Medizin: Forever Young/Anti Aging Teil 4: Spirulina, Maca, Heilpilze, Chiasamen & Co – Wundersubstanzen oder Quatsch?

 

 Links sind wie immer rot unterlegt

Hallo Ihr Lieben!

 

Um es gleich vorneweg zu sagen: Bei diesem Beitrag gebe ich keine Empfehlung, die auf schulmedizischen Leitlinien beruhen! Allerdings kann ich es nicht leugnen – ich bin Schulmedizinerin, die allerdings gerne dazulernt und auch offen ist für Neues. So finde ich zum Beispiel Substanzen interessant, die schon seit langer Zeit von alten Kulturen verwendet wurden oder auch, wenn die Forschung plötzlich Wirkungen an Medikamenten entdeckt, mit denen sie eigentlich gar nicht gerechnet hatte, weil es eigentlich primär um eine ganz andere Wirkung ging. So hat man entdeckt, dass das Blutdruckmittel Minoxidil  tatsächlich gegen Haarausfall hilft!

Dennoch bin ich  Pragmatikern.  So habe ich es mir bei diesem Beitrag zur Aufgabe gemacht, ein paar der häufigsten Substanzen, die mir in Bezug auf eine Verbesserung der Körperfunktionen im Hinblick auf eine mögliche Lebensverlängerung interessant vorgekommen sind, einmal ein wenig näher unter die Lupe zu nehmen.

Unterschied zwischen nutzlosen Substanzen und noch nicht  etablierten…

Ehrlich gesagt, ärgere ich mich immer ein wenig, wenn ich mir Werbung ansehe und dann eine 22 jährige Schönheit, Expertin auf ihrem Gebiet des Verkaufens, verschwörerisch die Augen gen Himmel rollt: ,, Wir dürfen ja hier keine medizinischen Ratschläge geben, aber unsere Kunden sind mit diesem hochwirksamen Präparat, dass eine Verdünnung im 10 hoch 27 fachen Bereich aufweist, quasi dem Tod von der Schippe gesprungen, weil es einfach gegen fast alles hilft!“ Super!!! Warum gibt es dann überhaupt noch Ärzte? Wir müssten doch einfach alle dieses Zaubermittel zu uns nehmen…

Nein, der Geheimbund der wissenden Verkäufer sind doch echte Menschenfreunde, wie man schon an den gewissenhaft gebleachten Zähnen erkennen kann!  Deshalb geben sie dieses Supi-Dupi-Zaubermittel auch nur gaaanz streng limitiert heraus, sonst würden wir ja ganz arbeitslos werden, wir armen Tröpfe!

Versteht mich nicht falsch. Viele der verkauften Mittel sind ja auch gut. Andere zumindest nicht schlecht. Und wieder andere haben einen sehr hohen Nutzen, wenn es darum geht, die Konten der Hersteller zu füllen…

Hier habe ich Mittel, deren Wirkungsweise von vorneherein allenfalls auf einem Placeboeffekt beruhen kann, nicht aufgeführt. Über solche Mittel kann ich nicht einmal argumentieren, da bleibt mir einfach die Spucke weg und ich fühle mich ins Mittelalter versetzt. Damals verkauften Wunderheiler gefärbtes Wasser, was insofern nützlich war, weil es einen gute Placebowirkung hatte und den Patient davor bewahrte, sich Schlimmeres anzutun, wie sich zwei Liter Blut abzuzapfen oder mit sich unsteriler Gerätschaft operieren zu lassen…

Den Körper mit dem versorgen, was er braucht…3b6c5627-70d5-4adf-8a0a-b141cf4aec98

Aber kommen wir jetzt zu den wichtigeren Dingen und da möchte ich Euch als erstes wieder einmal darauf hinweisen, dass ich hier Euren Individualfall nicht kenne und Ihr bitte deshalb bei Unsicherheiten Eure Therapien mit dem Arzt absprecht und zudem beachtet, dass Ihr nicht mehrere Supplementierungen auf einmal nehmt, damit es nicht zu Überdosierungen kommen kann.

In den letzten Folgen dieser Reihe habe ich Euch ja bereits eine ganze Reihe an Möglichkeiten der Gesund – und Jungerhaltung unseres Körpers mit auf den Weg gegeben, im Artikel

Optimale Ernährung / Detox / Clean Eating / Happy Eating / Ayuveda / Epigenetik – Im Schweinsgalopp durch die Ernährungslehren…

über gesunde Ernährungsformen. Um es auf den Nenner zu bringen, müssen wir unseren Körper einfach ,,nur“  optimal versorgen, damit er ebenso optimal funktionieren kann.  Er ist wie eine riesige Fabrik, in der sehr viele Prozesse ineinander greifen müssen, damit auch alles reibungslos ablaufen kann. Mehr noch, der Körper ,,denkt“ sogar auch selbst. Wenn wir alle Abläufe  selbst organisieren müssten, wären wir heillos überfordert. Stellt Euch vor, was der Körper alles leistet! Haben wir davon im geringsten eine Ahnung? Wo wird denn zum Beispiel die Energie im Körper gespeichert? ,,Wissen wir doch!“, sagt Ihr mir jetzt…

