Wunschthema von Euch! Medizin/Ernährung: Soja

Hallo Ihr Lieben!

Habt Ihr das neue Jahr gut begonnen? Bei uns war es sehr schön, auch wenn ich mich jetzt schon wieder auf meinen Alltag freue, denn der Feier- und Gäste-Marathon zehrt doch langsam an meinen Kräften…

Also komme ich diese Woche als erstimg_7389-2es zu dem Artikel, den Ihr Euch gewünscht habt! Eine  Leserin wollte, dass ich aufzeige, was dran ist an der Soja-Kritik! Dazu gibt es in der Tat verschiedene Stimmen, aber Ihr wisst, dass ich ein pragmatischer Mensch bin und salbungsvolle Worte bei mir in dieser Beziehung nicht viel fruchten! So leid es mit tut, in dieser Beziehung stehe ich nun ´mal auf harte Fakten mit möglichst großen, möglichst korrekt durchgeführter Studien. Auch was andere zu dem Thema schreiben, fließt mit ein. ich kann ja schlecht für einen Artikel 200 Studien aufarbeiten! Aber ehrlich gesagt, schaue ich schon auch einmal genauer in den Original-Studien nach, wenn mir etwas irgendwie seltsam erscheint. So gibt es Fälle, bei denen ein und die selbe Studie zum Beweis der  Tatsache und des Gegenteils hergenommen wird. Als ich den Homöopathie-Artikel schrieb, wurden die sowieso schon raren Studien interpretiert, nachinterpretiert, gebogen und geschoben… Da habe ich wirklich tagelang in Fachforen recherchiert, Studien im Orginal gelesen, damit ich nicht, wie so viele vor mir, immer den gleichen Zermon reproduziere…

Bei dem heutigen Thema ,,Soja“ ist das ein wenig einfacher, weil es hier auch schon gute Zusammenfassungen an anderer Stelle gibt, wobei mir aber auch diese stellenweise etwas merkwürdig vorkommen… Wie immer habe ich deshalb größtenteils Links, in Farbe (aktuell Blau) unterlegt, zu den Original-Studien eingebaut, damit Ihr dort genauer nachlesen könnt, um was es genau geht! Wie immer übernehme ich für die Inhalte der Links natürlich keine Haftung!

Also fangen wir jetzt endlich an:

Die meisten Menschen, die sich heute der Soja-Produkte bedienen, wollen damit ihren mangelnden oder fehlenden Fleischkonsum gesund und schmackhaft ausgleichen…

Die Zahl der Ganz-oder Teilzeit-Vegetarier (diese heißen seit neuestem übrigens Flexitarier) mehrt sich – ich selbst gehöre, mit wenigen Inkonsequenzen, zu dieser Zunft. Fragen wir uns  also zuerst einmal, warum dies so ist, damit wir auch verstehen können, welchen Anforderungen ein gutes ,,Fleisch-Ersatz“- Produkt gerecht werden muß!

(Wie jetzt? Soll ich den ganzen Kram etwa lesen? Nessy, mach Butter bei de Fische! Soja-Zeugs ja oder nein?

Okay, Freunde der Sonne – für Euch in Kurzform! Ihr könnt  Soja-Zeugs ruhig essen! Schaut aber drauf, dass nicht zuviel ,,Mist “ bei den Inhaltsstoffen bei ist und dass Ihr genügend Kalzium, Jod  und B-Vitamine abkriegt! Aber nicht einfach Tabletten einwerfen! Sondern vorher Werte checken lassen, kapisko? Für die, die doch noch etwas mehr wissen wollen, geht´s jetzt weiter… )

 

Menschen, die Soja als ,,Fleischersatz“ verzehren, wollen

… keine Tiere töten bzw. Tiere nicht gequält sehen, was in der heutigen Massentierhaltung schwierig zu realisieren ist  (Tierschutz).

… sich lieber pflanzlich ernähren, da Pflanzen in der Nahrungskette weiter unten stehen und deren Herstellung weniger belastend für die Umwelt ist (Umweltschutz)!

