Medizin: Homöopathie – Fakten und Meinungen…

Hallo Ihr Lieben,

img_2247-1heute komme ich einmal auf ein Thema zu sprechen, über das ich mich immer wieder wundere. Warum? Weil die Fakten eigentlich klar sind. Informationen verschiedenster Art kreisen zwar im Internet umher, aber auf der anderen Seite benötigt man doch nur den gesunden Menschenverstand, um diese Strömung der Medizin, der sogenannten Homöopathie, die sich seit Jahrhunderten durch alle Gesellschaftsgruppen hindurch heute immer noch größter Beliebtheit erfreut, als das zu sehen, was sie ist: Ein Mißverständnis der biochemischen Vorgänge des menschlichen Körpers, das bisher niemanden  groß geschadet hat und das sich hartnäckig hält! Und dies war seinerzeit – und ist es manchmal auch heute noch – für den Menschen von größerem Nutzen als die vermeintlich ,,richtige“ Diagnose und Behandlung. Zudem schätzen die Menschen das Gefühl, nicht auf seine Krankheit reduziert zu werden und ein Grundsatz dieser Lehre ist eben auch, die Psyche mit einzubeziehen. Und immer, wenn jemand menschliche Zuwendung erhält – und sei es nur in Form der relativ genauen Erkundigung nach seinem Befinden – wird das als positiv und richtig gesehen! Zumal dann, wenn dem gegenüber eine oft auch als ein wenig ,,herzlose“ empfundene, schnelle, zuweilen auch unfreundliche Schulmedizin steht!

So erfreut sich die Homöopathie also auch heute noch und gerade wieder großer Beliebtheit. Ehrlich gesagt, zieht es mir aber doch die Schuhe aus, wenn ich lese, dass deren Wirkung als ,,der Durchbruch der Medizin ohne Nebenwirkungen “ immer wieder in einschlägigen Heftchen, die mindestens einmal wöchentlich unaufgefordert in unseren Briefkasten landen, bezeichnet wird.

Einsatz der Homöopathie am Beispiel der Geburtshilfe

Schwangerschaft.jpgAuch in den Kliniken gelangen  heute noch die kleinen, mit Wasser/Alkohol getränkten MiIchzucker-Kügelchen oder Tropfen, die oft nicht einmal ein einziges Molekül  mehr ihrer ursprünglicher Wirksubstanz enthalten, zur Anwendung! Zu bequem, ja verlockend ist es, den Patienten, selbstverständlich nur auf deren ausdrücklichen Wunsch hin, zum Beispiel alle 4 Stunden 4 Kügelchen Nux vomica zukommen zu lassen, um dieser blöden Schwangerschaftsübelkeit wenigstens etwas entgegensetzen zu können! Auch ich habe sie am eigenen Leib erfahren müssen und kann mit Sicherheit sagen, dass diese Beschwerden im ersten Schwangerschaftsdrittel, die bei vielen Schwangeren wie aus dem Nichts mit Übelkeit und Schlappheit den Alltag oft fast unerträglich machen, keine Einbildung sind! Leider ist probate Hilfe relativ schwierig, da alles was hilft, sich auch auf das Ungeborene auswirken könnte. Von der besten Medizin überhaupt, die auch noch völlig kostenlos ist, der Zeit, einmal abgesehen! In den allermeisten Fällen ist die Schwangerschaftskötzelei nämlich nach 3 Monaten vorbei. Dann beginnt der schöne Teil der Schwangerschaft, das Bäuchlein fängt an zu wachsen und das Nest mit vielen wunderschönen, süßen Babysachen, die entdeckt werden wollen, wird gebaut… Die Übelkeit ist vergessen.

Aber zurück zur Homöopathie. Der nächste große Einsatz wartet dann bei der Geburt. Auch die Hebammen lieben sie, ist ihnen doch nicht erlaubt, harte Schmerzmittel ohne Anweisung des Arztes zu verabreichen. Da gibt es dann Kügelchen zum besseren Geburtsfortschritt, für die Psyche oder auch, wenn die Wehen schon ein wenig wehtun. Man hat das Gefühl, man steht dem Ganzen nicht ganz so hilflos gegenüber, was oft sehr erleichternd wirken kann… Für beide Parteien! So weit, so gut. Das Spektrum der Homöopathie reicht natürlich noch wesentlich weiter, wie wir uns vorstellen können. Aber es gibt einen guten Grund, warum viele Krankenkassen sich bis heute weigern, die Kosten zu übernehmen, obwohl diese, wenn man vom reinen Materialwert ausgeht, ziemlich gering sind!

