch die Haarwurzel besser durchblutet wird. Zudem wird die Ruhephase  des Haarzyklus verkürzt und die Wachstumsphase schneller erreicht. Man vermutet, dass so das Wachstum neuer Haare angeregt wird . ,,Entdeckt“ wurde diese Wirkung durch Zufall, denn ursprünglich war ist ein Medikament gegen Bluthochdruck.

Es ist ein relativ wirksames Medikament und kann  laut dem Hersteller ,,bei  Männern im Alter von 18–49 Jahren den Verlauf der anlagebedingten Glatzenbildung  stabilisieren“, klinisch nicht belegt ist die Wirksamkeit im Schläfenbereich. 

Laut Hersteller wird der Haarausfall bei 70–80 % der Fälle aufgehalten. Bei bis zu 30 % stellt sich Haarneuwuchs ein. Es wird allerdings bei weniger als 10 % ein befriedigendes Ergebnis erzielt. Die besten Ergebnisse sind für dunkelhaarige Menschen unter 50 Jahren zu erwarten, bei denen der Haarausfall weniger als 10 Jahre zurückliegt.

Bei Frauen kann Minoxidil den Verlauf einer anlagebedingten diffusen Kopfhaarverdünnung im Scheitelbereich stabilisieren und dem Fortschreiten einer Glatzenbildung entgegenwirken.

Johnson & Johnson GmbH: Fachinformation Regaine Männer. Stand: August 2014. Johnson & Johnson GmbH: Fachinformation Regaine Frauen. Stand: August 2014.)

3.2. 5-alpha Reduktase-Hemmer

Die Wirkstoffe   Finasterid und  Alfatradiol (z.B. in Pantostin,  L-Cranell)

hemmen das  Enzym, welches die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron fördert. Dadurch kommt es zu einem besseren Haarwachstum. Wieso? Wie ja bereits erwähnt, geht man davon aus, dass bei erblichen Haarausfall eine Überempfindlichkeit gegenüber Dihydrotestosteron besteht, wobei die Wachstumsphase (Anaphase) verkürzt ist. Bei Hemmung wird sie wieder länger….Diskutiert wird außerdem eine Hochregulierung von IGF1 durch diese Stoffe.

 

Früchte der Sägepalme (z.B. in Prostata forte, Prostagutt)

Eine weitere ,,Entdeckung “ auf dem Haarwuchsmarkt sind die Früchte der Sägepalme. 

Eigentlich werden Medikamente mit Sägepalmenextrakt eingenommen, wenn im Laufe des Lebens Probleme mit dem Wasserlassen, die durch eine Vergrößerung der Prostata bedingt sind, auftreten. Aber auch bei diesem Medikament  zeigte sich die positive Nebenwirkung des sistierenden Haarausfalls!

Es soll ebenso wie Finasterid und Alfatradiol durch eine Hemmung des Dihydrotestosteron wirken,  welches ja für dem verkürzten Haarzyklus verantwortlich ist. Tatsächlich hat eine Untersuchung durch das Fachmagazin The Journal of Alternative and Complementary Medicine ergeben, dass die tägliche Einnahme  das Haarwachstum positiv beeinflusst.

Anwendung

S1420012 (2)Die Lösungen (3.1. und 3.2.) werden meist lokal mit einem speziellen Auftragssystem einmal am Tag einmassiert. Der Nachteil ist, dass diese Substanzen wirklich ein Leben lang angewendet werden müssen, denn kaum hört man auf, beginnt auch der Haarausfall wieder… Und wenn die Haare bereits ausgefallen sind,  ist es unsicher, ob das Wachstum des Haares noch einmal angeregt werden kann.

CAVE:  Bei einer oralen Einnahme  der 5-alpha Reduktase Hemmer als Tabletten kann es zum Auftreten von Nebenwirkungen kommen, die gerade die Männer nicht schätzen dürften …

Bei der lokalen Anwendung ist diese Nebenwirkung eher selten. Trotzdem empfiehlt es sich, Anwendung, Kontraindikation etc. genau mit dem behandelnden Arzt abzusprechen!

 

3.3. Methylsulfonylmethan (MSM)

Wirkungsweise schulmedizinisch  nicht ausreichend bekegt.