… gesünder leben! Soja hat einen hohen Protein- und Nährstoffgehalt und enthält alle essentiellen Aminosäuren, also Eiweißbausteine, die der Körper nicht selbst herstellen kann! Es enthält wenig Fett und dies meist mit einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren und ist praktisch cholesterinfrei (wenn es nicht zu stark verändert wurde..) Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann teilweise durch den Konsum von Soja herabgesetzt werden, was z. B. bei japanischen Frauen nach der Menopause nachgewiesen werden konnte.

Auf diesen Zug  springen immer mehr Unternehmen auf und erweiten ihre vegane Produktpalette um Sojamilch, -sahne und -quark oder auch Tofu. Mit dem steigendem Sojaverzehr werden aber auch kritische Stimmen laut: Soja sei gesundheitlich bedenklich. Im folgenden Artikel erkläre ich Euch diese Bedenken und fasse den aktuellen wissenschaftlichen Stand der Dinge kurz zusammen…

Kritikpunkte und was wirklich dahintersteckt!

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Gemischter Salat an Pilz-Soja-Ragout…

1. Soja enthält Isoflavone und ich habe gelesen, dass die schädlich sein können!

Isoflavone sind sekundäre Pflanzenstoffe, die den menschlichen Hormonen ähneln, weshalb man sie ja auch bei Wechseljahresbeschwerden einsetzt, und die bis vor kurzem im Verdacht standen, die Bildung von Schilddrüsenhormonen zu mindern.

Ein Gutachten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) aus dem Jahr 2015 besagt jedoch, dass es  keine Hinweise darauf gibt, dass Isoflavone, bei einer Dosierung von 35 bis 150 mg täglich, aufgenommen über die Nahrung oder Supplemente, negativen Effekte auf Brust, Gebärmutter und Schilddrüse haben (hier geht es zum Orginal-Gutachten). In epidemiologischen Untersuchungen wurde zudem belegt, dass phytoösterogene Präparate keine wachstumsfördernde Wirkung auf Brust oder Uterus haben. Weiter gibt es sogar Studien, die belegen, dass das Risiko für Schilddrüsenkrebs ist bei Personen, die Tofu verzehren, um bis zu 55 % herabgesetzt ist.

Mein persönlicher Tipp: Nicht nur bei regelmäßigen Sojaverzehr, sondern vor allem, weil große Teile Deutschlands Jodmangelgebiete sind, empfiehlt es sich, die Schilddrüse und deren Werte untersuchen zu lassen und dann mit dem Arzt zu besprechen, ob eine zusätzliche Jod- oder gar Schilddrüsenhormongabe erfolgen sollte!

2. Wenn ich kein Fleisch und keine Milchprodukte zu mir nehme, sondern ,,nur“ Sojaprodukte esse – habe ich dann einen Kalziummangel, der mit einem erhöhten Osteoporoserisiko einhergeht?

Leider kommt es bei vielen älteren Menschen zu einer Osteoporose. Verzichtet man auf alle tierischen Kalziumquellen wie z.B. Käse, Fisch und Fleisch, muß man seinen Kalziumhaushalt anders auffüllen. Hierzu eignen sich z.B. Grünkohl, Chinakohl, Fenchel, Broccoli, Sauerkraut, aber auch Vollkornbrot! Auch Mineralwasser mit einem hohen Kalziumgehalt ist diesbezüglich empfehlenswert!

Natürlich sollte man auch ,,Kalziumräuber“ wie Alkohol, kochsalz- und fettreiche Kost, Speisen mit einem hohen Phosphatgehalt wie Wurst, Fleisch, Schmelzkäse und Lebensmittel mit viel Oxalsäure wie Rhabarber und Schokolade nur in Maßen zu sich nehmen!

Allerdings haben viele Veganer trotzdem einen Kalziummangel!

Deshalb ist Sojamilch oft mit Kalzium angereichert.

Bei Frauen, die sich sojareich ernährten, wurden nach der Menopause sogar präventive Effekte bezüglich Osteoporose festgestellt  und der Knochenabbau konnte durch diese Ernährungsform  verlangsamt werden!

Übrigens ist auch Sonnenlicht wichtig für die Bildung von Vitamin D, welches zur Knochenbildung benötigt wird! Deshalb empfiehlt es sich, darauf zu achten, dass man  am Tag 20 Minuten ins Freie geht, auch wenn es regnet. Selbst bei trübem Wetter  gibt es genug UV-Strahlen!