Was ist denn ein homöopathisches Medikament überhaupt?

unnamed-29Das wissen die meisten von Euch wahrscheinlich, trotzdem noch einmal in Kürze das Wichtigste: Der Ansatz eines gewissen  deutschen Arztes Samuel Hahnemann 1755-1843 geht von der Vorstellung aus, dass Gleiches mit Gleichem geheilt wird (similia similibus curentur)Löst ein Wirkstoff z.B. bei einem Gesunden Fieber aus, so heilt es hoch vedünnt, bei einem, der Fieber hat, dieses. Dabei wird zudem die Psyche berücksichtigt, was für sich gesehen, ja sinnvoll ist.

Die Herstellung der Arzneien indes ist schnell erzählt. Anfänglich verdünnte Hahnemann die Wirkstoffe noch 1:100 oder 1:1000 durch Verschüttelung mit Wasser oder Ethanol, weil sie in ihrer Ursprungsform natürlich viel zu giftig waren, als dass an sie hätte anwenden können, ohne den Patienten damit umzubringen.

Später verdünnte er immer höher. Potenzen von z.B. D8 waren keine Seltenheit mehr. Dies bedeutet,  dass die Ausgangssubstanz 1:10 verdünnt wird, dazu geschüttelt und ,,geschlagen“. Der ganze Vorgang wird entsprechend der Potenz wiederholt.  Der Ausgangs-Wirkstoff ist dann kaum noch vorhanden. Hahnemann stellte sich  vor, dass durch die ,,Behandlung“ die ,,Informationen“ , die ,,geistige Kraft“, das ,,innere Wesen“ der Ausgangssubstanz noch im Lösungsmittel (Ethanol oder Wasser) vorhanden seien.

Denkmodell zur Homöopathie

Ich stelle mir nun vor, ich wasche an der einen Seite des Bodensees meine Kaffee-Thermoskanne aus. Nun ist der Bodensee ja tüchtig in Bewegung. Das Wasser wird also quasi schon auch ,,verschüttelt und geschlagen„. Eine Woche später schwimmt an der anderen ein Kind und verschluckt aus Versehen ein bißchen Wasser! Promt würde es gleich gegen Bluthochdruck, Hyperaktivität, innere Unruhe (eben das Gegenteil von dem, was passiert, wenn man Kaffee trinkt) behandelt. Ähh – nehmen wir einfach ´mal an!

Nun geht der Gedankengang weiter. Was ist unserem Wasser im Laufe seines langen Daseins nicht schon alles passiert! Und mit wieviel Stoffen ist es schon in Berührung gekommen! Zum Beispiel war es vielleicht mal Urin… Okay, das müssen wir jetzt nicht unbedingt verfolgen. Aber faktisch ist es doch einfach so, dass in ein homöopathisches Medikament eine Mischung aus vielen Stoffen unterschiedlichster Potenzen ist. Sogar in reinem, destilliertem Wasser sind immer noch einzelne Moleküle anderer Substanzen vorhanden…

StudienlageApotheke, Png, Freigestellt, Gesundheit

Der Beweis der Wirkung konnte, einfach nie eindeutig erbracht werden, obwohl man sich redlich abgemüht hat! Jedenfalls sind alle Studien, die ich bis jetzt in die Finger bekommen habe, dazu nicht in der Lage gewesen. Allerdings kommt dabei das alte Problem zum Tragen, dass allein schon die Beurteilung der Studien schwierig ist! Zu komplex ist die Heilung, als dass man sie auf die Wirkung eines Medikamentes beschränken könnte…

Wenn Ihr Euch wirklich für das Thema interessiert, werft gerne einmal selbst einen Blick in die großen Studien zu dem Thema… Ich habe einmal zwei der größten Studien (Metaanalysen, die mehrere Studien vergleichen), heraus gesucht.

