Satire/Mode: Die Erscheinung der schwarz-weißen Lady an Halloween …

 

Hallo liebe Freunde,

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meine Geschichte spielt in jener, längst vergangener Zeit, als es unter den Menschen üblich war, sich an einer bestimmter Jahreszeit den Attributen des Todes und der Geister zu bemächtigen.

Aber anders als in jenen Jahren, als der Brauch aufkam, um die Toten selbst zu erschrecken und sich nicht als Lebende erkenntlich zu machen, um sich zu schützen, geschah dies nun aus reiner Lust an dem Verderben und der Verdammnis selbst! ,,Halloween“ nannte sich diese Unsitte, die irgendwann aus den Vereinigten Staaten über die Kontinente hinweg nach Europa geschwappt war … So wurden Partys abgehalten, bei denen der Raum mit gar grässlichen Gestalten geschmückt wurde, um das Kribbeln des Grauens als bloße Unterhaltung der Gäste zu mißbrauchen…

Wir befinden uns also auf einer jener unsäglicher Partys in einem gut-bürgerlichen Haus, zugegeben mit eher lustig als grausam anmutender Dekoration, irgendwo an der Grenze zwischen dem was die Nahrung angeht genußorientierten Frankreich und dem vernunftbetonten, wenn auch den Einflüssen des Nachbarlandes nicht gänzlich verschlossenen Deutschland… „Satire/Mode: Die Erscheinung der schwarz-weißen Lady an Halloween …“ weiterlesen

Medizin – Aus aktuellem Anlaß: Statement zur ,,Cholesterin-Lüge“

Hallo Ihr Lieben!

Vorneweg: Wer nicht viel Zeit hat, kann auch abkürzen und gleich zu meinem Fazit an der mit * gekennzeichneten Stelle springen, zudem ich nach ausführlicher Recherche  gekommen bin. Im Folgenden geht´s zur interessanten ,,Langversion“, in der die Hintergründe erklärt werden! In jedem Falle wünsche ich euch viel Spaß und ein paar gute Erkenntnisse…

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Lust auf einen kleinen Abendspaziergang?

Sohnemann ist mit meiner Mutter auf Reisen und weilt gerade  in einem Burgschlösschen,

Töchterchen entdeckt die Welt in Bali, Göttergatte brütet am Schreibtisch über seinem Vortrag, den er morgen vor erlauchtem Publikum halten wird…

Kurzum, Tiere alle versorgt, niemand da, dem ich eine Stulle schmieren könnte, meine Blogpost ist auch schon geschrieben. Und auf was kommt die sonst so beflissene Nessy da Abwegiges? Richtig! Schlumperklamotten an, Chai latte gekocht, Kissen  ins Bett gestopft und – Glotze an!

,,Hach, das Leben ist manchmal so richtig schön!“ denke ich bei mir, während ich  muckelig in meinen bauschigen Kissen liege und nach der Fernbedienung greife…

Im Fernsehen bin ich auf eine Dokumentation über die Cholesterin-Lüge gestoßen…

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Kleine Satire/ Look of the week: Herbstfarben erwärmen unser Herz…

Hallo Ihr Lieben!

Niemand kann es mehr leugnen, der Herbst hat uns fest im Griff… Zeit für mich Euch einmal wieder einen neuen, typischen Herbstlook zu zeigen! Da frage ich mich natürlich: img_7640-3 Welches Teil stelle ich in den Fokus?  Was möchte ich erreichen?

Na ja –  sagen wir mal so: Zuerst einmal ist es das Wichtigste, dass Ihr keinen Augenkrampf bekommt oder Euch das dumpfe Gefühl beschleicht, Euch für mich fremdschämen zu müssen.

Schön wäre es, wenn diese Fotos Eurem Auge schmeicheln würden…

Ob mir das gelingen wird?

