Medizinische Woche Baden Baden: Der Blick aufs Ganze … Der Weg zu einer besseren Medizin?

Achtung: Ich habe keine Werbedeals mit irgendwelchen Firmen abgeschlossen. Da ich aber Produktnamen benenne und keine Schwierigkeiten bekommen möchte, tituliere ich das Ganze mit ,,Werbung“!

Hallo Ihr Lieben!

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Nicht zum ersten Mal raschelt unter meinen Füßen das Laub der buntgefärbten Bäume des Augustaplatzes unter meinen Füßen… Vor mir steht das hell erleuchtete Kongresszentrum, das alle Jahre wieder im Herbst all jene verschiede Zweige mit all den bunten Blättern der Medizin beherbergt, die sich in irgend einer Weise von der Schulmedizin abheben…

Was ist das Besondere an der medizinischen Woche in Baden-Baden?

Hier treffen sich viele Schulmediziner, die den berühmten Blick über den Tellerrand wagen, um vielleicht auf Dinge zu stoßen, die dem Menschen besser helfen könnten, als es gemeinhin im Medizin-Alltag der Fall ist. Denn da betrachten wir Ärzte den Patienten leider oft ähnlich wie ein Auto, dass man ganz einfach reparieren kann, wenn man nur das mangelhafte Teil austauscht…

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Herbst – Blätter in Baden-Baden

Aber auch Heilpraktiker, Ärzte der traditionellen chinesischen Medizin und andere ,,medizinische Fachleute“ und die, die sich zumindest dafür halten tummeln sich auf der ,,51. medizinischen Woche, der es in diesem Jahr darum geht, den Blick dafür zu schärfen, dass der Mensch mehr ist, als bloß die Summe seiner Teile! Wir müssen uns also den ,,Blick aufs Ganze“ aneignen, wie der Kongress dieses Jahr in seiner Überschrift betont!

Genauso bunt wie die Menschen sind auch die Heils-Angebote

Da gibt es das ganz besonders ,,leichte“ Lauretana-Wasser, das aus einer Quelle in 4000 m Höhe gewonnen wird. Dadurch, dass es besonders ,,arm“ (ja, richtig gehört) an Inhaltsstoffen ist, soll es alle möglichen Schadstoffe gut aus dem Körper ausleiten können! ,,Ja, also geschmacklich… schmeckt es schon einmal richtig schön neutral!“, kann ich bestätigen, als der Inhalt des Becher durch meine trockene Kehle rinnt! Da dieses Wasser von den Kongressteilnehmern wohl heute vorzugsweise konsumiert wird (und noch vieles ,,Gesundes mehr“) könnt Ihr Euch vorstellen, mit wie viel Energie alle Teilnehmer in dem mehrere Stockwerken hohem Kongresszentrum unterwegs sind!

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Überall blickt man in aufgeschlossene, freundliche, interessierte Gesichter (natürlich nicht nur aufgrund all der ,,besonderen“ Mittelchen, sondern, weil diese Messe vorzugsweise einen engagierten Mediziner-Kreis anlockt! Was mich ein wenig wundert ist, dass man kaum Hardcore ,,Alternativ-Gekleidete“, wie man vielleicht denke mag, sieht. Sondern ganz normale Menschen! Die Herren oft in Anzügen, die Frauen meist gut gekleidet, ohne überkandidelt zu sein. Ich selbst habe es anders vermutet, deshalb habe ich tatsächlich Jeans gewählt, wenn auch bestickt und mit einem Samt-Jäckchen. Aber auch Kostüm wäre okay gewesen… genauso wie Jeans mit Shirt…

Egal jetzt. Weiter lasse ich mich von der Menschenmenge durch die Industrieausstellung treiben… So wird mir als nächstes eine, mit einer tief- blauen Flüssigkeit (maritimes Spirulina)  gefüllten, sehr medizinisch aussehenden Ampulle dargeboten, die mein Energielevel noch weiter pushen soll! Wie Ihr wisst, bin ich ja tatsächlich ein Spirulina-Fan und neuen Zubereitungs- und Züchtungsformen gegenüber natürlich aufgeschlossen. Denn immerhin besteht diese Blaualge aus über 3000 Inhaltsstoffen. Aber in dieser Ausstellung geht es  auch um die präbiotische Wirkung von Meeresalgen aufgrund ihrer Zellulosehülle, die als Ballaststoff nicht vom Körper aufgenommen werden kann und den Stoff Sporo-pol-lenin enthält, der Schwermetalle binden und diese so aus dem Körper ausleiten kann.