Der Körper benötigt Energie…

Könnte man denken! Aber, um ehrlich zu sein, ist das alles doch komplizierter, als es auf den ersten Blick scheint und hat schon einige Medizinstudenten zur Verzweiflung gebracht. Kleine Kostprobe gefällig? Bitteschön, hier ist ein winziger Auszug des großen Ganzen über die Energiespeicherung im Körper, nur der kleine Schritt der sogenannten oxydativen Phophorylierung:

,,Durch NADH, FMNH2 und FADH2 angelieferte Elektronen werden in einer Reihe von Redoxvorgängen auf ein Oxidationsmittel übertragen. So wird … die exergonische Verbindung von Wasserstoff (H2) und Sauerstoff (1/2 O2) zu Wasser in Einzelschritte aufgeteilt. Anstelle einer unter Umständen explosionsartigen Wärmeentwicklung wird die freiwerdende Energie dazu genutzt, aus ADP und Phosphat die universelle „Energiewährung“ der Zelle, ATP, zu synthetisieren … “ (Übrigens habe ich eine Videoreihe gefunden, die die Energiegewinnung  recht lustig und einfach erzählt, wen das näher interessiert, kann hier klicken).

Damit möchte ich Euch nicht frustrieren. Sondern Euch klarmachen, dass man so einen ,,Apparat“ nicht gesund erhalten kann, indem man nur einen einzigen Stoff, zum Beispiel das Antioxidans Vitamin C, in ihn schaufelt! Ein Kuchen wird auch nicht besser, wenn man anstatt 3 Eier 10 verwendet… Außer man möchte keinen Kuchen, sondern Omlett. Aber Spaß beiseite.  Denn hier geht es um mehr. Vor allem dann, wenn es sich nicht um Eier, sondern um ,,freie Radikal – Fänger, sogenannte ,,Antioxidantien“ handelt.

Nicht zuviel und nicht zuwenig…

Während in der Werbung noch mit den ,,bösen freien Radikalen“ geworben wird, ist dieWissenschaft längst einen Schritt weiter. Mittlerweile weiß man, dass sie im Immunsystem dafür genutzt werden, um Viren, Bakterien, Zellmüll und beschädigte Zellen zu beseitigen.

Man hat dieses Phänomen mittlerweile ausführlich untersucht. Eine Auswertung von 68 (!) Studien, die zu diesem Thema durchgeführt wurden (hier zu lesen), zeigte ganz klar, dass durch Zufuhr von EinzelVitamine A und E als auch für deren Kombinationen eine erhöhte Todesrate resultierte! Andererorts konnte hingegen auch gezeigt werden, dass zuviele freie Radikale tatsächlich Schäden hervorrufen, die zu Zellschädigungen und damit Tumorentstehung  und vorzeitigem Altern führen können.

Es ist also ein Problem der Menge bzw. des Gleichgewichtes…

Wir benötigen also ein Stoffgemisch, dass all jene Stoffe enthält, die der Körper bei seinen Tausenden von Reaktionen, die in ihm ablaufen, in idealer Weise unterstützt. Manche Stoffe davon kann der Körper selbst herstellen, andere nicht. Auch die alltägliche Nahrung enthält manche Stoffe in ausreichender Anzahl, oder sogar im Überfluß, andere nicht…

Und wer wiederum ist der ,,Guru des Lebens“, weiß am besten Bescheid, was wo gebraucht wird und hat hierzu Millionen von Versuchsreihen durchgeführt? Richtig! Unser aller Mutter Natur! Und in der Tat. Hätte man der Natur nicht aufs frevelhafteste ins Handwerk gepfuscht, indem man die natürlichen Gegebenheiten der Landschaft zerstört hätte und hätte man genau beobachtet, was sie denn unter welchen klimatischen Bedingungen und sonstigen Gegebenheiten dem Mensch anbietet, hätte man sicher eine optimale Zusammensetzung unserer Ernährung vorgefunden. Leider ist der Zug längst abgefahren. Trotzdem kann man von der Natur noch eine ganze Menge lernen und natürlich produziert sie nach wie vor all das, was wir essen! Ja, wir SIND ein Teil der Natur und das dürfen wir nicht vergessen!