1.) Shang A, Huwiler-Müntener K, Nartey L, Jüni P, Dörig S, Sterne JA, Pewsner D, Egger M: Are the clinical effects of homoeopathy placebo effects? Comparative study of placebo-controlled trials of homoeopathy and allopathy. Lancet  2005 Aug 27-Sep 2;366(9487):726-32 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16125589

Hier wurden 110 Studien zur Homöopathie mit 110 ähnlichen (gematchten) Studien zur Schulmedizin verglichen. Das endgültige Ergebnis der Analyse beruhte dann aber nur auf auf 8 Studien zur Homöopathie und 6 Studien zur Schulmedizin, die den strengen wissenschaftlichen Anforderungen zum Vergleich genügten. Bei diesen war die Behandlung mit der konventionellen Medizin  der Placebobehandlung eindeutig überlegen, die homöopathische Behandlung nicht ... Die teilweisen Erfolge der homöopathischen Studien bei denen, die nicht in die Endbeurteilung mit einflossen, wurden mit methodischen Schwächen und anderen verzerrenden Einflüssen erklärt. Der Herausgeber postulierte, dass diese Studie „das Ende der Homöopathie“ markiere.

2.) Linde K, Clausius N, Ramirez G, Melchart D, Eitel F, Hedges LV, Jonas WB: Are the clinical effects of homeopathy placebo effects? A meta-analysis of placebo-controlled trials. Lancet. 1997;350(9081):834-43.  http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9310601

Hier zeigte sich, dass die Resultate der Metaanalyse von 89 Studien darauf hindeuteten, dass ein Effekt über den Placeboeffekt hinaus bei der Behandlung mit homöopathischen  Medikamenten vorhanden sein könnte. Jedoch waren die Ergebnisse nicht eindeutig, sodaß weitere Untersuchungen gefordert wurden... Bei weiteren Untersuchungen fanden die Autoren dann, dass Studien geringerer Qualität bessere Ergebnisse für die homöopathische Behandlung zeigten als Studien mit strengen Kriterien. Linde räumte daher ein, dass die damalige Schlussfolgerung so nicht haltbar sei und die Metaanalyse die Effekte zumindest deutlich überschätzt haben dürfte.

Was, ihr kennt 100, ja 1000 Studien ,,richtige“ Studien? Aber bitteschön, schickt mir bitte eine Orginalveröffentlichung mit mindestens n=100 (das sind die Fallzahlen), die doppelblind durchgeführt wurde (d.h. dass weder Proband noch Arzt wußten, ob sie das Scheinmedikament ohne Wirkung oder das zu prüfende Medikament verabreicht haben), mit signifikanten Ergebnissen, die keine ,,Haken“ haben, dann werde ich diesen Artikel gerne umschreiben!

Meine Meinungsbildung in Sachen Homöopathie

Okaaaay, dachte ich mir im Studium. Irgendwann war man der festen Meinung, die Erde sei eine Scheibe. Kann ich nachvollziehen. Gut, wenn man am Meer sitzt und den Horizont ansieht, vermag man eine minimale Krümmung wahrzunehmen… Aber wenn man von Anziehungskraft keine Ahnung hat, muß man aufgrund seiner Erfahrung annehmen, dass man ja, wenn die Erde eine Kugel wäre, herunterfallen würde. Oder so irgendwie… Der gesunde Menschenverstand muß also allem, auch wenn es erst einmal abwegig scheint, eine Chance geben! Was hat Hahnemann sich denn also dabei gedacht?

Der Chinarindenversuch

Hahnemann machte sich zweifelsone viele Gedanken, auch wenn sein Problem war, dass die Medizin jener Zeit kaum um biochemische Zusammenhänge wusste… An dieser Stelle liest man immer wieder über seinen Eigenversuch mit Chinarinde, die ja, wie schon damals bekannt war, zur Behandlung von Malaria eingesetzt wurde. Er nahm sie also, in vermeintlich gesundem Zustand, ein. Daraufhin  entwickelte  er nun tatsächlich  Symptome wie bei der Malaria … worauf er seine Theorien stützte. Nun wurde dieser Versuch sehr oft nachgemacht, allerdings konnte man diese malariähnlichen Symptome, abgesehen von Magenbeschwerden, nie auslösen! Es wurde postuliert, dass er vielleicht gegen Chinarinde allergisch reagiert hatte… oder aber tatsächlich an Malaria oder einer ähnlichen Krankheit gelitten hatte. Vielleicht war aber auch die macht seiner Selbst-Suggestion so hoch, dass es diese Symptome aus dem Unterbewußtsein heraus entwickelte … letztendlich weiß man nicht, was der Auslöser war…