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In Baden-Baden traf ich nicht nur auf Medizin-Neuigkeiten vom Feinsten…

Überall gibt es  Produktstände, die über  die verschiedensten Vitalstoffe informieren und die Besucher zum Gespräch mit den vertreibenden Fachleuten einladen :

Neben den oben genannten geht es dabei unter anderem um Misteltherapien, Cannabis und  proteolytische Enzyme bei Krebs – Erkrankungen,  Indikationen von Heilpilzen und von weiter Stoffen, über die ich ja auch schon in meiner Anti-Aging Serie berichtet habe, aber auch

Allerlei Gerätschaften und medizinische Verfahren

werden vorgestellt: So sehe ich aus der Ferne Vibrationstherapiegeräte, auf denen Besucher verzückt durchgerüttelt werden, ein Bio-Resonanzgerät, vor dem mit einem höchst konzentrierten  Gesicht eine Dame zwei Metallstäbe in der Hand hält, von denen Kabel in dieses für mich ominöse Gerät führen. Dort sollen schädliche Wellen des Körpers in gute umgewandelt werden, indem die Wellensignatur ,,untersucht“ , durch die fehlenden Wellen ergänzt und dann die nun ,,perfekten Wellen“  durch die gleichen Kabel wieder in den Körper zurückgeschickt werden –  Klingt zumindest schön…

Die ,,intravenöse Sauerstoff-Therapie nach Dr. Regelsberger“ ist ein weiteres Verfahren, genauso wie eine Art Gürtel mit elektromagnetischen Feldern, die ebenso das Wohlergehen, wie auch immer, steigern sollen.

Die ,,Vit-Organ Therapie“ indes ist eine  Injektions-Therapie, bei der kranken Organen mit Bestandteilen der entsprechenden gesunden Organen geholfen werden soll. Dabei soll den erkrankten Zellstrukturen durch diese biologische Vitalisierung regeneriert werden.

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Abwechslungsreiche, bunte Eindrücke, wohin man schaut…

Aber auch

angebotene Kurse

bieten bei der medizinischen Woche eine gute Möglichkeit, sein Wissen zu erweitern… Und was wird nicht alles angeboten!

Ein großer Schwerpunkt stellt das Thema ,,Müdigkeit“ (Chronic Fatigue Syndrome).  Ansätze für ,,Heilung“ gibts aus den Bereichen der Ayuveda, tibetische Medizin, traditionell chinesischen Medizin (TCM) mit Akupunktur/Moxtipation (z.B. auch Yamomoto Schädelakupunktur), Neuraltherapie, Homöopathie, Ernährungsmedizin (z.B. Mikrobiom-Ernährung)

Man kann sich aber auch über die Lüscher-Color-Diagnostik, das neuroendokrine Immunsystem (NEIS), Psychosomatische Energetik und neue Therapieoptionen bei der Zuckerkrankheit, Kinesiologie, Irisdiagnostik und die Ursache vieler chronischer Erkrankungen, die ,,silent inflamation“ informieren…

Ihr seht, das alles ist viel zu viel, um alles in einer Woche zu erforschen! Und auch Dinge, über die ich Euch noch ausführlicher informieren kann, gibt es mehr als genug!

Kommen wir zu der Frage des Anfangs zurück:

Ist dieser ,,Blick aufs Ganze“ mit seinen zum Teil unorthodoxen Therapievorschlägen

Der Weg in eine bessere Medizin?