Mein persönlicher Tipp: Durch eine Knochendichtemessung kann man seinen Knochenzustand hinsichtlich  Osteoporose feststellen lassen. danach kann man mit seinem Arzt besprechen, wie man seinen Kalzium und Vitamin D Spiegel am besten im Normalbereich hält. Übrigens ist für den Knochenaufbau auch  Vitamin B12 und Vitamin B6, wie auch Folsäure nötig! Auch hier kann nach Rücksprache mit dem Arzt eine Substitution sinnvoll sein!

3. Durch den Sojaanbau werden große Flächen Wald gerodet! Ist es also gar umweltschädlich, Sojaprodukte zu kaufen und damit die Abholzung zu fördern?img_7866-2

Es stimmt zwar, dass es laufende Rodungen von Regenwald zur Erschließung weiterer Sojaanbauflächen in südamerikanischen Monokulturen gibt!  Dabei muß man allerdings bedenken, dass rund 80 % der weltweiten Sojaernte  als Futtermittel für die Erzeugung von Tierprodukten eingesetzt werden und nicht für die direkte menschliche Ernährung!

Hinzu kommt, dass in Europa erzeugte Sojaprodukte für den direkten menschlichen Verzehr (wie z. B. diese Tofu-Produkte) oft aus nachhaltig angebauten, nordamerikanischen oder europäischen Sojabohnen hergestellt werden! So wird Soja auch in Kanada, Südfrankreich, Italien, Österreich oder sogar im Süden Deutschlands  angebaut!

Mein persönlicher Tipp: Genau darauf achten, woher der Soja kommt, den man kauft!

4. Im Fernsehen habe ich gesehen, dass Fleischersatzprodukte oft ungesunder Quatsch sind, der nix mit einer vernünftigen Ernährung zu tun hat!

Hier muss man differenzieren zwischen Fleischersatzprodukten, denen oft noch alle möglichen andere Stoffe zugesetzt wurden und deren Herstellungsprozeß viele zusätzliche Schritte beinhaltet und Soja an sich in einer möglichst reinen Form wie zum Beispiel Tofu. Gehärtete Fette, gar Mineralöle,  Nitrit, Phosphate,  sowie andere künstliche Farb- und Zusatzstoffe  sind mit Sicherheit nicht das Gelbe vom Ei…

Um dazu eine Aussage machen zu können, habe ich mir neben eines Beitrages zu diesem Thema vom WDR (Test durch Stiftung Warentest) auch einmal einige Produkte von Aldi, Edeka und dem Reformhaus, die sich gerade in meinem Kühlschrank befinden, angesehen…

Die Stiftung Warentest fand in 6 von 20 getesteten Veggie-Schnitzeln Mineralöl – zugegeben, das ist blöd! Geht auf den Link, erfahrt Ihr Näheres…

In ,,meiner“ Stichprobe (Produkte seht Ihr oben im Beitragsbild) hingegen fand ich die Inhaltsstoffe nicht so ,,furchtbar“ ungesund. Durch die Bank keine Emulgatoren, keine Geschmacksverstärker, keine Mineralöle oder künstlichen Farbsstoffe …  Wobei ich ja bereits  beim Kauf auf eine gute Zusammensetzung achte! So  heißt das natürlich nicht, das alle Veggie-Produkte völlig  unbedenklich sind, sondern, dass man einfach darauf achten sollte, was denn nun eigentich ,,drin“ ist!

Was  bei genauerem Hinsehen nicht immer ganz so gesund ist, ist vegetarischer ,,Käseersatz“!  Dieser besteht oft aus Milch-, Soja- oder Bakterieneiweiß und Pflanzenöle ,Stärke,Emulgatoren, Aroma– und Farbstoffe, Salz und Geschmacksverstärker. Oft ist er eben keine Kalziumquelle, wie man das vielleicht erwarten würde… wobei man echten Käse mittlerweile auch heute schon in guter Bioqualität  von wahrscheinlich zumindest etwas glücklicheren Kühen, Ziegen oder Schafen erstehen kann!