Hach- zugegeben, es ist schon auch ein wenig langweilig, was ich mir da vorgenommen habe! Alles was polarisiert, ist schon einmal draußen… Heute gibt es also schon einmal keine Strumpfhosen in Sandalen, über die man sich aufregen könnte, keine Farben, die sich (natürlich absichtlich) beißen, um Spannung zu erzeugen, und dabei ,,ga nich gehn“ und nicht einmal ein klitzekleines bißchen kitschiges Rosa. Nein! Auch wenn Ihr natürlich zu höflich wärt, mich offen zu kritisieren. Das weiß ich ja! Oft beschleicht mich diesbezüglich das Gefühl, dass ich die nettesten Leser der Welt habe. Tatsächlich hat mich noch nie jemand auf diesem Blog irgendwie angegangen. Dafür danke ich jedem Einzelnen ,,ganz recht herzlich“, wie Horst Schlämmer immer so schön zu sagen pflegt!

Als kleines Dankeschön für diese Milde werde ich also heute einmal versuchen, geschmackvoll zu sein! Und passend zu meinem Typ die ,,richtigen“ Farben auswählen!

Wo wir gerade dabei sind,  fällt mir, wie´s der Teufel will, prompt eine kleine Geschichte dazu ein, die ich Euch natürlich nicht vorenthalten möchte…

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Meine Tante ist nämlich so eine Farb-Dinges-Beraterin.  Für die anspruchsvolle Ausbildung zu derselben war sie extra an ein kleines Örtchen im Spessart gefahren, wo eine Dame in dem einzigartigen Ruf stand, die Fähigkeit zu besitzen, gelangweilten Hausfrauen an nur einem Wochenende  die Geheimnisse der Farbwelt nahezubringen!

So eine qualitätvolle Ausbildung konnte natürlich nur – wie sollte es auch anders sein – ein fundiertes Wissen auf diesem Gebiet zur Folge haben, sodaß meine Tante diesbezüglich nun mein vollstes Vertrauen genoß.img_7687-2

Zu meinem nächsten Geburtstag, es war mein zweiter oder dritter der Fünfunddreißigsten, war es dann  endlich soweit. Sie kredenzte mir, mit schnörkeligen Buchstaben,  auf einem Stück handgeschöpften Papier eigens gedruckt, einen Gutschein über eine individuelle 30 minütige Farbberatung im Wert von 49,95 Euro.img_7731-2

Natürlich fand diese Beratung nicht irgendwo statt, sondern in ihrem eigens, unter Beachtung der energetischen und natürlich farbpsychologischen Gesichtspunkte, dafür eingerichteten Farb-Beratungs-Zentrum irgendwo in Hernecke-Ost.

Nachdem sie meine Haar unter einem geschmackvollen Häubchen a la ,, Familienmama Caroline aus der Sendung meiner Kindheit ,,unsere Kleine Farm“ versteckt hatte, legte sie los. Dabei begleiteten uns sphärische Enja-Klänge und schonungslos helles Licht, das jedes noch so kleine Fältchen recht fies zur Geltung brachte. Dann legte sie verschiedenfarbige Tücher  um meinen Oberkörper, so daß nur der Kopf zu sehen war. Ich kam mir ein wenig vor, wie bei diesem Mohrenkopf-Spiel bei Kinderpartys, bei dem man nur das Gesicht einer Person sieht und dann nur noch zielen muß… Einen Moment lang hatte ich Angst, bei Verstehen sie Spaß gelandet zu sein und gleich tatsächlich ein Mohrenkopf in meinem Gesicht zu spüren…Hihihi! Wie lustig!

Aber – Gott seins gedankt – geschah nichts dergleichen. Aber dafür etwas nicht minder Spektakuläres. Je nach Tuchfarbe verwandelte sich meine ,,nicht mehr ganz „20 jährige Haut tatsächlich in einen makellosen, pfirsichfarbenen Teint, der Cara Delevigne nach ihren durchzechten Nächten durchaus etwas neidisch gemacht hätte, oder aber in ein kalkweißes, von Schwarzen Furchen durchsetztes Zombiegesicht, was auf der nächsten Halloweenparty keinerlei Schminke mehr bedurfte, um allen Anwesenden einen gehörigen Schrecken einzujagen…

Zugegeben war ich schon überrascht, das diese ,,Tuchpsychologie“ anscheinend so gut funktionierte, zumal ich, wohl automatisch anscheinend in der Vergangenheit meist zu den richtigen Farben gegriffen hatte, eben den Herbstfarben, wenn auch fast immer zu den gleichen.