Diskussion mit einem Homöopathen an der Uni Homburg in den späten 90 er Jahren

Da sich unter uns Studenten erbitterte Lager zu dem Thema gebildet hatten, luden wir hochrangige Vertreter der Schulmedizin und Homöopathie zu einer Talk-Runde ein. Der ,,Audi Max“, der größte zur Verfügung stehende Hörsaal auf dem Universitäts-Campus war zum Bersten voll, sodaß sich sogar davor Trauben von Menschen gebildet hatten, die nicht mehr hinein passten… Blöd, dass wir keinen Eintritt verlangt hatten, das hätte unsere Studentenkasse gut aufgewertet! Leider ist es auch zu lange her, um mich an die Namen der Redner zu erinnern, aber trotzdem will ich Euch diese Begegnung nicht vorenthalten!  Ich fragte also den Ober-Homöopathen, wie das denn nun mit der Information des Wassers aus dem Wasserhahn sei? Das war ja aller Wahrscheinlichkeit nach ein wildes Konvolut an verdünnten Stoffen… Milde lächelnd meinte er, Information könne auch wieder gelöscht werden, wenn neue dazu käme! Aha! Und nach welchen Kriterien funktioniert das Wasser-Gedächtnis? Er sah mich mitleidig an und meinte: So könne man das eben nicht sehen, da würden sehr viele Sachen mit hineinspielen. Aber man hätte spezielle Muster nachgewiesen. Und wenn man zum Beispiel das Wasser anschreie, würde sich das Muster ändern – das sei bewiesen! Wow! Hoffentlich hat sich dann nicht gerade jemand  bei meinem Thermoskannen-Versuch am Bodenseeufer gestritten! Sonst wäre das Wasser ja quasi giftig geworden! Aber das ließ der ,,Fachmann“ dieser Leere Lehre so nicht gelten. Nein, nein, nein! Wasser an sich könne niemals böse sein… Aha! Das sei ja gerade das Tolle! Homöopathische Arznei hätte absolut keine Nebenwirkungen! Also wie jetzt? Wirkung ja, Nebenwirkung nein? Der ,,Geist“ des Wassers kann das also unterscheiden? Irgendwie schien mir das Ganze immer weniger schlüssig, so sehr ich auch bemüht war, mein offenes Ohr für den Homöopathen zu bewahren…

Im 19. Jahrhundert war die Homöopathie  die ungefährlichste Behandlungsweise

Natürlich ist es richtig, dass die homöopathischen Medikamente (je nach Konzentration) kaum  Nebenwirkungen haben, weil sie ja eben kaum relevante Wirkstoffmengen enthalten, bzw. von den meisten Stoffen in fast allen Flüssigkeiten einzelne Moleküle herumschwirren. Und das ist meiner Meinung nach letztendlich auch für den Erfolg dieser Arzneigruppe verantwortlich. Gerade zu Hahnemanns Zeiten, in der den Patienten als ,,Allheilmittel“ Blut abgezapft wurde, bis sie an Anämie starben, unter unhygienischen Bedingungen eine Chirurgie praktiziert wurde, die heutzutage selbst in Schlachtereien nicht mehr durchgehen würde… Klistiere mit seltsamsten Zutaten kamen zur Anwendung…Mit anderen Worten: Ärztliche Behandlungen waren hochgefährlich. Ein Hahnemann´sche Behandlung mit seiner ,,sanften“ Medizin und das ganzheitliche Betrachtungsbild waren dahingehend eine Wohltat, die den Patienten zumindest Ruhe und Zeit zum Genesen ließen…

Probleme der Nachweisbarkeit der Wirkung  homöopathischer Medikamente (siehe auch ,,Studienlage“)

Aber kommen wir zurück zu der Veranstaltung an unserer Universität. Während der Professor  der Schulmedizin eine Studie nach der anderen mit Power Point an die Wand knallte, die die Unwirksamkeit der Homöopathie eindeutig belegten, tat sich unser feingeistiger Alternativ-Mediziner etwas schwerer. Immerhin 3 Studien schafften es an die Wand… Bei der ersten ging es um Schweine. Dabei haperte es schon dabei, dass die Homöopathiegruppe in Offenstallhaltung gehalten wurde und Natur-Futter bekam, die Vergleichsgruppe jedoch in Massentierhaltung… Ratet mal, welche gesünder waren?