ALSO SCHAUEN WIR UNS EINIGE ,,BEWERBER“ AN, OB SIE DIE FUNKTION DES UHRWERKS MENSCH, BEI DER EIN ABLAUF IN DEN ANDEREN GREIFT, TATSÄCHLICH VERBESSERN KÖNNEN… 

(übrigens: an diesem Sätzlein  habe ich ewig gefeilt…)

1. Spirulina:

Wenn man liest, auf was für Studienergebnisse   die ,,Spirulina-Anhänger“ herabblicken können, kann eigentlich kein Zweifel bestehen, dass es sich schon um eine großartige Substanz handeln muß…ae238ecd-d2f7-40fc-88f8-abf1c433cc42 (3)

Sie gehört zu den Blaualgen und besiedelt normalerweise flache Gewässer mit hohem Salzgehalt, vor allem in Mittelamerika, Südostasien, Afrika und Australien. Sie wurde schon seit alters her von den an diesen Gewässern wohnenden Menschen als Nahrung genutzt. Sie besteht aus einigen Tausend Einzelstoffen und ist sehr proteinreich.  In den Proteinen sind alle essentiellen Aminosäuren enthalten. Außerdem sind β-Carotin – eine Vorstufe des Vitamin A –, B-Vitamine und Vitamin E enthalten sowie in relativ hohen Konzentrationen Calcium, Eisen und Magnesium. Es ist jodfrei und in Pulver, Tabletten oder Pillenform erhältlich.

Was kann Spirulina?

(Studien/Einzeheiten könnt Ihr hier nachlesen)

  • Erfahrungsberichte: Allgemeine Steigerung des Immunsystems und des ,,Wohlfühlens“. Meine Patienten berichteten über ein Gefühl  der Kraft, Konzentration und Ausdauer nach mehrwöchigen Einnahmen (3×2 Tabletten)
  • Studien (weitere sind nachzulesen): möglicherweise geringe Senkung der  Cholesterin-Konzentration im Blut (nicht ausreichend belegt)
  • immunstimulierende Wirkung, Förderung der Abwehrfunktion im Speichel,  allergischer Schnupfen wird besser.
  • antivirale Wirkung von Spirulina gegen das Epstein-Barr-Virus .
Top oder Flop ?

Hier kann man aufgrund der Datenlage und auch meinen persönlichen Erfahrungen nur ein ganz klares Top aussprechen! Ich denke, dass es ein ,,Nahrungsergänzungsmittel“ ist, dass kaum Nachteile, aber viele Vorteile bringt, da es ein natürlich gewachsenes Lebensmittel ist und viele Stoffe in ausgewogener Zusammensetzung  enthält!

Bitte trotzdem nicht ohne weiteres zusammen mit anderen Nahrungsergänzungsmittel  oder Medikamente einnehmen, insbesondere NICHT mit B-Vitaminen, da sie schon relativ hoch dosiert enthalten sind!

Einmaleinnahme z.B. bei Erkältung: 10 Tabletten  je 500mg

Einnahme über z.B. 2-6 Wochen bei vermehrter Belastung (Stress, Krankheit, Kälte…) 3×2 Tabletten (4 Wochen als Kur halte ich für sinnvoll)

Dauereinnahme 2-6 Tabletten täglich.

2. Maca:

Macaknollen werden ähnlich wie Kartoffeln  in den Anden gegessen (gebacken, nach dem Trocknen gekocht oder als Brei… Sie enthalten viele essentiellen Aminosäuren und viel Eisen und Calcium. gekocht sind sie süßlich, die frischen Blätter scharf.

Die Dosierungen in den Nahrungsergänzungsmitteln sind vergleichsweise nieder. Ob sie einen lebensverlängerten Effekt haben, ist noch nicht bewiesen…

Was kann Maca?

Es gibt aber einige Studien, die sich recht glaubhaft in der Erhöhung der Manneskraft anhören…

Top oder Flop?

Eine ordentliche (pflanzliche, nicht schulmedinische) Alternative, wenn man ein wenig mehr Mannes – Power wünscht… Aber als Anti Aging Mittel habe ich zuwenig Datenmaterial gefunden, die dahingehend eine positive Wirkung versprechen würden…

3. HEILPILZE

968ffff7-9d8f-48f3-b80f-915d8743fdc7 (3)

3.1.Reishi-Pilz: Ganoderma Lucidum, Ling Zhi oder Glänzender Lackporling genannt

Dabei handelt es sich um einen Pilz  mit holziger Konsistenz, den es auf der ganzen Welt gibt, er wird schon seit 4000 Jahren als Naturheilmittel verwendet und soll wirklich lebensverlängernd wirken… In der Traditionellen Chinesischen Medizin gilt er als eines der wirksamsten und vielfältigsten Mittel zur Stärkung des Menschen überhaupt. Viele der überlieferten Wirkungen Reishi-Pilze, Reishi Pilzwurden inzwischen in wissenschaftlichen Studien nachgewiesen. Zu den bioaktiven Inhaltsstoffen gehören unter anderem Polysaccharide und Antioxidanzien, von denen man weiß, dass sie die Abwehrkräfte stärken und die Zellen schützen.

Was kann der Reishi-Pilz?

  • positive Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System /  Blutdruck
  • Stärkung des Immunsystems
  • Atemwegserkrakungen/Asthma
  • Allergien
  • bakterielle/virale Erkrankungen
  • begleitende Krebstherapie
  • Förderung der körperlichen Konstitution
  • Schlafstörungen

Seine beiden wichtigsten Inhaltsstoffgruppen sind Triterpene (Ganodermiksäuren) und Polysaccharide (wie Heteroglucane und Glucane). Daneben enthält er Kohlenhydrate, Eiweiß, Fette, Alkaloide, Vitamine – insbesondere Ergosterin, eine Vorstufe des Vitamin D2 und Mineralstoffe wie Magnesium, Kalzium, Zink, Mangan, Eisen, Kupfer und organisches Germanium.