Umso mehr verwunderte es mich, dass sie nach exakt 28 Minuten des Ausprobierens und Abwägens, auch ein wenig des Genervt-Seins über mein zugegeben etwas vorlauten Mundwerkes, das es ein wenig an dem nötigen Ernst dieser wichtigen Sache gegenüber fehlen ließ, dass ich – haltet Euch fest – ein Frühlingstyp sei!

Also ich und der zarte, leichte, elfengleiche, schmetterlingsleichte Frühling? Ich mußte ein wenig an mich halten, dass ich nicht laut herauprustete und erntete dafür einmal mehr einen kurzen, strengen, bitterbösen Blick, der mich natürlich sofort wieder zur Raison brachte und mich dazu anhielt, den Ausführungen meiner Tante aufmerksam zu lauschen!

Es tat mir ja leid, aber ich konnte einfach nicht anders. Es war einfach die Art, wie sie von ihren Farben als etwas absolut Weltbewegendes sprach, das sogar die Geschichte verändern konnte…  Ich bin und bleibe halt  Pragmatikerin, auch wenn ich zugeben musste, dass  Farben durchaus eine individuelle Wirkung entfalten können.

Aber als sie mir salbungsvoll eine signifikante Veränderung meines Lebensschicksales  dank dieses geheimen, wichtigen Wissens, insbesondere auch meiner geschäftlichen Beziehungen, prophezeite, trieb es mir wieder die Tränen in die Augen, so angestrengt musste ich an mich halten. Kennt ihr dass? Echt fies…Ich mußte tief durchatmen, damit ich mich halbwegs sammeln konnte. Doch nichtsahnend und in stoischer Unbeirrtheit ob meiner Anstrengungen  fuhr sie fort: Ab heute würde ich eine Kongruenz ausstrahlen, die mir viele Türen öffnen wurde, weil ich von nun an als absolut integer wahrgenommen würde…. Hmmm.   Glücklicherweise gelang es meinem inneren Über-Ich, mich mich wieder in die Reihe zu bringen: ,,Nessy, jetzt bleib doch ´mal ernst – Das klingt ja eigentlich doch irgendwie… angenehm. Die richtigen Farben an und – alles paletti, nix mehr erklären müssen, keine Zweifel mehr!“ – Mein ,,Ich“ antwortete, so vernünftig es eben konnte:,, Also okay, Nessy ist ein Frühlingstyp, absolut integer! Sieht man doch!“  Ja, das gefiel  mir! Warum denn eigentlich nicht?

Ob dieses Enthusiasmus über die vielleicht tatsächlich ungeahnten Möglichkeiten entging mir ein winziger sarkastischer Unterton meiner Tante, der diese schmeichelnden Worten begleitete…

Also zog ich frohen Mutes, ausgestattet mit einer Farbpalette, ähnlich den Wandfarben im Baumarkt,  los und wurde – oh Wunder- tatsächlich gleich im ersten Geschäft fündig!  Schnell griff ich zu einem Jäckchen in einem, wie Tantchen wohl fand, geschmackvollen Lila-Blassblau-Rosé-Ton, weil genau diese undefinierbare Farbe, wer hätte soviel Glück am Anfang schon vermutet, exakt so auf meiner Palette, die ich geflissentlich in der Hand hielt, vorkam! Zugegeben blieb mir bei  diesem Farbton zwar echt die Spucke weg, weil sie mich stark an die des Tütüs meines Töchterchens erinnerte, das ich einmal versehentlich mit meinen Jeans zusammen und dann auch noch zu heiß gewaschen hatte, trotzdem war  ich schon ein wenig stolz, so schnell etwas derart exakt passendes für meinen Typ gefunden zu haben!  Kurz kam zwar der fiese Gedanke in mir auf, dass diese Farbe ganz gut zu der Tanzqualität meiner süßen kleinen Maus gepasst hätte – beides doch recht bescheiden! Nun ja, dafür war sie eine hervorragenden Schülerin… Aber passte diese Farbe wirklich auch zu mir? Da regten sich  ob diese Geschmacklosigkeit doch leichte Zweifel – ,,Aber wenn´s denn meiner Ausstrahlung förderlich ist…“ dachte  ich noch so bei mir, als ich mit meiner Supi-Dupi -Trophäe in Richtung Umkleidekabine schlenderte.img_7650-2