Mein persönlicher Tipp: In meinen Augen ist dieser Einwand eine Klage auf hohem Niveau, da ja auch in echten Wurst-Produkten oft nicht ganz so ,,leckere“ Zutaten zu finden sind! Aber natürlich sollte man vor dem Kauf ruhig einmal die Packungen durchforsten, was man da so alles im Begriff ist, zu verzehren… Vor allem darf man sich nicht über den Nährwert, wie oben an ,,Käse“ geschildert, täuschen lassen!

 

 

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Ein vegetarisches ,,Soja“ Essen, welches ich im vergangenen Sommer gegessen habe und es schon seit den 80ern auf deutschen Speisekarten vertreten ist: chinesisch angehauchte Frühlingsrollen mit Sojasprossen, süß-saure, etwas künstlich schmeckende Soße, dazu grichischer Salat (meine Bitte war: ,,keinen grünen Blattsalat“) und italienischen Fanfalle-Nudeln… Keine Haute Cuisine, aber zumindest multikulti… und geschmacklich ganz okay!

Mein Fazit:

Auch bei der Ernährung solllte man, wie bei vielem anderen auch, sich ein Quentchen Eigenverantwortung bewahren und sich selbst Gedanken über das machen, was man wann wieviel essen möchte und was eher nicht!

Natürlich stellt sich dabei die Frage, ob wir wirklich Dinge wie knusprige Soja-Veggie-Bratwürstchen brauchen…Aber ehrlich gestanden bin ich natürlich froh, dass wir mittlerweile so eine Vielfalt an vegetarischen Produkten haben, die geschmacklich richtig lecker sind und kaum noch an die ,,Pampen“ aus den Anfängen der vegetarischen Ernährung in den frühen 90 er erinnern !

Weil, machmal, von Zeit zu Zeit,… sind solche Soja-Würstchen mit Apfel-Sauerkraut und Veggie-Speck , dazu Kartoffel-Stampf mit etwas Sahne und Röst-Zwiebelchen, mit Paprirka, Salz  und Muskat abgewürzt… schon einfach lecker!

Und viele kritische Stimmen, die laut geworden sind, haben sich im nachhinein doch glücklicherweise als unzureichend recherchiert herausgestellt. Ich hoffe, ich konnte Euch das ein wenig deutlich machen!

Also:

Soja an sich ist, wenn man keine Sojaallergie hat, nicht schädlich,  sondern ein wertvolles Lebensmittel, welches einen sinnvollen Beitrag zur Ernährung durchaus breiter Bevölkerungsgruppen leisten kann. Wünschenswert wäre, dass die Industrie, wenn ich schon geschehen, noch  verantwortungsbewußter bei der Zubereitung umgeht.

Da dies nicht immer der Fall ist, sollte man schauen, woher die Produkte kommen und was noch zugesetzt ist. Dann ist auch für die Umwelt der menschliche Verzehr von Soja weit weniger bedenklich ist, als es oft hingestellt wird.

Dann haben wir ein Nahrungsmittel, welches vielleicht sogar helfen kann, die Massentierhaltung einzudämmen und den Hungersnöten, die leider in weitern Teilen der Erde noch immer anzutreffen sind, durch ein eiweißreiches, gesundes und günstiges Lebensmittel etwas entgegensetzen zu können.

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Gerne auf unserem Tisch gesehen: Ein süß-saurer Salat aus vegetarischen Speckwürfelchen mit gebratenen Zwieben, Rosmarin und Apfelscheiben… Die Zutaten werden einfach mit etwas  neutralem Öl kurz angebraten, als letztes die Rosmarinzweiglein kurz in dem heißen Fett frittiert (dauert nur Sekunden!), dann das ganze mit einer Marinade aus Soja (ich nehme nur wenige Tropfen) und weißen Aceto Balsamico abgelöscht. Zum Schluß mit Salz  (supi-dupi: ein paar Fleur de Sel-Flocken) und Pfeffer abschmecken, fertig! Dazu passen z.B. knusprige Nußbrötchen…

In diesem Sinne, bis bald! Wenn Ihr wollt, lasst Euch den leckeren Salat schmecken, bleibt gesund und fröhlich,

Eure Nessy

Literatur:

Veröffentlicht von

Ich bin jemand, der meist positiv und neugierig durchs Leben spaziert. Mich fasziniert das Alltägliche wie auch das Besondere und ich bin dankbar, mich mit den schönen Dingen des Lebens wie mit meiner Familie, Pferden und Hunden, Natur und Medizin beschäftigen zu dürfen. Ich bin eine kleine Fashionista und schreibe und zeichne gerne .. Diese Themen lebe ich auch auf meinem Blog "happinessygirls" aus... Hello, I´m a girl with lot´s of interests: Not only fashion, beauty and lifestyle but also family, animals, medicine , writing, reading and riding.