Weiterführende Literatur findet ihr z.B. in dieser verlinkten Datei:  Dr. phil. Doris Ehrenberger, Der Reishi-Heilpilz, Studien findet ihr hier.

Top oder Flop? 

Es findet sich einiges an Literatur, das den Einsatz in der westlichen Medizin  sicherlich gerechfertigt. Mein Daumen geht ganz klar nach obern! Hier sehe ich einen Stoff , der wirklich schon aufgrund seiner vielfältigen Inhaltsstoffe Potential mitbringt, bei Erkrankungen eingesetzt zu werden!

Die normale Tagesdosis beträgt zwischen 1500 mg und 9000 mg Pulver. (z.B. 8 Reishi Kapseln à 400 mg Pilzpulver),  von der Tinktur nimmt man 3-mal täglich 10-20 ml (2-4 TL). Bei schweren Erkrankungen werden auch höhere Dosen eingesetzt, dies aber bitte mit Eurem Arzt besprechen! Ähnlich Spirulina kann man es auch kurmäßig, bei Belastungsstituationen anwenden.

3.2. Shitake-Pilz

Er kommt ursprünglich aus Asien. Doch gibt es ihn schon lange und mittlerweile ist er auch in Europa als leckeren Speisepilz in vielen Supermärkten und natürlich auf Gemüsemärkten, sowie als Kapseln erhältlich.

Was kann Shitake?

  • wird gegen chronische Entzündungen aller Art eingesetzt, aber auch gegen Magen- und Leberprobleme.
  • aufgrund eines speziellen Stoffes namens Eritadenin  soll er den LDL-Cholesterinspiegel senken können (Arteriosklerose-Prophylaxe)
  • hochwirksamer Stoff im Shiitake-Pilz ist das sog. AHCC, welches für Active Hexose Correlated Compound steht. Es handelt sich dabei um eine spezifische Mischung aus Polysacchariden, Aminosäuren und Mineralien, die eine modulierende Wirkung auf das Immunsystem hat..  So können die Natürlichen Killerzellen (NK), der Makrophagen (Fresszellen) und der Zytokine (Botenstoffe des Immunsystems)  regeneriert werden.
  • Besonderheit: In Studien sehr gute Ergebnisse bei der Behandlung von Gebärmutterhalskrebs

Top oder Flop: 

Zur Stabilisierung bei chronischen Erkrankungen und insbesondere Tumorerkrankungen empfehlenswert (Einnahme als Kapseln,  z.B. 400 mg täglich). Natürlich kann man mit dem Pilz kochen, er schmeckt sehr lecker. Es gibt (selten) Menschen , die bei Einnahme wohl allergisch reagieren. Bei Menschen mit allergischer Diathese empfielt sich Vorsicht nach der ersten Einnahme!

3.3. Mandelpilz ABM Pilz Agaricus blazei murrill

  • Aktivierung der humoralen Abwehr: Immunglobulin M wird vermehrt gebildet und wandelt sich später zu Immunglobulin G um.
  • Vermehrung und Differenzierung von Makrophagen und Monozyten. Dadurch werden T-Zellen aktiviert, die über Botenstoffe (Zytokin IL-6) die ß-Zellen zu vermehrter Antikörperproduktion anregen.
  • Mit Maitake zusammen den höchsten Polysacharidanteil   – beste ,, Abwehrunterstützer“

3.4. Cordyceps

  • zur Leistungssteigerung
  • bei Erschöpfungzuständen
  • entzündungshemmend

3.5. Maitake

  • Diabetes
  • Metabolisches Syndrom
  • Übergewicht, Osteoporose…

4. Ginseng:

Es handelt sich um eine krautige Pflanze , deren Wurzelwerk für die Herstellung von Heilmittel verwendet wird. Der Anbau ist schwierig und dauert mehrere Jahre. So wird Ginseng etwas nach 4, manchmal auch erst nach 10 Jahren geerntet. Er erhält viele sog. Saponine, die für die Heilwirkung verantwortlich sind.

Was kann Ginseng(Studiennachweise hier)

  • Stärkungsmittel/Immunmodulation
  • Steigerung kognitiver Fähigkeiten
  • Besserung grippaler Infekte
  • Blutverdünnung
  • Besserung Diabetes Mellitus
  • Unterstützend bei Gewichtsabnahme
  • Sexuelle Stärkung

Top oder Flopp?

Ginseng ist anders als Reishi,  in unserer westlichen Welt schon wesentlich besser etabliert. Das Problem ist wie bei allen Naturprodukten die Standardisierung der Präparate, wie übrigens bei allen Naturprodukten. Die Qualität schwankt von individuellen Anbaugegebenheiten, wie das Wetter und die Bodenbeschaffenheit. Deshalb muß man auf möglichst gute, gleichbleibende Qualität achten!

