Short Story: Weniger ist mehr (Beitrag Ü30 Bloggeraktion) Ein Notarzteinsatz, den man nicht vergisst …

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Hallo Ihr Lieben!

,DSCN0061 (4),Nein! “ dachte ich mir.  Obwohl bei meinen ,,Entwürfen“ noch diverse Rezepte für Naturgesichtsmasken und (bei mir sowieso) relativ einfachen kulinarischen Genüssen schlummern, gehe ich dieses Thema genau so NICHT an. Das machen andere sicherlich besser!  Außerdem gibt es eine Begebenheit in meinem Leben, die bei dieser Vorgabe förmlich danach schreit, aus den tiefen meines Gedächtnisses hervorgekramt zu werden… denn sie hängt genau mit diesen 3 Worten zusammen: ,,Weniger ist mehr!“

Nun zählt sie sicher nicht zu den schönsten Erlebnissen meines Lebens, aber sie ist viele Jahre her und der Schock von damals, der noch eine ganze Weile tief in mir nagte, ist, Gott seis gedankt, Geschichte! Trotzdem – vergessen werde ich das Ganze wohl nie… Allerdings muß ich an dieser Stelle sagen, dass sich dieses Ereignis in Wirklichkeit natürlich nicht genauso abgespielt hat, insbesondere wunden Personenbeschreibungen geändert und etwaige Übereinstimmungen  rein zufällig sind… Aber fangen wir an!

,,Schuldig! Weniger ist manchmal mehr, Herr … (Angeklagter)! Ihre Lügen sind so unnötig! Hätten sie sich weniger um Ihren Ruf, ihr Geld und um Ihr Ansehen sondern einfach um die Bedürfnisse der allzu menschlichen Seele ihrer Frau gekümmert, ständen sie heute nicht hier und ich müsste mir nicht solche  Märchen anhören! Aber diese Werte zählen in unserer Gesellschaft anscheinend nichts mehr …!“

Ich sitze auf der Zuschauertribüne in einem der  Gerichtssäle und habe gerade meine Zeugenaussage hinter mich gebracht. Aber fangen wir von vorne an…

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Mein Sohn und ich hatten uns  an diesem Sonntagnachmittag zu einem Waldspaziergang aufgemacht. Alles war so wunderschön. Der Vogelgesang vermischte sich wohltuend mit dem sanften Rauschen der Bäume und die Strahlen der schon etwas tiefstehende Sonne zauberten wunderbare Licht- und Schattenspiele durch die sich leicht bewegenden Blätter der Bäume. Doch plötzlich wurde der Wind heftiger und die Sonnenstrahlen verloren schnell an Strahlkraft…. Wir wollten umkehren und rannten los, doch die Umgebung war kaum noch zu erkennen und der Wind pfiff uns, immer stärker werdend, um die Ohren. Ich wollte meinen Sohn auf den Arm heben doch er war mittlerweile deutlich schwerer geworden und ich schaffte es kaum, ihn hochzuheben. Immer wieder drohte mir sein schwerer Körper zu entgleiten…  Auch der Weg war mittlerweile in Dunkelheit getaucht und so sehr ich mich auch bemühte, ich konnte nicht einmal mehr die Umrisse der Bäume erkennen.  Alles um mich herum schien verschwunden zu sein …

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Ein lautes, schrilles Geräusch weckte mich aus meinen wirren Träumen. Der Notarztpiepser mahnte mich zur Eile.  Ich sprang, wie so oft schon, bereits komplett angezogen, von der durchgelegenen alten Liege auf, die wohl schon Generationen von Notärzten als nie lange am Stück benutztes Ruhelager gedient hatte und rannte Richtung Tür, an der der Fahrer schon mit dem Wagen wartete…

,,Morjen auch, was liegt an?“ – ,,Messerstichverletzung!“ -,,Aja.“ murmelte ich schlaftrunken und merkte, wie in diesem Moment Adrenalin durch meine Adern schoß und ich, wie immer in dieser Situation, schlagartig hellwach wurde.

Als wir an der angegebenen Adresse angekommen waren, standen wir vor einem schmiedeeisernen Tor, das sich bedrohlich dunkel gegen den von den Lichtern der Stadt leicht orange verfärbten Nachthimmel abhob.

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„Last night I dreamt I went to Manderley again. It seemed to me I stood by the iron gate leading to the drive, and for a while I could not enter, for the way was barred to me. There was a padlock and a chain upon the gate. I called in my dream to the lodge-keeper, and had no answer, and peering closer through the rusted spokes of the gate I saw that the lodge was uninhabited…“ (Daphne Du Maurier, Rebecca)

 

Als Karl, mein Fahrer, schon aussteigen wollte, um nach einer Klingel  oder ähnlichem zu suchen, glitten die Torflügel wie von Geisterhand gesteuert, plötzlich zur Seite und gaben den Weg zu einer mit Kies bestreuten Auffahrt frei.  Unwillkürlich musste ich an die Verfilmung den alten Daphne du Maurier Romanes ,,Rebecca“ denken, in dem es um dunkle Machenschaften in einem alten Herrenhaus geht…

Der Hausherr brachte uns ohne viele Worte direkt in die große, mit alten schweren Landhausmöbeln und modernen Hightech-Geräte ausgestatteten, fast steril wirkenden, blitzeblanken  Küche. ,,Irgendwie zu sauber!“ schoss es mir unwillkürlich durch den Kopf.

Doch jäh wurde meine Aufmerksamkeit in den hinteren Teil des großen Raumes gelenkt. Das Licht war dort heruntergedimmt und eine einsame Kerze flackterte im Luftzug der immer noch geöffneten Tür. Und dann sah ich SIE! Die Frau lag auf den Boden, die Augen weit aufgerissen, und ein Messer steckte bis zum Griff in der linken Seite ihres Brustkorbes.

Irgendwie schien es mir, als ob man einen Film angehalten hätte und wenn man,,Play“ drücken würde, würde die Szenerie weitergehen und die Frau die Augen bewegen und vielleicht wieder aufstehen…

,,Ich habe sie so gefunden und nichts angefasst. Ich bin selbst Arzt, Professor und habe gleich gesehen, dass sie tot ist… “ Da sah ich IHM zu ersten Mal richtig ins Gesicht. Normalerweise gilt meine ungeteilte Aufmerksamkeit dem Patienten, bis ich weiß, wie sein Zustand einzuschätzen ist und erst dann den Angehörigen. Aber ich erinnerte mich trotzdem, dass mir vorher, im Vorbeigehen,  irgendetwas aufgefallen war…  Richtig – Ich kannte sein Gesicht aus Fachzeitschriften. Der Mann war ein angesehener Kollege mit ausgezeichneten Reputationen … ,,Sie war hochgradig depressiv, die Arme und schon länger in psychiatrischer Behandlung. Ich habe versucht, ihr zu helfen, aber die Episoden wurden immer stärker. Sie wissen ja, dass man bei endogener Depression kaum etwas machen kann!“

,,Sicher!“ antwortete ich so beiläufig wie möglich. ,,Und sie wissen ja, dass  man in so einem Fall die Polizei rufen muss. Ich kann ja nicht ,,natürlicher Tod“ ankreuzen!“ – ,,Ne, ist klar, wissen se, ist für mich auch nicht einfach, habe ich jetzt vergessen, ich glaube, ich muß mich auch setzen…!“ Er machte Anstalten, zusammen zu sinken und Karl konnte ihm gerade noch einen Stuhl unterschieben.

Ich hatte zwischenzeitlich, natürlich mit Handschuhen und ohne etwas zu verändern, festgestellt, dass Herzschlag und Atmung ausgesetzt hatten und diese Stichverletzung wohl nicht mit dem Leben  vereinbar war.

Außerdem hatte der Kollege anscheinend keine Anstalten gemacht, seine Frau wieder zu beleben, als er sie so vorgefunden hatte. Und noch etwas war mir aufgefallen. Nämlich dass der Stich ins Herz von schräg oben gekommen war… Hätte sich die Frau selbst umgebracht, hätte sie aller Wahrscheinichkeit nach das Messer mit der rechten Hand leicht von unten eingeführt, vielleicht auch relativ senkrecht, aber auf alle Fälle nicht so, wie es in ihr steckte!

Aber darum würden sich die Gerichtsmediziner kümmern.

Dieser Mensch hatte augenscheinlich alles, was man sich wünschen kann. Eine schöne Frau, von der die bereits erwachsenen Kinder später vor Gericht aussagten, dass sie sich nie beschwert hätte.  Übrigens auch dann nicht, wenn ihrem Mann, wenn der Druck auf ihn in der Klinik mal wieder zu groß geworden war, zuhause dann und wann die Hand ausgerutscht war. Sei Schläge seien kurz, gezielt und hart gewesen. Viel hätte es zum Ausbrechen dieser Wuntanfälle  nicht gebraucht … Ein Brot, dass ihm nicht schmeckte oder wenn seine Frau äußerte, er solle sich doch besser ausruhen, wenn er seinerseits Lust auf ein ,,harte Nummer“ geäußert hatte…

Janina, die älteste Tochter, sprach leise und mit gesenktem Kopf, als sie im Zeugenstand von diesen Vorfällen berichtete. Im Saal war es währenddessen mucksmäuschenstil …

Alle waren sichtlich ergriffen, als nach und nach die ganze Geschichte ans Licht kam, die eigentlich ja darauf ausgelegt war, sorgsam gehütet zu werden.