Bei der zweiten Studie wurde die Veränderung des Wassers vor und nach der Schüttelei gezeigt. Ganz klein war gedruckt, was sich eigentlich veränderte… es war die Anzahl der Wasserstoff – Sauerstoffbrücken. Eigentlich klar, wenn man an der Luft schüttelt, dass das Wasser mit der Luft interagiert… deshalb kann man in meinen Augen noch keine Information herauslesen…

Als letztes  zeigte der nette Herr schöne Fotografien von Wasser in einer Art Kristalle, die mikroskopisch entstanden waren, während man freundlich mit ihm gesprochen hatte… Hüstel…

Soviel dazu… Tatsächlich hatten nach der Veranstaltung viele Studenten die Lager gewechselt. schon ein wenig desillusioniert von dem schönen Traum der natürlichen, sanften, nebenwirkungsfreien Medizin…

FAZIT

Sicher werden einige nun einwenden, dass das ja alles gut und schön sei, sie Homöopathie schon seit Ewigkeiten anwenden würden und es einfach manchmal eine gute Wirkung habe… Und genau das ist der Punkt, an dem ich mir überlege, ob ich sie bei Patienten, die einen Draht zu so einer Art der Behandlung haben,  anwenden soll! Helfe ich den Patienten mit so einer Medizin?  Man muß doch schließlich nicht immer alles erklären können, frei nach meinem Grundsatz: ,,Wer heilt, hat recht!“ Aber wäre es nicht besser, sie in solchen Grenzsituationen, bei denen man aus welchen Gründen auch immer, keine konventionellen Medikamente anwenden möchte, mit gut verträglicher Phytotherapie (Pflanzliche Arznei) zu behandeln, bei der zumindest eine Wirkung möglich ist? Auch Akupunktur bietet sich an und da habe ich selbst schon sehr gute Wirkungen erzielt!

In diesem Sinne, lasst Euch nicht unterkriegen und überlegt Euch in jedem Fall kritisch, was bei Krankheiten  den Weg in Euren Körper finden darf und was nicht! Informiert Euch ruhig über meinen Artikel hinaus und schaut auch einmal nach den Orginal-Studien und Schriften!                                                                                                                                                             Ihr werdet feststellen, wie obskur viele Dinge aus heutiger Sicht klingen und wie oft selbst Hahnemann  seine Meinung geändert hat. Als er sah, dass er seine Lehre mit wissenschaftlichen Argumenten nicht mehr halten konnte, verwies er immer öfter auf eine ,,innere geistige Kraft“, die die Heilung bei entsprechender Stimulation vorantreiben würde… Aber an dieser Stelle möchte ich auch enden!img_8193

Lasst Euch von den trüben Tagen nicht unterkriegen, denkt an die Grippeimpfung (höchste Zeit!), Spirulina, Maca und Chiasamen, die ein wenig Pep in die Ernährung bringen können…

Euer stets kritischer Geist Nessy

Verfasst von

Ich bin jemand, der meist positiv und neugierig durchs Leben spaziert. Mich fasziniert das Alltägliche wie auch das Besondere und ich bin dankbar, mich mit den schönen Dingen des Lebens wie mit meiner Familie, Pferden und Hunden, Natur und Medizin beschäftigen zu dürfen. Ich bin eine kleine Fashionista und schreibe und zeichne gerne .. Diese Themen lebe ich auch auf meinem Blog ,,Salutary Style" aus... Hello, I´m a girl with lot´s of interests: Not only fashion, beauty and lifestyle but also family, animals, medicine , writing, reading and riding.

16 Kommentare zu „Medizin: Homöopathie – Fakten und Meinungen…

  1. Oh so wahre Worte. Unterschreibe ich. Phytotherapie ist schon eher wirksam aber auch nicht unbedingt ohne Nebenwirkungen. Wie sagt man so schön “ Der Glaube kann Berge versetzen“. Das wird das Geheimnis sein.
    Gelomxxxtol kann Gallensteine bewegen. Seither habe ich Heiden Respekt davor :))
    Schönen Abend, liebe Grüße Tina