23 thoughts on “Wunschthema von Euch! Medizin/Ernährung: Soja

  1. Vegetarische Speckwürfelchen, echt jetzt??
    Das sind Dinge die ich hasse. Ich bin zu 95% Vegetarierin, weil ich Fleisch noch nie mochte. Und Tofu/ Fleischersatz welches dann wie Fleisch schmeckt, weckt bei mir den gleichen Ekel wie Fleisch. Ich mach Tofu am liebsten als Natur Block, gut gewürzt und mit Sojasauce gebraten.

    1. Ja, echt! Aber das fleischige isst eben nicht im geschmack, aber das rauchige, würzige, knusprige. Das peppt vieles auf! Aber ich kan auch deinen Meinung voll und ganz verstehen! Alles Liebe, Nessy

  2. Liebe Nessy erst einmal wünsche ich auch dir eine scchönes neues Jahr. Hoffentliche gehen auch alle deine Wünsche in Erfüllung. Zum Essen muss ich sagen das ich wohl ein Allesfresser bin. Es gibt wenig Speisen die ich nicht mag und ich versuche daruaf zu achten was ich esse. Wenig Fleich, gelegentlich mache ich auch Tofu. Zu schauen was drin ist macht sicherlich Sinn, aber das ist auch immer sehr anstrengend, denn die Einkaufszeit verlängert sich extrem. Das wird etwas besser, wenn man sch immer wieder auf die gleichen Produkte begrenzt, aber lästig ist es trotzdem.
    Herzliche Grüße Petra

  3. Mit diesem Beitrag hast Du Dir viel Mühe gemacht liebe Nessy. Sehr informativ. Ich bin zwar kein Vegetarier. Dennoch finde ich Soja eine gute Alternative (wenn man weiß, was drin ist).

    Liebe Grüße Sabine

    1. Danke Dir, Liebe Sabine! Ja, das finde ich auch! Es ist immer schade, wenn einen eigentlich gute Sache übertrieben negativ dargestellt wird und dadurch in Mißkredit kommt!Alles Liebe, Nessy

  4. wow – das ist ja mal ausführlich! danke für den hinweis auf die inhaltsstoffe, das gilt ja wohl für alles, was man sich so abgepackt einkauft!

    ich denke, wenn man seinen körper kennt, alles in maßen zu sich nimmt und ab und zu den kopf einschaltet, kann nichts schief gehen. ich wurde melkerin, weil ich milch und miclhprodukte liebe, jetzt versuche ich es mal mit soja, weil ich ein neugieriger mensch bin. aber nicht ausschliesslich, denn an allem was einseitig oder übertrieben ist, verliere ich schnell die lust.

    dein artikel passt super zu einem, den ich nächste woche plane. darf ich einen link hierher einbauen?

    liebe grüße
    bärbel ☼

    1. Hallo Bärbel! danke für Deinen guten Kommentar! Das ehrt mich natürlich – kannst Du gerne machen! Da bin ich gespannt, was Du planst… Übrigens könnte man auch gut einen Artikel schreiben,warum man Milch nicht so verunglimpfen sollte. Eine gewisse Mekkerei bezüglich den meisten Nahrungsmittel scheint sich momentan breit zu machen! Natürlich ist es klar, dass man bei jedem Produkt schauen sollte, was drin ist! Aber die Frage der Leserin bezog sich eben genau darauf, ob man Sojaprodukte bedenkenlos essen kann oder nicht! Und da ist der entscheidende Punkt der, dass man schaun muß, woher das Zeugs kommt und was sonst noch drin ist… Und entscheidend für den Geschmack ist auch die Zubereitung/Verarbeitung. Soja an sich schmeckt – ehrlich gesagt – nach nicht viel. Höchstens vielleicht ein wenig nach Pappe. Aber mit ein wenig Raffinesse wird etwas richtig Leckeres daraus. Aber ich denke, das wirst Du selbst feststellen!Alles Liebe, Nessy

  5. Toller Artikel! Ich ernähre mich vegetarisch, esse allerdings nur selten Sojaprodukte. Ab und zu nehme ich Tofu für asiatische Gerichte 🙂

    Liebe Grüße!