MSM ist eine organische Schwefelverbindung – auch als Dimethylsulfon bekannt – die die Produktion von Keratin unterstützt und somit anscheinend die Haarfollikel zu stärken vermag. Man setzt es, oral eingenommen oder als Gel, auch für die Behandlung des Haarausfalls ein. Es wird von einer Studie berichtet, bei der es innerhalb von 6 Wochen zur Reduktion des Haarausfalls und Anregung des Haarwachstums bei allen Teilnehmern kam.

Diese Theorie geht davon aus, dass  ein Mangel an Schwefelverbindungen besteht, die den Haarausfall bedingt.

Ursprünglich soll das Nahrunsergänzungsmittel in Verbindung mit Glucosamin Arthrose, insbesondere bei Pferden, lindern können …

4. Weitere Stoffe, die sich positiv auf das Haarwachstum auswirken sollen: Ingwer und Coffein, Niacin, Zink, Biotin, Phytoflavone … (teilweise z.B. in Plantur 39, Plantur 21)

Es gibt noch verschiedene Stoffe, die den Stoffwechsel und die Durchblutung anregen, was sich auch günstig auf die Versorgung der Haarwurzel auswirken kann …

In meinen Augen sind das Zusatzmittel, die allenfalls unterstützend wirken können. Allerdings sind die Ursachen des Haarausfalls vielfältig, wie ich ja schon beschrieben habe. Insofern scheint es mir auch gerechtfertigt, an allen Hebeln anzusetzen.

Sicherlich spielt auch eine große Rolle, dass wir uns einmal klar machen müssen, was wir unseerem Körper und auch unserem Kopfhaar tagtäglich antun und mit welcher Kraft sich der Körper dagegen zu wehren vermag. Dass er da hier oder da einmal mit seiner Immunabwehr durcheinanderkommt – ehrlich, wen wundert es?

Insofern komme ich nun zu einem wichtigen Punkt, der mir im Laufe meines Medizinerdaseins immer klarer wird:

5. Behandle Deinen Körper gut, es ist der einzige Ort, an dem DU leben kannst!

Insofern hat die ,,Betrachtung der Gesamtheit“ wirklich seine Berechtigung und ist nicht nur das Hippiecredo von ein paar Spinnern, wie manche vielleicht denken mögen!

Das heißt, wir müssen wieder lernen, unseren Körper zu schätzen und ihm mit einer ausgezeichneten Ernährung, genügend Schlaf, Bewegung, die uns Spaß macht  und auch einer fröhlichen, achtsamen, dankbaren Grundeinstellung zu dem partner machen, den wir dringend an unserer Seite brauchen. dann werden wir merken, dass die Haare ein vergleichsweise geringes ,,Problem“ sind…

 

So, das ist im Großen und Ganzen das, wie wir in unserer Praxis bei Haarausfall vorgehen und was die aktuele Datenlage hergibt (natürlich ohen Garantie auf Vollständigkeit). Allerdings ist der Haarausfall bei einem Großteil unserer Patienten hormonell bedingt und wird deshhalb auch meist durch eine adäquate Therapie auf diesm Gebiet mit unterstützenden Maßnahmen behandelt! Andere, schwerere Formen überweisen auch wir zum Dermatologen, der der richtige Ansprechpartner ist.

6. Was hat es mit den speziellen ,,Haarbehandlungszentren“ auf sich?

 

Mittlerweile gibt es auch spezielle ,,Haarbehandlungszentren“, die sich, neben unter beschriebenen Zusatzbehandlungen vor allem dem relativ kunstvollem Haarersatz verschieben haben.

In diesen Zentren werden auch noch

5. spezielle Lichttherapien und Ampullen-Massagen

angeboten, oft mit oben beschriebenen Wirkstoffkombinationen.

Bei den Licht-Therapien  handelt es sich z.B. Licht verschiedener Wellenlängen, das unterschiedlich tief in die Hauutschichten eindringen kann , um dort die Haarfollikel eventuell anzuregen, ihre Wachstumsaktivität zu verstärken. Auch eine Kombination verschiedener Wellenlängen ist möglich, kobiiniert mit Lichttherapien, welche wiederum beruhigend –  blau, grün (bei Allergien, Entzündungen) anregend  – rot bei eher altersbedingtem Haarausfall und gelb, orange bei eher antriebsarmen Menschen … (bei um langwellige Infrarotlichter, die die Durchblutung und damit die Haarwurzeln zum Wachstum anregen sollen, aber auch andere Wellenlängen kommen zum Einsatz. Ob das etwas bringt, kann ich nicht beurteilen… Wundermeldungen habe ich aus diesen Reihen jedenfalls noch nicht vernommen. Gerne könnt Ihr mir aber darüber (und natürlich auch über alles, was ihr zu diesem Thema sagen wollt) ) in die Kommentare berichten …