Gerade bei älteren Menschen, die einer Roborierung bedürfen, aber auch bei zahlreichen anderen Indikationen scheint es mir sinnvoll zu sein, was ja auch viele gute Studien belegen!  Eine interessante Indikation finde ich die Blutverdünnung bei Herzrhythmusstörungen. Wenn eigentlich eine Blutverdünnung noch nicht indiziert ist, man aber z.B. bei gelegentllichem Vorhofflimmern auch nicht ganz ,,ohne“ sein möchte, kann Ginsng die Lücke schließen. Überhaupt sehe ich auch eine Indikation bei Gefäßerkrankungen, bei der es auf eine möglichste gute Fließfähigkeit und Abnahme latenter Entzündungen ankommt!

Würde ich es dauerhaft schlucken? Aktuell denke ich,  dass ich (noch) gut mit allem was mein Körper braucht, durch andere Zusatzstoffe versorgt bin. Falls es  nicht mehr so wäre, eventuell schon!

5. Ginko

Bei dieser Indikation des Ginseng  fällt mir sofort noch ein anderes Mittelchen ein, dass in Deutschland in Städten gerne als Zierbaum angepflanzt wird… Die Rede ist von dem Ginkobaum… Zwar essen die Chinesen auch die Samen, in unsere Tinkturen und Tabletten kommen aber nur die Blätter. Ein typisches Geschenk für Omi und Opi…

Was kann Ginko?

  • zur symptomatischen Behandlung von hirnorganisch bedingten Leistungsstörungen. Wichtigste Symptome sind Gedächtnisstörungen, Konzentrationsstörungen, Schwindel, Ohrensausen und Kopfschmerzen. Zielgruppe sind besonders Personen mit primärer degenerativer Demenz, mit vaskulärer Demenz oder Mischformen aus beiden, hier wird es als ähnlich effektiv wie Cholinesterasehemmer eingestuft,
  • zur symptomatischen Behandlung von arteriellen Durchblutungsstörungen,
  • bei Schwindel (Vertigo) und Ohrgeräuschen (Tinnitus).
  • es soll sowohl eine östrogene, also auch eine antiöstrogene Wirkung haben

Top oder Flop?

Bei Ginko ist eine, wenn auch nicht sonderlich starke, aber doch vorhandene Wirkung laut Studienlage nachgewiesen. Die empfohlene Dosierung ist 120 oder 240 mg /d. Besonders bei Gedächtnisstörungen/Durchblutungsstörungen schein es einen Benefit zu geben. Hierbei würde ich aber eine Einnahme mit dem Arzt absprechen, damit es zu keiner Fehlkombination der Medikamente kommt.

6. Chia – Samen:

Chia ist eine Salbeipflanze, die ursprünglich aus Mexiko kommt. Seit kurzem ist sie als DAS Superfood auch in Deutschland unterwegs und die biochemische Analyse ihrer Samen ist wirklich klasse.9963aff2-ed4a-4b7b-b9be-5913ee2c1517 (2)

Analysen zeigen, dass Chia Samen über einen hohen Anteil an Proteinen, Vitaminen, Mineralstoffen, Fettsäuren und Antioxidantien verfügen  . Sie versorgen den Organismus mit ungesättigten Fettsäuren, insbesondere den wichtigen Omega 3-Fettsäuren. Das ist hervorragend insbesondere für Veganer, die kaum vegane Omega 3-Fettsäuren bekommen. Kurz in Wasser eingeweichte Chia Samen entwickeln eine der Gelatine ähnliche Schleimschicht. Für den Erhalt der Knorpelmasse zwischen den Wirbelkörpern scheint diese geleeartige Substanz geeignet zu sein. Die Knochenenden in den Gelenken sind mit einer Knorpelschicht überzogen, die die schleimigen Eigenschaften und den hohen Mineralstoffanteil dankbar nutzen können.

Was kann Chia-Samen ?

  • Zusatzergänzung v.a. auch für Vegetarier, Veganer
  • Ersatz Gelenkschmiere auch im Alter?
  • Schutz des Immunsystems?
  • Gut für Haut, Haare, Nägel?
  • Optimal für Ausdauersportler (Leistungssteigerung?)

Top oder Flop?

Angesichts der Tatsache, dass  sich Chiasamen einfach und lecker in die tägliche Essensroutine einbauen lassen und den Körper zusätzlich mit wertvollen Inhaltsstoffen versorgen, würde ich nicht darauf verzichten wollen.  Man verwendet die Samen (1 Eßl./d) eingeweicht oder direkt aus der Tüte in Müsli, Joghurt, über Obst, Gemüse oder Desserts.

7. Selen:

Als einzige vorgestellte Substanz ist Selen ein Einzelstoff. Dennoch habe ich es hier mit hereingenommen, weil bei durchgeführten Messungen  auch bei uns häufige Mängel daran bei der  Bevölkerung festgestellt wurden. Ob diese Mängel nur auf zu hohe Normwerte  zurückzuführen sind oder tatsächlich eine Unterversorgung da ist, kann ich natürlich nicht mit letzter Sicherheit sagen.