,, Um Gottes Willen“ schallt es  in diesem Moment plötzlich von hinten links neben einem Kleiderständer hervor, ,,tun Sie das nicht!“

Sofort hielt ich inne. Was war passiert? War ich im Begriff gewesen, auf eine Riesen-Spinne oder, schlimmer noch, vielleicht gar auf einen verirrten Mini-Hund auf den Fußboden zu treten? Ihr wisst schon, diese Chihuahuas, die in einer Kaffeetasse schlafen können, wenn mal kein Körbchen da ist!  Oder war das begehrte Kleidungsstück mit fremden Mikroben verseucht?img_7709

Verunsichert schaute ich zu der Dame, die gerade hinter dem Ständer hervoreilte und, ein wenig außer Puste, fortfuhr: ,,Diese schreckliche Farbe passt doch ÜBERHAUPT  NICHT zu ihnen. Sie sind nämlich ein Herbsttyp das sieht doch ein Blinder mit Krückstock!“ Dabei schlug sie einen Brustton der Überzeugung an, der keinen Widerspruch duldete. ,, Sie sind ja eigentlich  recht gut angezogen, da ist doch diese Farbe nicht ihr Ernst! Entschuldigen Sie meine Einmischung, aber wissen Sie, ich bin  seit vielen Jahren als Styling-, Typ- und Farb- Beraterin tätig und betreibe im Spessart eine kleine Ausbildungsstelle für die, die das auch werden wollen. Da habe ich verschieden Farb – Paletten. Und diese seltsame Farbe, die die Jacke, die Sie gerade anprobieren wollten, hat, ist nur auf einer verteten. Sie ist weder für den Frühling-, Sommer-, Herbst- oder Wintertyp gedacht… Es sind die Farben, die alle Typen eher meiden sollten, denn mit ihnen ist man selten gut angezogen! Ich sage meinen angehenden Farb-Beraterinnen immer: Wenn Sie eine Kundin wirklich nervt, dann geben Sie ihr diese Farbmuster! Übrigens haben Sie sie gerade in der Hand!“ Dabei lächelte sie und ging weiter. Mit offenem Mud schaute ich ihr nach, bis sie zwischen den Kleiderständern verschwunden war…

OMG! Natürlich habe ich bei meinem Look auf Farben dieser Palette verzichtet und von nun an leistet sie mir wirklich gute Dienste mit ihren Anti-Farb-Vorschlägen! Übrigens teilte ich Tantchen später einmal mit, wie nützlich mir ihre Farbmusterkarte war und wie viele Komplimente ich seit der Benutzung bekam, worauf sie mich halbwegs verdutzt ansah : ,,Wirklich? Ähm, das freut mich aber!“ Da antwortete ich ihr: ,,Natürlich hast Du mir ganz vergessen zu sagen, dass ich fast alle Farben außer die auf der Farbkarte tragen kann, aber ich bin ja nicht blöd!“ Worauf sie mich irgendwie komisch ansah …

Aber kommen wir nun zurück zu meinem Herbst-Look!img_7738

Der Blazer ist von Taífun. Mir gefällt der kurze Schnitt und der wunderschöne Roton. Dazu hat der Designer einen kleine Nadel mit allerlei Anhängerchen an den Revers gesteckt, was ich sehr süß finde.

Die Chiffon-Bluse ist von Jette Joop und gefällt mir durch den Viskose Mix, der sehr angenehm auf der Haut ist und schön weich fällt.

Die Hose ist eine elastische schwarz-blaue Jeggings, sie ist bequem, wirkt aber gut angezogen und ist warm!img_7742

Die Schuhe sind meine Anschaffung des Herbstes. Ich nenne sie einmal Chelsea-Boots im Budapester Look! Weiss jemand, wie sie genau heißen? Jedenfalls sind es hübsche, elegante, aber  bequeme und feste Retro-Herbstschuhe, die auch einmal einen längeren Spaziergang vertragen und hoffentlich ein paar Jährchen halten.