 

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Entspannung ist vielleicht einer der wichtigsten Punkte bei der ganzen Sache! Denn Haarausfall ist selten ein Kampf, der entgültig gewonnen werden kann! Lediglich beim sekundären Haarausfall  kann man unter der Beseitigung der Ursachen manchmal eine Reversibilität erreichten! Vielleicht trägt eine gewisse Coolness nicht nur dazu bei, dass man sich weniger verrückt macht, sondern dass das Immunsystem einen Gang zurückschaltet und die Haare ,,wie von selbst“ wieder sprießen läßt!

In diesem Sinne wünsche ich Euch eine tolle Zeit – mit oder ohne Haare,

Eure Nessy

Medizinische Woche Baden-Baden, NATUM: Glück, Sex, Supermikrochirurgie und der Forschungspreis für Dr. C. Friesen, Methadon

Hallo Ihr Lieben!

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Dr. Claudia Friesen hatte allen Grund, stolz zu sein…

am 29. Oktober war das Wetter in Baden-Baden herbstlich frisch und ich war spät dran. So beeilte ich mich, raschen Schrittes das große, menschengefüllte Haus mit Glaswänden, unweit meines Hotels. aufzusuchen. Es  war mir bereits am Vorabend bei einem kleinen Erkundungsgang aufgefallen … ,,Ach, das Kongreßzentrum! Klaro, was sonst! Da bin ich morgen schnell dort, es ist ja nicht weit…!“ Blöd nur, dass in der Eingangshalle Bademäntel verkauft wurden, denn es war die Caracalla Therme!

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So sieht die Caracella-Therme aus …

Eine schöne Therme, übrigens! Und wenn ich nicht wirklich Besseres vorgehabt hätte, wäre ich vielleicht sogar schwach geworden! Doch was mich heute früh erwarten würde, war tatsächlich noch wesentlich besser als ein Relaxing-Day…

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… und so das Kongresszentrum!
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Der Vorsitzende der NATUM: Dr. Bernd  Ost

 

Als ich verschwitzt bei der Vortrags – Tagung der sogenannten NATUM (Arbeitsgemeinschaft von Naturheilkunde, Akupunktur, Umwelt- und Komplementärmedizin) unter den Augen des Auditoriums und des ersten Vorsitzenden Dr.Bernhard Ost aus Düsseldorf zu meinem reservierten Platz ging, referierte gerade Dr. Tarané Probst aus Leipzig, evidenz basiert, über das Glücklich-sein … Zum ,,Glück“ lauschten alle so gebannt dem Vortrag, dass mir nur ein paar besonders strenge Kollegen ob meines zu Spät-Kommens ein paar ,,ungückliche“ Blicke zuwarfen.Lustigerweise merkte ich an den letzten Worten von Frau Probst, dass ich, zumindest nach dem Inhalt des Vortrages, der mir wirklich sehr gut zur Einstimmung in den Tag gefiel, beim Glücklich-Sein schon einmal nix falsch zu machen schien, zumindest theoretisch. Denn mir fiel sofort auf, dass ich in der Einleitung meines Blogs einige Punkte davon auch erwähnt hatte ( letzter Abschnitt von happinessygirls – was hat es damit auf sich?) . Die zentralen Botschaften waren

,,Du kannst nur Dich selbst ändern, nicht die anderen“ und ,,Glücklichsein entsteht im Kopf!“

… Schön gesagt war das!

Aber  schon leiteten Dr. Bernd Ost und  Dr. Reinhild Georgieff aus Leipzig zum nächsten Thema über. Den Titel, den Dr. Christine Gabriel aus Aachen sich ausgesucht hatte, muss man sich einmal auf der Zuge zergehen lassen:

,,Sexualität aus Sicht der TCM. Ausgleich von Yin und Yang oder Gesundheit durch guten Sex.“

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Dr.Reinhild Georgieff

Ähm… Okay…  Ogottogott. Skandaaal! Dachte ich so bei mir so mit einem wohl recht komischen, weil zugleich indigniertem und süffisanten Lächeln. ,,Holla die Waldfee, jetzt wirds interessant!“ Zugleich wurde ich mir meiner doch ,,leicht“ spießigen Reaktion bewusst… ,,Ja, die Nessy,  im 300 Seelen Dorf aufgewachsen, bevor sie sich in die große weite Welt aufmachte, ist halt im Grunde ihres Seins immer noch ein wenig verklemmt …, “ Aber auch die Vorsitzende  Dr.Reinhild Georgieff  hatte ein paarmal das Wort ,,äh…“ bei der Ankündigung verwendet!