Allerdings gibt es auch bei Selen eine ordentliche Studienlage und es wird bei vielen Abläufen im Körper benötigt. So ist es ein  wesentlicher Bestandteil des Enzym Gluthathionperoxidase, das vorwiegend  innerhalb der Zelle dafür sorgt, dass freie Radikale rechtzeitig abgefangen werden, bevor sie die lebenserhaltenden Gene zerstören können. Selenocystein ist auch am Katalysemechanismus weiterer Enzyme beteiligt und in vielen Proteinen enthalten, deren Bedeutung noch nicht im Einzelnen geklärt ist.

So verhindert Selen in diesem Verbund auch die Entartung der Zellen, die letztlich zur Entstehung von Krebserkrankungen führen kann. In zahlreichen Studien konnte die Schutzwirkung von Selen diesbezüglich tatsächlich belegt werden.

Was kann Selen?

  • hat eine Funktion im Muskelstoffwechsel
  • dient als Zellmembranstabilisator
  • unterstützt die Schilddrüsenfunktion
  • hat als Betandteil der Proteine in Plasma, Herz, Muskeln und Nieren Anteil an deren Funktion

Endsprechend kann es auch zu Mangelerkrankungen bei diesen Organen kommen. Fest steht, dass die Böden, auf denen unsere Nahrungsmittel produziert werden, teilweise einen Selenmangel aufweisen denzufolge ein Mangel an diesem Stoff in der Bevölkerung doch häufig ist, was auch eine Kollegin, die diese Werte regelmäßig misst, bestätigt hat.

Der Tagesbedarf an Selen liegt bei ca. 30 bis 70 µg. Selenreiche Lebensmittel sind Fleisch, Innereien (Niere 1200 µg/100 g, Leber 800 µg/100 g), Fisch, Meeresfrüchte, Milch (30 µg/1000 g), Käse (60 µg/100 g), Eier (40 µg/100 g), Pilze, Getreideprodukte (40 µg/100 g) und Hülsenfrüchte (Literatur hier).

Top oder Flop? 

Selen ist ein Einzelstoff (siehe oben) und deshalb problematisch bei Überdosierung.

Zahlreiche Studien zeigten KEINEN Nutzen von erhöhten Gaben. In einer Studie (200 µg/d) wurde ein erhöhtes Auftreten von Diabetes mellitus Typ II festgestellt. Allerdings gibt es auch eine Studie , die einen hemmenden Effekt auf Diabetesherausfand! So ist das mit den Studien… Was die Herrenwelt interessieren dürfte, war auch eine Studie, in der vermehrt Haarausfall unter der (allerdings erhöhten) Einnahme herausgefunden wurde.

Ob eine Einnahme in physiologischer Dosierung (z.B. 20-40µg/d) sinnvoll ist, ist eine Frage der Ernährung. So ist bei Vegetarier/Veganer  einen Mangel relativ häufig. wer es wirklich wissen möchte, läßt sich den Selenwert im Blut (Achtung, dies ist nur eine Momentaufnahme) messen und entscheidet dann über eine Einnahme. Eine Alternative ist, wenn man nicht der Fleischesser ist, sporadisch  Selenpräparate in nicht zu hoher Dosierung einzunehmen. Sie werden häufig mit Zink angeboten, was auch sinnvoll sein kann.  Bei Unsicherheit den Arzt… Ihr wisst schon! Fragen, natürlich! Gilt ja für alles, was ich auf dem medizinischen Sektor schreibe!

Ausblick:

So, jetzt habt Ihr, einmal einen Überblick bekommen. Natürlich war das nur ein kleiner Teil der ,,Zaubermittelchen“,  die durchs Netz geistern. Wir setzen diese Stoffe, wie oben beschrieben, auch in der Praxis immer wieder ein, weil sie gute Dienste leisten, den Mensch ,,fitter“ zu machen und wir das Gefühl haben, dass sie tatsächlich dem Immunsystem gute Dienste leisten. Auch wir persönlich unterstützen unseren Körper vorzugsweise mit Spirulina, kurmäßig in ,,Streßzeiten“ wie Herbst/Winterzeit, Erkrankungen und  Zeiten vermehrter Belastung, angewandt. Zusätzlich kommen noch ein paar mehr Stoffe zum Einsatz, so nehme ich täglich Chiasamen, teilweise auch Heilpilze zu mir. Die Stoffe, die meinem Körper fehlen (und da sind doch immer wieder Menge)  ersetze ich, so gut es geht.