Von außen betrachtet, war das Leben des Professors und seiner Familie in den letzten Jahren nahezu perfekt verlaufen.

Mit dem Antritt der Chefarztstelle an einer renommierten Universitäts-Klinik vor einigen Jahren und der zusätzlichen wissenschaftlichen Arbeit war sein Ansehen und sein Gehalt schlagartig angestiegen. Geradezu euphorisch hatte er sich in die Arbeit gestürzt und seine neue Position mit den verbundenen Privilegien sichtlich genossen.

Da schien es anfangs ein vergleichsweise kleines Opfer zu sein, dass er  immer weniger nach Hause kam und schließlich auch dann und wann  ein paar Nächte in der Klinik verbrachte, wenn gerade viel zu tun war. Zum Ausgleich dafür kaufte er seiner Familie schließlich dieses feudale  Herrenhaus und ließ es ihr an nichts fehlen, wie er selbst mehrmals betonte. Reit- und Tennisstunden waren ebenso an der Tagesordnung wie  teure Urlaube auf den Bahamas …

Und auch die Kinder entwickelten sich prächtig, ergriffen angesehene Berufe und eigentlich wäre sein Glück perfekt gewesen…  Denn er hatte jetzt nahezu alles, was er sich jemals erträumt hatte!

Aber der Druck auf ihn wuchs, als man ihm eine Oberarztstelle strich. Von nun an war er gezwungen, auch noch einen Teil der Bereitschaftsdienste selbst zu absolvieren… Auf die Idee, sich dagegen zu wehren, war er nicht gekommen und die leisen Veränderungen seines Charakters hatte er anfangs als vorübergehend abgetan.

Erst als er, entgegen seines eigentlichen Naturells,  immer wieder die Hand gegen seine Frau erhoben hatte, merkte er, dass er dem Ganzen eventuell doch nicht so ganz gewachsen war. Aber die laufenden Kredite mußten getilgt werden und so zwang er sich, sich zusammenzureißen und den Ärger  mit einem kleinen Schlückchen Alkohol hier und da einfach wegzuspülen.

Aber an diesem Abend sei seine Frau einfach besonders nervig gewesen… Man merkte, dass ihn allein die Erinnerung daran zumindest innerlich erneut in Rage versetzte und dass er an sich halten mußte, damit seine Stimme nicht lauter wurde…

Und so hatte er schließlich all das, wofür er so hart gekämpft hatte, einfach weggeworfen, als er das Messer, das in der Spülmaschine nicht richtig sauber geworden war, in die Hand nahm. Sie hatte es einfach achtlos in die Schublade zu den sauberen gelegt, berichtete er, nun plötzlich wieder völlig ruhig. Das habe er einfach nicht durchgehen lassen können.

Und so hatte er sein Glück unwiederbringlich zerstört. An einem einzigen Abend, in einer einzigen, unbedachten, cholerischen Sekunde…

Epilog

,,Ja, weniger ist manchmal mehr!“ dachte ich, als ich mich nach der Verhandlung ins Auto setzte um nach Hause zu fahren, zu meiner Familie, die ich liebe, um sie schon an der Haustür in die Arme zu schließen. Zuerst meinen Mann, dann meine Tochter und schließlich meinen Sohn. Übermütig sprang er mir in den Arm. Eigentlich war er doch noch gar nicht soo schwer…

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Familienglück ist durch nichts zu ersetzen: Mein Töchterchen und ich vor ein paar Jahren …

So, Ihr Lieben, das war es für heute! Die Rezepte gibt es ein anderes Mal, versprochen. Aber bestimmt haben meine Kolleginnen auch einiges Schönes im Rahmen dieser Aktion vorbereitet! Gerne könnt Ihr auch bei ihnen vorbeischauen, unten sind sie verlinkt!

Alles Liebe und eine wunderschöne Woche wünsche ich Euch von Herzen,

Eure Nessy

 

 

Look of the week: Fashion Week New York – Must-Have Athleisure – Wear

Werbung !? In diesem Beitrag nenne ich Markennamen, habe aber kein Geld dafür erhalten.

Hallo Ihr Lieben!

Die Modewoche in New York, gehört zu den aufregendsten der Welt und ich möchte es nicht laut sagen… aber…. der ,,Big Apple“ spielt modetechnisch  in einer deutlich anderen Liga, verglichen mit dem, wie  wir Europäer Mode so  praktizieren. „Look of the week: Fashion Week New York – Must-Have Athleisure – Wear“ weiterlesen

FOREVER YOUNG/ ANTI AGING TEIL 12 : KOSTENLOSER 6-PUNKTE-MASTERPLAN FÜR EINEN OPTIMALEN, GESUNDEN START IN DIE DUNKLEN JAHRESZEITEN! Literatur-Überblick/ PUNKT 5 medizinischer Check Up, Punkt 6 positive Grundeinstellung

Hallo Ihr Lieben!

Heute komme ich tatsächlich zum letzten Teil der Serie… Punktlandung, sozusagen. denn draußen wird es tatsächlich schon merklich kühler und damit wird die Sache dann auch akut, besonders die Vorsorgeuntersuchungen  und die Impfungen sollten jetzt doch bald angegangen werden…

6-PUNKTE-MASTERPLAN FÜR EINEN OPTIMALEN, GESUNDEN START IN DIE DUNKLEN JAHRESZEITEN

Die ersten 3 Punkte habe ich Euch im Folgenden noch einmal verlinkt:

1. Optimale Ernährung, 

 2. Gesunde Darmflora

3. Körperliche Fitness, Muskelkraft und Stoffwechselaktivierung

4. Körper, Haut und Haare mit vielen Pflege-Tipps

Punkt 5. und 5 kommt heute (s. unten). Nahtlos in diese Reihe passt dann auch mein schon veröffentlichter Beitrag:

Gesundheitstipps für frostige Tage…

in dem es dann noch einmal ausführlich um Tipps während  der kalten Jahreszeit geht! Außerdem möchte ich Euch auch noch die Anti-Aging-Serie Teil 1

Warum altern wir und was kann man dagegen tun

ans Herz legen. Da geht es ja generell darum, was man tun kann, um vom gesundheitlichen Standpunkt aus gesehen, möglichst lange zu leben… Was natürlich in den 6 Punkte-Plan hineinspielt!

Wer weiß, vielleicht mache ich ja auch noch ein Video dazu… Wäre das auch in eurem Sinn?

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5. Medizinischen jährlichen Check-Up

An Arzt-Termine  denken!

Auf Ihr Lieben! Um möglichst gesund in den Winter zu kommen – und nicht in der Schupfenzeit unnötig Arztpraxen mit Wartezimmern voll fröhlicher Keime aller Art aufsuchen zu müssen – macht möglichst frühzeitig Termine bei all Euren Docs, die eigentlich schon lange  ,,´mal wieder dran wären…“  (z.B. Haus-Doc, Zahn-Doc und ggf. Frauenarzt, Hautarzt und Ärzte für innere Medizin… )!

Über Eure Zähne und Eure individuellen Besonderheiten wisst Ihr selbst am besten Bescheid. Lasst Euch auch beraten, welche Vorsorge-Untersuchungen noch anstehen! Blöd, wenn man die Chance auf Aufdeckung verstreichen läßt und eventuelle Krankheiten unbeobachtet vor sich hin  wuchern können… Wann welche Untersuchungen dran sind, könnt Ihr in der Tabelle unten noch einmal nachschauen.

 

Lasst auch Euren Impf-Status überprüfen und  erwägt dabei auch die Grippe-Impfung, wenn Ihr zu den gefährdeten Gruppen gehört, denn je öfter man sich gegen Grippe impfen lässt, umso umfassender ist auch der Schutz!  Dies ist so, weil die Wissenschaftler den Impfstoff jedes Jahr neu nach den häufigsten Grippe-Viren zusammenstellen und man so mit der Zeit ein ordentliches Spektrum abdeckt..

 

Kleiner Tipp: Lasst Euch alle Befunde oder zumindest Arztrbriefe kopieren und stellt einen Ordner zusammen. Lasst Euch vom Arzt vor allem die krankhaften Befunde erklären, damit Ihr wisst, worauf Ihr achten müsst!

Leider muss ich zugeben, dass meine Zunft der Ärzte in der Regel bei der Patientenbetreuung unter chronischem  Zeitmangel leidet und Ihr glaubt doch nicht, dass ein Arzt, der, wie durchaus üblich, 60 Patienten am Tag sieht, sämtliche Einzelheiten jedes Patienten im Kopf hat!