Solche Themen auf einem Medizinkongress ist eben doch ein wenig ungewohnt für uns Ärzte. Aber das war ja gerade, was hier heute gewollt war!

,,Der Blick aufs Ganze“ des Menschen – so lautete schließlich das Motto in diesem Jahr!

Denn nur unter Einbeziehung des ganzen Menschen mit all seinen Bedürfnissen kann man adäquat auch scheinbar einzelne Wehwehchen behandeln. Und gehören nicht Glück und Sex quasi zu den Grundbedürfnissen des Menschen?

Die Kernaussage dieses überaus spannenden und überhaupt nicht peinlichen Vortrages jedenfalls war:

Das Weibliche und das Männliche kann sich gegenseitig ergänzen und im wahrsten Sinne des Wortes ,,befruchten“ , wodurch der Körper eine Einheit wird und Heilung erfahren kann!

Aber Näheres erzähle ich Euch (nachdem ich auch einige Anfragen zu diesem Thema bekommen habe) in einem der nächsten Vorträge,  denn ich möchte Euch ja schließlich heute noch andere Einzelheiten von diesem interessanten Tag erzählen…

 

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Dr. Niklas Dellmann

Nachdem die Pause, die  mit interessanten Gesprächen und einem kurzen Rundgang über die doch riesige Fachaustellung von allerlei Interessantem aus dem Bereich der Nahrungesergänzungsmittel, alternativer Heilmethoden und auch kosmetischen Neuheiten wie im Fluge vergangen war, kündigte Dr. Steffen Wagner aus Saarbrücken (kenn´ich irgendwoher…) auch schon seinen Kollegen Dr. Niklas Dellmann aus Castrop-Rauxel an.

Er zeigte, dass   super-mikrochirurgisch verletzte Lymphbahnen mit winzigen Fäden nähen und so den Abfluss der Lymphe wiederherstellen kann.

Vielleicht habt Ihr schon einmal gehört, dass Frauen, nach einer Brustkrebsoperation, bei der die Lymphabflußbahnen verletzt wurden, eine dicken Arm bekommen haben, weil die Lymphe ins Gewebe gelaufen ist. Dies ist gar nicht so selten, gerade auch, wenn Lymphknoten entfernt werden müssen. Nun gibt es neue Verfahren, bei der diese Abflußbahnen wieder an das venöse Gefäßsystem angeschlossen werden, oder auch Lymphknoten verpflanzt werden, um den Lymphabfluss zu gewährleisten. Das ist doch ganz schön tricky, weil die Lymphgefäße wirklich winzig und normalerweise farblos sind, also angefärbt werden müssen, um sie darstellen zu können!

Methadon als Krebmedikament! Ein behandelnder Arzt berichtet …

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Dr. Steffen Wagner

Danach begrüßte Dr. med. Steffen Wagner  für den nächsten Vortrag Dr. Hans-Jörg Hilscher aus Iserloh. Der mit Schmerzmitteln sehr erfahrene Palliativmediziner (dieser kümmert sich um ,,austherapierte“ Patienten und versucht, ihnen ihre Zeit, die bleibt, so schmerzfrei und angenehm wie möglich zu gestalten) erläuterte er seine erstaunlichen Erfahrungen mit Methadon, die er im Rahmen seiner Tätigkeit im Hospitz gemacht hatte. In einem Beitrag (Link unten) habe ich Euch bereits über das neue Einsatzgebiet des Schmerzmittels Methadon als Krebsmedikament berichtet.  Dr. Hans-Jörg Hilscher erzählten von wirklich hoffnungsvollen Fällen…

Er hatte Krebs-Patienten betreut, deren Tumoren soweit zurückgingen, dass sie das Hospitz nach Methadontherapie tatsächlich wieder verlassen konnten!

Allerdings benötigt man noch mehr Erfahrungen mit Methadon, um genau sagen zu können, bei welchen Indikationen und bei welchen Patienten man es einsetzen kann und bei welchen besser nicht!