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Wie Ihr sicher erkennen konntet, wird auf er ,,Medizinischen Woche“ ein bunter Strauß Themen geboten, von denen man das herauspflücken kann, was einen interessiert. Sicher vermischen sich hier zum Teil auch unterschiedliche Meinungen. Aber im Zentrum sollte immer ein einziges Interesse aller Therapieoptionen stehen: Nämlich das, für den Patienten einen möglichst großen Benefit zu bringen. Nun hat man das Gefühl, dass hier sehr viele warmherzige, engagierte Menschen unterwegs sind, denen das Wohl ihrer Patienten wirklich am Herzen liegt. Umso mehr ist es wichtig, bei den angebotenen Therapien diese für sich als Therapeut und Anwender herauszusuchen, bei denen dies so ist. Sicher muss man deshalb auch so Manches  kritisch hinterfragen, denn die Interessen der Hersteller sind natürlich in erster Linie ihr Produkt und nicht der Patient! Aber wir sind hier in Baden Baden auch deshalb, um auch neuen, bisher eher unbekannten Produkten eine Chance zu geben. Trotzdem bleibt, dass sich diese auch bewähren müssen! Wenn wir das nicht vergessen, kann es sich dabei durchaus um einen Weg in eine bessere Medizin handeln!

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Eine Frau, die viel Gutes in der Medizin bewirkt hat: Frau Prof. Ingrid Gerhard, Gründerin der NATUM

Was mich interessiert…

Ich selbst war bereits auf der Vortragstagung der NATUM e.V. (Arbeitsgemeinschaft  für Naturheilkunde , Akupunktur, Umwelt- und Komplementärmedizin). Das Programm war eine top-aktuell Mixtur an hoch-interessanten und auch brisanten Themen. So wurde über die neuen super-mikro-chirurgischen Verfahren wie auch über die neuesten Erkenntnisse über DAS Thema in der Presse, Methadon als Krebsmedikament, berichtet. Sogar die Entdeckerin des Methadons für diese Indikation, Frau Dr. Claudia Friesen war da, wie auch einer der erfahrensten Anwender des Methadons, der die Entdeckung der guten Methadonwirkung gegen Krebs bestätigt, Herr Dr. Hans-Jörg Hilscher! Aber mehr darüber und über die Vergabe des Forscherpreises berichte ich Euch das nächste Mal! Denn auch dieser Teil ist meiner Meinung nach durchaus im Interesse aller… Denn jeder kann in die ,,Bredouille“ kommen, an Krebs zu erkranken, oder jemanden kennen… Und dann sind gewisse Kenntnisse nicht unwichtig!

Und noch etwas dürfte die meisten unter uns interessieren… Denn unter anderem ging es in einem der Vorträge auch um die ,,Geheimnisse“ einer gute Sexualität aus der Sicht der traditionellen chinesischen Medizin…  Aber auch darüber berichte ich Euch – vielleicht – ein anderes Mal…

Apropos… meint Ihr, dass es okay ist, wenn ich über dieses Thema berichte? Oder mögt Ihr so etwas eher nicht auf diesem Blog lesen? Natürlich würde ich auf keinen Fall die Grenzen des ,,guten Geschmacks “ überschreiten, sondern Euch eher ein paar Gedanken zum Thema mit auf den Weg geben, die Frau Dr. Christine Gabriel aus Aachen vorgetragen hat. Ein paar einfachen optischen ,,Visualisierungen“, angelehnt an die traditionelle chinesische Medizin (TCM), bringen nämlich recht einfach wieder mehr ,,Feeling“ ins Geschehen…

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Dr.Niklas Dellmann aus Castrop-Rauxel, ein ,,Super-Mikrochirurg“ aus Castrop Rauxel

Lasst mich unbedingt wissen, was ihr darüber denkt! Demnächst weitere für Euch interessante Themen von der ,,Medizinischen Woche“ in Baden-Baden!