Die Kette indes ist eine doppelte Lagen-Kette von Berska, die aufgefädelten, rauhen Steinchen gefallen mir, weil sie das Natürliche unterstreichen und zu dem Azteken-Look der Kette passen. Die Haare sind einfach frisch gewaschen und glatt geföhnt, so fallen sie weich und natürlich! Auch das Make Up ist gering gehalten, so, dass die Sommersprossen und der goldene Hautton noch zu sehen sind!

Die cognacfarbene Tasche von Campomaggi gefällt mir aufgrund ihres Used-Looks und dem Flecht-Muster besonders gut, auch wenn diese Teile nicht ganz billig sind! Solche Anschaffungen tätigt man schließlich nicht allzu oft!

Zur Sonnenbrille kann ich leider gar nix sagen, die lag plötzlich auf der Kommode im Flur – und da habe ich sie dann auch wieder hingelegt…img_7733-2

Wenn Ihr einen Schal zu so einem Look braucht, würde ich einen leichten aus Baumwolle wie er unter auf dem Bild zu sehen ist, wählen. Natürlich passt hier auch ein größerer, auf dem sich die Farben des Outfits wiederholen oder einen Kontrast, z.B. in Oliv-Grün, bilden.img_7745-2

Ich hoffe, ich habe damit euren Geschmack treffen können, wenn nicht, werden wir es auch überleben!

Alles Liebe und ein wunderschönes Wochenende, wünscht Euch Eure Nessy!

Vielleicht interessiert Euch noch mein Post über die Psychologie der Farben, den könnt Ihr hier lesen:

FASHION: FARBPSYCHOLOGIE – WIRKUNG VON KLEIDERFARBEN / COLOR PSYCHOLOGY – EFFECT OF CLOTHING COLORS

 

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Medizin – Neues aus der Forschung: Zuwenig Salz genauso schädlich wie zuviel!

Hallo meine Lieben!

Heute bin ich,  im Rahmen meiner allsonntäglichen,  auch medizinischen ,,Pflichtlektüren“  über ein Thema gestoßen, was  ich Euch nicht vorenthalten möchte…

Es geht um die neuesten, für manche doch etwas überraschenden Ergebnisse über die Schädlichkeit bzw. Nicht-Schädlichkeit von Kochsalz! Aber Achtung: Sooo überraschend finde ich die Ergebnisse nun nicht, sagt sie doch nix anderes aus, als das, was uns der gesunde Menschenverstand schon seit Anbeginn unseres Daseins riet:

,,Alles in Maßen“

– Das gilt natürlich insbesondere auch für den Kochsalzkonsum! Aber lest die doch nicht ganz uninteressanten Details, die ich Euch in Kürze zusammengefasst habe…

Fakten und Studienergebnisse

In der neueste Meta-Studie über den Genuß von Kochsalz, veröffentlicht unlängst in einem der renomiertesten Medizinjournale überhaupt, ,,The Lancet“, in der Studien an insgesamt 135000 Menschen aus 49 Ländern  (!) berücksichtigt wurden, fanden  Forscher der McMaster University in Hamilton, Kanada, heraus, dass

  • Bei Menschen mit normalem Blutdruck das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall nicht mit hohem Salzkonsum steigt
  •  sondern wenn sie zu wenig Salz pro Tag zu sich nehmen.
  • Weniger als 3 g Salz pro Tag schädlich für alle Menschen ist. Egal, ob sie bereits hohen Blutdruck haben oder nicht!
  •  bei Hochdruckpatienten  die Ereignisrate (d.h.  das Auftreten von Herzinfarkt oder Schlaganfall) bei einer Natriumaufnahme, die über 4 bis 5 g pro Tag liegt, ansteigt, nicht jedoch bei Menschen mit normalem Blutdruck.

(Mente A et al.: Associations of urinary sodium excretion with cardiovascular events in individuals with and without hypertension: a pooled analysis of data from four studies.
Lancet 2016. 388:465 ff., )

Waren die Ergebnisse völlig überraschend?