Wichtig ist dass D,L-Methadon aktuell nur bei ausgewählten Fällen in Kombination mit einem Chemotherapeutikum, bei denen etablierte Therapien keine ausreichende Wirkung gezeigt haben und sich bereits Metastasen gebildet haben, von erfahrenen Ärzten eingesetzt werden sollte und dass eine Dokumentation stattfinden muss, um langfristig die Wirksamkeit einschätzen zu können! 

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Dr. Hans-Jörg Hilscher hat einen harten Alltag, für den man viel Kraft und eine starke Persönlichkeit benötigt…

Allerdings wird es ja schon einige Zeit nicht nur in der Drogentherapie, sondern auch bei Krebspatienten mit gutem schmerzlindernden Erfolg eingesetzt, so dass man doch schon über einige Erfahrungen verfügt. Dazu kommt, dass die Dosierungen von Methadon bei den schwerkranken Tumorpatienten wesentlich geringer sind, als die, die in der Schmerztherapie eingesetzt werden. Außerdem empfiehlt man ein viel langsameres, sukzessives Vorgehen mit einer vorsichtigen Steigerung, um die Nebenwirkungen so gering wie möglich zu halten.

So empfiehlt man bei einer ambulanten Einstellung Anfangsdosen von 2-5 mg (,,start low, go slow“). Bei den auch in der Presse geschilderten Zwischenfällen unter Methadontherapie hatte man aber die 8-55 fache Dosierung gefunden!
S1390044.JPGEs wäre doch schade, dieses Medikament in der Tumortherapie von vorneherein wegen aufgetretener Fehlanwendungen abzulehnen, denn es hat sich gezeigt, dass es bei der Anwendung  nicht nur beim Glioblastom, sondern auch beim kleinzelligen Bronchial-Ca, Sigma-Ca, Mamma Ca… gute Ergebnisse  erzielt werden und sich sogar Metastasen zurückgebildet haben.

Nach diesem äußerst interessanten und praxisnahem Vortrag, wurde, nach der Mittagspause, unter dem Vorsitz von Dr. Bernd Ost von Dr. Cristoph Milczynski aus Mainz in umfassender, pragmatischer Weise ein Vortrag über den Progesteronmetabolismus  gehalten, bevor als Höhepunkt des Tages

unter Anwesenheit der Medien der Forschungspreis  Komplementärmedizin vom Vorstand der NATUM an Frau Dr. Claudia Friesen aus Ulm ob ihrer Erkenntnisse um das Methadon verliehen wurde!

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Dr. Claudia Friesen

Vor etwa 10 Jahren fiel ihr die Wirkung des Methadon gegen Krebszellen erstmals auf und seitdem arbeitete sie, sie, oft auch gegen Widerstände unermüdlich an der Erforschung der Wirkungsweise des Methadons.  Die Wirkungsweise von Methadon kömmt Ihr in dem unten verlinkten Artikel (mit Video) nocheinmal genauer nachlesen bzw, nachschauen.

In der Laudatio von  Dr. Steffen Wagner hieß es, dass viele Medikamente dadurch entdeckt worden sind, dass sie ursprünglich für eine andere Indikation benutzt worden waren, wie zum Beispiel Minoxidil. Dies war ursprünglich ein Medikament gegen Bluthochdruck, wobei aufgefallen war, dass die Patienten, die es einnahmen, plötzlich wieder mehr Haare bekamen … Seitdem ist es das Medikament auf dem Markt, welches  bei Haarausfall am besten  wirksam ist!

Das Problem bei Methadon ist schlicht und ergreifend, dass das Patent abegelaufen ist und es  relativ billig ist! Für die Pharmaindustie lohnt es sich kaum, Studien durchzuführen … Umso wichtiger ist es, dass man ihm, gerade wegen der bisher wirklich positiven Ergebnisse, eine Chance gibt und Patienten unter den oben genannten Bedingungen die Möglichkeit gibt, sich behandeln zu lassen.

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Im Anschluß an die Laudatio ergriff Frau Dr. Friesen selbst das Wort und zeigte noch einmal eindrucksvoll die Wirkweise von Methadon auf die Krebszelle und stellte auch einige sehr positive Krankheitsverläufe  durch das Medikament vor.