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Selbst die Verantwortung für die Gesundheit übernehmen!

Leider haben wir in Deutschland die Situation, dass so viele Fachärzte einen Menschen behandeln, dass der eine oft nicht weiß, was der andere tut… Optimal ist es,, wenn die Fäden zum einen beim Hausarzt zusammenlaufen, Ihr auf der anderen Seite aber auch zum Teil  selbst die Verantwortung  für Eure Gesundheit tragt! Denn niemand ist so stark an Eurer Gesundheit interessiert wie Ihr selbst!

Außerdem habt Ihr ein Recht, auf diese Weise selbst einen Überblick über durchgeführte Untersuchungen, deren Ergebnisse, Diagnosen  und Therapien bekommen. Gerade chronische Erkrankungen könnt Ihr so besser im Auge behalten und außerdem können so auch unnötige Doppel-Untersuchungen vermieden werden.

 

Mangelerscheinungen im Winter

Im Winter haben wir ein weiteres Manko, das oft außer Acht gelassen wird. Vitamin D, das Sonnenhormon, über das ich schon oft gesprochen habe! Was wir in unserer Praxis bestätigen konnten, ist die Tatsache, dass nahezu 80 % der Bevölkerung einen Mangel an Vitamin D , dass in der Haut in Verbindung mit Sonnenlicht gebildet wird, haben. Dies sollte man bei seinem Arzt untersuchen lassen und ggf.einmal pro Woche ein entsprechendes Präparat einnehmen.  Bei dieser Gelegenheit sollte man auch den Eisenspeicher und die Schilddrüsenwerte untersuchen lassen, da auch hier häufig Dysbalancen auftreten!!

 

In der folgenden Tabelle seht Ihr die

kostenfreien Vorsorge-Untersuchungen der gesetzlichen Krankenversicherungen

Ab 20. Lebensjahr: (nur Frauen) jährlich gynäkologischer Check (Abstrich) (Gynäkologe)

Ab 30. Lebensjahr: (nur Frauen) jährlich  Früherkennung Brustkrebs (Abtasten)(Gynäkologe)

Ab 35. Lebensjahr :  alle 2 Jahre Herz-Kreislauferkrankung, Diabetes, Nierenerkrankungen (Untersuchung, Blut, Urin) (Hausarzt), Früherkennung Hautkrebs (Dermatologe)

Ab 45. Lebensjahr: (nur Männer) jährlich Prostatakrebs (Untersuchung) (Urologe)

Ab 50. Lebensjahr: jährlich Darmkrebs (Test auf okkultes Blut im Stuhl) (z.B. Hausarzt)

alle 2 Jahre: (nur Frauen) Mammographiescreening (Röntgen Brust bis 70 Jahre)

Ab 55 Jahren: Darmspiegelung (Gastroenterologe) nach 10 Jahren Wiederholung, oder: alle 2 Jahre Test auf okkultes Blut im Stuhl

Individuell können weitere Vorsorgeuntersuchungen oder auch andere Untersuchungen (z.B. MRT = Magnet-Resonanz-Tomographie anstatt Röntgen) sinnvoll sein, zB. bei gehäuftem Krebsvorkommen in der nahen Verwandtschaft oder bei grenzwertigen Befunden.

Außerdem gibt es noch sogenannte Igel- Leistungen. Das sind Untersuchungen, die die gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlen, die aber sinnvoll sein können. Sinsichd Sie  unsicher, wenn es sich um ,,Igel-Leistungen“ handelt, lassen Sie sich genau erklären, warum diese Untersuchung für sinnvoll gehalten wird.

Wichtig ist einfach, dass Ihr möglichst gesund in die für das Immunsystem doch belastende Jahreszeit startet, damit Ihr allen Gesundheitsgefahren trotzen könnt, während die anderen schniefen oder sich ärgern, das Befunde übersehen wurden, weil man alles viel zu lange hat anstehen lassen… Und das hat auch mit meinem letzten Punkt zu tun…

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6. Positive Grundeinstellung

Mit einer positiven Grundeinstellung fällt es viel leichter, Herausforderungen und erschwerte Bedingungen für Körper und Geist sportlich anzunehmen und zu meistern!

Jetzt im Spätsommer, mit seinen wunderschönen Farben und Formen,  in der Natur und Geschmacksexplosionen auf dem Teller fällt es uns leicht, unser Leben zu genießen!

Wer aber im trüben November im kalten Nieselregen, der durch jede Naht im Mantel zu dringen droht, morgens in der Dunkelheit an der Bushaltstelle steht, der muß schon recht tapfer sein, um sich ein Lächeln abzuringen…

Deshalb überlegt Euch frühzeitig, wie Ihr Euch das Leben auch im Herbst und Winter möglichst angenehm gestalten könnt,  an welche Veranstaltungen man eventuell teilnehmen kann, welchen Urlaub man plant und wie man sein Heim, in dem man wahrscheinlich doch auch mehr Zeit verbringen wird, kuschelig gestalten kann. Auch das Zusammentreffen mit Freunden ist ein wichtiger Aspekt, um glüclklich zu sein.

 

Aus diesem Grund ist es wichtig, Freundschaften über das ganze Jahr hinweg zu pflegen und sich nicht nur dann meldet, wenn man sich gerade ,,irgendwie alleine“ fühlt! Auch anderen helfen, kann einen selbst glücklich machen, Möglichkeiten gibt es so viele…

Und damit bin ich auch am Ende meines ,,Masterplanes“ angelangt! Ich hoffe, dass de ein oder andere Idee für Euch dabei war. Praktisch ist es auch, den Plan auszudrucken und das, was man ,,erledigt“ hat, einfach abzuhaken oder aber, Ihr schreibt Euch eine individuellen Plan!

Alles Liebe und

eine wunderschöne Spätsommerzeit!

Eure Nessy

 

https://salutarystyle.com/2017/09/06/forever-young-anti-aging-teil-11-kostenloser-6-punkte-masterplan-fuer-einen-optimalen-gesunden-start-in-die-dunklen-jahreszeiten-heute-punkt-4-koerper-haut-und-haare-mit-vielen-pflege-tipps/

THE UNIQUE BLOGGER AWARD und das Blogger -Dilemma in eigener Sache… Look of the week: Layering Look

Hallo Ihr Lieben!

 

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Es ist mittlerweile  ein gutes Jahr her, dass mich jemand das letzte Mal mit einem Blogger-Award ausgezeichnet hatte… Davor war komischer Weise eine Zeit, in der das durchaus öfters passiert ist. Vielleicht, weil ich neugieriger war, als ich es heute bin und oft stundenlang auf anderen Webseiten verbracht habe und mit meinen Blogger – Kolleg(in)en auch mehr kommuniziert habe? Tja, die Gesetze des World Wide Web sind oft schwer zu ergründen!

Und was war das Ende vom Lied? Den letzten Award habe ich nicht einmal mehr angenommen, weil ich mich zwar immer noch geehrt fühlte , allerdings in der Zeit davor so viele Fragen über mich beantwortet und ,,neu zu Nominierende“ gesucht hatte, dass mir schlicht und ergreifend irgendwann die Ideen und auch ein wenig die Lust ausgegangen waren. Shame on me…

Wie heißt es so schön? Hochmut kommt vor dem Fall!

Wahrscheinlich hat sich das Universum oder mein Unterbewußtsein, wie Murphy schreibt, oder sonst wer, der eben für das Schicksal verantwortlich ist, gedacht: ,,Wenn´s nicht´will, die Olle, hat se schon gehabt!“ Und das war der kleinen Nessy dann natürlich auch wieder nicht recht…

Sicher, mein Blog ist nun auch nicht mehr in die Rubrik ,,ganz am Anfang“ einzuordnen, sondern eher unter: ,,…hat hier und da schon ein wenig Erfahrung gesammelt… “

Aber zugegeben macht mein Herz immer noch einen kleine Hüpfer, wenn mir jemand etwas Liebes schreibt und ich merke, dass  es tatsächlich ein paar Leute gibt, die meinen Blog gerne lesen, …

Umso mehr und mit echter Reue  habe ich mich nun über die Nominierung von Annalena (mit ihrem phantastischen Blog: Annalena loves ) gefreut! An dieser Stelle vielen lieben Dank! Und herzlichen Glückwunsch auch Dir, denn  Du hast Deine Nominierung wirklich verdient!