Heilpilze sind bei uns ein relativ ,,neues“, wenn auch global gesehen, uraltes Thema, das immer mehr Beachtung findet und deren Anwendung uns gerade auch bei Tumorpatienten und bei denen, die sich in schlechter körperlicher Verfassung befinden, gute Dienste leistet. Die besonderen Indikationen habe ich Euch dazu geschrieben, wobei es hier noch einige Pilze mehr gibt. Es stellt eine Zusatzoption der Behandlung dar und ist eine Chance, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Was kann man nun konkret tun, um  seinen Körper optimal rundum zu versorgen? Das Einfachste ist, man stellt einen IST-Zustand auf. Am Besten tut man dies zusammen mit einem guten Arzt, allerdings werden die Kosten in der Regel  höchstens zum Teil übernommen. Dabei  können Mängel eruiert und Schwachstellen erkannt werden. (Labor, körperliche Untersuchung, evtl. Zusatzuntersuchungen). Dazu gehören auch die Einhaltung des Vorsorge-Programms, das von der Kasse bezahlt wird. Danach kann man sich ein Programm erarbeite (lassen), das in Ernährung, Supplementierung, Lifestyle-Management und Fitness-Programm aufgegliedert ist .

Das Ergebnis ist ein individuelles Wohlfühl-Programm, dass Körper und Seele einen Frische-Kick     verleiht, der einen mit neuem Schwung durchs leben ziehen lässt!

 

Bleibt mir noch, Euch allzeit Gesundheit und ein tolles Leben zu wünschen,

Eure Nessy

 

Interessante Links:

Medizin: Forever Young / Anti Aging – Teil 1: Warum altern wir und was kann man dagegen tun?

Medizin: Forever Young / Anti Aging – Teil 2: Todesursache Nummer 1 – Die ischämische Herzerkrankung. Neue Erkenntnisse zur Entstehung und Vorbeugung (Prävention) auch schon in jungen Jahren

Medizin: Forever Young / Anti Aging – Teil 3: Gestagen, Östrogen, Testosteron, DHEA – Hormonsubstiution für ein langes Leben?

Optimale Ernährung / Detox / Clean Eating / Happy Eating / Ayuveda / Epigenetik – Im Schweinsgalopp durch die Ernährungslehren…

5.Teil Berlin-Special Medizin: Neuigkeiten vom Deutschen Krebs-Kongress DKK 2016 – bleitEin Überblick (Krebsfrüherkennung, was zu welcher Zeit sinnvoll ist, Auffälligkeiten Hautveränderungen)

 

Veröffentlicht von

Ich bin jemand, der meist positiv und neugierig durchs Leben spaziert. Mich fasziniert das Alltägliche wie auch das Besondere und ich bin dankbar, mich mit den schönen Dingen des Lebens wie mit meiner Familie, Pferden und Hunden, Natur und Medizin beschäftigen zu dürfen. Ich bin eine kleine Fashionista und schreibe und zeichne gerne .. Diese Themen lebe ich auch auf meinem Blog "happinessygirls" aus... Hello, I´m a girl with lot´s of interests: Not only fashion, beauty and lifestyle but also family, animals, medicine , writing, reading and riding.

10 thoughts on “Medizin: Forever Young/Anti Aging Teil 4: Spirulina, Maca, Heilpilze, Chiasamen & Co – Wundersubstanzen oder Quatsch?

  1. Liebe Dr. Nessy, wie immer habe ich Deine medizinische Unterrichtsstunde genossen und halte es so, wie Du vorgschlagen hast. Ich bespreche mit meiner Ärztin (keine Dr. Nessy, aber sehr engagiert) auch meinen Gesundheitszustand und passe dann meine Lebensweise an. So kann ich auf Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel verzichten. Dadurch wurde ich in den letzten Jahren immer weniger von Erkältungskrankheiten heimgesucht und die Übergänge der Jahreszeiten fallen leichter (Müdigkeit usw.) Allerdings muss man sich dann bei der Ernährung auch immer mitbewegen und sollte sich den Jahreszeiten anpassen. So etwas wie Pilze und Chiasamen lassen sich dann leicht in einen Ernährungsplan einarbeiten und alles bleibt lecker. Dir ein fabelhaftes Wochenende 🙂

    1. Lieber Arno! Danke für Deinen tollen und interessanten Kommentar! Deine Ernährung ist natürlich vorbildlich und ausgewogen, und da Du Dich nicht allzu häufig in großen Menschenmassen bewegst und auch Schulkinder (nehme ich an) nicht zu oft in direktem Kontakt zu Dir sind, haben auch Infektionen keine große Chance. Die Keime, die da unterwegs sind, können mittlerweile nämlich schon mal einen fiesen Angriff starten. Vit. D3, Selen und Jod sind die drei Stoffe, die häufig (auch bei supi-dupi Ernährung) zu kurz kommen, wie wir bei den Messungen festgestellt haben. Im Oktober 4 Wochen 6 Spirulina am Tag schaden nicht und boostern das Immunsystem. Das ist so mein Regime. Aber meine Gesundheit ist zwar insgesamt klasse, aber , wie heißt es so schön:,, Unter jedem Dach ein Ach!“ In diesem Sinne, alles Liebe, Nessy