Alles Liebe und weiterhin wunderschöne Herbsttage,

Eure Nessy

 

Weitere Literatur zum Thema:

 

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Baden-Baden: Stadt mit Flair…

 

 

 

 

 

 

Verfasst von

Ich bin jemand, der meist positiv und neugierig durchs Leben spaziert. Mich fasziniert das Alltägliche wie auch das Besondere und ich bin dankbar, mich mit den schönen Dingen des Lebens wie mit meiner Familie, Pferden und Hunden, Natur und Medizin beschäftigen zu dürfen. Ich bin eine kleine Fashionista und schreibe und zeichne gerne .. Diese Themen lebe ich auch auf meinem Blog ,,Salutary Style" aus... Hello, I´m a girl with lot´s of interests: Not only fashion, beauty and lifestyle but also family, animals, medicine , writing, reading and riding.

14 Kommentare zu „Medizinische Woche Baden Baden: Der Blick aufs Ganze … Der Weg zu einer besseren Medizin?

  1. Alle Themen bilden den Leser, auch aus der chinesischen Sichtweise. Ob es dann wirklich hilft, steht auf einem anderen Blatt 😉 Liebe Nessy, da hast Du ein Thema angeschnitten auf dem ich nicht zu Hause bin und leider habe ich einen sehr guten Freund, der seine Chemo abgesetzt hat, um sich jetzt mit einem halben Liter frisch gepresstem Möhrensaft selbst zu heilen. Als Begleitung finde ich das völlig okay, kann der Saft doch icht schaden, aber als Ausschließlichkeit habe ich da arge bedenken. Dir einen fröhlichen Feiertag 🙂

    1. Lieber Arno!
      Danke für Deinen Kommentar! Du weißt an meiner Art, an Dinge heranzutreten, dass ich sicher nicht jemand bin, dem man mit komischen Heilsversprechen kommen kann, sondern dass ich mir alles schon recht genau ansehe, bevor ich mein Urteil abgebe – in die ein wie auch in der anderen Art und Weise.
      Methadon als Medikament gegen Krebserkrankungen hat nichts mit chinesischer Medizin zu tun sondern mit Steigerung der Apoptose (Zelltod der Tumorzellen durch komplizierte Signalwege) Darüber habe ich ja schon ein ´mal ein Video gedreht. Allerdings wird es aktuell nur in besonderen Einzelfällen zusammen mit Chemotherapie bei metastasierten Tumoren angewendet. Und das ist zum jetzigen Zeitpunkt okay. Wenn es sich weiter bewährt hat, sieht man weiter!
      Aber kommen wir zu Deinem Freund.
      Dass manche Menschen vor den manchmal sehr unangenehmen Nebenwirkungen einer Chemo kapitulieren, ist zwar nachvollziehbar, aber sehr schade … Natürlich kenne ich Deinen Freund und seine Krankengeschichte nicht und möchte deshalb nur allgemein zu so einer Situation etwas anmerken. Manchmal hilft es, wenn man eine Zweit-oder sogar Drittmeinung einholt und wirklich solange sucht, bis man einen Arzt gefunden hat, dem man wirklich vertrauen kann und der einem bei schwierigen Therapien so gut es geht, unterstützen wird und/oder mit dem Patient zusammen nach Kompromissen oder Alternativen sucht! Ich wünsche Dir und Deinem Freund das allerbeste und lege Euch dringlich ans Herz, einen guten Arzt für die weiter adequate Behandlung zu suchen! Alles Liebe, Nessy

      1. Guten Morgen liebe Nessy, danke für die sachliche Antwort. Das Methadon so eingesetzt wird wußte ich nicht, werde aber fragen, ob er es damit schon versucht hat.

      2. Lieber Arno! Gerade wurde der Wissenschaftspreis an Frau Dr. Friesen verliehen, die diese wahrscheinlich bahnbrechende Entdeckung gemacht hat. Ich werde dazu noch eine genaue Veröffentlichung schreiben (mein Video über Methadon beschreibt die Substanz und wie sie wirkt). Ich hatte die Freude, mit Ihr zu Abend zu essen und sie hat mir einleuchtend erklärt, wie der Stand der Dinge bezüglich Methadon ist. In letzter zeit war ja in den Medien ein ziemlich großer Aufschrei wegen dieser Geschichte! Zwar wird Methadon (NUR zusammen mit Chemotherapie) bei manchen Tumoren tatsächlich schon eingesetzt, aber nur unter bestimmten Voraussetzungen (metastasiertes Karzinom, Chemo alleine nicht ausreichend wirksam,…). Auch kennen sich erst sehr wenige Ärzte mit der Anwendung von Methadon für diese Indikation aus. So sind die Dosierungen sehr viel geringer als in der Drogentherapie und sie müssen langsam gesteigert werden. Das heißt, Methadon kann man nicht ,,eben mal versuchen“. Dein Freund braucht einen wirklich guten Arzt, der mit ihm zusammen die richtige Therapie herausfindet und der für ihn da ist! Wenn Du ihm helfen möchtest, sucht zusammen so einen Arzt, der offen ist für die Ängste Deines Freundes und bei dem er das Gefühl hat, dass dieser ihm wirklich helfen will! Es bringt nichts, Dinge zu ,,versuchen“! Eine Tumortherapie ist ein langer Weg und die besten Chancen hat man, wenn man einen Arzt findet, der sich wirklich für einen einsetzt. Auf der anderen Seite möchte dieser Arzt auch das Gefühl haben, dass sich seine Bemühungen auszahlen. Denn bereits am Anfang ihrer Laufbahn merken viele Ärzte, die sich für ihre Patienten wirklich ,,krumm legen“ und alle Hebel in Bewegung setzen, dass sich dies oft nicht lohnt, da diese Bemühungen häufig quasi mit Füßen getreten und für selbstverständlich gehalten werden. Das nächste Mal wird er es sich tunlichst überlegen, wenn er seine ganze Zeit investiert, um die beste Therapie zu finden und dann der Patient doch alles besser weiß oder zum nächsten Arzt weiter zieht… Merkt aber ein Arzt, dass seine Ratschläge angenommen werden, wird er sich umso mehr engagieren! Ich weiß gar nichts über Deinen Freund und insofern werde ich mich hüten, ihm Methadon empfehlen zu wollen! Das alles klingt vielleicht etwas schroff, ist es aber nicht! Ich wünsche Euch wirklich von Herzen das aller Beste, Nessy

  2. Ein guter Arzt, ist wie ein guter Friseur. Den wechsle ich so schnell nicht. Spaß beiseite. Es ist wirklich nicht einfach gute Ärzte zu finden, die Allrounder sind. Das ist schwierig, denn die meisten sind Spezialisten.
    Aber viele Entwicklungen im Körper hängen über Jahre einfach zusammen. Ich bin also so frei und erzähle meinem Arzt alles, von dem ich glaube, es könnte einen Einfluss haben. Und ich suche mir bewußt Ärzte, die Zeit haben um bei der Anamnese über den Tellerrand zu Blicken. Und solche die durchaus auch mal vorschlagen frühzeitig einen spezialisieren Spezialisten hinzuzuziehen. Und ja. Ich bin der Meinung, jeder Mensch sollte (sofern finanziell möglich) eine private Krankenversicherung haben. Die Zeit die sich die Mediziner für die Anamnese nehmen können ist ungleich länger, als bei einem Kassenpatienten. Von den Wartezeiten auf eine Termin oder den verordneten Medikamenten rede ich jetzt erst mal gar nicht.
    Von dem Geld, was ich da monatlich abdrücke fahren andere gern mal in Urlaub. Aber mir es das Geld echt wert. Da verzichte ich gern auf anderes. Eine gute medizinische Versorgung ist ein gewisser Luxus. Dann lieber keine Designertasche oder Städtetour.
    LG Sunny

    1. Liebe Sunny! Auch wenn es viele nicht gerne hören werden, so muss ich Dir doch (diesmal mit Bedauern, aber es ist halt leider so) zustimmen! Und genauso, wie Du es machst, ist es auch gemeint! Kein Arzt kann schließlich alles wissen! Aber gerade in der heutigen Zeit der vernetzten Kommunikation hat jeder Arzt die Möglichkeit, sich zu informieren, Kollegen zu Rate zu ziehen und frühzeitig zu überweisen! Danke Dir für diesen sehr guten Beitrag! Alles Liebe, Nessy

      1. Äh… ich gehe jetzt mal davon aus, dass sich das Bedauern auf die private Krankenversicherung bezieht?
        Und danke, dass Du mir als Medizinierin bestätigst, dass es durchaus Sinn machen kann dem Arzt Details mitzuteilen, die er mir nicht an der Nasenspitze ablesen kann.
        LG Sunny

      2. Liebe Sunny! Zugegeben, da habe ich mich wohl ein wenig missverständlich ausgedrückt. Mein Bedauern, Dir zuzustimmen richtet sich ausschließlich auf den Pasus: ,, Und ja. Ich bin der Meinung, jeder Mensch sollte (sofern finanziell möglich) eine private Krankenversicherung haben.“ Und auf das Folgenden stimme ich Dir nur mit Einschränkungen zu. Aber da ich nun genau sein möchte und Dich und Deine Meinung sehr schätze, spezifiziere ich das auch: Ich persönlich nehmen mir für jeden Patient die Zeit, die er braucht. Auch mit den Wartezeiten stimmt das so, zumindest bei uns, nicht. Die Behandlungsreihenfolge richtet sich ausschließlich nach Dringlichkeit und Wartezeit. Wobei ich jedem Patient, der gar nicht warten möchte, davon abrate, unsere Praxis zu besuchen, oder sich die ersten Termine des Tages geben zu lassen, da wir sehr viele ,,Notfälle“ haben, die ohne Termin kommen. 1 Stunde Wartezeit ist so nicht selten. Auch wenn sich dann meist herausstellt, dass es kein Notfall war.Aber wir dürfen sie, wenn sie akute Schmerzen angeben, nicht abweisen, auch wenn sich meist herausstellt dass diese doch gar nicht vordergründig waren… So ziehen diese die Wartezeiten der anderen in die Länge.
        Allerdings übernehmen die privaten Krankenkassen insgesamt mehr Behandlungen und Medikamente als die Gesetzlichen. Nur bei Kuren sind die G. großzügiger, da man als P-Patient meist den Aufenthalt selbst bezahlen muss. Insofern kann man P-Patienten tatsächlich ausführlicher untersuchen, was mit mehr Zeit/Patient einhergeht. Allerdings versuche zumindest ich, jedem Patient alles zukommen zu lassen, was nötig ist. Dass es zudem für den P-Patient, z.B. im Krankenhaus, etwas konfortabler zugeht, finde ich hingegen legitim. Immerhin zahlt er bedeutend mehr für die Krankenkasse. Was ich mit dem ,,es ist genauso gedacht“ meinte, ist nicht, was Du hineininterpretiert hast (weil ich mich unklar ausgerückt habe, schon klar), sondern, dass der Hausarzt ,,Fakten sammelt“ und dann an Fachärzte zuweist, sobald es klar wird, dass der Patient dort besser aufgehoben ist. Dennoch ist er der wichtigste Arzt, denn bei ihm laufen die Fäden zusammen und mit ihm sollte man sich im Zweifelsfall besprechen, wenn etwas nicht so läuft… Das wird leider immer wieder vergessen. So, ich hoffe, jetzt ist etwas mehr Licht im Dunkel. Alles Liebe, Nessy

    1. Danke Dir , liebe Tina, ich merke auch immer, dass Du ,,vom Fach“ bist und natürlich macht es mir (nicht nur deshalb) Freude, von Dir zu hören! Alles Liebe, Nessy

  3. Solche Treffen finde ich sehr wichtig. Der Erfahrungsaustausch mit Kollegen kann den Horizont bereichern. Mit TCM habe ich sehr gute Erfahrungen bei meiner Fibro gemacht. Ich denke du hattest eine gute Zeit in Baden Baden. Spannendes Gewächs die Blaualge, habe ich auch gerade erfahren in dem Serum gegen Nagelpilz.
    LG Petra

    1. Danke Dir! Die Blaualge im Nagelpilzserum klingt spannend! Habe ich wohl überlesen! Es ist bewundernswert, wie Du Dich so akribisch alle ausprobierst und darüber so toll berichtest! Alles Liebe, Nessy

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