  2. Hmm.. ich denke den psychischen Aspekt sollte man nicht unterschätzen. Meine Mutter ist ausgebildete Apothekenhelferin (also etwas das was sich heutzutage PTA nennt) und außerdem Anhängerin der Homöopathie. Als ich klein war ist sie mit mir oft zu einem Homöopathen gegangen. Dort war es normal, dass man 3 Stunden und länger im Wartezimmer saß, weil er so enorm viele Patienten hatte. Und warum wollten die alle zu ihm? Damals als Kind habe ich das natürlich als normal hingenommen, aber rückblickend denke ich, die Leute kamen, weil der Mann einfach toll war: Er war immer freundlich, nahm sich Zeit für die Patienten, gab Ratschläge die über das Verschreiben von Kügelchen hinausgingen. Somit bildete er sicherlich einen angenehmen Kontrast zu vielen Schulmedizinern, die – zumindest damals noch- ihre Patienten eher „von oben herab“ behandelten.
    Ich kann mir gut vorstellen, dass, wenn man sich so aufgehoben und gut beraten fühlt, dies auch einen Einfluß auf die Wirkung eines Medikaments hat, einfach weil man daran glaubt. (Placebo-Effekt)
    Heute nehme ich ab und zu noch was homöopathisches bei Erkältung: Nach dem Motto „Kann ja nicht schaden“. Bei ernsteren Dingen würde ich mich sicherlich nicht darauf verlassen.

    1. Da bin ich ganz bei Dir! Diese Sichtweise finde ich absolut in Ordnung! Die Homöopathen geben sich oft sehr viel Mühe mit den Patienten. Nur finde ich es blöd, dass dann eben eine nachgewiesen unwirksame Medizin eingesetzt wird. Zumal es sehr gut wirksame Phytotherapie gibt, die man auch einsetzen kann. Natürlich ist ,,Homöopathie“ schicker als Placebo, aber für mich persönlich als Patient möchte ich nicht ,,veräppelt “ werden, sondern eben aufgeklärt. Würde man die Fakten auf den Tisch legen und Borniertheit, Neid und sonstige Spielchen außen vor lassen, könnte man endlich eine vernünftige Medizin etablieren. Berufsstand der Homöopathen würde ich als ,,Ganzheitlich (holistisch) denkende Alternativmediziner“ oder so ähnlich umbenenennen und auch in ihrer Ausbildung mehr auf Fakten denn auf Glauben setzen, wobei ich sagen muß, dass die Grundlagen der Medizin und geschichtliche Hintergründe nicht schlecht vermittelt werden und im Gegenteil viel auf Beobachtungsgabe gesetzt wird, was ich persönlich sehr wichtig finde. Übrigen tut es mir sehr leid, dass ich Dir erst jetzt antworte, aber Dein sehr wertvoller Beitrag war leider im Spam-Ordner verschollen! Alles Liebe, Nessy

  3. Sehr witzig geschrieben und nein, viele Sachverhalte kannte ich nicht. Allerdings bin ich auch nie davon ausgegangen, dass man Krankheiten wegreden kann oder durch handauflegen heilt. Bin ich wirklich mal krank will ich auch echte Medikamente, ansonsten passe ich mich dem Befinden meines Körpers an, bevor ich beginne Tabletten zu schlucken. Mit der Erde als Scheibe ist ein gutes Beispiel, denn erst in den 1990 Jahren gab die Katholische Kirche zu, sich diesbezüglich geirrt zu haben. Du siehst also liebe Dr. Nessy, manche Dinge brauchen ewig bevor sie akzeptiert werden können. Wäre ich ein junger Arzt, würde ich meinen Patienten diesen Unfug versuchen auszureden, aber in meinem Alter wäre mir wichtiger der Patient fühlt sich besser und bisse mir lieber auf die Zunge. Ich bin aber sehr sicher, dass Du immer die richtige Wahl triffst. Ich wünsche Dir eine angenehme Restwoche!

    1. Danke Dir, Lieber Arno! Tatsächlich ist die Suggestion sehr wirkungsvoll. Da ist mir ein Experiment im Kopf, bei dem man die Immunabwehr nach einem fröhlichen und nach einem traurigen Film gemessen hat – das Ergebnis war wirklich signifikant. Es empfielt sich also, zusätzlich, wenn eine Erkältung hat, lustige Filme zu gucken… Das ist dach mal echte Medizin…Alles Liebe, Nessy

  4. Akkupunktur, Homöopathie, Hand auflegen – eigentlich alles das gleiche und trotzdem kann es funktionieren.

    Meine liebste Studie, die ich gelesen habe und gerne erzähle, ist die von einer Knie-OP. Bei der Hälfte der Patienten haben sie nur das Knie aufgeschnitten und wieder zugenäht und die andere Hälfte haben sie richtig operiert. Und das Ergebnis der Studie? Auch bei sehr vielen, die nicht richtig operiert wurden, heilte das kranke Knie.