Man merkte dieser Frau an, wie sie mit Feuereifer für eine Sache eintrat, die sie die letzten Jahre unermüdlich untersucht und erforscht hatte und von der sie restlos überzeugt war. Tatsächlich hatte sie für Methadon kämpfen müssen …

Hoffen wir, dass dieser Preis sie in ihrem Willen, sich für das Medikament einzusetzen, bestärkt! Es wäre doch schade, wenn wir es versäumten, dieses Medikament weiter zu erforschen, damit es, wenn sich die Hoffnungen erfüllen,  vielleicht eines Tages universeller angewendet werden kann…

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Und unter Blitzlichtgewitter und Interviews ging diese Vortragsreihe mit Sekt und Häppchen zu Ende… Ich konnte nicht anders, als jedes Wort während der Fragen, die gestellt und beantwortet wurden, in mir aufzusaugen und als ich endlich dazu kam, ans Buffet zu gehen, war es bereits bis auf den letzten Krümel verputzt…

 

Aber schlimm war das  nicht… Nach einer herzlichen Verabschiedung wurde mir gewahr, wie diese Menschen, die ich heute kennengelernt hatte und die leidenschaftlich für das kämpfen, was für ihre Patienten gut scheint, so ganz auf meiner Wellenlänge liegen…

Und als  mein Mann und ich danach beschwingt durch das raschelnde Herbstlaub liefen, brach die Wolkendecke plötzlich auf und ein Sonnenstrahl erhellte den Weg …

Ich hoffe, dass dieser Vortrag auch für Nicht-Mediziner interessant war und wünsche Euch allen  eine gute, hoffnungsvolle Zeit!

Alles Liebe, Eure Nessy

 

 

Interessante Literatur, die mit diesem Artikel zusammen hängt:

 

MEDIZINISCHE WOCHE BADEN BADEN: DER BLICK AUFS GANZE … DER WEG ZU EINER BESSEREN MEDIZIN?

 

FASHION: AUTUMN IN BADEN-BADEN

Fashion: Autumn in Baden-Baden

Hallo Ihr Lieben!

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Wie Ihr wisst, war ich am Wochenende auf der medizinischen Woche … Viel Interessantes, aber auch eine zauberhafte Stadt durfte ich erkunden. Zeit, Euch einmal wieder einen neuen Look zu präsentieren und zwar den, den ich dort getragen habe.

Die Klamotten sind von dieser Saison und ich habe sie vor kurzem in einer kleinen Boutique in der Saarbrücker Straße in Homburg/Saar gekauft. Darauf steht ,,Sarah“ als Marke… Tja, mehr kann ich dazu nicht sagen, aber vielleicht finde ich bei Amazon für Euch ähnliches…

Vor kurzem habe ich Euch die neuesten Modetrends erzählt und mein Lieblings-Herbst-Outfit gezeigt , wenn Ihr möchtet, könnt Ihr dort nocheinmal stöbern…

 

MODE: AKTUELLE HERBST/WINTER TRENDS 2017/18 UND WER WIRKLICH DAHINTER STECKT! + PERSÖNLICHES HERBST- LIEBLINGSOUTFIT

Jedenfalls musste ich einfach stehenbleiben und hineingehen, als ich die Outfits im Schaufenster sah… Gemütliche, aber ziemlich schicke Mode sah ich da im Schaufenster. Super kombifreudig.

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Diese Jeans… mit der Vogelapplikation. Aus Stretchstoff. Bequem wie eine Jogginghose aber eng wie eine Leggins. Und ,,mein“ Samtjäckchen. In einer Mischung aus Blau und Pflaume. Figurbetont, aber genauso stretchig wie die Jeans. Aus feinem Samt, mit schicken Knöpfen. Passt für ,,gut“ und für ,,lässig“. Zwei Sahnestückchen. Dort gabs natürlich noch mehr tolle Sachen. Tücher. Shirts. Pullover… Hätten mir alle gefallen, weil jedes Stück an sich etwas besonderes war. Aber irgendwie weiß man auch, dass ich eben keine Tücher, Shirts und Pullover brauche, weil ich davon schon genug haben!