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Der Nachteil, wenn man schon eine Weile mitmischt ( mittlerweile seit 2-3 Jahren mehr oder weniger intensiv) und sich schon ein wenig entwickelt hat ist der, dass man viele der Bloggerfreundschaften nicht mehr in dem Ausmaß pflegen kann, wie man das möchte. Am liebsten würde ich die Blogs all meiner Follower bei jedem neuen Beitrag sofort lesen und kommentieren. Aber wenn man Facebook und Instagram dazunimmt sind das mittlerweile doch nicht mehr ganz sooo wenig und da klappts dann nicht immer mit dem täglichen ,,Hallöchen, wie geht´s?“

Dazu kommt, dass ich mich seit kurzer Zeit auch mal eben ,,in die Höhle des Löwen“, sprich, ins Reich der YouTuber vorgewagt habe … Was,realistisch betrachtet, eigentlich ein verwegenes Unterfangen ist, wenn man auf der einen Seite mein Anti-Faible für Technik betrachtet und auf der anderen Seite der Tatsache ins Auge sieht, dass da weit und breit niemand ist, von dem ich ein paar Tricks… Aber wozu – zum Teufel mit den Zweifeln! – gibt es schließlich YouTube und zu jedem Problemchen ein Filmchen?

Da ich bis  jetzt auch noch nicht so gaanz die Moderatorin-Queen bin, drehte ich manche Aufnahmen am Anfang bis zu zehn Mal bevor ich halbwegs zufrieden war, wobei ich mittlerweile etwas weniger kritisch geworden bin…. Aber trotzdem… Und täglich grüßt das Murmeltier! Das hat natürlich den Vorteil, dass ich den Inhalt irgendwann automatisch auswendig kann, was auch nicht soo schlecht ´rüberkommt, denn dann schaue ich hauptsächlich in die Kamera und nicht mit glasigem Blick einen halben Meter daneben, was auch irgendwie, sind wir ehrlich, bescheuert ´rüber kommt!

Trotzdem habe ich mittlerweile einen Kreis ,,echter Freunde“ unter den Besuchern, die ich, wenn sie auch Blogger sind, meist tatsächlich einmal wöchentlich, vorzugsweise am Wochenende ,,besuche“. Jeder der bei mir kommentiert, sollte laut meinem Plan eigentlich auch besucht werden! Sorry, wenn´s mal nicht so klappt, weil doch tatsächlich was aus dem realen Leben dazwischenkommt! Und das steht nun ´mal ganz oben auf meiner Liste…

Die ,,Likes“ ,,arbeite“ ich ab, indem ich sie von Zeit zu Zeit durchschaue und ihren Verfassern dann, wenn mir ihr Blog auch gefällt, was ich lese, folge. 2 -3 Stunden  pro Woche und ab und zu zwischendurch sind dafür reserviert, aber wenn das nicht reicht, muß ich auch wieder andere Dinge machen… Denn eigentlich sollte das soziale Netzwerk ja auch Spaß machen und ich möchte die Artikel mit Ruhe lesen. In Akkord-Arbeit lasse ich das nicht ausarten, denn für mich ist es einfach nicht Sinn und Zweck, nur noch in ,,Likes“ und ,,Follows“ zu denken!

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Ich möchte meine Sache gut machen. Ich versuche denen, die mir direkt Anerkennung zollen, indem sie kommentieren, immer zurückzuschreiben und wenn zeitlich irgend möglich, auch deren Blogs zu besuchen.

Manchmal nehme ich mir aber auch einfach  bewußt Zeit, neue Blogs oder Kanäle mit interessanten Inhalten zu erforschen,  von denen ich mich dann inspirieren lasse.

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Aber das wichtigste ist und bleibt es für mich, Euch supi interessante Inhalte möglichst auf dem (Silber-) Tablet(t) zu servieren. Natürlich versuche ich, sie vorher in leckeren kleine Häppchen zu schneiden, damit alles leicht verdaulich ist und ihr fröhlich und mit vielleicht manchmal ganz nützlichem Wissen gestärkt Euer restliches Tagwerk vollbringen könnt!

 

Das musste ich einfach einmal in dem Zusammenhang loswerden…

Kommen wir nun zu meiner Nominierung…

Die Aufgaben:

1. Teile den Link des Bloggers, der Dich nominiert hat.  (abgehakt – siehe oben…)

2.   Beantworte folgende 3 Fragen:

Was hat dich dazu inspiriert zu bloggen?

Ursprünglich wollte ich meine Patienten auf diesem Weg Antworten auf  all ihre Fragen, für deren Beantwortung in der Sprechstunde keine Zeit blieb, geben. Bewusst wollte ich dabei die Inhalte nicht auf Medizin beschränken, sondern  auch Aspekte aus ,,dem Leben an sich“ ansprechen, mit all seinen bunten Facetten…

 Ein Moment, an den ihr euch sehr gerne erinnert.

Unsere ganze Familie ist im Wald mit den Pferden unterwegs… Die Sonne scheint und alle haben Spaß… Ein sehr seltener, kostbarer Moment!

Was ist das schönste, das jedmand jemals für einen anderen getan hast?

Da ist ein Dreher drinnen… Entweder heißt es, ,, das jemand jemals für einen anderen getan hat!“ 

Dann lautet die Antwort: das weiß ich natürlich nicht, denn leider bin ich nicht Gott…. Oder soll auf eine Liebeserklärung angespielt werden?

Heißt die Frage:,, Das Schönste, was jemand für Dich getan hat?“

Diese Frage wiederum ist einfach: Das war, als mein Mann mich nach schwerer Krankheit aus dem Krankenhaus nach Hause geholt hat, als ich geglaubt hatte, das alles niemals wiederzusehen.

Heißt sie: ,,Das Schönste, das Du jemals für einen anderen getan hast?“

Diese Frage ist sehr persönlich…  Ich denke, eines nicht der schönsten, aber der besten Dinge, die ich jemals getan habe, war, als ich einmal als Notärztin wirklich alles für einen Patienten gegeben habe und ihn dann nach Aufbieten aller Phantasie und allen Könnens aus einer eigentlich fast ausichtslosen Lage gerettet habe. Das hat sich gut angefühlt obwohl ich natürlich hoffe, nie mehr so eine furchtbare Situation zu erleben!

3. Nominiere 15 andere Blogger, um den Zusammenhalt innerhalb der Bloggerfamilie zu zeigen

Okay, kein Problem! Allerdings nominiere ich nicht 15 Blogger, sonder A L L E, die diesen Artikel tatsächlich durchlesen!  Denn Ihr habt natürlich einen sehr guten Geschmack! 😉  Also macht Euch frisch ans Werk! Ihr könnt die Antworten auch gerne auch hier schon beantworten – oder auf Eurem Blog, oder überhaupt nicht, ganz wie´s beliebt,wobei letzteres natürlich schade wäre !Wenn Ihr einen Kommentar hierlasst, können die anderen Leser leichter zu Euch finden! Und wenn Ihr gar keinen Blog habt? Macht nix, wenn Ihr Lust habt, schreibt mir einfach Eure Meinung…

 

4. Lass sie drei Fragen beantworten.

  • Meine Fragen an Euch:
  • 1. Was sollte ein Blog unbedingt haben, damit er für Euch interessant ist?
  • 2. Was wollt Ihr selbst mit Eurem Block bezwecken und was unternehmt Ihr dafür?
  •  3. Wieviel Zeit verbringt Ihr pro Woche auf (Euren und anderen) Blogs?

IMG_8304 (3)So, in diesem Sinne viel Spaß! Ach ja, Markennahmen der Klamotten nenne ich normalerweise seit neuestem nicht mehr, außer, mir geht es darum, dass Ihr einen Look, wenn Ihr möchtet, so oder so ähnlich shoppen könnt.Die neuen Gerichtsurteile sind irgendwie so, dass man, wenn man Labels nennt, Werbung deklarieren muß, auch wenn man gar nicht dafür bezahlt wird, außer, man sagt etwas schlechtes über die Kleidung. Sorry, das leuchtet mir so gar nicht ein. Deshalb lasse ich es oder schreibe einfach ,,Werbung“ drüber…

Aber eigentlich braucht die Markennamen ja auch kein Mensch, oder? Außer man zeigt etwas total Außergewöhnliches, aber wenn´s Euch interessiert, könnt Ihr jederzeit fragen…

Alles Liebe und eine tolle Woche, Nessy

 

 

Medizin: Methadon – Neues Wundermittel gegen Krebs?

Hallo Ihr Lieben!

unnamed (28)Wieder einmal schwelt es unter der Oberfläche der Medizin… Denn was eigentlich Grund zur Freude und Hoffnung geben sollte, führt durch heiße Diskussionen zwischen Medizinern zu kontroverser Berichterstattung und damit zur Verunsicherung der Patienten.

Wie alles anfing

Angefangen hat alles damit, dass  die Molekularbiologin Dr. Claudia Friesen vom Rechtsmedizinischen Institut der Uniklinik Ulm die Wirkung bestimmter Schmerzmittel, so auch Methadon, erforschen wollte. Zwar kennen wir Methadon vor allem bei dem Drogenentzug als Ersatz-Medikament bei Sucht-Patienten, jedoch ist das Mittel selbst ein hochpotentes Opioid-Schmerzmittel, das auch bei der Behandlung von Schmerzen bei schwerkranken Patienten zum Einsatz kommt. Bei dem Einsatz bei Krebs-Patienten fiel jedoch ein gravierender weiterer Effekt auf!