    Und genau das ist auch mein Lebensmotto, alles kann funktionieren, muss aber nicht.

    Es ist unglaublich, was alles möglich und unmöglich ist. Ich empfinde bei solchen Methoden, die fernab der Schulmedizin sind, den zeitlichen und menschlichen Faktor enorm wichtig. Aber auch die Schulmedizin macht dahin gehend Fortschritte. Wie gut tat mir die Hand vom Doktor, die er mir kurz auf den Arm legte, als es mir nach einer OP schlecht ging. Anteilnahme, Verständnis, Zuhören – das ist so wichtig und sei es nur ein kurzer Augenblick. Das hilft den Patienten auch, seine eigenen Selbstheilungskräfte zu mobilisieren.

    Nach einer OP wurde mir einmal ein Beinnerv stark verletzt und das Bein war gelähmt, ich konnte nicht mehr laufen. Aber irgendwie bin ich immer davon ausgegangen, das heilt wieder und habe fleißig Übungen gemacht in der Reha. Ja und dann konnte ich wieder laufen nach 2 Monaten. Mein Arzt in der Reha teilte mir mit, dass sie ja vorher alles gemessen haben und sich sicher waren, dass der Nerv sich nicht wieder regeneriert, sie mir das aber nicht gesagt haben, um mir nicht den Mut zu nehmen. Und das war genau das richtige, denn ich war mir ja sicher, dass das nur eine Phase ist, da ich von sowas ja keine Ahnung habe und dachte, alles heilt irgendwann.

    Und darum denke ich, solche homöopathischen Tropfen können auch helfen, warum nicht, wenn es Placebos auch tun?!

    Danke für Deinen tollen Beitrag, ich lese Deinen Blog sehr gerne.

    Liebe Grüße,
    Moppi

    1. Liebe Moppi! Wow! Ein toller Kommentar! Damit hast Du natürlich recht! Und die Studie, die Du nennst, zeigt sehr gut, wie Heilung funktioniert. Auch vieles Anderes. Zum Beispiel , dass diese Operationen am Knie, auch richtig ausgeführt, wahrscheinlich oft keinen großen Benefit haben. Aber das ist ein anderes Thema. Trotzdem ist die Sache mit der Homöopathie ein zweischneidiges Schwert. Natürlich ist es wichtig, dass der Patient an sich selbst und die Heilung glaubt und mit einer quasi Selbst-Suggestion die Heilungskräfte aktiviert. Andererseits widerspricht es der Logik, dass die Homöopathie an sich eine Wirkung entfalten kann, weil oft nicht mehr Wirkungsstoffe enthalten sind als in gewöhnlichem Wasser. Also betrüge ich meinen Patienten quasi. Und das möchte ich nicht. So komisch es klingt, aber hier unterscheide ich, wie die Denkstrukturen des Patienten sind. Habe ich einen pragmatischen Patienten vor mir, der an Fakten interessiert ist, liefere ich ihm, was er möchte. Meine Patienten schenken mir schließlich Vertrauen, wenn sie zu mir zur Behandlung kommen und das werde ich nicht enttäuschen, indem ich ihnen Behandlungen aufschwatze, die per se nichts bringen. Ich denke, da kann man mit einem guten Gespräch oft genauso viel erreichen. Ich finde in dieser Beziehung wichtig, dass die Menschen ihren Körper wertschätzen und umsorgen… Schlechte Prognosen preiszugeben halte ich hingegen auch für gefährlich. Denn der Arzt kann manchen Entwicklungen einfach nicht ganz sicher vorhersehen! Da braucht man, wie bei allem, viel Fingerspitzengefühl! Denn wenn die Prognose relativ sicher sehr schlecht ist, würde ich das, falls ich den Eindruck habe, der Patient möchte das wissen, ihm auch mitteilen, damit er auch seine Dinge regeln kann…Alles Liebe wünsch´ich Dir, Nessy