Nein, bereits in der Vergangenheit gab es immer wieder Einwände des damals geltenden Dogmas der Schädlichkeit des Salzkonsumes, da Natrium eines der wichtigsten Elektrolyte bei den Vorgängen an der Zellmembran darstellt. Bereits 2011 zeigte eine relativ kleine Studie mit nur etwa 3.700 Teilnehmern, dass bei niedrigem Salzkonsum eine erhöhte kardiovaskuläre Mortalität besteht (Stolarz-Skrzypek, K. et al. (2011): Fatal and nonfatal outcomes, incidence of hypertension, and blood pressure changes in relation to urinary sodium excretion. JAMA. 2011 May 4;305(17):1777-85.) !

Kritik an den Studien-Ergebnissen

Natürlich riefen derart spektakuläre Ergebnisse Kritiker an den Start. 

So wurde bei den Studien die Ermittlung der täglichen Kochsalz-Aufnahme durch Schätzung anhand einer Messung des Natrium-Gehaltes im Morgen-Urin hinerfragt. Genauer wäre die Messung der Natrium-Menge im 24-Stunden-Urin gewesen. Für die US-amerikanische Herzgesellschaft gilt daher der in der aktuellen Studie ermittelte Zusammenhang keineswegs als gesichert. Sie plädiert weiterhin für einen möglichst niedrigen Salzkonsum.

Die Autoren der Metaanalyse ihrerseits  verteidigten sich vehement: Den Kochsalzkonsum über die Natrium-Menge im Morgenurin zu schätzen sei eine von vielen Fachzeitschriften und von der WHO schon lange akzeptierte, etablierte Methode…

 

Der tatsächliche Salzkonsum

Wollen wir uns hier nicht streiten, sondern Fakten sprechen lassen. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft beim Robert Koch-Institut (RKI) hat eine Studie in Auftrag gegeben, die sich mit unserer tatsächlichen täglichen Salzaufnahme beschäftigt. Und die überschritt die oben genannten Werte  erheblich! So liegt sie bei Frauen durchschnittlich bei 8,4 Gramm/Tag und bei Männern bei 10 Gramm. Sogar, wenn man die obige Studie recht großzügig auslegen würde, übersteigt diese Menge die Empfehlungen für die durchschnittliche Salzaufnahme in der Bevölkerung von 5 bzw. 6 Gramm (ca. 1 gestrichener Teelöffel) pro Tag bei weitem!

Also müssen wir doch ,,salzarm“ leben?

Jein. Eigentlich kommt der Großteil der täglich konsumierten Salzmenge ja  gar nicht aus dem Salzstreuer, sondern aus Fertigprodukten der Lebensmittelindustrie – besonders aus Konserven, aber auch aus Brot und Gebäck (27-28%), Fleisch und Wurstwaren (15-21%), Milchprodukte und Käse (10-11%) .(Quellen: WHO, Verbraucherzentrale, DGE, Österreicherischer Ernährungsbericht 2012)

Was sollen wir also tun?

Die Fakten weisen uns einmal mehr den einfachen Weg. Eigentlich wissen wir es schon lange und ich komme mir komisch vor, hier diese Binsenweisheiten am Ende dieser ,,neuesten Erkenntnisse“ zu verbreiten. Seit spätestens Ende der 80 er pfeifen die Spatzen von den Dächern, wie eine gesunde Ernährung auszusehen hat:

Möglichst frisch, hochwertig, mit möglichst kurzen Transportwegen und saisonal angepasst  sollten unsere Lebensmittel sein… Wenig hochwertiges Fleisch, frisch zubereitet, frischer Fisch und möglichst wenig  der einfachen Kohlehydrate – wobei man dabei differenzieren muß – aber das ist wieder eine andere Geschichte, von der ich euch ein andermal berichte…

Für heute schließe ich mit den Worten:

Lassen wir uns das Salz nicht vom Tisch klauen – Nachwürzen ist allemal besser als schon stark gesalzene Speisen zu uns zu nehmen!

Euch eine wunderschöne Woche und alles Liebe, Eure Nessy!

Look of the Week: Elegantes Outfit beim Restaurantbesuch im ,,Roma“/Saarbrücken

Hallo Ihr Lieben!

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Habt Ihr Lust, heute mit mir Essen zu gehen? Die eigene Küche heute einmal in ihrem kalten, sauber aufgeräumten Zustand zu belassen und uns zur Gänze dem gediegenem, geschmackvollen Ambiente hingeben, welches wir in einem erstklassigem Restaurant erwarte dürfen?