Friesen selbst beschrieb ihn so:  „Zu unserer Verwunderung sind die Tumorzellen mit Methadon gestorben. Es gab deutliche Hinweise darauf, dass Methadon den Widerstand der Tumorzelle gegen das Chemotherapeutikum bricht und dafür sorgt dafür, dass das Chemotherapeutikum wirken kann.“

Nach diesen Hinweisen fing sie an, diese Sache genauer unter die Lupe zu nehmen.

Bereits seit zehn Jahren forscht sie nun daran und hat bis heute über 80 Patientendaten gesammelt, deren Krankheitsverläufe unter der Einnahme von Methadon einen deutlichen Rückgang der Metastasen aufwiesen. So beobachtete sie, dass bei eigentlich austherapierte Krebspatienten, denen das Schmerzmittel Methadon in Kombination mit der herkömmlichen Chemo- oder Strahlen-Therapie verabreicht wurde, die Tumoren schrumpften oder gar ganz verschwanden.

Da es besonders beim Kampf gegen Gehirntumoren und Leukämie, aber auch z.B. bei  Brustkrebs Erfolge gab, möchten nun, nach Bekanntgabe dieser vielleicht wirklich bahnbrechenden Hinweise auf  einen potentiellen Nutzen, viele Krebs-Patienten natürlich auch von einer Methadontherapie profitieren. Doch dazu später. Kommen wir zuerst zu der

Wirkweise von Methadon in der Krebstherapie

Frau Friesen hatte also  herausgefunden, dass Methadon gegen Krebs wirken kann. Bei ihren Beobachtungen und Laborversuchen fand sie sogar gleich mehrere Wege, wie es das tun kann …

1. Zum einen bindet Methadon an spezielle Opioid-Rezeptoren auf der Oberfläche der Tumorzelle und aktiviert Signalwege, die zum Tod der Zelle führen (Apoptose= programmierten Zelltod).  Da normale Zellen weit weniger dieser Rezeptoren besitzen, nehmen sie auch keinen Schaden, weil sie nur sehr wenige Opioid-Rezeptoren auf der Oberfläche haben.

2. Zum anderen verstärkt es die Wirkung der Chemotherapie, da die Zelle mehr von dem Chemotherapeutikum aufnimmt und weniger davon wieder abgibt, wenn das Methadon an die Zelle bindet, denn der Transportweg, mit dem die Zelle normalerweise das Chemotherapeutikum schnell wieder loswird, wird blockiert. So bleibt es länger im Inneren und kann dort wirken!

3.  Dazu kommt, dass durch Krebsmedikamente die Zahl der Opioid-Rezeptoren auf der Zelloberfläche gesteigert werden, so dass widerum auch mehr Methadon an die Krebszelle binden kann.

So verstärken sich das Chemotherapeutikum und Methadon also gegenseitig!

Die Geschichte klingt super und es ist klar, dass Patienten nun möglichst auch von dieser vermeintlichen Super-Therapie profitieren wollen! Allerdings darf  man auch ein paar Details nicht vergessen…

Warum nicht sofort bei allen Krebspatienten Methadon angewendet werden kann

Nun gibt es zwar viele positive Hinweise und Fallberichte und auch über den Mechanismus ist bereits ein guter Kenntnisstand erreicht , allerdings gibt es

  • noch keine validierten gezielten Studien,

die eigentlich zur Zulassung eines Medikamentes für eine ,,neuen“ Indikation gefordert werden. So kann der Einsatz zur Tumorbekämpfung an sich bei Krebspatienten nur im sogenannten ,,Off-Label-Use“ erfolgen, während der Einsatz als Schmerzmittel auch in der Tumortherapie bei besonderen Indikationen, in denen ein schwächeres Schmerzmittel nicht mehr ausreicht, bereits etabliert ist.

Methadon wirkt vor allem auch in Verbindung mit der Chemotherapie positiv auf den Tumor (siehe oben). So kann es den Widerstand der Tumorzelle gegen das Chemotherapeutikum brechen und dafür sorgen, dass das Chemotherapeutikum besser wirken kann… manche Berichterstattungen lassen diesen Zusatz aber unter den Tisch fallen und die

  • Patienten fordern, das Chematherapeutikum durch Methadon zu ersetzen,  , was natürlich nicht geht.

Auch wenn Methadon an sich gut verträglich ist, muß man es doch sehr kontrolliert einsetzten, da es

  • insbesondere bei Überdosierung oder je nach Zusatzerkrankungen der Patienten zu schweren Nebenwirkungen an Herz und Kreislauf kommen kann. 

Deshalb muß man die Indikation (die Voraussetzung für den Einsatz) genau prüfen,

  • da für manche Patienten  – je nach Tumorart und Begleiterkrankungen – Methadon auch nicht geeignet sein kann!      

An dieser Entwicklung wird auch klar, wie  wichtig es nun ist, dass sich Ärzte und Patienten ausreichend informieren bevor sie zu dieser Option greifen und dass es dringend notwendig ist (was im übrigen auch Frau Friesen so sieht) Studien für dieses Medikament voranzutreiben, damit man sicher sagen kann, dass die Therapie einen echten Benefit für den Patienten darstellt und er auch nicht das Gefühl hat, auf eine tolle Option verzichten zu müssen…

Meine Meinung:

Da allerdings Methadon bei Tumorpatienten gegen die Schmerzen schon eingesetzt wird, spricht eigentlich auch nichts dagegen, in ausgewählten Fällen, in denen eine ,,leitliniengerechte “ Therapie nicht den gewünschten Erfolg gebracht hat, unter kontrollierten Bedingungen Methadon von erfahrenen Ärzten für die Indikation zur Tumorbekämpfung zum Einsatz zu bringen…

Wie seht Ihr das? Schreibt mir Eure Meinung gerne in die Kommentare!

Hier könnt Ihr Euch übrigens das Video zu diesem Thema ansehen!

 

Alles Liebe und eine wunderschöne Restwoche,

Eure Nessy

 

 

FOREVER YOUNG/ ANTI AGING TEIL 11 : KOSTENLOSER 6-PUNKTE-MASTERPLAN FÜR EINEN OPTIMALEN, GESUNDEN START IN DIE DUNKLEN JAHRESZEITEN! HEUTE PUNKT 4 : Körper, Haut und Haare mit vielen Pflege-Tipps

Hallo Ihr Lieben!

cropped-img_1894.jpgFit, gesund und mit allem versorgt, was er benötigt…, soll unserer Körper gegen alle Angriffe auf sein Immunsystem gefeit sein! So unsere Wunschvorstellung! Leider fast unmöglich, angesichts der kommenden Temperaturschwankungen zwischen drinnen und draußen,  verbunden mit einer Ernährung, bei der frische Waren meist tausende von Kilometer zurücklegen mussten, bevor sie auf unserem Teller landen. Aber dennoch können wir einiges tun,  um diesem Ideal ein Stück weit näher zu kommen! Deshalb möchte ich Euch heute noch ein paar weitere Tipps an die Hand geben!

Wie ist es Euch eigentlich bisher mit den ersten beiden Teilen ergangen? Habt Ihr schon etwas umgesetzt? Sicher war Euch ja schon vieles bekannt, aber ein paar Dinge vielleicht auch noch nicht…

So jedenfalls die Reaktionen bisher in meiner Umgebung . Eure Kommentare und die Stimmen von Freunden, Patienten und Bekannten waren sehr positiv, was mich sehr gefreut hat und ich so auch nicht erwartet habe! Herzlichen Dank und weiterhin viel Erfolg an Euch alle!

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Aber kommen wir nun endlich zu  der Fortsetzung des

6-PUNKTE-MASTERPLANs FÜR EINEN OPTIMALEN, GESUNDEN START IN DIE DUNKLEN JAHRESZEITEN

Die ersten 3 Punkte habe ich Euch im Folgenden noch einmal verlinkt:

1. Optimale Ernährung, 

 2. Gesunde Darmflora

3. Körperliche Fitness, Muskelkraft und Stoffwechselaktivierung

Kommen wir zum nächsten Punkt:

4. Vorbereitung von Körper, Haut und Haaren

an dem in Winter verminderten Stoffwechsel, an schwankende Temperaturen und dem wechselnden Feuchtigkeitsgehalt der Luft.