    1. Danke für die ,,Blumen“! Klar, man kann sich auch ohne Soja vegetarisch ernähren! Wichtig ist halt, genügend Eiweiß, Calcium, Folsäure, Eisen und Vitamin B12 zu sich zu nehmen! Alles Liebe, Nessy

  6. Liebe Dr. Nessy, natürlicherweise interessiere ich mich sehr für Lebensmittel und habe da auch meine Entdeckungen gemacht, zum Beispiel viel mehr Grundprodukte zu kaufen und selber zu verarbeiten und natürlich der Leitsatz, „je weniger in der Zutatenliste steht, desto besser ist das Produkt!“ Ich habe mir in jedem Lebensmittelladen die speziellen veganen und vegetarischen Produktregale angesehen (hat Wochen gedauert) und fast alle Artikel in die Hand genommen. Dabei sind mir gewaltige Ubnterschiede aufgefallen. Sind es keine „Nachmacherprodukte“ wie Würstchen und Co. sind es durchaus ordentliche Lebensmittel, erst wenn diese Speisen dem Üblichen nachgebaut werden kommen erhebliche Zusatzstoffe zum Einsatz, darunter leider auch sehr viel Fett in Form von Palmöl, was nicht nur sehr billig ist, sondern auch extrem umweltbelastend und natürlich ist so viel Fett ebenfalls nicht gesund.Ich kann also auch nur jedem raten sich seine bevorzugten Produkte wenigstens einmal genau anzuschauen, bevor es dauerhaft im eigenen Kühlschrank landet. Vegane und vegetarische Kost war über Jahrhunderte die normale Ernährung der Bevölkerung, deshalb nannte man die Gicht auch „Reichenkrankheit“, weil man den Zusammenhang zwischen zu viel tierischen Produkten noch nicht herstellte (natürlich gerne in Verbindung mit Alkohol). Selbst in meiner Kindheit war es noch nicht normal jeden Tag Fleisch, Wurst und Käse zu essen, während meine Großeltern all diesen Gelüsten täglich frönten (bei erheblich höherer körperlicher Betätigung als heute), durch die vielen mageren Jahre während und nach dem zweiten Weltkrieg. Das Problem der Zusatzstoffe ist natürlich nicht auf vegetarische oder vegane Produkte beschränkt, denn selbst Nutella besteht zu 30 Prozent aus billigem Palmöl, warum es auch keinen Platz mehr bei uns findet. Danke für Deinen klasse Beitrag, den ich sehr gerne teile!

    1. Danke lieber Arno für dein dickes Lob und für deine guten Ergänzungen! Auch bei den weiterverarbeiteten Sojaprodukten gibt es natürlich ,,solche und solche“. Der Vorteil von ihnen ist neben der Abwechslung auf dem Tisch, dass sie tatsächlich oft einen leckeren, herzhaften Geschmack haben, der sich gut mit z.B. Gemüse verbindet und gerade bei den Herren der Schöpfung oder den Kiddys regen Zuspruch findet. Wobei ich natürlich Soja auch selber geschmacklich aufpeppen kann… Dabei schnipple ich es schon so, wie ich es brauche, damit die Oberfläche möglichst groß wird und lege es über Nacht in einen (anfangs noch warmen) Sud z.B. mit Gemüsebrühe aus Zwiebel, Sellerie, Möhren, Gewürzepaprika, Pfeffer) Lobeerblätter, Raucharoma (den Luxus gönne ich mir!), nach Geschmack einen kleinen Schuß Aceto Balsamico…. Sojastücke in den warmen Sud geben, dann einfach über Nacht darin liegen lassen. Am nächsten Tag weiterterverarbeiten, z.B. als ,,Gulasch“, ,,Filet“ oder Schnitzel. Besser als ,,normales“ Soja finde ich das mit dem Rauchroma. Aber das ist natürlich Geschmacksache! Ich muß jetzt auch verstärkt bei Euch linsen – da gibt es ja viele Möglichkeiten – wie so oft im Leben! Herzliche Grüße, Nessy