  2. Liebe Nessy,
    danke für Deine interessante und differenzierte Darstellung. Ich vermisse bloß das gute alte LEINÖL in Deiner Liste. Meine Leinöl-Bibel 😉 ist von Hans-Ulrich Grimm: Leinöl macht glücklich. Das blaue Ernährungswunder:
    http://www.droemer-knaur.de/buch/7772549/leinoel-macht-gluecklich
    CHIASAMEN weiche ich über Nacht in etwas Wasser ein und füge sie meinem frischgepressten BIOorangensaft zu. Dies mache ich nicht täglich, sondern nach innerem Impuls, manchmal ist das ein, zwei, dreimal wöchentlich, manchmal aber auch zwei Wochen gar nicht.
    In der feinen Zeitschrift NATUR & HEILEN war kürzlich ein guter Bericht über einheimische Supernahrungsmittel: http://www.naturundheilen.de/de/artikel/heimische-superfoods-die-besten-vitalstoffe-aus-der-region/

    HeilSAME Grüße von Ulrike 🙂

    1. Liebe Ulrike, danke für Deinen lieben Kommentar und die interessanten Zusätze. Ich finde so ein Feedback toll, wenn man merkt, dass sich der andere wirklich auch Gedanken zu dem Thema macht… Wie Du weißt, steht Leinöl gerade in der Diskussion bezüglich seiner gesundheitsfördernden Wirkung und die Studien, die ich gefunden habe, haben mich nicht so ganz überzeugt. Aufgrund dessen möchte ich es hier nicht offiziell empfehlen, aber wenn Du davon überzeugt bist, möchte ich es Dir es auch nicht ausreden… Wie Du weißt, bin ich nun mal Pragmatikerin 😉 . Alles Liebe, Nessy

      1. Liebe Nessy,
        ich betrachte meine Vorliebe für Leinöl auch keineswegs dogmatisch.
        Ich mag z.B. den nussigen Geschmack des Leinöls sehr gerne – sofern man ein hochwertiges Bio-Leinöl verwendet. Jedenfalls finde ich es bezüglich der Omega-3-Fettsäuren empfehlenswerter als Fisch.
        Außerdem ist es eine vielfältige Pflanze, die nicht nur wertvolle Ölsaat produziert, sondern auch meinen Lieblingsbekleidungsstoff LEINEN.
        Solche Kreisläufe beflügeln mich!
        Abendsonnige Grüße
        Ulrike

      2. Da kann ich Dich gut verstehen. Und auch, wenn Dir das Leinöl gut schmeckt. ! In Leinöl kommt nur leider die Omega-3-Fettsäure hauptsächlich als die kurzkettige Alpha-Linolensäure (ALA) vor, während die tierische Omega-3-Fettsäuren die langkettige Form darstellen. Um im Stoffwechsel überhaupt verwertbar zu sein, muss die kurzkettige in die langkettige Form umgewandelt werden! Die Umwandlungsrate ist relativ gering, sie liegt zwischen 1 und 10% bei gesundem Stoffwechsel… 😦 . Aber, wie gesagt, in diese Diskussion wollte ich eigentlich gar nicht einsteigen, aber so stehe lassen kann ich die Empfehlung leider auch nicht, wobei es sicher ungesündere Öle gibt und ich es Dir auch eigentlich nicht vermiesen wollte… Sei mir nicht böse deswegen und genieße es ruhig weiter , wenn es Dir gut schmeckt, alles Liebe, Nessy

  3. Chiasamen, Nüsse, Beeren, Sprossen, Öle etc baue ich gerne in meine Ernärung ein, aber ich gebe (noch?) kein Geld für Vitamin- oder Mineralstoffpräparate aus. Deren Inhaltsstoffe variieren ja auch von Hersteller zu Hersteller und da Empfehlungen abzugeben (auch bei den Algenpräparaten) finde ich sehr schwierig. LG Bärbel

    1. Liebe Bärbel! Danke für Deinen guten Kommentar. Deine Ernährung liest sich sehr gesund und es gibt natürlich auch Leute, die mit einer guten Ernährung absolut keine Zusatzstoffe benötigen. Zumal, wenn Du Dich körperlich fit fühlst! Bei mir habe ich z.B., obwohl ich jeden Tag mindesten eine Stunde draußen verbringe, tatsächlich einen Vit D3, Selen und Eisen-Mangel festgestellt. Die Standardisierung von Nahrungsergänzungsmittel ist natürlich ein Problem. Bei Spirulina empfehle ich Algen, die in Zuchtbecken unter standardisierten Bedingungen hergestellt werden. Sie haben eine gleichbleibende Qualität z.B. kaufen wir die Algen von der Earthrise Farm in Kalifornien. Sie weisen bezüglich der Beschaffenheit kaum Schwankungen auf, weil es Zucht-Produkte sind, die sehr sauber in belüfteten Becken produziert werden. Es gibt Tabletten von 400 oder 500 mg oder Pulver. Die Tagesdosis beträgt z.B. bei einer Kur im Herbst über 4 Wochen 1-3 g/d. Abraten muß man leider von Billig-Produkten. Alles Liebe, Nessy

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s