Je kühler und dunkler es draußen wird und je weniger wir uns bewegen, umso ,,fauler“ wird unser gesamter Stoffwechsel. Eigentlich ist das ganz natürlich. Denn früher gab es im Winter wenig zu essen und der Stoffwechsel tat gut daran, auf ,,Sparflamme“ zu fahren, um nicht die ganze wertvolle Energie, die er sich im Herbst im Überschwang der Natur zugelegt hatte, wieder allzu schnell zu verbrauchen…

Dieses Problem haben wir zumindest nicht. Im Gegenteil! Weihnachten und Silvester sind ,,kalorische Ausnahmezustände“, an denen geschlemmt wird, wie sonst das ganze Jahr über nicht! Vor Weihnachten platzt der Kühlschrank, danach der Hosenknopf! Auch für unser Immunsystem nicht so toll, muss sich der Körper  doch dauernd mit ,,Verdauen“ beschäftigen, was zusätzlich ermüdet! Aber natürlich  freut er sich auf der anderen Seite auch, denn sein Programm ist ja Winter=Mangel. Also macht er sich emsig daran, die zusätzlichen Kalorien sofort in Fettreserven zu bunkern und sie ja nicht ,,herauszugeben“ – Denn man weiß ja nie, was noch so kommt im strammen Winter! Da kann er nun einmal nicht aus seinem Urzeit-Programm ausbrechen….

Woran merkt der Körper, dass es Winter wird?

Schauen wir uns an, was dem Körper signalisiert, dass es Winter wird.

Durch die längere  Dunkelheit wird Melatonin, das Schlafhormon, freigesetzt. Also brauch der Körper Licht.  Dann wird nämlich wiederum Serotonin, das ,,Glückshormon“ ausgeschüttet, weswegen wir die ,,Sonne des Südens“ im Winter so schätzen!

Natürlich könnten wir schnell ´mal nach Fuerte oder auf die Bahamas düsen, oder gleich eines der günstigen mehrwöchigen Angebote buchen, was viele Rentner auch tun, um dem bisweilen doch recht ungemütlichen deutschen Winter zu entkommen. Aber ehrlich gesagt, ist ein Kurztripp doch recht anstrengend und der Nutzen für den Körper durch die 2x enorme Umstellungs – Anstrengung des Körpers an völlig unterschiedliche klimatische Bedingungen zumindest wieder aufgehoben.

Bei ein paar Wochen am Stück sieht der Nutzen eines Urlaubs im Süden natürlich gleich wieder ganz anders aus… Aber was macht man in der Nebensaison 6 Wochen in Portugal? Okay, das ,,Problemchen“ ließe sich mit ein bißchen Fantasie sicher lösen. Internet gibt´s ja überall. Aber schlimmer noch: Das geht nun mal, wenn man nicht berentet ist, bei den wenigsten… Mein Fazit:  Wenn Ihr tatsächlich dafür soviel Zeit und Geld erübrigen könnt und wollt: Ab in den Süden! Bei mir hat´s leider noch nie länger als eine Woche geklappt…. Wenden wir uns also realistischen Alternativen zu…

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Der Nutzen von Tageslichtlampen

Es gibt spezielle Tageslichtlampen, mittlerweile sogar bei unserem schwedischen Lieblingseinrichtungshaus, die mit Ihrer Wellenlänge das Licht von draußen simulieren. Diese Lampen sind zwar ziemlich ,,weiß“. Finde ich zumindest… Aber man kann sie ja mit Folien, die mit Himmel- oder Fensterfotografien bedruckt sind, schnell aufhübschen! Denn natürlich haben Doktors so eine Lampe, die beim winterlichen Frühstück unser Chiasamen-Müsli illuminiert.

Diese Lampen sind in meinen Augen schon empfehlenswert, gerade wenn man in einer etwas dunklen Wohnung wohnt, zumal man ihnen auch nachsagt, dass sie den sogenannten ,,Winterdepressionen „vorbeugen würden. Dazu gibt es, natürlich wie so häufig in meinen Artikeln, auch eine Studie. Ich selbst  kann da leider keine eigenen Erfahrung beisteuern, weil ich alles bin, nur nicht depressiv.  (The Can-SAD Study: A Randomized Controlled Trial of the Effectiveness of Light Therapy and Fluoxetine in Patients With Winter Seasonal Affective Disorder. Die Studie besagt jedenfalls, dass Lichttherapie genauso gut wie Psychopharmaka gegen Winterdepression, unter der immerhin 20% der Bevölkerung leiden, hilft. Allerdings war bei der Studie erstaunlich, dass  einem Drittel der Erkrankten weder Psychopharmaka noch Lichttherapie helfen konnten…

 

Die Haut im Winter…

Wird es kälter, müssen wir vorsichtiger mit der Haut umgehen! Auch ihr Stoffwechsel verlangsamt sich, gleichzeitig strapazieren trockene Heizungsluft und kalte Temperaturen zusätzlich!

Natürlich wollen wir auch sie optimal vorbereiten. Für unser ,,Programm “ empfiehlt sich zuerst eine gründliche Reinigung, etwa durch ein  Fruchtsäure-Peeling, das gut abgestorbene Hautschüppchen entfernt, ohne dass die Haut  zu sehr mechanisch gereizt wird. Dazu gibt es im Handel Produkte, die wie eine Maske angewandt werden und gleichzeitig die Haut mit Feuchtigkeit versorgen.

Meine Produkte zur erweiterten Grundpflege: Waschcreme, reinigendes und feuchtigspendendes Enzympeeling, Serum, Tagespflege, Galvanisches  Hautpflegerät. Auf Gesichtswasser habe ich heute verzichtet, damit der Haut Feuchtigkeit und pflegende Stoffe nicht wieder entzogen werden.

Danach können Seren ihre optimale Wirkung entfalten. Ich kaufe mir meist um den Oktober eine Ampullenkur und gönne der Haut eine Woche lang jeden Tag ein halbes Ampüllchen morgens und abends. Regnet es draußen, ist es umso besser, denn Feuchtigkeit tut der Haut gut.

Allerdings benötigt sie auch Fett, um die Feuchtigkeit in der Haut zu halten! Das kommt auch sehr auf den Hauttyp an, denn sonst trocknet sie wieder aus, sobald sie in trockene Luft kommt. Deshalb machen wir uns auch schon einmal Gedanken, ob wir unsere Cremes im Winter nicht eine Stufe fetthaltiger wählen.

Ist es dann kühler, tut ihr einmal in der Woche eine Maske, die die Haut mit Fett und Feuchtigkeit versorgt,  gut.

 

Spezielle Elektro-Massagegeräte für das Gssicht

Zusätzlich kann man den reduzieren Stoffwechsel mit  speziellen Hautpflegegeräten etwas pushen.  Dadurch wird die Durchblutung und  die Collagenbildung angeregt, gleichzeitig werden Pflegestoffe  besser und tiefer in die Haut geschleust. Ich mag es auch, wenn man Wärme einstellen und Schwellungen mit sanfte Massagen ,,wegbügeln“ kann! Ein Gerät habe ich, bei dem man auch verschiedenes Licht einstellen kann.

Auf dem Bild ist das Galvanic Spa Gerät abgebildet, welches gut in der Hand liegt. Dieses kribbelt allerdings nur, hat aber keine Klopf- der Lichteffekte. Weitere Geräte ist z.B. das Silk´n Face Tite, Forever 25 und wie sie alle heißen.  Es gibt viele dieser ,, Hautstraffungs „-Geräte im Handel. Sie arbeiten mit Licht, Ultraschall, galvanischen Strömen, Klopfmassagen, … Ich selbst habe schon verschiedene Geräte getestet,   die preislich zwischen 80 und 400 Euro lagen. Aufgefallen ist mir, dass die teureren Geräte etwas ,,schwerer“ in der Hand lagen und auch größere Auflageflächen hatten.

Neue Technologien versprechen laut den Herstellern tiefere Eindringtiefen… Um wirken zu können, benötigen diese Geräte ein Feuchtigkeitsgel, welches man dann wirklich ganz gut in die Haut einschleusen kann. Die Haut wirkt danach frischer.  Die Wirkung hält ca 4-6 Stunden an. Allerdings habe ich festgestellt, dass ich meine Haut nicht zu oft pushen sollte, da sonst die Fältchen bei täglichem Gebrauch etwas zunehmen, wenn man  es dann eine Weile weglässt. Aber ca 1-2x in der Woche benutze ich im Winter so ein Gerät.   Danach wende ich dann noch eine Creme an, da ich trockene Haut habe .                                                                                                                            

Auch die Füße haben ein wenig Aufmerksamkeit verdientIMG_1893

– schließlich tragen sie uns Tag für Tag durchs Leben!

Da man weniger Barfuß läuft und wenig Luft an die Füße kommt, bildet sich oft mehr unschöne Hornhaut. Einmal die Woche ist es deshalb sinnvoll, der Verhornung mit einer Raspel entgegen zu treten und danach die Füße gut mit einer Hornhautreduzierungs – Creme einzureiben, was man übrigens auch nach dem Duschen tun sollte, um kleine Rhagaden (Risse), zu vermeiden, die Eintrittspforten für Keime sein können!

Damit der Winter keine ,,haarige“ Sache wird!

Auch die Haare unterliegen im Winter besondere Strapazen – mit Kälte und Hitze, engen Mützen und gewickelten Schals… und bei denen die Haarspitzen  an der Mantelkante aufstoßen und so Spliss entsteht!

Deshalb ist es clever, wenn wir uns schon jetzt über einen gekonnten, gut händelbaren  Schnitt Gedanken machen  und den Einsatz von Haarölen und Kuren zur optimalen Vorbereitung auf diese Torturen in Erwägung ziehen! Auch über zu der Herbst- und Wintergarderobe passende Farbkonzepte kann man sich bei seinem nächsten Friseurbesuch ja einmal unverbindlich informieren, damit man den kälteren Temperaturen locker-flockig entgegen sehen kann!

So, das war es für heute! Und damit bin ich auch fast schon am Ende meines ,,Masterplanes“ angelangt! Nächste Woche  zeige ich Euch noch die Besonderheiten des medizinischen Check ups im Herbst  und  -last not least – Tipps , damit auch die Psyche im Winter nicht durchhängt…

Alles Liebe und

eine wunderschöne Spätsommerzeit!

Eure Nessy

 

Lady Diana, ehemalige Princess of Wales : Die ,, Königin der Herzen “ und ihre Wirkung – neue Erkenntnisse ergeben ein verändertes Bild!

Hallo Ihr Lieben!

Durch die neuen Enthüllungen zu ihrem 20.Todesjahr  erscheinen doch manche Dinge in einem anderen Licht! Ich habe mir die Mühe gemacht, auf YouTube und im Internet ein wenig zu schmökern… Bei meiner Recherche fand ich allerdings immer neue Berichte und Filme… So hat sich dieses ,,Projekt“, das eigentlich nur ein kleiner Artikel anlässlich ihres Todestages werden sollte, immer weiter aufgeblasen!  So kam es auch, dass sich die Veröffentlichung etwas zog! Zugegeben habe ich kaum einen Artikel auf meinem Blog so oft umgeschrieben. Bin ich mittlerweile eigentlich dazu übergegangen, längere Artikel einfach zu teilen, ging das hier nicht… Deshalb ist er ein wenig länger geraten, obgleich ich versucht habe, vieles zu kürzen. Auch weiß ich eigentlich nicht, ob dieses Thema auf meinen Blog gehört. Auf der anderen Seite schreibe ich über nichts anderes als das Schicksal einer Frau – einer berühmten Frau, die es geschafft hat, die Welt in Atem zu halten…Bildergebnis für Diana Kindergärtnerin

 

Als Diana Spencer in den Medien auftauchte …

Auch wenn in meinem Elternhaus alles, was mit Boulevardpresse zu tun hatte, seinerzeit höchst verpönt war, so habe ich als junges Mädel  ab und da doch heimlich nach Berichten über England in der Tagespresse geschielt, um die aschenputtelgleichen Geschehnisse dieser damals jungen Frau Lady Diana Spencer, die zwar ein paar Jährchen älter war, aber doch den Traum vieler jungen Mädchen erfüllte, mitzuverfolgen…

Natürlich war ich nicht ,,so eine“ sondern eher eine kleine Hexe Bibi, die mit ihrem Pony die Gegend unsicher machte und mit schicken Klamotten erst einmal nix am Hut hatte… Wie auch? Meine Kleidung bestand aus Geerbten, Selbstgenähtem und dem, was wir mangels Alternativen in der nächst kleineren Stadt erwerben konnten, die allerdings nur einmal im Monat angefahren wurde…

Immerhin gab es dort zwei traditionelle Bekleidungshäuser, neben Geschäften mit Stoffen und Wolle, die die durchschnittliche Landfrau nach Besuch der Modehäuser  zur Orientierung dann regelmäßig zur Verwirklichung ihrer Träume betrat. Denn  so mancher  Modetraum der ländlichen Damen wurde kurzer oder auch langer Hand mittels ihrer Pfaff- oder Singer-Nähmschine und abgewandelten Burda-Schnitten erfüllt.

 

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Dieses Bild (aus einer ,,fast“ vergessenen Ecke unseres Gartens ) zeigt die Emotionen an der Hochzeit wohl detailgetreuer als die Glamour-Bilder… Charles soll von Prinz Philip zur Ehe gedrängt worden sein und Diana wollte die Hochzeit kurz vorher absagen, trotzdem wollte sie die Ehe dann doch unbedingt… schreibt die Presse! Was wirklich in ihren Köpfen vorging? Wer weiß das schon? Ich glaube zumindest, dass es beide ernsthaft versuchen wollten…

Aber ich schweife ab. Obgleich diese Einblicke ein ganz gutes Bild abgeben, dessen, wie das Leben ,,noch“ vieler in den 80 ern ablief. Und auch in England mag es auf dem Land nicht viel anders gewesen sein…

Dianas erfrischende Naivität bezauberte die Nation

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Seinerzeit skandalös… Dieses Bild ging um die Welt.

Was war da schöner als eine Romanze, die eben auch eines jener ,,Landkinder“ betraf? Klar, jene Diana war im Internat aufgewachsen und war adelig, hatte dann aber als schlichte Kindergärtnerin gearbeitet. An ihrer unbeholfen Art, sich so fotografieren zu lassen, dass man ihre Beine im Gegenlicht unter dem Rock erkennen konnte, sah man, wie naiv sie doch an die Sache heranging …

 

Am Tage der Verlobung jedenfalls blickte sie dann, unschuldig wie es unschuldiger nicht ging und mit glühenden, pausbäckigen Wangen schüchtern mit ihren ,,magischen“ Rehlick  von unter nach oben in die Kamera  … und verzückte damit zwar wahrscheinlich nicht ihren Charles, aber dafür nicht nur eine, sondern  nahezu alle Nationen, die dieses Bild in ihren Medien verbreiteten…

Wie Diana auf unterschiedliche Generationen wirkte

Natürlich waren wir Mädels, nachdem die Geschichte relativ schnell klar war,  in erster Linie an ihrem Aussehen interessiert, denn bis dato sagte sie ja nicht eben viel… Auch wenn ich mit den pastelligen Rüschel-Träumen wenig anfangen konnte , gab es doch ab und zu etwas in ihrer Garderobe, was auch vor meinem ,,unverdorbenen“ Mädchen-Geschmack Gnade fand.

Ähnliches FotoSo trug sie einmal einen bunten Mantel wie ihn Isabel Marant nicht schöner hätte designen können und dazu ein Käppi mit einer wippenden Feder dran … Dieses lustige Outfit würde auch ihr stehen, so die Empfehlung für meine Mutter.  Allerdings schüttelte sie über dieses ,,Prinzessinnen-Getue“ nur den Kopf  und entzog sich der Sache als aufgeklärte, selbstbewußte Frau wirklich komplett. Zumindest tat sie so…  Meine Omi war da ganz anders! Sie freute sich diebisch, wenn sie mit ,,neuen Erkenntnissen“ aus dem Königshaus aufwarten konnte. So schauten wir dann zusammen, auf dem Sofa sitzend, während ich ihre Schnittchen in mich hineinschaufelte, die Bilder von Schloss Balmoral in ihren Lieblings-Zeitschrift  ,,Herz mit Schmerz“  oder so ähnlich, an.

Dann sinnierte sie mit glänzenden Augen über ihrer Kindheit, die so ganz anders war, blickte dann auf  mich, erzählte mir von Werten und dieser ,,hübschen jungen Frau“, die in ihren Augen mit einer ordentlichen Erziehung und tugendhaftem Verhalten alles erreicht hatte!

Durch diese Heirat würde sie als ,, Prinzessin von Wales“ glücklich bis an ihr Lebensende mit ihrem geliebten Prinz in einem  wunderschönen Schloss leben dürfen… „Nicht wirklich meine Welt! Aber so gemütlich  auf der Couch waren diese ,,Märchengeschichten“, doch ganz gut zu ertragen …Wie sich später herausstellte, waren es auch  genau das – Märchengeschichten!

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Auf den ersten Blick ähnlich, auf den zweiten Blick sieht man den Unterschied der schüchternen Diana und der selbstbewußten, fröhlichen Kate…

Was war an Diana so besonders?

Meine Schwester war kurz darauf im Rahmen  eines Schüleraustausches in England. Da brachte sie mir so ein Lady Di Büchlein mit… Supi! Wo es doch auch diese herrlichen englischen Weingummis gab, die sie Mami mitbrachte! Naja, mangels Alternativen las  ich das literarische Werk tatsächlich in Gänze und blickte mir immer wieder die Bilder an…

Irgendwie fing ich an, dieses Mysterium begreifen zu wollen. Denn auf den ersten Blick war eigentlich nichts besonderes an dieser Frau, wenn man von diesem höchst gekonnten schüchternen Augenaufschlag absah, der den Blick auf diese  tief-blauen Augen lenkte. Ob sie wirklich so blau waren, oder ob ich auf die Colorationskünste der Grafiker hereingefallen bin, weiß ich bis heute nicht. Jedenfalls fiel mir sonst an dieser Person nichts besonderes auf… Und schon gar nichts, was ihr die Bewunderung der Massen hätte einbringen können. Aber diese magische Anziehungskraft war da. Die Menschen liebten diese Frau abgöttisch und kauften jeden Fitzel, auf dem ,,Diana“ stand!

Und diese Tatsache wiederum faszinierte mich! So etwas hatte und habe ich nie mehr erlebt, dieses Phänomen war uns ist absolut einzigartig in der Geschichte!  Natürlich wurde sie gar vortrefflich inszeniert. Jeder ihrer Auftritte in der Öffentlichkeit schienen genau durchgeplant… Und jene Diana absolvierte ihre Pflicht anfangs nicht einmal besonders gut. Aber gerade diese bambigleiche Schüchternheit brachte ihr Sympathiepunkte ein. Zudem  sie war blond und jung und schön, gebar zwei hübsche Söhne und die Menschen e an ein Märchen glauben dass ihnen selbst verwehrt blieb…

Auch Diana war nicht perfekt…

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Der Apfel -Symbol der Versuchung

Aber irgendwann begann die Fassade zu bröckeln… Nach der Geburt ihres ersten Kindes nahm sie erschreckend ab und sie schien Probleme zu haben, den Anforderungen, die an sie gestellt wurden, nachkommen zu können. Doch zu dieser Zeit kämpfte sie… Bereits 1989 stellte sie Camilla zur Rede. Aber bei diesem Gespräch merkte sie,  dass die Verbindung zwischen dieser Frau und ihrem Mann tatsächlich tiefer ging, als sie es je für möglich gehalten hatte! In Folge hatte auch Diana nicht gerade Skrupel, als sie sich hier und da ,,trösten“ ließ..

 

Entgültig zum Eklat kam es jedoch bei einer Feier 1991, die Charles wohl für Diana inszeniert hatte, um der zunehmend mißtrauischen Presse zu vermitteln, dass in seiner Ehe noch alles in Ordnung sei.

Diana war aufgefallen, dass weder Charles noch die eigentlich ebenso anwesende Camilla anwesend waren. Sie machte sich auf, um die beiden zu finden. Als sie sie schließlich fand, unterhielten sich die beiden zwar ,,nur“, aber Camilla machte Diana unmißverständlich klar, dass ihre Pflicht mit dem Gebären der beiden Jungs als Gattin von Charles nun erfüllt sei…

Dieses einschneidende Erlebnis machte Diana schlagartig klar, dass ihre Ehe tatsächlich von Anfang an ein Farce gewesen war … und dass es nichts ,,zu retten“ gab. Eine große Unsicherheit machte sich in ihr breit, denn sie begriff, dass es ihre Rolle sein sollte, die glückliche Ehefrau zu spielen, was sie weder wollte noch konnte…

Die Folgen waren fatal! Das Königshaus stand in dieser Zeit auch wegen der Scheidung von Prinz Andrew und Fergie und der Einkommens-Steuerdiskussion der Queen unter keinem guten Stern.  Als dann auch noch der Buckhingham Palace, das Wahrzeichen der Macht des Königshauses ,in Flammen stand, sprach die Queen gar von einem ,,annus horribilis“ (Horrorjahr)…

In Folge dieser Ereignisse verlor das Königshaus stark an Sympathiepunkten, man redete gar davon, ob es das Ende der Monarchie bedeuten könnte. Diana, die mit der Zeit gelernt hatte, die Presse für sich zu nutzen, indem sie sich meist einfach authentisch gab,präsentierte sich denn auch als die unglückliche Ehefrau, indem sie sich zum Beispiel einsam vor dem Symbol der Liebenden in Indien, dem Taj Mahal  fotografieren ließ. Charles, der bei dieser Reise dabei war, hatte sie tatsächlich alleine dorthin geschickt…Aber als das nicht gelang, gab das Ehepaar im Dezember 1992 die Trennung bekannt. Soweit die Fakten.

Der Wendepunkt

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Nehmen wir jenes Jahr 1992 und was dem vorausging, etwas genauer unter die Lupe

Denn 1992 ereignete sich noch etwas anderes, etwas, was Diana ihre tatsächliche Bestimmung, der sie fortan folgen würde, klarmachen sollte… . Sie traf sich mit Mutter Theresa. Bei diesem Treffen wurde ihr bewußt, dass Momente , in denen sie sich wirklich wohl fühlte, die waren, in denen sie ,,Liebe geben“ konnte. Wenn sie mit kranken oder sogar sterbenden Menschen zusammen war, fühlte sie, dass diese Menschen ehrlich waren – da waren keine Etikette, keine heuchelndes Lächeln… Nichts war wichtig, außer das Leben selbst. Das würde ihre wahre Bestimmung werden – nicht Königin von England, sondern ,,Königin der Herzen“ wollte sie sein! Sie meinte später in jenem berühmten Interview mit Martin Bashir im November 1995 fühlte sich wohl, wenn sie den Menschen Liebe geben konnte. Was genau die Damen gesprochen haben, weiß man nicht. Fest steht nur, dass Diana  dieses Treffen tief bewegt und nachhaltig geprägt haben soll. Und dadurch, dass die Ordensschwester nur 5 Tage nach dem Tod der Prinzessin ebenfalls verstarb, erhielt das ganze noch etwas  Überirdisches…

Empathisch gerade auch auf die Randgruppen der Bevölkerung zuzugehen- das sollte  fortan ihre wahre Mission sein  – und auch ihre stärkste Waffe, wenn es darum ging, Sympathiepunkte beim Volk zu sammeln!

Auch wenn sie die Presse vordergründig oft mißbilligte, als sie sie etwa beim Skifahren mit ihren Söhnen, wegschickte, nutzte sie insgeheim deren Einfluß clever, wie sie meinte, für sich. So spielte sie ihr gezielt Informationen  zu und leugnete dies dann auf Nachfragen. Ein Beispiel sind die Informationen zu dem berühmten Enthüllungsbuch von Andrew Morton,   das just in jenem Sommer 1992 veröffentlicht wurde.

Vielleicht ein Spiel mit dem Feuer, dass sie zum Schluss verbrannte …

Diana – ,,Königin der Herzen“ ?

Egal, wo sie war, was sie fortan machte, sie hatte den Weg in die Herzen ,,Ihres“ Volkes gefunden. Denn sie zeigt, dass sie lieben konnte – Ihre Kinder… und ihr Volk! Und die Liebe des Volkes, in der sie sich sonnte wie eine Eidechse auf einem warmen Stein entschädigte sie für das Leid, das Ihr die Rolle als Prinzessin von Wales sicherlich auch zugefügt hatte! Denn auch sie war eine jener, die von ihrer nächsten Umwelt, abgesehen von ihren Söhnen, nie richtig geliebt worden war, ja, vielleicht sogar von manchen Mitgliedern des Hofes geächtet. Dieser Nimbus der ,,verstoßenen Prinzessin, die doch nur Liebe geben wollte“ ließ sie zu dieser Ikone werden, die die Menschen über ihren Tod hinaus bewegte, wie selten ein Mensch zuvor……

Den Rest, tausendfach geschrieben, kennt Ihr auch, meine Lieben Leser, auch die Interviews der beiden Rosenkrieger, der tragische Tod…

Fazit

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Doch der Punkt, um den es mir hier geht, ist ein anderer. Denn diese Geschichte zeigt ganz deutlich, wie sich die Menschen manipulieren lassen, wie tatsächlich sie es sind, die ,,Ihre Fahne nach dem Wind“ richten… So fotografierten zwar alle Dina, als sie nach längerem Getrennt-Sein ihre Söhne in die Arme nahm, niemand aber Charles, der das genauso tat…

Es obliegt mir nicht, über Diana zu urteilen. Sicher war sie auf der einen Seite eine tolle Frau, auf der anderen Seite war sie menschlich und hatte Fehler, wie wir alle. Wichtig ist es allein, nicht vorschnell zu urteilen. Denn viele der Fakten, die ich oben geschrieben habe, sind mir selbst auch erst bei meinen Recherchen aufgefallen und sicher hat auch mein Wissen Lücken!

Doch zu leicht lässt man sich blenden, teilt die Welt in Schwarz und Weiß und vergißt die vielen Grautöne, aber auch die vielen bunten Farben, die man schwerlich in ,,Gut“ und ,,Böse“ unterteilen kann… Denn manche Dinge, die sind einfach so!

In diesem Sinne wünsche ich Euch ein wunderschönes Wochenende,…

Alles Liebe,

Eure Nessy

P.S.: Zum Schluss habe ich Euch als kleines Schmankerl noch ein halbwegs aristokratisches Nessy – Bild heraus gesucht. Mit englischem Laura-Ashley-Kleid in der Bibliothek…  Sagen wir ´mal so: Um mit der Queen eine Partie Bridge zu spielen würde es gehen, oder? Nein? Okay, dann halt nicht!

Dirndl