  7. OMG….vergesst bei all den im Text vorkommenden Bedenken betreffend die Weiterverarbeitung dieses Lebensmittels nicht, wie sehr Sojafelder von den anbauenden Bauern mit Unkrautvernichtungsmitteln „niedergespritzt“ werden….ich lebe direkt neben so einem Feld u sehe das voller Entsetzen mit eigenen Augen jedes Jahr. Mindestens so schlimm wie bei Tee aus den sog. Entwicklungsländern ohne hohe Umweltstandards oder die Massentierhaltung in unseren Breiten.
    Und Soja aus biologischem Anbau gibt es kaum…..in Asien schon gar nicht!!! Und die gesteigerte Nachfrage trägt das ihre dazu bei…
    Aber jeder wie er glaubt….ich wage zu behaupten, dass Veganer keinesfalls gesünder leben als Menschen, die auf die Herkunft ihrer Lebensmittel – und dazu gehört auch ein gutes Stück Fleisch aus der Region – achten, so weit das möglich ist.
    LG
    Annemarie

    1. Liebe Annemarie! Danke für Deinen Beitrag! Hast Du Dich eingehend mit Pestiziden auseinandergesetzt und weißt, was da versprüht wird? Weißt Du eine Alternative? Mit dem erhobenen Zeigefinger bist Du ja schnell dabei! Auch ich baue, wenn auch wenig, Lebensmittel an und kenne Leute persönlich, die das in größerem Rahmen tun und leider ist es so, dass auch Biobauern gewisse, allerdings geprüfte, wenn auch nicht 100% harmlose Substanzen einsetzen müssen, da sie sonst leider nichts produzieren können! Die Ernte wächst nicht, wird aufgefressen oder geht aufgrund Krankheiten kaputt. Das ist in unserem gestörten Ökossytem leider in den meisten Fällen (nicht immer) so! Auch bei der Fleckviehhaltung lohnt es sich, etwas genauer hinzusehen. Die Fütterung auch in unseren Breiten erfolgt mit einer Mischung aus Sojaschrot und anderen Rückständen der Ölgewinnung. Tiere zur Fleischgewinnung (meist männliche Tiere) werden kurz nach der Geburt ihrer Mutter weggenommen und während der Mast in ihrem kurzen Leben meist auf einer Stelle im Stall angebunden, erhalten Medikamente gegen Infektionen und anderes (die Du praktischerweise gleich mitessen darfst) bis sie in Schlachttransporten mit Elektroschocks auf einen Lastwagen verbracht werden, damit sie dann unter für das Tier grausamen Bedingungen umgebracht werden. Auf die Weide kommen sie sehr selten. Wenn, ist das natürlich sehr begrüßenswert. Fest steht aber, dass sie die meiste Zeit trotzdem eingepfercht und entgegen ihrer Natur verbringen! Auch die Verordungen für ,,Biofleisch“ sind keineswegs so, dass die Bedingungen wesentlich besser sind! Denn die Empfindungen dieser gutmütigen Lebewesen, mit denen ich mich in meiner Kindheit sehr oft befaßt habe, bleiben völlig außen vor. Kühe haben Vorlieben, Abneigungen und ein soziales Leben und leiden furchtbar wenn der Mensch ihnen Qualen antut! Das Gleiche, oft aber noch schlimmer gilt für die Schweinehaltung! Von Geflügelfarmen rede ich nicht, da diese Tiere nicht ganz so intelligent sind, aber leiden tun auch sie! Ich verstehe nicht, wieso der Mensch soviel Leid produziert, wenn es doch auch, recht einfach sogar, anders ginge! Das ist ,,Dein ordendliches Stück“ Fleisch! Und das sind Tatsachen!
      So, trotzdem habe ich eigentlich nichts gegen Fleischesser, weil jeder Mensch seine Gründe hat, für das was er tut und es in erster Linie vor sich selbst verantworten muß. Zum zweiten bin ich kein Verfechter des Veganertums, weil man sich sehr sorgfältig ernähren muß, um keine Mangelerscheinungen zu bekommen. Wer das aber tut, kann sehr wohl sehr gesund durch das Leben spazieren. Und damit wären wir beim wichtigsten Punkt! Es ist nie alles 100% gut! Man muß deshalb abwägen, wie man sich ernähren möchte und was einem wichtig ist! Und sich Vor- und Nachteile seiner Ernährung aufgrund von Fakten überlegen. Und deshalb informiere ich hier dementsprechend. Wenn Du also genau die Haltungsbedingungen Deiner Region kennst und Dich eingehend zu den versprühten Substanzen auseinandergesetzt hast, ist das toll und sicherlich ein richtiger Ansatz, um uns weiter in eine wünschenswerte Richtung zu bringen! Alles Liebe und auch Dir noch ein glüclkliches neues Jahr, Nessy