Mit allen Sinnen zu genießen, sich köstliche Leckereien auf der Zunge zergehen zu lassen, zu spüren, wie  die Aromen von einem einfachen, aber vollendet knusprigem französischem Baguette, nur mit ein paar Tropfen hervorragendem Olivenöl beträufelt, voll zur Geltung  gelangen, bevor wir uns an einer Reihe kulinarischer Geschmackseplosionen erfreuen dürfen!

Diese werden von dem Genuß eines profanen Abendessens, welches gelegentlich auch bei mir nur aus einer Scheibe Graubrot und einem  schrumpeligem Apfel besteht, soweit entfernt sein, wie ein vertrockneter Ast von den geschmackvollen Arrangements, die die umherschweifende Blicke im Gastraum des ,,Roma“ erfreuen… „Look of the Week: Elegantes Outfit beim Restaurantbesuch im ,,Roma“/Saarbrücken“ weiterlesen

Relax-Zeit mit Nessy – Ein besinnlicher Spaziergang durch die Natur mit Hunden und Pferden…

 

img_7146-3Komm´mit mir mit –

zusammen wollen wir mit den treuen  Hunden durch den sonnigen Herbstgarten laufen,

den Regen des Vergangenen für einen Moment vergessen, die warme Sonne auf unseren Gesichtern spüren…img_7322-3

Uns erfreuen an den  reifen, vollen Blüten, an denen gierig die Insekten saugen,

an dem Budleja Sommerflieder, der von Schmetterlingen umschwärmt wird undimg_7336-2

an dem dicken, harten Kürbis, an dem sich sogar die Schnecken die Zähne ausbeißen! „Relax-Zeit mit Nessy – Ein besinnlicher Spaziergang durch die Natur mit Hunden und Pferden…“ weiterlesen

Brustkrebs – Vorsorge: Was muß ich wissen – was kann ich tun?


Hallo Ihr Lieben!

Ein Beitrag zum Thema Brustkrebs… da kann ich als Gynäkologin natürlich nicht ,,Nein“ sagen!

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Deshalb habe ich mir überlegt, Euch heute zu zeigen, was wir selbst tun können, damit Brustkrebs möglichst keine Bedrohung für uns darstellt! Immerhin erkranken jährlich 72 000 Frauen alleine in Deutschland. Zudem ist er keine soo seltene Todesursache: Eine von 30 Frauen stirbt daran! „Brustkrebs – Vorsorge: Was muß ich wissen – was kann ich tun?“ weiterlesen

Geschichtliches des Saarlandes / Look of the Week: Schwarzer Overall trifft auf Weltkulturerbe Völklinger Hütte

Hallo Ihr Lieben,img_7288-3

Es war erstaunlich,  etwas mystisch gar, in jedem Fall jedoch höchst beeindruckend… mein  Rendez-Vous mit dem Relikt einer ,,längst vergangenen Zeit“ … Dem WELTKULTURERBE ,,VÖLKLINGER HÜTTE“ !

Eigentlich wollte ich dort, neben der Besichtigung, auch meinen jüngst erstandenen Overall fotografieren… Im Kontrast mit dem Gold der Buddha-Ausstellung würden die Farben, besser gesagt, ,,Nicht“-Farben“ gut zum Ausdruck kommen – dachte ich mir so…

Etwas blauäugig  fuhren wir dorthin. Eine gigantische Anlage, wie sie in Spielberg-Filmen nicht imposanter dargestellt werden können, offenbarte sich uns schon von Weitem. Je näher wir kamen, umso riesiger wurde der Komplex aus verschiedenen Gebäuden …. Obskure Kamine und Rohre ragen schon von weitem gen Himmel und  zeugen von der Zeit, als dieser Landstrich noch vom Kohlebergbau geprägt war, in der brave Arbeiter Tag ein Tag aus an riesigen Maschinen in gleißender Hitze und ohrenbetäubendem Krach ihre harte Arbeit verrichteten, während die ,,feine Gesellschaft“ mit ihren eingeschnürten Frauen und feinen Zwirnen zu Schau stellten, dass sie alles andere taten als schwerer Arbeit nachzugehen – das wäre mit dieser unbequemen Kleideung schlichtweg unmöglich gewesen, weshalb in dieser Zeit jene unhandliche, starre, einengende, ,,feine“ Kleidung  als Statussymbol galt! Aber das sei nur am Rande erwähnt…