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Die nette Inhaberin erzählte mir, dass sie für ihre Kunden alle zwei Wochen Modeabende veranstaltete und dass sie früher im Finanzwesen gearbeitet hatte, wenn ich mich recht erinnere. Mit dieser Boutique habe sie sich einen Traum erfüllt…

Obwohl ich in diesem Moment die einzige Kundin war, strahlte sie Zuversicht und gute Laune aus und ich fand es schade, dass diese Boutique so weit weg von meinem Wohnort ist…

Denn kleine Boutiquen haben es nun einmal schwer. Viele gehen kurz nach Eröffnung wieder zugrunde,  denn mit den Dumping Preisen aus dem Internet können sie nun einmal kaum mithalten und  wenn ich etwas bestimmtes suche, schaue ich, ehrlich gestanden, auch lieber ins Internet. S1390188 (2).JPGDenn da drücke ich auf: ,,Schwarzer Mantel, Bindegürtel“ und bekomme hunderte von Vorschlägen  allen nur erdenklichen Materialien und in allen möglichen Preisklassen, während ich in der Stadt in doch einige Läden gehen muss, bevor ich ein Modell finde, was mir zusagt. Dies führt natürlich nicht dazu, dass nun in unserem Kleiderschrank nur wenige, ausgewählte Stücke sind, die perfekt aufeinander abgestimmt sind alà ,,mit fünf Kleidungsstücken zur perfekten Garderobe“ sondern dass wir fast in jeder erdenklichen Farbe und in jedem Stil im Laufe der Jahre einen Mantel besitzen. So habe ich tatsächlich Mäntel in Grün, Braun, Schwarz, Beige, Gelb und ja, natürlich auch in Rot und aus meiner ,,Desigual-Zeit“ ein paar auch in Bunt.

Denn die Legitimation ist immer die: SO einen habe ich aber noch nicht… Wobei es Gott-seis-gedankt-eine andere Limitation gibt- die uns ein wenig beschränkt. Es steckt schon in dem Wort ,,beschränkt“ selbst: Der Schrank. Oder auch – mehrere Schränke. Denn irgendwann, spätestens, wenn man die 40 überschritten hat, sind alle voll. Das Ding ist: Diese Mäntel werden ja nicht abgenutzt… Aber irgendwie brauchen wir sie, denn nur der passt schließlich zum Rock und Shirt XY, denn sonst sehen die nach nix aus. S1390182 (3)Denn wir brauchen schließlich für jeden erdenklichen Anlass Klamotten und bei mir ist nun noch die ,,Fäschn Wiik“ dazugekommen, die natürlich nach besonders Exklusivem schreit und somit ist auch der letzte noch fehlende Mode-Gefechts-Batallion in meinen Schrank eingezogen … Wobei natürlich für den Alltag mit Kind, Hund und Pferd nur die wenigsten Auswüchse meiner Exklusiv-Fashion zu gebrauchen sind, denn das Zeugs meines Alltags muss robust und gut waschbar eine, aber natürlich auch unfassbar gut aussehen… Wie eben die Sachen aus jener kleinen Boutique…

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Denn da ist eine nette Frau, die einen berät. Die sieht, wenn´s von hinten nicht sooo toll aussieht. Die auch nix dagegen hat, wenn wir mit einer Tüte kommen, in der unser Rock ist, zu dem man ein neues Oberteil sucht. Die nicht aufdringlich ist, sondern einen auch einmal stöbern läßt…  Die, weil es ihr Beruf ist, in ihrer Boutique Sachen bereithält, die von guter Qualität, nicht zu teuer, im aktuellen Trend und kombifreudig sind! Eine Entwicklung, die mir gefällt. S1390265 (3)

Ein Ort, der für ,,meine“ Klamotten zuständig ist. Die Dame hat mir erzählt, dass sie oft auf Modemessen fährt und dort nach tollen Einzelstücken für bestimmte Kundinnen Ausschau hält, deren Geschmack sie genau kennt… Wäre es nicht tatsächlich eine Wohltat, einen kleinen, aber sehr feinen Schrank zu besitzen, mit lauter wunderschönen Stücken, die man super kombinieren könnte und die an dann wirklich fast täglich trägt? Denn ehrlich gestanden trägt man eh meist nicht mehr als 4-5 Hosen ständig, oder?

Ja, dahin werde ich nach und nach kommen. Ohne Hauruck-Aktionen, sondern durch sinnvolles Ausmisten. Jeden Tag eine Tüte… Das ist schnell gemacht und mit der Zeit wird sichs lüften… Und wenn mir je ein besonderes Stück fehlen sollte, werde ich wissen, wo ich es finde!

Alles Liebe, Eure Nessy

Weiterführende Literatur von meinem Aufenthalt in Baden-Baden auf der ,,Medizinischen Woche“: