Short Story: Weniger ist mehr (Beitrag Ü30 Bloggeraktion) Ein Notarzteinsatz, den man nicht vergisst …

,

Hallo Ihr Lieben!

,DSCN0061 (4),Nein! “ dachte ich mir.  Obwohl bei meinen ,,Entwürfen“ noch diverse Rezepte für Naturgesichtsmasken und (bei mir sowieso) relativ einfachen kulinarischen Genüssen schlummern, gehe ich dieses Thema genau so NICHT an. Das machen andere sicherlich besser!  Außerdem gibt es eine Begebenheit in meinem Leben, die bei dieser Vorgabe förmlich danach schreit, aus den tiefen meines Gedächtnisses hervorgekramt zu werden… denn sie hängt genau mit diesen 3 Worten zusammen: ,,Weniger ist mehr!“

Nun zählt sie sicher nicht zu den schönsten Erlebnissen meines Lebens, aber sie ist viele Jahre her und der Schock von damals, der noch eine ganze Weile tief in mir nagte, ist, Gott seis gedankt, Geschichte! Trotzdem – vergessen werde ich das Ganze wohl nie… Allerdings muß ich an dieser Stelle sagen, dass sich dieses Ereignis in Wirklichkeit natürlich nicht genauso abgespielt hat, insbesondere wunden Personenbeschreibungen geändert und etwaige Übereinstimmungen  rein zufällig sind… Aber fangen wir an!

,,Schuldig! Weniger ist manchmal mehr, Herr … (Angeklagter)! Ihre Lügen sind so unnötig! Hätten sie sich weniger um Ihren Ruf, ihr Geld und um Ihr Ansehen sondern einfach um die Bedürfnisse der allzu menschlichen Seele ihrer Frau gekümmert, ständen sie heute nicht hier und ich müsste mir nicht solche  Märchen anhören! Aber diese Werte zählen in unserer Gesellschaft anscheinend nichts mehr …!“

Ich sitze auf der Zuschauertribüne in einem der  Gerichtssäle und habe gerade meine Zeugenaussage hinter mich gebracht. Aber fangen wir von vorne an…

S1320131 (2)

Mein Sohn und ich hatten uns  an diesem Sonntagnachmittag zu einem Waldspaziergang aufgemacht. Alles war so wunderschön. Der Vogelgesang vermischte sich wohltuend mit dem sanften Rauschen der Bäume und die Strahlen der schon etwas tiefstehende Sonne zauberten wunderbare Licht- und Schattenspiele durch die sich leicht bewegenden Blätter der Bäume. Doch plötzlich wurde der Wind heftiger und die Sonnenstrahlen verloren schnell an Strahlkraft…. Wir wollten umkehren und rannten los, doch die Umgebung war kaum noch zu erkennen und der Wind pfiff uns, immer stärker werdend, um die Ohren. Ich wollte meinen Sohn auf den Arm heben doch er war mittlerweile deutlich schwerer geworden und ich schaffte es kaum, ihn hochzuheben. Immer wieder drohte mir sein schwerer Körper zu entgleiten…  Auch der Weg war mittlerweile in Dunkelheit getaucht und so sehr ich mich auch bemühte, ich konnte nicht einmal mehr die Umrisse der Bäume erkennen.  Alles um mich herum schien verschwunden zu sein …

S1320130 (4)

Ein lautes, schrilles Geräusch weckte mich aus meinen wirren Träumen. Der Notarztpiepser mahnte mich zur Eile.  Ich sprang, wie so oft schon, bereits komplett angezogen, von der durchgelegenen alten Liege auf, die wohl schon Generationen von Notärzten als nie lange am Stück benutztes Ruhelager gedient hatte und rannte Richtung Tür, an der der Fahrer schon mit dem Wagen wartete…

,,Morjen auch, was liegt an?“ – ,,Messerstichverletzung!“ -,,Aja.“ murmelte ich schlaftrunken und merkte, wie in diesem Moment Adrenalin durch meine Adern schoß und ich, wie immer in dieser Situation, schlagartig hellwach wurde.

Als wir an der angegebenen Adresse angekommen waren, standen wir vor einem schmiedeeisernen Tor, das sich bedrohlich dunkel gegen den von den Lichtern der Stadt leicht orange verfärbten Nachthimmel abhob.

Bildergebnis für daphne du maurier rebecca
„Last night I dreamt I went to Manderley again. It seemed to me I stood by the iron gate leading to the drive, and for a while I could not enter, for the way was barred to me. There was a padlock and a chain upon the gate. I called in my dream to the lodge-keeper, and had no answer, and peering closer through the rusted spokes of the gate I saw that the lodge was uninhabited…“ (Daphne Du Maurier, Rebecca)

 

Als Karl, mein Fahrer, schon aussteigen wollte, um nach einer Klingel  oder ähnlichem zu suchen, glitten die Torflügel wie von Geisterhand gesteuert, plötzlich zur Seite und gaben den Weg zu einer mit Kies bestreuten Auffahrt frei.  Unwillkürlich musste ich an die Verfilmung den alten Daphne du Maurier Romanes ,,Rebecca“ denken, in dem es um dunkle Machenschaften in einem alten Herrenhaus geht…

Der Hausherr brachte uns ohne viele Worte direkt in die große, mit alten schweren Landhausmöbeln und modernen Hightech-Geräte ausgestatteten, fast steril wirkenden, blitzeblanken  Küche. ,,Irgendwie zu sauber!“ schoss es mir unwillkürlich durch den Kopf.

Doch jäh wurde meine Aufmerksamkeit in den hinteren Teil des großen Raumes gelenkt. Das Licht war dort heruntergedimmt und eine einsame Kerze flackterte im Luftzug der immer noch geöffneten Tür. Und dann sah ich SIE! Die Frau lag auf den Boden, die Augen weit aufgerissen, und ein Messer steckte bis zum Griff in der linken Seite ihres Brustkorbes.

Irgendwie schien es mir, als ob man einen Film angehalten hätte und wenn man,,Play“ drücken würde, würde die Szenerie weitergehen und die Frau die Augen bewegen und vielleicht wieder aufstehen…

,,Ich habe sie so gefunden und nichts angefasst. Ich bin selbst Arzt, Professor und habe gleich gesehen, dass sie tot ist… “ Da sah ich IHM zu ersten Mal richtig ins Gesicht. Normalerweise gilt meine ungeteilte Aufmerksamkeit dem Patienten, bis ich weiß, wie sein Zustand einzuschätzen ist und erst dann den Angehörigen. Aber ich erinnerte mich trotzdem, dass mir vorher, im Vorbeigehen,  irgendetwas aufgefallen war…  Richtig – Ich kannte sein Gesicht aus Fachzeitschriften. Der Mann war ein angesehener Kollege mit ausgezeichneten Reputationen … ,,Sie war hochgradig depressiv, die Arme und schon länger in psychiatrischer Behandlung. Ich habe versucht, ihr zu helfen, aber die Episoden wurden immer stärker. Sie wissen ja, dass man bei endogener Depression kaum etwas machen kann!“

,,Sicher!“ antwortete ich so beiläufig wie möglich. ,,Und sie wissen ja, dass  man in so einem Fall die Polizei rufen muss. Ich kann ja nicht ,,natürlicher Tod“ ankreuzen!“ – ,,Ne, ist klar, wissen se, ist für mich auch nicht einfach, habe ich jetzt vergessen, ich glaube, ich muß mich auch setzen…!“ Er machte Anstalten, zusammen zu sinken und Karl konnte ihm gerade noch einen Stuhl unterschieben.

Ich hatte zwischenzeitlich, natürlich mit Handschuhen und ohne etwas zu verändern, festgestellt, dass Herzschlag und Atmung ausgesetzt hatten und diese Stichverletzung wohl nicht mit dem Leben  vereinbar war.

Außerdem hatte der Kollege anscheinend keine Anstalten gemacht, seine Frau wieder zu beleben, als er sie so vorgefunden hatte. Und noch etwas war mir aufgefallen. Nämlich dass der Stich ins Herz von schräg oben gekommen war… Hätte sich die Frau selbst umgebracht, hätte sie aller Wahrscheinichkeit nach das Messer mit der rechten Hand leicht von unten eingeführt, vielleicht auch relativ senkrecht, aber auf alle Fälle nicht so, wie es in ihr steckte!

Aber darum würden sich die Gerichtsmediziner kümmern.

Dieser Mensch hatte augenscheinlich alles, was man sich wünschen kann. Eine schöne Frau, von der die bereits erwachsenen Kinder später vor Gericht aussagten, dass sie sich nie beschwert hätte.  Übrigens auch dann nicht, wenn ihrem Mann, wenn der Druck auf ihn in der Klinik mal wieder zu groß geworden war, zuhause dann und wann die Hand ausgerutscht war. Sei Schläge seien kurz, gezielt und hart gewesen. Viel hätte es zum Ausbrechen dieser Wuntanfälle  nicht gebraucht … Ein Brot, dass ihm nicht schmeckte oder wenn seine Frau äußerte, er solle sich doch besser ausruhen, wenn er seinerseits Lust auf ein ,,harte Nummer“ geäußert hatte…

Janina, die älteste Tochter, sprach leise und mit gesenktem Kopf, als sie im Zeugenstand von diesen Vorfällen berichtete. Im Saal war es währenddessen mucksmäuschenstil …

Alle waren sichtlich ergriffen, als nach und nach die ganze Geschichte ans Licht kam, die eigentlich ja darauf ausgelegt war, sorgsam gehütet zu werden.

Von außen betrachtet, war das Leben des Professors und seiner Familie in den letzten Jahren nahezu perfekt verlaufen.

Mit dem Antritt der Chefarztstelle an einer renommierten Universitäts-Klinik vor einigen Jahren und der zusätzlichen wissenschaftlichen Arbeit war sein Ansehen und sein Gehalt schlagartig angestiegen. Geradezu euphorisch hatte er sich in die Arbeit gestürzt und seine neue Position mit den verbundenen Privilegien sichtlich genossen.

Da schien es anfangs ein vergleichsweise kleines Opfer zu sein, dass er  immer weniger nach Hause kam und schließlich auch dann und wann  ein paar Nächte in der Klinik verbrachte, wenn gerade viel zu tun war. Zum Ausgleich dafür kaufte er seiner Familie schließlich dieses feudale  Herrenhaus und ließ es ihr an nichts fehlen, wie er selbst mehrmals betonte. Reit- und Tennisstunden waren ebenso an der Tagesordnung wie  teure Urlaube auf den Bahamas …

Und auch die Kinder entwickelten sich prächtig, ergriffen angesehene Berufe und eigentlich wäre sein Glück perfekt gewesen…  Denn er hatte jetzt nahezu alles, was er sich jemals erträumt hatte!

Aber der Druck auf ihn wuchs, als man ihm eine Oberarztstelle strich. Von nun an war er gezwungen, auch noch einen Teil der Bereitschaftsdienste selbst zu absolvieren… Auf die Idee, sich dagegen zu wehren, war er nicht gekommen und die leisen Veränderungen seines Charakters hatte er anfangs als vorübergehend abgetan.

Erst als er, entgegen seines eigentlichen Naturells,  immer wieder die Hand gegen seine Frau erhoben hatte, merkte er, dass er dem Ganzen eventuell doch nicht so ganz gewachsen war. Aber die laufenden Kredite mußten getilgt werden und so zwang er sich, sich zusammenzureißen und den Ärger  mit einem kleinen Schlückchen Alkohol hier und da einfach wegzuspülen.

Aber an diesem Abend sei seine Frau einfach besonders nervig gewesen… Man merkte, dass ihn allein die Erinnerung daran zumindest innerlich erneut in Rage versetzte und dass er an sich halten mußte, damit seine Stimme nicht lauter wurde…

Und so hatte er schließlich all das, wofür er so hart gekämpft hatte, einfach weggeworfen, als er das Messer, das in der Spülmaschine nicht richtig sauber geworden war, in die Hand nahm. Sie hatte es einfach achtlos in die Schublade zu den sauberen gelegt, berichtete er, nun plötzlich wieder völlig ruhig. Das habe er einfach nicht durchgehen lassen können.

Und so hatte er sein Glück unwiederbringlich zerstört. An einem einzigen Abend, in einer einzigen, unbedachten, cholerischen Sekunde…

Epilog

,,Ja, weniger ist manchmal mehr!“ dachte ich, als ich mich nach der Verhandlung ins Auto setzte um nach Hause zu fahren, zu meiner Familie, die ich liebe, um sie schon an der Haustür in die Arme zu schließen. Zuerst meinen Mann, dann meine Tochter und schließlich meinen Sohn. Übermütig sprang er mir in den Arm. Eigentlich war er doch noch gar nicht soo schwer…

unnamed (36)
Familienglück ist durch nichts zu ersetzen: Mein Töchterchen und ich vor ein paar Jahren …

So, Ihr Lieben, das war es für heute! Die Rezepte gibt es ein anderes Mal, versprochen. Aber bestimmt haben meine Kolleginnen auch einiges Schönes im Rahmen dieser Aktion vorbereitet! Gerne könnt Ihr auch bei ihnen vorbeischauen, unten sind sie verlinkt!

Alles Liebe und eine wunderschöne Woche wünsche ich Euch von Herzen,

Eure Nessy

 

 

Verfasst von

Ich bin jemand, der meist positiv und neugierig durchs Leben spaziert. Mich fasziniert das Alltägliche wie auch das Besondere und ich bin dankbar, mich mit den schönen Dingen des Lebens wie mit meiner Familie, Pferden und Hunden, Natur und Medizin beschäftigen zu dürfen. Ich bin eine kleine Fashionista und schreibe und zeichne gerne .. Diese Themen lebe ich auch auf meinem Blog ,,Salutary Style" aus... Hello, I´m a girl with lot´s of interests: Not only fashion, beauty and lifestyle but also family, animals, medicine , writing, reading and riding.

37 Kommentare zu „Short Story: Weniger ist mehr (Beitrag Ü30 Bloggeraktion) Ein Notarzteinsatz, den man nicht vergisst …

  1. Waaas für eine Geschichte!!
    Mein Vater war auch ein deftiger Choleriker — furchtbares Männergesocks…

    Das Bild mit deinem kleinen Töchterchen ist soooo schön 🐻
    Liebe Morgengrüße vom Lu

    1. Danke Dir, Lieber Lu! Freut mich, dass Du mein Geschreibsel glesen hast… Das war einer der wenigen Beitrage, der mir ,,ganz schnell aus der Feder gelaufen“ ist.yAlles Liebe, Ness

  2. Guten Morgen, Frau Doktor, da servierst Du mir aber gleich mal eine echt traurige Geschichte so früh! Aber das Leben ist nunmal nicht immer toll, und Deine Geschichte ist echt schockierend. Das war die Situation für Dich ganz bestimmt, und ich kann verstehen, dass Du das nie vergessen wirst bzw. lange gebraucht hast, um es zu verarbeiten. Sowas steckt man sicher nicht einfach weg.
    Zunächst mal finde ich mal wieder, dass Du das sehr gut und spannend, wie eine richtige Kurzgeschichte, aufgebaut und geschrieben hast, klasse. Aber der „Fall“ macht mich traurig und wütend! Es ist immer so grauenhaft zu ertragen, dass Menschen über anderer Menschen Leben „bestimmen“, grässlich. Dafür gibt es keine Rechtfertigung, finde ich. Das ist einfach unentschuldbar.
    Lieben Dank für das Teilen dieser aufwühlenden Geschichte und liebe Grüße, Maren

    1. Liebe Maren! Freut mich, von dir zu hören und Dein Lob freut mich sehr! Ja, deshalb war es für mich fast ,,heilsam“ diese Geschichte zu schreiben und es war ein Beitrag, der mir wirklich ,,aus der feder geflossen“ ist… Alles Liebe, Nessy

  3. Huhu Nessy,
    „alles was Du hast, hat irgendwann dich“, wusste schon Tyler Durden im Film Fight Club. Danke schön, dass Du einen Beitrag der ganz anderen Art unserer gemeinsamen Aktion beigesteuert hast.Es war herrlich spannend zu lesen.Herzliche Grüße für Dich von Edna Mo

  4. Oh, gruselig! Das klingt ja nach einem ziemlich heftigen „Thriller“ und ich lese unglaublich gerne Krimis & Thriller….aber leider ware es Realität für dich und schade, dass du das erleben musstest.
    Du hast so schön geschrieben, dass man denkt echt das man dabei war!
    Und du hast recht, am Ende ist es ein Beweis das weniger mehr ist.
    Liebe Grüße,
    Claudia

    1. Danke Dir, liebe Claudia! Du hast es genau richtig interpretiert… Wobei ich natürlich schonsagen muss, dass manches geändert wurde, insbesondere die Personenbeschreibungen, denn ich muss ja darauf achten, dass niemand erkannt wird! Alles Liebe, Nessy

    1. Danke Dir, liebe Sabine… Ja, irgendwie dachte ich, dass man auch hier und da einmal die Friede-Freude-Eierkuchen-Welt durchbrechen kann… Denn umso mehr kann man all das Schöne schätzen… Alles Liebe, Nessy

  5. So stelle ich es mir vor, das Zünglein an der Waage. Oder den Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt.
    Strange nur, dass ein Mann, der den hippokratischen Eid geschworen hat, im Stande ist Leben zu vernichten. Ich würde einen Schwur nur dann brechen, wenn ich Geisteskrank geworden wäre. Ansonsten käme das für mich nicht in Frage. Ich habe auf das Grundgesetz und die freiheitlich-demokratische Grundordnung geschworen. Gar niemals käme es mir in den Sinn, diese Werte zur verraten.
    LG Sunny

    1. Liebe Sunny! Dane für Deinen guten Kommentar! Leider ist es schon seit geraumer Zeit so, dass die Ärzte nicht mehr auf den Hippokratischen EId und auch nicht auf dessen Abwandlung, dem Genfer Gelöbnis, schwören müssen… Aber natürlich gelten wir als ,,Personen mit Vorbildfunktion“ und deshalb kann ein Arzt, wenn er sich unethisch verhält, härter bestraft werden und seine Approbation verlieren… Meine Beobachtung ist, dass manche Ärzte, wenn sie sehr lange über die körperlichen und psychischen Grenzen hinaus arbeiten, manchmal zynisch und sarkastisch werden und den Menschen weniger als solchen, als vielmehr reduziert auf seine Krankheit betrachten… Zumindest muß man dies bei manchen Ärzten in Betracht ziehen, wenn man ihnen begegnet. Traurig und ich hoffe,dass das nicht zu viele Ärzte betrifft… Alles Liebe,Nessy

    2. Liebe Sunny! Wichtig scheint mir noch, zu erwähnen, dass natürlich aus Gründen des Datenschutzes manche Dinge an der Geschichte geändert wurde und insbesondere die Personenbeschreibungen nicht übereinstimmen… Dennoch bleiben mir dieser ,,ähnliche ;-„) Einsatz natürlich ewig im Kopf… Ein wunderschönes Wochenende, Nessy

  6. Ja, das ist mal ein ganz anderer Beitrag. Da hast du ja was erlebt, du meine Güte.

    Über deinen Buchtitel habe ich gestaunt. Wie anders wir doch alle lesen. Spannend. Wo Manderley doch Pate für meinen Blog steht. Sonst nirgends das Buch gesehen in einem Blog ausser bei dir. Schön.

    LG Sabina

    1. Hallo Sabina! Dankr für Deinen lieben Kommentar! Ja , das Buch ist ein alter, wirklich spannender KLassiker, der auch viele Male verfilmt wurde… Manderly ist aber, im Gegesatz zu Deinem tollen Blog, ein düsteres Gemäuer… Wichtig ist mir, nocheinmal zu sagen, dass an meiner Geschichte doch manches geändert wurde und insbesondere die Personenbeschreibungen natürlich nicht übereinstimmen, ich kann ja nicht so schreiben, dass irgend jemand erkannt würde… Alles Liebe, Nessy

  7. Liebe Nessy, was für eine schauerliche Sache. Ich bin aber trotzdem froh, dass du Dich gegen die Gesichtsmaske entschieden hast und diese Geschichte erzählst. Gänsehaut habe ich schon bekommen, Du hast das so spannend erzählt. Ich könnte auch Storys erzählen, manche beschäftigen einem viele Jahre.
    Das Foto von Deiner Tochter und Dir ist wunderschön.
    Liebe Grüße Tina

    1. Liebe Tina! Vielen Dank für deinen lieben Kommentar! Ja, in diesem Berufszweig, der so nah am Menschen ist, bekommt man schon manchmal mit, wie es hinter den Fassaden aussieht… Mir ist es aber wichtig, zu betonen, das manches an der Geschichte schon geändert wurde und insbesondere die Personenbeschreibungen nicht stimmen, denn ich kann ja nicht offen über meine Einsätze schreiben… Alles Liebe, Nessy

  8. Nessy, das läuft mir der ein oder andere Schauer über den Rücken und ich bin wieder sicher, dass ich eigentlich ganz viel haben, wenns auch für andere wenig erscheinen mag.
    Liebe Grüsse Ela

  9. Hallo, was für eine Geschichte und vor allem , weil du sie erlebt hast.
    Ich kann mich nur Ela anschließen, dass wir viel haben, auch wenn es für andere wenig ist.
    Liebe Grüße Bo

    1. Danke Dir! Wichtig ist mir , noch einmal zu sagen, dass natürlich manches an der Geschichte abgeändert wurde, denn ich kann ja nicht offen über meine Einsätze schreiben, insbesondere die Personenbeschreibungen stimmen nicht überein… Trotzdem ist sie natürlich ziemlich erschreckend und wir immer in meinem Gedächtnis bleiben… Alles Liebe und einen wunderschönes Wochenende, Nessy

  10. Wow! Was für eine Geschichte. Ich musste sie gleich dreimal lesen. Ich dachte zuerst wirklich, dass es nur darum geht, eine erfundene Geschichte zu schreiben! Aber als ich dann bemerkte, dass es sich um eine wahre Geschichte handelt, musste ich wirklich schlucken. Da sieht man wieder einmal, dass es oft hinter der perfektesten Fassade am stärksten brodelt. Muss aber leider – auch aus persönlicher Erfahrung – sagen, dass gerade in diesen „Hochleistungs Familien“ (unausgesprochener Druck, Erwartungshaltungen usw.) mindestens genauso viel schief läuft wie anderswo, nur wird es geschickter (länger?) kaschiert. Zum Glück endet es ja nur in den wenigsten Fällen so dramatisch wie mit der Gattin dieser „Koryphäe“. Diese Geschichte berührt mich sehr und sie ist toll geschrieben!

    1. Liebe Martha! Danke für Deinen tollen Kommentar. Es war wirklich komisch, wie die Erinnerung in meinem Kopf zum Tragen kam, was mir in dieser Art wirklich noch nie passiert ist. Das war so einer der seltenen Fälle, wo man sich hinsetzt, und die Finger alleine schreiben… Nach knapp 2 Stunden war die Geschichte fertig, was für mich, die für manche Posts wesentlich länger braucht, recht schnell ist. Blieb mir nur, ein paar Dinge zu verändern, damit niemand erkannt werden kann. Aber das ist auch das Schöne am Schreiben – dass es oft dann am besten wird, wenn es scheinbar mühelos nur so ,,passiert“ ist. Alles Liebe und wunderschöne Herbsttage, Nessy

    2. Liebe Martha! Danke nochmals für Deinen bewegenden Kommentar! Manches an der Geschichte wurde natürlich schon geändert, denn ich kann ja nicht offen über meine Notarzteinsätze schreiben … Insbesondere die Personenbeschreibungen stimmen nicht überein… Das war mir einfach noch einmal wichtig zu betonen! Alles Liebe und ein wunderschönes Wochenende, Nessy

  11. Eine sehr bewegende Geschichte. Bei dem Mann, der seine Frau getötet hat, stimmte wohl der Satz: Geld verdirbt den Charakter.

    Kein Geld der Welt ist es Wert, dass man vergisst, was wirklich wichtig im Leben ist.

    Liebe Grüße
    Birgit
    fortyfiftyhappy

  12. Man kann sich nicht vorstellen, dass sowas wirklich passiert. Aber es passiert. Vielleicht auch beim Nachbarn nebenan und man bekommt nichts mit. Schade aber, dass die Frau nicht die Kraft gefunden hat, sich von ihrem Mann zu trennen – sofort nach den ersten Schlägen. Mit mir dürfte das keiner machen.

    Liebe Grüße,
    Moppi

    1. Liebe Moppi! Danke für Deinen guten Kommentar! Natürlich wurde an der Geschichte ein paar Dinge geändert und insbesondere die Personenbeschreibungen stimmen nicht überein. Dennoch ist es natürlich krass, was so passiert und man erlebt manches, von dem man nie gedacht hätte, dass es tatsächlich passiert!Oft meinen es solche Menschen prinzipiell nicht einmal wirklich böse, aber bei diesem cholerischen Zustand wird der Verstand tatsächlich ausgeschaltet.Das zeugt von extrem starker Überlastung. Der Mann in meiner Geschichte wollte alles super perfekt machen, was natürlich nicht geht. Außerdem hat er es auch von seiner Frau erwartet, was überhaupt gar nicht geht! Dieses falsche Werte-Empfinden, gepaart mit physischer und psychischer Überlastung hat dann die Sicherungen durchbrennen lassen….
      Auch die Frau war , denke ich, in einem falschen Wertesystem gefangen, sonst wäre sie nicht so devot gewesen!
      Alles Liebe, Nessy

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s