Denn trotz dieser Klassengesellschaft  waren die Arbeiter, ähnlich wie heute, froh, dass sie diese sichere, relativ konstant bezahlte Arbeitsstelle in jenem gigantischen Unternehmen, als welches die ,,Völklinger Hütte“ ohne Zweifel zu bezeichnen war, inne hatten. Denn den Menschen im Saarland wurde auch zu jener Zeit nach dem deutsch französischen Krieg in Zeiten der aufstrebenden Industrialisierung nicht gerade Zucker in den Allerwertesten geblasen, im Gegenteil.img_7283-6

Politisch war (uns ist es noch) dieser Landstrich ein Chamäleon gewesen. Frankreich und Deutschland wechselten sich mit der Herrschaft ab, in jedem Fall aber war das Saarland meist das ,, ungeliebte“ Kind am Rande des  beherrschenden Landes, weshalb die Saarländer meist in stiller  Übereinkunft soweit möglich ,,ihr eigenes Ding“ machten… Mißtrauen gegenüber Fremden war aus leidvollen Erfahrungen, durch die dieser Menschenschlag gehen mußte, geboren, der Leitsatz der oft mit ihren Problemen allein Gelassenen

,,Was nicht passt, wird passend gemacht!“

half den Betroffenen immer wieder, Repressionen von oben durchzustehen. Man hielt zusammen und versuchte, Ärger mit einem internen Netz, dass sich die Saarländer gegen wechselnde Obrigkeiten gesponnen hatten, aus dem Weg zu gehen…

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Doch eines hatte das Saarland doch, was Beachtung in den angrenzenden Ländern fand: Zwar waren die Kohlevorkommen nicht von bester Qualität, aber eine zentrale Lage an der in die Mosel mündenden Saar machten es in Zeiten der Industrialisierung zu einem nicht ganz  unbedeutenden Fleckchen Erde, in dem die Menschen über genügend Eigenantrieb und Erfindungsreichtum verfügten, um  die Industrialisierung voranzutreiben und den Investoren nicht unbeträchtliche Gewinnmargen zu bescheren….

Nur drei Jahre nach dem Deutsch-französischem Krieg 1873 gründete der Hütteningenieur Julius Buch bei Völklingen  ein Puddel- und Walzwerk. Allerdings schloß er sein Werks schon nach wenigen Jahren wieder, da er für das Roheisen zu hohe Zölle bezahlen mußte. So zerplatzte sein Traum von der Verhüttung…  Zunächst wurde deshalb die Firma von den Gebrüdern Haldy ersteigert.

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Psychologie: Dein Wille geschehe, wenn ich es will – Trickkiste der Manipulation…

Hallo Ihr Lieben!

Wir alle kennen es… Eigentlich wollten wir uns doch ganz anders verhalten. Doch schwupps – haben wir doch wieder etwas getan, was wir tunlichst vermeiden wollten… Was geschieht da? Warum handeln wir oft scheinbar gegen unseren eigenen Willen?

Täglich werden wir manipuliert und wir manipulieren.  Dabei kann man durchaus ,,echt“ bleiben und muß nichts tun, was dem anderen ernsthaften Schaden zufügt!  Im Gegenteil – die Kunst besteht darin, den anderen so zu beeinflussen, dass man gangbare Lösungen findet, die am Schluss alle zufrieden machen!  Und nicht nur das!

Am besten ist es, wenn man während des Umganges mit anderen Menschen Sorge trägt, dass sie sich in der eigenen Gegenwart wohl fühlen und sich auf ein Wiedersehen freuen!

Im Folgenden geht es deshalb nicht um betrügerische Ratschläge, sondern um das Aufzeigen der Mechanismen, die sich im Laufe Tausender von Jahren entwickelt haben und Teil der Grundlagen für das Funktionieren unseres sozialen Zusammenlebens sind…. „Psychologie: Dein Wille geschehe, wenn ich es will – Trickkiste der Manipulation…“ weiterlesen