  5. Langer Artikel kurzer Kommentar:
    Würde die Medizin, liebe drnessy, ordentlich arbeiten bräuchten wir diesen Uralt- Unsinn längst nicht mehr und es dürfte auch gar keine Patienten mehr geben!
    Und wenn Du die Homöopathie- Wirkung schon auf die Zuwendung zurückführst ergibt das für ‚Deine‘ Medizin ein noch traurigeres Bild!
    Guck mal zu uns in den Dschungel! Obwohl wir zu fast 99% genetisch ident mit Euch sind, haben wir weder Karies, noch Asthma, Allergien, Krebs, AIDS und, und, und … 😉

    1. Lieber Affe! Sorry, aber ich denke, als solcher schreibst Du mir, oder? Wenn nicht:
      Lieber unbekannter Mensch!
      Willkommen auf meinem Blog! Ich finde Kritik gut! Allerdings Kritik, die auf Wissen beruht! Leider kann ich mit Dir nicht diskutieren, weil Du nicht mit den Fakten vertraut bist! Es ist schade, dass Du Behauptungen aufstellst, obwohl Du Dich anscheinend veterinärmedizinisch und auch sonst, worüber Du hier schreibst, nicht besonders gut auszukennen scheinst. Affen können leider sehr viele der menschlichen Erkrankungen bekommen, unter anderem Allergien und sogar eine Form von AIDS. Es wird sogar diskutiert, ob die Ursache von AIDS nicht im Dschungel liegt! Auch altern Affen ähnlich wie Menschen, erreichen aber im Dschungel oft nicht das mögliche Alter. Sie sterben also oft, bevor sie an Alterskrankheiten sterben können. Aber das nur nebenbei! Um zu sehen, was ein Arzt zu leisten hat und was die Medizin leistet, würde ich Dir ein Praktikum in der Notaufnahme einer beliebigen Klinik empfehlen. Oder auch einen Mediziner in der Praxis einen Tag lang begleiten, wenn dieser, wie in vielen Praxen üblich, an die 80 Patienten an einem Tag versorgen MUSS, weil er keine Patienten mit Beschwerden abweisen kann. Danach werde ich gerne mit Dir diskutieren. Bis dahin gebe ich Dir einen von Herzen gut gemeinten Tipp, mein Lieblingszitat, mit auf den Weg:,, Never judge a man, until you´ve walked two moons in his moccasins!“
      Ich wünsche Dir ein friedliches, gesundes Weihnachtsfest und dass Du nie am eigenen Leib spüren mußt, wie es ist, keine medizinische Hilfe zur Verfügung zu haben!
      Mit herzlichen Grüßen, Nessy Wagner

      1. Sorry lieber Affe, befasse Dich bitte mit Fakten, die auf Wissenschaft beruhen! Es macht keinen Sinn, hier auf Dein Halbwissen und Deine Verquickung verschiedener Themen einzugehen. Die negativen Folgen der Industrialisierung auf die menschliche Gesundheit hat nichts mit der medizinischen Leistung zu tun! Übrigens bin ich kein ,,Beauty-Doc“, sondern habe zwei Facharztausbildungen und mehrere Zusatzausbildungen. Im Laufe meines Lebens habe ich doch einiges (unentgeldlich) getan, um die Situation der Menschen zu verbessern, unter anderem Tausende von Menschen während meines bisherigen Lebens umsonst behandelt, Tausende unbezahlter Überstunden zum Wohle der von mir betreuter Menschen geleistet und mich von Menschen verprügeln lassen, denen ich helfen wollte. Wie übrigens vieler meiner Kollegen auch. Da muß ich mir von Dir nicht erzählen lassen, was die Medizin leistet! Mit freundlichen Grüße, Nessy

  6. Sehr schöner Artikel. Wohltuend kritisch und doch auch fair in der Argumentation. Mein Fave ist Dr. Natalie Grams welche als Ärztin eins homöopathisch behandelte und dann ihre Sichtweise korigierte. Begründung in ihrem Buch ,,Homöopathie neu gedacht“. Eine sehr sympathische Person die ich persönlich kenne.
    Auch Dr. Norbert Aust hat dazu hervorragend recherchiert. Zum Unwohle der Globuliafinen.

    Hier auch super dargestellt. Globulis wissen einfach zu fesseln. Ob Pro oder Contra.
    https://buggisch.wordpress.com/2016/03/22/homoeopathie-verstehen-1-das-simile-prinzip/

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