      1. Da missversteht du was….ich bin nicht mit erhobenem Zeigefinger dabei, sondern wollte nur zum Ausdruck bringen, dass leider auch fast alle pflanzlichen Alternativen als Eiweißlieferanten zu Fleisch eine Belastung für unsere völlig aus dem Lot geratene Umwelt sind.
        Schuld ist immer der Mensch in seiner Gier! Auch ich kann dieses globale Problem nicht lösen, ich kann nur durch mein Kauf- und Konsumverhalten einen kleinen Beitrag leisten.
        Es ist erschreckend, was mit unserer schönen Erde passiert ist und glaube mir, ich bin Kämpferin für artgerechte Tierhaltung, Umweltschutz etc.
        Ich wollte dir keinesfalls zu nahe treten, doch ich kenne mich (leider) auch aus, keine Sorge.
        Alles Liebe weiterhin.
        Annemarie

      2. Liebe Annemarie! Schön, dass Du noch einmal geantwortet hast! Bei dem, was Du nun geschrieben hast, kann ich Dir voll und ganz beipflichten! Wobei ich nicht einmal von ,,Schuld“ reden möchte! Sicherlich gibt es Verantwortliche, die unethisch handeln! Wenn ich aber meine Familie mit 40 Euro in der Woche durchbringen müsste, wäre es mir zuerst einmal nicht soo furchtbar wichtig, wie mein Essen produziert würde, Hauptsache meine Familie müsste nicht verhungern! Das eigentliche Hauptprobem liegt aber auch darin, dass viele Menschen Welt verrohen, weil sie vielleicht selbst Schlimmes erlebt haben! Wenn(Nächsten-)Liebe, Zuversicht und zielgerichtetes Denken die Oberhand gewinnen würden, wäre wahrscheinlich auch unserem Planet schnell geholfen!
        Leider gibt es für nichts Patentlösungen!
        Herzliche Grüße, Nessy

  8. Hi Nessy,
    danke! Ich habe mir über Soja jetzt noch gar nie so den Kopf zerbrochen 🙂 Denn ich bin zwar kein Vegatarier, aber esse doch eher wenig Fleisch und Wurst – aus dem einfachen Grund, weil es mir nicht so sonderlich gut schmeckt. Ich mag einfach lieber Gemüse und auch Milchprodukte und deswegen habe ich auch vermutlich nicht so das Verlangen nach „Ersatzprodukten“. Auf jeden Fall eine tolle Zusammenstellung zum Thema, nochmal danke für Deine Mühe und Deinen Sach- und Fachverstand.
    Liebe Grüße, Rena
    http://www.dressedwithsoul.com

  9. Hallo,
    danke für den Artikel, den ich mir gewünscht hatte!:)
    Das Thema ist so viel interessanter (und einfacher zu verstehen ;)), als sich durch tausende Internetseiten „durchzufressen“ und am Ende ein noch größeres Fragezeichen zu haben, was die Gesundheit von Soja angeht, als vorher. Ich werde jetzt versuchen, anstelle von Fleisch mal die Soja-Produkte-Ecke im DM zu plündern und bin gespannt! LG,
    Martha

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